Officium Dilectuum - Rekrutierungsbüro

  • Tariq lächelte erleichtert, als nun alles glatt lief. "Jawohl!" erwiderte er und rief sich beim Hinausgehen noch einmal die Worte des Eides ins Gedächtnis. Vor der Tür hatte Fango bereits begonnen, einige seiner Sachen zusammen zu suchen. "Ich soll in voller Ausrüstung jetzt ins Sacellum, um den Eid abzulegen", teilte Tariq seinem hoffentlich baldigen Kameraden mit. Da er zumindest die Kleidungsstücke im Armamentarium anprobiert hatte, war er mit diesen bereits vertraut. Besonders gut gefiel ihm die Subcula, die den germanischen Winter etwas erträglicher machen würde. Er schaute sich bei Fango ab, wie dieser angezogen war und was er in welcher Reihenfolge anziehen musste.


    Als er die Rüstung angelegt hatte, stopfte er seine ursprünglichen Klamotten und Schuhe in den Bronzetopf. Geschirr, Sattel und seiner wenigen privaten Besitzttümer würde er wohl erst in sein Quartier bringen müssen, ehe er sich ins Sacellum begab.


    Sim-Off:

    Da ich hier nicht vorgreifen will, habe ich offen gelassen, ob Fango Tariq noch zu den Quartieren begleitet, um seine Sachen dorthin zu bringen oder nicht. Wir können das gerne noch ausspielen oder davon ausgehen, dass es im Hintergrund abgelaufen ist - wie du magst. Ich schreibe mich aber schon mal zum Sacellum. Ich möchte Sabaco nicht zu lange warten lassen! :panik::D Ich hoffe, das ist ok, ansonsten kann ich gerne noch mal editieren.

  • Fango brachte den Neuen gleich selbst zum Rekrutierungsbüro. Er klopfte lautstark an, damit es schnell ging. "Du musst dir keine Sorgen machen", plauderte er weiter, "so schlimm ist das Prozedere gar nicht."

  • Faustus trat mit selbstsicherem Schritt in das Rekrutierungsbüro, tatsächlich war er innerlich unsicher da alles neu für ihn war. Doch da Fango bei ihm war und ihn beruhigte kam wieder die übliche Gelassenheit über ihn. Fango hatte recht, warum sollte er sich auch Sorgen machen. Dieses ganze Prozedere hatten schon hunderte Freiwillige über sich ergehen lassen. Was für Faustus jedoch wichtig war, es fühlte sich hier irgendwie wie Heimat an. Es war für ihn die richtige Entscheidung gewesen sich für das Militär zu entscheiden. Obwohl er ein Iunier war fühlte er sich wie entwurzelt an, denn weder in Germanien noch im römischen Reich war er wirklich heimisch. Einzig allein hier bei der Ala war es für ihn richtig her vom Gefühl. Er mochte den Decurio, der für ihn ein wirklich großer Mann war und auch mit den Soldaten mit denen er in Berührung gekommen war hatten sich offen und ehrlich gezeigt. Sicherlich würde er noch etliche andere Soldaten kennenlernen die auch besondere Fähigkeiten hatten und sicherlich auch gut zu ihm passen würden. Vor den kämpferischen Fähigkeiten her war er sich sicher mit den Soldaten Stand halten zu können. Auch seine Reitfähigkeiten würden mit den Römern mithalten können. Schließlich hatte er in Germanien einige Pferde bereits zugeritten. Und den Rest was man als Reiter können musste würde er sicherlich erlernen. Sein Ziel war es so schnell es möglich war vollfertiger Eques zu werden. Daher sprach er zu Fango: "Neeh ist schon klar das ist für mich kein Problem."

