[Domus Petilia] Das Anwesen des Quintus Petilius Sophus

  • | Quintus Petilius Sophus


    Der ältere Hausherr, der seine Tochter mit den liebevollen Augen eines Vaters sah und von deren Abneigung gegen die Aemilia bislang nichts mitbekommen hatte, lächelte mild.
    "Das freut mich, dass es dir wieder etwas besser geht. Was deine Angst um dein Zuhause betrifft, so bin ich mir jedoch ziemlich sicher, dass deine Verwandten lieber auf eine zerstörte Casa stoßen, wenn sie zurückkehren, als dass sie eine zerstörte Casa mit einer toten oder... nunja, geschändeten Angehörigen vorfinden.", erklärte er und versuchte sein Lächeln beizubehalten. Bei seinen letzten Worten jedoch bröckelte die Fassade des Petiliers durchaus ein wenig. Irgendwo wäre er ja mitverantwortlich, wenn der Gast seiner Nachbarn nun hinaus gehen und später mitunter nie wiederkehren würde. Am Ende fanden wohlmöglich noch irgendwelche Aemilier den Weg zu seiner eigenen Casa und gedachten sich zu rächen oder ähnliches. Da war Sophus lieber vorsichtig.
    "Daher denke ich wirklich, dass es für alle das beste wäre, wenn heute niemand mehr vor die Türe geht. Morgen dann ist ein neuer Tag, und die Welt sieht vielleicht schon wieder anders, freundlicher und friedlicher, aus.", schloss er versöhnlich ab. Anschließend dachte er daran, dass es vermutlich bald Zeit für das Abendessen * wäre...


    Sim-Off:

    * Dieses würde aber wohl in einer anderen Zeitebene stattfinden als Licinus' Besuch, wenn ich das richtig sehe.
    Btw: Fall ihr da noch da seid, dann könnt ihr euch bei seinem Besuch auch einfach mit dazuschreiben. Ich habe das extra etwas offen gelassen. ;)

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  • Licinus folgte dem Türsklaven ins tricilinium, wo die Familie gerade zu Tisch lag. Nicht der günstigste Moment für einen Besuch, stellte er fest, war sich aber nciht sicher, ob die den protokollarischen Feinheitend er römischen Gesellschaft auch tatsächlich entsprach.


    Dort angekommen brachte der Hausherr direkt in die nächste Zwickmühle, als er eben die beiden Leibwächter gleichsam an den Tisch lud. Diesmal war er sich sicher, dass dergleichen sicherlich nicht üblich war, aber was wurde nun von ihm erwartet? Dass er die Soldaten in die Küche schickte, oder war das womöglich auch schon wieder unhöflich?
    Licinus entschloss sich, es dennoch zu tun.
    "Hab dank Petilius, aber die Herren sind nicht zum vergnügen hier. Es reicht völlig, wenn sie in deiner Küche etwas zu Essen bekommen und sich dann zu deinem Ianitor ans Tor gesellen. Wenn du erlaubst versteht sich."
    Selbst dort, so nahm er an, gab es etwas zu Essen, was gegen den üblichen puls eine Köstlichkeit darstellte.
    "Ich selbst nehem dein Angebot jedoch gerne an."


    Licinus löste die Riemen an seiner Rüstung und legte diese ab, da es sich mit irh nur sehr unbequem auf einer cline lag. Als er Platz genommen hatte, knüpfte er an das Gespräch an:
    "Ich wollte mich persönlich bei dir bedanken, für den Schutz, den du meinen Verwandten gewährt hast. Wenn ich mich irgendwie erkenntlich zeigen kann..
    Aber sag, welche Bewohner der casa Iulia sind denn noch in deiner Obhut?"

  • Zum Teil wurde die Frage des Praefectus bereits durch das Erscheinen des jungen Iuliers beantwortet. Crassus betrat das Triclinium und wollte sich gerade setzen, als ihm ein fremdes Gesicht auffiel, und er innehielt um dieses zu mustern, ehe er sich vorstellte.


    ,,Salve, mein Name ist Tiberius Iulius Crassus, zur Zeit dankbarer Gast in dieser Casa."


    Dann wartete er noch eine Antwort des Neuen ab und setzte sich endlich auf die Kline, die er hier zu nutzen pflegte.

