• Potitus nickte. "Gut, in Ordnung! Aber wir können dein Anliegen auch gleich hier besprechen!" Immerhin war der Duumvir von Misenum extra hierher gekommen deswegen! "Also die Ernennung von Proximus dürfte kein Problem sein. Er ist ein verdienter Mann aus Italia, ja sogar aus Misenum! Der Kaiser wird ihn also kennen und meine Wahl befürworten. Außerdem bin ich sicher, dass er, wenn er eines Tages in den Senat kommt, ein Freund des Kaisers sein wird." begann er deshalb direkt. "Bei dir, Iulius Dives, ist die Sache etwas komplizierter. Von dir konnten mir meine Berater kaum etwas berichten und auch der Kaiser wird wenig von dir gehört haben. Woher kommst du? Was sind deine Pläne? Kannst du es dir überhaupt leisten, in den Senat aufzusteigen?"

  • Genaustens lauschte Dives der Unterhaltung zwischen dem Praefectus Urbi und Centho. Dabei versuchte er noch immer herauszufinden, ob es nun eher positiv oder eher negativ zu bewerten wäre, dass er hier stand. Allein dies entwickelte sich zu einem kleinen Wechselbad der Gefühle, da der Vescularier zunächst einen gekränkten und etwas vorwurfsvollen Ton anzuschlangen schien. Nur einen Augenblick später atmete Dives dann doch ersteinmal (innerlich) auf, als Salinator die Einladung in die Casa Iulia annahm, was wohl als gutes Zeichen gedeutet werden konnte. Glücklicherweise hatte sich Dives genügend unter Kontrolle, dass wohl niemand der Anwesenden etwas von diesem innerlichen Auf und Ab bemerkte.


    Als es dann um Proximus ging, wurde es ernst und Dives merkte, wie seine Abspannung unweigerlich enorm anstieg. Folglich konnte er sich auch nur ein kleines Lächeln abgewinnen, als sein verwandter grünes Licht für seine Erhebung in den Ordo Senatorius bekam. Natürlich freute er sich auch für ihn, doch es war dieses Gefühl, mit dem man sich nicht für jemanden freuen konnte, wenn man selbst noch keine Gewissheit hatte. Das kannte wohl jeder, der irgendwann einmal eine Prüfung - welcher Form auch immer - abgelegt hatte.
    Und dann wurde Dives schon ganz anders, als der Praefectus ihn persönlich ansprach, während er ja nur über Proximus gesprochen hatte. Er kannte Dives kaum, was wenig verwunderlich war, aber Dives klärte ihn gerne über sich auf:


    'Also der Reihe nach.', dachte er, während er noch einmal tief Luft holte und dann zum Sprechen ansetzte:
    "Nun, ich bin geboren in Roma. Mein Vater war Caius Iulius Constantius, der etwa ein Jahr nach meiner Geburt in die ehrenvollen Cohortes Urbanae eintrat, wo er es bis zum Miles und Tesserarius brachte. Zu einem weiteren Aufstieg ließ Pluto es leider nicht kommen. Mein Vater ist seinerseits der Sohn von Marcus Iulius Lepidus gewesen und war somit auch der Bruder von Lucius' Vater." Mit einem zu Centho gewandten Blick zeigte Dives, dass er eben jenen mit 'Lucius' meinte. Es könnte nicht schaden, wenn der Praefectus sehen würde, dass Dives nicht nur irgendein mehr oder weniger entfernter Verwandter des Senators war, sondern ihm ziehmlich nahe stand. Nicht zuletzt würde es die dritte seiner Fragen schon einmal in ein anderes Licht stellen...


