[Epistolae] POSTEINGANG


  • Ad
    Titus Aurelius Ursus
    Legio Prima
    Mantua *


    Vetter!


    Ich hoffe, inzwischen bist du dank der Pflege deiner Frau auf dem Weg der Besserung. Ich hoffe, solltest du dich auf ein Landgut zurückgezogen haben, dass die zurückgelassenen Legionsbestandteile den Brief zu dir weiterleiten, mangels besserer Kenntnis adressiere ich ihn dennoch zunächst an die Principia der Legio Prima.


    In Rom hat sich die Lage weiter entspannt. Cornelius Palma hat im Süden gesiegt und ist nach Rom eingezogen. Offensichtlich hat er irgendwie das Testament aufgetan, das ihn als Erben Valerianus' einsetzt, so dass sein Anspruch auch rechtlich gesichert ist.
    Du siehst, den Aureliern steht wohl eine blühende Zukunft bevor.


    Und dies ist auch der maßgebliche Grund dieses Briefes. Du selbst wirst vermutlich noch eine längere Zeit der Genesung benötigen und daher dich nicht dem politischen Leben in Rom stellen können. Allerdings wäre es geradezu sträflich, würdest du deinem Sohn die Möglichkeiten, die sich in Rom bieten, vorenthalten. Daher empfehle ich dir eindringlich, ihn in den nächsten Monaten wieder nach Rom zu schicken. Du weißt, dass er in meiner Obhut wohl behütet in deinem sinne aufwachsen würde.
    Meinen eigenen Sohn Lucius werde ich gegebenenfalls ebenfalls aus Tarquinia zurückrufen. Ich habe noch nicht endgültig darüber entschieden, ob er seine Ausbildung zum Haruspex abschließen sollte. Immerhin ist er nur zu einem Achtel Etrusker, was keine geeigneten Voraussetzung für eine Aufnahme ins Kollegium darstellen. Vielmehr trage ich mich mit der Überlegung, als neue Ehefrau eine Etruskerin adeligen Geblüts zu ehelichen und aus dieser Verbindung hervorgehende Söhne dem Collegium bei Zeiten zuzuführen, während Lucius ebenfalls auf die Politik vorbereitet werden könnte. In diesem Fall hätte dein Sohn auch einen Lerngefährten für seine Studien.


    Ich habe Tiberius Ahala nach der Schlacht von Vicetia mit Prisca zusammen ebenfalls nach Mantua geschickt. Ich hoffe, sie sind beide wohlbehalten bei dir angekommen. Leite die Nachricht vom Sieg Palmas und seinem Einzug in Rom bitte auf jeden Fall an den Tiberius weiter. Ich gedenke, unsere beiden Familien eng aneinander zu halten.
    Du bist Priscas Tutor. Nachdem Floras Ehe mit Tiberius Ahalas Vater nicht so fruchtbar wie erwünscht verlaufen ist, meinst du, sie wäre einer Ehe mit dem Sohn zugetan? Oder noch besser Prisca. Immerhin ist sie schon recht alt und noch immer kinderlos. Wir sollten ihr die Schande, ohne einen Erben geboren zu haben, zu sterben, ersparen, und baldigstmöglich eine Eheschließung für sie anbahnen. Die Tiberier erscheinen mir dafür ein passender Partner, und nach dem Sieg Palmas ist Ahala vermutlich ein wertvollerer Verbündeter, als es auf den ersten Blick scheinen mag.
    Insofern empfehle ich, die beiden etwas Zeit miteinander verbringen zu lassen. Sollte Prisca, wie ich sie einschätze, darauf bestehen, nach Rom zurückkehren zu wollen, überzeuge sie bitte von der Notwendigkeit, dies in Begleitung des Tiberiers dann zu tun.
    Insgesamt entspannt sich die Lage zusehens, so dass in einigen Wochen hier auch eine Rückreise angepeilt werden kann. Allerdings würde ich im Moment auf übereilte Entscheidungen noch verzichten, zumindest, bis die letzten Anhänger Salinators rechtskräftig verurteilt sind. Danach aber können die damen sich an den freuden der Hauptstadt sicherlich wieder gefahrlos gütlich tun.


    Vale bene


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  • Günstige Winde und fleißige Ruderer sorgten dafür, dass dieser Brief in angemessener Zeit sein Ziel erreichte.



    An
    Aulus Hadrianus Fontinalis
    Optio, Legio I, Mantua



    Salve Fontinalis,


    ich hoffe dich erreicht dieser Brief und du bist am Leben. Seit enigen Tagen gehen wieder Schiffe nach Ostia und Misenum, daher hoffe ich auch darauf dass die Post schnell den Brief liefern wird. Wie ist es dir ergangen mein Freund, ich hoffe die Schlachten an denen ihr beteiligt wart waren nicht zu heftig und deinen Männern ist es gut ergangen. Und natürlich hoffe ich auch darauf dass du nicht verletzt bist.


    Meine Rückreise war eine lange Tortur, da ich den Truppen ausweichen musste reiste ich über Hispania und die Provinzen Nordafrikas zurück nach Aegyptus, es war das Schicksal und das Wohlwollen der Götter dass ich heute noch lebe. Allerdings war die Reise fast umsonst, unser praefectus wurde für tot erklärt, Aegyptus selbst hat bis auf die fehlenden Schiffe kaum mitbekommen dass wirklich Krieg herrschte.


    Die Stimmung hier ist immer noch angespannt, viele Händler haben Existenzängste, die fehlenden Getreideverkäufe machen ihnen zu schaffen. Zwar schwimmt die Bevölkerung in Getreide, aber das alles ist nichts wert wenn wir keine Lieferungen von anderen Gütern erhalten, Wein und Oliven sind hier gute Beispiele. Auch unsere Legionäre haben darunter gelitten, durch die vielen Getreiderationen sind manche noch dicker geworden, du müsstest dir mal unseren Centurio ansehen.


    Eine gute Nachricht habe ich jedoch. Ich wurde vor wenigen Tagen zum Optio befördert und darf nun direkt einen ganzen Schwung neuer Rekruten ausbilden. Von Pferden hab ich erst einmal genug, nach vielen Monaten auf einem Pferderücken tut einem nur der Arsch weh und ich freue mich auf jeden Marsch der ansteht.


    Ich warte auf deine Antwort werter Freund.


