[Peristylium] Cena - Das Treffen der Redner

  • Das Peristylium war hergerichtet. Überall waren dekorativ Palmen und Hibiskus und Oleander aufgestellt. Wiedereinmal wurde hier eine grüne Oase geschaffen, die förmlich dazu einlud, das man sich hier wohlfühlte. Serena hatte darauf bestanden, dass die Clinen so angeordnet wurde, das ein Gespräch in großer Rune ebenso möglich sein würde, wie interessante Einzelgespräche.
    Die kaiserlichen Köche hatten sich mal wieder selbst übertroffen allerlei Köstlichkeiten waren vorbereitet. Ein Heer von Sklaven sorgte dafür, dass die zubereiteten Köstlichkeit auch ihren Platz fanden. Eine Auswahl der besten Weine im Land stand bereit und wartete auf den kundigen Gaumen, der sie zu schätzen wusste. Viele dienstbaren Geister würden für einen reibungslosen Ablauf sorgen.
    Flöten- und Harfenspieler würden dezent im Hintergrund für die musikalische Umrahmung sorgen, ohne jedoch die Gespräche zu stören.


    Alles war für die Gäste bereit...

  • Ein Soldat geleitete Plautus in das Peristyl, 'stellte Plautus dort ab' und verabschiedete sich sogleich wieder.


    Plautus blieb bei der Türe stehen und betrachtete den Raum. Er war baff. Diese Pracht und das Gewusel der dienstbaren Geister, die hier noch ein Schälchen, dort noch ein Lämpchen und da noch eine Vase mit Blüten hinstellten. Aber er konnte die Augusta nicht erblicken, sodass man meinen könnte, hier würde sich eine eingeübte Choreographie wie von selbst und ohne leitende Hand abspielen.


    So blieb er erst einmal stehen, verschränkte seine Arme hinter dem Rücken und guckte sich das Schauspiel an.

  • Die Kaiserin erschien heute als Erste der kaiserlichen Familie. Sie traf nur kurz nach dem ersten Gast ein. Natürlich hatte sie einer ihrer dienstbaren Geister von der Ankunft unterrichtet. So unterrichtet konnte sie den Gast auch mit Namen begrüßen. Natürlich kannte sie ihn noch von dem Wettbewerb, dennoch war es immer hilfreich, wenn man nochmal an den Namen erinnert wurde.
    „Salve, Sergius Plautus. Ich freue mich, dich hier heute begrüßen zu dürfen. Mein Mann und der Caesar werden auch bald hier erscheinen.“
    Die Kaiswerin reichte ihm zur Begrüßung die Hand.
    Nun da der familiäre Hintergrund des Sergiers nicht gerade rühmlich war – der Vater unehrenhafte aus der Classis entlassen – also viel dieses Thema Eötern schon mal aus, aber da war doch noch etwas in der Verwandtschaft genau. Aber da war noch noch etwas anderes. „Du bist Aquarius?“ Natürlich wusste die Augusta das er das war. Immerhin war sie vorher umfangreich über ihre Gäste informiert worden. Sie mochte es nicht unvorbereitete in ein Gespräch zu gehen und wusste immer gern mit wem sie es zu tun hatte. „Ich hoffe mit der Wasserversorgung der Stadt ist alles in bester Ordnung?“

  • Mit weichen Knien kam Scipio nun im Palast an, genauer gesagt im Peristylium. Auf dem Weg dorthin hatte er mit Staunen den Palast begutachtet, so lies es sich leben, das war sicher. Auch wenn er weiterhin etwas verwundert war, die Kontrolle der Palastwache erschien im regelrecht lächerlich einfach, denn es gab schlicht keine. Vielleicht lag es an Serapio sprach er sich ein und betrat nun den Raum, welcher prächtig dekoriert war. Alles war wirklich geschmackvoll eingerichtet und lud einfach zum gemütlichen verweilen ein.