    "Meine Mutter Licinia Octavia war zudem die Tochter eines octavischen Senators. Kurz bevor mein Vater seinen Dienst bei den Stadtkohorten antrat, wurde die Ehe meiner Eltern geschieden und wenig später zogen meine Mutter und ich nach Mytilene auf Lesbus in der Provincia Asia, wo ich meine Kindheit und Jugend größtenteils verlebte. Denn schon recht früh wurde meine schulische Ausbildung begonnen und setzte sich später mit Studien in Athenae, Pergamum, Ephesus und zuletzt Rhodus fort. Man könnte also sagen, dass ich seit meiner frühen Jugend daran arbeite ... mir meinen Kindheitstraum zu erfüllen." Klang zwar wahrscheinlich recht schmalzig, war aber so und diese Offenheit würde sein Gegenüber sicherlich auch bemerken. Dass Dives den Namen des octavischen Senators nicht nannte stand dem in keinster Weise entgegen, da er bisher einfach noch nicht die den richten Octaviern begegnet war - obwohl er durchaus nach ihnen gesucht hatte. Aber so wie es in Roma unzählige verschiedene (nicht miteinander verwandte) Iulier gab, so hielt es ist in ähnlicher Form auch mit den Octaviern. Dives' Mutter hatte nie viel erzählt, sodass er bisher nicht wusste, dass sein octavischer Großvater einst Censorier war!


    "Seit meinem 18. Lebensjahr bin ich wieder in Italia, wo ich mich zunächst hier in Roma sehr zu engagieren versucht habe. Ich bin der Societas Claudiana et Iuliana beigetreten, der mein Cousin hier vorsteht. Wenig später wurde ich in die Factio Veneta aufgenommen, der auch der göttliche Vater des Princeps angehörte. Zum dortigen Vicarius Principis Factionis, Senator Germanicus Sedulus, habe ich ein besonders gutes Verhältnis aufgebaut.", führte Dives ins Feld, was er nur konnte. Damit gab er schließlich vor, dass er sich schon gezielt mit Senatoren anfreundete - also sehr strebsam war -, wenngleich es wohl eher Fortuna zu verdanken war, dass nun gerade ein Senator diesen Posten der Factio besetzte.


    "Auf Anraten meines Cousins und mit einer Empfehlung des besagten Senators Germanicus Sedulus - ich arbeite nämlich seit dem zweiten Tag meiner Factio-Mitgliedschaft ehrenamtlich als Sekretär der Factio - bin ich dann nach Ostia gegangen, um für das Amt des dortigen Quaestors zu kandidieren und meine Karriere auf diesem Wege weiter voran zu treiben. Und, was soll ich sagen, nun stehe ich hier als amtierender Quaestor der Civitas, dessen edler Stadtpatron du bist!" Ein kleiner Fingerzeig und ein kurzer Blick nach rechts reichten, dass Dives' Custos Corporis, Antinoos herbei eilte - mit dem Geschenk, das Dives sogleich enthüllte:



    "Und das möchte ich dir, natürlich auch im Namen der Civitas zum Geschenk machen. Du hast Ostia schließlich dereinst dazu verholfen, dass es wieder einen Tempel des Mercurius hat. Daher also ein Caduceus aus feinstem Gold für dich!" Dieser Stab (er war etwa 1,5 Meter lang) war schließlich eines der Symbole des Mercurius und würde sich an der Wand hinter einem Schreibtisch sicherlich ganz vorzüglich machen. Dass dieses Ding Dives ein kleines Vermögen (mehrere Wochengehälter) gekostet hatte, bräuchte er sicherlich nicht zu erwähnen. Und auch dies zeigte, dass er sich sehr wohlauch Dinge leisten konnte!


    "Diesem Stab werden im Übrigen wundersame Kräfte zugesprochen, er symbolisiert Immunität und sein Träger gilt als unaufhaltsam." Dass sich die letzten beiden Punkte eher auf Boten und Kuriere bezog, war nebensächlich. Vieles wurde schließlich einfach so gedreht, wie man es gerade brauchte. Als Zeichen von Macht wäre es - davon war Dives überzeugt - einer Statue klar vorzuziehen...