    Vale bene,
    Lucius Terentius Thyrsus
    Optio, Legio XXII, Nikopolis



  • An den
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Legio I Traiana, Mantua


    Salve!
    Hiermit ersuche ich Dich, noch unter Aufsicht der Legio I befindliche Angehörige der Cohortes Praetoriae freizusetzen, mit der Maßgabe, dass sie sich umgehend hier bei ihrer Einheit einfinden.
    Davon betroffene Offiziere haben sich bei mir persönlich zu melden.



    gez. N Laetilius Blasio
    -- TRIBUNUS COHORTIS PRAETORIAE --



    ROM - ANTE DIEM III KAL AUG DCCCLXIII A.U.C.
    (30.7.2013/110 n.Chr.)


  • Bevor es aus Richtung Germania Superior kommend für den Postreiter weiter nach Rom, dem Zentrum der Macht, ging, gab er auf seiner Zwischenstation Mantua, wo er auch sein erschöpftes Reittier wechselte, einen Brief an den Castra der Legio Prima ab:


    Publius Matinius Avianus
    Legio I Mantua, Italia


    T. Matinius Pacatus P. Matinio Aviano s. d.


    Danke für Deinen letzen Brief, lieber Vetter. Du hast richtig vermutet, ich bin tatsächlich zum Magister Vici gewählt worden. Aber strunz nicht damit herum, es ist nur der winzige Anfang einer Politikerkarriere. Allein die Götter wissen, ob das so weiter geht. Und der Vicus, den ich in der Curia zu vertreten habe, hat nicht den besten Ruf in Mogontiacum. Wenn die reichen Decuriones den Namen - Vicus Navaliorum - bloß hören, ziehen sie gleich die Mundwinkel bis zu den Knieen herunter.


    Du willst nach Germania reisen? Du bist in meiner Hütte immer herzlich willkommen! Denk aber dran, in den Alpes beginnt der Winter schon im September und geht bis in den Mai. Eine Reise über die Alpes kann man in dieser Zeit komplett vergessen!


    So, da gibt es also eine Enkelin von Agrippa, deren reizendes Wesen Du in höchsten Tönen schilderst? Hat sie Dir den Kopf verdeht, Vetterchen? Na ja, ich bin bisher den höheren Töchtern der Sippe nicht vorgestellt worden. Vielleicht wird's noch, aber dieses Jahr hab ich hier noch viel zu tun.


    Mögen die Götter Dir wohlgesinnt sein!


    T. Matinius Pacatus
    Casa Matinia Mogontiacum


  • Ad
    Sextus Hadrianus Flavus
    Legio I
    Mantua


    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM III NON SEP DCCCLXIII A.U.C.


    Bei einer Durchsehung der zu besteuernden Betriebslisten ist aufgefallen, dass Sextus Hadrianus Flavus als nicht-ritterlicher Angehöriger des Exercitus Romanus einen Barbier beschäftigte. Dies stellte eine Verletzung des codex universalis, lex mercatus § IV, Abs. III. dar und wird mit eine Strafe in Höhe von insgesamt 50.00 Sesterzen geahndet. Er ist zudem aufgefordert, die Beschäftigung bis zum Verstreichen der Frist zu beenden. Die Strafsumme ist der Staatskasse II zuzuführen. Die Frist hierfür wird auf vierzehn Tage nach Zustellung dieses Dokumentes festgesetzt (17.09.).


    Beschwerde oder Einspruch ist an den amtierenden Consul zu richten.


    Gezeichnet und verfügt durch:


    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/vala/unterschriftvalaroemtinte.png]


    ANTE DIEM III NON SEP DCCCLXIII A.U.C. (3.9.2013/110 n.Chr.)


  • Ein Bote mit einer Nachricht kam nach Mantua und zum Legionslager, um einen Brief an die beiden Aurelierinnen, die nach wie vor in der Castra wohnten, zu überbringen.



    Ad
    Aureliam Priscam et Aureliam Lentidiam et Aureliam Floram



    Sextus Aurelius Lupus suae consanguineae s.d.


    Prisca, ich hoffe diese Nachricht trifft dich (und auch meine anderen beiden Cousinen) bei guter Gesundheit an. Leider habe ich seit meiner Letzten Nachricht, die ich an Ursus gesendet hatte und bei der ich um Weiterleitung an euch gebeten habe, ncihts neues mehr aus Mantua gehört, so dass ich davon ausgehen muss, dass die erste Nachricht wohl verloren ging.


    Falls die Nachrichten noch nicht wieder bis nach Mantua vorgedrungen sind, berichte ich dir nun in aller Kürze das wichtigste: Cornelius Palma ist der neue Kaiser und hat den Namen unserer Familie soweit als möglich in der Öffentlichkeit auch wieder reingewaschen. Nicht zuletzt durch eine Auszeichnung an mich und meine Aufnahme als sein Klient. Es besteht also keinerlei Grund mehr, Rom fern zu bleiben, und ich wäre froh und dankbar, euch alle wohlbehalten wieder in der Villa Aurelia begrüßen zu können.
    Ich hoffe, ihr könntet auch Ursus überzeugen, seinen Sohn mit euch mitzuschicken. Ein junger Mann seines Standes sollte in der Hauptstadt sein und hier die besten Lehrer erhalten, um ihn auf seine Rolle als Staatsmann vorzubereiten. Wirkt bitte auf Ursus oder auf Tiberia Septima diesbezüglich etwas ein, damit sie Aurelius Durus mit euch mitschicken.
    Und sendet bitte auch Nachricht über den Verbleib von Tiberius Ahala! Der Kaiser höchstselbst hat sich bereits mehrfach nach Tiberius' Durus' Sohn erkundigt und wünscht ihn zu sehen. Sollte dieser also noch nicht abgereist und bereits auf dem weg nach Rom sein, bringt ihn bitte mit,oder schickt zumindest Nachricht über seinen Verbleib, damit ich dem Kaiser Nachricht überbringen kann.


    Im Moment organisiere ich gerade Leichenspiele für Tiberius Durus. Vielleicht kommt ihr gerade rechtzeitig, um euch an diesen auch erfreuen zu können.
    In jedem Fall hoffe ich auf baldige Nachricht von euch und darauf, euch bald wieder in Rom begrüßen zu können.


    Sextus


  • Nachdem es in letzter Zeit nicht wenig für ihn zu tun gab, erreichte der erste Bericht aus Roma Dives' Großonkel bei der Prima wahrscheinlich etwas später, als ursprünglich erwartet. Doch letztlich galt: Er hielt sein Wort und schrieb. Oder nicht? "Für den Praefectus Castrorum!", erklärte der Bote bei Übergabe des Schreibens in wichtigem Tonfall, bevor er anschließend den Rückweg in die Ewige Stadt antrat.