  • Es sah wie ein Zufall aus, dass Sabaco ebenfalls ins Officium trat, doch es war keiner. Man hatte ihm vom Tor aus berichtet, wer gerade auf dem Weg zur Rekrutierung war. Nachdem er durch die Tür getreten war, wartete er den Gruß der Anwesenden ab, um ihn zu erwidern, ehe er vor den diensthabenden Offizier trat. Er machte eine kaum merkliche Kopfbewegung in Richtung Rupa, nickte einmal, plauderte eine Belanglosigkeit und verschwand genau so schnell wie er gekommen war.

  • Die erste Aufregung Faustus war vorbei und als Sabaco sein Idol eintrat kam ein ruhender Impuls über ihn. Der Mann hatte ein derart mächtiges und überlegenes Auftreten es war einfach nur der Wahnsinn. Um so mehr bestätigte es ihn darin genau so ein guter Soldat zu werden wie der Decurio. Er würde sich definitiv rein hängen und alles geben um der beste Soldat der Ala zu werden. er grüßte den Decurio und war wieder überrascht wie dieser mit einem leichten überlegenen Kopfnicken zurück grüßte. Als er dann das Zimer verlassen hatte sagte er: "Dieser Mann ist der Hammer er muss der beste Soldat der Ala sein und ein großer Kämpfer."

  • Der Decurio las in dem Nicken seines Kollegen etwas anderes, das Geplauder war nur ein Vorwand.Es ging um das Nicken in Richtung von nur einem der Anwesenden, und zwar von dem, der noch nicht bei ihnen Mitglied war. Matinius Sabaco wollte, dass dieser Rekrut auf jeden Fall aufgenommen wurde. Vielleicht war der bärtige Kerl ein Verwandter, ein Günstling oder ein entsprechendes Sümmchen hatte den Besitzer gewechselt. Wie auch immer - was nun kam, war nur noch eine reine Formsache. Iustus winkte den vermeintlichen Freiwilligen zu seinem Schreibtisch.


    Er nahm eine Wachstafel zur Hand. "Du möchtest dich zum Dienst bei der Ala melden, nehme ich an. Dann ziehen wir das hier nicht unnötig in die Länge. Ich benötige deinen Namen und den deiner Eltern, sowie deine Herkunft. Eques Seius, du kannst derweil draußen warten und ihm dann gleich den Weg zeigen."


    ALA II NUMIDIA

    MUSTERUNGSAKTE


    Name:

    Vater:

    Mutter:

    Herkunft:

    Alter bei Eintritt:

    Bisherige Tätigkeiten:


    Körperliche Verfassung:


    Bei Musterung festgestellte Leiden:


    Krankheiten i. d. Vergangenheit:


    Musterungsergebnis:

  • Faustus war verblüfft das es bereits so schnell losging ohne großes Federlesen. Sonst war die römische Bürokratie und Verwaltung berühmt berüchtigt hinsichtlich ihrer Langsamkeit. Doch hier schien alles in Ordnung sein so antwortete er pflichtbewusst:

    "Meine Name lautet Faustus Inuius Rupa

    Alter: 30 Jahre

    Vater: Lucius Iunius Corona

    Mutter: Luitgard

    römische Bürger

    Tätigkeiten: Krieger und Kundschafter, ich hatte auch in einer Schmiede mitgearbeitet und dort etliches gelernt,

    Sprache: Latein und mehrere germanische Dialekte

    Ich kann lesen und schreiben

    Ich hatte bisher keine Krankheiten zu verzeichnen."

    So weit hatte er alles was wichtig mitgeteilt. Er war gespannt was noch alles abgefragt wurde.

  • "Dann entkleide dich bitte da bei dem Stuhl und stell dich für die Musterung auf."


    Iustus trug in der Zwischenzeit alles ein. Der Erfahrungsschatz des Rekruten war beachtlich, weshalb Decurio Matinius ihn vermutlich unbedingt in der Einheit wissen wollte. Leider zahlte man den Preis für so viel Erfahrung in Lebensjahren. Mit seinen dreißig Sommern und Wintern würde Iunius Rupa zu den Ältesten gehören. Vielleicht würde das immerhin dazu beitragen, die Flausen der Jüngeren etwas im Zaum zu halten.

