Empfang der heimkehrenden Truppen

  • Auch die kleinen Neckereien können Lucilla nicht von der Nervosität ablenken und so greift sie gerne in die von ihrem Neffen hingehaltene Tüte mit Fruchtstücken in Honig.


    Als sie wieder aufschaut steht plötzlich Balbus vor ihnen. Sie verschluckt sich fast an einem Fruchtstück und hustet kurz, bis sie endlich ein "Salve Balbus!" herauskrächzen kann. Heute kommt aber auch alles zusammen.

  • Sie hatte sich verschluckt und krächste anschließend wie ein altes Weib. Ein Grinsen konnte ich mir nicht verkneifen.


    "Salve, Lucilla. Ich hoffe mein Erscheinen ist kein Grund den Weg über den Styx anzutreten..."


    Ich nickte ihr freundlich zu und grüsste dann auch die anderen Familienmitglieder der Gens Decima. Dann wandte ich mich wieder an Lucilla.


    "Unglaublich wo all diese Menschen herkommen...


    Geht es Dir gut?"

  • Dieser Herr bemerkte mich gar nicht, vergnügt sich lieber mit einer Frau. Sollte ich mich darüber wundern? Nein, wir sind es ja nicht anderes gewohnt, welcher Einwohner von Tarraco hat nichts gegen die Flotte, hm *grübeln* niemand.


    Also entfernte ich mich von Ihn und machte mich auf die Suche nach Flottenangehörigen. Da fällt mir gerade ein, geht ja gar nicht. Ich habe es ihnen verboten. Super, ein Eigentor. Was sollte ich wohl jetzt tun, kenn niemanden und bin etwas schüchtern im Umgang mit Fremden.

  • Lucilla hüstelte noch ein wenig und schaut dann zu Balbus. Irgendwie scheint es ihr Schicksal zu sein, dass sie sich in seiner Anwesenheit immer besonders ungeschickt anstellt. Zusätzlich hat sie das Gefühl, dass ihn das auch noch belustigt.


    "Danke, es geht wieder. Ich habe schon schlimmeres als dich erlebt, also kein Grund zur Sorge."


    Sie lässt ihren Blick wieder über die Menschen schweifen. "Ja, so viele Einwohner, von den man noch nie etwas gesehen oder gehört hat. Das ist schon merkwürdig."


    Nun lächelt sie wieder. "Ein paar Tausend mehr Menschen könnten es aber schon noch sein, bevorzugt in Legionärsrüstungen."

  • "Keine Sorge. Die kommen schon noch..."


    sagte ich und blickte die Strasse hinunter. Ganz da hinten bewegte sich etwas und die Menge fing auch schon zu jubeln an.


    "Ich glaube, die Götter erhören Dich gerade, die Truppen kommen. Ich kann schon die ersten Pferde sehen!"


    Ich lächelte sie an.

  • Schon vor dem Stadttor erwartete uns eine grosse Menge Leute. Ein letzter kurzer Befehl an die Truppe: Reihen halten und konzentrieren! und schon waren wir mitten im Gedränge drin.


    Von allen Seiten flogen Blumen und Sprechchöre brandeten auf.


    Stolz ritt ich an der Spitze meiner Ala, mein Freund Magnus mit dem Vexillum neben mir.

  • Mit vor Stolz geschwellter Brust sitzt Victor auf seinem Hengst und hält die Zügel fest in einer Hand. Er kommt sich tatsächlich fast wie ein großer Held vor. Was zu seinem Glück noch fehlen würde, wäre nur noch ein Streitwagen. (;))


    Aber auch so genießt er ausgiebig das Bad in der Menge. Es ist unglaublich. Seine Müdigkeit ist wie weggeblasen, denn Sev hatte recht behalten - am Rand in der Menge stehen mehr schöne Mädels, als er zählen kann. Und Meridius hatte ausdrücklich das Feiern befohlen - bei Bacchus, heute Abend würde er sich den ganzen Feldzug aus dem Hirn trinken!

  • "Tatsächlich!" Lucillas Aufregung steigert sich wieder. "Ich kann sie auch sehen!"


    Ob Meridius wohl auf einem Pferd reiten würde? Lucilla hatte keine Ahnung von Marschordnungen, Paradeordnungen oder was auch immer hier greifen würde. Gespannt schaut sie nach vorne und versucht die ersten Reiter zu erkennen.

  • Zuerst hörte man nur vielstimmiges Reden, doch dann schwoll der Lärmpegel an. Bald schon fing der Jubel wie eine Welle an zu rollen und Maximian reckte den Kopf und drängelte nach vorn. Er wollte sehen, er musste sehen! Er war jedoch nicht der einzige mit diesem Wunsch, weshalb ihm seine gesüßten Früchte aus der Hand gestoßen wurden. Oder hatte er sie gar fallen lassen? ^^

  • Der Jubel der Menschenmenge war beeindruckend. Metellus winkte in alle Richtungen den Frauen und Kindern zu. Endlich waren sie zu Hause. Und wie schön war es, wieder zu Hause zu sein. So viele Menschen.


    Die Pferde wurden etwas unruhig, so konzentrierte er sich wieder auf seine Aufgaben.


    "Männer! Haltet die Pferde kurz. Ich will hier keinen der für eine kleine Einlage sorgen muss..."