    Zu seinem Erstaunen, oder war es leichtes Entsetzen, war die Kaiserin bereits anwesend, ebenso wie Sergius Plautus, den Scipio ja beim Wettbewerb kennengelernt hatte. Und hier wurde der junge Decimer nun unsicher. Konnte oder durfte er sich einfach so dazugesellen? Noch stand er einfach wie angewurzelt da, und wirkte ein wenig unbeholfen in diesem Raum. Immerhin hatte er so etwas Zeit sich die letzten Handgriffe der Sklaven anzusehen, die überall noch herumwuselten um die letzten Kleinigkeiten herzurichten. Und Marcus musste sich eingestehen niemals soviele Sklaven in einem Raum gesehen zu haben.

  • Zitat

    Augusta: „Ich hoffe mit der Wasserversorgung der Stadt ist alles in bester Ordnung?“


    Als die Augusta erschien, gab Plautus seine Wartehaltung auf und trat einen Schritt nach vorn.


    "Salve verehrte Augusta, die Freude ist gänzlich auf meiner Seite, wenngleich ich sie Dir natürlich nicht streitig machen will. Ja richtig, ich bin Aquarius. Und noch einmal ja, mit der Wasserversorgung der Stadt ist alles in bester Ordnung, verehrte Augusta, zumindest theoretisch. Praktisch ist es aber so, dass in einem solch weitverzweigten System immer wieder Undichtigkeiten auftreten. Wenn man nämlich dem Wasser genug Zeit lässt, dann findet es auch irgend einen Weg in die Freiheit, die es über Alles liebt. Wir Aquarii sind dazu da, um diese Lücke zwischen Theorie und Praxis auszugleichen".

  • Wortgewandt war er ja der Sergius, aber das war ja von einem Teilnehmer eines Rednerwettbewerbes nicht anders zu erwarten. „Nun dann sollten wir uns glücklich schätzen das wir so gut und talentierte Aquarius wie dich haben. Nicht auszudenken was passieren würde, wenn unsere schöne Stadt nicht mehr mit ausreichend Wasser versorgt werden würde.“ Ja der Mann hatte eindeutig einen verantwortungsvollen Posten. Doch bevor die Augusta weiter fragen konnte traf der nächste Gast ein. Deutlich jünger als der Sergius war er und darum wohl auch deutlich unsicherer. Die Kaiserin war es die das Eis brach und den jungen Mann heranwinkte. „Salve Decimus Scipio komm doch zu uns. Ich freue mich auch dich her begrüßen zu dürfen.“ Die Männer musste sie ja einander nicht vorstellen, denn es war davon auszugehen, dass sie sich kannten.

  • Erfreut ging Scipio nun auf die Kaiserin zu. "Salve werte Augusta, ich freue mich dein Gast zu sein und danke noch einmal für die Einladung. Auch wenn ich zugeben muss, dass ich gerade doch sehr von Eindrücken überwältigt bin." Dann drehte er kurz den Kopf zum Aquarius. "Salve Plautus, ich hoffe die Wasserversorgung macht dir nicht zuviele Sorgen. Schön dich wiederzusehen." Nun aber widmete er seine Aufmerksamkeit wieder voll der Augusta, so wichtig war ein Aquarius natürlich nicht wenn man vor einer Kaiserin stand, aber die Höflichkeit wollte es eben so.

  • Es gab jede Menge Vorteile, wenn man auf dem Palatin arbeitete, zum Beispiel, dass man bevorzugten Eintritt auf den Palatin erhielt. Dennoch hatte Severus heute einfach entschieden, dass er etwas länger in seinem Officium arbeiten würden, um danach direkt zur Cena im gleichen Gebäude zu gehen. Dafür hatte er zusätzlich zu seinen Unterlagen auch eine Toga mit zur Arbeit genommen, die er sich mithilfe eines der Sklaven in der Schreibstube anlegte - der dafür natürlich eine kleine zusätzliche Entlohnung bekan, von nichts kam ja bekanntlich nichts - und Severus konnte nun gut gekleidet, wenn auch ein bisschen abgearbeitet bei der Cena erscheinen. So trat er nun in das vorbereitete Peristylum ein und wartete, dass man ihn einer Begrüßung würdigte.