  • | Quintus Petilius Sophus


    Tja, dies war wohl das Bild, mit dem man am ehesten rechnen musste, wenn man des späten Abends an die Porta einer Casa klopfte - falls deren Bewohner überhaupt noch wach und auf den Beinen waren. Aber der Petilier liebte das lange und gesellige Essen mit vielen Gesprächen und ohne jede Hektik und Eile, sodass man bei ihm in aller Regel Glück hatte, was jenen Punkt betraf.
    "Selbstverständlich erlaube ich. Fühl dich ganz wie... du dich in der Casa Iulia auch fühlen würdest.", antwortete er auf die Aussicht, dass die beiden Begleiter des Iuliers in der Culina ihr Essen bekommen und dann zum Ianitor verschwinden würden. Einer der unauffällig herumstehenden Sklaven, begab sich auf einen kurzen Fingerzeig sodann auch zu den beiden Herrschaften und wies ihnen den weiteren Weg in die Küche. Während unterdessen der iulische Lagerpräfekt seine Rüstung ablegte, versuchte der alte Gastgeber und Hausherr routiniert mit einem willkommenheißenden Lächeln seinen leicht missglückten letzten Teilsatz zu überspielen. 'Fühl dich ganz wie Zuhause' hatte er erst sagen wollen, bevor ihm gerade noch rechtzeitig eingefallen war, dass er soldatische Manieren an seiner Mensa eher weniger gern sehen würde. Ausgehend davon, dass dies auch in der Casa Iulia so oder so ähnlich war, hatte er sich notgedrungen darauf gerettet. Keine besonders elegante Lösung, wie er fand, aber doch immerhin überhaupt eine Lösung.


    "Ah, Iulius Crassus! Wie schön, dass du da bist. Das ist Iulius Licinus, seines Zeichens Praefectus Castrorum der Legio Prima und ein Verwandter von dir, wie ich annehme.", stellte der Hausherr natürlich erst den ranghöheren Besucher vor, bevor er dem Präfekten den Kanzleibeamten - soviel hatte er von dem älteren Iulius Potitus erfahren und sich gemerkt - bekanntmachte.
    "Praefectus, Iulius Crassus, einer der Bewohner der Casa Iulia, denen ich hier bei mir Obhut gewähre. Sag Iulius Crassus, was ist mit eurem Gast, um den du dich stets so fürsorglich gekümmert hast? Aemilia, richtig?", bezog er den jungen Iulier gleich ein bisschen in die Beantwortung der ihm gestellten Frage ein und versuchte damit auch aufzuzeigen, dass er in seiner Güte nicht nur seine iulischen Nachbarn, sondern sogar deren Gäste erstmal bei sich aufgenommen hatte.


    "Der Senator Iulius Centho befindet sich darüber hinaus ebenfalls zusammen mit seinen drei Kindern hier, wird wohl heute jedoch nicht mehr zu uns stoßen, sondern hat ausdrücklich darum gebeten, dass ihm Speis und Trank in das ihm bereitgestellte Gästezimmer gebracht werden.", führte er hernach an Licinus gewandt aus, dachte dann kurz nach und so spontan fiel ihm anschließend nur noch der etwas ältere Potitus ein, mit dem er sich bereits ein kleines bisschen angefreundet hatte.
    "Und Iulius Potitus befindet sich weiterhin noch hier.", erklärte er mit einem ehrlich kleinen Lächeln auf seinen Lippen. Sie waren schließlich beide Familienväter, hatten folglich beide so ihre Probleme mit ihren Kindern und gehörte letztlich beide zu den nicht mehr ganz so jungen Leuten.

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  • "Danke!", antwortete Licinus auf die Erlaubnis des Petiliers, das kurze Zögern des älteren Mannes verstand er schlicht so, dass diesem aufgefallen war, adss Licinus keiner der dauerhafteren Bewohner der casa Iulia war und der Petilier darauf anspielte.


    Iulius Grachus, Grachus, Grachus... Licinus grübelte und versuchte die Verbindung hinzubekommen, musste aber aufgeben um durch ausbleiben einer Antwort nicht unhöflich zu wirken.
    "Erfreut dich kennenzulernen, Iulius Gracchus" antwortete er recht förmlich.
    "Wir hatten einen Gast in der Casa?" fragte Licinus überrascht und leiß dabei den Blick zwischen dem Iulier und dem Petilier hin und her gleiten. Dabei wurde seine Neugier antürlich noch durch das entscheidende a am Namensende angeregt.


    Dass Centho dagegen nicht da war, einer der wenigen stadtrömischen Iulier, den Licinus wenigstens sporadisch kannte, enttäuschte ihn allerdings schon etwas.
    "Bedauerlich, ich hätte ihn gerne gesprochen. Aber wenn es ihm nicht gut geht, lassen wir ihm wohl besser seine Ruhe."
    Iulius Potitus, natürlich, erfolgreicher Fernhändler und Schrecken der jungen Leute in der Casa. Wahrer der guten Sitten, deren Grenzen er in der Jugendzeit selbst einige Male übertreten hatte. Fast freute sich Licinus darauf, falls jener noch mal hierunter kam.

