[Ludi Palatini] Wagenrennen

  • Der Fanblock war zwar relativ klein, aber dafür umso eiserner, und hatte natürlich von diversen Gerüchten schon gehört. Als nun also mit Lusorix ein weißer Fahrer unter ihnen auftauchte, war die Aufregung natürlich riesig. Und selbstverständlich fragten alle nach. Nicht nur Albata-Anhänger.
    Tja, und Lusorix bestätigte also, was schon gerüchteweise die Runde gemacht hat. “Tja, der Consul wollte ein paar freie Fahrer erpressen, dass sie nur starten dürften, wenn sie in die Praesina wechseln. Als die sich geweigert haben, hat er sie rausgeschmissen und wollte die Praesina ein zweites Mal starten lassen. Daraufhin haben wir uns geweigert, ein weiteres Mal gegen die Praesina zu fahren, und nun dürfen wir also auch nicht mehr teilnehmen.“


    Natürlich machte das schnell die Runde, und ein lautes Pfeiffkonzert hob an. Der musikalische Teil der Albata-anhänger kramte auch sogleich einen alten Russata-Klassiker aus der Mottenkiste und hoffte auf eine entsprechende Antwort von der anderen Seite des Publikums:


    "Was ist grün und stinkt nach Fisch?"

  • Bei dieser Vorlage ließ die Antwort aus dem Fanblock der Roten nicht lange auf sich warten:


    "Bääh! Praesina!"


    Genaugenommen hatten die Russata-Anhänger gerade gar nicht allzu viel gegen die Praesina, denn im Rennen hatte sie ja keine nennenswerte Konkurrenz dargestellt. Aber eine liebgewonnen Feindschaft wollte schließlich gepflegt werden und in Sachen Circusgesang hatte man schließlich einen Ruf zu verteidigen. Die Eskapaden der Rennorganisation machten es da leicht, dass sich auch eine deutlich schwächere Factio als Feindbild qualifizierte.



  • Zitat

    Original von Caius Duccius Callistus
    Die Anhänger der Blauen machten trotz mangelnder Konkurrenz von Beginn der ersten Runde richtig Stimmung. Sie freuten sich auf den Finallauf und waren vom zurückliegenden Sieg beim Wahlkampfrennen des Consuls heiß auf einen weiteren Erfolg ihrer Blauen. Und wer kam dafür in Frage, wenn nicht der Champion: Hamiris. Und da sich für die Russata überraschend nicht Proteneas, sondern Bagoas qualifiziert hatte, war ein Sieg tatsächlich in greifbare Nähe gerückt.


    Nach der Final-Qualifikation des roten Bagoas, sahen einige Fans der Veneta den Sieg ihres eigenen Qualifikanten Hamiris bereits in greifbarer Nähe. Auf dem Gebiet der Fangesänge jedoch lagen die Russata-Anhänger wohl zweifellos in Führung. Als der rote Block gar damit begann, auf die Gesänge eines anderen Blocks - den Fans der Weißen von der Albata - einzugehen, sahen sich einige Getreue der Veneta dazu veranlasst, im Sinne der langjährigen Fanfreundschaft ebenfalls mit einzufallen:


    "Rot und blau, wir steh'n zusammen!"
    "Gegen all' die and'ren Mannen!"


    Mit diesen Versen verschafften sie sich zunächst selbst einige Aufmerksamkeit im Wettstreit um die lautesten Fangesänge. Anschließend folgte ihr solidarisch treues Echo der roten Parole, die ihrerseits offenkundig die traditionelle Gegnerschaft zwischen Russata und Praesina feierte:


    "Bääh! Praesina!"



    MID

  • Die Startaufstellung für das Freundschaftsrennen stand. Die Herolde wurden mit Ansagetafeln versorgt, um das Publikum zu informieren, während die Gespanne in die Startboxen gebracht wurden.


    "Wir bitten um Aufmerksamkeit!" Die Herolde warteten auf das Zeichen des Veranstalters, bevor sie gemeinschaftlich fortfuhren.


