Casa Germanica - Hortus

  • Sedulus nickte Lupus zustimmend.


    So ist es. Na wenn dass so ist, dann kann er ja scon mit dem Schwert umgehen.
    Wir haben Tolimedes und Mehaf. Außerdem noch einige Nachwuchsfahrer, die es noch zu etwas bringen möchten.


    Erklärte Sedulus.


    Du weißt ja, von nichts kommt nichts.

  • Aulus Germanicus Umbricius wollte eigentlich nur in den Garten, um ein wenig in der Sonne zu lesen, aber er kam nicht wirklich weit mit seiner Schriftrolle, denn er trat - verträumter Weise - in irgend etwas hinein, was ihm einen lauten Schmerzenslaut entlockte. Etwas spitzes, schmerzhaftes, das dem Knacken nach wenigstens kaputt gegangen war, als er draufstieg.


    Als er auf einem Bein hüpfend, wüst fluchend und jammernd seinen Fuß ansah, entdeckte er eine Figur in seiner Sandale, welche wohl irgendwann einmal ein Spielzeugpferdchen gewesen war.


    Spielzeug im Hortus? Das konnte man doch nicht einfach so liegen lassen. "He, wer hat das hier liegen lassen?" fragte er laut und sah sich um. Bislang hatte er gar nicht gewusst, dass es hier Kinder gab, aber der Gedanke war ja eigentlich naheliegend, da er in einer Casa war und eine Gens sich normaler Weise fortpflanzte, weil sie anderenfalls einfach ausstarb.

  • Bia gab sich meist immer alle Mühe das Spielzeug von Sabina weg zu räumen. Aber da das Mädchen wie ein Wirbelwind war, war es fast unmöglich immer zu wissen wo das Mädchen zu letzt ihre Sachen fallen gelassen hatte. Und so kam es, dass nun einer der Germanicer auf ein Holzpferd trat, während Sabina irgendwo unter einem Busch hockte und eine Maus verfolgte. Eine klitzekleine Maus mit großen schwarzen feuchten Augen. Sooo niedlich. Als dann Umbricius laut aufschrie, flitzte Sabinas neuer Freund davon. „Komm wieder her!“ versuchte Sabina die Maus wieder anzulocken, doch das Tier würde nicht mehr zurück kommen.
    Einen Augenblick später kam sie dann hervor und sah den jungen Mann vor sich fragend an, nur um einen Moment später den Tränen nahe ihn anklagend anzusehen. „Kannst du nicht aufpassen?“ fragte sie und sammelte die Bruchstücke ihres Pferdes auf. Das sie selbst Schuld war, darauf kam sie gar nicht. Im Augenblick war der große Tollpatsch schuld.

  • Wer auch immer Bia war, vermutlich eine Sklavin, sie hatte versagt und zu ihrem Glück wusste der junge Germanicus nicht, dass er ihr die Schuld geben konnte, weshalb er sich nun erst einmal auf dieses heulende Mädchen konzentrierte, das ihn gerade fragte, ob er nicht aufpassen konnte.


    "Junge Frau, wieso passt du nicht auf, wo du dein Spielzeug liegen lässt? Ich hab mich verletzt wegen dem Holzpferd da! Guck! Da! Mein Fuß! Die Sandale ist hin und da blutet's! Siehst du? Ich bin echt richtig verletzt und du weinst wegen dem Holzpferd! Dein Papa schenkt dir bestimmt ein Neues, aber ich brauch jetzt neue Sandalen und nen neuen Fuß und kann mir beides nicht leisten!" meinte Umbricius mürrisch, schaffte es aber, so zu sprechen, dass die Kleine ihn garantiert verstand. "Wer ist eigentlich dein Vater?"

  • Sabina zog eine Schnute und sah den großen Tollpatsch immer noch vorwurfsvoll an. Der war ja schlimmer wie Laevina. Diese war ja auch schon auf das Spielzeug getreten, obwohl sie es gerade hatte wegräumen wollen. Den Streit mit der Tante würde sie nicht so schnell vergessen. „Es liegt doch am Rand!“ Ihre Stimme klang verdächtig weinerlich. Tatsächlich lag das Pferd im Gras und nicht mitten auf dem Weg. Die Schuld lag eindeutig bei ihm und nicht bei ihr. Zumindest sah sie das so. „Ich will aber kein Neues! Ich will das hier! Das hab ich von Mama!“ sie fuchtelte mit dem kaputten Pferd vor seiner Nase herum. Sabina war bockig und kurz davor laut zu werden. Doch bevor es soweit kommen konnte, fragte er sie, wer ihr Vater an. „Mein Vater ist mein Vater! Germanicus Sedulus!“ antwortete sie ihm.

  • Der Germanicus kratzte sich unsicher am Hinterkopf. Er und Frauen. Das war ein nicht enden wollendes Drama. Egal wie alt oder jung sie waren: Er kam mit ihnen nicht zurecht. Dabei wollte er sie doch gar nicht ärgern, sondern nur nett sein.


    "Ich wollte aber da zu der Bank hin und dazu muss ich hier durch!" erklärte er ihr so ruhig wie nur möglich. Sein Fuß tat wirklich fürchterlich weh. "Im Gras hat man das gar nicht sehen können!"