    Sim-Off:

    Ich hab jetzt einfach mal die Torwache umgangen. Falls das nicht erwünscht ist, bitte kurz melden, dann mache ich da noch den Umweg. :)

  • Und schon tauchte der nächste Gast auf, der Sieger des Wettbewerbes.
    „Salve Helvetius Severus. Ich freue mich auch dich hier begrüßen zu dürfen.“ Gerade als die Kaiserin weiter reden wollte, trag ein Skalve zu ihr und flüsterte ihr etwas ins Ohr. „Oh... Meine Herren, mein Mann wird sich etwas verspäten*. Ein Termin...“ Nun auch wenn es sie doch ein klein wenig wurmte, überging die Kaiserin dies und setzte einfach da fort, wo sie vor der Unterbrechung war. „Helvetius, wie steht es um die kaiserliche Kanzlei?“ Und natürlich vergass sie auch nicht sich dem Demicer zuzuwenden, auch wenn sie über ihn die wenigsten Informationen hatte. „Decimus wie ihr höre bist du Tiro beim ehrenwerten Senator Purgitius Macer. Ich denke von ihm kannst du viel lernen.“ Ja der Purgitius war ihr in guter Erinnerung, die Cena mit ihm war sehr angenehm geswesen. Wirklich ein umgänglicher Zeitgenosse.







    Sim-Off:

    *auch ein Kaiser macht mal Urlaub ^^ er lässt grüßen und sagt wir sollen schon mal weitermachen, nach seinem urlaub steigt er hier ein

  • | Quintus Petilius Rufinus


    Früher einmal, unter Cornelius Palma, waren es nur Senatoren gewesen, welche von den Kontrollen der Palastwachen ausgenommen waren. Später dann, nicht lange nach Regierungsantritt des Aquilius Severus, hatte man auch Equites von diesen Kontrollen befreit. Beides wusste Quintus von seinem Vater, der seinerseits als Senator selbst hin und wieder einmal an den Praetorianern vor dem Palast vorbei musste, um zu einer Audienz mit dem Augustus oder einem Termin in der Administratio Imperatoris zu gelangen, und der entsprechend durchaus wusste, wovon er sprach. Aus diesem Grund also vertraute Quintus nicht den Gerüchten, man hätte die Kontrollen am Palastzugang unter Aquilius Severus nun bereits zum zweiten Mal deutlich aufgeweicht. Stattdessen vertraute er den Erfahrungen seines Vaters und stellte sich als zwar Senatorensohn, selbst jedoch Nicht-Senator und Nicht-Eques, darauf ein, zweifellos zunächst kontrolliert zu werden, bevor man ihn einließ...


    Als Quintus wenig später das Peristylium erreicht, in welchem die Cena der Redner mit der principalen Familia stattfinden sollte, stand ihm die erschreckende Überraschung noch immer ein wenig ins Gesicht geschrieben. Denn die Gerüchte schienen sich zu bewahrheiten. Obgleich selbst weder Senator noch Eques hatte es keiner der Wachhabenden als seine Pflicht empfunden, Quintus auch nur ansatzweise vor seinem Einlass zu kontrollieren. Ob dies wohl schlicht der Kreislauf der Dinge war? Nachdem man Ulpius Valerianus und dessen Familia vergiftet hatte, war der Schutz des nächsten Herrschers zunächst verstärkt worden - durch eine zusätzlich skythische Leibwache, wie man leicht erfahren konnte. Bereits unter dessen Nachfolger Cornelius Palma jedoch begann die neuerliche Entwicklung in die entgegengesetzte Richtung, bevor dessen aquilischer Nachfolger nun offenkundig also bereits zum zweiten Mal in seiner Regierungszeit die Sicherheitsmaßnahmen am Palast lockerte. Wie lange es da wohl dauerte, bis bei einer solchen Politik die nächste Herrscherfamilie zum Opfer eines erfolgreichen Anschlags würde? Und aus welchem Teil der Welt wohl die Leibwachen stammten, die dann der nächste Augustus um sich scharte, bevor dessen Nachfolger die Regelungen zum Palastzugang anschließend wieder kontinuierlich und Stück für Stück aufzuweichen begannen?


