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Thema: [Subura] Die neue Station
Manius Purgitius Lurco

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RE: Im Lichte des Infernos Gestern, 20:13 Forum: Roma


Lurco und Pullus kehrten an den Tatort der neuen Urbaner-Station zurück. Die ganze Ecke sah aus, als hätte sich der Abgrund geöffnet. Heute hatte er das auch, für viele unschuldige Bürger die gestorben waren und auch für die Urbaner. Aber hier war noch nicht das letzte Wort gesprochen. Pullus und Lurco starrten grimmig auf die rauchende Ruine.


Wir kamen von hier:
https://www.imperiumromanum.net/forum/th...1765#post921765
Thema: Carcer - Gefängnis
Manius Purgitius Lurco

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Mordgesellen Gestern, 20:09 Forum: Cohortes Urbanae


Die Gruppe marschierte durch die Castra, die beiden Urbaner behielten die zwei Tatverdächtigen genau im Auge. Hier bedeutete eine falsche Bewegung, dass sie ihre Kollegen und Kameraden schützen mussten. Sie würden ohne zu zögern von ihrer Waffe Gebrauch machen.

Allen voran bei der Sklavin. Sie hatte mehrfach durch Wort und Tat bewiesen, was man von ihr halten sollte - nichts.

Lurco und Pullus betraten den Carcer und der Kollege schaute die beiden Gefangenen an.

"Das Subjekt bekommt seine Standardzelle. Und dieser Bursche hier, Nicon wird hier sicherheitsverwahrt. Er hat möglicherweise Informationen bezüglich des kriminellen Packs, dass unsere Station angegriffen hat. Damit er nicht zufällig mit einem Messer im Rücken aufwacht, muss er hier verschlossen werden.

Das Subjekt befand sich heute, ausgerechnet als überall gebrandschatzt und gemordet wurde, am ersten Tatort. Es hat über Steine gewischt, so als wollte es die Spuren die dort zu finden sind beseitigen. Und genau an jenem Tatort wurde von uns eine weitere Leiche entdeckt. Also bitte kein falsches Mitleid mit dem Subjekt. Es könnte mit verantwortlich sein, für den Tod von unseren Kollegen in der Subura.

Sobald ich zurück bin, verhören wir die beiden",
warnte Lurco.

Der Carcer-Kollege musterte die Sklavin wie ein widerwärtiges Insekt. Er ergriff sie ebenfalls am Sklavenkragen und warf sie in die Zelle, die sie vor kurzem erst verlassen hatte. Die Tür donnerte ins Schloss und schon war sie aus dem Blickfeld der Urbaner verschwunden. Der Schlüssel ging im Schloss und alle Anwesenden nickten bekräftigend.

Als nächstes war Nicon an der Reihe, er wurde zwar etwas sanfter in die Zelle gesperrt, aber Zelle war Zelle.

"Wir müssen wieder los, zurück zur neuen Station. Oder besser gesagt zur neuen Bauruine", sagte Pullus.

Umgehend machten sie sich wieder auf den Weg.



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Hier gehts weiter:
Thema: [Porta Praetoria] Haupttor (Vor dem Betreten des Lagers hier melden!)
Manius Purgitius Lurco

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Mordgesellen Gestern, 20:00 Forum: Castra Praetoria


Pullus und Lurco führten die Sklavin und Nicon zum Haupteingang der Castra. Die Kollegen musterten die beiden mit Argusaugen. Die Sklavin kam so manchem bekannt vor. Man sah verächtliche und auch hämische Blicke.

"Einmal Carcer, Einzelzelle pro Nase", orderte Lurco freundlich.
"Mal wieder Brandschatzung?", fragte einer der wachhabenden Kollegen.

"Was sonst?", gab Lurco zurück, packte die Sklavin im Sklavenkragen und buxierte sie in die Castra. Hier konnte man das Subjekt keine Sekunde aus den Augen lassen.

Pullus packte Nicon am Oberarm.
"Weiter gehts", befahl er.


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Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. Gestern, 19:56 Forum: Roma


"Was gibts zu glotzen? Halt den Blick gesenkt und lass das Maul geschlossen", verwarnte Pullus die Sklavin und deutete mit dem Schwert in die geforderte Blickrichtung.

"Die ist doch dafür bekannt, das die mehr durch die Gegend taumelte als das die sicher geht. Die Taumel-Tante vor der Castra, der Du den Rücken massieren musstest. Warum ist jetzt klar Lurc. Man sollte schon in die Richtung gucken, in die man latscht", raumte Pullus im verschwörerisch zu.

"Da lang", forderte Lurco und schob Nicon weiter.

Sie verließen die Subura und hielten auf die Castra zu.


