[Porta Praetoria] Haupttor (Vor dem Betreten des Lagers hier melden!)

  • Zitat

    Original von Marcus Iulius Sparsus
    Misslaunig betrachtete eine der Wachen den Ankömmling. Wieso durfte ausgerechnet er nicht in die Stadt seinen Sold verprassen? Stattdessen musste er hier herumlungern und irgendwelchen schrägen Vögeln in Vollplatte zuhören.


    "Wieso? Wer bist du?"


    >Der neue Tribunus Laticlavus Kaeso Annaeus Modestus. Und mit wem habe ich die Ehre?<


    meinte Modestus und erinnerte sich an das, was Albanus ihm erklärt hatte.


    >Ich meine Name und Rang, Soldat!<


    korrigierte er sich schnell. Die anderen Beiden ignorierte erstmal.


    [SIZE=7]SimOff: Vollplatte? Also bitte ... ; ) [/SIZE]


  • Centurio Sextus Saufeius Simplex
    --------------------------------


    Simplex hatte wirklich schlechte Laune,....


    Nun, das war nichts wirklich neues, mit guter Laune hatte ihn eigentlich noch erlebt. Doch hatte schon das Erlebnis im Lupanar in Antiochia ihm zu schaffen gemacht, es war nicht wirklich besser geworden. Egal welche Lupa er sich nahm, jedesmal wenn er sie richtig rannehmen wollte, wandelte sich das Bild vor seinen Augen und alles war vorbei. Mehr als einen Sold hatte er so schon in den Lupanaren der Stadt gelassen : Für nichts und wieder nichts....


    Und so sass er in der Wachstube an der Porta Praetoria, nach dem er schon seine halbe Centurie zu Latrinendienst verdonnert hatte und sein Kollege schon gemeint hatte, das sie soviele Latrinen garnicht brauchten.


    Er hörte mit einem Ohr mit, was da vor dem Tor vor sich ging, erst als er das Wort Tribun hörte, horchte er kurz auf, doch als er dann Laticlavius vernahm, hörte er nicht mehr so genau hin. "Bei Iunos Titten,"grummelte er, "wir sind immer die letzten, die es erfahren, wenn so ein neues Bürschchen gibt..."


    Doch er nahm keinerlei Anstalten, sich von seinem Stuhl zu erheben.


  • Erschöpft und abgekämpft erreichten die Equites der Prima am Ende des unglaublich langgezogenen Zuges der Legio Prima, die endlich wieder in ihr Standlager zurückkehrte. Das galt allerdings nicht für den Duplicarius der Turma Prima. Dieses Castellum hatte er noch nie gesehen, weder von außen, geschweige denn von innen. Tiberius Andronicus war ja schließlich erst in Antiochia zu der Legion gestoßen... Der Tiberier musterte das gewaltige Gebäude mit interessiertem Blick. Eigentlich unterschied es sich ja nicht wirklich von den unzähligen Feldlagern, welche der Unteroffizier schon in Parthien und in Syrien erlebt hatte, davon abgesehen, dass fast alle Bauten aus Stein gemacht worden waren. Dennoch war es etwas anderes... Das Standlager der Prima vermittelte dem Tiberier aus irgendeinem Grund ein Gefühl der Sicherheit, hier brauchten sie nicht ständig einen Angriff der Parther, oder ähnlicher Barbaren zu fürchten...


    Als letzter Soldat der Legion, als letzter der Nachhut erreichte nun auch der Duplicarius der ersten Reitereinheit das prächtige Haupttor und passierte das Tor zum Castellum der Prima logischerweise auch. Während die Equites, der Tesserarius und der Vexilarius schon in dei Richtung ihrer Unterkünfte strömten, blickte sich Andronicus suchend nach seinem Decurio, mit dem er mittlerweile ganz gut befreundet war, um. Und tatsächlich saß der Decurio noch auf seinem Pferd und überwachte den geordneten Abzug seiner Männer.


    Schnell suchte der Tiberier seinen Vorgesetzten auf und fragte ihn wo sich denn seine Unterkunft befinde. Der Decurio schmunzelte leicht und nickte wissend. Natürlich wusste er, dass der Tiberier dieses Castellum noch nie von innen gesehen hatte. Bereitwillig wurde Andronicus nun von seinem Vorgesetzten zu seiner neuen Stube geführt...