    Roma, A.D. VI ID OCT DCCCLXIII A.U.C.

    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia



    Dives Licino patruo magno ex abavo s.d.p.


    Nachdem du unsere iulische Gens in der Verfassung und der Situation zurücklassen musstest, in der du ebendies gemäß deiner Pflichten als Militär tates, wird dich mein erster Bericht über die Zeit nach meinem Umzug zurück in die Casa Iulia auf den Esquilin sicher etwas erfreuen können:


    Zunächst möchte ich dich wissen lassen, dass es mir allen Umständen vor allem meinen Onkel Senator Octavius Victor betreffend zum Trotz gelungen ist, den großen Consular Vinicius Hungaricus, den Bruder des zum Tode verurteilten Consulars Vinicius Lucianus und Patron des ermordeten Consulars Tiberius Durus, davon zu überzeugen, mich als seinen Klienten zu akzeptieren!
    In der Folge unterstützt er mich sowohl dabei in das hohe Collegium Septemvirorum kooptiert zu werden, als auch bei meiner Bewerbung zum Decemvirat, die ich erst kürzlich erfolgreich beim amtierenden Consul Cuspius einreichte. So nehme ich aktuell Kontakt zu mehreren einflussreichen Senatoren, darunter auch Decimus Livianus oder auch Duccius Vala, auf, während ich in meiner Freizeit an einer geeigneten Rede für die Curia Iulia feile. Am XIII. und XII. Tag vor den nächsten Kalenden wird dann gewählt. * - Drück mir die Daumen, Großonkel!


    Weiterhin fand vor kurzem eine Vollversammlung der Factio Veneta, der ich ja angehöre, statt. Als erstem Mitglied der Iulii Caepiones ist es mir dabei gelungen eine der Führungspositionen in einer Factio zu erlangen! Ich bin nun als Vicarius der zweite Mann hinter Senator Germanicus Sedulus. Jenen habe ich dabei, wie auch den dreifachen Consular Aelius Quarto, ebenfalls von meinen Plänen zur Kandidatur überzeugen können, sodass ich wohl auch mit ihren beiden Stimmen fest rechnen darf.
    Was kann ich noch berichten? Ich bin verlobt! Die Dame heißt Fausta und stammt aus der Gens Sergia. Gleichzeitig ist sie eine Nichte des Senators Annaeus Modestus, des letzten Praefectus Aegypti Annaeus Varus und erzählte auch etwas von cornelischen Wurzeln, was sie sicherlich zu einer guten Partie macht. Und natürlich ist sie in ihrem jungen Alter auch ganz hübsch. Wir lernten uns einst in Ostia kennen.


    Ostia! Der Augustus hielt eine große Audienz für die Gesandten der Civitas ab, um auch von dort sein Aurum Coronarium in Empfahng zu nehmen. Da ich meinen Amtsnachfolger als Duumvir jener Stadt von Beginn an gefördert und zuletzt sogar seine Wahl dort unterstützt habe, hatte auch ich die Ehre als Decurio Ostias Teil jener Delegation zu sein. Aufregend!
    Ähnlich ging es übrigens auch meinem Cousin Crassus. Der arbeitete ja als Notarius in der kaiserlichen Kanzlei. Für die Beamtenschaft des Palatin gab es ebenfalls eine Großaudienz und vor den Augen aller wurde unser lieber Iulius Crassus dabei zum Primicerius ab epistulis befördert! Derweil, so meinte er weiter, hatten andere weniger gute Neuigkeiten zu schlucken. So wurde zum Beispiel der Eques Pompeius Imperiosus (ein Schwager von Tante Paula) zwar insgesamt in der Kanzlei belassen, musste jedoch seine Degradierung zum Procurator a memoria hinnehmen.


    Und zu guter Letzt: Die Casa Iulia ist im Groben nun durchaus wieder ganz passabel bewohnbar, wenngleich sich eine baldige Renovierung sicherlich empfehlen würde. Um etwaigen Sanktionen gegen meinen Cousin Lucius Centho etwas vorzubeugen, habe ich ferner die Absicht temporär zum Eigentümer und Herrn des Hauses werden zu wollen. Ich kann den Augustus nicht ansatzweise gut genug einschätzen, um abzusehen, ob er gleich dem vescularischen Usurpator wohlmöglich Enteignungen oder ähnliches plant. Meine Person wäre hiervon wohl weniger gefährdet, als Lucius oder Onkel Proximus.
    Crassus sieht das genauso, Onkel Proximus und Onkel Potitus... naja. Was meinst du dazu?


    Mögen die unsterblichen Götter dich und die Deinen schützen!
    (Da fällt mir ein: Hat dein Sohn meinen Brief erhalten?)
    Vale bene!


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    MARCUS IULIUS DIVES
    DUUMVIRALICIUS BIS - OSTIA


    Sim-Off:

    * 20. & 21. Oktober; wie angekündigt, ist der Brief recht lang... ^^

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Unter anderem der folgende Brief mit Anhang wurde nicht lange nach dessen Abgabe in Rom am heutigen Tag in Mantua ausgeliefert:


    Praefectus Castrorum Leg. I.
    Castra Legionis | Mantua


    Aedilis Plebis Praefecto Castrorum s.d.


    Salve Licinus,


    Ich spare mir das Geplänkel zu deiner aktuellen Befindlichkeit nach all den Strapazen des Bürgerkriegs. Da ich nichts gegenteiliges gehört habe, gehe ich einfach mal davon aus, dass es dir im Moment nicht schlecht geht.


    Hier in Rom ist ein Ordnungsverfahren gegen den Miles Sextus Hadrianus Flavus anstellig, welcher unseren Informationen zufolge in der Legio I. seinen Dienst versieht. Ich würde dich nicht persönlich mit den Verfehlungen eines einzelnen Legionärs behelligen, wüsste ich welcher Cohors und Centurie er zugeteilt ist.
    Auf die letzte Mahnung kam keine Reaktion, weshalb man sich nun hier die Frage stellt ob unsere Informationen noch korrekt sind.


    Anbei wird eine neue Mahnung geschickt, wenn du veranlassen könntest, dass er sie bekommt (oder wir Informationen zu seinem Aufenthaltsort) wäre ihm sicherlich sehr geholfen.


    Antegratias.


    Vale bene,


    Aedilis Plebis

    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/unterschriften/unterschriftvalaroemwachs.png]
    Exedra Aedilium | Basilica Iulia | Roma





    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM VI KAL NOV DCCCLXIII A.U.C.


