Die Cubicula der Hausherrin Quintilia Valentina

  • Die großzügigen Gemächer der Hausherrin Quintilia Valentina - ehemals die der verstorbenen Aelia Vespa - liegen im ersten Obergeschoss des Hauses, in Richtung des Gartens und der Morgensonne.
    Direkt daneben, und über einen gemeinsamen Balkon miteinander verbunden, befinden sich die Räume ihres Ehegatten Decimus Serapio.

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    Klient - Decima Lucilla

  • Die Hochzeitsnacht


    Ein rauschendes Fest lag hinter uns, samt Fackelzug und allen erforderlichen Riten, jetzt klang es in einem fröhlichen Gelage aus. Doch für Valentina und mich wurde es ernst. In dem opulent geschmückten Brautgemach standen wir uns gegenüber. Ein glückverheißender Bronzephallus mit Glöckchen hing über dem Bett, das mit Blumen bestreut war.... Der Duft der Blüten war üppig, zu üppig, mir war, als würde er mir den Atem nehmen... oder lag das an etwas anderem? Mein Schwips vermochte gegen die Nervosität, die mich lähmend befiel, wenig auszurichten.
    Dabei war ich gut vorbereitet, ich hatte ja mit Scybale geübt. Doch Valentina war eben ganz was anderes als eine Sklavin, sie war ehrenwert, lieblich und hold, ich wollte sie gerne umarmen, auch mal respektvoll küssen, hochachten und umsorgen, doch mit ihr zu schlafen, diese Vorstellung erschien mir gerade einfach im höchsten Maße.... absurd!


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    Decimianus Icarion

    Nur Valentinas Renenet und mein guter Icarion waren noch bei uns, um uns behilflich zu sein.

    Mein Libertus reichte mir, wie abgesprochen, einen großen Becher Stendelwurz, den trank ich bis zur Neige aus. Dann nahm er mir die Toga ab, und begann in aller Ruhe, die amethystfarbene Seide über einer Stuhllehne zu ordnen.
    Ich lächelte Valentina verkrampft zu, wartete bis Renenet fertig war mit ihren Haaren und Valentina die Sklavin entlassen hatte, begann dann an dem komplizierten Nodus Herculaneus herumzunesteln, der ihren Gürtel zusammenhielt. Kein Wort dabei. Endlich löste sich das Ding, der Gürtel fiel und das Gewand hing locker um ihre zarte Gestalt.


    "Carissima..." Ich beugte mich zu ihr, und fuhr ihr liebevoll aber linkisch durch das Blondhaar. "... ich habe da einen Vorschlag, also nur so eine Idee, hör mal... was hältst du davon wenn vielleicht... also wirklich nur wenn du magst, es muss nicht sein, wir schaffen das auch so, ganz gewiss, es ist wirklich nur eine Idee... also, wenn Icarion vielleicht noch etwas bleibt.... er ist wirklich sehr zärtlich und ganz vielseitig, ich denke es könnte uns beiden mehr Spaß machen mit ihm. Und er würde uns auch gerne diese Freude machen..."
    Hilfesuchend blickte ich zu ihm. "Nicht wahr?"
    "Ja, sehr gerne." Unaufdringlich stand er neben der Toga, das Lächeln mit dem er uns beide umfing war freundlich und gelassen.
    "Natürlich nur..." beteuerte ich treuherzig, wieder zu Valentina, "wenn er dir auch zusagt!"

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  • Nun stand er also vor ihr, ihr Mann. Der Abend war wunderschön gewesen und Valentina hatte ihn erlebt wie in einem Traum. Der Fackelzug, das Essen, ihre Trauung, das alles war so unwirklich für die junge Quintilia, dass sie ihr Glück noch überhaupt nicht fassen konnte. Der Raum in dem sie waren, der würde ab sofort ihr Gemach sein, sie wohnte nun hier in dieser großen Casa und hatte zukünftig einige Aufgaben zu übernehmen. Hatte sie deswegen Angst? Vielleicht ein bisschen, doch sie war sich auch dem Glück bewusst, das ihr von den Göttern gegeben worden war. Schlussendlich hatten sie doch einen Weg für sie gefunden, den sie bereitwillig gehen wollte.