  • Ahh, ein neuer Tribun. Na da hatte aber einer gezielt abgewartet bis das Schlimmste vorbei war. Typisch ...


    "Miles Scipio, Herr."


    sagte er und eilte von der Ballustrade herunter zum Tor, welches er mit Hilfe eines Kameraden öffnete.


    "Willkommen bei der Legio Prima, Herr. Der Legat ist zur Zeit in Rom, aber in der Principa müsstest du den PC finden. Der kann dir bestimmt weiterhelfen."



    Sim-Off:

    :P
    Auch hier nochmal - Willkommen, endlich wieder einer zum ärgern da *hehe*

  • Modestus wollte erst noch etwas zu dem Soldaten sagen, denn der Soldat weder seinen vollen Namen noch seine Einheit genannt, aber er besann sich, denn er ja garnicht nach der Einheit gefragt. Und so nickte Modestus nur und ritt durch das Tor. Er würde sich später noch erkundigen welche Einheit am Tor dienst gehabt hatte. Der PC? PC ... PC ... wer zum Teufel war der PC? Er musste gleich mal Albanus fragen. Aber erst wenn sie ein Stück weiter waren. Die einfachen Soldaten mussten ja nicht erfahren, dass er diese Abkürzungen nicht kannte. Rumpelnd setzte sich auch der Wagen in bewegung und rollte nach Modestus durch das Tor.

  • Es war später Nachmittag, als das Castellum der Prima für die Vexillatio in Sicht kam. Sie hatten recht bald nach ihrer Ankunft Rom wieder verlassen und hatten auf dem Weg nach Rom die Priester und die Urnenträger ihre Marschgeschwindigkeit bestimmt, waren es diesmal die grossen Reisekutschen, welche das Tempo bestimmten. Wieder war eine Centurie und das Feldzeichen vorweg marschiert, dann folgten die Wagen und ein Centurie bildete die Nachhut


    Tiberius Vitamalacus war den grössten Teil des Weges in der Mitte des Zuges geritten, jetzt aber, da sie ihr Ziel fast erreicht hatten, setzte er sich zusammen mit den wenigen Eques die ihn begleiteten an die Spitze des Zuges und hielt auf die Porta zu.

  • Im Officium des Artoriers, knapp eine Stunde zuvor...


    Avitus saß gerade über einigen Berichten, die ihn zum Schluss kommen ließen, dass die Bauten in der Castra nach so langer Zeit der Abwesenheit der Legion und daher ohne Pflege mal wieder inspiziert und notfalls repariert werden mussten, als ihn die Meldung erreichte, dass die Vexillatio aus Rom weniger als eine Stunde entfernt von der Castra war. Er stand auf.
    "Meldung an die tribuni... in einer halben Stunde am Tor einfinden"
    sagte er.
    "Ausserdem Meldung an die centuriae des primipilus und des Artorius Imperiosus... vor dem Tor zum Empfang antreten lassen. Blitzblank... age"
    Die Melder eilten davon, um sämtliche anwesenden TRIBUNE und ARTORIUS IMPERIOSUS die Befehle zu überbringen. Den Flavier sparte er aus. War bestimmt besser so.



    Am Tor, kurz vor der Ankunft...


    "Militeees... state"
    donnerte Avitus' Stimme und ließ die 'Ehrenformation' im Stillgestanden verharren, als sich der Legat zielstrebig dem Tor näherte. Vielleicht auf den ersten Blick übetrieben, aber man durfte nicht vergessen, dass Vitamalacus diese Castra zum ersten Mal als Legatus Legionis betreten würde.


    Avitus selbst setzte seinen Helm auf und blickte in Richtung der sich nähernden Vexillatio...

  • In der Unterkunft von Centurio Artorius, eine Stunde zuvor...


    Imperiosus lag gerade auf seinem Bett und enstpannte ein wenig, als er plötzlich durch ein lautes Geräusch aufschreckte. Einer seiner Sklaven kam zu ihm.


    " Mein Herr, draussen steht ein Bote für dich. "


    " Was will er ? "
    fragte der Artorier seinen Sklaven, doch konnte er ihm darauf keine Antwort geben.
    Tiberius stand auf und ging zu dem Miles, der ihm eine wichtige Nachricht überbringen sollte.
    " Der Legat ist in einer Stunde da, du sollst am Tor sein, wenn ideser eintrifft. Deine Rüstung soll auf Hochglanz poliert sein, so lauten die Befehle vom Praefecten Artorius. "
    " Ist schon gut, werde da sein. "


    Den letzten Satz hätte er sich sparen können, da es klar war, dass die Rüstung auf Hochglanz poliert sein musste.



