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Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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RE: Die Heimkehr des Tigellinus 23.09.2020 22:20 Forum: Villa Aurelia


Ihr Onkel war augenscheinlich ein lustiger Zeitgenosse. Prisca schmunzelte zunächst amüsiert über die Bemerkung zu "alt und jung", blickte dann aber etwas verwundert drein angesichts der Bedeutung von "nett". Aha, nett ist also sozusagen gleich Sch***?:

"Dieses "nette" Sprichwort aus unserer Heimat Syria kannte ich ja gar nicht." Seltsam, … ER hat mich doch gefragt, ob mein Mann nett sei ... na egal.

kommentierte Prisca das Gesagte beiläufig, ohne deswegen beleidigt oder gar eingeschnappt zu sein. Vielmehr dachte sie über die Worte und Optionen nach, die ihr Onkel nacheinander in den Raum warf.

"Das wären in der Tat einige interessante Überlegungen, die wir gerne vertiefen können. Am besten bei der cena. Deine Nase täuscht Dich im übrigen nicht. Gebratenes Huhn und noch viele andere Köstlichkeiten warten auf Dich um deine Ankunft zu feiern. … Die Sklaven bereiten gerade das triclinium vor. Ich schlage vor, du legst Dich solange hier im tablinum auf eine Kline und entspannst Dich ein wenig. Die Reise war sicher sehr anstrengend?"

… und mit einem flüchtigen missbilligendem Blick auf die kleine Sklavin (die meinte sie hätte Hunger) schlug Prisca weiter vor:

"Deine Sklavin kann ja bei der Zubereitung und dem Auftischen der Speisen helfen, sofern Du damit einverstanden bist? Dabei fällt bestimmt genügend für dieses kleine Ding ab damit sie uns hier nicht auf der Stelle "verhungert". … Azita kann ihr ja zeigen, wo die Küche ist. … Azita, wo bist!? … Oh, wie es scheint hat sich meine Leibsklavin bereits auf den Weg gemacht." Dieses parthische Miststück! Ständig verschwindet sie, ohne mich um Erlaubnis zu fragen. Glaubt anscheinend wirklich sie sei eine Prinzessin. Pah! Diese Allüren werde ich ihr schon noch austreiben. Gekonnt verbarg Prisca den Unmut über die Abstinenz ihrer Leibsklavin hinter einem strahlenden Lächeln, welches sie nun ihrem Onkel schenkte.

Lediglich das Wort "verhungern" betonte Prisca schnippisch mit Blick auf die Zwergin, denn die Bedürfnisse der Sklaven standen in der Prioritätenliste selbstredend ganz am Ende der Nahrungskette. Allerdings stand es ihr nicht zu die Sklavin ihres Onkels zu maßregeln, wohingegen sich ihre Leibsklavin warm anziehen durfte ... aber das werde ich später vertiefen.
Thema: Gentes Sim-Off-Verwalter
Aurelia Prisca

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RE: Gentes Sim-Off-Verwalter 22.09.2020 14:21 Forum: Allgemeines


Die gens Aurelia ist aktiv / ich bin die Sim-Off Verwalterin.
Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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RE: Die Heimkehr des Tigellinus 21.09.2020 23:33 Forum: Villa Aurelia


Ein Hauch von Überraschung zauberte sich sogleich auf Prisca´s Antlitz, als der Onkel sich nicht nur als weitgereister Scherzbold, sondern mehr noch als "alter" Freund des Kaisers entpuppte.

"Du und der Kaiser? … Dann kennt ihr Euch wohl schon sehr lange. Aus eurer Jungend gar? Womit ich natürlich in keinster Weise ausdrücken will, dass du alt wärst, mein lieber … Faustus" Prisca war ehrlich beeindruckt. Viele, die bereits etliche Jahre in Rom lebten, konnten nicht von sich behaupten so eng mit dem Kaiser zu sein, wie es augenscheinlich ihr verschwägerter Onkel war.

Auf das Gebrabbel der Zwergin achtete Prisca indes nicht weiter. Lediglich ein flüchtiges Schmunzeln umspielte ihre Lippen, angesichts der scherzhaft gemeinten Bemerkung ihres Onkels über die unnütz erscheinende Aufgabe jener winzigen Person, der er so hilfsbereit die Hand reichte.

"Mein Mann … ja, er ist sehr nett …" und mächtig?"Ja, er ist Pontifex, das Oberhaupot der gens Flavia und er verfügt über sehr viel Erfahrung und Einfluss in der Politik, so wie die Flavier im allgemeinen", gab Prisca zunächst selbstbewusst zurück, ehe sie gar leicht erröten musste angesichts der etwas mehrdeutig auslegbaren nächsten Frage: Ausdauernd? Wie meint er denn das jetzt?"Ehm, nun ja …er …wir …haben zwei Kinderl, sie heißen Prisca et Quintus … ", letztendlich überwog aber der Stolz auf ihre beiden Kinder der spontanen Unsicherheit, sodass Prisca sogleich wieder gefasst wirkte: "Berühmt und reich? ..Nun, ich denke beides trifft auf die gens Flavia zu, womit der Bund für uns Aurelier wohl nur Vorteile bietet, nicht wahr?."

Mit diesen Worten setzte sich Prisca wieder in Bewegung, um weiter in das tablinum zu schreiten. Dort könnten sie wohl am besten über alles Weitere plaudern denn für die cena war es noch ein wenig zu früh.

