Kaminzimmer

  • Eila war Phelan und Silko sowohl in die Casa, als auch später, nachdem sie Witjon zunächst begrüßt hatte, ins Kaminzimmer gefolgt. Und es erfüllte sie mit einer tiefen inneren Freude, dass sie das Gefühl hatte nach Hause gekehrt zu sein. Ja, mittlerweile war diese Casa wohl ihr zu Hause geworden. Aber etwas stimmte an ihrem Gefühl noch nicht und sie wusste auch genau, was es war. Ja, sie mochte Phelan und Witjon, die auf die jeweiligen Neuigkeiten gespannt waren, verstehen, aber für sie hatte etwas ganz anderes Priorität und als sie so in dem Sessel saß, mit einem Becher Met in der Hand, juckte es sie so sehr unter den Fingernägeln, dass sie einfach nicht ruhig dasitzen und zuhören kannte.
    "Witjon, wo ist Loki?" unterbracht sie die beiden dann etwas abrupt, aber freundlich. Die beiden würden das sicher verstehen.

  • Witjon nickte nur fröhlich und schaufelte mehr Suppe in seinen Rachen. Er war hungrig, hatte er doch während seiner Arbeitszeit in der Curia nur etwas Obst und ein Stückchen Brot gegessen. Nun schob er sich Löffel um Löffel von Margas guter Suppe in den Mund und mampfte Brot bis zum Umfallen.
    Auf Eilas Frage hin schaute er einen Moment lang erstaunt drein, dann setzte sein Verstand wieder ein.
    "Loki? Ach...ja, der ist ziemlich erkältet. Entweder ist er noch in seinem Officium, oder er ist schon auf seinem Zimmer. Aber so wie ich ihn kenne, kommt er gleich erst von der Arbeit."
    Ja, Witjon war nicht zwingend einverstanden mit Lokis Einstellung, aber was sollte er tun? Der Mann wollte ja doch nicht hören.

  • Ragin war gerade dabei durch die Casa zu laufen, mit dem Ziel Küche, denn er bekam langsam großen Hunger. Dann hörte er aber Stimmen aus dem Kaminzimmer, und natürlich konnte er dem nicht wiederstehen und ging nachsehen, wer dort war. Er schaute nicht schlecht, als er Eila, Phelan und Silko sah-sie mussten zurück aus Rom sein. Außerdem waren noch Witjon und Sontje da.


    Freudig begrüßte er sie:"Heilsa! Schön euch wieder zu sehen! Bei Donar, warum hat mir das denn niemand gesagt? Oder seid ihr gerade erst angekommen?"

  • Silko saß bequem in dem Sessel und löffelte still seine Suppe. Eigentlich wäre er stehen geblieben, allerdings war er sofort in den Sessel "kommandiert" worden. Die heiße Suppe und der ebenfalls heiße Met taten ihm ausgesprochen gut. Am Liebsten hätte er die Augen geschlossen und wäre sofort eingeschlafen. Die Reise war anstrengend gewesen, vor allem jetzt im Winter. Allerdings hatte er den beiden Ducciern nicht wiedersprochen, als sie aufbrechen wollten. Lieber wäre Silko auf den Alpen erfrohren, als noch einen Tag in Rom zu bleiben! Die Erinnerung an Amneris traf ihn unerwartet, und er vezog kurz schmerzlich das Gesicht. Dann aber kam Ragin herein. Er sah schon ganz anders aus, als noch vor einem halben Jahr, irgendwie erwachsener.
    Lächelnd nickte der Nubiuer dem kleinen Kerl zu, und löffelte dann still an seiner Suppe weiter.