    Aufgrund einer ausbleibenden Reaktion auf das Edikt vom ANTE DIEM III NON SEP DCCCLXIII A.U.C. (3.9.2013/110 n.Chr.), welches einen Verstoß des Sextus Hadrianus Flavus gegen codex universalis, lex mercatus § IV, Abs. III feststellte und eine Strafzahlung von 50.00 Sz zum Gegenstand hatte, wird das Strafmaß hiermit auf 100.00 Sz erhöht.
    Die Strafe ist binnen einer Frist von zwei Wochen (10.11.) ab Verkündung des Edikts zu zahlen.


    Beschwerde oder Einspruch ist an den amtierenden Consul zu richten.


    Gezeichnet und verfügt durch:


    [Blockierte Grafik: http://www.kulueke.net/pics/ir/vala/unterschriftvalaroemtinte.png]


    ANTE DIEM VI KAL NOV DCCCLXIII A.U.C. (27.10.2013/110 n.Chr.)



  • Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I
    Mantua, Italia


    Salve Licinus,


    bei den Göttern hoffe ich, dass dich diese Nachricht nicht bereits erhalten hat, sodass mir die Ehre zusteht, dir als Erster zu berichten, was sich zugetragen hat.
    Voller Freude darf ich verkünden, dass dich der Kaiser nun mit sofortiger Wirkung in den Stand eines Eques erhoben hat. Eine längst überfällige Ernennung, wenn du mich fragst.
    Meine Glückwünsche seien dir Gewiss. Ich hoffe du verzeihst mir, dass ich dir diese Nachricht auf einem persönlicheren Wege mitteilen wollte.


    Mögen die Götter dir auch weiterhin gewogen sein.


    Vale bene


    http://imperiumromanum.net/ima…el_gens_Iulia_Papyrus.png
    Tiberius Iulius Crassus
    Primicerius ab epistulis - Administratio Imperatoris



    IN NOMINE IMPERII ROMANI
    ET IMPERATORIS CAESARIS AUGUSTI


    ernenne ich
    MARCUS IULIUS LICINUS


    zum
    EQUES ROMANUS



    Es ist ihm ab heute gestattet, die Abzeichen
    der Equites zu tragen, den Ritterring und
    den Latus Angusticlavius.


    ~ANTE DIEM XVI KAL IAN DCCCLXIV A.U.C.~
    (17.12.2013/110 n.Chr.)



  • Ein Bote gab einen Brief am Tor ab:
    "Für den Praefectus Castrorum!", erklärte er in wichtigem Tonfall und begab sich wenig später bereits wieder auf den Rückweg nach Roma.


    Roma, A.D. XIII KAL IAN DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia



    Dives Licino patruo magno s.d.p.


    Meine allerherzlichsten Glückwünsche, Großonkel! Soeben erst, du wirst es mittlerweile natürlich schon wissen, habe ich erfahren, dass du in den angesehenen Ritterstand erhoben wurdest. Ich vermag gar nicht auszudrücken, wie sehr diese Standeserhebung auch mein Gemüt erhebt! Denn lange schon, meine ich, war es an der Zeit, dass die Gens Iulia nach Großonkel Seneca und Großonkel Numerianuns wieder einen Ritter in ihren eigenen Reihen weiß.
    Aber das auch noch jetzt! Überleg einmal, wo unsere Gens noch stand, als wir uns das letzte Mal in Roma sahen: Onkel Proximus war gefangen, ich war gerade erst in die Freiheit entlassen worden, ... Und nun? Sieh dich an! Sieh uns an! - Gut, Onkel Proximus muss sich noch immer etwas erholen von... einfach allem. Aber ich bin mir sicher, dass auch er schon bald wieder zur Mehrung der iulischen Ehre beitragen wird.


    Was gibt es sonst Neues aus Roma? Mein Patron wurde zum Legatus von Germania Superior ernannt. Eine zweifellose Ehre, die mich jedoch gleichzeitig meines einflussreichsten Fürsprechers in Roma beraubt. Die Zeit wird zeigen, wie sehr mir dies letztlich zum Nachteil gereichen wird oder eben auch nicht. Ich hoffe selbstredend das Beste... für ihn und mich.
    Aktuell ähnlich interessant ist die Frage: Was geht zwischen unserem Verwandten Crassus und Aemilia Caenis, einer Cousine des Aemilius Classicus, Klient Centhos? Ich kann dir sagen, was da geht. Crassus scheint es ziemlich erwischt zu haben mit der Aemilia und obgleich ich nur wenig Vorteile in einer iulisch-aemilischen Verbindung sehe, lass mich dir dennoch mitteilen, dass ich sie trotzdem gutheiße.


    Vor bereits graumer Zeit durfte ich die Bekanntschaft der Aemilia in Ostia machen und kann dir nur sagen, dass sie einen anständigen, sittsamen Eindruck auf mich machte. Ferner gebe ich zu bedenken, dass gerade jetzt, da Centho seinem aemilischen Klienten keine regelmäßige Salutatio ermöglichen kann (ich habe hier selbstredend die Vertretung meines Cousins übernommen), eine Ehe der Aemilia mit Crassus ein Zeichen darstellen würde: Die Aemilier zeigen Treue zu uns Iuliern - statt sich bei dieser Gelegenheit opportun von Centho abzuwenden, gingen sie in die komplett entgegengesetzte Richtung! Ich brauche nicht auszuführen, welche Wirkung dies auf die übrigen Klienten meines Cousins haben würde.
    Zuletzt bedenke, welches Bild für die Öffentlichkeit sich ergäbe: Ich bin verlobt, Crassus wäre verlobt, du wurdest soeben in den hohen Ritterstand erhoben, ... Die Iulier lassen den ganzen schrecklichen Bürgerkrieg damit wirklich hinter sich und setzen hier nicht nur ein Zeichen für einen erneuten Aufschwung unserer Gens! Ich bitte dich also: Sollte er derlei von dir erbitten, erteile Crassus deinen Segen zu einer Ehe mit der Aemilia.


