• Satala Therme


    Satala war für vieles bekannt, die Stadt bot einiges unter anderem einen Ort der Gesundheit, Entspannung und Erholung - die Satala Therme. Hierbei handelte es sich nicht einfach um eine schlichte Badeanstalt, nein die Satala Therme boten mehr. Geradezu prunkvoll empfing diese Badeanlage seine Gäste. Die Wände und Fußböden waren mit maritimen Bildern verziert und wer im Wasser den Kopf in den Nacken legte, durfte die besonders verschönerte Decke genießen. Neptun selbst schaute auf die Badenden herab und schien sie in seinem Element willkommen zu heißen. Die tragenden Säulen setzten sich dunkel und erhaben von der restlichen Badeanstalt ab, Granit und Basalt war der Stein aus dem sie gehauen worden waren.


    Fand man hier in den Satala Thermen unerwarteten Prunk zu Neptuns und der Gäste Gefallen, so wartete die Badeanlage auch mit Bekannten auf. Unterteilt war sie in ein warmes Bad dem Tepidarium, dem kalten Bad dem Frigidarium und natürlich dem heißen Bad - dem Caldarium. Zudem verfügten die Satala Therme über einen Freiluftbadebereich der sich besonderer Beliebtheit erfreute und Natatio genannt wurde.


    Trotz oder gerade wegen seiner Besonder- und Beliebtheit erwiesen sich die Eintrittspreise in die Satala Therme als angenehm niedrig. Jedem war somit ein Besuch in den Thermen vergönnt, für Kinder war der Eintritt sogar kostenlos. Der Eintritt für Frauen hingegen kostete genau das Doppelte wie jeder für die männlichen Badegäste. Die Badegäste brachten in die Satala Therme ihre eigenen Handtücher, Öle und Cremes mit. Letztere konnte man allerdings auch vor Ort erweben oder sich direkt bei einer entspannenden Massage gönnen.


    All dies boten die Satala Therme. Sie waren der kleine Luxus, den man sich alltäglich leisten konnte. Mehr noch, die Satala Therme waren ein bedeutender Ort, des gesellschaftliches Zusammenseins in der gleichnamigen Stadt.



    ****

  • Zmertorix hatte sich einen Besuch in den Thermen gewünscht. Kaum dass sie das Schiff verlassen hatten, konnte sich der Priester kaum noch auf etwas anderes konzentrieren, als sich endlich dem Bad hinzugeben und den Staub der Straße vom Leib zu waschen. Nun auch wenn es in diesem Fall eine Wasserstraße gewesen war. Die Enge auf dem Schiff, die ständige Geräuchkullisse und die fehlende Privatssphäre hatten Zmertorix mehr zugesetzt, als sich der Mann eingestehen wollte. Cimber hingegen hatte all dies nicht gekümmert. Er war Soldat, für ihn war es Normalität auf engstem Raum mit seinen Kameraden zusammen zu leben. Eine Castra schwieg nie, jedenfalls nicht so lange sie mit ihrer Legion belebt war. Schweigen hören wollte sie niemand. Stille bedeutete im Leben eines Soldaten nie etwas Gutes. Entweder war es die Ruhe vor dem Sturm, oder jene danach wenn alles verloren war.


    Cimber hatte kurz an einem Marktstand angehalten, denn sie hatten einiges auf ihrer Reise nach Cappadocia dabei, Handtücher, Cremes und Öle allerdings nicht. Letzteres kaufte Cimber einmal mit einem herben Holzgeruch der ihm sehr appetitlich vorkam und eine etwas würzigere Note, leicht ins Blumige gehend für Zmertorix. Der Mann sollte sich eingeölt wieder völlig mit sich im Reinen fühlen.


    Umbrenus schlang Zmertorix das Handtuch um den Nacken, nachdem sie die Therme endlich betreten und ihre Kleidung hinter sich im Umkleideraum zurückgelassen hatten. Schon etwas entspannt allein durch die warme feuchte Luft atmete Cimber genüsslich ein. Das kalte Bad würden sie heute auslassen, Zmertorix musste sich durch- und aufwärmen. Cimber hakte den Blonschopf unter und führte ihm zum Warmwasserbecken. Genüsslich ließ er sich in das mollig warme Nass gleiten und zog Zmer mit sich.


    "Willkommen daheim. Du siehst, die Umarmung von Neptun kann auch wohltuend und warm sein", schmunzelte Cimber und tauchte kurz unter, ehe er es sich am Rand gemütlich mache und Zmer neben sich zog.