  • Ja was war denn das? Faustus sollte sich nackig machen. Was wollten die Römer denn mit sowas? Er dachte sie würden seine Fertigkeiten sich ansehen und irgendwelche sportliche und kämpferische Dinge abtesten. Manchmal waren die Römer schon sehr suspekt. Gut er hatte keine Probleme sich auszuziehen, sie würden eh nur einen durchtrainierten Körper sehen und etliche Narben die Erinnerungen an etliche Kämpfe nachweisen würden. Auf dem Weg zum Officium hatte er noch einige andere Bewerber gesichtet die deutlich jünger waren wie er, aber denen man die Unerfahrenheit ansehen konnte. Es würde noch richtig lustig werden mit den Bubis. Die Ausbildung dürfte vermutlich heftig werden, doch für sich selber machte Faustus sich keine Sorgen.


    "Dann kleide ich mich aus ich hoffe ihr seid zufrieden." So ein Blödsinn auch, anstelle das man was sinnvolles überprüfte und die Zeit brauchbar nutzte. Nun ja die römische Bürokratie eben, sie war bekannt berüchtigt.

  • Der Iunier wusste nicht von seinem Glück, dass die Musterung gleich hier an Ort und Stelle stattfand und er nicht ins Valetudinarium geschickt wurde, wie es eigentlich Vorschrift war. Der Grund war simpel - ein Arzt würde viel mehr sehen als Iustus. Bei einem Dreißigjährigen konnte das durchaus zu Problemen führen. Während Iustus auf den Wunsch seines Decurio-Kollegen Rücksicht nahm, würden die bärbeißigen Militärärzte aus dem Lazarett das wahrscheinlich nicht, und Iunius Rupa unter Umständen knallhart ausselektieren.


    Iustus stand auf und trat an den Rekruten heran. Sein Trainingszustand wirkte gut. Iunius Rupa hatte unter seinen Klamotten keinen Buckel oder übermäßig krumme Beine versteckt. Auch die Narben wirkten nicht so, als würden sie jede Sekunde aufplatzen oder die Beweglichkeit beeinträchtigen. Zwei Eier besaß er offensichtlich auch. Nirgendwo krabbelte Viehzeug herum und Iustus entdeckte keine Geschwüre oder Spuren einer ansteckenden Hautkrankheit. Kurzum: Auf ihn als Laien wirkte der Rekrut gesund. Fertig.


    Ein Test für die Sinne folgte noch. Iustus ging ans andere Ende des Raumes in eine schlecht ausgeleuchtete Ecke. Dort hob er drei Finger. Kaum hörbar flüsterte er: "Wie viele Finger zeige ich?"

  • Faustus amüsierte sich über den Römer, was sollte das nun werden. Dieser ging ans andere Ende des Raumes und flüsterte vor sich hin. Faustus wusste zwar das die Römer komisch waren, also vermutlich auch er als irgendwie Römer, aber das war jetzt wirklich zum totlachen. Ein leichtes Grinsen kam über Faustus Lippen, innerlich grölte er vor lachen, als er nicht merhr konnte und eine etwas freche Antwort auf seinen Lippen lag: "Zwei Finger weil ich euch den dritten Finger gleich abbeiße." Die Situation war einfach zu komisch und man sah Faustus an, dass er die Situation nicht wirklich ernst nahm. Vermutlich konnte der Römer nicht einmal was dafür, sondern führte nur Befehle von irgendeinem Vollpfosten aus der sich wichtig machen wollte. Tatsächlich tat ihm der Mann leid, da er sich so einfach über die Situation lustig machte. Bei den Römern war es schon sehr seltsam, Faustus fragte sich wie dieses Volk so ein großes Imperium hatte schaffen können, wenn sie für solche Spielereien Zeit hatten. In Germanien wurde nach Kraft, Ausdauer und Kampftauglichkeit ausgesucht und nicht ob einer mit dem Auge blinzeln konnte. Innerlich hoffte er inständig, dass die Kampfausbildung sinnvoller war. Nun er würde schon noch sehen was auf ihn zukommen würde.