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Thema: [Baracke VII]
Manius Purgitius Lurco

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RE: Zu fett 11.08.2020 22:33 Forum: Cohortes Urbanae


Lurco schlang seine drei Würste herunter und nahm die vierte zur Hand. Aber irgendwie konnte er sich nicht durchringen sie zu essen. Er nahm einige Bissen, aber er war voll. Randvoll. Unterkante Oberlippe, es ging kein Bissen Wurst mehr in ihn hinein. Bedächtig legte er die Wurst zur Seite und nickte Ramnus anerkennend zu.

"Ich kann nicht mehr und muss die Würste strecken. Du hast gewonnen", stöhnte Lurco und rieb sich den überfressenen Bauch.
Thema: 17 Jahre sind (nicht?) genug
Manius Purgitius Lurco

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RE: 17 Jahre sind (nicht?) genug 10.08.2020 20:32 Forum: Allgemeines


Von mir ebenfalls gute Besserung smile
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 23:44 Forum: Roma


"Deine übliche Leier, die kennen wir. Dein Herr wird Dich abholen, falls Deine Unschuld bewiesen wurde. Jetzt schweigt und lauft", antwortete Lurco und deutete mit dem Schwert in die passende Richtung.

"Dein Dominus ist dazu in der Lage eine Sklavin aufzunehmen, die man sogar verschenken muss um sie überhaupt noch quitt zu werden. Wenn das kein gutes Herz ist, was dann? Dumm? Wird Deinen Dominus interessieren, dass Du ihn für einen Dummkopf hältst", grinste Pullus.
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 23:26 Forum: Roma


Das waren doch mal interessante Informationen.

"Natürlich können wir uns anders einigen. Du folgst uns ebenso wie die Sklavin zur Castra. Sie trieb sich unberechtigt und grundlos an einem Tatort herum. Folglich wird es doch einen Grund geben. Und Du scheinst mehr zu wissen als Du preisgibst. Hoch mit Euch und keine Dummheiten", forderte Lurco die zwei Übeltäter auf.

"Komisch dass es ständig zu Bränden und Leichen in der Nähe der Sklavin kommt. Man könnte fast den nächsten Brand riechen und der riecht magisch! Hoffen wir dass Anis nicht eines Tages selbst in Rauch aufgeht, nur weil er ein zu gutes Herz hatte", warf Pullus ein.
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 23:05 Forum: Roma


Pullus und Lurco stierten Nicon an.
"Wie Ihr wart das? Ihr habt den Burschen während des Brandes erstochen?", fragte Pullus ungläubig.

"Ich habe schon davon gehört, was in Panik passieren kann, aber sowas? Also was genau meinst Du? Habt Ihr ihn ermordet und verscharrt, oder nur verscharrt? Was beim Abgrund ist hier los? Und was hat diese Sklavin damit zu tun?", fragte Lurco zerknirscht.
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 22:57 Forum: Roma


"Wo Du hättest sein sollen, dass kann uns Dein Herr sagen. Wo Du tatsächlich gewesen bist, ist etwas ganz anderes", antwortete Lurco und deutete mit dem Schwert an aufzustehen.

"Dein Dominus wird wohl länger warten. Er darf Dich sogar persönlich abholen. Und ich denke in dem Fall, wirst Du Dein Zuhause auch zuverlässig erreichen", befahl Pullus.

"Nicon was weißt Du über die Leiche im Ganymed? Hat diese Frau sie dort verscharrt?", fragte Lurco den Säufer.
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 22:27 Forum: Roma


"Du hörst schwer oder?", fragte Pullus und riss der Frau den Schleier vom Gesicht.

"Wir beide haben eindeutig gesehen, dass Du über einen Stein gewischt hast. Weshalb wenn Du nichts getan hast? Was hast Du hier überhaupt zu suchen? Heimweg, lächerlich", warf Pullus ein.

"Du vergisst erneut Deinen Stand Subjekt. Wir haben jede Handhabe, Du hast keine. Wir repräsentieren das Recht Roms. Muss ich Dich da nochmal erinnern?

Du hast nichts getan, Deine Ausreden werden auch nicht kreativer. Du warst also nur auf dem Weg nach Hause zu Anis von Alexandria, dem armen Wahrsager der sich nun mit Dir herumplagen muss. Wohnt Anis von Alexandria neuerdings in der Ruine des Ganymed? Oder ist das eine Abkürzung von der wir nichts wissen?

Heute gab es erneut Anschläge in der Subura und Du bist genau an diesem Tag am ersten Tatort. Gut mal angenommen Du hast wirklich nichts mit den Verbrechen der heutigen Brandstiftung und den Morden zu tun. Bei der alten Brandstiftung steht die Klärung ja noch aus.

Was tust Du dann hier in den Ruinen des Ganymed? Plündern? Du weißt was auf Plündern steht?


Es sieht erneut nicht gut für Dich aus. Du begleitest uns zur Castra, den Weg zum Carcer kennst Du ja mittlerweile. Dein Dominus wird von Deiner Tat erfahren, er wird Dich bei uns abholen", antwortete Lurco.