    "Und was ich plane...? Nun früher oder später dem Imperium den edelsten aller Dienste zu erbringen...", fügte Dives schlussendlich noch hinzu. Dass er von der Senatorenwürde sprach, würde dem vescularischen Senator schon klar sein. Was das Finanzielle anbelangte, so hatte Dives seiner Ansicht nach hinreichend zur Schau gestellt, was er sich zu leisten im Stande war. Zur Not würden eh Nachfragen kommen. Beispielsweise würde den Praefectus vielleicht auch interessieren, was Dives in Ostia so trieb während seiner Amtszeit...

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    2 Mal editiert, zuletzt von Marcus Iulius Dives ()

  • Der Präfekt hatte für heute Abend der Einladung zugestimmt. Er würde also ein Essen geben was kein Problem war. Aber er musste natürlich schon mal draufrum denken und so ratterte es kurz in seinem Kopf. Bis dann wieder Bewegung ins Gespräch kam. Lucius war erleichtert der Traum von Proximus würde sich erfüllen. Der Präfekt hatte zu gestimmt und die Erhebung war wohl nur noch eine Formsache. Er atmete vernehmlich aus.


    Dann Ging es um seinen Cousin der natürlich noch am Anfang seines Weges stand. Aber wie Lucius fand hatte Marcus sich gut präsentiert. Aber er hatte die Frage von Salinator nicht beantwortet und der würde nachfragen. „Präfekte er ist der Enkel eines Senators und der Cousin eines Senator. Ich selbst werde ihn finanziell unterstützen und ich bin sicher das die Familie seines Großvaters es auch tun wird.“ Von der Familie von Marcus Großvater hatte er keine Ahnung aber eine starke Behauptung war besser als ein schwacher Beweis. Also hatte er es einfach mal behauptet da ja keiner da war der das Gegenteil behaupten würde. Also lächelte er in Salinators Richtung als sei das alles die normalste Sache der Welt. Hier konnten sie sich keine Blöße geben wenn sie was erreichen wollten. Es gab nichts schlimmeres für jemanden der die Senatorenwürde wollte als, als arm zu gelten.

  • Potitus hörte erst einmal zu. Die Story von Dives klang wirklich gar nicht schlecht, er konnte sogar ein paar Senatoren in der Verwandtschaft vorweisen! Dass er dabei vor allem auf Lesbos gelebt hatte, war zwar etwas seltsam, aber scheinbar hatte er zumindest in Rom Fuß gefasst. Schließlich gab es auch noch ein Geschenk, was Salinator natürlich besonders liebte! Zwar war er kein besonderer Fan von Mercurius, allerdings schien die Auswahl doch auf ihn angepasst worden zu sein. Mit einem Wink ließ er das gute Stück einpacken, damit man es irgendwo aufstellen konnte. "Aha. Allerdings ist es trotz allem problematisch, denn scheinbar ist ja sein Vater kein Senator und hat nicht einmal den Ritterstand inne! Seine Mutter mag die Tochter eines Senators sein..." wobei der Praefectus sich allerdings fragte, warum dieser Licinius seine Tochter ausgerechnet einem dahergelaufenen Soldaten gegeben hatte. "...aber entscheidend ist bei uns der Vater!" Er lehnte sich zurück und machte ein mitfühlendes Gesicht. "Ich verstehe natürlich, dass ihr gerne noch einen Senator in eurer Familie haben wollt, aber ich kann diesen Status nicht einfach verteilen, wie es mir passt! Wenn ich so einen Homo Novissimus wie dich in den Senatorenstand erhebe, wird mich das einiges kosten, denke ich..." Damit deutete er wohl Bestechungsgelder an, die er allerdings wohl kaum zahlen musste! Vielmehr erwartete er einfach eine kleine Bestechung, denn Centho hatte wirklich schon so viele Zuwendungen ohne Gegenleistung bekommen, dass es nun doch einmal an der Zeit war, selbst etwas zu fordern!