  • Just in jenem Moment betrat Andriscus das Officium. Nicht weil es notwendig was sondern einfach aus Langeweile.

    Das letzte was er hörte war :" .den dritten Finger gleich abbeiße" ubd was er sah, ein dümmlich, grinsender Bursche.

    Kurzerhand trat er hinter den Mann und trat diesem in die Kniekehle.

    " Und jetzt wollen wir sehen wen du hier etwas abbeisst und das Grinsen ist ja nun verschwunden. Und ich rate dir siche Allüren zu unterlassen. Wir sind hier nicht in deinem Dorf sondern in der besten Einheit Roms, hier in Germanien. Wahrscheinlich bist du einer von jenen die den Schnitt arg nach unten treiben aber das macht nichts Wir können immer Idioten brauchen die sich freiwillig melden um zu sterben."

    " Und wir kriechen nicht am Biden sondern fechten Schlachten auf dem Rücken eines Pferdes. Wenn du Schlamm fressen willst melde dich bei der Legion. Und jetzt hoch."

    Andridcus war in übler Laune. Dieser Kerl, ob nun frisch eingetroffen oder nicht, machte es deutlich das momentan kein Spaß zu haben ist mit Andriscus.

  • Auweia da war Faustus ja ganz schön ausgebremst worden. Nun er hatte es auch selber provoziert insofern war der Tritt also doch in Ordnung. So erhob er sich zu seiner vollen Größe und funkelte den Römer mit einem leichten Grinsen von oben herab an. Er war immer noch erheitert und nahm dem Römer den Tritt und die Aussagen nicht wirklich krumm. Er hatte schon schlimmeres erlebt. Trotz allem veränderte er sein Wesen augenblicklich, so dass der erfahrene Kämpfer sofort wach werden würde, wenn er sich mit den Reaktionen im Nahkampf auskannte. Im Raum begann es zu knistern, obwohl augenscheinlich keine Gefahr von Faustus ausging. Der Römer sollte sich bewusst sein, dass Faustus auch ganz anders konnte als das brave Lamm zu spielen. Dafür hatte er schon zu viele Männer getötet um als dummer Soldatenjunge angesehen zu werden. Doch Faustus wollte auch der Situation gerecht werden und den Dampf, der sich aufgebaut hatte, etwas rauslassen.

    "Dein Tritt ist nicht von schlechten Eltern und den habe ich ja auch verdient. Also insoweit ist alles gut. Ich heiße Faustus Iunius Rupa." Nun Faustus hoffte das er wieder eine Brücke aufgebaut hatte damit man sinnvoll miteinander umgehen konnte. Er hatte keine große Lust sich weiter mit dem Soldaten anzulegen, schließlich würde er bald ein Kamerad des Mannes sein und vermutlich würden sie auch gemeinsam in Situationen kommen bei denen man sich gegenseitig der Arsch retten musste. Somit war PAX das wichtigste und er würde dem Mann zeigen, dass er einen erfahrenen Kämpfer vor sich hatte. Faustus vermied es auf den ersten Anblick hin etwas einzuschätzen. Dafür war das Leben zu kostbar vor allem in Germanien.

  • " Iunius Rulpa. Auftreten einem Vorgesetzen auf diese weise ist nicht akzeptabel. Der Tritt war das geringste was dir wiederfshren würde wenn du dich weiterhin so benimmst. Aber gut. Ich denke du wirst nich schnell genug erfahren wie der Hase läuft."

    Andriscus beließ es dabei. Kurz musterte er den Mann und..." Verwandt mit Iunius Seneca?""

    Iunius Seneca war der letzte Kommandant der ALA unter dem Andriscus bereits diente. Dessen plötzliches Ableben riß ein grosses Loch in die Einheit und hinterließ einiges an Chaos.

