[Cursus Publicus] Postannahme

  • Ad
    Tiberia Sabina
    Domus Tiberia
    Alexandreia, Aegyptus



    M' Durus Sabinae s.p.d.


    Ich freue mich sehr, dass es deiner Mutter und Rufinus gut geht. Tatsächlich muss ich gestehen, dass es mir erst in den letzten Wochen klar wurde, dass du gar nicht von dir berichtet hast - die zahlreichen Aufgaben in den letzten Amtstagen als Praetor Urbanus waren wohl schuld daran. Doch nun freue ich mich umso mehr, dass du dich von selbst gemeldet hast.


    Dass du Aelius Marcellus kennen gelernt hast, kann ich mich kaum entsinnen. Er ist jedoch ein honorabler Mann. Ich kenne ihn aus der Factio Veneta und verschiedenen Zusammentreffen. Das einzige, was mich an ihm verwundert, ist die Tatsache, dass er sich in eine plebejische Gens adoptieren hat lassen, obschon ihm der Weg in die politische Laufbahn offenstand. Aber da ich die näheren Hintergründe nicht kenne, möchte ich deshalb kein Urteil über ihn sprechen.


    Dein Bruder ist zwar angekommen, jedoch kurz darauf wieder abgereist wegen dringender Geschäfte. Nur seine Sklavin Crista ist noch hier in Rom. Wir machen uns etwas Sorgen um Lupus, jedoch gehe ich davon aus, dass er bald wieder nach seiner Sklavin sehen wird.
    Antoninus ist inzwischen verschwunden. Es wurde klar, dass er in den letzten Monaten seines Verschwindens auf Kosten der Familia gehurt und getrunken hat, weshalb er sich vor dem Familiengericht hätte verantworten sollen. Da er nun geflohen ist, kannst du ihm, falls du ihn siehst, mitteilen, dass er hier in Rom nicht mehr erwünscht ist.


    Aber zu weniger bedrückenden Themen: Quintus ist zurückgekehrt und mit ihm die Gebeine des Iulianus und Andronicus, der es zum Duplicarius gebracht hat. Sie kehren jedoch nach Mantua zu ihrem Standort zurück und mit ihnen Albina, die du ja kennen gelernt hast. Mir wird das Leben im Haus ein wenig fehlen, aber mach dir wegen mir keine Sorgen.


    Grüße Aelius Marcellus von mir und lerne viel über Aegyptus - es ist eine wunderbare Provinz!


    Mögen die Unsterblichen dich behüten!


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    Sim-Off:

    Tiberische Karte zahlt! Eil...nein, gibts ja nicht mehr ;)

  • Tiberius Duccius Lando
    Mogontiacum, Provincia Germania


    Salve Duccius,


    mit Befremden habe ich deinen Wunsch vernommen, deine eigene Schwester zu adoptieren. Dieses Prozedere ist gelinde gesagt sehr ungewöhnlich und dient vermutlich dazu, deiner Schwester das römische Bürgerrecht zu ermöglichen, nicht wahr? Ich rate dir eher, dich beim hiesigen Legatus Augusti pro Praetore einzusetzen, der deiner Schwester das Bürgerrecht verleihen kann. Sie wird in diesem Falle selbstverständlich den von dir genannten Namen annehmen können. Den Boten habe ich auf meine Kosten zu dir zurückgeschickt.


    Vale bene


    NON APR DCCCLVIII A.U.C. (5.4.2008/105 n.Chr.)

  • Ein Bote gab einen Brief auf.


    Quintus Duccius Eburnus
    Castellum der Ala II Numidia
    Confluentes
    Germania Superior



    Salve Duccius,


    ich grüsse dich. Sicherlich wird deine Bestürzung über mein Fehlen in Confluentes nicht so gross gewesen sein wie meines beim Lesen deiner Zeilen.
    Es freut mich zu hören, dass eure Mission in Borbetomagus erfolgreich verlief, jedoch wird meine Freude durch die Worte getrübt, die du über Albius Decius schriebst. Leider konnte ich deinem Brief nicht genau entnehmen, ob die Suche nach ihm erfolgreich verlief, oder ob er noch immer als vermisst gilt. In jedem Fall werde ich im Tempel des Mars Ultor ein Opfer erbringen für jene Equites deren Verlust die Ala zu betrauern hat. Auch für Albius Decius, der mir stets ein treuer Decurio und fähiger Stellvertreter war, werde ich den Segen des Mars erbitten.


    Was euren neuen Praefecten angeht, so habe ich ihn als einen fähigen Offizier kennengelernt und ich bin mir sicher, der verstorbene Kaiser hätte ihn nicht für diesen Posten auserwählt, wenn er sich nicht sicher gewesen wäre, dass die Ala unter Octavius Sura eine ebenso erfolgreiche und ehrenvolle Einheit bleibt, wie sie es unter seinen Vorgängern war.
    Sei dir sicher, auch ich vermisse die Zeit in Confluentes, denn ich befürchte es kommen schwere Zeiten auf Rom zu, auch wenn die Stadt an sich bisher ungewöhnlich ruhig ist. Über dem üblichen Gestank der Stadt liegt der Geruch eines aufziehenden Sturms und ich gehe davon aus, dass dieser in nicht allzuferner Zukunft losbrechen und die Stadt in voller Wucht treffen wird.


    In Bezug auf die Legio II und ihre etwas verquere Sicht auf die Ala solltest du dir nicht allzuviele Gedanken machen. Die Legionen haben seit jeher auf Auxiliareinheiten herabgesehen, auch wenn die meisten Legionen keine Schlacht überstehen würden ohne sich auf eine ganze Reihe von Hilfstruppen stützen zu können. Ich habe vor wenigen Tagen mit einer Gruppe von neuen Praetorianern, die gerade frisch von der Legio II rekrutiert worden waren, trainiert und ich sage dir, dass viele von ihnen durchaus das Recht auf einen gewissen Stolz haben. Die Secunda zählt meines Erachtens zu den besseren Legionen, auch wenn ihre Reiter sicherlich noch viel von jenen der Ala lernen können. Siehe sie nicht als Feinde an, auch wenn sie dies tun mögen. Es ist absolut sicher, dass sowohl die Legio als auch die Ala wichtige Einheiten sind und eine gewisse Rivalität fördert meist die Leistungsfähigkeit. Betrachte die Legionarii ruhig mit einem skeptischen Auge, aber glaube mir, dass du dich im Notfall auf die meisten von ihnen verlassen kannst.


    Was dein Angebot oder besser deine Bitte angeht, so stimme ich gerne zu, denn ich habe dich als vertrauenswürdigen Römer und guten Soldaten kennengelernt. Gern darfst du mich deinen Patron nennen und gern werde ich dich unterstützten so gut es mir möglich ist.
    Damit verbunden ist jedoch eine kleine Bitte meinerseits. Und zwar möchte ich dich bitten, mich regelmässig über die Lage in Confluentes und vor allem in der Ala zu informieren. Du als Eques hast sicherlich einen guten Einblick in die wirkliche Gemütslage deiner Kameraden. Und vor allem möchte ich, dass du mich informierst, falls von Seiten deines Praefecten Befehle kommen, die dir merkwürdig vorkommen. Gleiches gilt natürlich für Befehle die direkt vom Statthalter kommen, sofern du von diesen hörst. Im Besonderen sind dabei natürlich jegliche Positionswechsel von Teileinheiten oder ganzen Einheiten interessant.


    Beim Cursus Publicus Germania liegt noch eine Wertkarte meiner Familie, deren Benutzung ich dir hiermit gestatte. Zeige, falls nötig, diesen kurzen Abschnitt dieses Briefes sowie mein Siegel dem Beamten des Cursus Publicus.


    Ich verbleibe in Hoffnung auf eine baldige und auch erfreuliche Nachricht von dir.

    [Blockierte Grafik: http://de.geocities.com/crazylx2000/ImperiumRomanum/Signatures/sigbalb3.png]
    ANTE DIEM VIII ID APR DCCCLVIII A.U.C.
    (6.4.2008/105 n.Chr.)
    Casa Prudentia Romana, Roma



    Sim-Off:

    Bitte von der Wertkarte abziehen

  • An
    Quintus Terentius Alienus
    Castellum der Legio II. Germanica
    Mogontiacum
    Regio Germania Superior



    Salve Bruder im fernen Germanien!
    Ich weiß nicht ob du es schon gehört hast, aber unser Feldzug gegen die Parther ist vorbei und ich wohlbehalten in Rom angekommen. Während ich weg war, hat die Casa in Rom doch recht viel neue Gesichter gesehen. Anscheinend ist unsere Gens doch größer als ich dachte.
    Wegen einem der Neuankömmlinge schreibe ich dir. Sein Name ist Titus Terentius Tibullus, der Sohn eines gewissen Terentius Galba, anscheinend war, oder ist, dieser Galba Soldat in der II. Legion.
    Das diese ganze Verbindung etwas merkwürdig scheint wird dir sicherlich auch aufallen. Ich meine ein einfacher Soldat der einen anerkannten Sohn hat?! Wie auch immer, es wäre gut wenn du mir diesbezüglich helfen könntest und mir schreiben würdest, ob dir der Name Terentius Galba irgendwas sagt und was mit ihm passiert ist.


    Vale Bene


    Appius Terentius Cyprianus



    Sim-Off:

    porto bezahlt

  • Ad
    Proconsul
    L Flavius Furianus
    Villa Flavia apud Tarraconem
    Hispania Tarraconensis



    M' Durus Furiano s.p.d.


    Ich freue mich sehr, nun doch noch eine Antwort auf meinen Brief zu erhalten. Dass es ein wenig dauerte, braucht dich nicht zu grämen: Ich hatte während meine Amtszeit ohnehin kaum Zeit, meine private Korrespondenz zu bearbeiten.


    Tatsächlich blicke ich zufrieden auf das vergangene Jahr zurück: Dass ich sogar den Kaiser bei verschiedenen Verhandlungen über Kapitalverbrechen vertreten durfte, erfüllt mich dabei besonders mit Stolz.