"Was gedenkst Du denn als nächstes zu tun, Faustus? … Ich hoffe Du wirst ein wenig Zeit für mich erübrigen können, um mich und meine Kinder in der villa Flavia zu besuchen? … Ich würde mich sehr freuen", lud Prisca ihren Onkel bereitwillig auf einen Besuch in der villa Flavia ein, wohin ihn - früher oder später - ohnehin sein Weg führen würde.
Thema: [Hortus] Endlich wieder zu Hause! - Der süße Duft der flämischen Rosen
Aurelia Prisca

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RE: [Hortus] Endlich wieder zu Hause! - Der süße Duft der flämischen Rosen 21.09.2020 10:44 Forum: Villa Flavia Felix


Endlich, … endlich schlafen die Beiden!, seufzte Prisca erleichtert und erschöpft auf, nachdem ihre beiden Kinder endlich eingeschlafen waren. So süß wie die Zwei auch waren, so anstrengend konnten sie sein und das obwohl die Sklavinnen die meiste Arbeit mit ihnen hatten. Wobei Prisca die Dienerinnen selbstverständlich mit Argusaugen überwachte und … wehe! … wenn Klein Prisca oder Klein Qiuntus auch nur einen Unmuts-Muckser kund taten. Jede noch so kleine Verfehlung wurde hart bestraft und so herrschte unter der Dienerschaft regelmäßig Panikstimmung, wenn die Herrin des Hauses wieder mal nach einer neuen Kinderbetreuerin schrie. Erst vor ein paar Tagen hatte so ein dummes Ding das Badewasser zu kalt temperiert, worauf Klein Quintus prompt zu weinen begann als er in das Becken gesetzt wurde. Was daraufhin im balneum genau geschah soll an dieser Stelle nicht weiter ausgeführt werden. Nur soviel sei erwähnt, dass es der "verursachenden" Sklavin langsam wieder besser ging, nachdem sie fast ertrunken wäre.

Prisca´s Laune hatte sich seit diesem Vorfall hingegen nicht mehr gebessert. Zumindest nicht merklich oder gar dauerhaft, wobei "die Launen" der Aurelia üblicher Weise ziemlich schwankten. Mal himmelhoch jauchzend und dann wieder tief betrübt und das von einer Sekunde auf die andere. Das kannte man von der Aurelia ja. Allerdings wurde unter den Sklaven getuschelt, dass es zunehmend "schlimmer" mit ihr wurde seit ihre Kinder auf der Welt waren.

In der Tat beschäftigte Prisca dieses an sich belanglose Ereignis noch immer, da die Angst um ihre Kinder allgegenwärtig war. Fast schon eine Manie, doch niemals hätte Prisca zugegeben, dass sie da ein wenig über reagiert hatte. Ich? …. Niemals! … Wer so was behauptet, den lasse ich auf der Stelle kreuzigen. Jawohl … Wozu bin ich denn noch auf der Welt, wenn nicht für meine Kinder? ..:Meine Kinder! Und ich? … Wo ist nur mein ganzes Leben hin? …

Gedankenverloren und mit finsterer Miene schlenderte Prisca durch den Garten, für dessen Schönheit sie heute kein Auge hatte. So sehr war sie mit sich beschäftigt und jener berüchtigten Frage nach dem "Sinn", dass sie Domitilla beinahe übersehen hätte, von deren Ankunft sie natürlich längst in Kenntnis gesetzt worden war. Erst auf der Höhe der Bank schreckte Prisca aus ihren Gedanken auf. Ihr Blick fiel auf Domitilla und sofort wich die finstere Miene einem freundlich offenen Lächeln, mit dem sie zur Begrüßung ansetzte und ihre Unachtsamkeit entschudligte:

"Oh ... Salve Domitilla. Verzeih bitte, ich war gerade ganz in Gedanken ... Wie schön Dich zu sehen. Wie geht es Dir und wie war deine Reise? ... Du meine Güte, wie lange ist es eigentlich her seit wir uns das letze Mal geehen haben?"

Gefühlt eine Ewigkeit! War es nicht auf der Wahlsiegfeier des Caius Flavius Scato?". Schon wieder eine Erinnerung an längst vergangene Tage, doch im Augenblick betrübte diese nicht Prisca´s Gemüt, da die Anwesenheit Domitilla´s für angenehme Abwechslung sorgte.
Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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RE: Die Heimkehr des Tigellinus 21.09.2020 10:15 Forum: Villa Aurelia


Zitat:
Original von Faustus Aurelius Tigellinus
"Warum ich hier bin? Das ist einfach, alter Freund ..." ...
"bat mich, ihm bei ein paar Dingen zu helfen. Als ich so alt war wie Du ..."
...
"... folgte man einem olchen Ruf natürlich gern. Und gern werde ich auch erzählen. Falls es denn wirklich interessiert und nicht nur dem Pflichbewusstsein geschuldet ist, alten Onkeln zu lauschen egal was sie sagen. Wie ist die Lage in der Familie?"

Zitat:
Original von Cressida
... Und so kam es wie es kommen musste und Cressida stieß gegen ihren Dominus. Diese Berührung beförderte die Sklavin augenblicklich auf ihr Hinterteil. Als ihr Blick kurzzeitig mit einem funkeln ihren Dominus traf. Nur einen Wimpernschlag lang. So dass er das funkeln ihres Blickes unmöglich bemerkt haben konnte. ...


Seit Prisca bei den Flaviern wohnte fühlte es sich jedes Mal etwas seltsam an das Haus der eigenen Familie zu betreten. Wie eine kleine Zeitreise, zurück in die eigene Vergangenheit die voller Erinnerungen war. Schöne- und weniger schöne Erinnerungen, die jedoch als Teil von Prisca für immer in ihren Gedanken verankert waren.

"Ein alter Freund also? ... Wie ist sein Name? Vielleicht Kenne ich ihn ja zufällig.", hakte Prisca kurz und beiläufig nach, um gegebenenfalls in weiteren Erinnerungen schwelgen zu können.

"Die Lage der Familie ist im übrigen sehr gut. Allerdings muss ich gestehen, dass ich leider nicht mehr ganz so oft hier bin, seit ich mit Flavius Gracchus verheiratet bin. ... Wusstet Du überhaupt von meiner Heirat?"