  • Die Stricksachen platzierte sie unterm Sessel, schob die unten drunter. Dort waren sie gut aufgehoben. Immer noch fröhlich lächelnd nahm sie die Esswaren von Witjon an und begann zu essen. Noch schien es dieser Runde nicht aufgefallen zu sein, dass sie ihrem Bruder bis aufs Geschlecht und aus dem Gesicht wie ein Ei dem anderen glich. Scheinbar fiel des niemandem wirklich auf, weil alle beschäftigt mit der Ankunft ihres Bruders waren. Phelan stellte gleich Fragen über Fragen. Leider konnte Sontje nichts dazu sagen und blieb still. Stattdessen betrachtete sie Eila und Silko noch genauer. Plötzlich stiess Ragin zur gemütlichen Runde und redete drauf los. Eilig versteckte Sontje ihr gerötetes Gesicht aus dem Metbecher trinkend. "Hm.. vielleicht war die Begrüßung in der Eingangshalle nicht laut genug für dich und Loki?!" mutmaßte sie. "Schade, dass Loki nicht runterkommt. Ich kann ihn gerne holen gehen..." bot sie an, vielleicht war dies eine gute Gelegenheit, um Ragin weiterhin aus dem Weg zu gehen.

  • Anstatt das Witjon loslegen konnte mit seinem Bericht, meldete sich Eila zu Wort, was Phelan keinesfalls schlimm fand. Bevor er sagen konnte, dass er wahrscheinlich noch nicht zu Hause ist, kam ihm sein Vetter zu vor.
    "Er ist krank? .. Vielleicht hat Marga was für ihn!" und da brach er in schallendes Gelächter aus. Marga würde ihm eher den letzten Rest geben anstatt ihm zu helfen.
    Als dann Ragin das Kaminzimmer betrat verwandelte sich Phelans Gelächter in ein freudiges Grinsen "Ragin, ich bin ebenso froh dich zu sehen, wir sind vor wenigen Momenten erst angekommen."
    Das errötete Gesicht seiner Schwester, nahm der Germane nicht über die Augen war, er merkte es einfach, wenn sein Zwilling angespannt oder sonstiges war. Wieso, konnte er sich allerdings noch nicht denken, würde er aber später sicher erfargen.
    "Nein nein.." sagte er zu Sontje "bleib ruhig hier, wir werden ihn früh genug sehen, falls er doch schon zu Hause ist, gönnen wir ihm lieber noch etwas Ruhe." Angst, das war es, was Phelan dazu führte seine Schwester davon abzubringen Loki zu holen. Er würde bestimmt noch ein ernstes Gespräch mit ihm zu führen haben wegen Sontje, wenn sie ihn noch aus dem Krankenbett holen würde, wäre die Katastrophe sicher. Der junge Germane erhoffte sich allerdings auch, dass Loki durch seine mit Sicherheit ermahnden Worte, ein wenig Anerkennung, jetzt.. wo er nach einer langen Ausbildung Priester war.

  • Ragin begrüßte die drei Neuankömmlinge mit Handschlag. Dabei fiel ihm auf, wie hübsch auch Eila war. Bisher hatte er sie nur einmal kurz gesehen. Anschließend schaute er nochmal zu Sontje, wandte dann aber auch gleich den Blick ab. Trotdem bekam er rote Ohren. Seit dem Vorfall waren sie sich mehr oder weniger aus dem Weg gegangen. Ragin hatte sie zwar aus Höflichkeit gefragt ob sie mit ihm ausreiten wolle, aber er war irgendwie auch froh, als sie abgelehnt hatte. Allerdings fand er es auch schade, denn eigentlich mochte er sie sehr gerne-wenn das nur nicht so peinlich gewesen wäre! "Oh, Essen!", lenkte er sich schnell ab, und nahm sich seinen Teil. Allerdings gab es da schon das nächste Problem: Zwei Sessel waren noch frei, sollte er sich also neben Sontje setzen, oder ihr gegenüber?


    Er entschied sichdann sich neben sie zu setzen, schließlich musste er dann nicht die ganze Zeit angestrengt zur Seite schauen. Das tat er dann auch und starrte zuerst angestrent in seine Suppenschüssel, bevor er die flucht nach vorne antrat: "Na dann erzählt doch mal: Wie war die Reise, wie war Rom?"

  • Ragin setzte sich in den zweiten Sessel, saß somit an ihrer Seite. Sontje sah mit angehaltenem Atem von der Seite ganz kurz an und nahm anschliessend die Suppe in Augenschein. "Gut.. dann bleibe ich eben hier.." nuschelte Sontje gerade hoffentlich für alle verständlich und schob sich den nächsten Löffel Suppe in den Mund. "Ah, Ragin.. Phelan meinte gerade zu uns, er mag nicht alles wiederholen müssen, wenn nicht alle Mann und Frau versammelt sind." Hm.. ihr kam eine kleine Idee, aber vielleicht war die auch nicht so gut. "Wir könnten auch zu Lokis Zimmer gehen und uns bei ihm, während du alles erzählst, einquartieren..." schlug sie vor. "Was hat Loki denn überhaupt für eine Krankheit?" lautete der nächste Satz aus Sontjes Mund.