    Tatsächlich geht es mir sehr gut, obschon mich gelegentlich Kopfschmerzen plagen. Meine Familie ist seit der Rückkehr der Armee nach Italia kleiner geworden: Quintus hat die Frauen des Haushaltes mit sich nach Mantua genommen, um ein besseres Auge auf sie zu haben. Dennoch musst du dir keine Sorgen um meinen Haushalt machen: Der Maiordomus und sein Sklavenheer sind bis jetzt ebenso effizient wie unter den wachsamen Augen der Damen des Hauses.


    Aber nun zu den großen Problemen unserer Zeit: Ich teile deine Ansicht, dass Aelius Quarto zum wichtigsten Berater des neuen Augustus werden wird. Ich gehe jedoch kaum noch davon aus, dass irgendetwas die Machtergreifung durch Valerianus verhindern wird. Zwar ist er noch nicht in Rom eingetroffen und wir haben lange nichts von ihm gehört, dennoch gehe ich davon aus, dass er in den kommenden Monaten im Senat auftreten wird und sich die notwendigen Vollmachten übertragen lassen wird. Er verfügt über mehrere Legionen und auch mein Patron und Praefectus Urbi Hungaricus, sowie Quintus und die Legio I sind auf seiner Seite.
    Wie es derzeit um die Aelier bestellt ist, ist in Rom kaum festzustellen, da außer Aelius Callidus kein einflussreicher Mann hier ist. Dennoch habe ich wenig Sorgen bezüglich unserer Lage unter der neuen Regierung: Ich bin mit Callidus befreundet, kenne Quarto aus der Factio Veneta und bin bisher hervorragend mit ihm zurecht gekommen.


    Dein Bruder kann mich gerne besuchen. Ich möchte ihn gern persönlich kennen lernen, ehe ich mich für ihn verbürge. Wenn er jedoch genauso vortrefflich ist wie du, habe ich keinen Zweifel, dass die Arvales ihn gern in ihre Reihen kooptieren. Auch wenn er sonst Empfehlungen benötigt, kannst du ihn gern an mich verweisen.


    Im Übrigen kann ich dir Hoffnung darauf machen, dass du in Kürze einen Procurator an die Seite gestellt bekommst. Zwar ist die Abstimmung noch nicht vonstatten gegangen, dennoch nehme ich an, dass der Senat die Entsendung befürworten wird. Dennoch empfehle ich dir, in nächster Zeit wieder einmal einen Bericht nach Rom zu senden - einige Senatoren äußerten sich negativ über dich in diesem Punkt.


    Ich wünsche dir in jedem Falle viel Erfolg. Berichte mir weiter aus deiner Provinz!


    Vale bene!


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    Sim-Off:

    Familien-Wertkarte ;)


  • Ad
    Titus Aurelius Ursus
    legio II Germanica in Mogontiacum
    Germania



    Sei mir gegrüßt, Titus,


    eine so rasche Antwort hatte ich nicht erwartet. Umso mehr freut es mich, dass du dich so bald meldest.


    Dir sei versichert, dass es uns gut geht. Ganz überraschend sind auch Tiberius und Gaius angekommen. Sie lassen dich herzlich grüßen und senden dir die besten Wünsche. Camilla ist auf dem Weg der Besserung, von Appius habe ich lange nichts mehr gehört. Helenas Lebensgester scheinen zu neuem Leben erwacht, auch wenn ich gestehen muss, unser Gespräch wohl in den Sand gesetzt zu haben. Ich sprach zuerst mit Prisca, dann suchte ich Helena auf, musst du wissen. Ich glaube nicht, dass unser Verhältnis sich jemals wieder zum Guten wenden wird. Ihre Worte waren wie Salz, das in eine Wunde gelangt. Ich weiß beim besten Willen nicht, wie ich ihr unbefangen begegnen soll, wo doch die Befürchtung stets präsent ist, dass sie erneut versuchen könnte, das zu vollenden, was sie zuvor nicht geschafft hat. Und ich scheine machtlos zu sein, dies zu verhindern.


    Du schriebst, dass Merit-Amun einer Krankheit anheim gefallen ist? Vermutlich ist es der Götter Verdienst, denn zweifelsohne verdient sie es, für ihr Verhalten zu leiden. Nichtsdestotrotz ist der Verlust einer Sklavin natürlich wenig wünschenswert. Ich gehe davon aus, dass du entsprechende Maßnahmen bereits getroffen hast, damit sie genesen kann. Wenn du mir die Summe nennst, die ich dir darob schuldig bin, werde ich veranlassen, dass dir das Geld zukommt.


    Nicht ganz klar ist mir, wie in dem Haus nicht alles zum Besten sein kann. Schließlich wurde eigens ein vilicus eingestellt, um zu gewährleisten, dass das Haus jederzeit bewohnbar bleibt. Ich bitte dich, mit diesem Mann, sein Name ist Harlif Phelanson, in Kontakt zu treten und ihn ggf. zu entlassen, wenn er seinen Aufgaben nicht vereinbarungsgemäß nachgekommen sein sollte. Da du vor Ort bist, wirst du dies besser beurteilen können als ich von Rom aus. Matho soll sich mit mir in Verbindung setzen, was die Auslagen für die notwendigen Reparaturen anbelangt.


    Die Reiterei haben sie dir anvertraut? Nun, ich muss wohl nicht erwähnen, dass ich selbst wohl gescheitert wäre, hätte man mich mit dieser Aufgabe bedacht. Aber ich bin mir sicher, dass du sie zu jedweder Zufriedenheit erfüllen wirst.


    Meine Quaestur verläuft bisherig eher ruhig. Nur selten findet jemand den Weg in die villa, um eine Transportgenehmigung zu erbitten. Demnächst habe ich einen Termin mit der Stadtwache zwecks Koordination der Straßen- und Passwegkontrolle, die offiziellen Kaisersiegel für Valerianus sind derzeit ebenso in Arbeit. Insgesamt betrachtet, hat wohl ein vigintivir während seiner Amtszeit weitaus mehr zu tun als ein quaestor.


    Ich war vor einigen Tagen übrigens bei Aelius Callidus, einerseits, um eine Erhebung zum eques betreffend Artorius Reatinus vorzuschlagen, andererseits, um den geplanten Anbau zu konkretisieren. Aelius Callidus genießt einen guten Ruf als Architekt, ich bin mir sicher, dass wir zu einer einvernehmlichen Einigung kommen werden. Mir ist nur noch nicht ganz klar, in welchem Stil die exedra erbaut werden sollte, ob griechisch oder ägyptisch. Beides hat seinen eigenen Reiz, ganz ohne Frage. Welches Ambiente würdest du präferieren?


    Du fragtest nach aktuellen Geschehnissen in Rom. Nun, derzeit gibt es kaum Interessantes zu berichten, abgesehen von dem recht amüsanten Theaterstück, das Flavius Gracchus ausgerichtet hat. Es scheint ganz so, als hätte er damit dem aufstrebenden Autor die Tore weit geöffnet, halb Rom spricht begeistert von dem ganz außergewöhnlichen Stück, und ich teile diese Meinung. Sonst gibt es nicht viel, abgesehen davon, dass man den Kaiser voller Ungeduld erwartet. Viele Informationen kannst du zudem der Acta entnehmen, was mich sogleich zum nächsten Punkt bringt. Übersende deine Artikel in die domus der Acta, damit unsere lectrix sich ihrer annehmen kann. Der Redaktionsschluss ist stets der zweite Tag der zweiten Woche, denn die Acta erscheint zweiwöchentlich. Nach ein paar Artikeln werde ich dich nach Abstimmung mit meiner Stellvertreterin, so du es dann noch möchtest, als subauctor in die Redaktion aufnehmen.


    So schließe ich nun in Erwartung deines nächsten Briefes. Lasse es dir gut ergehen, Titus. Mögen die Unsterblichen auf dich achten.


    Vale.


    [Blockierte Grafik: http://img382.imageshack.us/img382/1798/macunterschriftow2id8.png]


    ROMA, PRIDIE ID APR DCCCLVIII A.U.C. (12.4.2008/105 n.Chr.)



    Sim-Off:

    Wertkarte :)

  • EDICTUM AEDILIS CVRVLIS
    ANTE DIEM XVIII KAL MAI DCCCLVIII A.U.C.
    (14.4.2008/105 n.Chr.)



    Die an den Kalenden des Aprilis DCCCLVIII A.U.C. (01.04.2008/105 n.Chr.) wegen Verstoß gegen §3 Absatz 1 Lex Mercatus verhängte Geldstrafe gegen Marcus Matinius Mento wird aufgrund der Nichtbeachtung eines staatlichen Edictes auf 100 Sesterzen erhöht. Die Strafe ist zu zahlen an die Staatskasse II bis zu den Kalenden des Maius DCCCLVIII A.U.C. (01.05.2008/105 n.Chr.). Weiters bleibt die Aufforderung bestehen, die Angebote von Brot und Fisch umgehend vom Markt zu nehmen, da es sich hierbei um nicht konzessionierte Ware handelt, womit gegen geltendes römisches Gesetz verstoßen wird.


    Beschwerde oder Einspruch gegen administrative Handlungen des Aedils sind an den amtierenden Consul zu richten.



    Manius Flavius Gracchus




    Sim-Off:

    Flavische Wertkarte

    cdcopo-pontifex.png flavia.png

    IUS LIBERORUM

    PONTIFEX PRO MAGISTRO - COLLEGIUM PONTIFICUM


  • Ad
    Tiberius Iulius Drusus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Provincia Germania




    Salve Drusus!


    Nun endlich komme ich dazu, Dir zu schreiben. Es ist doch ein gewaltiger Unterschied zwischen dem Dienst bei der Garde und dem bei der Legio. Schon der Marsch hierher war die Härte, denn wir waren die ganze Zeit mit erhöhtem Marschtempo unterwegs. Kaum angekommen, mussten wir gleich antreten und dann wurde nochmal kräftig ausgesiebt. So mancher ist dabei noch auf der Strecke geblieben, das hätte sich wirklich nicht gedacht. Was für ein Glück, dass ich es geschafft habe, bleiben zu dürfen! Du kannst Dir nicht vorstellen, wie erschöpft ich an jenem ersten Abend war!