Währenddessen betrat Prisca gemächlichen Schrittes die villa Aurelia, wohl in dem Bewusstsein (aber nicht darauf spekulierend), dass die Augen ihres nachfolgenden Onkels womöglich auf ihrer sanft wiegenden Rückansicht ruhten. War dies gar der Auslöser? Eine Art Kettenreaktion die dazu führte, dass Prisca - voller Ehrfurcht für die heiligen Hallen - unbewusst den Schritt verlangsamte, sodass der Onkel (dessen Augen vermutlich ganz woanders waren) schon etwas abrupter abbremsen musste, worauf schließlich dieses ungeschickte Ding anscheinend zu spät reagierte und folglich auf ihrem winzigen Hintern landete.

Auf das platschende Geräusch hin wandte sich Prisca um, eine Augenbraue fragend erhoben und zurrest auf die am Boden sitzende Zwergin und anschließend auf ihren Onkeln blickend, ohne jedoch die Missgeschicklichkeit zu kommentieren.
Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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15.09.2020 23:25 Forum: Villa Aurelia


Allem Anschein hatte ihr Onkel seine Nichte nicht erkannt, oder zumindest hatte er nicht damit gerechnet sie ausgerechnet in einer flavischen Sänfte anzutreffen. Woher sollte er auch von den ehelichen Bänden zu den Flaviern wissen, wenn nicht von der übrigen schwindeligen Verwandtschaft aus Syria. Zu eben jener bestand im übrigen mehr schlechter als rechter Kontakt. Schade eigentlich, schließlich lagen dort die Wurzeln der gens Aurelia - genauer gesagt in Antiochia am Orontes. Na vielleicht hat mein Onkel ja ein paar Neuigkeiten aus der Heimat, sofern er zufällig in der Gegend war. … Oh …anscheinend möchte er nicht, dass ich ihn so nenne., schmunzelte Prisca gedanklich, während ihr Onk …pardon … während ihr ehrwürdiger Verwand … nein, halt so darf ich ihn ja auch nicht anreden …ja wie nun? … während:

"Faustus? … sie mit Küsschen begrüßte: "So darf ich dich aber hoffentlich anreden? Oder wie hättest du es denn gerne, mein Lieber?, fragte Prisca mit einem kecken und gleichzeitig neckenden Tonfall, der keineswegs eingeschnappt sondern vielmehr scherzend und sehr vertraut klang und das, obwohl sie einander gefühlt seit einer Ewigkeit nicht mehr gesehen hatten. So viele Jahre, in denen so vieles passiert war - gutes wie schlechtes - und noch viel schlimmer … wir sind alle so viel älter … Eine grausame Erkenntnis, doch erträglicher zu ertragen angesichts der Tatsache, dass ihr Onkel noch ein paar Jahre mehr auf dem Buckel hatte.

"Ach, … wenn es um Geschichten von früher geht, so bin ich sehr leidensfähig, selbst du sie stets mit eben jener Phrase beginnst, mein lieber Onk … Verzeihung. … Ich freue mich ebenfalls, Dich nach so langer Zeit endlich wieder zu sehen."

Mit einem strahlenden Lächeln stand Prisca ihrem Onkel gegenüber und blickte erwartungsvoll zu ihm auf.

"Was führt Dich nach Rom? … Und warum hat es so lange gedauert, bis Du uns endlich besuchst? … Du musst mir unbedingt von deinen Reisen berichten und wo Du überall warst. …. Aber lass uns doch hinein gehen"

Mit einer einladenden Geste wies Prisca auf die porta und gleichzeitig hing sie regelrecht an seinen Lippen. Es dürstete sie wirklich danach zu erfahren, welche Abenteuer ihr Onkel aus der weiten Welt zu berichten wusste. Insbesondere deshalb, weil ihr eigenes Leben auf eine relativ überschaubare und gleichsam eintönige Welt zusammen geschrumpft war, seit sie als Matrone und Mutter von zwei Kindern ihr Dasein in Rom frönte. Ein Dasein, das ziemlich depressive Auswirkungen hatte angesichts der Tatsache, dass die eigene Existenz sich unausweichlich dem Ende zu neigte.
Thema: Die Porta
Aurelia Prisca

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RE: Domitillas Ankunft 09.09.2020 22:45 Forum: Villa Flavia Felix


Acanthus

Wie unzählige Male zuvor öffnete auch dieses Mal wieder Acanthus die porta. Missmutig drein blickend wie immer, aber angesichts der Kenntnis der Identität, sowohl des Anklopfenden als auch der seiner Herrin, eben nicht seinen Standardsatz ("Wer bist du, was willst du") aufsagend, sondern stattdessen:

"Salve! ... Und willkommen Daheim. ... Das Zimmer deiner domina steht wie immer bereit. Sofern deine Herrin einen Wunsch hat, lass es einfach den maior domus wissen."

Mit einer knappen Verbeugung gab Acanthus auch sogleich den Weg in das Innere der villa Flavia frei. Sowohl der Hausherr als auch seine Angetraute waren sicher nicht weit, sofern der Flavia der Sinn nach einer sofortigen Unterredung stünde. Ansonsten bot die villa Flavia selbstredend jede auch nur erdenkliche Form des weltlichen Zeitvertreibs, egal wonach einem der Sinn auch stehen mochte ...
Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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09.09.2020 22:08 Forum: Villa Aurelia


Zitat:
Original von Faustus Aurelius Tigellinus

"Entschuldigt den Stau hier, werte Flavia. Darf ich euch die Zeit vertreiben während die beiden die Türe einschlagen und den Ianitor fressen?"


