Officium des Praefectus Urbi

  • Scaevius hatte es zwar irgendwo aufgeschnappt, dass die Stadteinheiten aufgestockt werden sollten, aber Konkretes wusste er nicht.

    "Zu mir ist von offizieller Seite noch nichts durchgedrungen", antwortete er. Es freute ihn natürlich, als der Preafectus Urbi nochmals betonte, ihn in das Konzept mit einzubeziehen, auch wenn er noch über die Umsetzung rätselte.


    Der Einzug von Urbaniaci ins Stadtgebiet ließ ihn aufhorchen. Sie würden sich offensichtlich vereinzelt Regionen teilen. Welche, blieb abzuwarten. Nicht in jeder Region befand sich eine Feuerwache. Scaevius betrachtete diese Eröffnung einzig von der praktikablen Seite und begann bereits mit der gedanklichen Zusammenstellung der Regionen ohne Station. Der religiöse Aspekt interessierte ihn nicht. Er hielt sich zwar für einen anständigen, aber nicht besonders gläubigen Menschen. Das wäre auch unzweckmäßig, weil fast seine gesamte Einheit aus fremdländischen Zugewanderten bestand. Der Seelenfrieden eines römischen Priesters wäre bei den Vigiles nach seiner Ansicht gefährdet.


    Umso mehr überraschte es ihn, als Menecrates die Meinung des Gasthörers einholte. Dessen Aussage 'der Tempel in meiner Verantwortung' erklärte den Grund, wenngleich Scaevius nicht annahm, dass die Meinungsäußerung etwas ändern würde.

    Er blickte daher wieder interessiert zum Praefectus Urbi.

  • Menecrates hatte von Annaeus eine emotionalere Antwort erwartet. Nicht so sehr, weil er Vindex für besonders emotional und wenig beherrscht hielt, aber weil er sich ausmalen konnte, dass einem eingefleischten Tempelverwalter das Herz blutete, wenn sakrale Grenzen übertreten wurden. Die Gründe für die Zurückhaltung konnten verschieden sein. Vindex mochte aufgrund des Tiro-Verhältnisses gehemmt in seinen Äußerungen sein. Genauso wäre es möglich, dass sein Herz nicht übertrieben am Cultus Deorum hing. Vielleicht aber spürte Menecrates selbst und nur deswegen zuweilen Skrupel, weil er am Althergebrachten hing und in dieser Sache den Verstand und nicht das Herz entscheiden ließ.


    Er atmete einmal durch und ging auf Vindex' Aussage ein. "Die Gesamtlage zu erörtern, lag nicht in meiner Absicht. Es wäre auch bedenklich, wenn ein Praefectus Urbi dafür die Meinung eines erst seit kurzem Zugereisten benötigte. Mir ging es einzig um die Wirkung auf dich, nachdem du erfahren hast, dass eine religiöse Grenze überschritten wird. Das hast du dargelegt und dafür danke ich." Ein Aspekt verdiente noch die Erwähnung, zumal es sicherlich auch den Praefectus Vigilum interessierte. "Der Trans Tiberim steht ebenfalls unter Beobachtung, stellt aber insofern kein delikates Problem dar, weil er außerhalb des Pomerium liegt."

    Die restlichen von Vindex angerissenen Punkte würden im Gespräch mit dem Kaiser oder dem Praefectus Praetorio zur Sprache kommen. Sie spielten hier keine Rolle, daher wandte sich Menecrates wieder seinem eigentlichen Gesprächspartner zu.


    "Wo waren wir stehengeblieben?" Er überlegte kurz und stellte fest, dass er bisher nicht über die Statio I Urbana hinausgekommen war. "Ziel des Vorstoßes ist weiterhin die Subura. Zum einen, weil der Sklavenaufstand auch dem letzten Zweifler gezeigt hat, dass hier das größte Geschwür Roms sitzt. Zum anderen, weil das Viertel zentral liegt und sich für das Erreichen anderer Stadtteile in alle Richtungen anbietet, sowie die Akzeptanz in besseren Wohnvierteln sicherlich niedriger ist." Dass er parallel dazu außerhalb des Pomerium zwei Castella zusätzlich zur Castra Praetoria plante, um später sowohl von Süden als auch vom Norden in jeweils einer Zangenbewegung eingreifen zu können, falls dies erforderlich sein würde, erwähnte er nicht. In dieser Unterredung ging es einzig um die Zusammenarbeit mit den Vigiles. Er konnte sie anordnen, aber er wollte den Praefectus gewinnen.