    Doch zu allererst: Wie geht es meiner Schwester und meiner Cousine? Noch hat mich kein Brief von ihnen erreicht und ich mache mir deswegen schon große Sorgen um sie. Sobald ich ein wenig Geld zusammengespart habe, möchte ich ihnen etwas schicken. Ich hoffe, sie halten so lange mit dem durch, was sie noch haben. Bei der Gelegenheit möchte ich Dir nochmals dafür danken, dass Du nach ihnen schaust und sie unterstützt.


    Der Kaiser ist noch nicht angekommen, doch es ist fast so, als würde ganz Rom den Atem anhalten bis zu seiner Ankunft. Es heißt, er ist Rom schon sehr nahe. Ich hoffe ja, dass ich bei seiner Ankunft auch eingesetzt werde, denn ich würde ihn schon gerne in die Stadt einziehen sehen. Doch ob ich als Neuling zu solchen Ehren komme, ist noch sehr fraglich. Dabei würde es mir schon reichen, irgendwo am Straßenrand zu stehen, und die Menge unter Kontrolle zu halten.


    Die Kameraden hier in meinem Contubernium sind ganz in Ordnung, doch eine so verschworene Gemeinschaft, wie ich sie von unserer alten Truppe kenne, haben wir hier nicht. Zumindest noch nicht. Ich hoffe ja, dass sich so etwas noch entwickelt.


    Bisher habe ich leider noch nicht oft Dienst in der Stadt gehabt. Hauptsächlich trainieren wir hier auf dem Campus. Ausgang gab es noch überhaupt nicht. Für Neulinge kommt das nicht in Frage. Ich frage mich allerdings, wann man endlich nicht mehr als Neuling gilt. Denn ich sehne mich schon danach, mal gemütlich durch die alten Straßen zu bummeln, über den Markt zu flanieren oder auf dem Forum den Reden der Wichtigtuer zuzuhören. Aber gut, irgendwann werden sie mich schon hier herauslassen.


    Und wie läuft es bei der Legio II? Geht es den alten Kameraden gut? Ist der Frühling endlich eingezogen?


    Ich hoffe, bald von Dir zu hören. Mögen die Götter stets über Dich wachen!


    Vale,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM XVII KAL MAI DCCCLVIII A.U.C. (15.4.2008/105 n.Chr.)




    Ad
    Tiberius Germanicus Probus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Provincia Germania




    Salve, Probus!


    Es ist doch ein gewaltiger Unterschied, ob man sich in Rom aufhält oder in Germanien. Hier pulsiert das Leben ganz anders als in der Provinz. Und das ist für mich zu spüren, obwohl ich kaum aus der Castra herauskomme. Für Neulinge gibt es nämlich keinen Ausgang und so komme ich nur dienstlich in die Stadt. Und selbst das ist noch höchst selten. Wir trainieren täglich sehr hart und man hat dabei das Gefühl, dass ständig gesiebt wird. Wer versagt, der muss gehen. Das ist schon eine ziemliche Belastung.


    Natürlich fiebert alles der Ankunft des Kaisers entgegen. Er soll sich schon kurz vor Rom befinden. Der Praefectus weiß gewiß schon mehr, doch es sickert leider so gar nichts durch. Ach, was würde ich dafür geben, bei der Ankunft des Kaisers dabei sein zu dürfen!


    Aber genug von mir! Wie geht es euch? Was macht Deine Grundausbildung? Müßte sie sich nicht langsam dem Ende zuneigen? Was ist mit Lupus? Ist der schon fertig? Ich schätze ja, dass er es seinem Cousin nachmachen und zur Legionsreiterei gehen wird. Frag ihn doch bitte mal, es würde mich wirklich interessieren. Achja, und richte bitte an alle aus der alten Truppe die herzlichsten Grüße von mir aus! Und wie macht sich eigentlich Drusus inzwischen als Nachwuchs-Schreihals?


    Ich muß gestehen, dass ich euch wirklich vermisse. Auch wenn es mich stolz macht, der Garde anzugehören, so vermisse ich doch das familiäre Gefühl unseres Contuberniums. Hier ist alles so ernst und streng. Kaum dass mal ein Spaß gemacht wird, nicht mal, wenn wir unter uns sind. Da werde ich noch hart dran arbeiten müssen, die Jungs hier ein wenig aufzutauen.


    Stell Dir vor, die Garde ist sich zu fein, sich um Taschendiebe zu kümmern. Gut, dass wir nicht unbedingt nach ihnen suchen, das sehe ich ja ein. Aber wenn direkt vor meiner Nase ein Diebstahl stattfindet, soll ich nicht eingreifen? Ich habe das getan und bin anschließend darauf hingewiesen worden, dass „die Garde sich um so was nicht kümmert“! Na, ich glaube ja nicht, dass meine Kameraden mich verpfeifen werden, weil ich darauf gedrängt habe, den Dieb zu schnappen und sonst war ja niemand dabei. Und so werde ich hoffentlich keinen Rüffel von oben deswegen erhalten.


    Bist Du eigentlich jemals im Palast gewesen? Man! Ich sage Dir, in diesem Labyrinth verlaufe ich mich bestimmt noch ein paar mal. Es ist wirklich nicht so leicht, sich dort zurechtzufinden. Gut, ein paar der häufig benötigten Wege waren einfach zu merken. Aber einige andere… Ich kann nur hoffen, dass ich es drauf habe, bis ich dafür eingesetzt werde, Besucher ins Innere des Palastes zu führen.


    So, mehr gibt es eigentlich gar nicht zu berichten. Laß bitte bald mal von Dir hören! Mögen die Götter stets über Dich wachen!


    Vale,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM XVII KAL MAI DCCCLVIII A.U.C. (15.4.2008/105 n.Chr.)


    Sim-Off:

    Bitte von der Familienwertkarte abbuchen!

  • Ad
    Decurio
    Gaius Tiberius Rufinus
    Legio XXII Deiotoriana
    Alexandria



    Lieber Bruder,


    kurz sind meine Zeilen dieses Mal, doch umso bedeutender ihr Inhalt. Gestern erhielt ich einen Brief meiner Mutter, dass unser gemeinsamer Vater schwer krank ist. Ich habe mich entschlossen, zurück nach Hause in das Illyricum zu fahren, um beiden beistehen zu können und in der großen Hoffnung, dass Vater wieder genesen wird.
    Sobald ich dort eingetroffen bin, werde ich dir erneut schreiben und dich über den Gesundheitszustand unseres Vaters auf dem Laufenden halten. Bete zu den Göttern für deine Gesundheit.
    Gib auf dich Acht, bis wir uns wiedersehen,


    deine Schwester

    Albina



    Ad
    Proconsul
    Lucius Flavius Furianus
    Villa Flavia apud Tarraconem
    Hispania Tarraconensis


    Mein liebster Verlobter,


    verzeih meine nur kurze Nachricht. Ich erhielt deinen Brief bezüglich deiner Sorge um meinen Wohnort und wollte ihn bereits erwidern, als die Götter uns dieses Problemes erledigten um uns vor ein anderes zu stellen.
    Heute erhielt ich Nachricht von meiner Mutter, dass mein geliebter Vater schwer krank ist. Sie bat mich, zurück nach Hause zu kehren um für ihn da zu sein und wenn es die Götter so wollen sollten, auch Abschied zu nehmen.
    Du wirst verstehen, dass ich diesem Ruf folgen muss und vorerst in meine Heimat zurückkehren werde. Ich kann nur auf deinen Großmut hoffen, dass du Verständnis für meine Situation aufbringen kannst. Auch mich betrübt es, dass dieser Umstand unsere Hochzeit noch weiter hinauszögert, doch bleibt mir nichts anderes übrig.
    Ich weiß nicht, wie lange mein Aufenthalt dort sein wird, doch sollte der Tod meines Vaters an dessen Ende stehen, so hoffe ich natürlich, dass er lang sein wird. Sollte es die Genesung sein, würde ich so schnell wie möglich zurückkehren. Nun jedoch muss ich aufbrechen und diese wenigen Zeilen vorerst beenden. Ich schreibe dir, mein Liebster, sobald ich im Illyricum angekommen bin. Verzeih mir, doch es geht nicht anders,


    deine Verlobte,


    Albina


    Sim-Off:

    Familienwertkarte ;)

  • Ad
    Procurator A Libellis
    Marcus Aelius Callidus


    Salve Marcus Aelius Callidus


    Wie ich hörte seit Ihr bei Hofe für die Einstellungen verantwortlich.
    Ich wollte auf diesem Wege für einen Termin bei Euch nachfragen.
    Könntet ihr mir einen Passierschein zukommen lassen ?


    Viellieicht braucht Ihr ja noch einen tüchtigen, loyalen, IULIER


    In der Hoffnung mit Euch bald persönlich reden zu können ...


    Vale


    MArcus Iulius Proximus


    Sim-Off:

    Bitte von Familienwertkarte abbuchen

    ir-civis.png Iulia2.png

    DECURIO - MISENUM

    Klient - Lucius Aelius Quarto

  • [Blockierte Grafik: http://img266.imageshack.us/img266/1787/xbodyguardlq1.png]


    Ganz so, wie es der Artorier ihm aufgetragen hatte, hatte sich Archias mit dem Schreiben zu der Mansio des Cursus Publicus begeben, um den Brief in die Obhut der fleißigen Boten zu übergeben...