    "Der Ausrichter gibt gute und schlechte Neuigkeiten bekannt.
    Er bedauert, dass er die Factio Aurata ihren Fans nicht präsentieren kann. Er versichert, dass der Ausfall NICHT am fehlenden Willen der Aurata liegt, sondern an höherer Gewalt.


    Gänzlich freiwillig hat sich hingegen das Team der Albata entschieden, sich ebenfalls nicht zu präsentieren. Das eilends zusammengestellte Ersatzteam gefiel dem weißen Rennstall nicht.


    Kommen wir zu den guten Nachrichten:
    Der vakante dritte Vorlauf wird durch ein Freundschaftrennen ersetzt. Folgende Fahrer gehen an den Start, greifen aber nicht in den Wettkampf ein.


    Oxtaius - Fahrer der Veneta
    Syennesis - aktuell noch factiolos, aber nach den Ludi bereichert er das Team der Praesina
    Strabax - aktuell factiolos. Er sucht noch seinen Rennstall.
    Marsyas - Nachwuchsfahrer der Praesina


    Wir wünschen den Fahrern Glück und gutes Gelingen!
    Wir wünschen allen Zuschauern Freude beim Zuschauen!"


    Bei diesem Lauf erwischte keiner der Fahrer einen ungünstigen Startplatz, weil die jeweils äußeren freiblieben. Ein Helfer gab das Zeichen und der Consul griff es auf. Er erhob sich in seiner Loge und hielt die Hand samt Tuch nach oben.


    Als das Startsignal erfolgte, sprangen die Boxen auf und vier hochmotivierte junge Männer rangen um einen Vorteil auf den ersten Metern. Oxtaius und Syennesis lagen schnell vor ihren beiden Kontrahenten. Es bahnte sich ein Zweikampf vorn und hinten an. Beim Ende der ersten Runde hatte Syennesis die Nase vorn, aber denkbar knapp. Beim hinteren Duo lag Marsyas vor Strabax. In Runde zwei passierte etwas Spektakuläres: Der Letzte des Feldes holte auf und überholte nicht nur einen, nicht nur zwei, sondern tatsächlich sämtliche Fahrer. Auch Zuschauer, die sich sonst weniger für die Rennen interessierten, hielt es nicht auf ihren Sitzen. Sie sympathisierten mit dem Außenseiter.


    Vom Beifall getragen spornte der seine Pferde auch in der dritten Runde an. Die Tiere wirkten ausgeruht und griffen weiträumig aus. Gleiches galt für Syennesis‘ Gespann, während sich die Pferde aus dem blauen und grünen Rennstall weniger leichtfüßig präsentierten. In ihren Beinen steckte bereits ein Rennen.


    Am Ende der dritten Runde gab es folgende Reihenfolge:
    1) Strabax
    2) Syennesis
    3) Oxtaius
    4) Marsyas

  • Tisander verfolgte jeses weitere Rennen aufmerksam, mehr noch er behielt den Ausrichter des Wagenrennens, soweit es ihm möglich war im Auge. Gerade fand das Freunschaftsrennen statt und er konnte sich ziemlich sicher sein, dass der Consular weniger belagert wurde, weil alle zusehen wollten.
    Zögernd trat er näher, „Salvete verzeiht bitte, ihr gehört doch zur Factio Praesina?“ Dabei sah er von dem Consular zu seinem Scriba.

  • Da das Freundschaftsrennen die letzte Darbietung am heutigen Tag war, konnte sich Menecrates weitgehend entspannen. Er verfolgte das Rennen, aber er musste nicht fortlaufend auf die Rennstrecke sehen. Ab und an besprach er den Rennverlauf mit Faustus. Sie würden trainieren müssen, keine Frage.
    Als er angesprochen wurde, blickte er auf und erkannt einen jungen Mann. Sein Gedächtnis warf keinen Namen und auch keine sonstige Erinnerung aus.
    "Salve, das ist richtig. Um was geht es denn?"


    Während er noch rätselte, legten die Fahrer im Oval die vierte Runde zurück. Außer einigen Ansätzen, etwas an der Reihenfolge zu ändern, passierte nichts, sodass sich der Consul auf den jungen Mann konzentrieren konnte.

