Porta - Der Eingang des Landgutes

  • Der Mann stieg vom Pferd. Anders als in Rom war es hier möglich die Wohnhäuser auf dem Rücken der Reittiere zu erreichen. Sein Pferd band er an den nächst gelegenen Pfahl und schritt zügig zum Tor dieser Landvilla.


    Er klopfte zweimal an und nannte schließlich dem Türdiener sein Begehr:


    "Ave, Senator Germanicus Avarus sendet seine Grüße an den Duumviren der Stadt Ostia Octavius Macer. Er bittet ihn heute zur Baustelle am neu entstehenden Merkurtempel zu kommen. Der Senator weilt heute hier und hat Gesprächsbedarf."


    Geduldig hoffte der Bote auf eine positiv beschiedene Antwort.










    SKLAVE - GENS GERMANICA

  • Es war nun schon einige Jahre hergewesen, seit er das letzte Mal die villa rustica besucht hatte, aber von außen hatte sich nicht viel getan und zum Glück war der Weg auch nicht sonderlich schwer zu finden gewesen, weshalb Victor schon bald vor dem Eingang stand und selbst anklopfte, während sein Sklave die Zügel ihrer Pferde hielt.

  • Kurz runzelte Victor die Stirn, bei der Frage ob er den Servus schon mal gesehen hatte... mochte sein, oder auch nicht.


    "Reinkommen. etwas zu trinken und mit dem jungen dominus sprechen. Am besten auch in dieser Reihenfolge, servus. Und dann sorgt dafür, dass die Pferde untergestellt werden.""

  • Sehr gerne..tretet nur ein. Ich sage dem Dominus bescheid....um die Pferde kümmere ich mich auch!


    Der Sklave ging weg und erledigte die Befehle.


    Macer war gerade in seinem Cubiculum, um einen Brief zu schreiben als er von Victor´s Ankunft erfuhr. Er war überglücklich und stürmte sofort zum Tor...



    Victor, Onkel!...Wie schön dich zu sehen...so lang ist es her seit ich das letzte Mal gesehen habe.

  • Kurz noch nickte Victor dem eifrigen Sklaven zu, dann trat er durch das Tor in den Hof der villa rustica. Aber noch bevor er dazu kommen konnte den Reistaub auf seiner Kleidung loszuwerden und den in seiner Kehle herunterzuspülen, stürzte auch schon Macer auf ihn zu.


    "Nicht so stürmisch, ich lauf ja nicht gleich wieder weg. Also: Salve Macer, dich zu sehen ist mir auch eine Freude. Auch wenn es mir bei diener Begrüßung schient, dass es doch ein wenig zu lange her ist, dass ich mich habe blicken lassen."

  • Es schien seinem Onkel leid zu tun, dass er sich so selten hat blicken lassen, doch andersherum war dies ja ebenfalls der Fall.


    Das macht nichts, du hattest vermutlich genau so viel zu tun, wie ich es die letzte Zeit hatte!


    Ich würde vorschlagen wir gehen in das Triclinum, dann können wir über alles reden. Er holte einen Sklaven, der das Gepäck abholte.


    Macer schritt voran, da Victor vermutlich den Weg nicht mehr ganz so gut kannte.

  • "Ja, so könnte man es auch ausdrücken..."


    Einen Monat lang hatte er jetzt während der brütendsten Hitze in Rom seine Arbeit in die Gebiete von Samnium und Frentani verlegt, um sich dort nach dem rechten für sein größtes neues Straßenbauprojekt umzusehen. Jetzt allerdigs war er froh erstmal wieder zur Ruhe kommen zu können, also nickte er nur und folgte Macer zum Triclinium.

  • Sagitta war bereits seit etwa zehn Jahren nicht mehr in Ostia oder Rom gewesen. Entsprechend dauerte es etwas bis er den Weg zur Villa Octavia fand. Wobei es hätte schlimmer kommen können. Den Weg vom Hafen zum Forum fand er schnell. Dort irrte er dann kurz umher bis er dann einfach einen lateinischen Weinhändler nach dem Weg fragte. Dieser kannte die Position des besten und größten Weingutes der Region natürlich sofort. Anschließend fand er den Weg sogar fast direkt. An ein paar Abzweigungen hegte er dann noch leichte Zweifel, aber mit Hilfe seiner Erinnerungen aus der Jugend wurde er sich zunehmend sichrer.


