Beiträge von Maximus Decimus Meridius

    Meridius nickte erneut mit dem Kopf und bewegte ein paar Holzklötze auf der Karte. Wieder dachte er unheimlich lange nach. Dann erhob er sich und sah die beiden an.


    "In welche Richtung er abgerückt ist, wisst ihr nicht zufällig?"


    Er versuchte seine Gedanken zu sortieren.


    "Wie ist denn die Schlacht abgelaufen? Wann hat sie angefangen? Wer hat sie eröffnet? Wie waren seine Züge? Welche Ziele hatte er? Agierte er gezielt? Oder hatte er nur Glück? Wusste er was er tat? Hat jemand mit ihm gesprochen? Ich will alles über diesen Mann wissen. Wo kommt er her? In welchem Auftrag und für wen kämpft er?"

    Meridius war gerade dabei, seine Rüstung abzulegen.


    "Ah, Livianus, Crassus! Tretet ein!"


    Dann, nachdem er sie abgelegt hatte und sich über einer Schale Wasser das Gesicht gewaschen hatte, trat er an den Kartentisch in der Mitte und beugte sich über die Karte.


    "Aus welcher Richtung ist Sertorius gekommen?"

    Meridius nickte mit dem Kopf.


    "Es ist gut, Tribun. Die Männer sollen abtreten. Ich werde mir ersteinmal selbst ein Bild von der Lage machen und mit dem einen oder anderen sprechen. Die Männer sollen das Lager fertigstellen und sich dann ausruhen. Heute und morgen ziehen wir ersteinmal nicht weiter, sondern formieren unsere Truppen neu. Dann sollten wir zusehen, dass ersteinmal die Verbdinung nach hinten steht. Wenn das alles fertig ist und wir die Situation analysiert haben, werden wir Sertorius jagen, und wenn es sein muss, bis ans Ende der Welt."


    Meridius nickte mit dem Kopf und trat ins Zelt.


    "Centurio Livianus und Decurio Crassus sollen sich bei mir melden."

    Meridius ritt in das Lager ein und nahm den direkten Weg zum Zelt des Kommandeurs. Der Tribun hatte bereits einige Abteilungen antreten lassen und wartete. Meridius hielt Caligula an und stieg ab.


    "Salve Tribun! Der Marsch hierher war anstrengend verlief aber ohne Probleme. Von Feinden weit und breit keine Spur. Von den hohen Verlusten wurde mir berichtet. Wie ist die Lage?"

    Zitat

    Original von Flavia Messalina Oryxa
    Nachdem ich mich jetzt ein wenig angeregt habe mache ich jetzt noch was kaputt, fahre in Stadt und kauf mir was schönes.


    Aber bitte keinen Mann. Wenn man die kaput macht, ist das nicht schön für sie. Und wenn man sie kauft, fühlen sie sich ausgenutzt. :D

    Meridius sah, wie sie zu Flavius sah. Auch er blickte den kühnen Germanen kurz an. Dann lächelte er und erhob sich.


    "Julia, es war mir eine Ehre und ein Vergnügen Dich kennen lernen zu dürfen. Wenn ich gewusst hätte, dass Dein Bruder eine so schöne und galante Unterhalterin seine Schwester nennt, ich hätte ihn in der Aurata festgenagelt. Ich muss jetzt leider gehen, die Pflichten rufen und das Rennen ist auch schon vorbei..."


    Er lachte.


    "Nicht dass man uns noch gewaltsam hier hinaus befördert..."


    Dann gab er dem Praefectus Castrorum die Hand.


    "Vale, Freund."


    Und wandte sich erneut an Julia.


    "Ich wünsche Dir viel Erfolg als Duumvir. Und hoffentlich kommt ihr uns in Hispania mal besuchen. Mein Angebot steht und ich würde mich beleidigt fühlen, solltet ihr mir diese Ehre ausschlagen. Pass auf Dich auf..."

    Willkommen in Rom! Schön dass Du zu den Truppen willst.


    Nachdem Du eine Gens und eine Provinz ausgesucht hast, brauchst Du Dich im Prinzip nur an einem der vielen Truppenstandorte melden.


    Welche Legion Du wählst, ist Deine Entscheidung, ich würde mich jedoch freuen, wenn es die IX in Hispania wäre.


    Ach nur noch eine Kleinigkeit: Ein Centurio mit genau Deinem Gesicht rennt schon durch die Legio IX. Also wäre es geschickt, wenn Du Dir ein anderes Avatar zulegst. :D

    Nach einem anstrengenden Marsch lenkte Meridius am Abend sein Pferd vor sein Zelt, stieg ab und trat ein. Es war bereits alles vorbereitet und hergerichtet. In der Mitte der große Tisch mit den Karten, ein paar Stühle, Licht, mehrere Truhen und im Hintergrund sein Bett.


    Die Legion war in Celsa angekommen.


    Er legte die Rüstung ab und dachte nach. Die I. III. und IV. mussten jetzt bereits schon in Numantia sein, und sicher befand sich auch schon ein Meldereiter auf dem Weg hierher. Wie es wohl um die II. stand? Ob seine Cousins noch am Leben waren?