  • "Nimm dir nen Teller und nimm dir vor allem nen Met." das sollte es gemütlicher machen. Gemütlich? Ragin setzte sich neben Sontje, sie schienen sich wirklich schon angefreundet zu haben, was Phelan keinesfalls schlecht fand, er war froh, dass Sontje sich anscheinend anfing einzuleben, was hier allerdings auch nicht so schwer sein sollte, da hier viele liebenswerte Menschen mit der ein oder anderen Macke (:P) zusammen unter einem Dach lebten. Er hörte nicht genau, was Sontje zu Ragin sagte, vielleicht wollten sie sich über was unerhalten, daher fing er einfach mal an.
    "Ja in Ordnung .. also die Reise war ziemlich langwierig. Arbjon und ich sind mit Händlern gereist, die natürlich in fast jedem kleinen Dorf halt machten. Aufjedenfall wurde es immer wärmer, je mehr wir in den Süden zogen." Löffel Löffel schlürf schlürf "Ich sage euch, die Ankunft .. bombastisch!" er machte einen großen Bogen mit den Armen "Rom ist so riesig, das die Größe schon fast erdrückend ist. Allerdings muss ich sagen, dass die Römer dort ganz anders sind als hier. In Rom leben in der Regel keine Germanen .. ich musste leben, sprechen wie ein Römer und mich auch so verhalten, ansonten wäre ich ebstimmt von den Praetorianern in den carcer geworfen worden. Wobei wir gerade bei Praetorianern sind, Arbjon ist gut angekommen, ich habe ihn bis zum Tor der Praetorianer gebracht. Dann habe ich die Casa Duccia in Rom aufgesucht, Loki hatte mir erzählt, dass damals wohl ein paar Verwandte dort gewohnt hatten." Löffel Löffel schlürf schlürf Met "Ich dachte die Casa sei leer, doch genau ein Bediensteter lebte noch dort, Lysander ist sein Name. Casa .. naja, eigentlich hatte er froh sein können das ihm die Decke nicht nach all den Jahren auf den Kopf gefallen ist, im Vergleich zu unserem Heim hier, ist die Casa Duccia in Rom die reinste Bruchbude, überall Löcher und überall bröckeln Steine von der Fassade." Löffel schürf Met "Ich bin direkt am nächsten Tag zum Cultus Deorum und habe mich bei dem Septemvir Marcus Aurelius Corvinus zu einer Priesteranmeldung angemeldet, er hat meine Formalien aufgenommen und mit mir nach einem Gespräch den Raum aufgesucht, wo ich meinen Eid leisten musste. Als Lehrer bekam ich Manius Aurelius Orestes zugeteilt, den ich auch direkt am nächsten Tag aufsuchte. Orestes ist Priester des Iuppiter. Die beiden Aurelier sind wirklich sehr freundlich zu mir gewesen, keinerlei Germanenfeindlichkeit oder sonstiges, ich war mit den beiden später sogar in einer Taverne und wir haben gegessen und getrunken. Leider gibt es auch andere Römer die sich von den beiden ruhig.." Löffel Löffel schlürf schlürf ".. eine Scheibe abschneiden sollten. Nachdem ich einige Tage meiner Ausbildung hinter mir hatte klopfte es an der Tür der Bruchbude und ratet mal wer da vor mir stand."
    Breit grinsend schaute ich zu Eila und Silko "Über ihren Besuch freute mich dann auch wirklich sehr, denn nur Bücher studieren und nur mit Lysander zu quatschen kann echt anstrengend sein .." die Sache mit Eila und dem Buch wollte er auf keinen Fall ansprechen, wenn sollte Silko es Loki sagen oder sogar sie ihrem Bruder selber. "Eila, willst du weiter erzählen?"