  • Lucius Nickt und hatte verstanden. Es ging wieder mal um Bestechung! Gut das Salinator jemanden bestechen müsste war so ziemlich ausgeschlossen. Fast zu jeder Wahl erhob er wenn er wollte oder machte sie zu Kandidaten des Kaisers. So das ihre Wahl nur noch Formsache war. Aber Es gab eben nichts um sonst das war eine Tatsache die grade bei politischen Entscheidungen zu tragen kam. „Hm Ich will natürlich nicht das Dir wegen meiner Familie Kosten entstehen. Ich wäre natürlich bereit etwaige Zuwendungen zu übernehmen. Was denkst Du wirst du aufwenden müssen um meinen Cousin in den richtigen Stand zu erheben? Ich könnte Dich heute nach dem Essen mit den nötigen Mittel ausstatten. Solche Kosten sollen natürlich nicht unser Verhältnis belasten.“ Sagte er dann. Wobei er es natürlich vermied zu behaupten das Salinator das Geld für sich selbst wollte.

  • Es war einer der sonnigeren Herbsttage, als einige aurelische Sklaven mit einem etwas größeren Kasten vor der Casa Vescularia Halt machten. Einfacher wäre es selbstverständlich gewesen, hätten sie die Lieferung mit einem Wagen herbringen können, nur durften selbige nur nachts fahren. Und wenn Sextus Aurelius Lupus vor etwas keinen Respekt hatte, dann war es vor dem nötigen Arbeitsaufwand, den seine Sklaven mit einer Sache haben würden.


    Und so also klopfte der vornehmste von ihnen an die Tür der Privatresidenz des Praefectus Urbi, um den Auftrag seines Herrn so gewissenhaft wie möglich auszuführen, während seine Kameraden besagte Kiste vorsichtig herunterließen und aufstellten – und zu sämtlichen Göttern beteten, dass nichts beim Transport kaputt gegangen war.

  • Nachdem Dives einen ganzen Schwall erzählt hatte, pflichtete ihm Centho sogar noch bei, wofür sich Dives später in der Casa Iulia nochmal herzlich und in aller Form bedanken würde. Zwar wusste er schon jetzt, dass jener wieder etwas in der Art sagen würde wie 'Wenn ich dich nicht unterstütze, wer denn dann?', doch ging diese Unterstützung doch bereits dermaßen weit und war dermaßen... familiär, dass Dives einfach nicht umhin käme. Für Centhos Kinder hatte Dives eh noch Spielzeuge im Gepäck. Bisher war er den kleinen Quälgeistern in der Casa nur noch nicht über den Weg gelaufen, da er auch erst recht spät gestern in Roma eingetroffen war. Für seinen Cousin musste er sich noch etwas überlegen, aber vielleicht gab es da ja schon so eine Sache...


    Indes ergriff Salinator das Wort, sprach jedoch offensichtlich mit Centho. Dives war wortwörtlich die dritte Person: 'sein Vater' ... 'seine Mutter' ...
    Doch als der Mann der vier, der den geringsten Status (nämlich nur den eines einfachen römischen Bürgers) inne hatte, störte ihn das natürlich nicht. Was ihm allerdings etwas sauer aufstieß, wenngleich er sich dies selbstverständlich nicht anmerken ließ, war die Tatsache, dass der Praefectus ihm offenbar nur halbherzig zugehört hatte. Gut, wenn Dives ersteinmal redete, dann hatte er oftmals viiieeel zu erzählen, von dem sein Gegenüber wahrscheinlich gar nicht alles wissen wollte. Doch dass seine Eltern beide tot waren, hätte er ja wenigstens merken können...


    Nichtsdestotrotz machte er weiterhin eine gute Miene. Er wollte hier schließlich auf gar keinen Fall das einreißen, was sein Cousin so mühsam aufgebaut hatte. Außerdem war Dives ja wohl der Hauptnutznießer! Nein, er würde ganz brav sein und heute notfalls jede noch so bittere Pille schlucken...


    Weiterhin würde er natürlich auch Nachfragen beantworten, die es aber wohl nicht geben würde. Der Vescularier schien hauptsächlich an anderen Dingen interessiert.

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  • Proximus hörte derweil still zu. Nachdem das Gespräch auf "Bestechungen" gekommen war und er diesen Wink verstand, fand er es sei an der Zeit jetzt das "Zweite" Geschenk der Iulier zu präsentieren.