    Und apropos 'Bitte' und 'Ehe': Ehe ich meinen Brief schließe, habe ich noch eine weitere Bitte an dich. Mein guter privater wie politischer Freund Tiberius Lepidus trat an mich heran und erzählte mir von seinem Verwandten Aulus Tiberius Verus.
    Jener Aulus Tiberius Verus strebt nun, da er nach dem Krieg in Roma nicht wirklich Fuß zu fassen vermochte, den Gang zu den Legionen - speziell zur Prima - an. Dieser tüchtige Patrizier, der alle gesetzlichen Voraussetzungen für den Militärdienst mitbringt und von dem mir versichert wurde, dass er auch physisch absolut fähig wäre, kann es jedoch mit seinem Stand nicht vereinbaren im Rang eines einfachen Legionarius oder gar Tiro ins römische Heer einzutreten.
    Vielmehr hoffte er und hoffe daher auch ich für meinen guten Freund, dass sich eine Möglichkeit fände, sodass der Tiberius vielleicht direkt als Optio oder möglicherweise gar Centurio seinen Dienst antreten könnte. Sag also, Großonkel, dem ich sicher keine tiberischen Namen nennen muss, um aufzuzeigen, dass diese Tiberier auch militärisch hochversierte Römer sind, gibt es eine Möglichkeit, wie du meinem, nein, unserem Freund hier helfen könntest?


    Ich verbleibe in freudiger Erwartung einer weniger langen Antwort. * Mögen die unsterblichen Götter dich und die Deinen schützen!
    Vale bene!


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    MARCUS IULIUS DIVES
    DECEMVIR - CURSUS HONORUM


    Sim-Off:

    * Ich vermag einfach keine kurzen Briefe zu schreiben... -.- ^^

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Ein Tabellarius, der noch nicht lange im Dienst war, hatte heute auch für die Soldaten der Legio Prima wieder Post dabei. "Sa..ha..lve. Das hip..st für eu..heu..ch.", übergab er unter anderem auch die folgende Nachricht für den Lagerpräfekten und verabschiedete sich gleich danach mit einem stummen Winken wieder. Zusammen mit seinem Schluckauf (einem der penetrant üblen Sorte) machte er sich dann auf zur nächsten Adresse auf seiner Liste....



    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Legio I Traiana
    Mantua, Italia



    Salve Praefectus Iulius,


    da der Bürgerkrieg auch an dieser Legion nicht spurlos vorbeigegangen ist, möchte ich Dich bitten mir einen aktuellen Stärkebericht der Legio I zu schicken. Rekrutierungen, um mögliche Lücken wieder zu schließen, sollten momentan oberste Priorität genießen.


    Im Auftrag der kaiserlichen Kanzlei


    Tiberius Iulius Crassus
    ~~Primicerius ab epistulis - Administratio Imperatoris~~



  • Nicht ganz so schnell und pünktlich wie der Cursus Publicus und ihre derzeitige Praefecta Vehiculorum in Italia erreichte trotzdem wohl noch rechtzeitig genug ein iulischer Bote die Legionscastra der Prima in Mantua. Dort gab er sodann gleich zwei Schreiben ab:


    Roma, NON FEB DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia

    ____________________________________________________________
    Dives Licino s.d.p.


    Wieder einmal ist es an der Zeit, dass ich von mir hören lasse aus der stets turbolenten Ewigen Stadt. Ja, glaube mir, wenn ich dir schreibe, dass die letzten Wochen und Monate hier alles andere als ruhig waren für einen Decemvirn: Sogar eine Feststellungsklage musste ich in einem Fall beim Praetor einreichen!
    Dazu machte und mache ich mir, du hast in deinem letzten Brief selbst die Sprache darauf gebracht, so meine lieben Gedanken auch für das kommende Jahr, in welchem ich offenkundig kein Teil der Vigintivirn mehr sein werde. Anders jedoch als von dir in Aussicht gestellt, werde ich nicht nach Germania Superior oder in eine der anderen Provinzen zur Ableistung meines Tribunats gehen. Sieh, das Kämpfen war noch nie ganz das Meine. Stattdessen hoffe ich darauf, in der Tradition auch von Lucius und Onkel Proximus meinen Dienst bei den Stadtkohorten tun zu dürfen, wo man einen potenziellen Schreibtisch-Tribun sicherlich auch besser gebrauchen können wird.


    Apropos neue Posten im Militär: Ich hoffe doch, dass dich dieser Tiberius mittlerweile in Mantua erreichte und von sich zu überzeugen wusste? Sei dir versichert, dass ich mir größte Vorwürfe machen würde und werde, sollte ich dir tatsächlich mit ihm ein faules Ei ins Nest zu legen versucht haben! Umgehend würde und werde ich meine Konsequenzen daraus ziehen, solltest du mir derlei berichten!


    Konsequent nun wieder ist es auch nur, dass einer Verlobung und damit auch speziell meiner Verlobung früher oder später eine Hochzeit folgt. Und ohne im Folgenden lange um den heißen Puls zu schleichen: Am fünften Tag vor den Kalenden des Martius (25.2.2014/111 n.Chr.) ist es soweit, dann werde ich in der Casa Sergia meine Vermählung mit Sergia Fausta feiern. Selbstredend bist du zusammen mit deiner kleinen Familie ebenfalls recht herzlich dazu eingeladen uns beizuwohnen! Für eure angemessene Unterbringung würde ich in der Casa Iulia sorgen. Es wäre mir Freude und Ehre zugleich, wenn ihr kämet.
    Und auch meinen Onkel Matinius Avianus, der als Legionarius in deiner Legio dient, würde ich nur allzu gern an diesem einmaligen Tag in Roma begrüßen wollen. Er wird ebenfalls eine Einladung von mir erhalten und du würdest mir eine Freude damit machen, wenn du ihm entsprechend Freigang zu diesem Zwecke geben würdest.


    Mögen die Götter dich und die Deinen stets auf allen Wegen schützen!
    Vale bene!


    /images/signet/Siegel_gens_Iulia_Papyrus.png



    MARCUS IULIUS DIVES
    DECEMVIR - CURSUS HONORUM


    Roma, NON FEB DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Legionarius
    Publius Matinius Avianus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia

    ____________________________________________________________
    Iulius Dives Matinio Aviano s.d.


    Wir kennen uns wohl noch nicht persönlich, aber dennoch sei versichert, dass ich wohl weiß, dass es dich gibt. Aus diesem Grund möchte ich dich, lieber Onkel, auch ganz herzlich dazu einladen, am fünften Tag vor den Kalenden des Martius (25.2.2014/111 n.Chr.) in der Casa Sergia zu Roma meiner Vermählung mit Sergia Fausta, einer Nichte des Senators Kaeso Annaeus Modestus, beizuwohnen! Selbstverständlich gilt diese Invitation potenziell auch für zwei.


    Um die Zustimmung des Praefectus Castrorum für einen Freigang zu diesem Zweck werde ich mich kümmern. Da er als mein Großonkel ebenfalls eingeladen ist an den Feierlichkeiten teilzuhaben, sollte es hoffentlich eine reine Formalie sein, dass er deinem Freigang seinen Segen erteilt.