Pullus wandte sich an Nicon.

"Kyriakos befindet sich im Magnum Momentum, bei Velia. Gut ist vermerkt. Geh nachschauen, ich warte hier mit der Gefangenen bis Du fertig bist", sagte Pullus zu Lurco und wandte sich dann an die Frau.
"Und Du setzt Dich auf Deinen Arsch, bis mein Kollege wieder da ist", befahl Pullus und umfasste sein Schwert fester. Hier stimmte etwas ganz und gar nicht.

"Ich beeile mich", antwortete Lurco und betrat selbst nun vorsichtig die Ruine.

Lurco durchstreifte das vernichtete Lupanar. Was konnte es hier zu finden geben, außer dem Hinweis den er suchte? Was konnte es geben, dass die Täterin zurück an den Tatort trieb? Was suchte die Sklavin hier, wenn sie mit der Tat nichts zu tun hatte?

Solche Zufälle gab es nicht. Lurco hatte gerade die Stelle passiert, wo einst die Tür gewesen war. Er schritt durch den ehemaligen Vorraum. Hier war nichts zu sehen. Also lief er langsam weiter. Dort stand noch eine Wand. Darauf war eindeutig das Zeichen gemalt, dass er in Erinnerung hatte.

Genau vor dieser Mauer war ein kleiner Hügel. Lurco stutzte, wieso sollte jemand hier einen kleinen Hügel aufschichten? Was bei den Göttern war darunter? Er betrachtete den Hügel aus allen Blickwinkeln, ehe er sich daran machte ihn vorsichtig abzutragen. So leicht wie er zu Anfang an gedacht hatte, war die Arbeit nicht. Nun er war erschöpft und erneut etwas angesengt worden. Lurco schaufelte ächzend die Steine zur Seite. Auf einmal war klar, weshalb der Haufen hier lag. Unter dem sorgfältig aufgeschichtetem Geröll kam eine Leiche zum Vorschein.

Lurco stand auf und kehrte sofort zu Pullus zurück.

"Ich habe das Bild gefunden, samt einem Hügel aus Steinen. Darunter war eine Leiche versteckt. Ich glaube wir haben jetzt mehr als nur eine Handhabe. Damit hast Du sicher auch nichts zu tun Subjekt oder? Auf zum Carcer", befahl Lurco.
Thema: [Subura] Ganymed - Lupanar
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Ruinen des Ganymed - Erst Feuer und Flamme. Dann Asche. 09.08.2020 20:38 Forum: Roma


Pullus und Lurco erreichten die Ruine des Ganymed und zwar gerade als sich eine vermummte Person hineinwagte. Nun waren die beiden Urbaner nahe genug, um die Person direkt zu erkennen und zu hören, was vor sich ging.

Die linkischen Bewegungen, das Gemurmele und dann noch das Antatschen der Steine. Eindeutig wer sich hier vermummt wie eine gedungene Mörderin herumtrieb und versuchte Steine sauber zu wischen. Oder Spuren zu beseitigen?

"Stehen bleiben, Cohortes Urbanae! Und Lappen von der Fresse, zeig Dich!", blaffte Pullus mit gezogenem Schwert.
"Dich kennen wir doch! Komm ganz langsam da raus Sklavin. Was hast Du hier am Tatort des Brandes erneut zu suchen? Ausgerechnet heute, wo in der gesamten Subura alles in Flammen aufgeht und ein Mord nach dem anderen geschieht? Wieder alles nur Zufall? Du bist vorläufig festgenommen. Herkommen!", forderte Lurco unmissverständlich.

"Und Du Suffkopp, Nicon, aufstehen und ebenfalls hierher. Zügig. Wo ist Kyriakos?", schob Pullus nach.



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Thema: [Subura] Die neue Station
Manius Purgitius Lurco

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RE: Im Lichte des Infernos 09.08.2020 20:36 Forum: Roma


Lurco drückte dem Mann kurz die Hand, als Pullus um die Ecke schoss um nach ihnen beiden zu schauen.

"Hol einen Kollegen her und sag irgendwem, dass wir zum Ganymed laufen. Wir müssen was überprüfen und zwar jetzt. Die drei Tatorte hängen zusammen", erklärte Lurco und kämpfte sich auf die Beine, indem er sich an der Wand abstützte.
"Zum Ganymed? Jetzt? Hast Du Dich mal angesehen? Du siehst aus wie eine unserer geliebten Bratwürste. Und wieso hängt das zusammen?", fragte Pullus und schaute sich argwöhnisch in der Straße um.

"Im Laden des ermordeten Besitzers habe ich Rabenschädel gefunden. In unserer zerstörten Station habe ich Rabenschädel gefunden. Im Ganymed habe ich einen Rabenschädel gefunden als Wandbild. Das letzte Wort des Kerls dem ich die Eier gekürzt habe, war Corvus. Rabe. Eine kriminelle Gruppe, oder deren Kopf? Wir müssen ins Ganymed", entschied Lurco.
"Ins Ganymed, von mir aus! Warte hier!", befahl Pullus und rannte los um einen der Kollegen zu holen. Mit Asper im Schlepptau kam er wieder zurück.