    An den
    CENTURIO SERVIUS ARTORIUS REATINUS
    LEGIO II GERMANICA FIDELIS CONSTANS
    MOGONTIACUM - GERMANIA SUPERIOR
    PROVINCIA GERMANIA


    [Blockierte Grafik: http://img76.imageshack.us/img76/6909/001ga4.png]
    SEI GEGRÜSST VETTER. DEN INHALT DEINES LETZTEN BRIEFES HABE ICH JETZT ERST ZUR kENNTNIS NEHMEN KÖNNEN. DARUM VERZEIH DASS MEINE ANTWORT EINE WEILE AUF SICH WARTEN LIESS. DAS WICHTIGSTE ZUERST. ICH SPRECHE DIR MEINEN DANK AUS VETTER DASS DU DICH UM DIE ÜBERSTELLUNG DER STERBLICHEN ÜBERRESTE MEINES SOHNES GEKÜMMERT HAST. ES SIND KEINE PROBLEME AUFGETRETEN WIE MIR BERICHTET WURDE UND SO RUHT SEVERUS MEIN VERSTORBENER SOHN NUN IN DEM GRABMAHL MEINER FAMILIE ENTLANG DER VIA APPIA. AUCH DANKE ICH DIR DASS DU SEINE HABSELIGKEITEN INSBESONDERE SEINE RÜSTUNG MIR HAST ZUKOMMEN LASSEN. DAS BEDEUTET MIR WIRKLICH VIEL UND MIR HAT VIEL DARAN GELEGEN SIE ZU BEKOMMEN. NICHT UM DES MATERIELLEN WERTES WEGEN SONDERN UM DER TATSACHE WEGEN DASS MEIN FLEISCH UND BLUT EINST IN DIESE RÜSTUNG STIEG UND IN IHR AUF DEM CAMPUS IM FERNEN GERMANIA EXERZIERTE.


    DOCH ETWAS GIBT ES DA NOCH VETTER DASS MIR GROSSEN KUMMER BEREITET UND MICH ZUWEILEN ZORNIG WERDEN LÄSST ZUWEILEN MIR VOR AUGEN FÜHRT WIE OHNMÄCHTIG ICH HIER BIN UND SO RUHT MEINE HOFFNUNG AUF DIR MEIN VETTER IM FERNEN GERMANIA. DENN MEIN SOHN SEVERUS DIENTE EINST UNTER DIR UND WAR EIN PROBATUS IN DEINER CENTURIA UND AN DIR ALS SEINEM CENTURIO UND SEINEM ONKEL IST ES NUN ZU ERFAHREN WAS DENN NUN GENAU GESCHEHEN IST. ICH BITTE DICH DARUM VETTER MICH NICHT LÄNGER IN UNWISSENHEIT DIESBEZÜGLICH ZU LASSEN DENN NICHTS SCHMERZT MEHR ALS EBEN DIESE. ICH HOFFE DASS DU MIR IN DEINER ANTWORT MEHR WIRST BERICHTEN KÖNNEN ALS IN DEINEM LETZTEN SCHREIBEN.


    WAS DIE LÄNDEREIEN ANGEHT DIE ICH DIR ÜBERLASSEN HABE SO IST ES DEIN GUTES RECHT DAMIT NACH BELIEBEN ZU VERFAHREN. DRUM WAR ES IM GRUNDE ÜBERFLÜSSIG DASS DU MIR RECHENSCHAFT ABGEGEBEN HAST WAS DU MIT IHNEN ZU TUN GEDENKST. ICH WEISS DAS SIE IN GUTEN HÄNDEN SIND UND ICH HOFFE SIE WERDEN DIR UND DEINER FAMILIA VON NUTZEN SEIN IN DEM STREBEN NACH HÖHEREM UND EINEM BESSEREN LEBEN. DASS DU DEIN LEBEN NUN VOLLKOMMEN AUF GERMANIA ZU KONZENTRIEREN SUCHST UND ROM FÜR DICH DAMIT IN WEITE FERNE RÜCKT IST ZU RESPEKTIEREN. DENNOCH BIST DU HIER NATÜRLICH STETS WILLKOMMEN.


    APROPOS ROM. DIE NEUE DOMUS DIE ARTORIA MEDEIA ERWORBEN HAT IST WIRKLICH SEHENSWERT. AUF DEM ESQUILIN GELEGEN WEIT WEG VON DEM TRUBEL UND DEM LAUTEN CHAOS DER SUBURA LÄSST ES SICH HIER GUT LEBEN UND DAS HAUS SELBST IST ANGEMESSEN. MEDEIA SELBST WEILT JA BEKANNTERMASSEN IN ALEXANDRIA DOCH UMSO MEHR GEBÜHRT IHR MEIN DANK DASS SICH SICH WÄHREND IHRES KURZEN AUFENTHALTES HIER IN ROM DIESER WICHTIGEN ANGELEGENHEIT ANGENOMMEN HATTE. WAS MIT DEM GESINDEL GESCHEHEN IST DASS UNSERE ALTE DOMUS AUF DEM GEWISSEN HAT IST MIR NOCH UNBEKANNT. SOLLTE ICH WAS NEUES ERFAHREN WERDE ICH DICH SELBSTVERSTÄNDLICH INFORMIEREN SO ES DICH INTERESSIERT.


    SO DENN VETTER. LANGSAM WIRD DER PLATZ AUF DIESER SCHRIFTROLLE KNAPP UND DER BRIEF MUSS NUN ZU SEINEM ENDE GEFÜHRT WERDEN. ICH ERWARTE DEINE ANTWORT. MÖGEN DIR GÖTTER DIR WOHLGESONNEN SEIN. VALE BENE


    [Blockierte Grafik: http://img116.imageshack.us/img116/6895/klacksaa7.png]
    Lucius Artorius Avitus
    [Blockierte Grafik: http://img129.imageshack.us/img129/5084/artoriasiegelhj8.png]


    Sim-Off:

    Artoria-WK bitte



  • An Caius Aelius Archias
    Kapeleion Archaon
    Alexandria, Aegyptus


    Lieber Archias,


    wie ist es in Ägypten? Hast du dich inzwischen mit den Vorschriften und Regeln vertraut machen können, die du in deinem letzten Brief erwähnt hast? Und wie steht es mit der Wohnungssuche? Hast du schon etwas gefunden? Und die Pyramiden, warst du schon bei ihnen? Ich sollte dir vielleicht abraten, wenn es so gefährlich ist… aber ich muss gestehen, ich würde mich davon auch nicht abhalten lassen. Ich habe Bildnisse davon gesehen, und Geschichten gelesen – ich würde diese Bauten nur zu gerne selbst besichtigen! Falls ich jemals Ägypten bereisen sollte, und du noch dort bist, dann bestehe ich darauf, dass du mir alles zeigst.


    Was Brüder betrifft: ich habe drei davon, aber das konntest du ja nicht wissen. Zur Zeit sind sie alle hier in Rom, das heißt zwei von ihnen – Faustus, von dem ich dir geschrieben habe, ist die meiste Zeit in Mantua, wo er stationiert ist. Aber er findet doch hin und wieder eine Gelegenheit, nach Rom zu kommen und uns zu besuchen. Im Übrigen geschieht hier viel, und doch wieder nichts… Die Factio Aurata hat sich vor kurzem bei uns getroffen, der Abend war recht angenehm. Nun ja, um ehrlich zu sein, eher langweilig. So ein Anlass ist zwar immer eine gute Möglichkeit, neue Kontakte zu knüpfen und Menschen kennen zu lernen, aber im Großen und Ganzen ziehe ich privatere Treffen doch vor, wo man natürlicher sein kann und nicht so viel, nun ja, gezwungene Konversation läuft. Aber wie bereits erwähnt, dieser Abend war doch recht angenehm. Ich habe vor allem Bekanntschaft gemacht mit Mitgliedern der Gens Aurelia, zwei jungen Damen, sowie mit dem Auctor der Acta, den ich erst kürzlich wieder getroffen habe – bei diesem zweiten Treffen sind wir mehr ins Gespräch gekommen, und stell dir vor, ich werde nun für die Acta schreiben. Wenn ich gut bin, könnte ich sogar ganz offiziell Subauctrix werden, was sagst du dazu?


    Gladiatorenkämpfe sind recht spannend, aber ich muss zugeben, dass sie mir nicht so sehr zusagen. Pferderennen dagegen liebe ich. Und welcher Factio ich angehöre, dazu muss ich wohl kein Wort mehr verlieren. Ich glaube, wenn wir uns wiedersehen, muss ich ein ernstes Wort mit dir reden – ausgerechnet die Veneta? Um einen Vergleich zu ziehen: ich würde dem Schiff, so du denn eines gekauft hast, mit Sicherheit nicht den Namen Veneta geben – denn dann kannst du davon ausgehen, dass es Schiffbruch erleiden wird. Aurata stattdessen würde versinnbildlichen, dass es zwar Stürmen begegnen, diese aber weitestgehend unversehrt überstehen wird. Im Übrigen spiele ich auch mit dem Gedanken, einen Betrieb zu eröffnen – ich merke einfach, dass ich etwas zu tun brauche. Für die Acta zu schreiben ist ein Anfang, aber ich glaube nicht, dass mir das auf Dauer reichen wird, und es ist mir definitiv nicht genug, nur zu Hause zu sitzen oder in der Stadt unterwegs zu sein. Rom zu erkunden ist schön, aber es kommt der Moment, an dem man, wenn auch noch lange nicht alles, so doch genug gesehen hat, jedenfalls für den Augenblick… und da ich nicht sonderlich gerne einkaufen gehe, muss ich einen anderen Weg finden, mir die Zeit zu vertreiben. Darüber hinaus reizt mich der Gedanke, zum ersten Mal in meinem Leben wirklich unabhängig zu sein – natürlich werde ich im Haus meiner Familie wohnen bleiben, aber es ist trotzdem ein Unterschied, wenn man für sich selbst sorgen kann.


    Viel Spaß beim Lesen der neuen Acta, bis bald,
    [Blockierte Grafik: http://img442.imageshack.us/img442/8797/seianaunterschriftkj1.png]


    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~


    Lieber Katander,


    und, wie läuft es? Ist dein Herr immer noch so anstrengend, hast du es geschafft, für ihn eine Wohnung aufzutreiben?


    Oh, das klingt sehr interessant, was du schreibst… Der Senator hat Seiana leider noch nichts gesagt, aber lange wird er es nicht mehr aufschieben können – er hat einfach viel zu tun, daran liegt es, denke ich. Nun ja, mal abwarten wie sie reagiert, wenn sie erst mal Bescheid weiß… Aber nach Ägypten zu reisen ist eine gute Idee, das würde sie auf jeden Fall gerne (und ich auch). Mal sehen, was ich einfädeln kann, viel wird es nicht brauchen, um das anzustoßen. Aber wie gesagt: ich weiß nicht, wie sie reagiert, wenn sie erst mal erfährt, was dein Herr für Absichten hat.