  • ,,Salve.", erwiderte er noch einmal den Gruß des Praefectus, musste ihn aber dann sofort korrigieren. ,,Crassus, Iulius Crassus.", versuchte er seinen Namen noch einmal richtig zu betonen, denn offenbar hatte Licinus ihn wohl falsch verstanden. Dann ging er auch auf die anderen Fragen, des Petiliers und des Iuliers ein, die beide den selben Inhalt betrafen.


    ,,Ja, wir hatten einen Gast in der Casa Iulia, während der Eroberung Romas.", wiederholte Crassus das bereits vorhin ausgeprochene nochmals. ,,Aemilia Caenis, Cousine von Aemilius Classicus, der Klient von Centho war. Es war also völlig selbstverständlich, dass wir uns auch während dieser Ereignisse um sie gekümmert haben.", erklärte er etwas für ihn völlig selbstverständliches, ehe er noch hinzufügte. ,,Sie verweilt aber inzwischen wieder in der Casa Aemilia. Sie wollte alles für die Rückkehr ihres Cousins herrichten lassen. Er ist übrigens Soldat unter Proximus.", erzählte er noch weiter, was ihm gerade dazu eingefallen war.

  • | Quintus Petilius Sophus


    Der ältere Hausherr schmunzelte leicht, als der Präfekt aus dem übersetzt Dicken oder Groben schnell mal einen Gnadenreichen formte. Dabei war er sich selbstsicher genug, um den kleinen Fauxpas nicht auf sich zu beziehen und an der Deutlichkeit seiner Aussprache zu zweifeln oder ähnliches.
    "Richtig, natürlich. Sie war ja bereits wieder in die Casa Aemilia gezogen, genau. Bei derart außergewöhnlich vielen Gästen unter meinem Dach verliert wohl selbst der bestorganisierteste Hausherr ohne seinen Nomenclator irgendwann einmal den Überblick.", lächelte Sophus dann entschuldigend und fragte sich, wann er dieses Ereignis eigentlich verpasst hatte. Doch er erinnerte sich nicht. Stattdessen wurde er am Ende der Ausführungen über den Aemilier etwas hellhörig. Denn hieß Proximus nicht auch der iulische Urbanertribun, der die Stadttore geöffnet hatte? War vielleicht sogar dieser Proximus gerade gemeint? In dem Falle, so überlegte der Petilier mit einem schmalen Lächeln weiter, müsste es dann wohl eher heißen, dass der Aemilius unter Proximus Soldat war... Da ebensolche Dinge jedoch der Militär der Runde sicherlich am besten wüsste, verzichtete Sophus auf einen entsprechenden Kommentar.
    "In der Tat solltest du bei Verlassen dieses Hauses am besten wohl auch wieder vergessen, dass sich der Senator überhaupt hier aufhält, oder? Oder ist es nicht so, dass man seiner seitens des Corneliers noch immer habhaft werden will?", erkundigte sich Sophus relativ offen. Denn ob krank oder nicht, zumal die Castra Praetoria auch über ein Valetudinarium verfügten, galt der iulische Senator doch wenigstens in der Vergangenheit in der Öffentlichkeit eigentlich als Freund des Vescularius... wie es da natürlich auch noch andere, so beispielsweise einen gewissen octavischen Quaestorius (hieß der nicht sogar so ähnlich wie dieser purgitische Consular?), gab...

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  • Wurde er jetzt auch noch harthörig, fragte Licinus sich selbst. Das hätte ihm sicherlich noch gefehlt. Als ob die immer noch andauernde Schwäche und die spannende Narbe an seinem Unterarm nicht genug wären. So wie er sich anhörte, konnte man schon fast sagen, er wurde langsam alt.
    "Crassus, natürlich entschuldige."
    Dann wandte er sich wieder an den Petilier und meinte:
    "Ja, in der Tat. Ich kann mir denken, dass die letzten Tage für dich besonders stressig waren."


    "Nun, das ist dann wohl nicht zu ändern. Schade." Licinus zuckte mit den Schultern. Das Schade war schlicht dahingesagt, denn eigentlich störte es ihn nicht, ob er den Gast nun kennenlernte oder nicht. Was sicherlich auch daran lag, dass er den Cousin nicht kannte. Somit hakte er das Thema ab und kam wieder auf seine Verwandten zu sprechen.
    "Was Proximus angeht, so wurde er vorläufig festgenommen. Ob bereits eine Entscheidung ... was seine Zukunft angeht, kann ich leider nicht sagen. Aber ich denke, dass ihm die Übergabe der Stadt hoch angerechnet werden wird."