  • Da war Faustus noch mal knapp davongekommen. Er nahm sich vor etwas vorsichtiger zu sein, schließlich war er nicht unter Freunden, sondern unter Römern. Ihm kam es immer noch komisch vor germanisch und römisch zu denken. Es war ja auch zum verrückt werden. Die meiste Zeit hatte er unter Germanen gelebt und war dort ein Außenseiter und hier bei den Römern schien es genauso zu verlaufen. In seiner Welt konnte er sich nur auf sich selbst verlassen, egal wo er war.

    "Soweit ich weiß war Iunius Seneca ein Verwandter von mir, ich lebte eine lange Zeit in Germanien und erfuhr erst spät meinen familiären Hintergrund. Doch ich hätte ihn wirklich gerne kennengelernt. Er muss ein ganz besonderer Mann gewesen sein." Faustus war tatsächlich wissbegierig über seine Familie und wie seine Vergangenheit damit Zusammenhang.

  • " Das war er, Junge. Und ein tadelloser Soldat. Solltest dir zum Vorbild machen. Aber nun genug., Iunius Rupa. Mach was dir gesagt wird, stelle keine Fragen. Wer Befehle befolgen kann kann später befehlen."

    Andriscus schielte kurz zu dem Decurio, der ranghöher als er selbst war, salutierte und entschuldigte sich für die Störung.

  • Der Decurio hatte Andriscus gewähren lassen. Er sah keinen Grund, einzugreifen, da der Duplicarius aussprach, was er selbst auch gleich ausgesprochen hätte. Auf die Entschuldigung hin nickte er nur mit einem kaum wahrnehmbaren Schmunzeln. "Danke, Duplicarius, für die Ergänzung. Iunius, du kannst dich wieder ankleiden. Mit deinen Sinnen ist alles in Ordnung und mit dem Mundwerk scheinbar ebenfalls."


    Was der Iunier noch nicht wusste, war, dass er dem Duplicarius Andriscus auf seinem weiteren Werdegang noch des öfteren über den Weg laufen würde. So war es nur gut für Rupas Karriere, dass er auf die Rüge hin eingelenkt hatte. Er mochte irgendein Günstling von Sabaco sein, der seinen Männern gern die Zügel locker ließ, so lange sie ihm persönlich gegenüber nur loyal waren, sie bisweilen sogar verhätscheln - allerdingst schützte das dessen Männer nicht vor der Strenge der übrigen Offiziere.


    "Hier ist deine Musterungsakte. Damit gehst du nun ins Armamentarium und lässt dir erstmal deine Ausrüstung geben."


    ALA II NUMIDIA

    MUSTERUNGSAKTE


    Name: Faustus Iunius Rupa

    Vater: Lucius Iunius Corona

    Mutter: Luitgrard

    Herkunft: römischer Bürger

    Alter bei Eintritt: 30

    Bisherige Tätigkeiten: Krieger, Kundschafter, hat in einer Schmiede mitgearbeitet, kann lesen und schreiben, spricht außer Latein mehrere germanische Dialekte


    Körperliche Verfassung: gut


    Bei Musterung festgestellte Leiden: keine


    Krankheiten i. d. Vergangenheit: keine


    Musterungsergebnis: uneingeschränkt tauglich für den Militärdienst


  • Faustus ging mit ausladenden Schritten ins Rekrutierungsgebäude um sich zurück zu melden. Schnurstracks betrat er das Büro und meldete sich zurück. "Miles Faustus Iunius Rupa meldet sich zum Dienst." So hatte ihm Randolf das mitgeteilt und so meldet er sich nach hoffentlich römische Sitte. Faustus war zufrieden und freute sich auf die Ausbildung mit den Pferden und vielleicht lernte er auch was für den Kampf zu Fuß und auf dem Pferd. Er war sehr gespannt was die Römer so drauf hatten und wartete wissbegierig auf alles weitere was kommen sollte.