Dem Treiben an der porta schenkte Prisca keinerlei Beachtung. Vielmehr lag sie gedankenverloren in ihrer Sänfte, versunken in Erinnerungen und bemüht, sich die Erzählungen ihrer Mutter ins Gedächtnis zu rufen. Denn außer dem Namen ihres Onkels sowie dem Wissen um die verwandtschaftlichen Beziehungen hatte Prisca so gut wie keine Erinnerungen mehr an Faustus Aurelius Tingellinus. Dumpf nur hatte sie das Bild jenes verschwägerten Onkels vor sich, der viel herum gereist sein musste und entsprechend viel zu erzählen hatte. MIt ein Grund, weshalb sich Prisca sehr auf das Wiedersehen freute denn sie liebte es Geschichten aus aller Welt zu hören.

Vorerst hörte sie aber nur eine Stimme, die direkt neben ihrere Sänfte ertönte. Mit einer Handbewegung streifte Prisca den Vorhang zur Seite und ihr Blick fiel jenen Fremden, der zweifelsohne ihr Onkel sein musste. Wer sonst sollte es sein. So ein Zufall, dass wir gleichzeitig hier ankommen Sofort umspielte ein Lächeln ihre Lippen während ihre Augen noch musternd auf ihrem vermeintlichen Onkel weilten.

"Natürlich darfst Du mir die Zeit vertreiben. Ich bitte sogar darum, ... schließlich erhoffe ich mir viele spannende Geschichten von Dir, Onkel Faustus. .... Du bist doch Faustus Aurelius Tingellinus? Oder wurde ich gar falsch darüber informiert, dass mein ehrwürdiger Onkel heute ankommen sollte?"

Nur um sicher zu gehen, stellte Prisca diese Frage, wobei sie eigentlich keine Zweifel hatte. Wer würde es schon wagen unter dem aurelischen Wappen zu reisen, wenn nicht die liebe Verwandtschaft ... und so langsam kamen ihr die Gesichtszüge wieder vertraut vor ... Du meine Güte. WIe schnell die Zeit doch vergeht ...
Thema: Die Heimkehr des Tigellinus
Aurelia Prisca

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RE: Die Heimkehr des Tigellinus 08.09.2020 23:55 Forum: Villa Aurelia


War es Zufall oder Fügung, dass ausgerechnet zur selben Zeit eine weitere Sänfte vor den Mauern der villa Aurelia "einschwebte". Eine Sänfte mit den Insignien der ehrwürdigen gens Flavia, in die Prisca vor langer Zeit eingeheiratet worden war und demzufolge sie nicht mehr in der villa Aurelia zu wohnen pflegte.

Nichtsdestotrotz war die Ankunft des verschwägerten Verwandten den eifrigen Sklaven nicht verborgen geblieben, weshalb die Kunde schnell die Runde zwischen den beiden patrizischen Häusern machte und somit schließlich auch die Ohren von Prisca erreichte, die sich selbstverständlich sofort auf den Weg machte, um den lieben Onkel höchstpersönlich zu begrüßen.

Und so kam es, dass die flavische Sänfte kurze Zeit später (und wenige Meter) neben der aurelischen Sänfte abgestellt wurde und eine Sklavin vorgeschickt wurde, um an der porta anzuklopfen. Vielleicht war der Gast aus fernen Landen ja bereits innerhalb der heimischen Mauern, vielleicht auch nicht. Wie auch immer, ... alles war Zufall oder Fügung ...
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 08.09.2020 23:32 Forum: Villa Flavia Felix


Zitat:
Original von Manius Flavius Gracchus
"Doch sage mir, teuerste Gemahlin, nach was steht dir der Sinn zurück in Rom?"


Tage, Wochen, gar Monate mochten vergangen sein, seit ihr liebster Gemahl diese Frage gestellt hatte: … Wonach steht mir der Sinn? … und noch immer hallte diese durch Prisca´s Kopf, brannte sich regelrecht in ihren Geist und bestimmte seitdem fast jede Minute ihres Seins. Wonach stand ihr der Sinn? Hatte sie nicht längst alles gesehen, ausprobiert und erreicht? Selbst ihr sehnlichster Wunsch war letztendlich in Erfüllung gegangen und lag nun in Form von zwei gesunden Kindern vor ihr: Gesund und wohlgenährt, friedlich schlummernd und unlängst der Brust entwöhnt, wodurch gefühlt für Prisca die letzte - ihr obliegende - Aufgabe erfüllt war und sich damit die "Sinnfrage" stellte: Wonach steht mir der Sinn? … "

Die Antwort war einfach und gleichsam sinnlos, da das Streben nach einem erfüllten Leben stets nur Ernüchterung bringen konnte angesichts der Unfähigkeit jemals mit dem bereits Erreichten zufrieden zu sein.

Längst reichte der Anblick ihrer beiden geliebten Kinder nicht mehr aus, um in Prisca jenes Glücksgefühl der absoluten Zufriedenheit hervorzurufen. Das konnte doch längst nicht ALLES sein, worauf sie ihr ganzes Leben lang gehofft hatte - oder doch? Noch war ihr Leben doch längst nicht zu Ende, zumindest so lange nicht, wie die Dicke ihrer Schminke nicht sämtlichen Tränen trotzen würde, die Prisca still und heimlich vergoss. Noch war die Zeit nicht gekommen um mit dem Erreichten zufrieden zu sein und demzufolge galt es weiter nach dem zu suchen, wonach der Sinn ihr stand …
Thema: Faustus Aurelius Tigellinus
Aurelia Prisca

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RE: Faustus Aurelius Tigellinus 03.09.2020 17:31 Forum: Anmeldung


Salve Onkel!

Herzlich willkommen in der Familie und in Rom! Dein Zimmer in der Villa Aurelia wird bereits hergerichtet. Alles weitere klären wir am besten per PN.