    Es tut mir leid, dass ich diesmal nicht viel schreiben kann – aber Seiana hat mir erst jetzt Bescheid gegeben, und sie will, dass der Brief noch heute fortgeschickt wird, wofür natürlich ich sorgen muss, und das ist selbstverständlich nicht das einzige, was sie will… Ich will ja nicht meckern, und meistens hab ich dazu auch keinen Grund, aber manchmal ist sie einfach… na ja, eine Herrin. Ich denke du weißt, was ich meine.


    Viele Grüße, und vielleicht sehen wir uns ja bald,
    [Blockierte Grafik: http://img167.imageshack.us/img167/9940/elenaunterschrift2bv6.png]


    Sim-Off:

    Familienwertkarte :)


  • Ad
    Tiberius Iulius Drusus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Provincia Germania



    Salve Drusus!


    Endlich komme ich dazu, Dir einmal wieder zu schreiben. Danke für Deine Zeilen, ich habe mich wirklich sehr darüber gefreut! Ach, ihr Jungs fehlt mir wirklich sehr. Auch wenn es inzwischen schon etwas besser geworden ist mit der Kameradschaft hier. Doch so richtige Freunde, wie ihr sie mir geworden seid, habe ich hier noch nicht gefunden. Vermutlich liegt das daran, dass unsere Aufgaben so unterschiedlich sind und wir nur sehr selten Seite an Seite stehen, wenn wir unsere Pflichten erfüllen. Von unserer alten Centurie sind zwar noch ein paar Mann bei den Praetorianern aufgenommen worden, aber sie sind anderen Einheiten zugeteilt als ich, so dass ich sie kaum zu Gesicht bekomme. Was sehr schade ist, denn mit ihnen würde ich mich gewiß sehr schnell näher anfreunden. Nun, ich hoffe immer noch, dass es hier auch bald kameradschaftlicher wird.


    Wie ich gehört habe, hat Flava Mogontiacum schon wieder verlassen? Das finde ich wirklich sehr schade. Nun ist Valentina also ganz allein. Ich bin froh, dass es ihr soweit gut geht und ich habe auch von ihr vor einiger Zeit einen Brief erhalten. Danke noch mal an dieser Stelle, dass Du Dich um sie kümmerst! Das ist mir eine große Beruhigung Sie überlegt ja, nach Rom zu übersiedeln, hat sich aber noch nicht entschieden. Zumindest hat sie sich in ihrem Brief so ausgedrückt. Für mich wäre es natürlich eine Freude, wenn sie nach Rom kommen würde. Allerdings würde ich mich hier auch kaum um sie kümmern können, da wir nur sehr selten Ausgang erhalten.


    Würdest Du das tun? Ihr ein wenig Geld zur Verfügung stellen, damit sie entweder den Umzug bezahlen kann oder aber sich in Mogontiacum ordentlich versorgen kann? Natürlich bekommst Du es so bald wie möglich zurück. Sicher wird mal wieder einer der Praetorianer mit Botschaften zu euch geschickt werden, dem gebe ich es dann mit. Ich bin sicher, dass dies möglich sein wird. Wie groß die Summe sein soll? Ich weiß nicht recht. Vielleicht 200 Sesterzen? Das sollte wirklich reichen, egal, wie sie sich entscheidet.


    Du wolltest wisse, wie mein Centurio so ist. Naja, er ist mir irgendwie noch sehr fremd. Herumbrüllen kann er ganz gut, aber an Artorius kommt er nicht heran. Bisher kommt er mir fair vor, jedoch scheint er wenig Interesse daran zu haben, seine Männer persönlich kennenzulernen. Vielleicht liegt es auch daran, dass er erst kurz aus Parthien wieder da ist. Niemand spricht so genau darüber, was in Parthien geschehen ist. Ich glaube, sie fragen sich alle, wie sie es hätten verhindern können, dass der Kaiser getroffen wurde. Aber ich bin sicher, sie haben alles menschenmögliche getan. Diese Männer sind unglaublich gute Kämpfer! Wenn Du dachtest, bei der Legio II wird hart trainiert, dann musst Du mal hier das Training mitmachen. Und die Männer sind dem Kaiser treu ergeben. Dem neuen genauso wie dem alten. Es kann sie keine Schuld treffen! Naja, wie gesagt: sie sind alle ziemlich still und in sich gekehrt, die Männer, die dabei waren. Und so eben auch der Centurio.


    Na, das mit Primus war ja zu erwarten. Er hat wirklich ein falsches Bild von den Praetorianern. Zumindest habe ich bisher nichts von dem feststellen können, von dem er gesprochen hat. Aber ich sage Dir: Diese Politiker sind eine wahre Pest! Wir sind ja verpflichtet, die Besucher, die den Palast betreten dürfen, nach Waffen zu untersuchen. Und Senator Tiberius hat einen unglaublichen Aufstand deswegen gemacht. Das glaubst Du nicht! Erst hat er mit mir eine Diskussion anfangen wollen, weil er doch so ein toller Senator ist und schon so viel für Rom gemacht hat, könne ich ihm ja wohl nicht unterstellen, ein potentieller Mörder zu sein. Sowas! Befehl ist Befehl und mein Befehl lautete: Alle durchsuchen. Was gibt’s da schon zu diskutieren?


    Na, dann wollte er zu meinem Vorgesetzten, weil ich mich nicht drauf eingelassen hab. Und er sagte das gleiche wie ich: Befehl ist Befehl und er könne sich ja an höherer Stelle entsprechend beschweren. Na. Und dann hat der sich seine Toga vom Leib gerissen und ganz theatralisch gefragt, ob er die Tunika auch noch ausziehen müsste. Na, der Centurio und ich habe nur noch Blicke getauscht. Echt, wie kann man sich nur so entblöden! Dann musste ich natürlich einen Palastdiener auftreiben, weil der Senator seine Toga ja nicht einfach so wieder anlegen konnte. Aber sein ganzes Theater hat ihm nichts genützt. Er wird auch weiterhin durchsucht, wie jeder andere Besucher auch.


    Und nun das beste! Stell Dir vor, meine Kohorte war ausersehen, dem Kaiser entgegen zu ziehen und ihn in die Stadt zu geleiten! Was für eine Ehre! Ich sage Dir, das war ein großartiges Gefühl! Und natürlich auch eine große Verantwortung! Als er dann seine Rede hielt, standen wir natürlich nahe genug, um wirklich jedes Wort verstehen zu können. Sehr lang war seine Rede nicht. Aber das finde ich auch eher gut. Lange Reden werden schnell langweilig.


    Er sah sehr müde und erschöpft aus. Und man sieht ihm an, dass er sehr krank war. Doch ich glaube, er ist auf dem Weg der Genesung. Denn todkrank sah er eigentlich nicht aus. Nicht dass ich ein Arzt wäre. Aber ein todkranker Mann hätte diesen Tag sicherlich nicht so durchgestanden. Bestimmt ist er bald wieder ganz gesund und dann werden sich die Herren und Damen, die schon jetzt mit seinem Tod handeln, ganz schön umgucken!


    Ich finde ihn großartig! Und bin stolz, dass ich dazu beitragen darf, sein Leben zu schützen! Und richtig nett ist sein Bruder, Aelius Quarto. Der Mann hat noch nicht den Blick für die kleinen Leute verloren, wie zum Beispiel dieser Tiberier. Als Aelius Quarto ankam, war er höflich und freundlich zu mir, der ich gerade am Palasttor als Wache eingeteilt war. Obwohl er das echt nicht gemusst hätte, immerhin ist er nicht irgendwer. Und wie er nach seinem Bruder fragte… ich glaube, er hat ihn wirklich gern. Das ist in solchen Kreisen schließlich auch nicht selbstverständlich.


    Achja, Du wolltest wissen, was wir so machen bei den Praetorianern. Ja, wir patrouillieren durch die Stadt, aber eigentlich mehr im Bereich des Forums und des Palastes. Den Rest überlassen wir den Cohortes Urbanae, auch wenn wir natürlich mit zugreifen, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge wie die Sicherheit des Kaisers, seiner Familie oder die Staatssicherheit geht. Ansonsten halten wir in und um den Palast Wache. Inzwischen kenne ich mich im Palast auch schon ganz gut aus. Nur im Familientrakt noch nicht so, den kenne ich bisher nur vom Plan. Am Tor habe ich schon mehrfach Wache gehalten. Naja, hab ja oben schon beschrieben, was da so los ist. Und die Besucher müssen natürlich hereingeführt werden. Zum einen, weil die meisten sich sonst sicher verlaufen würden, zum anderen, damit sie halt nicht überall herumlaufen können. Desweiteren arbeiten die Praetorianer natürlich auch verdeckt. Als Spione quasi. Aber dafür gibt es natürlich spezielle Leute. Und Reitertruppen haben wir auch, so wie der, der uns abgeholt hat.


    Und der derzeitige Etappenhase ist nicht nur in Ordnung, sondern auch noch halbwegs fähig? Meine Güte! Sowas gleich zwei mal hintereinander! Immerhin war Sedulus ja auch echt in Ordnung. Was ist denn mit Sabinus? Ist er versetzt worden? Schade, die ganze Zimmergemeinschaft scheint auseinander zu fallen. Aber ich freue mich für Lupus, das seine Grundausbildung beendet ist. Richte ihm doch bitte meine Glückwünsche aus! Und Probus, wenn er soweit ist, auch. Dem schreibe ich gleich aber auch noch selbst.


    Bitte schreibe mir doch bald, wie es Dir so ergeht. Macht Dir der Posten als Optio noch Spaß oder ist es einsam auf dieser Stelle? Gibt es Aussicht auf eine Beförderung zum Centurio?


    Paß gut auf Dich auf, mein Freund! Mögen die Götter Dir stets beistehen!


    Vale bene,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM XV KAL IUN DCCCLVIII A.U.C. (18.5.2008/105 n.Chr.)



    Ad
    Tiberius Germanicus Probus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Provincia Germania



    Salve Probus!