    Noch einige Augenblicke lang hing Quintus seinen Gedanken an diesen 'Kreislauf der (Un-)Sicherheit' und das damit verbunden principale 'Spiel des Lebens' - oder vielleicht sogar 'Spiel mit dem Leben' - nach. Dann begab er sich mit einem höflichen Lächeln im Gesicht zur Gastgeberin, der im Folgenden seine erste Begrüßung heute Abend gelten sollte:
    "Salve, Veturia Augusta.", sprach er die Frau in einem passenden Moment an, in welchem sie sich nicht gerade im Gespräch mit jemand anderem befand. "Als Zweitplatzierter des Rednerwettbewerbs möchte ich dir danken - sowohl für deine erhabene Stimme im Gremium der Wettbewerbsrichter", obgleich selbstredend Quintus nicht wusste, wie im Einzelnen jeder Richter abgestimmt hatte, sodass er sich daher auch kaum sicher sein konnte, nicht von der Augusta auf dem letzten Platz gesehen worden zu sein. "als auch deine heutige Einladung zu dieser Cena. Es ist mir eine ausgesprochene Ehre und unglaubliche Freude, hier sein zu dürfen, um mit dir, deinem Mann und dem Caesar gemeinsam zu speisen.", erklärte er, bevor er der Angesprochenen die Möglichkeit gab, etwas zu erwidern.



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    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

  • Woher wusste... gut sie war die Augusta, es war kein Problem für sie alles herauszufinden, was sie herausfinden wollte. Auch wenn er überrascht war dass sie ihn jetzt, wie er eigentlich erwartete, nicht auf seinen Großvater ansprach, sondern auf den Senator.
    "Ja, es ist ein ausgesprochenes Glück mein Tiroclinium bei Senator Macer verbringen zu können. Er ist ein guter Mentor, gleichzeitig lässt er mir aber auch viel Freiraum und gibt mir auch wichtige Aufgaben zu erledigen. Ich denke mir eine bessere Vorbereitung auf den Cursus Honorum werde ich kaum bekommen können."


    Dann nickte er noch Rufinus und Severus zu, der auch angekommen waren. Er wollte jetzt nicht das Gespräch mit der Kaisern unterbrechen um den beiden Hallo zu sagen, dazu würde sich sicherlich noch eine weitere Gelegenheit bieten.

  • Als die Kaiserin ihn begrüßte, trat er nun näher an die Gruppe heran. Salve, Augusta, die Freude ist ganz meinerseits. Es war in der Tat, das erste Mal, dass er die Kaiserin in diesem relativ persönlichen Rahmen traf. Bei dem Rednerwettbewerb hatte sie ja bei den anderen Juroren im Mittelpunkt der Aufmerksamkeit gestanden und seit seiner Anstellung auf dem Palatin war es noch nicht dazu gekommen, dass er etwas für die Kaiserin zu erledigen hatte. Das lag wahrscheinlich aber auch daran, dass sie kaum Militär- und Verwaltungskontakt hatte, sondern in diesem Zusammenhang eher mit der Abteilung für private Anfragen, also dem Procurator und dem Primicerius a libellis, zu tun hatte.


    Da die anderen Gäste, darunter vor allem der zweitplatzierte Petilier, nun erstmal das Wort ergriffen und sich teils für sich selbst, teils auch im Namen der anderen Gäste für die Einladung bedankte, startete Severus nur mit einem freundlichen Salvete, die Herren! in Richtung der anderen Teilnehmer und hörte sich danach die kürzen und längeren Ansprachen der Teilnehmer an. Ich kann mich Petilius nur anschließen. Ich danke dir für die Einladung und freue mich auf einen angenehmen Abend mit dir, dem erhabenen Kaiser und dem Caesar. Letzteren kannte Severus praktisch gar nicht, obwohl dieser wohl aufgrund einer möglichen Militär- oder Verwaltungskarriere womöglich abseits des Kaisers noch die größten Berührungspunkte mit der Abteilung ab epistulis hatte. Aber es lag ja auch an ihm, wie er seine Karriere vorantreiben wollte und wenn er zum Beispiel erstmal eine Praetur zu bekleiden gedachte, mochte ihn der Verwaltungskontakt ja auch erstmal nicht interessieren. Wie auch immer.