"Was ist los? Du siehst schlimm aus Lurco", sorgte sich Asper.
"Wie ich Pullus gerade sagte.
Im Laden des ermordeten Besitzers habe ich Rabenschädel gefunden. In unserer zerstörten Station habe ich Rabenschädel gefunden. Im Ganymed habe ich einen Rabenschädel gefunden als Wandbild. Das letzte Wort des Kerls dem ich die Eier gekürzt habe, war Corvus. Rabe. Eine kriminelle Gruppe, oder deren Kopf?
Pullus und ich müssen ins Ganymed. Bewache Du den Verletzten",
erklärte Lurco Asper.

Er kramte in seiner Tasche und zeigte beiden Kameraden die Vogelschädel die er an beiden Tatorten gefunden hatte.

"Aus dem Laden und aus der Station. Seht Ihr? Eindeutige Warnungen, ich muss das mit dem Ganymed abgleichen und mit Kyriakos sprechen. Wir beeilen uns und sind sofort wieder zurück. Gut möglich, dass von dem Gesindel dort ebenfalls wer auftaucht. Verbrecher kehren immer an den Schauplatz ihrer Schandtaten zurück. Immer", sagte Lurco felsenfest überzeugt.

Pullus und Asper schauten sich die Schädel an und nickten zustimmend.

"Bleib bei dem Verletzten, wir beeilen uns und sind sofort wieder da. Und sei vorsichtig, die Station kann jeden Moment in die Luft fliegen. Laut Scato", sagte Lurco.
"Bitte?!? Alles klar, aber macht schnell und passt auf Euch auf", forderte Asper seine Kollegen auf.
"Du kennst uns", warf Pullus ein.

"Eben drum", gab Asper zurück und stellte sich sichernd neben den Verletzten. Wo nur Scato blieb.

Lurco und Pullus machten sich sofort auf den Weg zum Ganymed. Scheinbar war in der Subura ein Krieg ausgebrochen.


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Thema: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen
Manius Purgitius Lurco

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RE: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen 09.08.2020 19:59 Forum: Thermae Agrippae


"Warum Servilius Caepio könnte seinen erhabenen Stand als Geburtsrecht angesehen haben, als Geschenk der Götter. Eine Person nicht gleichen Standes wurde von den Göttern nicht beschenkt. Folglich hat er da eine klare Linie gezogen. Was tatsächlich die Gründe für sein Verhalten waren, werden wir nie herausfinden. Ich habe sein Verhalten nicht gutgeheißen, sondern nur versucht zu deuten.

Was Caepio gewesen ist, war er durch Geburt. Was die Aufsteigerfamilie sind, sind sie durch Leistung. Beides hat seine Daseinsberechtigung. Gut die Möglichkeit des Aufstiegs könnte man auch als Gottgegeben bezeichnen. Sie ist schließlich da.

Allerdings kann ein bewusster Bezug auf den Stand nützlich sein. Das steht auch außer Frage, gleich ob man in den Stand geboren wurde oder ihn sich erarbeitet hat. Wie gesagt, Spartacus wäre nie passiert hätte man gleich eine klare Linie gezogen. Wozu sollte man einem Sklaven Freiheiten gewähren? Wozu ist er dann überhaupt noch Sklave?

Ach was Caesoninus, Verschwörungen hat es schon immer gegeben, gleich wie wir dazu stehen. Nur weil ich es als Sport anerkenne, muss ich mich ja nicht an dem Sport beteiligen oder?

Ich habe Dir nicht unterstellt Caesoninus dass Du ein Verschwörer werden möchtest. Ich habe Dich gefragt, weshalb Du in die Politik gehen möchtest. Deine vorherige Erläuterung über die Oberen klang ehr so, als hättest Du kein gutes Wort für sie übrig. Deshalb war meine Frage, weshalb Du genau zu jenen Kreis aufsteigen möchtest.

Du hast Dir hohe Ziele gesteckt, dem Allgemeinwohl fühlen sich leider zu wenige verpflichtet. Du wirst Deinen Teil auf politischer Seite leisten, so wie wir unseren in den Straßen Roms.

Meine Ambitionen sind da kleiner, jenen beistehen die sich selbst nicht verteidigen können und für mich persönlich wünsche ich mir schlicht Zufriedenheit. Wo ich sie finde, wird sich zeigen", antwortete Lurco entspannt.

Auch er stieg aus dem Wasser, trocknete sich ab, holte seine Kleidung und zog sich an.