    Sim-Off:

    Letzten Teil gelöscht. Ich bin mir über Licinus Reaktion nicht klar und hab eben Speicherns tatt vorschau erwischt. Sorry

  • | Quintus Petilius Sophus


    Keine direkte Reaktion war indirekt natürlich auch eine Reaktion. So zumindest wertete Sophus die Nichtäußerung zur centhonischen Thematik. Dass darüber hinaus auch der iulische Urbanertribun Proximus noch immer 'vorläufig festgenommen' war, bestätigte die Meinung des Petiliers noch mehr, dass er hier ein ganz schönes Risiko einging.
    "Wie ist der gefüllte Fasan, Iulius? Und ich hoffe auch, der Wein ist zu deiner Zufriedenheit?", erkundigte sich Sophus in Licinus' Richtung. Gleichzeitig gab er seinen Gästen damit auch bewusst die Möglichkeit ein anderes Thema anzuschneiden, nachdem dieses hier sicherlich weder besonders erbaulich war, noch zu größeren Redeergüssen führte.


    Sim-Off:

    Falls ihr hier noch etwas zu Centho/Proximus oder auch einem anderen Thema besprechen wollt...?
    Btw: Schaut mal ins Privatforum, ihr beiden (und Antoninus und Proximus, wenn ihr das lest). ;)

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  • Sim-Off:

    Da ich immer noch gewillt bin, diese Story richtig zu Ende zu spielen, habe ich mir mal erlaubt einen kleinen Zeitsprung bis nach dem Abendessen zu machen, wo es ja wieder spannender werden sollte ;)


    Das Abendessen, zudem Petilius Sophus geladen hatte, war bereits vorüber. Es wurde während diesem Essen kein Wort über eine neuerliche Zimmeraufteilung gesprochen und auch nicht über die letzten Absprachen mit der Petilia Prima. Es wurde allgemein nicht allzuviel gesprochen, zumindest nicht von Crassus, der sich - vielleicht auch wegen des ganzen Weines, den er schon getrunken hatte - lieber zurücknahm und das Essen als solches genoss.


    Da auch Petilius der Aemilia rat zubleiben, zumindest die erste Nacht, wurde auch dieses Thema bisher nicht mehr unter der jüngeren Generation angeschnitten. Bis jetzt nicht. Denn Crassus wollte jetzt, nach dem Essen schon noch für klare Verhältnisse sorgen. Als alle Anwesenden nach und nach das Triclinium verließen, setzte sich Crassus noch kurz zu Caenis und schlug vor noch einen Spaziergang durch den Hortus zu machen. Die Dämmerung war längst am schwinden und er erinnerte sich an ihren letzten nächtlichen Besuch des Gartens, auch wenn dies auf der anderen Seite dieser Mauer war.
    ,,Möchtest du mich noch in den Hortus begleiten?", fragte er sie daher ganz offen und beinahe geflüstert, immerhin ging es niemand Umstehenden/Umsitzenden etwas an.

  • "Ja, sehr gerne.", antwortete sie Crassus und passte sich seiner gewählten Lautstärke an. Auch wenn sie von dem aufreibenden Tag und Essen ziemlich erschöpft war, freute sie sich plötzlich sehr, mit dem Iulier alleine zu sein und in Freundschaft und Vertrauen zu reden. Sie hatte fast das ganze Essen geschwiegen und nur auf direkte Fragen an sie geantwortet.


    Ob er etwas bestimmtes mit ihr im Hortus besprechen wollte? Oder- so wie sie- einfach etwas Ruhe und Zweisamkeit genießen? Das fragte sie sich kurz, als sie von ihrer Kline aufstand, um ihm in den Garten zu folgen.

  • Als sich die beiden Mitglieder der jüngeren Generation, der momentan Ansässigen innerhalb dieser Casa, ob Besucher oder Bewohner gleichermaßen, im Hortus einfanden, setzte Crassus sich auf eine der Bänke und deutete Caenis sich ebenfalls zu setzen - zu ihm.