  • Das würde Loki ganz sicher nicht wollen, da war sich Ragin sicher. "Du kannst ja nicht immer einfach zu jedem in sein Schlafzimmer laufen!", flüsterte er Sontje leise zu. "Ich hab gehört, es gibt Leute die das gar nicht mögen!"


    Dann wandte er sich Phelan zu und hörte gespannt was er zu berichten hatte. Das man in Rom eingesperrt wurde, wenn man wie ein Germane redete, konnte er allerdings irgendwie nicht glauben. Allerdings war es nicht auszuschließen...ob das in Alexandria vielleicht auch so war?

  • Ihr Bruder war also noch nicht zu Hause, wenn sie das nicht richtig verstanden hatte. Nunja, dann konnte ihre Ahnung nicht ganz so schlimm gewesen sein, wenn es Loki noch gut genug ging um arbeiten zu gehen und das erleichterte Eila ganz eindeutig. Dennoch konnte sie es kaum erwarten, ihren Bruder wiederzusehen und leicht in Gedanken versunken hörte sie auch nur halb zu, als die ihr noch unbekannte, die die Schwester sein musste von der Phelan gesprochen hatte, sprach. Auch was Phelan selbst dann erzählte, kriegte sie nur mit halben Ohr mit. Als sie dann jedoch ihren Namen hörte, blickte sie auf. Sie sollte erzählen? Aber was denn? Allzu viel hatte sie in Rom nicht erlebt... und, nunja, das was sie erlebt hatte, sollte sie vielleicht nicht so herausposaunen. Phelan und Silko waren noch immer etwas sauer und auch ihr selbst war diese Geschichte in bitterer Erinnerung geblieben.
    "Hmm...nunja, was soll ich erzählen? Die Reise mit Silko war eigentlich garnicht übel, und das obwohl er nicht der Gesprächigste ist." Sie schenkte ihrem Schatten einen frechen aber freundlichen Blick, bevor sie weitersprach. "Und ja, es ist, wie Phelan sagt, Rom ist wahnsinnig groß. Man kann es sich kaum vorstellen, wenn man es nicht selbst gesehen hat. Die Straßen sind voller Menschen und es gibt unzählige Straßen. Die Märkte sind riesig und das Warenangebot überwältigend. Man kann verstehen, warum diese Stadt das Zentrum eines so großen Reiches ist. Was die Römer an sich betrifft... nunja, sie sind anders als hier, da hat Phelan recht. Und mir persönlich sind die meisten von ihnen suspekt geblieben." Sie musste an den Praetorianerpraefekten denken und wünschte ihm auch jetzt noch die Pest an den Hals. "Und auch wenn ich sehr froh bin, wieder hier zu sein, bin ich trotzdem froh, all das einmal mit eigenen Augen gesehen zu haben. Das Forum, die Paläste und Patriziervillen sind unvorstellbar groß und prächtig. In Rom finden sich Menschen aller Größen, Farben und Sprachen. Von allen Enden des Reiches sind hier und da Menschen anzutreffen."
    Vom Reden schon einen ganz trockenen Mund, blickte Eila wieder zu Phelan. Dann in die Runde. Sicher hatten die anderen irgendwelche Fragen, die ihnen auf den Lippen brannten und sie wollte ihnen die Chance geben, diese zu stellen.

  • Silko hob missbilligend die Augenbraue. Schließlich war Eila diejenige, die auf der Hinreise so gut wie nicht geredet hatte. Warum wusste er bis heute noch nicht. Vielleicht hatte sie ja damals schon ein Attentat mit einem Buch geplant...


    Trotzdem lauschte er weiter ruhig ihrer Erzählung und genoss dabei die Suppe und den Met. Außerdem genoss er die Anwesenheit der anderen Duccier und musste beinahe schmunzeln, allerdings nur beinahe, als er Ragin und Sontje nebeneinander sitzen sah. Sie erinnerten ihn irgendwie an Phelan und Flava, als sie auf dem Aventin waren. Plötzlich stockte Eilas Erzählung und Silko schaute in die Runde, ob er nicht was verpasst hatte. Aber da das offenbar nicht der Fall war, löffelte er weiter seine Suppe und schwieg. Bei soviel jungem Gemüse das schnatterte, hielt er sich lieber erstmal zurück.