LG
Prisca
Thema: Posteingang
Aurelia Prisca

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03.09.2020 17:05 Forum: Allgemeines


Hab´s gerade bemerkt. großes Grinsen Jetzt ist wieder Platz. smile
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 14.01.2020 07:10 Forum: Villa Flavia Felix


Mit einem wohlig klingenden Seufzer nahm Prisca den Kuss und die Willkommensgrüße ihres Mannes entgegen. Willkommen zuhause …, ja so fühlte es sich an. Ein sehr schönes Gefühl auch zu wissen, dass sie und die Kinder ihrem Mann sehr viel bedeuteten und diese Freude strahlte förmlich in Prisca´s Augen, mit denen sie ihren Gatten verliebt ansah. Gracchus hatte sich sehr verändert und spontan musste sie daran denken, wie kühl unnahbar und steif der Flavier beim ersten Treffen auf sie gewirkt hatte. Wann war das doch gleich? War das nicht, als mich mein Onkel mit Caius verheiraten wollte? Gefühlt lag dieser Tag eine Ewigkeit zurück und damals hätte Prisca wohl nicht im Traum daran gedacht, dass sie eines Tages einmal an Gracchus´ Seite sein würde.

Sein Heiratsantrag war jedenfalls völlig überraschend für Prisca gekommen, doch heute freute sie sich umso mehr darüber. Mochte er zu dem Zeitpunkt noch aus anderen Überlegungen heraus die Ehe mit gesucht haben, so glaubte Prisca doch zu spüren, dass der unerwartete Kindersegen ihn sehr glücklich machte. So glücklich wie mich … Und dieses Glück würde hoffentlich noch lange dauern, auf das sie noch viele Tage wie diesen erleben durften … wenn Gracchus heim kam und wieder einmal von den drögen Senatssitzungen erzählte, so wie gerade.

Du meine Güte. Bei solchen Themen würde ich glatt einschlafen, dachte Prisca amüsiert während sie den Worten ihres Gatten lauschte und gleichzeitig war sie aber froh, dass es "nur" solche langweiligen Alltagsthemen waren und keine Hiobsbotschaften über Kriege oder Krankheiten.

"Oh, du Armer. Das hört sich wirklich nach einer sehr, seeeehr drögen Sitzung an.", stellte Prisca mit ehrlich bedauernder Miene fest. Sollte sie sich und ihrem Mann tatsächlich den Fortschrittsbericht der Abwasserkanäle antun, oder ihm lieber erzählen wie langweilig die Fahrt hierher gewesen ist? Monotones Geschaukel im Reisewagen, belgeitet vom steten Geklapper der Pferdehufe. … Wenn einem davon nicht irgendwann schlecht wurde, dann schläferte es einen in jedem Fall nach kurzer Zeit ein.

Die Entscheidung nahm ihr zum Glück Quintus ab, der in diesem Augenblick zu blinzeln begann und einige Unmutslaute von sich gab: "Hmm, ich schätze mal Quintus will keine der beiden Geschichten hören", zwinkerte Prisca kichernd ihrem Mann zu und sogleich nahm sie Quintus in den Arm, um ihn kurz sanft zu wiegen, ehe sie ihn mit folgenden Worten ihrem Mann hin hielt: "Hier … Dein Sohn möchte seinem Vater gerne guten Tag sagen …" Und wie auf ein Stichwort hin, gluckste Quintus fröhlich los und fuchtelte dabei mit den Ärmchen wild in der Luft herum … Klein Prisca hingegen rührte sich (noch) nicht, sondern schnarchte - nach wie vor - leise und friedlich vor sich hin.
Thema: Tablinum | Besuch von Nebenan
Aurelia Prisca

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RE: Tablinum | Besuch von Nebenan 14.01.2020 07:05 Forum: Villa Flavia Felix


Viel zu schnell vergeht die Zeit, die uns Menschen gegeben ist, erkannte Prisca zum wiederholten Male und es schmerzte durchaus, dass sie und ihre Nichte sich während der gesamten Schwangerschaft nicht gesehen hatten. Schließlich war das Entstehen neuen Lebens mit das Faszinierendste überhaupt, was das Leben selbst bereit hielt und dieses Erlebnis teilte man nur zu gerne. "Ja, es ist wirklich schade, dass wir uns so lange nicht gesehen haben …", pflichtete Prisca seufzend Drusillas berückend klingenden Worten bei und gleichzeitig streichelte sie aufmunternd die rechte Hand ihrer Nichte: "Umso mehr freue ich mich, dass du mich heute besuchst und auch ich würde gerne wieder öfter in der villa Aurelia vorbei schauen. … Vielleicht darf ich ja auch mal so unverschämt sein und Dich in die Pflicht nehmen, um auf meine Kinder aufzupassen. … Natürlich nur, wenn du das möchtest", verkündete Prisca schmunzelnd, dass sie Drusilla durchaus als "Kindermädchen" einzuspannen gedachte. Was natürlich keine Drohung sein sollte, sondern vielmehr eine besondere Ehre, denn Quintus und Klein Prisca waren ihr Ein und Alles und Prisca würde niemals ihre beiden Augäpfel jemandem überlassen, zu dem sie nicht absolutes Vertrauen hätte.

Ein weiteres Mal musste Prisca schmunzeln, angesichts des willkommenen Kompliments an ihre Figur: "Wie ich das mache? Nun, ich treibe sehr viel Sport und lasse ich meinen Körper mehrmals am Tag von meinen Sklavinnen mit erlesensten Ölen einreiben. Im übrigen eine Prozedur die ich schon vor meiner Schwangerschaft zu tun pflegte." Und die sich offensichtlich ausgezahlt hatte: "Lass uns doch mal gemeinsam ein Schönheitsbad nehmen. Ich kann es dir nur empfehlen, auch wenn dein junger Körper auch ohne dies makellos schön ist.", lobte Prisca die Schönheit ihrer Nichte, wobei ein gemeinsames Schönheitsbad sicher ein entspannender Zeitvertreib und eine gute Gelegenheit für einen Plausch wäre.