  • „Es geht um die Factio Praesina. Mich würde interessieren ob und wie ich Mitglied werden kann. Ja nun... ehm ich meine so als Fahrer. Also ein wenig Erfahrung mit dem Lenken eines solchen Gespanns habe ich schon. Ich will auch nicht viel verdienen aber fahren möchte ich, viele Rennen machen und irgendwann mit gewinnen. Das wäre das größte für mich. Meine Frage ist nun ob ihr auch unerfahrene Fahrer aufnehmt?“ Tisander hatte sich überlegt da die anderen Factios nach dem was er an Sprechchören mitbekommen hatte, waren sie sehr von sich überzeugt und würden bestimmt keine Neulinge wie ihn aufnehmen. Er hoffte darauf sich und sein Anliegen gut verkauft zu haben.

  • Gerade als es drohte, langweilig auf der Sandbahn zu werden, griff eines der Gespanne an. Der Fahrer gab seinen Pferden die Zügel, die Tiere streckten sich und legten ihre Kraft in das Vorhaben. In einem kühnen Spurt überholte Syennesis auf der Rückbahn den führenden Strabax und setzte sich an die Spitze des Feldes. Außer kleineren Rempeleien legte das neu gebildete Feld die Runde sechs in unveränderter Reihenfolge zurück. An der Spitze lag Syennesis, dahinter Strabax, Oxtaius und Marsyas. Die größere Erfahrung lag klar auf Seiten des Venetafahrers, aber er spielte sie bisher nicht aus. Marsyas, der Jüngste im Feld, hatte kaum noch eine Chance in das Rennen einzugreifen



    Während Menecrates dem Burschen zuhörte, überlegte er, ob die Götter wohl ein Einsehen hatten und ihn zur Abwechslung einmal mit etwas Unproblematischem, sogar Vielversprechendem für den Stress der letzten Stunden entschädigten. Zuerst wusste er nicht genau, was der Bursche beabsichtigte, aber die weiteren Erklärungen gaben Klarheit. Hier wollte jemand Fahrer werden, kein Factiomitglied.


    "Ja, wir nehmen im Augenblick bevorzugt unerfahrene Fahrer auf. Die gesamte Praesina befindet sich in einem Verjüngungsprozess. Tja, und genau das ist der Punkt. Unerfahrenheit in Kombination mit Jugend hätte bei uns eine Chance der Bewährung in einem Eignungstest. Unerfahrenheit in Kombination mit einem für Fahrer fortgeschrittenem Alter käme für uns nicht in Frage. Wie alt bist du denn? Deinen Namen wüsste ich auch gern."
    Dem Consul war nicht entgangen, dass hier mal ein Fahrer ohne hohe Gehaltsforderungen vor ihm stand. Er blickte vielsagend zu seinem Rennstallkollegen Faustus.

  • Ich ertappte mich dabei, dass ich mir innerlich die Hände rieb. Claudius Menecrates hatte es geschafft, dass ein Freundschaftrennen zustande gekommen war. Und jetzt stand ein junger Mann vor uns, der gerne Wagenlenker würde. Schon bestätigten seine Worte meine Gedanken. Vielleicht würde sich ja noch meine geheime Hoffnung erfüllen, ein erfahrener Wagenlenker kam vorbei und meldete sich, um die jungen Burschen zu trainieren und eine Elitegruppe aus ihnen machen. Ich nickte dem Claudier zu, er kannte mich und wusste ich freute mich gerade sehr.

  • Menecrates fing den Blick seines Sekretärs auf und lächelte leicht. Sie würden in einem Probelauf das Potential des Bewerbers ermitteln, so wie sie es bereits vor Wochen einnal mit Syennesis praktizierten.
    Der Consul versuchte, den jungen Mann zu schätzen, bevor er antwortete. Natürlich konnte man arg danebenliegen, aber älter als zwanzig würde er wohl nicht sein. Wahrscheinlich eher deutlich jünger.