    Renenet löste ihre Haare und half ihr beim auskleiden. Anschließend verließ die Ägypterin das Zimmer und nur Serapio blieb bei ihr und dessen Sklave, der im Hintergrund stand. Mit angehaltenem Atem beobachtete die blonde Frau ob ihr Mann es schaffen würde den Knoten ihres Gürtels zu lösen, der aus hochwertiger Schafwolle bestand. Nach einigen Versuchen endlich, die sicherlich dem Wein zuzuschreiben waren, löste sich der Knoten und die letzte Prüfung für diese Nacht schien bestanden.


    So dachte sie zumindest. Zwar hatte sich Valentina gewundert, warum Serapios Sklave den Raum nicht ebenfalls verließ, doch sonst keine weiteren Gedanken daran verschwendet. Ihr waren jetzt andere Dinge wichtig. Dann jedoch gab eben jene Ehemann ihr die Erklärung dafür. Und die Quintilia sah sich mit der Realität konfrontiert, die sie bisher so weit von sich geschoben hatte.

    Schweigend blickte sie zu dem jungen, durchaus gut aussehenden Sklaven hinüber. Es vergingen quälend lange Augenblicke, bevor sie die Stimme hob. "Bitte lass uns alleine und warte vor der Türe auf weitere Anweisungen." Sie sprach leise, doch der Sklave verstand sehr wohl. Er nickte und tat wie ihm geheißen. Valentina wartete bis er die Türe geschlossen wurde, dann kam sie auf Serapio zu. Sie blieb vor ihm stehen und sah zu ihm auf. "Ich habe dich geheiratet, obwohl ich wusste was das bedeuten würde. Ich bin dir dafür sehr dankbar und auf ewig verbunden. Wir müssen diese Hochzeitsnacht nicht vollziehen. Niemand außer dir und mir würde davon wissen." Sie hatte beide Hände auf seine Brust gelegt. "Wir finden eine Lösung um es geheim zu halten. Doch du musst nichts tun, was du nicht möchtest." Sie stellte sich auf die Zehenspitzen und gab ihm einen Kuss.

  • Valentina musterte meinen Libertus sehr lange, dann sandte sie ihn hinaus. Ach Herrje, mein Vorschlag war wohl nicht der beste gewesen. Ich Tölpel stieß sie hier mit der Nase auf meine Laster, ohne Sinn für ihre weibliche Sittsamkeit.


    "Ich... bin dir auch sehr dankbar..." antwortete ich unschlüssig, dann machte ihr Vorschlag mich erst mal sprachlos. Verblüfft erwiderte ich ihren Kuss, sanft und freundschaftlich. Darauf musste ich mich erst mal hinsetzen, mir schwirrte der Kopf. Ich sackte auf den Bettrand.
    "Meinst du das erst...?!" Was für ein bequemer Ausweg, der sich mir da bot. "Du bist lieb. Und sehr großmütig, dass du so was überhaupt in Betracht ziehst, du bist mal wieder viel zu gut für mich. - Aber... wir müssen doch Kinder bekommen."
    Das war doch unsere Pflicht. So drei oder vier sollten es schon sein, es starben ja auch so viele.
    "Natürlich können wir auch welche adoptieren." (Meine hispanische Sippschaft war so fruchtbar und weitverzweigt, dass an bezaubernden, strammen und hochbegabten kleinen Neffen und Nichten x-ten Grades kein Mangel herrschte.) "Aber so ganz dasselbe ist das wohl nicht. Und gerade für dich... Nein, ich kann dir doch nicht verwehren, eigene Kinder zu bekommen!"
    Es war nun mal die Bestimmung einer Römerin, wohlgeratene Kinder zu gebären und großzuziehen, ihre edelste Pflicht, ihr Anteil an der Welt, ihr Weg zu Ansehen und Einfluss. Wenn Valentina das nicht bekäme, dann wäre ihr Leben ja leer! Natürlich hätte ich dann größere Chancen, mit ihr zusammen alt zu werden, das Kindbett war für die Frauen bekanntlicherweise ähnlich gefährlich wie das Schlachtfeld für uns... aber es wäre eigensüchtig von mir. Außerdem wäre wohl auch die allertugendhafteste Gattin, wenn so sträflich vernachlässigt, leichte Beute für Verführer... für Schönschwätzer wie Casca, oder markige Winzer mit schwieligen Fäusten wie diesen Helvetius.... ich hatte schließlich nicht geheiratet, um bald als Gehörnter verlacht zu werden...