  • „Salve Petilius Rufinus.“ Mit einem Lächenl wurde auch dieser Gast begrüßt. „Hab Dank für deine Worte. Es war mir wirklich eine Ehre dass ich ein Teil eines derart guten Wettbewerbens sein durfte. Ihr habt es uns wirklich nicht leicht gemacht zu entscheiden wer der Sieger ist. Jeder von euch hatte seine eigenen Vorzüge. Und weil ihr alle so hervorrangend war, sei dieser Abend auch euch gewidmet. Nun Petilius, über dich weiß ich am wenigsten. Erzähle mir doch ein wenig von dir.“


    Zitat

    Original von Marcus Decimus Scipio
    ...


    Die Kaiserrin erwiderte nicktend.
    „Ich denke auch, dass es wohl kaum eine bessere Vorbereitung geben kann. Du willst also Senator werden? Das du Talent zum Reden hast, hast du ja schon erfolgreich unter Beweis stellen können.“


    Zitat

    Original von Marcus Helvetius Severus
    ...


    „Wie ich höre hast du eine Anstellung in der Kanzlei? Für welche Bereiche bist du zuständig?“ Natürlich kannte sie die Kaiserin in der Verwaltung nicht so gut aus. Musste sie ja auch nicht. Wenn sie eine Aufgabe für die Kanzlei hatte wurde ein Sklave losgeschickt. Dieser wusste immer wen er ansprechen musste. Die Kaiserin selbst wäre wohl hoffnungslos überfordert den Richtigen auf Anhieb zu finden.


    Nun fehlte nur noch ein Gast, sowie der entschuldigte Kaiser und der Caesar, der natürlich mal wieder zu spät kam. Aber die Kaiserin – selbst ja nur etwas älter als ihr Stiefsohn war nicht gewillt zu warten, bis eben dieser sie bequemte hier zu erscheinen.
    „Nun meinen Herren, bedient euch an Spieß und Trank. Ich hoffe ich habe mit meiner Auswahl* eure Geschäker getroffen.“



    Sim-Off:

    *bedient euch in der WiSim

  • Senator, welch großes Wort für jemanden der gerade mal Tiro war. Aber ja, es war schon das Ziel, natürlich war es das, nur wollte er sich etwas... diplomatischer gegenüber der Augusta äußern. "Es wäre das Ziel ja, immerhin möchte ich in die Fußstapfen meines Großvaters treten. Auch wenn ich weiß, dass die Spuren die er hinterlassen hat für fast jeden zu groß sein werden, ich möchte sie so gut ausfüllen wie es mir möglich ist und am Ende als Senator Rom zu dienen, das wäre sicherlich eine sehr gute Möglichkeit."
    Aber zum Senator war es mehr als weit hin, er musste erst einmal den ersten Schritt gehen, was sicherlich bald der Fall sein würde.
    "Im Moment muss ich aber auch sagen, dass mir die Zeit als Tiro bei Senator Macer gut gefällt, zumal wir gerade ein Wagenrennen für den Ludi Romani planen und ich ebenfalls gerne einen kleinen sportlichen Wettkampf veranstalten würde, um die Pause zwischen den Rennen zu füllen und das Volk zu unterhalten. Aber letzteres ist noch mehr eine vage Idee, nicht mehr."


    Er nahm auf einer der Klienen platz und überschaute erst einmal das mehr als reichhaltige Angebot. Es war wirklich alles da was man sich nur wünschen konnte, auch manche exotische Dinge die er noch nie gesehen hatte. Er griff erst einmal zu etwas Käse und Oliven, musste aber zugeben dass sein eigener Käse irgendwie doch besser war, was er natürlich niemals sagen würde.

