In den Gängen der Casa

  • Marga hatte derweil ihr möglichstes getan und eine Art Druckverband angelegt. "Ich brauche mehr Licht. Hier kann ich nicht mehr für ihn tun," hatte sie zu Venusia gesagt und just da kam auch schon die Tür. "Legt ihn vorsichtig," dieses Wort betonte sie sehr ernst, denn es sollte vorsichtig geschehen. "Darauf und bringt ihn in sein Zimmer. Dann lauft und besorgt mir so viel Licht, wie Ihr finden könnt. Und seht nach, wo das Wasser bleibt und die Tücher!" Auch wenn sie diese hier gar nicht brauchen konnte.

  • Loki und Sextus hatten die Tür neben dem darniederliegenden Aulus abgelegt und wollten sich gerade daran machen Aulus darauf zu hieven, als sich Widerstand in Loki regte...


    "Verstehe ich das jetzt richtig? Dieser Kerl schlägt Dagmar, und dann Sarolf auch noch zu Kleinholz, und dann sollen wir ihn wieder zusammenflicken? Lassen wir ihn doch nach Hel reisen, dort wo er hingehört..."


    Er knirschte laut hörbar mit den Zähnen, das ganze ging ihm tierisch gegen den Strich.

  • Ruckartig ging ihr Kopf zu Loki. Diese Worte meinte er doch hoffentlich nicht ernst? Das konnte sie nicht glauben.
    Er hat mich geschubst und wer weiß ob er auch wirklich beid er Prüglei mit Valentin angefangen hatte. Valentin kann auch ziemlich wütend werden, wenn er es einmal ist.
    Nun gut...wenn die beiden es nicht tun wollten, dann würde Venusia ihr Glück versuchen und es schon irgendwie schaffen aulus auf die Tür zu bekommen. Dann musste sie nur noch zwei oder drei Stallburschen finden und die würden ihn dann schon nach oben tragen. So begannsie auch gleich mit dem Versuch Aulus auf die Tür zu bekommen.
    Er gehört noch zur Familie, genau wie du es auch tust und man hilft einander hier egal was passiert ist. Aber ich will dich zu nichts zwingen. Ich werde schon anderweitig Hilfe finden.
    Wie konnte man nur so etwas sagen. Sie konnte Loki nicht verstehen.

  • Sextus grummelte Unverständliches vor sich hin. Er wollte Loki recht geben, aber Venusias entschiedenen Worte waren auch wiederum wahr. Er hatte selbst gesehen, wozu sein Vater fähig war, wenn er wütend genug war und einen seiner Liebsten beschützen wollte. Und auch mit der Familie hatte sie recht. Hörbar knirschte Sextus mit den Zähnen und grummelte dann: "Loki und ich werden ihn hochbringen!" Dabei warf er seinem Freund einen drohenden Blick zu, das auch ja zu tun! "Aber wenn er wieder gesund ist, werde ich ihn umbringen!", fügte er dann noch an und schaute wieder zu Venusia. "Niemand tut meinem Vater etwas!"

  • Nun erntete Sextus böse Blicke. Doch sie schwieg. das mit dem danach umbringen würde noche in anderes Thema sein. Im Moment hingegen war sie froh, dass die beiden ihm helfen würden und sie nicht noch durch die Gegend laufen musste und Hilfe suchen.

  • "Oh ja, lass ihn uns wieder zusammenflicken und dann gleich wieder auseinanderkloppen, großartige Idee. Sowas nenne ich Prozessoptimierung, Junge.. was immer das auch ist.", grinste Loki bei Sextus Worten, packte Aulus bei den Füßen, hievte ihn zusammen mit Sextus auf die Tür und schleppte ihn schließlich unter laut hörbarem Gefluche durch die Casa...

  • Sextus stieß nur die Luft zwischen den Zähnen aus und packte dann gemeinsam mit Loki an. Die Tür allein hatte ja schon ihr Gewicht gehabt, aber mit Aulus artete das ganze ja fast in Schwerstarbeit aus! Das Gefluche überlies Sextus deshalb lieber Loki und beschränkte sich auf wütendes Murmeln, bis sie bei Aulus Zimmer angekommen waren.