    Er wartete noch kurz dann gab er den Sklaven einen Wink.


    Zeitgleich pflichtete er in einem passenden Augenblick ein.


    Werter Praefectus Urbi, in Anbetracht des später stattfindenen Mahls würden wir hier sprach Proximus extra in Persona Plural dir noch eine kleine Aufmerksamkeit zukommen lassen. Proximus wusste , dass der PU kein Kostverächter war.


    Der Sklave erschien und öffnete eine Holzkiste. In dieser lag ein Schüssel in der sich in Senf, Essig, Salz und Honig eingelegte Rinder- und Schweinshaxen befanden.


    Eine kleine Genüsslichkeit PU. Proximus wies auf die Amphore die der Sklave dabei hatte,


    feinster misenischer Landwein.


    Der Sklave verneigte sich und stellte die Sachen zu Füßen des PU.

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  • Potitus sah von einem zum anderen. Plötzlich packte Proximus noch weitere Geschenke aus, die ihm ebenfalls durchaus gefielen. "Oh, danke!" antwortete er deshalb. Schweinshaxen waren wirklich ganz nach seinem Geschmack! Auch wenn es irgendwie komisch war, dass er so etwas einfach so geschenkt bekam...außerdem war es doch seltsam, mit "PU" angesprochen zu werden.


    Aber egal! Nun galt es, ein paar finanzielle Fragen zu klären! "Was glaubst du denn, was so etwas kostet?" Damit war der schwarze Peter wieder an Centho zurückgeschoben!

  • Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Es war einer der sonnigeren Herbsttage, als einige aurelische Sklaven mit einem etwas größeren Kasten vor der Casa Vescularia Halt machten. Einfacher wäre es selbstverständlich gewesen, hätten sie die Lieferung mit einem Wagen herbringen können, nur durften selbige nur nachts fahren. Und wenn Sextus Aurelius Lupus vor etwas keinen Respekt hatte, dann war es vor dem nötigen Arbeitsaufwand, den seine Sklaven mit einer Sache haben würden.


    Und so also klopfte der vornehmste von ihnen an die Tür der Privatresidenz des Praefectus Urbi, um den Auftrag seines Herrn so gewissenhaft wie möglich auszuführen, während seine Kameraden besagte Kiste vorsichtig herunterließen und aufstellten – und zu sämtlichen Göttern beteten, dass nichts beim Transport kaputt gegangen war.



    Der Ianitor öffnete und war ziemlich erstaunt, einen noblen Mann mit Geschenken zu sehen. "Salve. Was ist Dein Begehr?" Weil er immerhin der Ianitor des wichtigsten Mannes Roms war, machte er sich auch nicht allzu viel Mühe dabei, möglichst höflich zu klingen.

  • Ah, da ging die Tür auf. Der Sklave deutete eine leichte Verbeugung an – immerhin war ihm mehr als eindrücklich befohlen worden, ja höflich zu sein (im genauen Wortlaut fielen Begriffe wie „kastrieren“ und „Haut abziehen“). Also war er lieber auch sehr höflich.
    “Salve. Mein Herr, der ehemalige Quaestor urbanus Sextus Aurelius Lupus, möchte gern deinem Herrn, dem ehrenwerten Praefectus Urbi Vescularius, ein Geschenk machen. Es wäre ihm eine große Freude, wenn er es annehmen würde.“ Nicht gleich alles auf einmal runterrattern war der nächste ähnlich vorgetragene Befehl seiner Herrschaften gewesen.


    Die Sklaven hinter ihm öffneten leicht die Kiste, damit der Ianitor einen Blick auf das Geschenk werfen konnte. Darin befand sich – eine allen Göttern sei es gedankt unversehrte – Marmorstatue einer jungen Venus beim Abtrocknen nach dem Baden. Nicht anzüglich, aber doch aufreizend. So zumindest hoffte sein Herr, dass es beim Beschenkten ankam.