  • Und ob ich das kann.. hätte Sontje Ragin gegenüber liebend gerne erwidert, aber dann wäre womöglich die Aufmerksamkeit auf sie gefallen und nicht mehr bei den Neuankömmlingen. Also schwieg sie lieber und nickte nur. "Also noch mehr Häuser, noch mehr Straßen und noch mehr Menschen als zu Hause?!" fragte sie Phelan, sich zugleich interessiert vorbeugend. "Hast du Vögel von hier gesehen? Oder gar das Meer? Freut mich, dass Arbjon wohlbehalten angekommen ist. Hat er sonst noch was gesagt?" Sie sah neugierig zu Eila und Silko rüber, stellte ihren Imbiss samt Getränk beiseite. "Hm.. woher wusstet ihr denn von der Villa Duccia und dass Phelan dort sein würde?? Und was für Menschen aller Größen, Farben und Sprachen habt ihr gesehen? Habt ihr etwa mit denen denn gesprochen?" Dann aber klappte sie den Mund zu, legte ihren Ellenbogen auf die Sessellehne und stupste Ragins Ellenbogen an, damit der auch mal die anderen ausfragte. Sontje wollte nun wirklich nicht die einzig interessierte Person an deren Erlebnissen sein. Sie warf Ragin einen bittenden Blick zu, lächelte schwach und lehnte sich zurück. Hm.. vielleicht sollte sie den ersten Schritt machen, um den 'Überfall' wieder gutzumachen? "Ich kann auch nachher noch Fragen stellen.. ihr seid sicher müde und erschöpft!" fügte sie einfühlsam ihren Worten hinzu.

  • Das Sontje die erste sein würde, die Fragen stellte, war Phelan klar, es war einfach ihre interessierte Art und vor allem, sie kannte bis vor wenigen Wochen nur das Dorf an der Amisia. Wenn ihr Bruder schon in einer Metropole war, so wollte sie es auch am ehesten wissen.
    "Genau Schwesterherz, so viele Häuser, dass die meisten nicht freistehen gebaut sind sondern aneinander und das Straßensystem ist dort auch ein wenig ausgeklügelter. Sie haben kleine Ausschachtungen am Rand, eine Art kleinerer Kanäle für Wasser oder so etwas." über die nächste Frage lachte er etwas "Ja ein paar Vögel konnte ich sehen, sie waren vor dem Winter auf unserer Reise schon mit uns in den Süden geflogen und einige von ihnen traf ich wieder vor den Toren von Roms an. In Rom selber gibt es nicht all zu viele, es gibt einfach zu wenig grün dort, alles ist gepflastert." Als Sontje nach Arbjon fragte fiel ihm die Situation mit der Hausdurchsuchung der Praetorianer ein. Er schaute bedenklich zu Silko und Eila und machte ihnen mit einem Blick klar, dass er das erstmal nicht erzählen würde. "Er hat sich gut eingelebt." beantwortete er die Frage knapp.


    Seine Schwester konnte auch ein wenig wie ein Wasserfall sein, aber das fand Phelan nicht schlimm, so hielt es sich spannend und hielt die anderen von dem Versuch ab einzuschlafen :D. "Schon gut, ich finde es schön das du fragst!" entgegnete Phelan und lächelte seine Schwester freundlich an.

  • Sontje stummte ihn an und weil Ragin davon völlig überrumpelt war, kam das erstbeste raus, was ihm gerade so im Kopf rumspukte, und zwar als Frage formuliert:


    "Dann sind dort alle nackt?" Pause. Ragin meinte sein Kopf würde sofort platzen, und ein Loch würde sich auftun er müsse direkt zu Hel fahren! "Also... ähm... ich meine die Straßen und Häuser dort! Wenn doch alles so gepflastert ist. Dann könnte man ja sagen, dass dort alles furchtbar nackt ist. Das ist ja nicht schön, wenn alles so nackt und kalt ist!"


    In Gedanken schimpfte er sich einen Idioten, während sein Hirn panisch nach einer besseren Frage suchte. "Wart ihr auch im Circus Maximus?" Gerettet! Trotzdem stand der arme Kerl kurz vor der Ohnmacht, so dass er eine ganz blasse Nasenspitze bekam...

