Beiträge von Lucius Flavius Furianus

    "Ich denke, dass der Ziehbruder die Rolle eines Schwagers wohl nicht einnehmen wird. Doch wer weiß, ich kenne ihn nicht so lange."


    Sogleich ergriff er sachte ihre Hand und hielt diese fest. Es erfreute ihn, dass sie ihm ein wenig Zuneigung zeigte, war doch immer er derjenige gewesen, der versuchte ihr näher zu kommen.


    "Mitgebracht? Wer ist das?"


    Fragte er überrascht, denn selbstverständlich hatte er keine Ahnung wen sie da mitnehmen konnte. Doch, nein, das war zu abwegig - sein erster Gedanke waren Kinder, vielleicht ihre Kinder, aber es war unwahrscheinlich.

    "Ich bin ein in die ferne Zukunft blickender Mensch, Claudia."


    Und auch er lächelte bei seinen Worten. Es tat gut sie zu sehen, zu lange war die letzte Begegnung her.


    "Ja, sie scheinen sich untereinander zu kennen, auch meinen Vater, dieser wohl auch sie. Ahja, bei so vielen Verwandten, da habe ich doch tatsächlich einen vergessen."


    Eine peinliche Situation, jedoch auch ein Zeichen der stetig steigenden Mitgliederanzahl der Familie.


    "Ich vergaß den Ziehbruder meines Bruders. Er heißt Flavius Aristides und zog nach Germanien, zu den Legionen."

    Furianus erblickte seinen Klienten.


    "Salve, Caesoninus."


    Ja, der Gott schien es heute schlecht mit den Feldern zu meinen.


    "Nun ja, falls die Götter ihnen zürnen, so müssen sie dir wohl winken und dich ziehen lassen. Der Götter Zorn sollte nicht vernachlässigt werden."


    Sagte er lächelnd und reichte auch ihm seine Hand.


    "Wir müssen uns noch ein wenig gedulden, ich habe viel Gepäck. Sage mir, Caesoninus, weißt du wo du wohnen wirst?"

    Mit einem wohlwollenden Nicken nahm er dies zur Kenntnis und ordnete sogleich seine Gedanken. Es war einiges geschehen, doch wo er anfangen sollte, das wusste er nicht.


    "Nun, zuerst sei erwähnt, dass ich einen Bruder habe. Sein Name ist Milo und wir scheinen Zwillinge zu sein, sehen uns jedoch nicht gerade überaus ähnlich. Er lebte vor kurzer Zeit noch in Baiae, doch nun ist er zurückgekehrt. Als Zweiter wäre mein neuer Vetter Aquilius aus Achaia zu erwähnen, dieser wird bald in die Dienste des Mars treten. Zu guter letzt kam der Bruder des Vettern Gracchus aus Oberitalia nach Rom, er heißt Lucullus. Dieser wird sich in die Dienste des Quirinus stellen."


    Er lächelte auf.


    "Merkwürdig, meine neuen Verwandten wollen alle den Göttern dienen und wer weiß, vielleicht stellt die Gens Flavia ja bald eine Dynastie an Flamen Maiores, will doch Gracchus dem Iuppiter, Aquilius dem Mars und Lucullus dem Quirinus dienen."

    "Bis zur übernächsten Wahlperiode müsste ich wieder in Rom sein."


    Über ihre letzten Worte schüttelte er lächelnd den Kopf.


    "Sag doch nicht sowas, du wirst zwar nicht jünger, doch deine Schönheit ist noch die selbe, als an jenem Tage, an welchem uns Venus zusammengeführt hatte."

    "Nein, den Täter hat man nicht erwischen können. Als ich noch Ädil war, versprach ich mehr für die Sicherheit Roms und den Bürgern zu tun. So machte ich mich zu den Cohortes Urbanae auf und sprach mit den Praefectus Urbi, machte ihn darauf aufmerksam. Einige Tage später befragten mich eine Hand voll Soldaten, seitdem habe ich nichts mehr gehört."