    Er blickte seine Männer lachend an. Richtig ernst bleiben konnte er bei dieser Stimmung nicht. :)

  • Severus gehen beinahe die Augen über als er die jubelnden Menschenmassen erblickt. Mit einem SO herzlichen Empfang hat er nicht gerechnet. Überwältigt mustert er die vielen Leute und hätte beinahe vergessen, sich um die Kontrolle seines Pferdes zu kümmern. Beinahe scheut es, doch schnell konzentriert er sich wieder und beruhigt es. In Reih und Glied zieht die Ala durch die Straßen Tarracos und lässt sich von der Menge feiern.


    Severus erspäht auch schon die ein oder andere schöne Frau in der Menge. Der einen oder anderen zwinkert er bereits verwegen zu und setzt sein charmantentes Lächeln auf. Auf sein Pferd passt er nun jedoch besser auf, so dass es keine weiteren Zwischenfälle gibt und sie den Einmarsch ungestört genießen können.

  • Die Menschenmenge war gewaltig. Alle drängten nach vorne, alle wollten zuvorderst stehen und den besten Platz ergattern. An einigen Orten konnten die Soldaten die Menge nicht mehr halten und das Gedränge wurde noch grösser. Es war fast wie eine Schlacht. Überall Menschen, die ihre Arme nach uns ausstreckten und jubelten. Beinahe im Schneckentempo arbeiteten wir uns durch die Massen.

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    CIVIS

    SODALIS FACTIO ALBATA - FACTIO ALBATA

  • Lucilla freute sich ob der einziehenden Soldaten wie ein kleines Mädchen. Freudestrahlend stellte sie sich auf ihre Füsse und streckte sich, so lang es ging. Sie musste sehr an ihrer Familie und ihrem Bruder hängen. Und sie sah schön aus. Wohl zu schön für mich.


    Ich riss mich jedoch wieder aus meinen Gedanken, als ich in der Entfernung einen altbekannten Taschendieb bei der Arbeit sah.


    "Du entschuldigst mich."


    sagte ich konzentriert und ohne sie anzusehen. Ich entfernte mich und zwängte mich durch die Menschenmassen, irgendwo hier musste er doch soeben noch gewesen sein. Ich blickte in alle Richtungen...

  • Auch wenn Valentius sich in diesem Augenblick keineswegs mit den tapferen Männern des römischen Heeres gleichsetzen wollte, die so selbstlos in den Feldzug gegen die Iberer gezogen sind, so war er dennoch stolz mit diesem Triumphzug in Tarraco einzuziehen.
    Natürlich war er nicht in Reih und Glied mit der Legio, sondern folgte weiter hinten im Zug, trotzdem kam der überschwängliche Empfang aber auch bei ihm an. So winkte er überglücklich zu den Menschenmassen zu - er hatte Tarraco ohnehin noch nie so voll gesehen.

  • Ja die II. Legio zog ein mit frisch geputzter Rüstung und sauberen Pferden. Was für ein Lug und Trug, als dann noch ein Optio der IX ten Legio vor seines Pferdes Füßen rumsprang, mußte er lächeln. Endlich waren sie einen Schritt näher an der Heimat...


    "IN FUGA FOEDA MORS EST: IN VICTORIA GLORIOSA."

  • Mattiacus konnte jetzt auch die ersten Truppen von der Tribüne aus sehen. Nach aussen hin versuchte er eine würdevolle und einem Duumvir angemessene Mine aufzuziehen, jedoch übermannte ihn die Freude, die heimkehrenden Truppen zu sehen.

  • Es war ein unglaubliches Gefühl von dieser berauschenden Menge bejubelt zu werden. Schon als sie eintrafen wurde die Straße mit Blumen fast vollkommen überschüttet und die heimkehrenden Soldaten mit wilden Zurufen gefeiert. In solchen Momenten wusste man wieder wofür man in der letzten Zeit gekämpft hat. Für viele war dies ganz einfach eine Bestätigung und besondere Ehrerbietung für die vorangegangenen Qualen und Strapazen durch die die Männer gehen mussten, um letztlich ihr Ziel zu erfüllen und Rom zum Sieg zu führen.


    Dies lies Maximus frohen Mutes in die Zukunft blicken. Mit dieser Feier war der Feldzug nun offiziell beendet und man wird sich demnächst erst einmal wieder erholen können. An diesem Tage würde sicher noch ausgiebig gefeiert werden, doch Maximus hoffte das die Legio II sich schon in den nächsten Tagen wieder auf noch Germanien machen würde. Denn der Punkt an dem er Lucia endlich wiedersehen würde rückte nun immer näher und war nicht, wie noch vor einiger Zeit in Uttarae, so weit entfernt...

  • Wir bahnten uns langsam einen Weg durch die Massen und plötzlich erscholl ein Ruf, den ich mein Leben lang nicht vergessen werde:


    TRIUMPHUS!!! TRIUMPHUS!!!


    schnappte das ganze Volk den Ruf auf und dann ging es durch Mark und Bein:


    TRI - UM - PHUS!!! TRI - UM - PHUS!!!


    Das Volk verlangte einen Triumph für uns und unseren Feldherrn!!

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    CIVIS

    SODALIS FACTIO ALBATA - FACTIO ALBATA

  • "TRI - UM - PHUS!"


    Der Primus Pilus führte seine erste Kohorte an, welche unmittelbar hinter den Feldzeichen und dem Adler der Legion marschierte. Stolz blickte er auf seine Männer, die Elite der Elite. In der Schlacht von Septimanca hatten sie einen schweren Blutzoll zu entrichten und der Adler war hart umkämpft gewesen. Doch sie hatten widerstanden und überwunden. Iupiter Stator war mit ihnen gewesen.

    Primus Pilus der Legio IX
    I. Centurio der I. Cohorte

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