  • Ein unglaublich lautes Niesen erschütterte die Grundfesten der Casa, und es schien als würden die Gaben auf dem Tisch ein paar Fingerbreit von ihrer Position gerüttelt... ein ebenso lautes Schneuzen folgte direkt im Anschluss, und darauf ein kräftiger Hustanfall. Das Husten kam näher... und näher... und näher. Bis sich irgendwann die Tür leicht aufschob, und ein nassgeschwitzter wie kreidebleicher Kopf durch den Spalt schob, und mit roten Augen die Anwesenden musterte.


    "Oh... hab ich was ver...ver...ver...verPASST?", nieste Loki ein weiteres Mal in ein hoffnungslos überfordertes Taschentuch hinein, "Eh... oh... ach... ihr seid's...", schnupfte er mit heiserer Stimme, als er Phelan und seine Schwester erblickte, im Moment krankheitsbedingt zu nicht mehr an Gefühl als "oh fuck ich sterbe" imstande.

  • Eila hörte, wie wohl jeder andere in einem Kilometer Umkreis das Husten und Niesen. Es klang wahrlich erbärmlich... Als die Tür dann aufging, strahlte sie dennoch. Sie sprang auf, wollte zunächst zu ihrem Bruder rennen und ihn anspringen, überlegte es sich bei seinem Anblick aber anders.
    "Heilsa, mein Großer." meinte sie dann einfach liebevoll. "Nimm es mir nicht übel, wenn ich es sage, aber du siehst echt beschissen aus." Ein Grinsen konnte sie nicht unterdrücken, erinnerte Lokis Nase doch an die eines in einem römischen Lied vorkommenden Rentieres namens Rudolfus... oder so ähnlich. :D

  • Schon fast automatisch zog er seine Schwester an sich heran, und küsste sie auf die Stirn. Er zog die Stirn kraus, als er den Geruch ihrer Haare bemerkte.


    "Schwester. Meine Nase mag voll bis zum abwinken sein, aber ich rieche immernoch, dass du dem römischen Tand anheim gefallen bist.", er lächelte sie mit glasigen Augen an, und küsste sie ein weiteres Mal, um sie dann fest an sich zu drücken, "Du hast mir gefehlt."


    Als er sie schließlich mit zittrigen Gliedern lange genug geherzt hatte, wandte er sich den anderen Anwesenden zu.


    "Phelan, Gunnarssohn, ich hoffe du bringst frohe Kunde aus den Südlanden?"

  • Da war er, der letzte, auf den Phelan lange gewartet hatte. Er hatte zwar sehr gehofft, dass er noch auftauchen würde, hatte aber wirklich nicht damit gerechnet, da er wohl wirklich sehr krank zu sein schien, was auch sein Anblick ohne Zweifel bestätigte.
    Der junge Germane ließ ihm die Zeit, um seine Schwester ausgiebigst zu begrüßen. Als sich Loki dann zu ihm wandte, stand er auf und ging auf die triefende Nase zu und reichte ihm die Hand, sodass die die Hand das Handgelenk des gegenüber umschlossen. "Ja Loki, ich bringe die Kunde aus den Südlanden, mich jetzt Sacerdos Publicus pro Germania nennen zu dürfen." Ein wenig stolz schaute er Lando tief in seine glasigen Augen. Phelan hatte noch viel mit ihm zu besprechen, aber das war wohl das wichtigste.

  • Thorleif schaute sich die Auswahl an Getränken an. Schließlich entschied dieser sich für das Bier.


    "Ich nehme das Bier."


    Dann schaute er zur Tür, durch die ein Mann kam, dessen Name, nach Marsus, Loki war. Sofort waren Marsus und Loki in ein Gespräch vertieft. Als nun Loki auf Thorleif aufmerksam machte, stellte Marsus Thorleif diesem, als den Ubier Thorleif von dem Marsus ihm schon viel erzählt hatte, vor. Nachdem Lando Thorleif begrüßt hatte, zögerte er nicht lange und tat dies ebenfalls.


    "Sei gegrüßt Tiberius Duccius Lando. Ich danke für die freundliche Begrüßung."


    Dann machte auch Thorleif sich über das Buffet her und bediente sich an der Vorspeise.

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