    Runde sieben musste die Entscheidung bringen. Syennesis jagte in sie hinein und legte ein hohes Tempo vor, fiel aber kurz vor dem Ziel merklich zurück. Gleiches konnten die Zuschauer bei Strabax feststellen. Stattdessen holte Oxtaius mehr und mehr auf und sogar der junge Marsyas legte auf den letzten Doppelschritten einen Endspurt hin.
    Allerdings hatten Oxtaius und Marsyas zu lange mit dem Endspurt gewartet. Syennesis rette sich knapp vor Strabax ins Ziel, gefolgt von Oxtaius und Marsyas.

  • Der Endspurt im Freundschaftsrennen brachten wie selbstverständlich alle drei zu einer Gesprächsunterbrechung. Tisander wusste nicht wie er sich verhalten sollte und befürchtete schon er würde jetzt stören. „Ich bin gerade 15 Jahre alt geworden, doch wenn ich jetzt störe komme ich gerne zur Factio. Aber eins möchte ich noch sagen, bei der Praesina würde ich gerne Anfangen. Die Fahrer bei den anderen sind mir zu alt, dort würde ich nie richtig anerkannt werden und immer der Kleine bleiben.“

  • "Fünfzehn klingt vielversprechend. Dann schlage ich vor, du kommst nach den Ludi zur Factio und wir machen ein Trainingsrennen."

    Sim-Off:

    Da die Ludi eigentlich schon laaaange vorbei sind, darfst du dich sofort bei der Factio melden. :)


    Ein guter Abschluss für den teils gelungenen, teils holperigen Tag. Das Freundschaftsrennen lag hinter ihnen und Syennesis drehte seine Ehrenrunde als Sieger. Als der Fahrer zum Tor hinausrollte, erhob sich der Consul und atmete einmal durch.

    "Das war's für heute, Faustus. Morgen steigt das Finale."

  • Der Tag des Finales begann hektisch. Nicht nur auf den Rängen wurde es mit zunehmendem Besucherandrang lauter, sondern in den Vorbereitungsräumen der Fahrer flitzten Helfer durch die Gegend, liefen Fahrer nervös auf und ab, erklangen Anweisungen für Helfer und letzte Instruktionen für die Starter. Die Nervosität übertrug sich unmittelbar auf die Pferde, als diese angeschnallt und für den Start vorbereitet wurden. Das Einbringen in die Startboxen verlief nicht in jedem Fall reibungslos.


    Bereits am Vortag hatte sich unter den Fans herumgesprochen, dass zwei Factiones den Start verweigerten. Dies wirkte sich auf das heutige Starterfeld aus.
    Das Fehlen der Factio Aurata hingegen ließ heute manchen Zuschauer wehmütig dreinschauen, aber wenigstens baute sich bei ihnen kein Frust auf, da diese Fahrer ihre Fans nicht vorsätzlich enttäuschen wollten, sondern schlicht verhindert waren.


    Nach dem Einlass und Platznehmen der Zuschauer, traten die Herolde hervor.

    "Werte Rennfreunde! Willkommen zum Finale der diesjährigen Ludi Palatini!
    Angetreten sind:
    für die Factio Veneta: Hamiris und Prusias Kynegros,
    für die Factio Ruissata: Bagoas und Amasis,
    für die Factio Praesina: Rianorix und Braecus.
    Applaus den Fahrern!"


    Nach dem Abklingen des Jubels verlasen die Herolde auf Anweisung des Ausrichters eine Starterklärung.
    "Wegen dem Ausfall der Aurata, dem Rücktritt der Albata und dem Verzicht der Purpurea wurden von den blauen, den roten und den grünen Fahrern die jeweils Zweitplatzierten aus den Vorläufen nachnominiert. Es heißt, sie sind deswegen besonders motiviert. Unterstützen wir ihren Kampf um den Siegtitel mit Applaus und Jubel!"