  • Neugier war eine von Valentinas Schwächen. Und deswegen hatte sie sich heute nach dem Frühstück daran gemacht ihr neues Zuhause zu erkunden. Natürlich hatte Loki es ihr angeboten, aber zum einen wollte sie ihm nicht auf die Nerven gehen und zum anderen wollte sie sich ja nur ein bisschen umsehen. Keine verschlossene Zimmertüre öffnen und nur in die offenen Zimmer hineinspitzeln. Nach der langen Reise und der erholsamen Nacht, war die junge Frau voller Tatendrang.
    Ihr blondes Haar trug sie offen und nicht so kunstvoll nach oben gesteckt, wie sie das in Rom immer tun musste. Über ihr Gewand hatte sie auch jetzt wieder einen dicken Mantel aus Fell gelegt. Wie lange es wohl dauern würde, bis sie sich an diese kalten Temperaturen gewöhnen würde? Bewundernd und alles bestaunend, was sie zu sehen bekam, schlenderte Valentina nun so durch die Gänge.

  • Aulus kam gerade aus dem Stall; er war mit Fjalar unterwegs gewesen um diesem mal wieder ein wenig Auslauf zu gönnen - auch wenn es noch früh am morgen war. So war er dann auch auf dem Weg in sein Zimmer, als ihm eine unbekannte Person ins Auge fiel, die durch die Casa stromerte. Es war zweifellos eine Römerin, keine Germanin würde schon zu dieser Jahreszeit so dick verpackt herumlaufen. Es schien fast so, als wäre es schon Winter.... Sie schien auch sehr neugierig zu sein, was ihn zusehends misstrauischer machte, ehe er schließlich beschloss einzugreifen. Entschuldige, suchst du etwas Bestimmtes??

  • Erschrocken drehte sich Valentina um. Sie hatte den Mann tatsächlich nicht kommen hören. Versuchte ihn jetzt aber mit einem alles gewinnenden Lächeln milde zu stimmen. "Heilsa! Hast du mich erschreckt." Sie sah ihn freundlich an. "Ich suche eigentlich nichts. Gestern bin ich erst hier angekommen und wollte mich einfach ein bisschen umsehen. So lange auf meinem Zimmer zu sitzen, wurde mir zu langweilig." Dann reichte sie ihm ihre Hand. "Ich bin übrigends Valentina."

  • Um ein Haar hätte es ihn ja umgehauen. Zum einen war es mehr als überraschend, dass eine Römerin ihn mit "Heilsa" grüßte und zum anderen schien es, als wollte sie ihn mit ihrem Wortschwall regelrecht überrollen. Etwas zögerlich nahm er ihre Hand. Ich bin Aulus Duccius Maximus; gehöre hier sozusagen zum Inventar.


    Er versuchte nicht ganz so zögerlich und überrascht zu wirken, doch das gelang alles andere als gut. Verzeih bitte, ich wusste nicht, dass wir schon wieder Besuch bekommen, und dann auch noch solch Hübschen. Es kommt nicht alle Tage vor, dass schöne Damen hier durch die Casa streifen und ich dann auch noch auf sie treffe. Er kam sich warum auch immer total blöd vor. Soll ich dir das Anwesen vielleicht ein wenig zeigen?? Wäre wahrscheinlich um ein Vielfaches leichter und interessanter für dich.

  • Geschmeichelt senkte Valentina den Kopf und kicherte leise. Es kam nicht oft vor, dass man ihr solche Komplimente machte. Dann ließ sie seine Hand wieder los und meinte verschmitzt. "Du gehörst zum Inventar? Das ist ja interresant... Ich hatte zwar geahnt, dass es in dieser Gegend etwas anders ist als in Rom, aber ein lebendes Inventar ist mir auch noch nicht begegnet." Sie sah ihn an und der freche Glanz lag noch immer in ihrem Blick.


    "War das mit dem Heilsa so in Ordnung? Man begrüßt sich hier doch so, oder?" Jetzt wechselte ihr Blick zu fragend. Aber ihre Ansammlung an Worten war noch nicht aufgebraucht und davon warf sie Aulus noch einige entgegen. "Freut mich dich kennen zu lernen Aulus. Ich bin wie gesagt erst seit gestern hier. Meine Cousine Narcissa wohnt hier. Ich bin hierhergekommen um sie zu besuchen." Dann verschänkte sie die Arme hinter dem Rücken. "Du möchtest mich führen? Gerne! Nach dir." Wieder war der Schalk in ihrem Blick zu erkennen aber sie wartete geduldig bis er vorging.

  • Allmählich kam ihm der Gedanke, dass er wohl Fjalar doch noch eine Runde länger Ausgang erteilt hätte. Der Wortschwall war einfach unbeschreiblich. Und dennoch war da etwas an ihrem Blick....