Interessiert lauschte Prisca anschließend dem Wortschwall ihrer Nichte und ihre Augen begannen sehnsuchtsvoll zu leuchten: "Der Osten! Oh wie sehr ich dich darum beneide, diese Orte bereist zu haben. Ich stelle es mir dort wunderschön vor", hauchte sie andächtig, denn eine Reise in den Osten war ein heimlicher Traum von ihr, der wohl leider in diesem Leben nicht mehr in Erfüllung gehen würde. "Mal abgesehen von meiner Studienreise damals nach Athen wurde mir nur die Ehre zu Teil, dieses grässliche Germanien bereisen zu müssen. … Brrrr, ich hoffe dir bleibt diese Erfahrung erspart" Prisca schüttelte sich, denn mit Germanien verband sie eigentlich nur schlimme Erinnerungen (außer natürlich der gemeinsamen Zeit mit ihrem Onkel).

"Aber genug von meinem Germanien-Trauma … ich würde viel lieber mehr von deiner Reise erfahren. Was hast du so alles erlebt. Was gab es da alles zu kaufen? Wie waren die Menschen so,… waren vielleicht sogar einige interessante Männer darunter?", fragte Prisca zwinkernd und ganz ungeniert nach, schließlich waren sie ja unter sich. "Wie wäre es bei einer gemütlichen cena im Kreise der Familie? Oder besser noch auf einem Fest! Wäre das nicht wieder mal schön, wenn Aurelier und Flavier gemeinsam feiern würden?" Prisca war sofort Feuer und Flamme für diesen Gedanken und darüber vergaß sie fast, dass sie Drusilla ihre beiden Kinder noch gar nicht gezeigt hatte.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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RE: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 27.12.2019 14:52 Forum: Panem et Circenses


Aha, ein paar Feste also, ab und an, auf der schöne Frauen tanzten … Nicht wirklich vergleichbar mit einer Theateraufführung, aber sicherlich auch ein schöner Zeitvertreib, dachte sich Prisca zu den Worten ihres Leibwächters und ein Schmunzeln umspielte ihre Lippen. "Nun, tanzende Frauen werden wir heute wohl eher nicht zu Gesicht bekommen, aber ich bin mir sicher, dass dir das Theater dennoch gefallen wird." Da war Prisca ziemlich sicher, obgleich sie immer noch keine Ahnung hatte, welches Stück sie zu Gesicht bekommen würden.

"Wir haben im Grunde ziemlich ähnliche Interessen, denn auch ich liebe gesellschaftliche Veranstaltungen, auf denen man bei Speis und Trank gemütlich beisammen sitzt und sich amüsiert. Und auch ich treibe regelmäßig Sport, auf dem campus der Thermen. … Ehm, ich hoffe das sieht man meiner Figur auch an?", antwortete Prisca auf die Frage nach ihren Interessen bereitwillig und gleichzeitig nach einem Kompliment heischend.

Für Komplimente war Prisca seit jeher empfänglich gewesen und mehr noch, seit der Geburt ihrer beiden Kinder. "Ach ja … meine beiden bezaubernden Kinder … sie sind zum Mittelpunkt meines Lebens geworden", bestätigte Prisca glücklich seufzend was Lyciscus mit seiner Bemerkung wohl ausdrücken wollte. Ihren Kindern galt natürlich Prisca´s Hauptinteresse, doch an diesem Tag wollte die Aurelia bewusst mal auf andere Gedanken kommen: "Im Augenblick interessiert mich aber am meisten, welches Stück heute gespielt wird. Ich hätte Lust auf eine Komödie, etwas zum lachen … ", bemerkte Prisca weiter, während sie den Säulengang weiter entlang schritten.
Thema: Tablinum | Besuch von Nebenan
Aurelia Prisca

Antworten: 5
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RE: Tablinum | Besuch von Nebenan 27.12.2019 14:50 Forum: Villa Flavia Felix


Das lebende Hausinventar überbrachte sogleich die Nachricht von der Ankunft der Aurelia und es dauerte auch nicht lange, bis Prisca freudestrahlend das Tablinum betrat. Obgleich sie natürlich wusste, dass der Besuch insbesondere ihren beiden Kindern galt, waren Klein Quintus und Klein Prisca nicht in Begleitung ihrer Mutter, da sie im Augenblick (noch) friedlich in ihren Wiegen schlummerten. Die Sklavinnen hatten jedoch den Befehl, die Kleinen sofort in das Tablinum zu bringen, sobald sie aufwachten und bis dahin wollte Prisca von ihrer jüngeren Verwandten den neuesten Klatsch und Tratsch aus Rom erfahren, den sie während ihrer letzten Schwangerschaftswochen leider verpasst hatte.

"Drusilla! Wie schön, dass du da bist. … Wie lange ist es eigentlich schon wieder her, seit wir uns das letzte Mal gesehen haben? … Komm her und lass dich anschauen", begrüßte Prisca ihre Nichte offen und herzlich lächlend und sie ließ es sich nicht nehmen, Drusilla sanft in den Arm zu nehmen und ihr einen lieb gemeinten Kuss auf Wange zu geben. "Du siehst einfach bezaubernd aus. …", bemerkte Prisca neidlos, während ihre Augen bewundernd über Drusilla´s Antlitz wanderten. Die Frage nach einem potenziellen Ehemann lag Prisca förmlich auf der Zunge, schließlich waren Aureliae seit jeher begehrte Partien, doch irgendwie war ihre Nichte noch immer nicht fest liiert … Oder hab ich da gar in letzter Zeit etwas verpasst?