    "Ich habe einen Plan B, sofern mir von irgendeiner Seite Steine in den Weg gelegt werden und sei es nur, weil die Staatskasse zu wenig Gelder bereitstellt, aber ich strebe an, Plan A durchzusetzen, womit deine Einheit ins Spiel kommt." Menecrates legte - mit Blick auf Scaevius - eine kurze Pause ein, bevor er weitersprach.

    "Ich plane in der Subura eine Station, die sowohl Feuerwache als auch Polizeistation beherbergt." Er nahm einen Schluck Wasser, um dem Praefectus Vigilum Zeit zu geben, den Gedanken auszuloten.

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  • "Oh, analog der Castra Praetoria." Überraschung sprach aus seinen Worten, denn mit einer Kombilösung hatte er nicht gerechnet. Eher mit einer zusätzlichen Wachstation. Er ließ den Gedanken wirken und erkannte den Prestigegewinn für die dort Stationierten der Vigiles und gleichzeitig den Akzeptanzgewinn gegenüber den Bewohnern auf Seiten der Cohortes Urbanae. Nicht auszuschließen war allerdings ein erhöhtes Konfliktpotential unter den Männern. Anders als in der Castra Praetoria besaß hier nur jeder zweite das Bürgerrecht, sorgfältig aufgeteilt in Vigiles und Cohortes Urbanae.


    "Die Einsatzbereiche wären verschieden." Er dachte der Einfachheit halber laut. "Gleichzeitig operieren wir oft miteinander und hätten im Problemviertel den kürzesten aller Kommunikationswege."

    Vom Grundsatz her fand er die in Aussicht gestellte Aufstockung seiner Einheit in der Subura zweckmäßig angesiedelt. Irgendwo musste eine neue Station hin und in der Subura gab es noch keine, aber gleichzeitig und eindeutig die häufigsten Brände. Wäre da nur nicht das Platzproblem…

    "Die Regio IV ist lang. Nördlich von ihr befindet sich eine Wachstation. Je südlicher umso länger die Wege für uns. Existiert bereits ein anvisierter Standort?"

  • "Jaaa", erwiderte Menecrates, wobei er die Stimme zur Verdeutlichung der Einschränkung anhob. "Zwei Einheiten in unmittelbarer Nachbarschaft, nur von der Bauweise müssen wir abweichen. Das Konzept sieht vor, dass zwei Stationen gleich zweier Insulae aneinandergrenzend hochgezogen werden bis auf das in der Gegend übliche Niveau. In jeder Etage wird es einen Durchgang geben. Ein Standort ist bisher nicht gefunden, aber da die Statio I Urbana ebenfalls im Norden angesiedelt ist, scheidet dieser Teil des Viertels schon mal aus."


    Alles lief auf eine Kooperation hinaus und nunmehr konnten die Details besprochen werden.

    "Wir sollten die Mannstärke besprechen, weil sich danach die Größe der Stationen richten wird." Er öffnete eine Hand und die Geste zeigte Ungewissheit. "Wir können nur spekulieren, wie hoch die Aufstockung für deine Einheit ausfallen wird. Möglicherweise erwartet der Kaiser auch von mir eine Empfehlung. Ich weiß es nicht. Ich denke aber, wir können ausschließen, dass es mehr als eine Kohorte ist." Menecrates tappte völlig im Dunklen, weil er mit dem Kaiser nicht über dieses Thema gesprochen und auch nicht am Conventus teilgenommen hatte.


    "In deinen Kohorten sind", er überlegte kurz, "sieben Centurien." Das verhielt sich anders als bei den Cohortes Urbanae. "Die übliche Mannstärke bei den bestehenden Feuerwachen liegt bei einhundert. Einhundert für jeweils zwei Regiones. Hm." Er zog die Karte mit den eingezeichneten Wachstationen heran und ließ den Zeigefinger entlang der Subura gleiten. Von der Mitte des berüchtigten Viertels ausgehend, lagen fünf Vigilesstationen im Umland - ungefähr gleich weit weg. Menecrates wunderte sich, dass vorher noch nie jemand diesen unterversorgten Fleck auf der Karte bemerkt hatte.


    "Es müsste reichen, nur eine Centurie in der Subura zu stationieren. Siehst du das ähnlich?" Er fragte nach einer eigenständigen Meinung, nicht nach der Antwort eines Papageien.