    ,,Nun, ...", fing er kurz an und brach sofort auch schon wieder ab. Er wusste nicht wie er es anfangen sollte, doch musste er es mit ihr erst besprechen. ,, ... ähm ..." Nicht dass Caenis nachher vor vollendete Tatsachen gestellt würde und dann nicht mit der entstandenen Situation klar käme. ,, ... Also, ...", bröckelten weiter die Wortfetzen aus seinem Mund. Doch langsam verließ ihn bei diesem herumgestottere wieder der Mut, den er vorhin aufgebracht hatte, um sie zu fragen, ob sie ihn in den Hortus begleiten würde. ,, ... So!", jetzt reichte es, wenn er es nicht jetzt schaffen würde, dann wahrscheinlich niemals, und die Zeit saß ihm dabei im Nacken und baute einen gewaltigen Druck auf den jungen Iulier auf. Doch handelte es sich dabei um eine etwas delikate Angelegenheit, die nicht so leicht auszusprechen war.
    ,,Du erinnerst dich, dass...", es war wirklich um einiges einfacher darüber nachzudenken, als es auch auszusprechen. ,,Also heute nachmittag, als du wieder zu dir kamst? Ja?" Jetzt käme gleich der schwierigste Teil und Crassus musste erstmal schlucken. ,,Da war doch die Petilia auch noch bei uns gestanden.", druckste er weiter vor sich hin, ohne bisher die wahrlich wichtige Information auch nur anzudeuten. ,,Das hatte noch einen anderen Grund, als den, dass sie in Sorge um dich war..." Dass sie in überhaupt keiner Weise in Sorge um die Aemilia war, war für den Iulier in dem Moment nicht so offensichtlich gewesen, wie es vielleicht für Andere war. Zu sehr war ihm an dem Wohlergehen der, seiner, blonden Schönheit gelegen. ,,Und zwar hatte sie den Vorschlag gemacht, das du ihr Cubiculum komplett nutzen könntest und sie zu ihrem Bruder weichen würde.", das hatte er ihr zwar schon erzählt, doch hatte er dies in seiner momentanen Aufregung völlig vergessen. Sein Herz schlug so schnell wie der Trommler einer Galeere bei Rammgeschwindigkeit. ,,Das ist aber nur die halbe Wahrheit!", jetzt gab es einfach kein zurück mehr. ,,Da dann auch mein Platz in dessen Unterkunft wegfallen würde...", so langsam kam er sich schon halb wie ein perverser Irrer vor, wenn er sich ausmalte, was die beinahe einzig logische Konsequenz daraus nun war. Doch gerade als er weitersprechen wollte, machte sein Herz einen kurzen Aussetzer. Wenn Caenis nun so garnicht einverstanden mit solch etwas wäre? Wenn sie ihn nun fortstoßen würde und nicht auch nur einmal mehr mit ihm reden wollen würde? Dann würde seine eigene kleine Welt in sich zusammen brechen und er könnte gleich auf der Straße nach dem Weg zum tarpejischen Felsen fragen. Bei diesem Gedanken verließ den jungen Iulier nun endgültig der Mut seinen so bruchstückhaft angefangenen und dann krampfhaft beinahe vollendeten Satz komplett auszusprechen und er lief komplett rot an, starrte dabei wie ein kleines Kind gen Boden und traute sich nicht auf Caenis Gesicht zu achten, ob dort irgendeine Reaktion abzulesen wäre. Er war zuweit gegangen, überhaupt mit dem Gedanken daran, dass sie, die ehrbare Aemilia solch einem Vorgehen auch nur die geringste Chance eingeräumt hätte. Die Perversion seiner Gedanken stieg ihm erneut zu Kopf, obwohl er im Innern garnicht daran gedacht hatte, dass wirklich etwas 'ernstes' zwischen den Beiden in der Nacht vorfallen könnte, doch allein der Gedanke daran, dass sie denken könnte, dass er so denken würde, unterstrich sein Gefühl ein perverser Irrer zu sein. Oder war das jetzt schon wieder zu weit gedacht? Crassus schien eine enorme Angst zu haben, dass sie schlecht über ihn denken könnte, aus dem Grund weil sie vielleicht dachte, dass er über eine gemeinsame Nacht mit ihr dachte. Dabei wollte Crassus bloß in ihrer Nähe sein, zu wissen, dass es ihr gut ging, war die größte Sehnsucht, die ihn zur Zeit trieb. Vorallem nach den kürzlichen Ereignissen, stieg diese Sehnsucht schon beinahe zu einer Obsession an.


    Während seine Gedanken immer weitere Kreise zogen und sein Gesicht bereits eine Farbe zwischen Schweinchenrosa und Purpur angenommen haben musste, starrte er weiter gen Boden und traute sich nicht aufzublicken, so dass er kaum eine Reaktion von Caenis mitbekommen hätte. Vielleicht hatte sie sogar schon etwas gesagt, doch hatten Crassus Gedanken dies einfach übertönt und unterdrückt. Dieser Gedanke, nicht mitbekommen zu haben, was sie gesagt haben könnte, führte in seinem Kopf zu einer neuerlichen Auseinandersetzung, die allerdings bewirkte, dass er seine Feigheit und die Peinlichkeit dieser Situation nun überspielte und er es schaffte wieder aufzublicken, nur um zu sehen, dass ....