    Mögen die Götter dich und die Deinen schützen!
    Vale bene!


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    MARCUS IULIUS DIVES
    DECEMVIR - CURSUS HONORUM

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Sim-Off:

    Da meine Amtszeit aller Voraussicht nach am 01.03. um sein wird, während noch nicht klar ist, ob es in der nächsten Amtsperiode einen (bespielten) Decemvir gibt, gilt:
    Wer rechtzeitig antwortet, der kann noch von mir bearbeitet werden. Wer länger braucht, der muss unter Umständen einige Zeit mehr auf sein Erbe warten... ;)


    Roma, A.D. IX KAL MAR DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Centurio
    Aulus Hadrianus Fontinalis
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia

    ____________________________________________________________
    M. Iulius Dives Decemvir stl. iud. Hadriano Fontinali Centurioni s.d.


    Wir wollen nicht klagen, dass sie gegangen sind,
    sondern dankbar sein, dass wir sie hatten.


    In diesem Sinne wünsche ich dir in diesen schweren Stunden den Trost deiner Verwandten und Freunde, nach der Zeit der Trauer jedoch auch wieder einen hoffnungsvollen Blick in die Zukunft. Sei dir meines Beileids ob des Verlustes deines Neffen Sextus Hadrianus Flavus versichert.


    Vom hohen Senat zum Decemvir stlitibus iudicandis gewählt ist es meine Pflicht, dem Praetor Urbanus in Erbschaftsprozessen zur Hand zu gehen, was nun speziell auch diesen Fall betrifft. So ist es meine Aufgabe, dir mitzuteilen, dass du nach Intestaterbrecht als rechtmäßiger Erbe der folgenden Vermögenswerte festgestellt wurdest: Geld, Waren und der Barbier (I) 'Der goldene Schnitt'.


    Dir steht es nun frei, ob du dieses an keinerlei weitere Verpflichtungen geknüpfte Erbe annimmst oder nicht. Solltest du dich gegen eine Annahme des Nachlasses entscheiden, wird dein Erbanteil auf die übrigen Erbberechtigten aufgeteilt respektive der Res Publica zugeführt.


    Ich bitte dich, mir möglichst zeitnah, spätestens jedoch bis zum ANTE DIEM VIII ID MAR DCCCLXIV A.U.C. (8.3.2014/111 n.Chr.) mitzuteilen, ob du dieses Erbe anzutreten gewillt bist. Denn sollte ich bis dahin keine Antwort in mein Officium in der Bascilia Ulpia zu Roma von dir erhalten haben, bin ich gezwungen dies als Ablehnung der Erbschaft anzusehen.


    Mögen die Unsterblichen deinen Verwandten sicher ins Elysium geleiten, dir und den Deinen aber ein langes und erfülltes Leben schenken.


    Vale bene!


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    MARCUS IULIUS DIVES XVIR STL. IUD.

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus


  • Ad
    Aulus Tiberius Verus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia


    Salve Verus,


    da ich bisher noch nichts von dir gehört habe, plagt mich natürlich die Neugierde, weshalb ich gern erfahren möchte, ob in der Legio I alles nach Wunsch verlaufen ist? Melde dich doch einmal und schildere deine Eindrücke. Ich hoffe sehr, dass du von den Offizieren eine standesgemäße Behandlung erhältst und unseren Namen alle Ehre machst.


    Sollte es dich irgendwann wieder nach Rom führen, so sei gewiss, dass du in der Villa Tiberia gerne empfangen wirst und dann freimütig von deinen militärischen Heldentaten berichten kannst.


    Vale bene.
    Lucius Tiberius Lepidus
    Villa Tiberia
    Italia, Roma



  • Ad
    Praefectus Castrorum
    M. Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia



    Verehrter Preafectus Castrorum,


    der Legio I wurde per PRIDIE NON IUN DCCCLXIV A.U.C.
    (4.6.2014/111 n.Chr.) der vom Kaiser vor kurzem zum Eques ernannte Aulus Iunius Seneca, vormals Centurio der Cohortes Praetoriae, als neuer Tribunus Angusticlavius zugeteilt.


    Er wird in den nächsten Wochen bei euch eintreffen.


    Vale bene,


    LUCIUS IUNIUS SILANUS
    ~~Procurator a libellis - Administratio Imperatoris~~




  • Ad
    A. Hadrianus Fontinalis
    Castellum der Legio I
    Mantua, Italia


    Mein geschätzter Hadrianus,


    mit Überraschung und auch großem Interesse habe ich deinen Brief gelesen. Natürlich erinnere ich mich gerne an deinen Onkel Subdolus, der mich einst gemeinsam mit meinem Bruder und einigen andern tapferen Männern aus der parthischen Gefangenschaft befreit hat. Ich versichere dir, dass jedes Wort aus seinem Mund der Wahrheit entspricht. Leider ist mein Kontakt zu ihm ebenfalls vor dem Bürgerkrieg abgerissen. Aber nichtsdestotrotz stehe ich aufgrund seiner heroischen Taten von einst und der Rettung meines Lebens tief in seiner Schuld. Es ist daher selbstverständlich für mich, dass ich auch seinen nahen Verwandten keine Bitte abschlagen und meinen vollen Beistand zusichern werde.


    Dies und auch dein eigener Werdegang sprechen daher ganz klar dafür, dich in meine Anhängerschaft aufzunehmen. Tapfere und treue Soldaten Roms werden immer einen Platz unter meiner Schirmherrschaft finden und meinen Schutz, sowie meine Unterstützung genießen. Du darfst mich daher ab heute als deinen Patron* ansehen.


    Sollte ich in dieser Funktion irgendetwas für dich tun können, so zögere nicht, dich jederzeit vertrauensvoll an mich zu wenden. Bitte unterrichte mich auch darüber, wenn du etwas von deinem Onkel hörst. Es würde mich sehr freuen zu erfahren, dass es ihm gut geht. Sollte dich dein Weg irgendwann nach Roma führen, so würde es mich sehr freuen, wenn du mir deine persönliche Aufwartung machen und wir uns von Angesicht zu Angesicht kennen lernen könnten. Betrachte dich und deine Familie als jederzeit willkommene Gäste in meinem Haus.


    Vale bene,

    MARCUS DECIMUS LIVIANUS
    Senator


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  • Ad
    Aulus Tiberius Verus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia


    Salve Verus,


    schön, dass du dich meldest. Es freut mich sehr zu lesen, dass du dich immer besser in deiner Einheit zurechtfindest und dass dich deine Männer akzeptieren. Nichts anderes habe ich natürlich von dir gedacht. Deiner Frau Calena bin ich schon sehr lange nicht mehr über den Weg gelaufen. Wer weiß, was sie treibt, aber das sollte erst einmal nicht deine Sorge sein. Immerhin wirst du noch sehr lange Soldat sein.