    "Mach dir keine Gedanken wegen mir. Ich möchte es." Wenn auch nicht aus Leidenschaft. "Du bist eben etwas besonderes, und überhaupt, ganz so ein hoffnungsloser Fall bin ich auch nicht, früher in meiner, ähm..." - Experimentierphase? Findungs- oder eher Herrumirrungs-Phase? - "Jugend... habe ich auch mit Frauen geschlafen." Und mich jedesmal gefragt, was zum Hades nur alle daran so toll fanden.
    Ich griff nach Valentinas Hand, drückte einen Kuss darauf, zog meine Braut dann ziemlich schüchtern auf meine Knie, legte die Arme um sie und versuchte dabei nicht daran zu denken, dass Casca ihr jetzt gewiss hundertmal lieber wäre.

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  • Natürlich würde Valentina Kinder bekommen müssen und sie wollte auch welche haben. Nicht ohne Neid hatte sie oft auf den Märkten den Kindermädchen hinterher gesehen, die sich um den Nachwuchs ihrer Dominas kümmerten. Und Serapio als Vater würde gute Gene weiter geben, dessen war sie sich sicher. Sie ließ sich von ihm heran ziehen und genoss den Kuss auf ihrer Hand. Sie wusste, dass er das nur tat um ihr zu gefallen, das würde immer so sein. Doch sie hatte ihn geheiratet obwohl ihr das bewusst war. In seinen Armen fühlt sie sich wohl und geborgen und sie legte ihren Kopf an seine Schulter. "Du hast mir damals das Leben gerettet und jetzt in gewisser Weise wieder. Welcher Mann hätte mich denn noch haben wollen? Nach all den Beziehungen, die von den Göttern mit keinem guten Ende versehen worden waren? Aber vielleicht war das ja genau ihr Plan gewesen. Keiner der Männer die in mein Leben getreten waren, war der Richtige, denn sie hatten von Anfang an dich an meiner Seite gesehen." Sie lächelte bei diesem Gedanken. "Obwohl wir beide so unterschiedlich sind und so unterschiedlich lieben, sind wir nun hier zusammen."


    Sie strich mit dern Fingern über seinen Arm und schwieg kurz bevor sie fortfuhr. "Ich möchte auch Kinder haben, deine Kinder. Nicht so sehr wegen meinem Ansehen, meine Familie ist praktisch nicht mehr vorhanden, darüber mache ich mir keine Gedanken mehr. Es ist der große Name deiner Familie, der das von uns beiden verlangt. Ich bin bereit dafür und wenn du es auch möchtest, dann lass es uns versuchen." Sie hob den Kopf und sah ihn von der Seite an, strich ihm dann mit der Hand über die Wange. "Lass es uns einmal versuchen, ein gemeinsames Kind. Und alle weiteren adoptieren wir dann heimlich, ja? Renenet wird mir helfen den Schwindel aufzubauen damit niemand etwas bemerkt und vor allem niemand einen Verdacht schöpfen wird." Nach diesen Worten richtete sie sich auf und sah Serapio wieder direkt an. "Ich möchte nur gerne noch eines von dir wissen, bevor ich Icarion wieder zu uns rufe. Wirst du unsere Kinder lieben können? Oder sind sie für dich nur die Erfüllung deiner Pflichten?" Sie klang ernst und sah ihm in die Augen. "Du wirst keine Arbeit mit ihnen haben, das übernehme ich, doch mir ist es wichtig, dass du sie lieben kannst. Mehr als du mich je lieben wirst."