    Dann fing er ihre Hand ein und streichelte ihr über ihr helles Haar. "Das ist aber ärgerlich. Ich meine... ähm... Sedulus hat ja jetzt ne neue Frau... also... ist deine Mama tot, vermute ich mal..." stammelte er unsicher. - Nicht ahnend, was er damit vielleicht anrichtete. Immerhin war das Kind ja jetzt schon hör- und sichtbar kurz vorm Schreien und Weiten und Zetern.

  • Dass Sabina ihr Gegenüber verunsicherte, bemerkte sie gar nicht. Dafür trauerte sie viel zu sehr um das Pferdchen. Als er meinte er habe es nicht gesehen, warf sie ihm einen finsteren und vorwurfsvollen Blick zu. Wozu hatte er denn Augen im Kopf? Aber diesen giftigen Kommentar verkneifte sie sich, denn der Zusammenstoß mit Tante Laevina hatte zumindest dafür gesorgt, dass sie den Mund hielt. Noch so einen Streit wollte sie nicht. Aber sie war trotzdem bockig und sauer.
    Als er dann das offensichtliche zusammen fasste, rollte sie mit den Augen. Jeder wusste, dass ihr Vater neu geheiratet hatte. Nun rollte die erste große Träne über ihre Wange. „Das weiß ich!“ fuhr sie ihn an. Erwachsene sind ja so doof.

  • Oh weh! Er und Frauen! Entweder sie wurden rot und regten sich auf, er solle nicht so mit ihren reden oder könne nicht so mit ihnen reden oder sie schrien ihn an - oder sie weinten. Bei dem Mädchen vor ihm war gerade letzteres der Fall und er fragte sich, ob es in der Schola auch einen Kurs bezüglich Kommunikation mit dem anderen Geschlecht gab. Er wäre das perfekte Beispiel für Misserfolg und würde einen solchen Kurs liebendgerne besuchen.


    "Das... es... ähm... tut mir leid, Kleines! Nicht weinen! Ich reparier dein Pferdchen, ja? Ich find ne Lösung... irgendwie..." stotterte er zusammen und setzte sich einfach mal eben auf den Boden, weil er nicht mehr stehen konnte. Irgendwie tat sein Fuß ziemlich weh. Wieso konnte das kleine Kind nicht einfach Wundarzt spielen und ihm den Fuß verbinden, anstatt zu weinen?


    "Du hast jetzt aber ne hüsche, junge Stiefmama, Kleines. Serrana ist doch nett! - Ähm... tschuldigung, das war jetzt auch nicht in Ordnung."

  • Sabina schniefte und sah ihn aus großen tränennassen Augen an. Er machte falsch, was man nur falsch machen konnte. Erst machte er ihr Pferd kaputt und dann redete er sich auch noch um Kopf und Kragen. Er konnte froh seine, dass sie nicht einen ihrer berüchtigten Wutausbrüche bekam und ohrenbetäubend herum kreischte.
    Sie beruhigte sich ein wenig, als er ihr versprach, dass Spielzeug irgendwie zu reparieren. Doch kaum hatte sie sich die Tränen aus dem Gesicht gewischt, setzte er noch eines drauf. Aus reinem Trotz zog sie einen Schmollmund. Zwar hatte sie sich mittlerweile mit Serrana angefreundet, aber sie sah in der Iunia keine Mutter sondern, eben nur eine Freundin. „Sie ist nicht meine Mama“, meinte sie grimmig.

  • Recht überrascht, als würde gerade ein Streitwagen direkt auf ihn zurasen, blickte Aculeo seinen Patron an. Damit hatte er nun nicht gerechnet dass das Gespräch zwischen Aurelius Ursus und Germanicus Sedulus so schnell ein Ende fand.
    Jetzt bin ich aber überrascht. Hätte nicht gerechnet dass ihr beide so schnell fertig seid mit dem Gespräch. entgegnete er.
    Du wirst dir wahrscheinlich denken dass ich den ganzen Tag nichts besseres zu tun als mir Gründe einfallen zu lassen um dich zu nerven...zu einem kleinen Teil würdest du damit recht haben, oh Patron. Doch heute bin ich hier um mit dir um wegen der Spende ein abschliessendes Gespräch zu führen. Du weißt noch? Wegen des Schreins. Dieser ist nun fertig gestellt und bereit an Ort und Stelle plaziert zu werden. Jetzt würde ich nur gerne wissen wie wir das alles zu Ende bringen...der Sklave war es nun der für eine kurze Unterbrechung sorgte.

  • Die Zeit verging recht langsam und anscheinend hatte sich auch jemand anderer im Garten eingefunde. Zwei Stimmen konnte Paulllus wahrnehme wobei ihm nur eine bekannt war. Die Tochter von Germanicus Sedulus hatte anscheinend ein kleines Problem mit der Aufbewahrung ihres Spielzeug und das war anscheinend ein Grund warum hier nun jemand zu Anfang etwas aufgebracht mit Sabina sprach.


    Hallo? Sabina?.....Was ist denn los? fragte er nun nachdem er die beiden Personen gefunden hatte.