    Gleichzeitig spann er den Gedanken weiter. Die Kombination mit der Vigiles erforderte auch für seine Einheit keine zwei Centurien. Damit würde die Kombi-Station insgesamt - trotz geringer ausgefallener eigener Mannstärke - größer ausfallen als im ersten Entwurf, als es noch um reine Polizeistationen ging. Das Problemviertel sah Menecrates damit abgedeckt und gleichzeitig verfügte er über freie Kapazität. Die zukünftige Cohors XIII Urbana, die er ursprünglich vollständig in der Subura stationieren wollte, käme inklusive Statio I Urbana zur Hälfte bis maximal zwei Drittel im Viertel zum Einsatz. Damit ergaben sich verbesserte Möglichkeiten für die Abdeckung von Aventin und Trans Tiberim.

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  • Frugi rauchte inzwischen der Kopf. Das werde ich bestimmt nicht lange durchhalten, dachte er. Ich würde gerne mehr von der Besprechung mitbekommen, doch protokollieren und gleichzeitig die Sprecher im Blick behalten, das schaffe ich nicht.

    Probleme in der Subura gab es schon immer. Kombi-Station dort einzurichten klang gut. Die Einwände des Aeditus konnte er auch nachvollziehen. Ich war selber oft genug in der Subura auf Patrouille gegangen und kannte die abwehrende Haltung der dortigen
    Einwohner. Dazu kam der religöse Faktor. Pomerium die heilige Grenze der Stadt Rom.
    Es gab die religiöse und politische Zwänge, die es verboten, unter anderem, gekrönten auswärtigen Herrschern das pomerium zu betreten.
    Da wäre es bestimmt für viele, wenn nicht für die meisten undenkbar dort solche PLÄNE zu verwirklichen. Die Pläne des
    Praefectus Urbi fand der Octavier persönlich großartig. Es war an der Zeit etwas gegen die hohe Kriminalitätsrate zu unternehmen. Wie
    hatte er noch solch eine Station genannt? Richtig, Kombi-Station, eine Station aus Feuerwache sowie Polizeistation. Ob er diese Pläne verwirklichen konnte?

    Frugi hatte gehört, dass während meiner letzten Abwesenheit schon mit dem Versuch, etwas in der Subura zu verändern, begonnen worden war.

  • Scaevius sah weniger glücklich drein, als der Praefectus Urbi nur eine Centuria vorschlug. Seine Vigiles kamen immer als letzte an die Reihe, wenn es galt, Staatsgelder zu investieren und hier bot sich eine Chance.

    "Ich würde nur ungern von der üblichen Mannstärke in dieser neuen Station abweichen. Darauf basieren der Dienstplan samt Schichten und die Aufteilung der Aufgaben. Die komplette Wachmannschaft könnte unproblematisch zu einer anderen Station versetzt werden, falls sich die Subura als überdurchschnittlich kräftezehrend erweist und ich ein Rotationsprinzip einführen müsste." Er fand, das waren unabhängig vom Wunsch nach der größtmöglichen Finanzspritze schlagende Argumente. Einhundert Mann Besatzung bedeutete für diese neue Wachstation - wie für jede der bisher bestehenden - eine Kohorte.

    "Eine zusätzliche Kohorte und wir können damit auch stärker in polizeiliche Aufgaben eingebunden werden, was ja ohnehin schon der Fall ist. Wachstation I, II, III, V und VI wären dadurch entlastet. Wenn der Augustus die Kriminalität in der Subura im Zaum halten möchte, dann wird ein Teil der Last auf meiner Einheit liegen. Ich benötige dafür ausgeruhte Männer, denn die Löscharbeiten werden ja nicht weniger."

  • Die Argumentation fand Menecrates schlüssig, auch wenn sie ihn vor ein Problem stellte. Eine einzelne Statio Urbana sollte - mehr als die erste Station, aber nicht mehr als einhundertzwanzig bis maximal einhundertsechzig Soldaten der Cohortes Urbanae beherbergen. Die Zahl war hochgegriffen und der niedergebrannten Statio I Urbana geschuldet, die nur für eine Centurie ausgelegt war und dem Angriff nicht standhalten konnte. Bei allein einhundert Mann Wachsoldaten der Vigiles sprengte eine Kombistation jeden bisher ins Auge gefassten Rahmen und Menecrates sah seinen Stabsoffizier Petronius bereits im Geiste sich die Haare raufen. Er selbst fuhr sich ebenfalls nachdenklich durch das Haar.