  • Valentina das Leben gerettet zu haben, daran konnte ich mich nicht erinnern, lediglich einer hässlichen Intrige gegen sie nachgegangen zu sein.
    "Ach, du übertreibst maßlos." wehrte ich geschmeichelt ab. "Vielmehr hast du mir beigestanden in der Zeit, als alle Welt mich als Unperson ansah! - Und die Verehrer haben dich doch nur so umschwirrt. Dieser Winzer da, dieser kernige, der hätte dich vom Fleck weg geheiratet. Aber ich bin auch sehr froh, dass es so gekommen ist wie es ist." Ich streichelte ihr Haar, küsste ihre Stirn und erinnerte mich daran, wie unendlich wohl es damals getan hatte, in der Zeit der Verfemung mit einem Mal ein freundliches Wort zu hören.


    "Wir können ja erst mal eins bekommen und dann weitersehen." wand ich mich um eine klare Antwort. Heimlich adoptieren erschien mir etwas abenteuerlich, aber ich wollte meiner lieben Frau, die schon einen festen Plan zu haben schien, gerade nicht widersprechen. Adoptieren war ja nichts schlimmes, ich war selbst adoptiert... beziehungsweise adrogiert um genau zu sein.
    "Ich habe dich sehr lieb, Valentina!" beteuerte ich, etwas überfordert von ihrem Wunsch. "Woher soll ich denn wissen, ob ich unsere Kinder noch mehr lieb haben werde als dich?!" Hilflos zuckte ich die Schultern. "Ich mag jedenfalls meine kleinen Nichten und Neffen..." – ab dem Zeitpunkt natürlich wo sie von quäkenden Bündeln zu kleinen Personen wurden – "besonders Silana, ich hab sie sehr vermisst, als Seiana sie mit nach Germanien genommen hat. Ich fürchte nur, sie ist ein bisschen zu klug geraten für diese Welt, genau wie meine Schwester. Und Sevilla und Secundus damals, die Kinder von meinem Onkel Magnus, Tante Venusia hat immer gesagt, dass ich gut mit ihnen umgehe. Und Carmelita natürlich, unsere kleine Künstlerin, die kennst du ja von unserer Verlobung." Wobei sie ja schon eine junge Dame war.


    "Gefällt dir denn Icarion?" fragte ich vorsichtig. "Er ist eben nicht nur sehr zärtlich sondern auch komplett verschwiegen. Ich vertraue ihm, mehr als jedem anderem im Haus. Er ist ja schon lange kein Sklave mehr, aber mir wirklich unersetzlich." Ich bezahlte ihn gut, neigte aber dazu zu glauben, dass ihn auch echte Zuneigung mit mir verband. "Diesen Freundschaftsdienst würde er uns gern erweisen. Er ist ein normaler cinaedus, sowohl für weibliche als auch für männliche Schönheit empfänglich. Ich weiß, ich weiß, ich hätte es besser vorher mit dir besprechen sollen, entschuldige..."

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  • Lange schwieg Valentina und hörte Serapios Worten zu. Sie hatte währenddessen ihren Kopf an seine starke Brust gelehnt und die Augen geschlossen. Was sie hier besprachen war schließlich von größter Bedeutung. Zumindest aus ihrer weiblichen Sicht. Es mochte kein bevorstehender Feldzug sein bei dem man Ruhm und Ehre bekommen konnte, wenn man ihn überlebte. Doch so eine Geburt war auch für eine Frau nicht ganz unkompliziert. Im schlimmsten Fall hatte Serapio am Ende zwar einen Sohn aber keine Frau mehr. Valentina mochte ihr momentanes Leben sehr, dennoch war ihr auch bewusst, was man von ihr verlangte. Und sie wollte selber ja auch Kinder haben. Deswegen auch ihre Frage ob Serapio das Kind dann würde lieben können. Seine Antwort war soweit zufrieden stellend, dass Valentina sich sicher sein konnte es würde dem Kind an nichts fehlen. Wenn dann nur an der Liebe seiner Mutter.