Die Frage stellte Prisca allerdings (noch) zurück, um sich erst einmal nach dem werten Befinden ihrer Familie zu erkundigen: "Wie geht es dir? … Und der übrigen Familie? Hat Lupus immer noch so viel zu tun? … Und du, was macht eine hübsche junge und begehrenswerte Dame wie Du sonst so, wenn sie nicht gerade ihre alte Tante besucht?", scherzte Prisca gut gelaunt und bot Drusilla gleichzeitig einen Platz neben sich auf der Kline an, um dort weiter in Ruhe zu plaudern.
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

Antworten: 9
Hits: 305
RE: Ihr Kinderlein kommet ... 27.12.2019 14:47 Forum: Villa Flavia Felix


So leise und behutsam Gracchus auch war, seine Ankunft blieb Prisca´s Unterbewusstsein nicht lange verborgen und so schlug die Aurelia alsbald blinzelnd ihre Augen auf. "Willkommen zu Hause, Liebster", begrüßte Prisca ihren Gemahl mit meinem herzlichen Lächeln und einer zärtlichen Berührung seines Armes. Ihr Blick fiel dann auf ihre beiden Kinder, die immer noch friedlich nebeneinander schlummerten. Nur Quintus rührte sich kurz, um zu gähnen und seine kleinen Ärmchen zu strecken, wobei er sein Schwesterchen leicht an der Wange touchierte, was diese aber im Schlaf nicht weiter zur Kenntnis nahm.

"Ach, ich könnte den ganzen Tag lang unseren Kindern zusehen", seufzte Prisca leise, ehe sie Gracchus wieder in die Augen sah. Ihr Blick war verliebt und strahlte eine innere Ruhe und Zufriedenheit aus, wie Prisca sie lange nicht gekannt hatte: "Wie war Dein Tag? War es wieder eine anstrengende Senatssitzung?", erkundigte sich Prisca sogleich mit echtem Interesse, denn sie wollte am Leben ihres Mannes durchaus teilhaben und ihn - so weit und so gut wie möglich - unterstützen.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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RE: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 18.12.2019 22:05 Forum: Panem et Circenses


Wie ein Schatten folgte Lyciscus seiner Herrin und das war gut so, denn in Gegenwart ihres treuen Sklaven fühlte sich Prisca stets absolut sicher. Auf weitere Leibwächter hatte Prisca an diesem Tag verzichtet, um nicht inmitten der übrigen Theaterbesucher unnötig aufzufallen. Schließlich war Prisca heute (ausnahmsweise) mal ohne ihre beiden Kinder unterwegs, was selten genug vor kam. Aber für das Theater waren ihre beiden Lieblinge definitiv noch zu klein und außerdem benötigte Prisca mal dringend eine Pause von ihrer alltäglichen Mutterrolle.

Und was wäre geeigneter als ein spontaner Theaterbesuch, um mal vom Alltagsleben abzuschalten und sich ganz der Welt der Schauspielerei hinzugeben. Wenn ich mich nur erinnern könnte, von was das Stück handelt?, kam Prisca zum wiederholten Male bezüglich des heutigen Schauspiels ins grübeln, während sie den Sklaven auf der Bühne einen flüchtigen Blick zu warf.

"Sag mal Lyciscus, warst du schon mal in einem Theater? … Oder interessierst du dich mehr für andere Dinge?", wollte Prisca beiläufig von ihrem Sklaven wissen, der ihr irgendwie einen gelangweilten Eindruck machte. Und weil Prisca von Natur aus sehr neugierig war, bohrte sie gleich nach: "Erzähl doch mal! Was für Interessen hast du und was macht ein Sklave wie du so, wenn er nicht gerade am Rockzipfel seiner Herrin hängen muss?" Mit einem schelmischen Schmunzeln auf den Lippen neckte Prisca ihren Leibwächter ein wenig, in Anspielung auf die Tatsache, dass er seiner Aufgabe entsprechend immer ein paar Schritte hinter ihr her gehen musste.
Thema: Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ...
Aurelia Prisca

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Theatrum Pompeium | Ein Schauspiel der ganz besonderen Art ... 17.12.2019 08:19 Forum: Panem et Circenses


Das Theatrum Pompeium hatte Prisca schon immer fasziniert. Es war das erste völlig aus Stein erbaute Theater in Rom, welches über 17.000 Besucher fasste und wo sich - einst im angrenzenden Portikus - ein Drama der ganz besonderen Art abgespielt hatte. Aus diesem Grund ließ es sich Prisca nicht nehmen, bei jedem Besuch des Theaters, zuerst durch den Säulengang zu wandeln, hin zu der Stelle von der man sich erzählte, dass genau hier Gaius Iulius Caesar einst von seinen Gegnern ermordet worden war.

Mit 23 Dolchstichen sollen sie ihn hier nieder gestreckt haben. Du meine Güte, was für ein Gemetzel muss das gewesen sein?! Alles voller Blut! Und Caesar soll dabei gerufen haben: "Auch du, mein Sohn" als ihm sein eigener Sohn Brutus den Dolch ins Herz rammte! Ein beklemmendes Gefühl beschlich Prisca jedes Mal, wenn sie sich die Szenen vor ihrem geistigen Auge vorstellte und sie es kaum fassen konnte, dass Eltern von ihrem eigen Fleisch und Blut umgebracht wurden. Vom eigenen Sohn, oder gar der Tochter …oder von beiden … nein …nein …nein, welch ein Wahnsinn wäre das? Ihre eigenen Kinder würden so etwas natürlich niemals tun, davon war Prisca felsenfest überzeugt, denn ihre beiden Lieblinge würde sie stets mit aller Liebe und Zuneigung erziehen.