  • | Quintus Petilius Rufinus


    Die ihrer Begrüßung folgende Aussage der Augusta, nur sehr wenig über Quintus zu wissen, entlockte diesem ein Lächeln. Denn was in einigen Jahren wohl mitunter einer Beleidigung gleichkäme, war hier und heute noch lediglich die Konsequenz seines nur recht jungen Alters.
    "Nun, allzu viel über mich selbst zu erzählen gibt es bisher noch nicht. Denn erst wenige Wochen vor dem Rednerwettbewerb habe ich mein 16. Lebensjahr vollendet. Meine Teilnahme dort war gewissermaßen ein wenig Eigenwerbung, um im Folgenden nun einen Senator zu finden, bei dem ich mein Tirocinium fori absolvieren kann, bevor ich mich in einem oder zwei Jahren wohl das erste Mal als Candidatus vor den hohen Senat stellen werde.", begann Quintus dem Wunsch der Augusta gemäß ein wenig über sich zu erzählen. "Dies jedenfalls ist die ungefähre Marschrichtung, auf welche ich mich mit meinem Patron, dem Senator Iulius... Dives" Da es nicht nur einen iulischen Senator gab, war die Hinzufügung des Cognomen wohl nötig. "verständigt habe. Anschließend dann intendiere ich, meinem Vater und meines Vaters Vater gleich einen eigenen Sitz im Senat anzustreben, wenngleich dies zweifelsohne ebenfalls noch einmal einige Jahre in Anspruch nehmen wird." Immerhin standen neben dem Tirocinium fori und dem Vigintivirat auch noch ein militärisches Tribunat und eine Quaestur zwischen Quintus und seinem ehrgeizigen Ziel.


    Zitat

    Original von Marcus Decimus Scipio


    Im Anschluss an sein eigenes kleines Gespräch mit der Augusta, widmete selbige ihre Aufmerksamkeit selbstredend auch den anderen Gästen. Quintus bediente sich ein wenig an Speis und Trank, wie die Anwesenden aufgefordert wurden. Dabei schnappte er unbeabsichtigt einige Worte des Senatorenenkels Decimus auf - Worte, welche ihn durchaus aufhorchen ließen.
    "Dann plant der Senator Purgitius also, sich zu den kommenden Wahlen für die curulische Aedilität aufstellen zu lassen?", sprach er mit ein wenig Überraschung in der Stimme aus, was ihm hierzu spontan durch den Kopf ging. Denn gewiss wollte sich Quintus nicht ungefragt und unhöflich in fremde Gespräche einmischen. Jedoch waren die Ludi Romani bekanntlich _die_ Spiele der curulischen Aedilen, wie nahezu äquivalent die Ludi Plebei auch _die_ Spiele der plebeischen Aedilen waren. So lag es daher mehr als offensichtlich auf der Hand, dass eine Planung der nächsten Ludi Romani - oder auch nur von Teilen derselben - gewiss nicht geschah, ohne dass nicht zumindest auch ein aussichtsreicher Candidatus für die curulische Aedilität an selbigen Planungen wenigstens maßgeblich beteiligt war oder aber sie sogar selbst federführend leitete. Da nun der Decimus allerdings offenkundig kein Senator war und in der Folge einer wichtigen Voraussetzung zur Kandidatur für die Aedilität entbehrte, lag die Vermutung nah, dass wohl der zweite gefallene Name, jener des Purgitius, mit einer entsprechenden Kandidatur in Verbindung stand. Dass jedoch ein überaus angesehener Consular noch einmal die Last einer Aedilität auf sich zu nehmen beabsichtigte, war in Quintus jungen Augen doch durchaus ein wenig überraschend - so überraschend gar, dass er seine Frage bereits in den Raum gestellt hatte, noch bevor er sich überlegen konnte, inwiefern jene Äußerung an dieser Stelle nun besonders klug und weise war.
    In jedem Fall jedoch, soviel stand fest, würde er unbedingt seinen Patron Iulius über diese Entwicklung informieren müssen - und dies selbstredend, bevor der seine Kandidatur für die nächsten Wahlen bei den Consuln bekanntgab.