  • Zitat

    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Aber egal! Nun galt es, ein paar finanzielle Fragen zu klären! "Was glaubst du denn, was so etwas kostet?" Damit war der schwarze Peter wieder an Centho zurückgeschoben!


    Lucius sah zu als und auch Proxiums ein Geschenk an Salinator vorbrachte. Natürlich gefiel es ihm wenn seine Verwandten diese Art des Gunsterwerb der schnöden Bestechung vor zogen. Und das man bei Salinator mit gutem Essen punkten konnte stand außer Frage. Aus seiner Sicht war es wirklich ein klug gewähltes Geschenk.


    Dann war es aber wieder an ihm die schnöde Bestechung voran zu treiben. Denn der Präfekt fragte ihn quasi durch die Blume wie viel er dafür Bezahlen würde das sein Cousin in den Senatorenstand erhoben wurde. „Nun ich weiß natürlich das es dich einige Aufwendungen kosten wird. Aber keiner wird dich verärgern wollen. Daher hoffe ich hoffe das es Dir mit 500 Denarii gelingen wird.“ Sagte er leichthin und grinste in Salinators Richtung. 2000 Sestertii waren schon eine Menge Geld. Aber so viel sollte einem schon der Stand seines Cousin Wert sein. Aber auch für Proximus hätte er diese Summe aufgewendet. Aber das verschwieg er lieber, nicht das Saliantor noch auf dumme Gedanken kommt. :D

  • Potitus brauchte keine Bemerkungen, um auf dumme Gedanken zu kommen! Er hatte sowieso mit mehr gerechnet! "500 Denarii? Wir reden hier vom höchsten Stand, den der Kaiser verleihen kann! Damit sitzt er ja quasi schon im Senat!" Das erste war natürlich gelogen, denn erst der richtige Senatorenstand war der höchste, das zweite zumindest sehr optimistisch, aber Salinator fuhr fort. "Das kostet mich alles mindestens das Vierfache! Aber weil ich dein Freund bin, werde ich auch noch etwas beisteuern und wir können uns auf das Dreifache einigen."

  • Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Ah, da ging die Tür auf. Der Sklave deutete eine leichte Verbeugung an – immerhin war ihm mehr als eindrücklich befohlen worden, ja höflich zu sein (im genauen Wortlaut fielen Begriffe wie „kastrieren“ und „Haut abziehen“). Also war er lieber auch sehr höflich.
    “Salve. Mein Herr, der ehemalige Quaestor urbanus Sextus Aurelius Lupus, möchte gern deinem Herrn, dem ehrenwerten Praefectus Urbi Vescularius, ein Geschenk machen. Es wäre ihm eine große Freude, wenn er es annehmen würde.“ Nicht gleich alles auf einmal runterrattern war der nächste ähnlich vorgetragene Befehl seiner Herrschaften gewesen.


    Die Sklaven hinter ihm öffneten leicht die Kiste, damit der Ianitor einen Blick auf das Geschenk werfen konnte. Darin befand sich – eine allen Göttern sei es gedankt unversehrte – Marmorstatue einer jungen Venus beim Abtrocknen nach dem Baden. Nicht anzüglich, aber doch aufreizend. So zumindest hoffte sein Herr, dass es beim Beschenkten ankam.



    Der Ianitor sah das gute Stück abschätzig an. "In Ordnung, stellt es hier ab! Ich lasse es hereinbringen. Wie war nochmal der Name des Schenkers? Quintus Aululus Lupus?" Hinter der Tür winkte er bereits einem Knaben, ein paar starke Männer zu holen, die die Statue hineinwuchten und in der Geschenkesammlung des Vesculariers unterbringen konnten.

  • Proximus bedeutete dem Sklaven sich wieder zurückzuziehen.


    Dann verfolgte er das Gespräch zwischen Centho und dem Praefectus Urbi vorerst alles stiller Beobachter weiter

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  • “Sextus“, verbesserte der Sklave höflich. “Sextus Aurelius Lupus. Und wenn du gestattest, können meine Männer den deinen auch behilflich sein“, bot er überdies an. Die Statue war wirklich nicht das leichteste Stück italischer Bildhauerkunst. In jedem Fall wurde die Kiste schonmal an die angewiesene Stelle geschleppt.