    Meridius war unsicher. Verdammt, hätte er mit diesem Auftrag nur nie die II. beauftragt. Was, wenn ihnen etwas passiert wäre? Er musste an Onkel Mercator denken, und wie er zu ihm sagte, dass alles in Ordnung war...

    Centurio Marius war 45 Jahre alt, unverheiratet, wie alle Soldaten der Legion, da ihnen das Heiraten nicht erlaubt war, was ihn jedoch nicht hinderte mit einer 38 jährigen Ibererin zusammenzuleben, die bereits 5 Bälger von ihm in die Welt gesetzt hatte und soben das sechste erwartet. Als der Marschbefehl kam, packte Marius seine Sachen, gab ihr einen Klapps auf den Po mit dem Kommentar "ihn warmzuhalten", drückte seine Kinder und verschwand.


    Hier auf der Strasse Richtung Numantia gab er Kommandos und trieb seine Männer an. In seiner langen Karriere hatte er schon unter vielen Legaten gedient, doch war dies (nach einer langen Phase des Friedens) das erste mal, dass die Legio IX Hispana zu einem echten und ernsten Einsatz gegen einen größeren Gegner ausrücken musste.


    Dementsprechend waren die Männer gespannt und auch nervös, damit jedoch zu der positiven Anspannung keine negativen Gedanken hinzukamen, gab er sich alle Mühe seine Männer zu beschäftigen...

    Die Späher waren gut vorangekommen. Nun stand die kleine Turma auf einer Kreuzung, blickte nach links und nach rechts. Dann nach vorne und nach hinten.


    "Tiberius, wo geht es lang?"


    "Na dorthin!"


    Der angesprochene zeigte in die Richtung.


    "Bist Du sicher?"


    "Ganz sicher! Steht so im Plan!"


    Der andere überzeugte sich.


    "Stimmt!"


    Dann nach einer Pause:


    "Also Männer, dann legen wir mal wieder los!"


    Die Turma ritt weiter.

    Mitten in der Kolonne marschierte die II. Centurie der VI. Cohorte. Centurio Marcus war ein erfahrener Soldat.


    "Wie kommt ihr voran?"


    "Sehr gut Legatus! Die Männer brennen darauf endlich zum Einsatz zu kommen!"


    Der Centurio blickte zu Meridius auf, der neben ihm auf dem Pferd ritt und sich mit ihm unterhielt.


    "Das will ich auch hoffen, Centurio! Wenn wir im Einsatzgebiet sind werden sie sicher genug Gelegenheit bekommen zu zeigen was sie drauf haben..."


    "Ja, Legatus! Wir haben auch lange genug trainiert."


    Meridius nickte mit dem Kopf.


    "Ihr werdet das schon machen, Männer, ich bin stolz auf euch."


    Die Soldaten grinsten. Die Miene des Centurios indess verfinsterte sich. Als Meridius wieder weiterritt, brüllte er sie an.


    "In der Formation bleiben! Ihr Memmen! Das hier ist kein Spaziergang! In der Formation bleiben! Und wenn nochmals einer grinst, dann hau ich ihm persönlich eine rein. Grinsen könnt ihr, wenn wir wieder auf dem Heimweg sind!"

    Der erste Aufklärungstrupp kehrte zurück. Man war auf keinen Widerstand gestossen und hatte auch weit und breit keine Schwierigkeiten gesehen.


    "Legatus! Der Weg bis an Kreungspunkt Nord I scheint frei zu sein. Keine Anzeichen von gegnerischen Kräfte. Keine Feindberührung. Die Strasse ist frei und in tadellosem Zustand. In etwas einer Meile befand sich zwar eine Handelskarawane, doch haben wir sie von der Straße auf ein Feld gedrängt. Sie werden dort warten, bis wir vorbei sind. Decurio Sextus kontrolliert die Situation."


    Meridius nickte mit dem Kopf.


    "Sehr gut, Decurio!"


    Dann gab er seinem Pferd die Sporen und ritt die Kolonne nach hinten hin ab. Er wollte sehen, wie die Einheiten zurecht kamen und ob die hohe Geschwindigkeit die Soldaten nicht zu sehr ermüdete...

    Es war früh am Morgen, der Nebel lag noch über der verschlafenen Stadt, als aus dem Castellum der Legio IX Hispana die ersten Aufklärungsreiter nach draussen ritten und breitgefächert in die Landschaft ausschärmten.


    Etwa eine halbe Stunde später folgte eine kleine Vorhut, dann ein Trupp Pioniere, ehe sich letztendlich die ganze Legion auf der Strasse befand.


    Die Legio IX Hispana befand sich auf dem Weg.


    Meridius ritt unmittelbar an der Spitze der Hauptkolonne und ließ es sich nicht nehmen, den Zug von vorne anzuführen, auch wenn das ungewöhnlich war. Doch hatte er am heutigen Tage das Bedürfnis zu reiten und er wollte nicht den Staub der anderen Einheiten schlucken.


    Der Zug kam gut voran und stieß auf dem erste Abschnitt wie erwartet auf keine Schwierigkeiten.