    Bitte verzeih, dass Du so lange auf meinen Brief warten musstest. Doch hier ist wirklich eine Menge passiert. Doch erst einmal zu Dir: Bist Du mittlerweile schon Legionarius? Ich würde gerne jetzt schon Glückwünsche aussprechen, da ich annehme, dass Du es inzwischen schon geschafft hast. Aber falls nicht, wäre es nicht so gut, denn man soll ja nicht im voraus gratulieren.


    Die Grundausbildung ist wahrhaftig kein Honigschlecken und ich wünsche Dir, dass Du sie möglichst bald hinter Dir hast, falls es noch nicht so sein sollte! Lupus hat sich also zu den Reitern gemeldet? Am Anfang schien er davon gar nicht so begeistert zu sein. Aber natürlich kann sein Cousin ihn dort gut fördern, von daher ist die Entscheidung sicherlich nicht dumm. Allerdings kann ich sie nur schwer nachvollziehen. Ich habe es damals bei Primus schon nicht verstanden, warum das so toll sein soll. Mir liegt es auch mehr, mit beiden Beinen am Boden zu bleiben und so auch die Kontrolle zu behalten.


    Danke für die Grüße von den Kameraden. Grüße sie doch bitte zurück. Und auch den Centurio, er hat mich gut ausgebildet, denn ich habe es hier erstmal geschafft. Natürlich muß ich dranbleiben und fleißig trainieren, aber das ist ja eh selbstverständlich, auch wenn es hier ein wenig härter zugeht als bei der II. Ach, ihr Jungs fehlt mir wirklich sehr! Ihr ward so richtig Familie für mich. Das Gefühl kommt hier einfach nicht auf. Vielleicht liegt es daran, dass einige aus meinem Contubernium in Parthien waren? Sie müssen wirklich eine harte Zeit hinter sich haben.


    Und Drusus entwickelt sich also zu einem neuen Schreihals? Unglaublich! Ich hoffe, er bleibt auch so fair wie der Schreihals. Aber davon gehe ich mal aus. Ich habe mich ja ein wenig schwer getan, nachdem er befördert worden war. Irgendwie ist es eben schon merkwürdig, wenn man plötzlich den besten Freund zum Vorgesetzten hat. Naja, ist ja jetzt nicht mehr so und wir schreiben uns auch noch immer regelmäßig.


    Was den Dienst angeht: Wir patrouillieren durch die Stadt, aber eigentlich mehr im Bereich des Forums und des Palastes. Den Rest überlassen wir den Cohortes Urbanae, auch wenn wir natürlich mit zugreifen, wenn es um die wirklich wichtigen Dinge wie die Sicherheit des Kaisers, seiner Familie oder die Staatssicherheit geht. Ansonsten halten wir in und um den Palast Wache. Inzwischen kenne ich mich im Palast auch schon ganz gut aus. Nur im Familientrakt noch nicht so, den kenne ich bisher nur vom Plan. Am Tor habe ich schon mehrfach Wache gehalten. Und die Besucher müssen natürlich hereingeführt werden. Zum einen, weil die meisten sich sonst sicher verlaufen würden, zum anderen, damit sie halt nicht überall herumlaufen können. Du glaubst nicht, was neulich vorgefallen ist, als ich Torwache hatte. An meinem ersten Tag am Tor auch noch.


    Wir sind ja verpflichtet, die Besucher, die den Palast betreten dürfen, nach Waffen zu untersuchen. Und Senator Tiberius hat einen unglaublichen Aufstand deswegen gemacht. Das glaubst Du nicht! Erst hat er mit mir eine Diskussion anfangen wollen, weil er doch so ein toller Senator ist und schon so viel für Rom gemacht hat, könne ich ihm ja wohl nicht unterstellen ein potentieller Mörder zu sein. Sowas! Befehl ist Befehl und mein Befehl lautete: Alle durchsuchen. Was gibt’s da schon zu diskutieren?


    Na, dann wollte er zu meinem Vorgesetzten, weil ich mich nicht drauf eingelassen hab. Und er sagte das gleiche wie ich: Befehl ist Befehl und er könne sich ja an höherer Stelle entsprechend beschweren. Na. Und dann hat der sich seine Toga vom Leib gerissen und ganz theatralisch gefragt, ob er die Tunika auch noch ausziehen müsste. Na, der Centurio und ich habe nur noch Blicke getauscht. Echt, wie kann man sich nur so entblöden! Dann musste ich natürlich einen Palastdiener auftreiben, weil der Senator seine Toga ja nicht einfach so wieder anlegen konnte. Aber sein ganzes Theater hat ihm nichts genützt. Er wird auch weiterhin durchsucht, wie jeder andere Besucher auch.


    Und nun das beste! Stell Dir vor, meine Kohorte war – unter anderem – ausersehen, dem Kaiser entgegen zu ziehen und ihn in die Stadt zu geleiten! Was für eine Ehre! Ich sage Dir, das war ein großartiges Gefühl! Und natürlich auch eine große Verantwortung! Als er dann seine Rede hielt, standen wir natürlich nahe genug, um wirklich jedes Wort verstehen zu können. Sehr lang war seine Rede nicht. Aber das finde ich auch eher gut. Lange Reden werden schnell langweilig.


    Er sah sehr müde und erschöpft aus. Und man sieht ihm an, dass er sehr krank war. Doch ich glaube, er ist auf dem Weg der Genesung. Denn todkrank sah er eigentlich nicht aus. Nicht dass ich ein Arzt wäre. Aber ein todkranker Mann hätte diesen Tag sicherlich nicht so durchgestanden. Bestimmt ist er bald wieder ganz gesund und dann werden sich die Herren und Damen, die schon jetzt mit seinem Tod handeln, ganz schön umgucken!


    Ich finde ihn großartig! Und bin stolz, dass ich dazu beitragen darf, sein Leben zu schützen! So richtig nett ist sein Bruder, Aelius Quarto. Der Mann hat noch nicht den Blick für die kleinen Leute verloren, wie zum Beispiel dieser Tiberier. Als Aelius Quarto ankam, war er höflich und freundlich zu mir, der ich gerade am Palasttor als Wache eingeteilt war. Obwohl er das echt nicht gemusst hätte, immerhin ist er nicht irgendwer. Und wie er nach seinem Bruder fragte… ich glaube, er hat ihn wirklich gern. Das ist in solchen Kreisen schließlich auch nicht selbstverständlich.


    Und wie ist es in unserem alten Contubernium? Drusus schrieb, dass Sabinus nicht mehr da ist? Gibt’s dafür Neue? Wenn Lupus nun auch noch zu den Reitern ist… Ist dann von unseren alten Kameraden überhaupt noch jemand da? Alles ist im Wandel, unglaublich. Bitte berichte mir doch bald, wie es euch ergeht in Germanien! Und danke für das Angebot, jederzeit zurück zu können! Es gibt Augenblicke, in denen ich es mir fast wünsche. Ihr seid eben echt was Besonderes!


    Paß gut auf Dich auf, Probus! Mögen die Götter Dir stets beistehen!


    Vale bene,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM XV KAL IUN DCCCLVIII A.U.C. (18.5.2008/105 n.Chr.)



    Ad
    Quintilia Valentina
    Casa Quintilia
    Mogontiacum
    Provincia Germania




    Liebstes Schwesterchen!


    Geht es Dir mittlerweile etwas besser? Drusus hat mir berichtet, wie schwer Du die Nachricht von meiner Abreise aufgenommen hast und das tut mir wirklich leid! Bitte verzeih mir, dass ich Dir derartigen Kummer bereitet habe!


    Was Bashir angeht… Ich kenne ihn ja nicht so richtig. Ich hoffe nur, dass er wirklich so vertrauenswürdig ist, wie Du ihn beschreibst. Nie würde ich es mir verzeihen, wenn Dir etwas zustoßen würde. Was Du von ihm schreibst, erscheint mir unglaublich. Und Doch schreibst Du es mir und so muß es wahr sein. Nun, umso besser, wenn ich mich in ihm geirrt habe und er Dir treu und lieb zur Seite steht.


    Du musst Dich jetzt, so ohne Flava, sehr allein fühlen. Du willst von mir wissen, ob Du nach Rom zurückkehren sollst. Nun, ich will Dir nichts aufzwingen. Folge Deinem Herzen, Valentina. Solltest Du nach Rom kommen, so hätte ich eine schöne Wohnung für Dich. Du müsstest nicht allein wohnen. Sondern könntest in der Casa Sergia unterkommen. Das große Haus wird nur von wenigen Personen bewohnt, so dass die Hausherrin sich entschlossen hat, zu vermieten und einen dementsprechenden Aushang am Markt gemacht hat. Gestern war ich in der Casa Sergia. Ich sage Dir: Wunderschön ist es da! Das Haus ist sehr geschmackvoll hergerichtet und der Garten ist einfach herrlich! Sergia Severa, die Hausherrin, war sehr freundlich. Eine gebildete Frau, liebenswürdig und großzügig. Sie hat angeboten, Dich mietfrei wohnen zu lassen, bis Du eine Arbeit gefunden hast. Ansonsten kostet es 40 Sesterzen im Monat, wenn geheizt werden muß, etwas mehr. Was hältst Du davon?


    Ansonsten habe ich Iulius Drusus gebeten, Dir 200 Sesterzen in meinem Namen zukommen zu lassen. Für den Umzug oder den Lebensunterhalt, je nachdem, wie Du Dich entscheidest. Sehr gerne wüsste ich Dich in Rom, auch wenn ich nur selten bei Dir sein könnte, da wir hier nur sehr selten Ausgang erhalten. Doch ich könnte Dir schreiben, wann ich wo eingesetzt bin und sicher würden sich Möglichkeiten finden, kurz miteinander zu sprechen. Doch ich will Dich nicht drängen. Nur, wenn Du Dich in Mogontiacum ohnehin nicht wohl fühlst, dann komm zurück nach Rom!