    Selbstvertsändlich freue ich mich auf deinen erneuten Besuch in Rom und bin schon sehr gespannt, was du für Aufträge erhalten hast. Das ist doch meistens recht spannend. Tut mir im Übrigen leid, dass wir bei deinem letzten Besuch keine Zeit für ausführliche Gespräche hatten. Meine Klienten fordern mir einfach recht viel Zeit ab. Aber das holen wir dann beim nächsten mal nach.


    Falls du diesen Brief also noch vor deiner Abresei nach Rom erreichst, wünsche ich dir eine angenehme Reise.


    Vale bene.
    Lucius Tiberius Lepidus
    Villa Tiberia
    Italia, Roma


  • "Für den Praefectus Castrorum!", erklärte auch bei der heutigen Abgabe eines Briefes vom Großneffen des Präfekten der gesandte Bote in überaus wichtigem Tonfall, bevor er sich nach Loswerden des Schreibens sogleich - mit einem nur kleinen Umweg über eine der städtischen Tavernen - wieder auf den Rückweg in die ewige Stadt begab.


    Roma, A.D. VIII ID IUL DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia



    Dives Licino patruo magno s.d.p.


    Einige Zeit nun sicherlich wartest du bereits auf meinen Brief, den ich dir hiermit jetzt also schreibe. Lass dir sagen, dass gar allerhand ist passiert in jüngster Vergangenheit, etliches sich tut im Moment und so manches bereits liegt auf der Lauer bald zu geschehen. Jedoch der Reihe nach:


    Unsere Casa in Roma freute sich unlängst über doppelten Zuwachs! Aus Tarraco erreichte Iulia Flaminina, nun Mündel des Iulius Potitus, das Haus, während aus Misenum Iulia Torquata, Schwester des Iulius Macro, zu uns kam. Und ich sage dir, dass gerade letztere doch mit gehörigen Nachrichten bewaffnet war:
    Onkel Octavenus, ihr Vater, äußerte in seiner letztwilligen Verfügung, dass seine Tochter eine Vestalin werden solle und dazu nun, da er selbst bekanntlich aus dem Leben geschieden ist, ausgerechnet mir die Aufgabe zufallen soll, sie zu diesem Zweck zu adrogieren! Tja, und nachdem sich Fausta dieser Bitte nicht in den Weg stellte, scheint es wohl tatsächlich so zu sein, dass ich voraussichtlich am Tag nach den Iden des Iulius erstmals Vater werde...


    Gegenwärtig, um in der Zeitleiste damit also voranzuschreiten, darf ich mich mittlerweile unter dem Kommando des neuen Praefectus Urbi Decimus Livianus Tribun der Cohors XII Urbana nennen und habe zur Erhöhung meiner Kompetenz kürzlich auch das zweite Examen der Academia Militaris erfolgreich absolviert. Du siehst, ich versuche auch weiterhin ganz im Sinne unserer Gens strebsam die Laufbahn der Ehrenämter, den Cursus Honorum, zu beschreiten.


    Mit diesem Gedanken also komme ich zur Zukunft und insbesondere der Absicherung selbiger für unsere Nachkommen. Wie versprochen habe ich mich betrefflich eines "Erbvertrages" etwas umgehört und informiert: Unser römisches Recht misst solchen Verträgen letztlich keinerlei verbindliche Kraft bei, weil es das Erbrecht als Staatssache betrachtet, welche kein Gegenstand eines Privatvertrages sein könne, so mein erhaltener O-Ton.
    Aus diesem Grunde befürchte ich, dass ein entsprechender Vertrag in der Folge höchstens symbolischen Charakter als Zeichen an unsere Nachkommen hätte, auf dass jene sich - hoffentlich - eines solchen Vertrages entsännen und im Einklang mit diesem sorgsam und weise ihr Testament errichteten. Ich frage dich daher frei heraus: Willst du dennoch dieses Zeichen setzen?


    Ich verbleibe mit den besten Grüßen aus Roma und wünsche dir und den Deinen den schützenden Segen der unsterblichen Götter!
    Vale bene!


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    MARCUS IULIUS DIVES
    TRIBUNUS COHORTIS XII URBANAE

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Tribunus Angusticlavius
    Aulus Iunius Seneca
    Legio Prima | Mantua


    Salve Iunius,


    es freut mich sehr zu hören, dass du in deiner neuen Aufgabe Zufriedenheit und Erfüllung gefunden hast. Ich bin mir absolut sicher, du machst dir, deiner Familie und auch mir als deinem Patron viel Ehre.


    Ich gehe davon aus, dass du bei deiner Frage nach den Geschehnissen in Rom nicht das politische Geschehen meintest? Nun, alles geht seinen Gang und es gibt wenig spektakuläres zu erzählen.


    Das was es zu erzählen gibt, gedenke ich dir allerdings persönlich zu erzählen. Meine Amtszeit ist vorüber und bis der nächste Wahlkampf beginnt, will ich noch ein paar Wochen außerhalb von Rom genießen. Natürlich werde ich meine Insel aufsuchen, allerdings muss ich zugeben auf der Suche nach einer anderen Art von Freizeit zu sein: die Jahre des politischen in Rom haben mir eine Art 'Heimweh' nach der Armee verpasst.. wenn man jahrelang im Sattel saß und sich in der Armee bewegt hat... nun, wem erzähle ich das?


    Also kurzum: ich werde die Legio Prima in naher Zukunft besuchen. Stell dich darauf ein, ich gedenke in deinem Domus zu nächtigen. Und tue deinem Praefectus den Gefallen und warne ihn vor.. soweit ich mich recht erinnere, sind Überraschungen nicht so seins.


    Also, du weißt bescheid.


    Vale bene,




  • "Für den Praefectus Castrorum!", erklärte auch bei der heutigen Abgabe eines Briefes vom Großneffen des Präfekten der gesandte Bote in überaus wichtigem Tonfall und hoffte, dass man ihn dem Iulius gegebenenfalls nachschickte, so jener sich auch persönlich zur Zeit im Gefecht mit den treulosen aufständischen Sklaven befand.


    Roma, A.D. XI KAL NOV DCCCLXIV A.U.C.