    Schließlich sah er die Villa. Nicht viel hatte sich an ihr verändert, was letztlich wohl hieß das es der Familie in Ostia und Rom nicht schlecht gehen konnte, denn der für den Unterhalt und die stetige Restauration der Villa war offenbar gesorgt.


    Die Zeit näherte sich dem Abend zu. Entsprechend war die Porta der Villa also bereits verschlossen. Sagitta blieb also keine andere Wahl als laut an ihr zu klopfen.


    Er hoffte das man ihn sofort erkannte und er sich nicht erst mit einer Reihe von Dienern und Verwaltern auseinander setzen müsste bis er schließlich einen Octavier zu sehen bekam.


    So schlug Sagitta laut mit der Faust gegen die Porta und wartete der Dinge.

  • Na nur? wer mag das nur sein.


    Dachte sich Flora als sie das Klopfen hörte.


    Neugierig wie sie war ging sie zur Porta und öffnete diese.


    Salve, was ist euer Begehr fragte sie freundlich und sah den Fremden aufmerksam an.


    Sie war wie immer aufwändig frisiert und standesgemäß gekleidet.


    Was man von dem fremden nicht sagen könnte, wer war zwar vornehm gekleidet
    Sah aber müde und staubig aus.

  • Die Sonne stand hoch hinter der der Villa, sodass sie über diese hinweg auf Sagitta schien als eine junge Frau die Tür öffnete. Die goldgelbe hellenisch-ägyptische Kleidung Sagittas spiegelte ein mattes, gelbliches Licht auf sie. Die junge Frau war groß und schlank mit braunem Haar sowie braunen Augen.


    Sagitta fühlte sich etwas an ein junges, weibliches Reh erinnert und das war schmeichelhafter gedacht als man es vermuten möge. Anhand der Aufmachung und des Aussehens der jungen Frau vermutet Sagitta das sie zum sensorischen Anton-Zweig der Familie gehörte, aber das war freilich eine Vermutung. Weniger eine Vermutung war, dass er hier sowohl eine Lateinerin als auch eine Octavia vor sich hatte.


    Er musste jedoch gestehen ihren Namen nicht zu kennen. Woher auch? Wenn er die junge Frau schon einmal gesehen haben sollte, dann als kleines Mädchen.


    “Salve! Mein Name ist Lucius Octavius Sagitta! Ich bin angereist aus dem fernen Alexandria in der Provinz Ägypten, wo ich die letzte Dekade meines Lebens verbrachte. In der Hoffnung das Ihr eine Octavia und Dame des Hauses seid, möchte ich euch um Einlass in das Haus meiner Geburt bitten, denn ich bin zurückgekehrt in meine Heimat nach langer und anstrengender Reise.”


    Dabei verneigte sich Sagitta leicht um seinen Respekt, nicht aber Unterwürfigkeit auszudrücken. Die Geste war orientaler als er wollte, aber das fiel ihm erst auf als es zu spät war.

  • Manieren hatte der Fremde ja und schlecht sah er ja auch nicht aus, wenn die Kleidung nur nicht so blendend wäre dachte sie und lächelte leicht.


    Huch er verbeugt sich? Nun gut er war lange im Osten da ist das ja Brauch dachte sie etwas verdutzt, ließ sich jedoch nichts anmerken.


    Lächelnd sagte sie zu dem jungen Mann.


    Salve, ich bin in der Tat eine Octavia und Enkeltochter des großen Consulars Cicero Octavius Anton
    Meim Name ist Octavia Flora und ich heiße euch nach eurer langen Reise hier im Hause willkommen


    Bitte tretet ein
    Sie machte eine elegante einladende Bewegung.


    Die Sklaven werden sogleich alles für euch herrichten lassen, ihr müsst hungrig sein


    Sie lächelte immernoch


    Wenn ihr einen Wunsch habt so lasst es mich wissen,

  • “Da wir, soweit mich meine Erinnerung nicht täuscht, noch nicht das Vergnügen hatten, so ist es mir eine Ehre euch kenne zu lernen Flora. Besonders wenn man bedenkt was für eine reizende römische Dame mit so ehrenvollem Ahnen wie Anton ihr seid.”


    Kurz überlegte Sagitta ob er nicht etwas zu sehr aufgetragen hatte, aber bisher hatte er es selten erlebt das Frauen dies nicht mochten, besonders wenn es stimmte was er sagte. Ihr Lächeln war schon irgendwie entzückend. Das mit der Verbeugung schien ihr aber wohl doch aufgefallen zu sein.