    Und wie es mir ergangen ist? Inzwischen bin ich voll eingesetzt. Sehr oft stehe ich Wache am Palasttor, muß entscheiden, wer herein darf, muß diejenigen auf Waffen untersuchen und dann dort hin führen, wo sie hin wollen oder müssen. Im Palast kenne ich mich mittlerweile ganz gut aus. Und ich sage Dir, es macht mich stolz, hier meinen Dienst verrichten zu dürfen. Doch etwas anderes macht mich noch stolzer: Stell Dir vor, meine Kohorte war – unter anderem – ausersehen, dem Kaiser entgegen zu ziehen und ihn in die Stadt zu geleiten! Was für eine Ehre! Ich sage Dir, das war ein großartiges Gefühl! Und natürlich auch eine große Verantwortung! Als er dann seine Rede hielt, standen wir natürlich nahe genug, um wirklich jedes Wort verstehen zu können. Sehr lang war seine Rede nicht. Aber das finde ich auch eher gut. Lange Reden werden schnell langweilig.


    Er sah sehr müde und erschöpft aus. Und man sieht ihm an, dass er sehr krank war. Doch ich glaube, er ist auf dem Weg der Genesung. Denn todkrank sah er eigentlich nicht aus. Nicht dass ich ein Arzt wäre. Aber ein todkranker Mann hätte diesen Tag sicherlich nicht so durchgestanden. Bestimmt ist er bald wieder ganz gesund und dann werden sich die Herren und Damen, die schon jetzt mit seinem Tod handeln, ganz schön umgucken!


    Ich finde ihn großartig! Und bin stolz, dass ich dazu beitragen darf, sein Leben zu schützen!


    Valentina, entscheide nicht übereilt. Denke gut darüber nach. Und verkrieche Dich nicht im Haus! Geh hinaus und lerne Menschen kennen. Wenn Du nicht allein möchtest, dann laß Dich von Drusus begleiten, er tut das sicher gerne und wird auf Dich Acht geben, wie ich es tun würde. Er ist mein bester Freund und ihm vertraue ich wie niemandem sonst – von Dir abgesehen.


    Bitte schreibe mir, wie Du Dich entscheidest. Und schreibe mir, wie es Dir geht und was Du so tust! Ich vermisse Dich sehr und sehne mich danach, Dich mal wieder in die Arme schließen zu können. Wie geht es sonst in Mogontiacum? Hast Du noch Kontakt zu den Ducciern? Ich freue mich schon jetzt auf Deinen nächsten Brief!


    Mögen die Götter Dich stets begleiten und schützen!


    In brüderlicher Liebe und mit einer herzlichen Umarmung,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM XV KAL IUN DCCCLVIII A.U.C. (18.5.2008/105 n.Chr.)


    Sim-Off:

    Bitte von der Familienwertkarte abbuchen

  • An
    Marcus Octavius Augustinus Maior
    Casa Octavia - Taracco


    Salve Procurator,


    meine besten Glückwünsche noch nachträglich zu deiner Ernennung, mögen dir die Götter weiterhin gewogen bleiben. ich danke dir für deine Segenswünsche, alles soweit in Ordnung. Wie steht es denn in Tarraco? Sind alle wohlauf und alles in Ordnung? Ich wäre im Übrigen erfreut in Zukunft häufiger von dir zu hören.


    Ah, bevor ich aber nun anfange dir von den Sorgen eines alternden und gelangweilten Senators zu berichten, erstmal die Antwort auf deine Anfrage. Natürlich geht das in Ordnung, zumindest wenn es euch nichts ausmacht, dass die Ländereien in Aquae Sulis und Antiochia liegen. Baiae heb ich mir lieber selber auf, sollte ich noch älter werden. Ich wünsche dann viel Erfolg für deine Söhne und wenn sie Hilfe beim weiteren Vorankommen brauchen, weißt du wo ich zu finden bin.


    Vale bene,


    G.O.V.


    P.S.: Um die Bezahlung brauchst du dir keine Gedanken zu machen, aber mein advocatus hat darauf bestanden, dass ich dann wenigstens lebenslanges Wohnrecht auf den Gütern festsetze. Vorraussichtlich müssen ja deine Söhne nicht solange mit dem Umstand leben wie ich, also sollte das kein Problem sein, oder?


    Sim-Off:

    Hiermit eine Familienwertkarte erworben


  • Ad
    Tiberius Germanicus Probus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Provincia Germania



    Salve Probus!


    Vor allen Dingen herzlichen Glückwunsch zur Beförderung zum Legionär! Bestimmt habt ihr das ordentlich gefeiert und es ist wirklich schade, dass ich nicht dabei sein konnte. Aber vielleicht sehen wir uns ja eines Tages wieder und dann holen wir sämtliche Beförderungsfeiern nach, die wir gegenseitig versäumt haben!


    Was die kämpferischen Fähigkeiten angeht, so kann man eigentlich nicht sagen, ob nun die Praetorianer oder die Legionäre die „besseren“ sind. Die Schwerpunkte liegen schlicht anders. Doch das Training ist schon sehr hart. Wir werden jedes mal an unsere Grenzen geführt, ständig wird gesiebt, versagen ist völlig unmöglich, denn im Ernstfall versagen kann den Tod des Kaisers bedeuten. Von daher finde ich den Druck schon stärker. Und auch der Ehrgeiz, immer besser zu werden, ist wesentlich höher, als früher.


    Doch nicht nur kämpferische Fähigkeiten sind gefragt. Um Dienst im Palast, und besonders am Tor, zu leisten, muß man ein halber Diplomat sein. Mit den höchsten Personen des Staates umzugehen, ist wahrhaftig nicht leicht. Ja, und dann ermitteln wir natürlich ab und an verdeckt. Ja, auch ich hatte schon die Ehre, solch einen Auftrag zu erledigen. Doch natürlich darf ich darüber nichts näheres sagen. Das höchste unserer Ziele ist jedenfalls immer die Sicherheit des Kaisers. Und, falls Du Primus mal triffst, darfst Du ihm das gerne ausrichten: Die Praetorianer stehen geschlossen und treu hinter dem Kaiser! Daran gibt es nicht den geringsten Zweifel! Ich bin wirklich stolz, dazugehören zu dürfen, auch wenn ich euch sehr vermisse.


    Achja, Du meintest, dass der Dienst sich nicht sehr spannend anhört. Ich finde, das kommt darauf an, was man spannend nennt. Wache stehen am oder im Palast ist natürlich nicht das gleiche wie Wache stehen an der Porta Praetoria der Legio II. Hier ist immer was los, schließlich ist das hier Rom! Nein, es ist nicht langweilig, auch wenn ich natürlich zugeben muß, dass die Ermittlungen wesentlich spannender sind als der normale Wachdienst oder die Patrouillen. Ich hoffe ja, dass ich mich als würdig erwiesen habe und noch häufiger mit derlei Aufgaben betraut werde.


    Daß sich so viel verändert hat, seit ich fort bin, ist ja kaum zu glauben. Noch nicht trocken hinter den Ohren und schon Stubenältester? Ne, das war nicht ernst gemeint, nur ein Scherz! Verzeih bitte!


    Irgendwie ist es schade, dass Lupus zu den Equetes ist. Natürlich verstehe ich seine Entscheidung und nach Deinen Worten ist er da wohl auch goldrichtig aufgehoben. Doch ich fand, er ist auch ein guter Legionär. Ich hätte mich jedenfalls stets gut gefühlt mit ihm an der Seite. Bitte grüße ihn von mir, wenn Du ihn triffst, ja?


    Ich musste wirklich lachen, als ich davon las, dass der Centurio Dir Ausgang nur mit der Bedingung gibt, dass Du nüchtern zurückkommen sollst. Man, ich habe, glaube ich, kein einziges mal Ausgang ohne diese Einschränkung gehabt. Und frag mal den Nachwuchsschreihals danach, was passiert ist, als wir uns mal nicht dran gehalten haben… Na, frag ihn lieber nicht, er ist ja jetzt Dein Vorgesetzter. Es hat mächtig Ärger gegeben, das kannst Du mir glauben. Aber eigentlich nur, weil einer der älteren Kameraden lästern musste und eine Prügelei angefangen hatte. Ich muss wieder lachen, obwohl es damals gar nicht zum lachen war.


    Ein Aurelier als tribun laticlavius und dann ganz in Ordnung? Wie kann denn so was sein? Ein Patrizier? Also, von den Aureliern habe ich hier bisher nur Aurelius Corvinus gesehen, der war damals auch tribun laticlavius bei der Legio II, als ich als Probatus dort anfing. Aber mit dem hatte ich eigentlich nichts zu tun und ich finde ihn recht unnahbar. Also für einfache Leute wie uns. Er ist noch Quästor, aber in den nächsten Tagen werden wohl die neuen Amtsinhaber eingesetzt. - Jedenfalls werde ich mir den Namen Aurelius Ursus mal merken und schauen, wie der so ist. Irgendwann will der bestimmt mal in den Palast.


    Mannoman, die Geschichte mit dem Kameraden, diesem Calenus, und dem Tribun ist ja der Hammer. Da hat er aber Glück gehabt, dass er nicht an ein Ekel geraten ist, das hätte ganz schön ins Auge gehen können! Und Dich hätte er auch noch mit reingezogen! Einen Rat soll ich Dir zu dieser Sache geben? Das ist nicht leicht. Ich hätte vermutlich versucht, ihm zu befehlen, seinen Mund zu halten. In Zukunft wirst Du ja höherrangig als ein Probatus sein und einem ausgebildeten Legionär wird so was garantiert nicht mehr passieren. Einem Probatus darfst Du durchaus etwas sagen!


    Der Limes wird ausgebaut? Echt? Das wird bestimmt eine elende Knochenarbeit. Ich weiß noch, wie wir bei Borbetomagus das Lager geschanzt haben, während es regnete und schneite bei echt ekelhaft eisigen Temperaturen. Ich drücke euch die Daumen, dass ihr schnell abgelöst werdet und Glück mit dem Wetter habt. Klar ist es angenehm, mal rauszukommen aus dem Castellum. Aber da kann ich mir echt schöneres vorstellen, als den Ausbau des Limes. Na, ihr werdet schon das beste draus machen, wie ich euch kenne. Ich bin schon sehr gespannt darauf, was D davon berichten wirst.