    Ad
    Praefectus Castrorum
    Marcus Iulius Licinus
    Castra Legionis I Traianae Piae Fidelis
    Mantua, Italia



    Dives Licino patruo magno s.d.p.


    Sage mir, wo nur soll ich beginnen?! - Vermutlich sollte ich mich zunächst entschuldigen für die Zeit meines Schweigens. Doch in der Tat forderten und fordern mich die Pflichten hier im Zentrum unserer Welt recht stark. Und damit meine ich nicht nur, dass mich diverse Betriebskontrollen, Patrouillengänge und natürlich auch bürokratische Angelegenheiten meiner Cohors XII. Urbana ganz gut in Beschlag genommen haben und noch immer nehmen. Nein, ich spreche hier auch und beinahe sogar vor allem von den familiären Dingen.


    Bezug nehmend auf deinen wie meinen letzten Brief schreibe ich dir zunächst über meine Adoptivtochter. Ich vermag nicht zu sagen, wie schnell und wie weit das Gerücht bereits zu dir vortgedrungen ist, doch erzählt man sich über Torquata, über eine angehende Vestalin, dass sie des Nachts in vertrauter Pose mit einem Soldaten gesehen worden sein soll. Ohne jeden Zweifel halte ich nicht viel von diesem Gerede, da ich erstens bezweifle, dass man Torquata wirklich sicher hätte erkennen und identifizieren können im Dunkel der Nacht; da ich zweitens davon ausgehe, dass es genügend Neider gibt, die es nur äußerst ungern sähen, wenn ein Iulier nach dem Bürgerkrieg seine Familie wieder bergauf bringt und seine Tochter gar anschickt zur Vestalin machen zu wollen; und da ich drittens und letztens natürlich auch stark bezweifle, dass Torquata je ein so törichtes Verhalten an den Tag... oder aber die Nacht legen würde!
    Dennoch komme ich auch nicht umhin dir, mein lieber Großonkel, im Vertrauen unter uns zu schreiben, dass sie mir bis zum heutigen Tag noch jede Erklärung schuldig geblieben ist. Und hin und wieder meine ich beim gemeinsamen Speisen gar einen Funken Schuld in ihren Augen erkennen zu können. So bin ich folglich etwas unschlüssig ob meines Verhaltens und in der Tat ganz froh, dass sich mit Iulianus Selenus ihr Erzieher aus Kindertagen angekündigt hat, um in Roma unserer Familie als Paedagogus zur Verfügung zu stehen. Ich denke, er könnte mir und uns hier eine große Hilfe sein.


    Ferner teile ich dir mit, dass unsere Verwandtschaft in Roma immer weiter wächst! Lucius Centho ließ mich mittels Boten wissen, dass er samt seinem ältesten Sohn Avianus aus Ostia zurück auf den Esquilin kommt. Gaius Pacuvius, als Sohn meines Onkels Iunianus in gleichem Grade mein Cousin, ist sogar bereits wieder von seiner Bildungsreise in die griechischen Lande zurückgekehrt. Ich versuche ihm ein wenig unter die Arme zu greifen dabei, selbst einen politischen Karriereweg einzuschlagen, einen geeigneten Patron zu finden und so weiter. Und die besten Neuigkeiten zum Schluss: An den jüngst vergangenen Meditrinalia erblickte im Balneum unserer Casa mein Sohn Marcus Iulius Dives Minor - Fausta nennt ihn einfach nur Marc und ich muss gestehen, dass auch ich meinen Gefallen an diesem Verhalten finde - das Licht dieser Welt! Licinus, ich könnte kaum glücklicher sein über den Kleinen!
    Dies trifft allerdings nicht so auf seine Mutter zu, die kürzlich meinen guten Freund Sedulus von den Germanici wegen irgendeines kleinen Verstoßes gegen die Lex Mercatus vor Gericht brachte. Als würden mir diese unverschämten Gerüchte über meine Tochter nicht schon Ärger und Sorgen genug machen, muss ich mir nun aufgrund dieses undurchdachten und eigenmächtigen Verhaltens, welches bei meiner Kenntnisnahme leider kaum mehr zu revidieren war, doch ernsthaft überlegen, was ich tun kann, um mein Verhältnis zu Sedulus noch vor den nächsten Wahlen wieder einigermaßen zu kitten. Denn: Nun, ich überlege und erwäge, ob nicht bald die Zeit gekommen ist, um den Soldatenstiefeln den Rücken zu kehren und als Quaestor wieder ganz und gar auf das zivilpolitische Parkett zurückzukehren...


    Tja, aber ansonsten geht es hier in Roma soweit allen ganz gut. Der Praetorius Duccius Vala, ebenfalls ein Klient meines Patrons Vinicius, hat Tiberia Lucia, Schwester meines hochzeitlichen Auspex Lepidus, geehelicht. Der Praefectus Urbi Decimus nahm mit Aelia Vespa die Nichte des Consulars Aelius Quarto zur Frau. Fausta und ich waren auf beiden Hochzeiten anwesend, bescheidenere Feiern ohne riesige Gästescharen. Mit meinem guten Freund Faustus Decimus Serapio indes habe ich mich überworfen. Er will mich nicht mehr sehen. Ich weiß nicht, ob du dich erinnerst, doch er hatte mir als Freund ja durchaus einiges bedeutet. Vergiss den letzten Satz, ich weiß auch nicht, weshalb ich dir das schreibe.
    Stattdessen grüße mir doch bitte deinen Sohn Servianus und richte ihm sowohl das Bedauern ob meiner Verspätung als auch - und vor allem - meine besten Glückwünsche zu seiner Wahl zum Magistratus von Mantua aus. Er kann nach diesem erfolgreichen Schritt schon durchaus stolz auf sich sein, wie damit gleichsam selbstredend auch du sehr stolz sein kannst auf deinen guten Sohn. Von Vater zu Vater gesprochen hoffe ich, dass mir mein kleiner Marc auch einmal so zur Ehre gereichen wird!


    Ich verbleibe mit den besten Grüßen aus Roma und wünsche dir und den Deinen den schützenden Segen der unsterblichen Götter! Ferner sei Mars mit dir im Kampf gegen diese aufrührerische Sklavenbande, die bei euch dort im Norden für Ärger sorgen soll!
    Vale bene!


    /images/signet/Siegel_gens_Iulia_Tabula.png



    MARCUS IULIUS DIVES
    TRIBUNUS COHORTIS XII URBANAE



    PS: Betrefflich der Grundstücke, Testamente und Verträge stimme ich dir zu.
    PPS: Auch ohne Legat an eurer Spitze habe ich höchstes Vertrauen in euren Erfolg!

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

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