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    Ob des doppelten Eintritts für Frauen rümpfte Zmertorix die Nase. Dieses Schild war neu. "Diese Therme sollte man boykottieren!" Doch es half nichts - jeder musste baden und er besonders.


    Zmertorix sträubte sich, als er von Cimber quer durch die Therme geschliffen wurde. Was für ein Flegel! Mit seinem zwar schlanken, aber vollkommen unmuskulösen Körper hatte Zmertorix dem Soldaten nichts entgegenzusetzen. Dieser zerrte ihn am Frigidarium vorbei und zog ihn dermaßen nachdrücklich ins Warmwasserbecken, dass Zmertorix ausrutschte und ins Wasser stürzte. Er konnte nicht einmal schimpfen. Er nutzte den kurzen Moment, da Cimber von ihm abließ, um sich Gesicht und Haar zu waschen, ehe dessen Finger schon wieder nach seinem Arm griffen, um ihn nahe zu sich zu zerren. Stocksteif saß Zmertorix neben ihm und blickte starr geradeaus.


    "Mein lieber Cimber", sprach er schließlich betont langsam und würdevoll. "Es erscheint mir wenig schicklich, einen angehenden Priester räumlich zu verfrachten wie ein Gepäckstück. Ich wäre auch so mit dir gekommen, da ich Körperpflege als eine dringende Notwendigkeit erachte."


    Nachdem das raus war, entspannte Zmertorix sich und sank etwas tiefer ins Wasser. Langsam atmete er durch, ließ die Wärme in seine Glieder fahren und den Duft des warmen Wassers in seine Nase strömen. Über dem Wasser waberte feiner Nebel.


    "Immer wieder wundervoll ist es hier", verkündete er schließlich. "Vielleicht erstaunt dich die noble Ausstattung dieser Therme in einer so kleinen Stadt. Dies hat seinen Grund in der Abgeschiedenheit und Langeweile, die manch einer hier empfindet, sodass die Therme der wichtigste Ort ist, um sich zu treffen und miteinander zu plaudern. Der lokale Markt ist winzig im Vergleich zu anderen Städten. Für Abwechslung sorgt sonst nur das Theater und die Darstellungen sollen so schlecht sein, dass einige Gäste aus weiter Ferne kommen, nur um sich darüber zu amüsieren. Entsprechend bedeutsam ist diese Therme für die Einwohner von Satala."

  • Die Thermen. Ein Ort an dem man der Gesundheit, Sauberkeit und dem gesellschaftlichen Leben fröhnen konnte. Jeder Bürger hatte das Recht die Thermen zu betreten und es war auch leistbar.

    Die Reise aus Rom hatten ein wenig an der Konstitution genagt. Er hatte zwar Gelegenheit während längerer Aufenthalte die örtlichen Gegebenheiten in Anspruch zu nehmen doch war es etwas anderes sich wirklich ganz völlig zu entspannen.

    Cerretanus kam aus der apodyterium, bekleidet nur noch mit einem Tuch um die Hüften und stieg in das kalte Wasser. Im frigularium war meistens der Aufenthaltsort der Besucher und dort konnte man alles möglich erfahren oder zum besten geben.


    Er nahm nahe zweier Männer Platz die augenscheinlich, zumindet einer davon, nicht aus diesem Teil des Reiches stammten. Kurz nickte er den Beiden zu und murmelte ein " Salve" setzte sich dann und legte den Kopf nach hinten während sich die Augen schloßen.

    Trotz der niedrigen Temperaturen draussen war das Wasser zwar kalt aber angenehm. Vllt würde er dann anschliessend noch eine Runde im tepidarium ein wenig durchgaren. Aber diese Entscheidung konnte er noch später treffen.

    Zuerst hier sitzen und entspannen.

    Die Reise aus Rom hatte doch etwas an der Konstitution genag auch wenn Cerretanus zwischendurch immer wieder die Gelegenheit hatte während eines Aufenthalts die dortigen Thermen,zum Beispiel, zu besuchen.

    Aber er hatte nun viel Zeit und war nicht in Eile. Der heutige Tag war frei für ihn und auch zugleich der erste in Kappadokien und Satala.

  • Cimber warf Zmertorix einen belustigten Blick zu.