  • Natürlich setzte sich die junge Aemilia neben Crassus und sah ihn erwartungsvoll an. Je mehr und je länger er zögerte, desto nervöser und neugieriger wurde sie. Was wollte er nur so wichtiges ansprechen, dass es so schwer nur von den Lippen ging? Wollte er vielleicht sogar- um ihre Hand...? Bei diesem Gedanken blinzelte sie erregt und war plötzlich genauso hibbelig wie er es wohl war. Als er langsam zur Sache kam, wenn auch die ganze Zeit weiter um den heißen Brei herumredete, musste sie stutzen. Hatte er... hatte sie ihn gerade richtig verstanden? Nein, hier ging es nicht um etwas wie einen Antrag, was wahrscheinlich eher bei einem gemeinsamen Abendessen und dann erst nach einem langen Gespräch mit ihrem Cousin und dann Briefen zu ihrem Vater möglich wäre. Nein, was er da ansprach... es ging ganz klar in eine Richtung. Crassus... er... der ihr so lieb war... und jetzt komplett verwirrt und errötet neben ihr saß... wollte mit ihr zusammen die Nacht verbringen!


    Von einem Moment auf den anderen wurde ihr abwechselnd heiß und kalt, in ihren Ohren begann es zu rauschen, ihr Herz schlug immer stärker und schneller und in ihrem unteren Bauchbereich pochte es heiß. Die Müdigkeit von noch ein paar Augenblicken wich schlagartig einer Mischung aus Erregung und Angst. Körperlicher Sehnsucht und- Panik. Ja, sie wollte. Nein, auf gar keinen Fall durfte sie. Aber... es müsste ja nicht gleich... Es würde aber. Die Gelegenheit macht auch aus ehrwürdigen Bürgern Diebe...


    Verzweifelt stand sie auf. Sie musste weg. Weg von der Bank, weg von der Casa Petilia. Weg von den betörend duftenden, ach so schön geschnittenen Rosen um sie herum, die dem Petilius doch so sehr am Herzen lagen. Weg von der Qual der Entscheidung. Die Fackeln, die vereinzelt im Hortus zu sehen waren und durch die er romantisch erhellt wurde, verschwommen in dem Tränenfluss, der eine unerschöpfliche Quelle in ihren Augen fand. Ihr Zittern machte die Schritte schwer, die sie langsam in die Richtung nahm, aus der sie erst kürzlich gekommen war. Mit ihm. Mit Crassus. Mit... dem Mann, in den sie bis über beide Ohren verliebt war. Der ihr gerade eben... seine Zuneigung gestanden hatte. Caenis blieb ein paar Schritte weiter mit dem Rücken zu ihm stehen und legte beide Arme schützend um sich selbst.


    Schluchzend stand sie dann da, verloren in einem Meer aus Rosen- und kein rettendes Land in Sicht.

  • Und eingetreten war es, - beinahe - genau das, was der junge Iulier befürchtet hatte. Denn die Nacht miteinander zu verbringen war ja nicht gleich das selbe wie die Nacht miteinander zu verbringen. Und hätte er ihre Gedanken lesen können, hätte er laut aufgeschrien und ihr eine Floskel an den Kopf geworfen, die heutzutage so ausgelutscht war, dass man sie beinahe als Geständnis werten könnte: NEIN, es ist nicht so wie es aussieht!! Und er hatte wahrlich keine Hintergedanken gehabt, als er mit der Petilia darüber sprach, viel zu abgelenkt war er von Caenis gewesen um sich darüber Gedanken machen zu können.


    Mitunter vielleicht auch Glück, dass er Caenis Gedanken eben nicht lesen konnte. Aber nur vielleicht, denn stattdessen musste er nun ihrer stummen Reaktion folgen und ebenso stumm mitansehen, wie sich aufrichtete, aufstand und sich von ihm wegwandte, beinahe fluchtartig.


    Er wusste jetzt gar überhaupt nicht, wie er mit dieser neu geschaffenen Situation umzugehen hatte, umgehen sollte. Völlig hilflos und emotional relativ ausgelaugt, war es doch ein zugroßes hin und her bei seinen Gefühlen, stand er dann ebenfalls auf und wollte ihr geradewegs hinterher. Doch war das das Richtige? Jetzt in diesem Moment? Crassus stockte kurz und fiel beinahe wieder rücklings zurück auf die Bank, konnte er sich aber gerade noch wieder fangen und stand dann etwas angewurzelt da und starrte auf den Rücken der Aemilia. Ja, den Rücken. Den Oberen. Er hatte in diesem Moment wahrlich keine unkeuschen Gedanken gegenüber seiner Ausgewählten.
    Dann musste er allerdings handeln und ging zu ihr, bis er hinter ihr stand. Vorsichtig legte er seine Hände auf ihre Schultern und zog sie etwas an sich heran. Er wollte ihr Halt geben. Weniger physischen, als psychischen Halt - emotionalen Halt. Er war selbst gänzlich überfordert damit, doch vielleicht könnten sie es schaffen diese Verzweiflung zu überwinden - gemeinsam.
    ,,Ich ... Ich ...", er rang nach Worten, bemerkte er doch erst jetzt, dass ein unaufhörlicher Fluss aus Tränen ihre samtene Wange herunter rann. Er wollte sie nicht verlieren, nicht so.