    “Vielen Dank für den Einlass! Woraufhin er sogleich die Villa betrat und sich, wenn auch nur ein wenig um die Dame nicht zu vernachlässigen, etwas umschaute.” Er erkannte das Haus wieder, doch trotzdem hatte sich viel verändert. Aber das war ja zu erwarten. Nach einem kurzen Griff auf den Bauch entgegnete er: “Nun, etwas Essen dürfte tatsächlich nicht schaden, doch wenn es euch keine Umstände macht, so würde ich zuerst ein Bad nehmen um weder euch mit meinem Geruch noch die Villa mit meinem Staub zu behelligen.”


    Schon wollten ihn seine Füße zu seinem alten Zimmer geleiten, doch dann bemerkte er, dass er vielleicht nicht davon ausgehen konnte, dass das Zimmer in all den Jahren nicht angerührt wurde.


    “Sagt Flora, wisst ihr ob noch das Zimmer des Sagitta, also meiner bescheidenen Person, noch besteht oder würdet ihr mir ein neues zuweisen?”


    Sim-Off:

    Wenn es das Alte noch gibt, dann erstelle ich einen Thread, wenn nicht, dann würde ich es dir überlassen. Wie es ist kannst du frei entscheiden.

  • Nein begegnet sind wir uns noch nicht ich lebte und lernte lange in Griechenland


    Eine leichte Röte überzog ihre Wangen


    Niemals hätte sie sich als reizen beschrieben doch gefiel ihr natürlich wie jeder Frau das Kompliment


    Ihre Augen leuchteten


    Ihr schmeichelt mir und Ich danke euch für eure Worte
    Ihr seid ein Mann von Charme und Witz


    Sie neigte leicht den Kopf um ihre Ehrerbietung und Dank auszudrücken.


    Sie ging voraus, der junge Mann folgte ihr und sah sich etwas um.


    Nun das dachte ich mir, ich habe dies schon vorbereiten lassen, doch eins tut ihr gewiss nicht mich mit eurem Geruch belästigen


    Ihr habt eine weite und lange Reise hinter euch, da ist dies doch natürlich, doch ich würde mich auch erfrischen wollen


    Sie lächelte
    Und nichts hilft besser als ein heißes Bad, bitte bedient euch an den verschiedenen Bade düften


    Sie winkte einen Sklaven zu sich
    Dies ist mein Leibsklave Hephitios, er wird euch ins Balneum führen und euch eure Gemächer zeigen, die hergerichtet wurden für euch.


    Sie schaute traurig


    Es tut mir leid, aber ich habe während meines Aufenthalts euer Zimmer nicht gesehen darum ließ ich euch ein neues herrichten, natürlich könnt ihr es nach Belieben ändern



    Dann lächelte sie wieder
    Ich sehe euch dann im Triclinum, lasst euch Zeit und kommt erst einmal zur Ruhe



    Sim-Off:

    Hab leider nix gefunden und ein neuen aufgemacht

  • Sagitta lächelte schweigend aber deutlich sichtbar ob der freundlichen Entgegnungen der jungen Octavia. Offenbar lag er also genau richtig mit seinem Vermutungen bezüglich Komplimenten. Dann folgte er ihr durch die Villa. In Griechenland hatte sie also gelernt. Das war interessant. In einem späteren Gespräch sollte Sagitta auf jeden Fall einmal herausfinden wie verwandt die Beiden waren.


    “Noch einmal bin ich euch zu Dank verpflichtet und grämt euch nicht wegen dem Zimmer! Ich werde es mir nach meinem Geschmack einrichten. Ich freue mich bereits darauf euch später zu sehen.” Sprach er als sie ihn zu Bad und Sklave geführt hatte. Als Flora dann ging betrat er das Bad, ließ den Sklaven alles herrichten und begann schließlich mit der lang ersehnten Reinigung seines Körpers. Gleich im Bad ließ er sich vom Sklaven noch etwas zu trinken bringen. Nach etwa einer halben Stunde war der Körperhygiene genug getan und Sagitta ließ sich trocknen.


    Dann suchte er den Weg in sein Gemach und fand ihn nach kurzer Zeit dann auch.


    Sim-Off:

    Danke.

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