    Der Ablaufplan beinhaltete keine Pause, also erhob sich der Consul und ließ nach kurzen Augenblicken das Tuch fallen. Diejenigen Pferde, die halbwegs im Zaum gehalten wurde, erwischten den besten Start. Es gab jedoch auch steigende Tiere und solche, die ungleich anzogen. Trotz mittelmäßigem Start erschien der Zweitplatzierte der Veneta Prusias Kynegros besonders motiviert. Er kämpfte nach kurzem mit Rianorix, der überraschend gut aus seiner Startbox kam. Der noch junge Fahrer der Grünen konnte dem Ansturm jedoch irgendwann nicht genügend Paroli bieten und musste den Blauen ziehen lassen.
    Als Dritte und Vierte reihten sich Bagoas und Braecus ein, während hinter ihnen ein erbitterter Zweikampf zwischen den im Stillen favorisierten Fahrern Amasis und Hamiris entbrandete.


    Zum Ende der ersten Runde gestaltete sich das Feld wie folgt:
    1) Prusias Kynegros VEN
    2) Rianorix PRAE
    3) Bagoas RUSS
    4) Braecus PRAE
    5) Amasis RUSS
    6) Hamiris VEN

  • An diesem Tage hatte der Quaestor keinerlei persönliche Obliegenheiten, weshalb er völlig entspannt in den Circus Maximus gekommen war. Seine Hinrichtung hatte hervorragend funktioniert und seinem Dafürhalten nach selbst die Löwung des Consul übertroffen, da doch auch diese mordriösen Gefechte ein wenig ausgeglichener waren gewesen als unbewaffnete Gefangene gegen wütende Bestien. All dies stellte indessen lediglich den Rahmen für das eigentliche Spektakel dieser Tage, sodass zweifelsohne auch der Consul trotz der mysteriösen Geschehnisse rund um den dritten Vorlauf bei der Plebs zu seinen Ehren würde gelangen.


    Insonderheit freute ihn jedoch, dass er nun endlich auch seinen eigenen Favoriten zuzujubeln die Möglichkeit hatte. Mit Bagoas und Amasis starteten nun gleich zwei Aurigae der Russata. Deplorablerweise präsentierten sie sich in den ersten Runden wenig dominant und insonderheit Amasis, der mit dem Veneta-Veteranen Hamiris gar um den letzten Platz zu fechten hatte.
    "Ich frage mich, aus welchem Grunde Amasis ein derart fürstliches Gehalt bezieht."
    , bemerkte er bitter an die Adresse des Consul, mit dem er auch heute in der Loge der Spielausrichter saß, selbst wenn er lediglich lateral an der Organisation dieses Spieltages partizipiert hatte.

  • Menecrates schaute zu seinem Quaestor, als die Bemerkung über das Gehalt fiel.
    "Wahrscheinlich hat er es sich in früheren Rennen eingefahren", mutmaßte er, denn als erfolgreich galt Amasis allemal. "Vielleicht ist er auch gut im Zwischen- und Endspurt. Ich kenne ihn kaum, du aber schon. Bist du Mitglied bei den Roten?"


    Währenddessen lief bereits Runde zwei und als hätte der rote Fahrer Flavius' Worte gehört, gab er seinen Pferden die Peitsche und trieb sie nach vorn. Vorbei an Braecus, Bagoas und Rianorix setzte er sich auf Platz zwei hinter dem führenden Prusias K. Während Bagoas seinen dritten Platz halten konnte, verursachte das Überholmanöver des Roten einen schweren Patzer bei Rianorix, in dessen Folge der grüne Fahrer von Platz zwei auf Platz vier abrutschte. Der zweite Fahrer der Praesina, wie sein Kollege noch jung an Jahren, verlor ebenfalls in dieser Runde an Boden und belegte am Ende den letzten Platz.


    Zum Ende der zweiten Runde gestaltete sich das Feld wie folgt:
    1) Prusias Kynegros VEN
    2) Amasis RUSS
    3) Bagoas RUSS
    4) Rianorix PRAE
    5) Hamiris VEN
    6) Braecus PRAE

  • Das Ersatzrennen für den dritten Vorlauf hatten die Anhänger der Russata auf den Rängen schweigend verfolgt, denn es war kein Roter am Start gewesen. So konnte man die Pause nutzen, um weiter über die Vorgänge in der Pause zu debattieren und seine Stimme mit frischen Getränken zu ölen, um für das Finale in Form zu sein. Die Erwähnung der nicht gestarteten Aurata animierte einige der roten Schlachtenbummlern dann auch prompt zum leichten Warmsingen.