"Folge mir einfach, es ist nicht weit", sagte er freundlich und gab den Weg zum Wurststand wie zur Castra vor. Beides lag direkt gegenüber.
Thema: [Viminal] Casa Leonis
Manius Purgitius Lurco

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Der Granatapfelbaum 09.08.2020 13:36 Forum: Domus Gentium Romae


Der Granatapfelbaum


Heute war der Festtag der Venus, also galt es seinem Liebsten etwas zu schenken. Venus war nicht nur die Ahnherrin der Römer und die Göttin der Liebe und des Begehren. Sie war die Göttin der Gärten. Somit fielen auch die Heilkräuter in ihren Bereich.

Scato hatte ihnen letztens erst einen Vortrag über das ungesunde Garum gehalten. Garum war Wurmverseucht und konnte nicht gereinigt werden. Die Eier der Würmer blieben in der Soße. Allerdings konnte man den Menschen von den Würmern reinigen und zwar mit einem Heilkraut!

Der Sud den man aus der Wurzel des Granatapfelbaumes gewann, tötete Bandwürmer ab. Zeitgleich war dessen Frucht ein Symbol der Furchtbarkeit und Liebe. Also was konnte man seinem Liebsten besseres zum Festtag der Venus schenken als einen Granatapfelbaum?

Das kleine Bäumchen stand gut eingepflanzt und eingeschlämmt vor ihm, so wie es der Verkäufer erläutert hatte. Lurco blickte stolz auf das Gehölz herab. Scato würde sich hoffentlich über das Geschenk freuen.

Nachdem er sich ausgiebig gereinigt hatte, schnappte er sich eine Wachstafel und fing an zu schreiben.



   


Salve Scato,

schau einmal in den Garten, dort steht für Dich ein Geschenk. Für meinen Medicus zum Festtag der Venus einen Granatapfelbaum. Seine Frucht symbolisiert Liebe und Fruchtbarkeit. Ebenso ist Venus die Göttin der Liebe und des Begehrens.

Aber die Göttin wie auch der Granatapfelbaum sind weitaus mehr. Sie ist die Herrin über die Gärten und somit auch über die Heilkräuter. Und eines dieser Heilkräuter ist der Granatapfelbaum Stöckchen.

Letztens noch wolltest Du uns alle vor dem ungesunden Garum bewahren. Hier nun die Lösung, falls es bereits jemanden erwischt haben sollte. Denn wusstest Du, dass der Sud aus der Wurzel des Granatapfelbaumes Bandwürmer tötet?
Genau das tut der Sud.

Selbstverständlich kannst Du Dir auch später die köstlichen Früchte schmecken lassen. Gleich was Du wählst, ob Heilung oder Schlemmerei, Du weißt was der Baum Dir damit sagt. Fühl Dich auf Deine Anhänger getippt.


Dein Lurco







Lurco griff sich ein Stück Pergament und schrieb darauf die Pflegeanweisung für den kleinen Baum.



   


Salve Scato,

Dein neuer Kräuterfreund hat folgende Vorlieben.
Der Granatapfelbaum entwickelt sich am besten in lockerer, durchlässiger Erde mit einem hohen mineralischen Anteil aus Lavasplitt oder Sand. Passend wurde er von mir eingepflanzt.

Der Granatapfelbaum steht an einem sonnigen Platz, da er es schön warm braucht. Wie mir der Händler sagte, kann der Granatapfelbaum zwar auch im Schatten überleben, aber dann wird er keine Blüten und Früchte tragen. Aus diesem Grund steht er in der Sonne.

Natürlich hat Dein neues "Pflanzenkind auch Durst und Hunger! Wie bei den meisten Menschen, Tieren und Pflanzen ist hier die goldene Mitte der richtige Weg. Kürzere Zeiten über kann der Baum ruhig einmal trocken werden. Aber in seiner Wachstumszeit bitte nicht zu lang. Vor allem im Sommer hat er genau wie wir Durst und benötigt regelmäßig etwas zu trinken. Gib ihm am besten jeden Abend seine Ration. Aber achte darauf, dass er nicht in der Nässe steht, denn sonst schmeißt er sein Laub ab.

Von Martius bis Sextilis möchte der Baum alle zwei Wochen etwas speisen, gibt ihm also Dünger. Damit er im kommenden Jahr viele Blüten trägr, müssen die Triebe im Herbst gut ausreifen. Deshalb wird ab Mitte Sextilis nicht mehr gedüngt und das Gießen nach und nach eingeschränkt.

Der Granatapfelbaum möchte gerne wachsen wie im der Sinn steht. Er mag es nicht, wenn man ihm etwas abschneidet. Zurückschneiden solltest Du ihn also nur, wenn er zu groß geworden ist. Zu lange Triebe kannst Du im Winter kürzen. Allerdings trägt der Baum dann im nächsten Jahr weniger Blüten.

Nun fragst Du Dich, wie hoch kann er denn überhaupt werden? Ein Passus bis ein Pertica wird der Granatapfelbaum hoch.