    "Weshalb möchtest Du die Therme meiden, weil sie sogar beim Eintrittspreis an Dein Wohlbefinden denken? Zmertorix fang bitte an Dich zu entspannen. Du bist im Wasser, Du bist in den Thermen, es ist wundervoll hier und Du beschwerst Dich über die Eintrittspreise? Mein Guter, ich habe den Eintritt für Dich bezahlt und dafür das Frauen mehr bezahlen, dürfen Kinder kostenlos die Therme nutzen. In vielen Thermen in Rom ist es nicht anders. Es gibt zudem keine kostenlosen Therme, obwohl viele diesem Irrglauben unterliegen Zmer. Können die Bürger die Therme kostenlos benutzen, gab es einen großen Gönner, der die Eintrittspreise für ein Jahr oder sogar länger vorab für alle entrichtete als große Spende", erklärte Cimber und ließ sich ein Stück tiefer ins Wasser sinken.


    "Die Eile die Du versprüht hast, hast Du nicht an den Tag gelegt und ich wollte Dir nur helfen Zmer. Nein mich erstaunt der Prunk in den Thermen nicht Zmer, ich genieße ihn. Sie haben die Therme wirklich zu einem ganz besondern Treffpunkt erhoben. Und all die Bilder die man hier bestaunen kann, sind ebenfalls pure Unterhaltung. Wer zu so etwas Wunderschönem im Stande ist, muss ein Künstler sein. Auch im Geiste. Die Therme sind in meinen Augen nicht nur ein Erholungsort und ein Ort der Geselligkeit, sie ehren auch Neptun und seine Kreaturen und das in einer atemberaubenden Art.


    Den Marktplatz möchte ich trotzdem gerne besuchen, mag er noch so klein sein Zmertorix, fliegende Händler kommen herum und ihre wichtigste Ware ist Information. Was das Theater angeht, auch das werden wir uns gönnen. Aber vorher müssen wir endlich meinen Sohn aufsuchen, nachdem wir wieder wie ordentliche Römer aussehen versteht sich. Ich freue mich einfach wieder in Cappadocia zu sein Zmertorix, Du hast keine Vorstellung davon wie sehr", seufzte Cimber.


    Ein fremder Mann setzte sich zu ihnen, der die Haltung und Statur eines Soldaten hatte. Er grüßte freundlich und Cimber grüßte ebenso zurück. Auch er schien wie sie beide frisch angekommen zu sein, denn die Anstrengung stand ihm noch ins Gesicht geschrieben.


    "Salve. Das ist Zmertorix und ich bin Appius Umbrenus Cimber. Ebenfalls gerade frisch eingetroffen?", hakte Cimber freundlich nach.

  • Cerretanus hob den Kopf aus seinm Genick und öffnete die Augen. Gerade wäre er eingeschlafen als er eine Stimme vernahm. Aus der Richtung der beiden Männer.


    " Salvete. Furius Cerretanus. Ja...heute angekommen. Direkt aus Rom." Er musterte nun etwas genauer die Beiden.

    " Umbrenus...Umbrenus.....Verwandt mit einem jungen Burschen in der Legio hier?"

  • Cimber nickte erfreut.


    "Hallo und willkommen in Cappadocia Cerretanus. Ja richtig, ich bin der Vater von Cinna. Wir beide sind ebenfalls gerade aus Rom eingetroffen. Allerdings hatten wir dahin so gesehen einen kleinen Abstecher gemacht. Cappadocia war unser eigentliches Ziel und nun sind wir endlich hier. Was hat Dich hierher verschlagen? Außer die angenehmen Therme und hervorragenden Pferde?", fragte Cimber neugierig.


    "Meine Vermutung war gleich als ich Dich sah, dass Du zur Legion gehörst. Die Haltung, die Optik, Du verstehst schon. Wo hast Du meinen Sohn dort genau kennengelernt? Er ist ein guter Kerl, wir waren eindeutig zu lange getrennt. Aber eine Weile muss er sich noch gedulden. Stinkend und unrasiert wollte ich Cinna nicht begrüßen. Deshalb sind wir hier", erklärte Cimber.

  • " Ich wurde auf eigenen Wunsch hier her versetzt. In Rom war ich bei den Cohorten." antwortete Cerretanus freundlich. Dann lächelte er kurz. " Den ersten Eindruck den mir Umbrenus Cinna beschert hatte war ein Guter. Aber...." er machte eine kurze Pause: " bisher hatte ich noch nicht die Gelegenheit die Burschen hier zu testen."

    " Was führt dich hier her? Ausser das lang ersehnte Wiedersehen mit deinem Sohn? Vermutlich auch eine Versetzung oder ein Marschbefehl nach Kappadokia?"