    Der Sklave wusste jetzt nicht so recht, ob der andere Auftrag Erfolg haben würde, schien der Ianitor doch nicht unbedingt bester Laune zu sein. Andererseits war sein Herr ganz sicher nicht bester Laune, wenn er seinen Auftrag nicht ausführte. Und zwar erfolgreich.
    “Darüber hinaus wäre es meinem Herrn eine große Freude, den ehrenwerten Potitus Vescularius Salinator zu einer Cena einzuladen in der nächsten Woche.“ Ein kurzer Augenblick Ruhe, um die Reaktion des Ianitors abzuschätzen, ehe er noch anfügte “Selbstverständlich ist auch eine Dame herzlich eingeladen, sofern dein Herr gerade eine mit seiner Gunst bedacht hat.“ Dass die Einladung auch auf eine Geliebte ausgeweitet wurde war in patrizischen Kreisen nicht unbedingt üblich, unterstrich aber hoffentlich den freundlichen Charakter eben jener und machte den Vescularier daher gewogen.


  • Der Ianitor sah noch einmal auf die Kiste. Da gab sich jemand offensichtlich viel Mühe! "Hm, ich werde ihn fragen lassen. Kann sich mein Herr den Termin aussuchen?" Immerhin war der Praefectus Urbi ein vielbeschäftigter Mann!

  • Das klang doch schonmal sehr positiv. “Selbstverständlich. Mein Herr weiß natürlich von den vielen Verpflichtungen deines Herrn, die ihm nicht immer erlauben, solche Einladungen anzunehmen.“ Solange der Präfectus Urbi sich nur rechtzeitig genug ankündigen würde, damit man das Essen entsprechend vorbereiten konnte.

  • Zitat

    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Potitus brauchte keine Bemerkungen, um auf dumme Gedanken zu kommen! Er hatte sowieso mit mehr gerechnet! "500 Denarii? Wir reden hier vom höchsten Stand, den der Kaiser verleihen kann! Damit sitzt er ja quasi schon im Senat!" Das erste war natürlich gelogen, denn erst der richtige Senatorenstand war der höchste, das zweite zumindest sehr optimistisch, aber Salinator fuhr fort. "Das kostet mich alles mindestens das Vierfache! Aber weil ich dein Freund bin, werde ich auch noch etwas beisteuern und wir können uns auf das Dreifache einigen."


    Lucius hatte niedrig angesetzt und das war gut so. Denn auch wenn Salinator wenig glücklich über die niedrige Summe war. Ging er doch von seinen eigentlichen Vorstellungen weg. Er grinste entspannt. „Gut dann 1500 Dinarii.“ Sagte er knapp und gelassen. „Dann würde ich sagen werden wir den angenehmeren Teil bei mir zuhause besprechen.“ Da würde Wonga den großen Tesor im Atrium heute mal aufsperren müssen. Die münzen würden sie heute Nachmittag schon raus suchen müssen. Am besten nur von den neueren oder noch bester Münzen von Nero wenn welche da waren.

  • Zitat

    Original von Sextus Aurelius Lupus
    Das klang doch schonmal sehr positiv. “Selbstverständlich. Mein Herr weiß natürlich von den vielen Verpflichtungen deines Herrn, die ihm nicht immer erlauben, solche Einladungen anzunehmen.“ Solange der Präfectus Urbi sich nur rechtzeitig genug ankündigen würde, damit man das Essen entsprechend vorbereiten konnte.



    Die Männer erschienen und hoben unter Stöhnen die Statue an, um sie hinter der Tür verschwinden zu lassen. Der Ianitor griff nun seinerseits nach dem Türflügel und sagte "Mein Herr wird einen Boten schicken!" Und wenn er doch nicht wollte, würde er eben keinen schicken!

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