  • Zitat

    Original von Paullus Germanicus Aculeo
    Recht überrascht, als würde gerade ein Streitwagen direkt auf ihn zurasen, blickte Aculeo seinen Patron an. Damit hatte er nun nicht gerechnet dass das Gespräch zwischen Aurelius Ursus und Germanicus Sedulus so schnell ein Ende fand.
    Jetzt bin ich aber überrascht. Hätte nicht gerechnet dass ihr beide so schnell fertig seid mit dem Gespräch. entgegnete er.
    Du wirst dir wahrscheinlich denken dass ich den ganzen Tag nichts besseres zu tun als mir Gründe einfallen zu lassen um dich zu nerven...zu einem kleinen Teil würdest du damit recht haben, oh Patron. Doch heute bin ich hier um mit dir um wegen der Spende ein abschliessendes Gespräch zu führen. Du weißt noch? Wegen des Schreins. Dieser ist nun fertig gestellt und bereit an Ort und Stelle plaziert zu werden. Jetzt würde ich nur gerne wissen wie wir das alles zu Ende bringen...der Sklave war es nun der für eine kurze Unterbrechung sorgte.


    Ach komm, tu mal nicht so.


    Winkte Sedulus ab. So schnell waren sie ja nun auch nicht gewesen.


    Nein, eigentlich nicht. Wie kommst du nur auf so etwas? Drum bist du ja mein Klient und ich dein Patron. Eigentlich müßtest du jeden Morgen vor der Haustüre stehen wenn man es genau nehmen wollte.


    Lachte Sedulus etwas lauter als gewohnt.


    Ja genau, der Schrein. Wo wolltest du ihn gleich noch einmal aufstellen lassen? Naja, du sagst dem guten Mann wo er ihn hinbringen soll und dann können wir den Schrein mit einer kleinen Zeremonie seiner Bestimmung übergeben würde ich sagen.


    Der Sklave schenkte die gewünschten Getränke so wie die Menge ein.

  • Gut, Gut...also eh ganz einfach und unbürokratisch... Der Schrein soll an der Kreuzung Theatrum Marcelli-Forum Boarium und jener Gasse stehen die dann über den Fluss führt.
    Dann grinste er schelmisch...Ausserdem hab ich was für dich...der Sklave den ich ersteigerte..ich werde ihn dir übergeben als Dankeschön. Damit du nicht allzu traurig bist nicht das Höchstgebot abgegeben zu haben feixte er weiter. Ich glaube er ist ein recht intelligenter Mann den man sicherlich für höhere Aufgaben einsetzen kann.

  • Das ist ein guter Platz um einen Schrein aufzustellen. Sehr schön.


    Sedulus kannte die Ecke recht gut und dort war eh schon lange ein neuer Schrein fällig. Dann horchte Sedulus auf. Aculeo wollte ihm einen Sklaven schenken? Warum dass denn?


    Als Dankeschön? Für was bei allen Göttern denn? Nicht dass ich keinen Sklaven benötigen könnte. Wenn er so gebildet ist, könnte er ja vielleicht Sabinas neuer Hauslehrer werden... Tja, man kann eben nicht alles haben nicht wahr?


    Lächelte Sedulus.


    Aber nichts desto trotz, danke ich dir für den Sklaven Aculeo.


    Sedulus hob sein Glas und tostete seinem Klienten zu.

  • Aculeo winkte ab und meinte mit viel Humor.. Ich hatte gerade zuviel Kleingeld in der Tasche. Ausserdem wusste ich dass du einen Lehrer benötigst.
    Dann hob er ebenfalls seinen Becher und prostete ihm zu..


    Sag. Sedulus...was hälst du von dem Gedanken wenn ich umziehe? In Ostia bringt mich die Langeweile um und eine etwas grössere Bleibe wäre angenehm. Nur möchte ich nicht ständig hier herumlungern denn ihr habt genug mit euch selbst zu tun. Du. Serrana, Sabina. Dann nocht Germanica Laevina. Ich hatte mir gedacht nach Mantua zu ziehen. Es ist zwar auch nicht der Nabel der Welt aber um einiges lebhafter als Ostia.

  • Na wenn du meinst Aculeo...


    Grinste Sedulus. Dann winkte er ab...


    Du bist hier jederzeit willkommen, dass weißt du hoffentlich. Und ich weiß nicht, ob in Mantua eher der Bär steppt als in Ostia. Mein Freund Ursus, hat uns eben nach Mantua eingeladen, gerade weil dort nicht viel los ist. Dann würd ich doch an deiner Stelle lieber hier her ziehen. Das Haus ist groß genug und hat auch einige Zimmer...

  • Gadatas war in den Hortus der Casa Germanica geführt worden und sah dort seinen Herren Germanicus Aculeo im Gespräch mit Germanicus Sedulus.


    Er näherte sich den Beiden und stellte sich dann so hin das Germanicus Aculeo ihn sehen konnte, aber noch weit genug weg das er das Gespräch seines Herren mit Senator Sedulus nicht verstehen konnte. Ein wenig Diskretion war hier sicher nicht verkehrt.

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