  • Zuerst war es unangenehm, seine Haut zu spüren. Doch dann wollte Caenis nichts mehr als diesen Augenblick in die Unendlichkeit auszudehnen. Sie lehnte sich nach hinten, seinem Oberkörper entgegen. Und da war er. Gab ihr Halt. Seine Wärme war alles, was sie wollte. Für immer... wollte sie nur ihn. Was konnte dieses Verlangen anderes sein als Liebe?
    Aber lieben. Das war zu gefährlich. Hatte ihre Mutter das nicht immer gesagt? Lieben ist immer verknüpft mit leiden und macht das Leben schwieriger als es ist. Aber macht es das auch nicht schöner?


    Langsam drehte sich Caenis zu Crassus um und legte ihre Hände auf seine Taille. Seine Augen... sie wollte seine Augen sehen. Sehen, was er dachte. Verstehen, warum er... das vorhin gesagt hatte. Ob er es nur aus Verlangen gesagt hatte oder... auch aus Liebe.


    "Ich...", fing sie an und wollte es ihm sagen. Sie wollte ihm endlich sagen, was sie fühlte. Sie musste. "Crassus...", versuchte sie es noch einmal und lehnte sich an ihn. "Ich glaube... ich...", aber es funktionierte nicht. Sie konnte nichts anderes tun, als ihm in die Augen zu sehen und sich in deren Tiefe zu verlieren. Und dann sah sie seine Lippen, legte vorsichtig eine Hand in seinen Nacken und streckte sich ihm entgegen. "Bitte... küss mich.", hauchte sie und verdrängte in dem Moment komplett, was für ein großer Fehler das war.

  • Und er tat wie ihm geheißen.
    Er nahm seine rechte Hand und legte diese vorsichtig unter ihr Kinn um dieses ein weiteres Stück anzuheben, denn ein Größenunterschied zwischen den Beiden war deutlich vorhanden. Dann näherte er sich mit seinem Kopf ihrem Kopf. Mit seinem Mund dem ihrem.
    Crassus sah ihr dabei in die Augen und verlor jegliches Gefühl für Zeit und den Ort in dem sie sich befanden. Alles um ihre Augen, um ihr Gesicht herum, schien zu verschwimmen und und der Bedeutungslosigkeit anheim zu fallen. Jetzt waren nur die Beiden wichtig. Dann trafen sich endlich ihre Lippen und Crassus bekam Gänsehaut bei dem Gefühl, dass diese Lippen bei ihm zurückließen. Es war ein sanfter Kuss, nicht zu fest, nicht zu hastig, vielleicht schon zu schüchtern, doch war es ein sehr intimer Moment für den jungen Iulier, ein Moment von denen es bisher nicht viele gab in seinem Leben.


    Es dauerte eine gefühlte Ewigkeit, bis Crassus seine Lippen wieder von den ihren trennte, waren es in echt wohl nur sekunden, doch hielt dieses berauschende Gefühl in ihm noch lange an. Er lehnte seine Stirn an die von Caenis und versuchte etwas zu sagen. ,,Ich ... ich liebe dich..." War es mehr ein Flüstern, ein Hauchen, ein verschwindendes Nichts im Gewirr der Ereignisse dieses Tages, und doch das Wichtigste, was er heute hatte hervorbringen können. Jetzt war es vorallem endlich raus. Jetzt konnte er es nicht mehr zurücknehmen und er war sich sicher, dass er das auch nicht tuen wollte. Ein befreiendes Gefühl bemächtigte sich nun seiner und gespannt einer Reaktion, nahm er den Kopf von dem ihren und blickte in diese wunderschönen Augen, die Caenis ihr Eigen nannte.

  • Sim-Off:

    Sorry für die lange Zeit. Aber ich denke, wir sollten hier dann auch mal zu machen.


    "Beides hervorragend" lobte er die Speisen.
    "Du verfügst über eine ganz ausgezeichnete Küche, Petilius. Woher kommt dein Koch?"
    Licinus war wohl eher spartanischer Art, was das Essen anging, aber durchaus in der Lage ein gutes Essen zu erkennen. Er machte sich privat nichts draus. Allerdings war er neugierig und er fragte sich, ob die Herkunft des Koches einen Einfluss auf den Geschmack des Essens hatte.

  • Und er war ihrer Bitte nachgekommen. Ganz vorsichtig hatte er seine Lippen auf ihre gedrückt und sie in dem Moment zur wahrscheinlich glücklichsten Frau der Welt gemacht. Als er sich von ihr löste und doch noch ganz nah, vielleicht sogar noch näher als vor dem Kuss, bei ihr stand, konnte sie nichts anderes tun als ihn glücklich anzustrahlen.
    Schon ab dem ersten Treffen mit dem Iulier hatte sie davon geträumt, wie es wohl wäre, wenn er sie küssen würde, wenn er sie lieben würde. Wenn sie nur ganz sein sein könnte. Und bei jedem Treffen mit ihm, bei jedem Blick, jedem Wort aus seinem Mund- war ihr Verlangen danach, es wirklich zu erleben, so sehr gestiegen...