    Achja, ich habe natürlich nichts dagegen, wenn Du den Jungs mal was vorliest von dem, was ich Dir schreibe. Es ist ein gutes Gefühl zu wissen, dass ihr mich nicht ganz vergessen habt. Denn nach wie vor bleibt hier die Kameradschaft ein wenig auf der Strecke. Was ich sehr schade finde. Und ich gebe auch nicht auf und arbeite weiter daran, diese knochentrockenen Burschen ein wenig aufzulockern. Erste Erfolge konnte ich schon verbuchen, da ich ja nicht ganz schlecht koche. Ja, auch Kameradschaft geht offenbar durch den Magen!


    So, und nun muss ich leider fertig werden, die Kameraden schimpfen schon, dass ich das Licht löschen soll, weil sie schlafen wollen. Laß bald von Dir hören!


    Mögen die Götter Dich stets beschützen!


    Vale bene,


    Valerian


    Mogontiacum, ANTE DIEM III ID IUN DCCCLVIII A.U.C. (11.6.2008/105 n.Chr.)



    Sim-Off:

    Bitte von der Familienwertkarte abbuchen

  • An
    Quintus Redivivus Sabinus
    Legio II Germanica
    Mogontiacum
    Germania


    Verehrter Cousin Sabinus,


    Ich schreibe dir als ein völlig Unbekannter, aber ich hoffe, Kontakt mit einigen anderen Familienmitgliedern aufnehmen zu können, da die Gens Rediviva leider fast über das ganze Imperium verstreut ist.
    Vor zwei Jahren starben meine Eltern völlig unerwartet und jetzt habe ich mich endlich zu einem Neuanfang durchgerungen, um die Erinnerungen hinter mir zu lassen.


    Nach zwei Jahren mit wenig Kontakt zu Freunden, den ich jetzt nach meinem Umzug von Germania nach Roma gar nicht mehr erhalten kann, kam mir die Idee, die Familie einmal besser kennenzulernen. In Tarraco, meiner Geburtsstadt, hatte ich in meiner Kindheit Kontakt zu weiter entfernten Verwandten, aber auch die habe ich inzwischen hinter mir gelassen und will nun einmal erfahren, wie es um meine näheren Verwandten, sprich dich und deinen Bruder, steht.
    Wie ich erfahren habe, habt ihr beide einen Platz in den römischen Legionen gefunden, ähnlich wie ich, der ich seit kurzem Probatus bei den Cohrtes Urbanae von Roma bin.

    Fürs erste würde ich mich einfach über eine Antwort sehr freuen, vielleicht ergibt sich irgendwann auch einmal die Möglichkeit für ein persönliches Treffen, falls dies auch in deinem Sinne steht.


    Mit den besten Grüßen,
    Galeo Redivivus Tychicus


    Sim-Off:

    Gebür wird überwiesen


  • Ad
    Titus Aurelius Ursus
    legio II Germanica in Mogontiacum
    Germania



    Titus,


    ich hoffe, wenigstens du befindest dich wohl.
    Die Götter haben unserem Haus in den vergangenen zwei Monaten Prüfungen auferlegt, von denen ich dir berichten will. Doch zuerst versprich mir, dass du dich setzen wirst.


    Die Nachricht von Camillas Tod erreichte mich bereits vor einigen Wochen. Der Husten, der sie plagte, muss aggressiverer Natur gewesen sein, als die Ärzte argwöhnten. Sie starb allein, mit niemandem an ihrer Seite. Ihre Leibsklavin fand sie des Morgens in ihrem Bett. Ich schäme mich, Titus, dich nicht sogleich hiervon in Kenntnis gesetzt zu haben, doch die Vorbereitungen ihrer Trauerfeier und die Pflichten als Magistrat dezimierten meine Zeit praktisch ins Negative. Zudem haben wir Handwerker im Hause, welche die Anbaumaßnahmen vornehmen, von denen ich dir erzählt hatte. Doch mit diesem Verlust war es nicht genug.


    Matho ist tot. Es geschah, nachdem die Truppe wohlbehalten Rom erreicht und bereits seit einigen Tagen zurück war. Ich kann immer noch nicht glauben, dass ich uns eine Mörderin ins Haus geholt habe - Fhionn zeichnet verantwortlich für Mathos Tod. Sie hat es bereits zugegeben und wird am morgigen Tag für dieses Verbrechen ans Kreuz geschlagen werden.


    Sei versichert, dass es deiner Schwester und deiner Cousine blendend geht, trotz der Umstände sind sie wohlauf. Tiberius macht sich als mein scriba recht gut, und Gaius konnte bei Senator Purgitius Macer unterkommen. Manius wurde vor kurzem zum sacerdos berufen und ich selbst sehe dem Ende meiner Amtszeit entgegen. Ich hoffe, dass du bald zurückkehren wirst. Es gibt viel zu erzählen, und mit deiner Rückkehr reißt hoffentlich auch die Unglückssträhne ab, die uns derzeit fest im Griff hat.


    Verzeih meine geringe Mitteilungsbereichtschaft, doch ich muss noch einiges organisieren. Ich gehe derzeit einem Fall nach, der - so sich die Vermutungen als gegeben erweisen - ein Skandal für Rom sein dürfte. Mehr kann ich darüber nicht schreiben, solange dies nicht bewiesen ist.


    Mögen die Götter über dich wachen und dir eine schnelle und sichere Heimreise ermöglichen.


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    ROMA, ANTE DIEM XV KAL IUL DCCCLVIII A.U.C. (17.6.2008/105 n.Chr.)



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    Wertkarte :)

  • Caius Furius Helios
    Praefectus Portuensis - Regio Hispania Tarraconensis


    Salve Furius,


    Ich habe mit Freude deinen Brief gelesen und bin froh, daß du dich nach langer Krankheit wieder auf dem Weg der Besserung befindest. Dein Ansinnen nach Luftveränderung ägyptischer Art kann ich verstehen und werde versuchen, dein Begehren zu einem erfolgreichen Ende zu verhelfen. Doch du tust gut daran, nicht voreilig deine Koffer zu packen, der neue Kaiser, Valerian, ist noch geschwächt von seiner Krankheit und lässt Audienzen nur selten zu. Auch ein Consilium principis wurde bis dato noch nicht einberufen, in welchem Forum ich deinen Wunsch noch am besten einbringen könnte. Generell weht politisch gesehen ein anderer Wind in Rom und wir sind alle gespannt, in welche Richtung dieser Wind zeigen wird.


    Meiner Tochter geht es prächtig, sie entwickelt sich bestens, der Verlust ihrer Mutter dürfte sie, da sie ja nur wenige Monate alt war, als meine Frau starb, nur wenig mitgenommen haben. Allein der Umstand, daß die Götter mir nur eine Tochter anstatt des erhofften Sohnes geschenkt haben, betrübt mich ein wenig, es ist wohl an der Zeit für mich, mich erneut nach einer geeigneten Frau umzusehen. Da du in deinem Brief auch wegen deiner Familie angefragt hast, habe ich mir die Freiheit genommen, ein wenig nachzuhaken. Leider waren meine Boten nicht vollkommen erfolgreich. So kann ich dir zwar berichten, daß deine Schwester wohlauf ist, doch über deinen Sohn liegen mir keine Nachrichten vor. Selbstverständlich habe ich meine Untergebenen angewiesen, weiterhin Augen und Ohren offen zu halten.


    So schließe ich diesen Brief und wünsche dir eine kurze Zeit der Genesung. Mögen die Götter mit dir sein.


    Vale bene
    M. Vinicius Hungaricus


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    Gebühr überwiesen.


  • Ad
    Decima Seiana
    habitatio Aeliana in Alexandria
    AEGYPTUS



    M. Aurelius Corvinus Decimae Seianae s s.d.


    Überrascht erhielt ich Kenntnis darüber, dass du dich gegenwärtig in Alexandrien aufhältst. Für den Wunsch einer guten Reise ist es zu spät, so bleibt es mir nur, zu hoffen, dass du den alexandrinischen Hafen gut erreicht hast.


    Mein vilicus brachte mir gestern die Abschrift eines Aushangs von den Trajansmärkten. Ich dachte mir, dass dich jenes Schriftstück interessieren könnte. Die Abschrift liegt anbei. Sonst gibt es nicht viel zu berichten. Wie ich hörte, befindest du dich in Gesellschaft eines Aeliers, daher sende ich den Brief an seine Adresse. Er mag dir diesen Brief aushändigen. Gib gut auf dich acht und halte stets Augen und Ohren offen, du weißt, die Acta veröffentlicht auch Reiseberichte.


    Mögen die Unsterblichen dich behüten.


    [Blockierte Grafik: http://img408.imageshack.us/img408/7103/siegelmacsvbx5.gif]



    ROMA, KAL IUL DCCCLVIII A.U.C. (20.6.2008/105 n.Chr.)



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    Wertkarte :)

  • Nachdem er erst einen Brief am Palatin abgegeben hatte, hatte der Laufbursche aus dem Haushalt des Senators Macer noch einen weiteren für den Cursus Publicus abzuliefern. "Das geht auf die Wertkarte des Senators Purgitius Macer", erklärte er die Bezahlungsweise und überreichte den Brief.


    Ad Q. Terentius Alienus
    Legio II Germanica, Mogontiacum


    Sp. Purgitius Macer s.d.


    Sei gegrüßt mein Klient im fernen Germanien. Wie ist es dir in der letzten Zeit ergangen, seit ich das letzte Mal von dir hörte? Spürt man in Germania Veränderungen dadurch, dass wir einen neuen Kaiser haben? Habt ihr schon erfahren, dass sein Vater vergöttlicht wurde und in Rom nun als Divus Iulianus verehrt wird?


    Aber ich möchte nicht nur Fragen stellen und Neuigkeiten überbringen, sondern mich auch um deine Bedürfnisse als mein Klient kümmern. Hast du nach dem Ablegen des Examen Quartum größere Ziele, bei deren Erreichung ich dir behilflich sein kann? Oder bist du mit deiner derzeitigen Stellung weiterhin zufreiden und planst, langfristig in Germania zu bleiben?


    Was auch immer deine Pläne sind, mögen die Götter dir hilfreich zur Seite stehen.


    Sp. Purgitius Macer

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