    "Ihr seid nur ein Ponyrennverein, Ponyrennverein, Ponyrennverein!"


    Verglichen mit dem, was dann mit Beginn des Rennens kam, war das aber nur ein leichtes Säuseln. Vom Start weg schallten dann nämlich wieder die bekannten roten Sprechchöre von den Rängen und schienen insbesondere Amasis, der den Start offenbar völlig verschlafen hatte, nach vorne peitschen zu sollen.


    Russata!
    Russata!
    Russata!
    Russata!


  • Sisenna kam in Begleitung ihres Sklaven zwar leicht verspätet, was aber den Vorteil barg, dass sie spielend leicht durch die Reihen schreiten und somit ungehindert zu den Logen ihrer Familie gelangen konnte. Sie winkte ihrem Onkel, dem Consul, zu und nahm Platz. Ihr Blick suchte die führenden Wagen. Dabei musste sie den Kopf recken, weil diese aktuell eine Wendemarke passierten.


    "Da ist ein Blauer vorn, kein Grüner", beschwerte sie sich bei Sofian. Wegen der Enttäuschung schaute sie erst gar nicht mehr hin, sondern beobachtete weiter Sofian.


    "Hast du dir den Namen gemerkt, den ich gestern verraten habe? Und falls ja, welche Idee hast du, damit wir ihn finden?"

  • Es war soweit, das Finale war im vollen Lauf. Natürlich fieberte ich mit und für unserer Factio. Innerlich schrie es in mir PRAESINA PRAESINA Doch ich war mir selber ehrlich genug und wusste noch würde leider kein Fahrer von uns an der Spitze landen. Dennoch gab ich die Hoffnung nicht auf, das einer unserer Fahrer es einen Platz nach vorne schaffen würde.
    Kurz sah ich Daumen drückend in die Richtung von Claudius Menecrates. Wie mochte es ihm gehen?

  • Das Rennen zeigte sich einem Finale würdig, denn bisher gab es überraschende Platzierungen für erfolgreiche Fahrer und beeindruckende Aufholmanöver sowie Einbrüche. Auch die dritte Runde stellte keine Ausnahme dar. Mit Ausnahme des ersten und letzten Platzes befand sich das Feld in stetiger Bewegung. Mal hatte das eine Gespann die Nase vorn und im nächsten Augenblick das andere. Während sich zwei stritten, überholte außen ein drittes und das vierte lag in Lauerposition.
    Den überraschendsten Sprung vollbrachte Hamiris aus der Veneta. Er verbesserte sich um drei Plätze, indem er zunächst Rianorix aus der Praesina überholte, Bagoas aus der Russata massiv attackierte und anschließend noch an Amasis vorbeizog. Durch die Attacke des blauen Fahrers rutschte der bis dahin auf dem dritten Platz liegende Russatafahrer Bagoas auf den letzten ab. Dadurch gab die Praesina gleichzeitig das Schlusslicht an diesen Roten weiter.


    Zum Ende der dritten Runde gestaltete sich das Feld wie folgt:
    1) Prusias Kynegros VEN
    2) Hamiris VEN
    3) Amasis RUSS
    4) Rianorix PRAE
    5) Braecus PRAE
    6) Bagoas RUSS


    "Was sagst du dazu, Faustus?" Spannung lag in Menecrates' Stimme. "Das Rennen ist noch lange nicht gelaufen, hier kommt noch Überraschendes, vermute ich."

  • Schon war es passiert, vieles hatte sich verändert. Ich hörte die Frage des Claudiers, musste mich aber zuerst versichern, dass was ich gerade sah auch der Wirklichkeit entsprach.
    Das kann man wohl laut sagen, ich bin angenehm überrascht und hoffe, dass es so weiter geht, ...natürlich für unsere Factio.
    Letzteres schob ich grinsend hinterher.

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