    "Die neue Wachstation soll für einhundert Mann der Vigiles ausgelegt sein. Alles andere macht keinen Sinn", entschied er schließlich. "Ich werde mich beim Kaiser für die Aufstockung deiner Einheit um eine Kohorte einsetzen. Es liegt auch in meinem Interesse."

    Da er an Plan A weiter festhalten wollte, musste er an der Form der neuen Kombistation herumfeilen, damit das Projekt nicht aus allen Nähten platzte und in der ultraengen Subura überhaupt Platz fand. Er entschied, analog zum ursprünglichen Entwurf der ersten Statio Urbana, hier ebenfalls nur eine Centuria zu stationieren. Damit waren seine Männer zwar im Vergleich zu den Vigiles in der Unterzahl, aber gleichzeitig erhielt das Unterfangen einen deutlicheren Anstrich als Feuerwache, die nebenbei über Urbaniciani verfügte. Eine derartige Station würde vermutlich auch niemand niederbrennen, weil sie die Lebensversicherung vieler Viertelbewohner bedeutete, deren Häuser mit der neuen Station viel schneller erreicht werden konnten.

    "Gut, eigentlich haben wir dann alles, was ich heute abklären wollte. Mit dem Konzept - einhundert Mann der Vigiles plus einer Centuria meiner Einheit - werde ich die nächsten Schritte gehen. Sobald ich vom Kaiser die Freigabe der Mittel erhalte, lasse ich dich das wissen, sofern du nicht ohnehin benachrichtigt wirst." Gern würde er hier den Schlusspunkt setzen, aber er kannte das Budget nicht. "Sollten wider Erwarten die Mittel nicht ausreichen, sitzen wir wieder hier. Andernfalls treffen wir uns zur Standort- und Baubesprechung."

    Er sah zu Octavius und vergewisserte sich, ob der hinterher kam. Als Frugi aufblickte, fuhr Menecrates mit Blick auf Scaevius fort.

    "Hast du deinerseits noch Anmerkungen oder Fragen?"

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  • Scaevius überlegte, doch auch ihm schien vorerst alles besprochen.

    "Für mich ist alles geklärt. Ich erwarte die weiteren Informationen von dir und nur für den Fall, dass ich vom Augustus vorher unterrichtet werde, lasse ich es dich wissen."

    Die Besprechung dauerte keine Ewigkeit. Daher hatte er sie gut ohne Quellwasser überstanden. Er erhob sich im Zuge der Aufbruchstimmung und salutierte noch einmal. "Praefectus, hat mich gefreut!"

  • Menecrates erhob sich und verabschiedete sich mit einem Nicken, nachdem er zuvor den Vorschlag des Praefectus Vigilum, wie sie verbleiben wollten, für gut befunden hatte.

    "Ganz meinerseits", erwiderte er und setzte sich wieder. Die Tür schloss sich hinter Scaenius und Menecrates blickte zunächst zu Octavius.

    "Ich möchte mich baldmöglich mit Praefectus Heius Vibulanus in der Castra Praetoria zusammensetzen. Bei nächster Gelegenheit überbringe dem Praefectus meinen Wunsch und nenne als Besprechungsort die Exedra. Selbige müsste im Vorfeld hergerichtet werden. Das heißt: die passende Anzahl an Stühlen. Erfrischungen sparen wir uns. Jeder Teilnehmer hat sein Dienstzimmer mehr oder weniger nebenan. Teilnehmer von unserer Seite werden Annaeus, du und ich sein. Die Teilnehmer von Seiten der Garde müsstest du erfragen."

    Falls weitere Fragen bestanden, konnte Octavius sie jederzeit stellen, auch jetzt. Sie führten zum Ausklang der Besprechung eine lockere Unterredung zum Zweck der Folgeplanung.


    "Annaeus, hier und jetzt bietet sich für dich die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Anmerkungen einzuwerfen, sofern dafür Bedarf besteht."

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  • "Ich bin nicht sicher, ob ich Fragen oder Anmerkungen derzeit formulieren kann. Ich werde mich über die Aufstände besser informieren müssen. Daher: nein, derzeit habe ich keinen Bedarf an Fragen oder Anmerkungen, aber danke für die Gelegenheit."


    Das Gespräch war schnell und präzise geführt und so bald es begonnen hatte, so bald endete es auch schon. Die Professionalität aller Beteiligten beeindruckte mich so sehr, dass ich kaum Notizen machen konnte, was ich aber später in einem ruhigen Moment nachholen würde.