Der Granatapfelbaum trägt bei der Blüte orangeroten glockenförmigen Blüten. Seine sich daraus später entwickelnden Früchte sind rundlich, gelbbraun bis rot gefärbt und ungefähr Faustgroß.

Die Früchte sind sehr hübsch anzuschauen. Sie besitzen eine feste, ledrige Schale und enthalten sehr viele Kerne. Jeder einzelne ist mit saftigem, rotem Fruchtfleisch umhüllt. Die Kerne schmecken säuerlich-fruchtig und lassen sich zu Saft, Sirup und Süßspeisen verarbeiten. Natürlich kannst Du sie auch direkt roh verzehren.


Dein Lurco







Beide Schreiben, einmal die Wachstafel und einmal die Schriftrolle, legte Lurco Scato auf sein Bett. Danach machte er sich wieder auf den Weg zum Dienst.



Thema: [Subura] Die neue Station
Manius Purgitius Lurco

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RE: Im Lichte des Infernos 08.08.2020 15:10 Forum: Roma


Das wird jetzt ungemütlich, dachte Lurco und zerrte den Mann den er mitgeschliffen hatte ohne Rücksicht auf Verluste hinter sich her. Cerretanus befahl ihm das Gebäude zu verlassen, Scato brüllte von draußen nach ihm. Irgendwas explodierte? Hatte er das richtig verstanden? Gleich sein Optio hatte ihm was befohlen und Scato auch. Lurco schleppte sich und den Mann nach draußen und ging vor Scato auf die Knie.

"Da drin ist der Abgrund los. Gestank, Rauch, Trümmer und Leichen. Der Mann ist verletzt, aber er lebte noch. Drinnen...", sagte Lurco und wurde von einem Hustenanfall geschüttelt.
"Drinnen die Leichen, erstochen. Weitere Krähenschädel. Ich... muss zu Kyriakos. Er hatte ebenfalls die Warnung. Er... Der Laden da drüben und... und wir auch", erklärte Lurco, damit Scato ebenfalls informiert war.

Er quälte sich zurück auf seine gefühlt wabbligen Beine und schaute Scato bitten an.
"Packt er es?", fragte Lurco.
"Es waren so viele", stöhnte der Mann.
Thema: [Luperci] Casa Lupae
Manius Purgitius Lurco

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RE: Die Lose des Lupercus 08.08.2020 09:33 Forum: Pietas et Cultus


Lurco hatte ihrem neuen Rudelführer schon gratuliert, aber dass ihr alter Anführer so ohne ein weiteres Wort des Abschieds ging, zeugte nicht von einer guten Erziehung. Gleich ob er mit der Wahl der Götter zufrieden war, er hätte den Anstand haben müssen, seinem Nachfolger zu dessen Ernennung zu gratulieren.

So hatte die Wahl vermutlich für Gaius Iulius Caesoninus einen faden Beigeschmack. Auf der anderen Seite war er nun der Anführer der Luperci und er konnte es besser machen.
Thema: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen
Manius Purgitius Lurco

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RE: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen 08.08.2020 09:27 Forum: Thermae Agrippae


"Das höchste Gut für mich ist das Leben selbst. Da liegst Du falsch mit dem was ich als Urbaner verteidige. Ich verteidige das Leib und Leben aller rechtschaffenen Römer. Ich stehe für jene ein, die selbst dazu nicht in der Lage sind. Rom als Stadt ist nur ein gedankliches Konstrukt. Die Stadt selbst "lebt" nicht. Sie ist nur ein Haufen Steine. Das wahre Rom sind die Bewohner gleich welchen Ranges die Rom repräsentieren. Genauso gibt es nicht die Cohortes. Jeder Urbaner repräsentiert die Cohortes und gibt ihr damit ein Gesicht.

Möglicherweise war Servilius Caepios gar nicht arrogant, sondern schlicht tiefgläubig? Die einen werden zum Herren geboren, die anderen zu Domestiken. Sein Geburtsrecht sah er vermutlich als Geschenk der Götter und verteidigte dies ebenso, wie jene Barbaren ihren Stolz und ihre Ehre.

Spartacus ist ein anderes Thema. Hier sage ich nur, währet den Anfängen. Die Sichtweise von Servilius hätte hier gut getan. Standesdenken heißt Hirarchie, kurzum kenne Deinen Platz. Ein Sklave muss genau wie sein Herr seinen Platz kennen. Gerechte Strenge ist im Umgang mit Sklaven angebracht. Milderer Umgang bei jenen die es sich verdient haben. Gnadenlose Härte bei jenen, die sich Mitbürgern Roms oder ihren eigenen Herren schädlich gegenüber verhalten.

Nun man kann es so sehen, dass die Intrigen und Machtspiele von Politikern die Sicherheit gefährden. Dann frage ich mich, wenn Du so gegen Standesdünkel und ihre Sichtweise bist, weshalb Du einer von ihnen werden möchtest?
Was ist Dein Ziel oder Deine Ambition?