    Naja wie du bereits bemerkt haben dürftes, ist hier doch alles etwas anders als in eurem Rom, was das auch immer sein mag. Auh er schmunzelte um nicht ganz so teilnahmslos zu wirken. Und ja Heilsa ist richtig, auch wenn das für Römer doch schon sehr umgewöhnlich ist, wo wir Germanen doch die schlimmsten Barbaren überhaupt sind. Es sollte nicht böse klingen, zumal sie ja sicher nichts dafür konnte. Doch er hatte ja auch einen gewissen Stolz - einen germanischen.


    So zu Narcissa gehörst du also. Nun, wenn du willst kann ich dich auch direkt dorthin bringen. Ich weiß zwar nicht, ob sie gerade hier ist, aber einen Versuch wäre es wert. Er verkniff sich lieber weitere Kommentare, die ihn letztendlich wieder in die Bredouille gebracht hätten und sah sie an, so man denn diesem neckischen Grinsen lange widerstehen konnte.

  • Etwas distanziert sah Valentina ihren Gesprächspartner an. Warum beleidigte er sie gleich? Behauptete, er wäre ein Barbar und stellte es so hin als habe sie das gesagt. Nur weil sie Römerin war... Resigniert, schüttelte sie ihren Kopf. Sollte er doch denken was er wollte. Es ihm auszureden war ohnehin sicherlich mehr als erfolglos. Dabei wollte sie ihm doch entgegen kommen, indem sie ihn mit der germanischen Begrüßung angesprochen hatte.
    Doch sie versteckte diese Gefühle weiterhin hinter ihrem freundlichen Lächeln und nickte dann auf Aulus´ Angebot sie zu Narcissa zu bringen. "Das wäre wirklich überaus freundlich von dir."
    Sie ging neben ihm her und versuchte die Unterhaltung aufrecht zu halten. "Ich wusste gar nicht, dass meine Cousine hier so bekannt ist."

  • Er schien ihr warum auch immer ein wenig auf die Füße getreten zu haben. Sie sprach nicht mehr soo viel. :P Und doch war da dieses Grinsen. So gingen sie los und als das Gespräch auf ihre Cousine kam, wusster er zunächst nicht wirklich etwas zu antworten und drugste ein wenig herum. Naja was heißt bekannt?? Sagen wir so, ich habe sie als eine sehr nette und vielleciht etwas hilflose Person kennen gelernt. Sowas geht einem nicht so schnell aus dem Kopf.

  • "Dann ist es tatsächlich meine Cousine." Valentina nickte bestätigend. Obwohl sie einen dicken Umhang trug, ging sie doch ellegant neben Aulus her. Immer wieder betrachtete sie ihn von der Seite. Einen Germanen kannte sie nur von den Sklavenmärkten in Rom. "Hauptsache es geht ihr gut." Führte sie dann das Gespräch weiter. "Sie hatte mir geschrieben und weil ich in Rom ganz alleine zu Hause saß, hatte ich beschlossen auch einmal hier her zu kommen und mich ein bisschen umzusehen." Knüpfte die junge Frau an ihren Redeschwall von vorhin an. "Und weil ich sie schon lange nicht mehr gesehen habe." Immer noch freundlich lächelnd folgte sie Aulus den Gang entlang.

  • Er war froh als sie währenddessen dann endlich am Gästezimmer ankamen. Er hatte nichts gegen seine Begleitung, sie war nett und freundlich, doch wenn er eines nicht abhaben konnte, dann die vielen Worte. Nun..das kann ich nachvollzeihen. Wir sind dann auch da. Deutete auf eine Tür und klopfte. Er wollte nicht gleich wieder gehen und wartete, umal er auch nochmal nach Narcissa sehen wollte und wartete also.

  • Albin verschloss wieder sorgsam die Tür, damit Venusia und der Römer nicht weiter gestört wurden, und sah die junge Dame mit einer Mischung aus Neugier und Tadel an.


    "Anklopfen scheint nicht einer deiner Tugenden zu sein, junge Dame.", dann bemerkte er dass er das Mädchen noch nie zuvor in der Casa gesehen hatte, "Aber, wen habe ich hier eigentlich vor mir?"

  • Etwas bedröppelt sah sie ihn an, sie schämte sich.
    „Ich sagte doch schon entschuldigung, ich dachte der Raum ist leer und ich kene mich nicht aus hier. Ich bin Dagny die Tochter von Yngve…nein ihr nennt mich ja anders ich bin Duccia Helena. Und ihr? Wer seit ihr das ihr mich so zurechtweist?“
    Ihre grünen Augen mussterten ihn ruhig, er flösste ihr keine Angst ein, eher etwas ruhiges, Väterliches.

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