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    IUS LIBERORUM
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  • Verwirrt schaute Scipio zu Rufinus hinüber. Ihn aufstellen? Nach den Ludi Romani?
    "Öhm.... äh... ich wüsste nichts davon dass mich Senator Purgitius zur Wahl aufstellen mag, zumindest hat er bisher keine Silbe darüber verloren. Und er selbst wird vermutlich auch nicht zum Aedil gewählt werden wollen, so wie ich ihn kenne. Da ich davon ausgehe dass du damit auf meine Planungen anspielst, nun das kam eher aus einem Zufall heraus. Wir hatten mal darüber geredet dass es bereits einige Zeit mehr kein großes Wagenrennen gegeben hat und so kam eben eines zum anderen. Die Idee mit den sportlichen Wettkämpfen ging dann von mir aus, da ich es sehr passende finde zwischen den Rennen noch zusätzliche Unterhaltung anzubieten." Er musste nun erstmal einen Schluck Wein zu sich nehmen, die Überraschung hatte seine Kehle trocknen lassen. In seinem Kopf kreisten nun Gedanken, was wenn der Senator wirklich so etwas im Sinn hatte, war Marcus bereit dazu? Irgendwie schon, doch auf der anderen Seite gab es noch viele Dinge die er nur bedingt kannte oder wusste, wie vorbereitet musste man denn auf so eine wichtige Sache sein? Wie bereit KONNTE man überhaupt sein?


    Er wollte sich aber seine Unsicherheit nicht anmerken lassen, daher senkte er den Wein wieder ab und redete einfach darauf los. "Ich dachte mir dass es die Marktleute sicher freuen wird, wenn das Wagenrennen sich über den ganzen Tag hinzieht und die Menschen lange in und um den Circus versammelt sind. Natürlich würde ich dann aber mit ihnen vereinbaren, dass alle verderblichen Waren die nicht verkauft werden an die Armen und Bedürftigen gehen müssen. Es sind immerhin Spiele, von denen sollte jeder Bewohner Roms etwas haben."

  • Die Augusta antwortete dem Decimus. „Es ist immer gut,, wenn wir unseren Ahnen nacheifern und es vielleicht sogar schaffen sie zu übertreffen.“ Bei der Augusta war dies sicherlich der Fall, aber sie hatte es ja nicht aus eigener Kraft geschafft, bei ihr war es wohl Schicksal gewesen, dass sie von einer Senatorenfrau zur mächtigsten Frau im Reich aufgestiegen war und das quasi über Nacht. Aber sie hatte sich vorgenommen, dass sie diese ihr nun zugedachte Rolle ausfüllen wollte. Sie wollte für die Nachwelt Spuren hinterlassen.
    Sie wand sich nun dem Petilius zu. „So jung und mit einem derartigen Talent gesegnet. Nun ich denke du wirst sicherlich den ein oder andere auf dich aufmerksam gemacht haben. Ich zweifele nicht daran, dass du schon bald einen Senator finden wirst, bei dem du dein Tirocinium fori absolvieren kannst.“ Die Venturia stutzte kurz. „Iulius Dives?Ist er nicht auch der Patron von Helvetius Severus – dem erstplatzierten?“ Die Kaiserin schmunzelte. „Nun da hat der Iulier ja ein gutes Händchen bei der Auswahl seiner Klienten bewiesen nicht wahr?“