Auf der anderen Seite könnte man ihr Verhalten auch als Bestenauslese bezeichnen. Jener Mann der Rom führt, muss auch dazu in der Lage und Willens sein, unbequeme und harte Entscheidungen zu treffen. Er entscheidet über Leben und Tod. Niemand sagte dass das Amt leicht zu tragen wäre. Ich kann Dir also ehrlich nicht sagen, ob jene Poltiker Feinde Roms sind, oder ob sie die fruchtbare Asche nach einem Vulkanausbruch bilden.

Das Rom expandiert hat nach der Logik nur einen Grund, die Sicherung der Existenz was Recourcen angeht. Je mehr wir werden, je mehr Land benötigen wir um uns zu versorgen. Gleich was uns andere erzählen.

Der Wurststand ist ganz in der Nähe unserer Castra. Seit dem sich das Wurstessen bei uns eingebürgert hat, hat der Mann seinen Stand etwas näher an die Kundschaft verschoben. Wir sind glücklich und er auch", grinste Lurco.
Thema: [Subura] Die neue Station
Manius Purgitius Lurco

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RE: Im Lichte des Infernos 07.08.2020 23:44 Forum: Roma


Sim-Off: Nope - Lurco und Scato faulenzen nicht, sondern ermitteln in einem Mordfall. Zuerst steht die Tatortsicherung an, damit keine weiteren Spuren zertrampelt werden. Wir sind die Urbaner (Polizei) und nicht die Sanis. Und so lange es keinen Befehl von unserem Optio gibt, bleiben wir wo wir sind. Befehlsbefolgung, Hirarchie und Urbaner-(Polizei)-Arbeit. Also gleich was da draußen vor der Tür geschieht, wir haben die Stellung zu halten und das taten wir. Jetzt hat unser Optio gesprochen also folgen wir dem Befehl smile .




Lurco folgte umgehend dem Befehl von Cerretanus und begab sich zur eingestürzten Urbanerstation. Einen letzten rückversichernden Blick warf er auf den ermordeten Ladenbesitzer. So gut es ging prägte er sich jedes Detail ein und verwahrte die beiden Rabenschädel sicher in seinem Geldbeutel am Gürtel. Draußen auf der Straße lag immer noch der niedergestochene Bauarbeiter. Dass der Mann noch in einem Stück war, bei dem Auflauf an Menschen war ein Wunder für sich.

Nun wer immer hier Krieg haben wollte, er würde ihn bekommen, dass stand fest.
Die Rechnung war einfach, ein Leben für ein Leben.

Lurco folgte seinem Optio in die eingestürzte und brennende Station. Er wusste nicht ob Scato direkt hinter ihm war. Im Ganymed war es ähnlich heiß und stickig gewesen. Aber in der Nähe des Bodens war die Luft erträglicher. Genau, so war das damals gewesen!

"Bewegt Euch in der Hocke fort, dann bekommt Ihr was besser Luft", rief Lurco in der Hoffnung seine Kollegen würden ihn hören.

Er setzte seine eigene Erfahrung um, so ging es etwas besser. Die Hitze lastete schwer auf ihnen, war aber im unteren Bereich noch nicht unerträglich. Lurco versuchte in das obere Geschoss zu kommen und passierte die eingestürzten Teile so vorsichtig wie möglich. Der Rauch war damals in dem Lupanar auch zuerst zur Decke aufgestiegen und dann langsam zu Boden gesunken. Die Hitze war ein anderes Problem.

Lurco fand auf seinem Weg nach oben eine eindeutige Botschaft - weitere Mordopfer. Und sein Verdacht wurde bestätigt. Zwischen all dem Gebälk, Dreck, Schutt, Leichen, Feuer und anderen Dingen fand er weitere Rabenschädel. Er grabschte diese und stopfte sie ebenfalls in seinen Geldbeutel.

Das war kein Zufall, das war ein Anschlag.

Die Männer die hier zu Tode gekommen waren, hatte nicht das eingestürzte Dach erwischt, sondern die Klinge. Gute, ehrlich und hart arbeitende Männer waren heimtückisch niedergestochen und den todbringenden Flammen überlassen worden.

Einer der Bauarbeiter zuckte noch leicht, seine Stichwunden waren nicht lebensbedrohlich, aber ihm hatte der Rauch zu schaffen gemacht. Als Lurcos Schatten auf ihn fiel, streckte ihm der Mann hilfesuchend die Hand entgegen. Lurco befreite ihn vom Schutt und umfasste den Mann um die Brust. So schnell es der Brand und die Verletzung des Mannes zuließ, zog sich Lurco aus dem Gebäude zurück. Seine Augen, seine Kehle und seine Lunge brannten gleichermaßen.

Ein Hauch, ein Windzug, der Ausgang war nicht mehr fern.