    Am Tor, kurz vor der Ankunft...


    Tiberius stand am Tor, als sein Vetter ihnen einen Befehl gab. Nun standen sie da, mit stolzer Brust und dem Gesicht nach vorne. Sie begrüßten ihren Legaten, der die Urne des Kaisers in Rom abgeliefert hatte. Zum erstenmal waren sie alle wieder 'Zu Hause'.

  • In einer der großen Reisekutschen befand sich auch Albina. Kurz nachdem Quintus vor Rom eingetroffen war, hatte er ihr mitgeteilt, dass sie ihm wieder ins Castellum würde folgen sollen und wenige Zeit und einige Koffer später war es dann auch soweit. Die Reise war nicht allzu lang gewesen und dennoch tat der jungen Tiberierin bereits gehörig das Gesäß weh. Sie war halt lange nicht mehr mit einer Kutsche unterwegs gewesen - Sänften boten einen ganz anderen Komfort.


    Und da sie bereits in Mantua gewesen war, bevor dieser endlos lange Feldzug losgegangen war, blickte sie auch nicht allzu häufig aus der Kutsche heraus. Erst jetzt, als die Kutsche langsamer und somit deutlicher wurde, dass sie bald da sein würden, riskierte sie einen Blick und beobachtete das Geschehen so gut sie konnte.

  • Licinus gehörte zur Vorauscenturia und kam so in den Genuss, als einer der ersten die castra zu sehen, er kam nun also endlich wieder nach Hause.
    Trotz der großen Entfernung meinte Licinus beim Näherkommen zu erkennen, dass sich am Tor etwas bewegte, was genau konnte er jedoch nicht ausmachen, da schloss der legatus auch schon zu den ersten Reihen auf.
    Nach einer Weile bestätigte sich der Eindruck und noch ein wenig später konnte Licinus sehen, was die Geschäftigkeit zu bedeuten hatte. Eine Ehrenformation hatte sich zum Empfang gebildet.



    Als sie das Tor dann erreichten erkannte er "seine" centuria und die seines Freundes Imperiosus, die die Ehrenformation bildeten. Und wieder fühlte er, dass dies hier seine Familie geworden war, in der Zeit, die er jetzt diente.

  • Nachdem man ihm von der Ankunft des Legaten informiert hatte, kam Modestus ebenfalls zum Tor. Da die neue Rüstung noch nicht fertig gewesen war und er sich in der Paraderüstung auch nicht mehr blamieren wollte trug Modestus garkeine Rüstung. Er trug also Tunika, die zwar den Tunikas der einfachen Soldaten ähnelte, sich aber durch einige Verzierungen von ihnen abhob. Inzwischen hatte er auch erfahren, dass er als Offizier nicht unbedingt die Caligae tragen musste, weshalb er sie gegen Calcei getauscht hatte. Bis auf die fehlende Rüstung glich er nun den anderen Offizieren und reihte sich neben diesen ein. Er nickte den anderen Stabsoffizieren unter anderem auch dem Terentier freundlich zu und wartete.

  • Strammen schrittes schritt Tacitus mit seinen wenigen habseligkeiten auf die torwache zu. Der versuch selbstbewusst zu wirken, ging aber gründlich schief als er ins stolpern geriet und sich gerade noch auf den beinen halten konnte. das erste mal von zuhause weg, das erste mal auf sich allein gestellt. Etwas angeschlagen wante er sich an die Torwachen.
    "Ehm, Salve, ich würde mich gerne beim rekrutierungs büro melden. Könnte mich jemand dort hin führen?"

    Nur die Römische Republik gab uns Schutz
    Heil der Republik!

  • Verax war mal wieder der Glückliche, der an der Porta nebst zwei anderen Miles Wache halten durfte. Den Neuling betrachtete er jedoch mit weniger Interesse. Immerhin waren sie frisch aus Parthia angekommen und da kamen neue Rekruten massenweise. Aber die erste Woche der Probatio überstanden nur die wenigsten. Die Meisten lagen verzweifelt und erschöpft auf der Erde und riefen nach ihrer Mama. Es war ein Grauen ... diese Jugend. Kein Wunder das am Charboras alles schiefgelaufen ist, wenn die jungen Leute nichts mehr aushielten.