  • "Ah verstehe. Du hast mit Deinen Kollegen in Rom selbst für Sicherheit und Ordnung gesorgt. Die Stadt ist gewaltig im Vergleich zu dem, was Du hier zu sehen bekommen wirst. Mir ist sie ehrlich gesagt zu riesig um mich dort heimisch zu fühlen. Zu viel Trubel, aber nicht der beruhigende Lebenslärm einer Castra. Nein Rom hat ein beständiges Rauschen und Säuseln, ein Störgeräusch dass jedem Feind Tarnung ist. Die Gassen sind zu verwinkelt, um sie mit einem Soldatenherzen lieben zu können. Rom muss man leben können, wie mein Vater immer so schön sagte. Ich kann es nicht, ich fühle mich ehr in den Provinzen wohl. Klein ist nicht weniger wertvoll und wo man jeden Stein und jede Mauer kennt, ist es einem auch leichter genau jene Stadt zu verteidigen.


    Meine Familie hat hier ein Gestüt ganz in der Nähe. Dort bin ich aufgewachsen, ich wurde also in meine alte Heimat zurückversetzt. Du bist eingeladen uns dort gerne einmal zu besuchen. Alles was Du mitbringen musst ist gute Laune und Hunger.


    Und ja richtig, ganz genau ich wurde ebenfalls versetzt und zwar von der Legio IX Hispania, Provincia Germania Inferior als Duplicarius zur Legio XV Apollinaris hier nach Cappadocia. Du wirst sehen, Cappadocia ist nicht mit Rom zu vergleichen. Es hat seine eigenen Gesetzmäßigkeiten, hier lebt es sich anders. Aber wer Cappadocia einmal in sein Herz geschlossen hat, der möchte nicht wieder weg. Lass Dir das gesagt sein Cerretanus", antwortete Cimber freundlich.

  • Cerretanus lachte kurz auf. Er konnte nachvollziehen was Cimber meinte.

    " Ich selbst wuchs in Noricum auf. Als ich wieder nach Rom zurückkehrte war es geradezu ein kleiner Schock. Aber die lange Zeit in der ich nun in Rom gelebt hatte wird es mir recht schwer machen die Umgebung zu akzeptieren. Jetzt im Moment scheint es mir ein Land zu sein das von den Göttern vergessen wurde. Doch ich weiß auch das Schöne ist auch hier in dieser Einöde zu finden."

    Es war nicht ungewöhnlich dass man Truppen von einem Ende ans andere verlegte. Bzw wurden schon bei der Rekrutierung solche Dinge erledigt.

    " Hmm...aus Germania. Dort wird es nicht viel anders sein als in Noricum." Der Gedanke daran ließ in kurz lächeln. Wie lange war er nicht mehr daheim...in Noricum? Er wusste nicht einmal ob sein Onkel noch am Leben war. Ein kurzer Ruck ging durch den Furier dann war er wieder in der Gegenwart.


    Auf die Einladung hin konnte Cerretanus freundlich lächeln. " Ich werde deine Einladung gerne wahrnehmen. Alleine um die einheimische Küche besser kennen zu lernen."

  • "Salve", grüßte auch Zmertorix.


    Der Neuankömmling rettete Cimber vor der Erklärung, dass er keineswegs gedachte, jemals "wie ein ordentlicher Römer" auszusehen. Er war keiner und sah keinen Anlass, seine Wurzeln zu leugnen, erst Recht nicht hier in seiner Heimat. Einstweilen ließ er die beiden plaudern und genoss das warme Wasser. Als einer der Sklaven frei wurde, gab er diesem ein Handzeichen und stieg aus dem Becken.


    "Ich bin bei den Liegen", informierte er Cimber und Cerretanus. Die Liegen befanden sich nicht allzu weit entfernt, so dass er den beiden weiterhin zuhören oder sich am Gespräch beteiligen konnte. "Einmal das Komplettpaket mit allem Drum und Dran. Mein Öl habe ich selbst mitgebracht." Das stellte er nun bereit. Es war jenes, welches Cimber ihm kurz zuvor gekauft hatte. Zmertorix legte das Handtuch auf die Liege, machte es sich bequem und die schmerzhafte Prozedur des Zupfens begann. Ein zweiter Sklave manikürte ihm derweil die aufgeweichten Füße und Hände. Zmertorix schloss die Augen und genoss die Verwandlung von einem haarigen Widerling in einen Menschen und der Schmerz störte ihn dabei nicht im geringsten.

  • Der freie Platz neben Cimber blieb nicht lange leer. Stilo ließ sich ins Wasser gleiten und machte es sich bequem. Dabei verschränkte er die Arme auf dem Rand und ließ sich lang nach hinten treiben, sodass er auch den Mann im Nachbarbecken und Zmertorix auf seiner Liege im Blick hatte.