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  • Er öffnete eine Hand, während er antwortete: "Kein Problem und wenn später Fragen auftauchen, dann heraus damit." Dieser Teil der Besprechung fiel kurz aus. Er erhob zum zweiten Mal, steuerte bereits die Tür an, drehte sich aber noch einmal um.

    "Annaeus, du kannst mich immer begleiten, wenn ich nicht ausdrücklich anderes festlege. Halte dich bitte selbstständig auf dem Laufenden, damit dir kein wichtiger Termin entgeht. Vor allem bei der Besprechung mit dem Praefectus Preatorio möchte ich dich dabeihaben und später auch beim Kaiser. Ich beabsichtige, dir im Anschluss daran Aufgaben zu erteilen, die du eigenverantwortlich erledigen kannst, wenn du über sämtliche Informationen aus allen relevanten Gesprächen verfügst."

    Eine kleine Strecke des Weges lag hinter ihnen und sogleich standen sie vor neuen Teilzielen. Sie würden einen langen Atem benötigen, um an das Ende des Projektzieles zu gelangen.


    "Cornicularius Octavius, das Protokoll einmal in Kopie schreiben und dem Praefectus Vigilum zukommen lassen." Er atmete einmal erleichtert durch und wandte sich zur Tür. "Ich mache einen Rundgang um das Gebäude, um den Kopf auszulüften." Der Komplex bot sich dafür an.

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  • Die Suche nach einem Baugrundstück begann


    Um entsprechend gewappnet beim Kaiser das selbst entworfene Konzept präsentieren zu können, musste es möglichst ausgefeilt, lückenlos und vor allem umsetzbar sein. Der Praefectus Urbi beschloss daher, bereits jetzt auf die Suche nach einem passenden Baugrundstück zu gehen, denn der mangelnde Platz in der Subura stellte den zweitgrößten Knackpunkt seines Konzeptes dar.

    Sobald er - von der Castra Praetoria kommend - in der Preafectura eintraf, ließ er Annaeus Vindex zu sich kommen. Der junge Mann wollte lernen, aber gleichzeitig würde er sich beweisen müssen, denn Menecrates brauchte überzeugende Argumente, wenn er ihn beim Kaiser für die Erhebung in den Ordo Senatorius vorschlagen wollte.

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  • Mittlerweile hatte man mein Gesicht oft genug gesehen, um zu wissen, was ich wo wollte und ließ mich in aller Regel schnell passieren. Claudius Menecrates hatte nach mir schicken lassen, mir wurde aber nicht gesagt, worum es genau gehen sollte. Daher kam ich auf alles vorbereitet beim Praefectus an, wo man mich auch durch das Vorzimmer durchgewunken hatte.

    Mein tirocinium fori war bislang recht angenehm, ich hatte aber im Gefühl, dass es noch fordernder werden würde.


    "Du hast nach mir verlangt?"

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  • Das Gemurmel im Vorzimmer ließ Vindex' Ankunft erahnen. Menecrates zog vorsorglich eine Karte näher, bevor er zur Tür blickte.

    "Ah, Vindex. Sehr schön. Nimm bitte Platz." Er wies auf den freien Stuhl, der über Eck an seinem Schreibtisch stand. Auf diese Weise konnten sie beide bequem die Karten studieren. Nachdem Vindex saß, erläuterte Menecrates sein Anliegen. Er fasste dabei den jungen Mann ins Auge, um zu sehen, wie die Reaktion ausfiel.

    "Ich weiß nicht, wie ein Tirocinium Fori bei anderen abläuft. Ich habe es immer so gehandhabt, dass es zum Teil Aufgaben beinhaltete, die durchaus selbstständig abzuarbeiten sind. Dabei stehst du natürlich nicht allein und fragen kannst du auch jederzeit." An dieser Stelle erwartete er noch keine besondere Reaktion, möglicherweise aber nach der folgenden Eröffnung.

    "Ich möchte dich heute mit einer Recherche beauftragen. Sie findet sowohl am Schreibtisch bzw. in Bibliotheken statt als auch auf der Straße. Um genau zu sein, im Suburaviertel."

    Als Verlockung würde der Auftrag sicherlich nicht erscheinen, aber Menecrates hoffte, er würde nicht allzu abschreckend wirken. Vielleicht aber war Vindex auch unempfindlich. Das blieb abzuwarten.

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