  • Der Decurio erwiderte den Gruß, dann betrachtete er Rupa in der neuen Ausrüstung. An das Gewicht würde er sich gewöhnen, er wirkte nicht, als sei er aus Zucker. "Penibel pflegen, sofort nach jedem Dienst, und erst danach in den Feierabend gehen. Egal wie erschöpft du sein magst, denke daran, dass jederzeit Alarm sein könnte. Die Ausrüstung bildet künftig eine untrennbare Einheit mit dir, du wirst sie oft länger tragen, als ohne sie sein."


    Am ersten Tag der Ausbildung saß die Rüstung in der Regel noch nicht richtig oder war nicht sauber genug, so dass der Ausbilder viele Möglichkeiten sah, die Rekruten rundzumachen.


    "Du kannst dich nun ins Fahnenheiligtum begeben. Dort wirst du mit den anderen Neulingen auf euren Vorgesetzten warten. Es wird feierlich der Eid geschworen. Nutze die Zeit, bis euer Vorgesetzter kommt, in dich hineinzuhorchen, ob du wirklich der Ala beitreten willst. Danach gibt es kein Zurück."


    Iustus schob eine vorbereitete Tabula über den Tisch, damit der Neue den Eid verinnerlichen konnte.


    IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA.


    Sim-Off:

    Es schwören aber die Milites, dass sie alles entschlossen ausführen werden, was der Imperator Caesar Augustus befehlen wird, dass sie niemals den Dienst verlassen werden und den Tod für den römischen Staat nicht scheuen werden.

  • Faustus hörte sich alles an was der Decurio äußerte. Das hörte sich schon einmal eher nach Soldat sein an, als die ganzen sinnlosen Untersuchungen. Wie hatte Randolf dazu gesagt: römische Bürokratie. Nun ihm konnte das alles egal sein, er hatte endlich seinen Uniformrock an, sah sauber gekleidet aus und hatte seine Ausrüstung in einem sauberen Zustand. Für ihn allerdings noch nicht sauber genug, aber das würde er definitiv noch nachholen. In seinem bisherigen Leben hatte er immer seiner Ausrüstung einen großen Stellenwert beigemessen, denn ohne diese war man in Germanien relativ schnell tot. Der Decurio brauchte sich über die Ausrüstung Faustus keine Sorgen machen, diese war immer Einsatzbereit. Für Faustus war dies schon fast eine Manie so sehr war er auf eine gute Ausstattung fixiert und seine Waffen würden definitv kampfbereit sein ohne ein Staub von Rost oder Dreck. Allerdings würde er so schnell es ging seine eigenen Waffen wie Spatha, Dolch und Speer, wieder tragen wollen, die waren einfach besser. Vielleicht konnte er mit dem Schmied reden und ihn dazu bringen wenigstens vernünftige Spathas herzustellen und nicht diesen minderwertigen Schrott. Wobei er weder den Soldaten noch der Verwaltung eine große Schuld zuweisen wollte, sie mussten sich eben an die Vorgaben halten.

    "IURANT AUTEM MILITES OMNIA SE STRENUE FACTUROS QUAE PRAECEPERIT IMPERATOR CAESAR AUGUSTUS, NUMQUAM DESERTUROS MILITIAM NEC MORTEM RECUSATUROS PRO ROMANA REPUBLICA."

    Wie gewaltig hörte sich dieser Schwur an und bewegte ihn tief in seinem innerstes. Oh ja er wurde sich anstrengen um sich hier ein zu Hause aufbauen zu können. Schnell las er den Text durch und ja er konnte ihn sich bereits merken. Das war bei ihm immer schon so gewesen, er brauchte nur was hören oder sehen und schon konnte er es wieder geben.

    "Decurio ich werde mir Mühe geben alle Erwartungen pflichtbewusst zu erfüllen." Jetzt hatte er bereits so komisch wie die Römer es tun gesprochen. Na das konnte ja noch heiter werden.

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