    "Na?", grüßte er in die Runde. "Schon aufgeweicht?"


    Zwei der Anwesenden kannte er. Den Mann im Nachbarbecken noch nicht, doch er vermutete anhand von dessen Statur einen Kameraden.

  • Kurz war das Gespräch mit Cimber verebt was Cerretanus nutzt um seine Gedanken auf die neue Lage einzurichten. Es gab hier so gut wie nicht mit dem man viel anfangen konnte. Die Worte des Tribuns hallten erneut durch seinen Kopf. Die Truppe war nicht die kompetenteste. Damit hatte er kein Problem. Kompetenz erreicht man durch Training, Übung und die Übung würden sie bekommen.

    Der Auftrag missfiel ihm ein wenig denn man musste mit die Sicherung von Zivilisten übernehmen.


    Ein weiterer Mann gesellte sich dazu und grüsste. Seine Bemerkung ließ Cerretanus schmunzeln und automatisch nahm er seine Hände in Augenschein. Die Haut war bereits wellig.


    " Salve. Noch nicht ganz. Ein wenig Zeit kann man noch im Wasser verbringen."

  • "Rom hat seine eigene Schönheit aber auch seinen eigenen Schrecken. Es gibt keine Stadt auf der gesamten Welt, die so viele Widersprüche in sich vereint. Noricum? Eine grüne Gegend wie ich hörte und vor allem keltisch. Man könnte die Provinz sicher mit Germania vergleichen. Ja Cappadocia mag karg wirken oder von den Göttern verlassen Cerretanus, aber sie sind hier. Du siehst noch Einöde, soweit das Auge reicht. Aber bald wirst Du den taktischen Vorteil sehen. Sehr vieles ist bis in die Ferne überschaubar. Du hast Platz, Du hast Luft zu atmen, auch wenn sie kalt ist. Das Leben hier ist wie das Land, rau. Aber wie Du schon richtig sagst, Du wirst seine eigene Schönheit finden.


    Oh Du wirst weitaus mehr kennenlernen als nur die gute, einheimische Küche, sobald Du uns besuchst. Unser Gestüt versorgt die Reiterei mit den Pferden, gute, zuverlässige Tiere. Ebenso gibt es Brieftauben der ganz besonderen Art zu bestaunen und noch einiges mehr. Nun ich verrate nicht zu viel, sonst hast Du beim Besuch nichts mehr zu entdecken", grinste Cimber gut gelaunt und schaute dann Zmertorix hinterher.


    Vielleicht hatte der Priester das ölige Geschenk nicht ganz verstanden? Kaum dass sie aus dem goldenen Gockel kamen und er nun das Öl in der Hand hielt, ließ er sich rupfen wie ein Huhn ohne Rücksicht auf Verluste. Es war selbstverständlich, dass kein Römer herumlief wie ein behaarter Bär, aber Zmertorix schien regelrecht bei jedem Haar zuviel auf seinem Körper zu leiden. Cimber zuckte leicht die Schultern.


    Just in dem Moment schneite Stilo in die Therme.


    "Stilo! Schön dass Du endlich da bist. Wenn ich Euch bekannt machen darf. Cerretanus, dass ist mein Bruder Stilo, Stilo das ist Cerretanus. Ja wir weichen schon einige Zeit ein, Zmertorix ist auch hier und wie Du dort drüben siehst, lässt er sich aufhübschen. Richtit Cerretanus, wir sind gerade erst gekommen. Noch werden wir die Therme nicht verlassen. Allerdings kann ich nicht ewig bleiben, jedenfalls nicht solange ich möchte. Cinna wartet auf mich und die Arbeit wird auch bald nach mir rufen. Nun mal sehen was sich so in der Legio getan hat und welchen Eindruck die Reiterei macht. Man munkelt so einiges und nichts Gutes", erklärte Cimber und knuffte Stilo.

  • " Nun. Dann bin ich sehr gespannt auf alles weitere ausser kulinarischen Neuheiten."

    " Aber jetzt werd ich mir noch eine Massage gönnen. Morgen geht's los. Erster Tag im Dienst Dann und ich möchte nicht mit starten Muskeln den Männern gegenüber treten. Was sollen die dann denken. Rom schickt alte Männer nach Cappadokia...ein Optio muss fit sein " Er steigt aus dem Becken und trocknet sich oberflächlich ab.

    " Angenehmen Aufenthalt wünsch ich den Herren noch. Vale"

    Mit dem Tuch um die Hüften latschte Cerretsnus nun aus dem Frigidarium.

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