    Gedankenverloren strich Valentina Serapio über den Unterarm. So lange hatte sie nun darauf gehofft endlich eine Ehefrau zu werden und nun hatte sie vor den damit einhergehenden Pflichten fast etwas Angst. "Carmelita ist ein wunderbares Mädchen." Pflichtete sie ihm schließlich bei, blieb aber immer noch nachdenklich. Doch dann atmete Valentina tief durch und richtete sich wieder auf. Die Götter hatten ihrer aller Schicksal in der Hand. Wer war sie also, dass sie sich darüber Gedanken machte? Sie würde Serapio eine gute Ehefrau sein mit allem was dazu gehörte. Und wenn sie ihr eigenes Kind doch nicht aufwachsen sehen durfte, wusste sie, dass sich Serapio gut darum kümmern würde.


    Sie strich ihm über die Wange und sah ihn aufmunternd an. Sie versuchte die dunklen Gedanken beiseite zu schieben. "Es wäre besser gewesen, hättest du mich früher in deine Planungen eingeweiht, das stimmt. Doch ich bin damit einverstanden und ja, ich finde durchaus Gefallen an Icarion. Zumindest für die Zeit in der wir auf seine Dienste zurück greifen werden." Grenzte sie ihre Begeisterung dann doch etwas ein. Dennoch war sie froh, dass Serapio diesen Einfall gehabt hatte und würde so gut es ihr möglich war auf dieses Vorhaben eingehen. "Ich vertraue dir, dass du dich für jemanden entschieden hast, der verschwiegen ist und der auch zu mir zärtlich sein wird." Nach diesen Worten küsste sie Serapio lange auf die Lippen und schickte ihre Hände auf Entdeckungstour unter sein Hemd. Ein kleines Vorspiel war doch sicherlich schon mal erlaubt. Sie wollte diese Nacht jetzt einfach nur noch genießen.

  • Pflichtbewusst erwiderte ich Valentinas Liebkosungen. Ja, ich gab mir wirklich Mühe und erinnerte mich an alles, was ich von Scybale gelernt hatte, denn ich wollte meiner Frau eine ordentliche Hochzeitsnacht bieten. Doch so zierlich fühlte sie sich an, und so weich und zart, dass ich irgendwie Bedenken hatte, sie zu fest anzufassen... Auch von dem Becher Stendelwurz, den ich getrunken hatte, war leider noch kein Effekt zu bemerken. So war ich überaus dankbar, als auf meinen Wink hin Icarion zu uns stieß! Souverän und sanft gesellte er sich zu uns, mal Valentina zugewandt, mal mir, und so kunstvoll wie er die Saiten seiner Kithara zum Klingen brachte, so spielte mein schöner Libertus auf unseren Leibern, ließ das Begehren aufzüngeln und befeuerte es. So wurde aus der anfangs recht peinlichen Angelegenheit zuletzt doch ein ganz passabler Akt, und wir vollzogen erfolgreich unsere Ehe. Voll Erleichterung diese scharfkantige Klippe gemeistert zu haben legte ich die Arme um Valentina, und mir fielen schon die Augen zu, während der Dritte im Bunde diskret aus dem Schlafzimmer schlüpfte.


    Am nächsten Morgen erwachte ich also zum ersten Mal an der Seite meiner Ehegattin. Im ersten Moment war das noch recht surreal. Irgendwann in der Nacht hatte ich mich ganz an den Rand des Bettes gerollt, um sie nicht zu stören, denn ich war ein unruhiger Schläfer, so manch ein Bettgenosse hatte sich schon beschwert dass ich ihn gestoßen oder getreten hätte.
    Wir frühstückten ausgedehnt, sichteten dann den Berg unserer Geschenke, und nahmen die in Empfang, die ganz traditionell erst an diesem Morgen angeliefert wurden – darunter ein exquisiter marmorner Mars von Manius!
    Außerdem übergab ich Valentina die Schlüssel des Hauses, unter anderem auch den zur Geldtruhe im Tablinum. Danach versammelte ich unsere Sklaven- und Freigelassenenschaft, stellte sie Valentina alle vor, und gab ihnen zur Feier des Tages ein Peculium und den Rest des Tages frei.
    Unsere Vilica, Decimiana Rhea, setzte sich dann mit Valentina zusammen, und die beiden gingen die Abläufe im Haushalt durch. Währenddessen spazierte ich durch Hortus und Peristyl, um die perfekte Stelle für die Statue des Mars zu finden.

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