    Ich liebe dich auch, ja!, dachte Caenis und fühlte, wie sich ein Knoten aus Selbstbeherrschung in ihr anfing zu lösen. Die Tränen, die sie vorhin noch aus Verzweiflung geweint hatte, waren nun Freudentränen; sie japste nach Luft, um sich endlich ganz zu erlösen, endlich zu sagen:
    "Ich liebe dich auch, Crassus, ja, ich liebe dich auch!"
    Dann zog sie sich an den Schultern des Iuliers hoch um ihm noch einen Kuss zu entlocken, einen innigen Kuss, voller Liebe und Bestätigung ihrer beider Gefühle...


    In dem Moment schien ihr tatsächlich komplett egal, ob nicht vielleicht ein iulischer oder petilischer Sklave oder irgendjemand anderes heimlich oder auch nicht so heimlich bei diesen innigen Bekenntnissen mithörte...

    Sim-Off:

    Dives, dein Stichwort? Oder hast du schon genug Informationen und Beweise für diverse Komplotte gegen die beiden? ;)

  • Sim-Off:

    @ Caenis: Ich denke, die Petilia ist froh, wenn Caenis aus dem Haus ist, sodass sie sich auch nicht weiter darum kümmert, was da nun im Garten passiert.
    Sobald ihr die Casa aber wieder betretet, dürft ihr euch aber gerne wieder begründet beobachtet fühlen... :D


    | Quintus Petilius Sophus


    Der alte Hausherr lächelte dankbar für das ihm gemachte Kompliment.
    "Du, ...", sprach er dann einen der diversen Haussklaven an. Denn Sophus selbst wusste nur, dass der Koch wohl von irgendeinem Sklavenmarkt stammte - eine Antwort, die den Fragenden in seinem Wissensdurst vermutlich nicht so ganz befriedigen würde. "... aus welchem Teil des Imperiums stammt der Koch meines Hauses?", erkundigte er sich zwar freundlich lächelnd, aber dennoch bestimmt. Der Angesprochene beantwortete die gestellte Frage für alle an der Mensa und erklärte, dass der Koch von einem kleinen Dorf an der Grenze zu Syria stammte.
    Anschließend folgte ein weiterer Gang einer einfachen, aber leckeren Nachspeise, während zu Tisch nur weiter über ähnlich bedeutungsarme Themen gesprochen wurde, wie über die Herkunft des petilischen Kochs. So fand die Cena in der Casa Petilia einige Zeit später ihr Ende und der Praefectus wurde zusammen mit seinen soldatischen Begleitern zurück zur Porta des Anwesens gebracht.

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  • Und auch diesem Kuss konnte Crassus sich keinster Weise entziehen. Sein innerliches Verlangen nach der blonden Schönheit vor sich brach sofort jeglichen Widerstand, der auch nur in ihm aufzukeimen versuchte.
    Ihre Worte waren wie Balsam für seine Seele und er fühlte sich mit seinen Gefühlen für Caenis endlich bestätigt und nicht mehr so alleingelassen, wie bisher.


    Es verging noch einige Zeit, bis sich Crassus wieder von Caenis Lippen zu lösen versuchte, das jetzt auch einfacher klang, als es für den jungen Iulier war. Aber er schaffte es dann doch seine Lippen von den ihren zu befreien und in ihre wunderschönen blauen Augen blickte, während er seine Hände noch immer um ihren sanften Körper geschlungen hatte.
    ,,Könnte doch dieser Augenblick garnicht mehr enden...", dachte sich Crassus und merkte dabei garnicht, dass er diese Worte dabei auch aussprach, zwar mehr gehaucht als gesprochen, doch Caenis stand so dicht vor ihm, dass sie seine Worte sicherlich verstehen konnte. Danach zog er sie näher an sich heran und verstärkte den Druck seiner Arme auf ihrem Körper.
    ,,Ich will dich nicht mehr gehen lassen..", diesmal hatte er es ganz bewusst gesagt und auch so gemeint. Er wollte sie wirklich nicht mehr gehen lassen. Und doch meldete sich entfernt eine Stimme in seinem Kopf, dass es sicher nicht die beste Idee war den ganzen Abend hier zu zweit im Hortus zu stehen, in einer fremden Casa.
    Sie mussten wieder zurück, blieben sie zu lange weg, würden sie bloß den Nährboden für etwaige Gerüchte legen.

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