    Auch die Kaiserin machte es sich auf einer Kline bequem, sie bediente sich nicht an den Spießen, sie hielt sich an ihren strengen Diätplan, den ihre Medica ihr auferlegte hatte – ja was tat Frau nicht alles um ein Kind zu bekommen.
    Sie lauschte interessiert dem folgenden Gespräch über Spiele, welche geplant wurden.
    „Ein großes Wagenrennen? Oh das wäre sehr schön. Und du hast sehr Recht Demicius, wir hatte lange keine großes Rennen mehr.“ Wer wann und warum welche Spiele ausrichten durfte, dass wusste die Kaiserin natürlich nicht. Sie würde es freuen, ein Sspannendes Rennen zu verfolgen, egal wer dieses ausrichtete – das sie eine Pferdenärrin war, war ja wohl hinlänglich bekannt.
    „An welchen sportlichen Kämpfe hattest du den so gedacht?“ Das war etwas neues. Die Pausen während der rennen mit sportlichen Kämpen zu füllen? Ja da war sicher mal was Neues. So schaute sie nun interessiert den Demicier an und wartete, das er seine Andeutung von eben genauer ausführte.

  • Übertreffen würde wirklich schwierig werden... den Triumphator übertreffen... wie sollte man das schaffen? "Nacheifern reicht mir, einen Triumphator zu übertreffen sollte wirklich sehr schwierig werden. Eines Tages im Senat zu sitzen würde mir schon reichen, das ist schon ein langer Weg bei dem jederzeit etwas schief, oder ich falsch abbiegen kann." Oder die Götter ihm nicht gewogen waren, aber daran dachte Scipio eh viel zu selten, was ihm eventuell noch zum Problem werden könnte.


    Hatte ihn die Augusta gerade Demicius genannt? Nun, egal, sie sollten ihn nennen wie es ihr beliebt, auch wenn es schon etwas merkwürdig war dass ihr so ein Fehler unterlief. Scipio lies sich aber nichts anmerken, immerhin genoß er gerade etwas ihre Aufmerksamkeit, hatte er doch ein gutes Thema erwischt. "Ich dachte an drei einfache Disziplinen, die jeder Römer kennen sollte und auch daran teilnehmen kann, wenn es gewünscht wird. Laufen, Speerwerfen, Ringen. Man könnte einen Sieger pro Kategorie und einen Gesamtsieger küren, ich denke so etwas würde beim Volk gut ankommen. Und für die ganz wagemutigen... ich spiele mit dem Gedanken ein Wagenrennen zu veranstalten bei dem nicht die Fahrer der Factiones antreten, sondern ebenfalls römische Bürger, oder eben deren Sklaven. Ich wüsste direkt ein paar Römer, die an so etwas gefallen finden würde. Einer davon ist für eure Sicherheit verantwortlich, Augusta. Den letzten Satz sprach er mit einem Lächeln aus, wusste er doch wie sehr Serapio Wagenrennen liebte und wie gerne er auch mal selbst fuhr. Aber an einem richtigen Rennen, daran hatte er vermutlich selbst noch nicht teilgenommen. Und es gab sicher noch mehr gut betuchte Römer die so etwas gerne mal machen würden.

  • Sim-Off:

    :patsch: Decimus natürlich sollte das Decimus heißen


    War ihr da gerade der falsche Name...? Sofort war ein Sklave da und flüsterte ihr etwas ins Ohr. So was aber auch … nun ja auch eine Kaiserin ist nur ein Mensch. „Nun Decimus ich muss sagen, dass das wirklich interessant klingt. Decimus Serapio?" Nein sie hatte bisher nicht gewusst, das der Praefectus Praetorio ein Freund von Wagenrennen war. „Meinst du er würde daran teilnehmen wollen?“ Ja wäre wohl interessant, wenn tatsächlich mal der ein oder andere römische Bürger eine Wagen lenken würde.

  • Marcus lächelte freundlich, anscheinend hatte man sie gerade darauf hingewiesen, was er irgendwie ein wenig komisch fand, denn es war ihm ja reichlich egal gewesen.
    "Ja, Decimus Serapio. Er ist ein großer Fan der Rennen und hat auch selbst einen Wagen, ob er aber selbst damit fahren würde bei einem richtigen Rennen... ich weiß es nicht. Reizen würde es ihn bestimmt, aber ich weiß ja dass ihm die Pflicht wichtiger ist und er daher lieber für euren Schutz sorgen wird."
    Was sicherlich sehr interessant werden würde, sobald die Aurata dabei war ein Rennen zu gewinnen.

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