    "Halt, Pleb. Trägst du irgendwelche Waffen bei dir? Mit Waffen kann ich dich nicht zur Principa vorlassen"


    entgegnete er dem Neuling mürrig, den linken Arm auf dem Scutum abgestützt und die rechte Hand lässig auf dem Schwertknauf ruhend.

  • "Den behalten wir vorerst mal."


    Nicht das der Kleine damit innitten von Tausenden Miles hätte Ärger machen können, aber Vorschrift war Vorschrift. Verax nahm den Stecken ansich und musterte den Mann, ob er irgendwo noch Waffen versteckt haben könnte.


    "Die Principa findest du immer gerade aus die Via Praetoria entlang. Einfach der Nase nach!"


    deutete Verax durch das inzwischen geöffnete Tor hindurch. Mal schaun wie lange der das hier aushielt.

  • Ein kleines Stück vor dem Tor fiel der Legatus von einem leichten Trab zurück in einen gemächlichen Schritt, die Eques die ihm folgten, taten es ihm gleich, so das die kleine Gruppe direkt hinter dem Adler der Prima ritt. Der Aquilifer selbst wurde von zwei Cornichen flankiert, welche in regelmässigen Abständen tiefe, bedächtige Töne von sich gaben.


    Tiberius Vitamalacus sass aufrecht im Sattel von Ajax, zu seiner Rechten trabte Taranis, der Luchs. Etwas besonderes lag in diesem Eintreffen in dem Castellum, das er schon so oft betreten hatte. Es war nicht nur die Tatsache, das er von einem langem Feldzug zurückkehrte, nein, es war auch das erste Mal das er es als Legatus Legionis betrat und auch, das er den Adler mit nach Hause brachte.


    Als er die Ehrenformation erreicht hatte, hob er die rechte Hand, ein Zeichen auf das der ganze Zug zum halten kam. Er selbst drehte Ajax so, das er direkt auf die Formation blickte, dann grüsste er pefekt militärisch.


    "Milites ! Der Adler ist nach Haus zurückgekehrt !"

  • Mit aller Willensanstrengung unterdrückte ich ein Niesen, wandelte es in ein leises Schniefen ab. Dieser Kälteeinbruch, der hatte mir einen Schnupfen beschert. Naja, solange ich nicht ernsteres mitbrachte, bei dieser Rückkehr, als eine Erkältung und ein paar Narben, konnte ich mich ja glücklich schätzen. Aber eine feste Unterkunft, Wände anstatt von Zeltplanen, eine Pritsche anstatt eines Lagers auf der Erde, das würde jetzt echt eine Wohltat sein.
    Auf den Befehl hin machte ich wie die anderen halt, hob dann den Kopf und blickte zum Adler, der vor uns, vorne bei den Reitern, über die Köpfe der Soldaten hinausragte. Übers Meer war der Adler geflogen, über Berge und Wüsten und blutige Schlachtfelder. Vor Edessa hatten die Parther schon die Hand nach ihm ausgestreckt, und reihenweise waren die Legionäre bei seiner Verteidigung gestorben... - aber wir hatten ihn verteidigt! Siege und Niederlagen hatte er erlebt, Triumphe und Rückschläge und jetzt schwebte er auf seinen metallenen Schwingen wieder auf seinen Horst zu, vor dem ein beachtliches Empfangskomitee ihn erwartete.
    Was mag wohl der Adler von der ganzen Sache halten..., schoss es mir kurz durch den Kopf. Wie würde wohl der Adler von diesem Krieg berichten... Ein komischer Gedanke natürlich. Aber ich fragte mich irgendwie, ob er nicht auch müde war, so wie wir, und abgekämpft, und vielleicht etwas schwermütig von den ganzen Sachen die seine blanken Stahlaugen unterwegs gesehen hatte.

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  • So richtig wußte Appius nicht wie er sich nun verhalten sollte. Der Adler, und damit die Legion war nun in Mantua. Das endgültige Zeichen, daß zumindestens für sie der Krieg erstmal vorbei war. EIn gutes Gefühl, denn seiner Meinung nach zumindestens hatte man es den Parthern durchaus gezeigt. Gegen Bauern konnte jeder Gewinnen, aber einen Feind zu besiegen wie die Parther und letztlich nur durch den Tode des Feldherren zum Rückzuck gezwungen, das war durchaus eine Leistung.

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