"Scato, ich brauche Dich!", rief Lurco verzweifelt und drückte die Wunde des Mannes ab.
Thema: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen
Manius Purgitius Lurco

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RE: Entspannen und Sorgen von der Seele waschen 07.08.2020 19:53 Forum: Thermae Agrippae


"Da widersprichst Du Dir aber Caesoninus. Einerseits würdest Du lieber in Ehre sterben wie ein Barbar, als logisch zu Grunde zu gehen. Zeitgleich möchtest Du aber nicht, Deine Ehre so hoch halten wie Quintus Servilius Caepio oder Iulius Caesar die Römer.

Welche Ehre wiegt denn mehr?
Die eines Römers, oder die eines Barbaren?
Und was macht Barbaren so interessant?


Und sollte man den Begriff Ehre nicht erst einmal deuten? Ehre, Stolz, es ist so leicht dahingesagt ich würde lieber in Ehre sterben anstatt... ja was? Einen Fehler einzugestehen? Sich einzugestehen vielleicht doch nicht das beste, flexibelste und inovativste Volk auf unserer Welt zu sein?

Weißt Du viele Männer reden leichtfertig davon, was sie alles tun würden wenn. Sobald der Wennfall aber vor ihnen steht, glaube mir da werfen die wenigsten leichtfertig ihr Leben weg.

Für Stolz und Ehre zu sterben, heißt für ein gedankliches Konstrukt zu sterben. Für eine Idee, die man sich selbst zur Religion erhoben hat. Für einen logischen Grund zu sterben, ist leicht erklärt.

Ein Mann verteidigt seine Familie vor Räubern und opfert sein Leben.
Ein Soldat stirbt bei der Verteidigung seines Landes.
Ein Urbaner stirbt in Ausübung seiner Pflicht.


All das sind Gründe, nachvollziehbare und logische Gründe. Auch diese Männer hätten sicher gerne den nächsten Morgen gesehen Caesoninus, aber sie haben ihr Leben für ein höheres Ziel - einen wahren Grund gegeben. Das ist der Unterschied zwischen einem logischen Grund selbst das höchste aller Opfer zu bringen, nämlich sein Leben.

Oder für nichts als warme Worte zu sterben, die andere Ehre, Stolz und so weiter schimpfen. Denn leider ist es meist noch so, dass jenes auf was sie so stolz sind, gar nicht von ihnen selbst erreicht wurde oder ihrem Volk. Manche schreiben sich auch Stolz auf die Stirn und wissen nicht einmal worauf sie stolz sind.

Deshalb sollte man vorsichtig umgehen mit Männern die sehr viel von Stolz und Ehre reden, aber nicht von logischen Fakten und tatsächlichen Gründen. Menschen können lügen, Fakten nicht.

Zudem ein in Ehre gestorbener Mann ist einfach tot. Er nützt niemandem.
Ein in Unehren Lebender, kann immer noch handeln. Die Sieger schreiben am Ende die Geschichte Caesoninus und keiner schreibt dann etwas von Unehre in seine Memorien oder?


Nach innen hin mögen die Römer genauso ihre Ränke schmieden und Intrigen spinnen wie andere Völker. Wenn sie es nicht sogar zu einer besonderen Kunst erhoben haben. Du wirst das später auch noch erfahren, glaube mir. Aber nach außen hin, gegen einen gemeinsamen Feind, bilden sie eine geschlossene Einheit.

Es mag sein, dass die Feinde nach Neros Tod bis ins Herzen Roms hätten marschieren können Caesoninus.

Aber sie sind es nicht! Auch im Leben ist nicht alles planbar, nicht mal mit Logik. Ein bisschen Glück und eine große Portion Wohlwollen der Götter gehört immer dazu. Nicht alles liegt in unserer Hand. Und die Götter waren wieder einmal und sind immer noch mit Rom. Auch dass sollte uns zu denken geben. Ganz so falsch können wir ja dann alle nicht liegen.

Aber da hat jeder von uns seine Meinung und muss auch die des anderen nicht annehmen. Es ist trotzdem interessant sie einfach mal zu hören. Einen anderen Blickwinkel auf die Welt zu erhalten, anstatt nur den eigenen zu kennen.

Ob ich jemals Karriere mache? Dass kann ich Dir ehrlich gesagt nicht sagen. Meine Handlungen sind zwar für mich oft logisch, aber für andere wohl weit weniger. Für mich ist es zum Beispiel logisch, zuerst Menschen aus einem brennenden Haus zu retten. Für andere ist es logischer, erst einmal Zeugen zu befragen und ein Haus brennen zu lassen, samt jenen die dort drinnen zum Hades fahren. Von daher, ich denke nicht dass ich der Karriere-Urbaner bin. Ich denke da wohl zu bodenständig", schmunzelte Lurco.

"Wir also meine Kameraden und ich, essen gerne eine Bratwurst. Ich kenne einen sehr guten Stand. Gut, günstig und man wird satt", erklärte Lurco gut gelaunt.
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