Bei ihrem Stiefsohn war sich Prisca hingegen nicht ganz so sicher und dementsprechend genoss sie den Erstgeborenen ihres Gatten mit Vorsicht. Ob Manius Minor schonmal daran gedacht hat, seine Stiefmutter hinterrücks zu meucheln? Vielleicht … vielleicht sogar schon mehrmals? … Unsinn! Mit einem leisen Seufzer wischte Prisca die aufkeimenden Zweifel und Gedanken zur Seite, um sich stattdessen wieder auf das Schauspiel zu konzentrieren, welches in etwa einer Stunde hier Premiere haben würde.

Natürlich nicht hier im Portikus sondern auf der großen Bühne … Von was genau handelt das Stück gleich nochmal? Wieder kam Prisca ins grübeln und entsprechend gedankenverloren schlenderte sie weiter vor sich hin …

Sim-Off: Jeder der mag ist herzlich eingeladen hier mit zu schreiben.. Als Besucher, Schauspieler, ganz egal, ich habe (noch) keinerlei Vorstellung was für ein Stück heute aufgeführt werden soll ^^
Thema: Ihr Kinderlein kommet ...
Aurelia Prisca

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RE: Ihr Kinderlein kommet ... 15.12.2019 21:00 Forum: Villa Flavia Felix


Es war ein sehr emotionaler und tränenreicher Moment gewesen, als Quintus Flavius Gracchus et Flavia Prisca ihre Namen erhielten und sie von ihrem Vater in die Familie aufgenommen wurden. Ein Moment in dem Prisca vor Freude am liebsten nicht nur ihren Mann und ihre beiden Kinder, sondern die ganze Welt umarmt hätte. Ebenso flossen die Tränen bei ihr in Strömen, als Gracchus bereits kurz darauf zurück nach Rom musste. Und jedes Mal, wenn Prisca ihre Kinder anblickte, schimmerten ihre Augen sofort verräterisch und kullerte spontan die eine oder andere Träne ihre Wangen hinab. So viel geweint hatte Prisca ihr ganzes Leben zuvor nicht, doch waren es Tränen der Freude was wiederum zum Ausdruck brachte, wie glücklich sie war. Denn mit der Geburt ihrer Kinder war ihr sehnlichster- und letzter Wunsch endlich in Erfüllung gegangen. Nun hatte sie wirklich alles erreicht, was von einer braven römischen Bürgerin erwartet wurde und Prisca konnte es kaum erwarten, bis sie mit stolz erhobenem Haupt zwischen all den anderen Matronen Rom´s wandeln konnte. So langsam wurde es ihr nämlich auf dem Landgut langweilig, so ganz ohne Anschluss, obgleich sie natürlich die meiste Zeit mit ihren Kindern verbrachte.

Zwei Kinder konnten allerdings auch ganz schön anstrengend sein, zum Beispiel wenn sie gleichzeitig nach der Mutterbrust schrien und das alle paar Stunden. Oder wenn Klein Gracchus und Klein Prisca spontan und ohne Vorwarnung ihren Mageninhalt über ihre Mutter entleerten, … Ja, das war jedes Mal eine ganz besondere "Freude" für Prisca, wenn sie das feuchtwarme Sputum ihrer Kinder auf der Haut spürte und sie sofort hysterisch wurde vor Angst, es könnte den Kleinen nicht gut gehen.

Ein Segen wiederum war, dass Prisca sich nicht um die Entsorgung der vollen Windeln kümmern musste. Das war selbstredend Aufgabe der Sklaven, wobei man dem sich dabei ausbreitenden Geruch kaum entziehen konnte, außer man verließ während des Wechselvorgangs das Haus. Am Ende überstrahlte die Liebe zu ihren Kindern natürlich sämtliche unschönen Eindrücke und niemals hätte Prisca die Erfahrungen mehr missen mögen. Die Hauptsache war, dass es ihren beiden Lieblingen gut ging und sie gesund waren (und blieben). In dieser Beziehung gab es auch keinen Grund zur Sorge und dennoch musste Tisander von Korinth dies, der besorgten Aurelia, tagtäglich auf Neue bestätigen.

Gleich nach der Sorge um ihre Kinder folgte die Sorge um ihre Figur und auch da konnte Prisca sich im Grunde nicht beklagen. Busen, Bauch und Po waren immer noch verhältnismäßig straff, das ständige Einölen der Haut hatte unschöne Schwangerschaftsstreifen auf ein erträgliches Minimum reduziert und dank ihrer eiserner Disziplin (in Bezug auf Ernährung und Sport) konnte sie sich bald schon wieder mit ihrem Spiegelbild anfreunden.

Einer Rückkehr nach Rom stand somit nichts mehr im Wege und so kam es, dass die Aurelia mit ihren Kindern und ihrem Tross eines schönen Tages wieder den Stammsitz ihrer Familie erreichten. In dem ganzen Trubel hatte Prisca völlig vergessen ihre Rückkehr anzukündigen, wobei ihre Ankunft sicherlich nicht unbemerkt geblieben sein dürfte, nachdem Klein Prisca mit lautem Geplärr durch das atrium getragen worden war.

Was ist mit ihr? Sie wird sich doch hoffentlich nicht verkühlt haben? Oder ist es nur ein Wind der sie plagt? Die besorgte Mutter ließ ihre beiden Augenschätze sofort in das tablinum bringen, wo sie auf weichen Kissen und Decken gebettet wurden. Und damit die Kleinen nicht froren, gab Prisca den Sklaven noch den Befehl das hypokaustum zu befeuern. Anschließend legte sich Prisca zu ihren beiden schlafenden Kindern, betrachtete diese verliebt und schlief alsbald selbst ein, so erschöpft wie sie von der Reise war (aber auch halb "betäubt" von der sich stetig ausbreitenden Wärme im ganzen Haus). ...
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