    Sagte er ein wenig missmutig, ließ jedoch einen Schluck des guten Weines folgen, sowie auch ein Lächeln.
    Und so unterhielten sie sich noch ein Weilchen, bis Furianus sich freundlich entschuldigte und den Heimweg antrat. ;)


    Sim-Off:

    Ich muss nach Hispania, tut mir leid.

    Zitat

    Original von Gaius Prudentius Commodus


    Er schaute fragend von ihm zu ihr und von ihr zu ihm. Als keine Fragen aufkamen fuhr er fort: "Nun denn, dann wollen wir beginnen, sofern ihr bereit seid."


    Er winkte den adsertor libertatis herbei.


    "Wir können beginnen."


    Ließ er verlauten und wartete geduldig, sprach wenn er sprechen sollte und schweig, falls es keinen Grund zum Sprechen gab.


    Sim-Off:

    Furianus muss nach Hispania, spielt ohne mich weiter. :)

    Am Hafenangelangt sah Furianus zum ersten Mal das riesige Schiff, welches ihn nach Hispania bringen sollte.
    Sogleich kamen Nautae herangestürmt und fingen an die Kisten in das Schiff zu verladen, ein Kran wurde nicht benötigt, denn so schwer war sein Hab und Gut, welches er nicht in Hispania missen wollte, nicht.


    Furianus selbst stand umring von einigen Sklaven etwas Abseits und wartete auf seinen Klienten.

    Furianus setzte sich, war jedoch verwundert warum es sie so sehr interessierte. Doch nichts ahnen fing er an.


    "Warum weiß ich nicht, vielleicht um mich zu prüfen. Vielleicht soll ich so unter Beweise stellen, ob ich bereit bin mich dem Reiche zu opfern, sowie er es auch von seinen Senatoren verlangt. Er bot mir an Hispania als Architekt zu bereisen und mich um die Areale zu kümmern. Ich nahm an."


    Das war es eigentlich im Grunde, auf die kleine Konservation bezüglich seiner Erhebung ging er bewusst nicht ein.

    Durch ihr Lächeln bezaubert tat er es ihr gleich, lächelte ebenfalls.


    "Nein, doch ich denke, dass dies nur eine Frage der Zeit ist. Ich bete zu den Göttern, dass der Zeitpunkt spätestens nach unserer Hochzeit eintritt. Diese muss jedoch wohl leider bis zu meiner Rückkehr warten."


    Es tat gut sie zu sehen, wenigstens urteilte sie nicht über ihn und das war eine nicht geringe Erleichterung.

    "Ich werde mit ihr sprechen, Aquilius. Wie schnell doch die Zeit vergeht, ich werde mir sogleich ein Bad genehmigen und vielleicht in der Bibliothek ein wenig stöbern. Wir sehen uns, vale Vetter."


    Und mit diesen Worten erhob er sich und ging hinfort.


    Sim-Off:

    Ich muss nach Hispania, tut mir leid.

    "Gute Nacht, Lucullus, ich danke dir."


    Ein Nicken sollte diesem Abschied folgen und sogleich erhob auch er sich.


    "Es ist recht spät, ich sollte nun schlafen, denn morgen beginnt die Reise. Sage deinem Klienten, Gracchus, dass er sich bereit machen soll, denn er wird morgen mit mir abreisen, ich erwarte ihn am Hafen. Vale, Vetter Gracchus."


    Und verließ das Triclinium.

    "Ja, nach Hispania. Er hat mich zum Architectus Provincialis ernannt, nachdem ich ihn um die Gründe meiner Nichtberufung in den Senat angesprochen habe. Vielleicht zürnt er mir, doch der Aufgabe werde ich mich nicht entziehen. Diese wird sein die zwei ehemaligen Militärareale zu verwerten, falls es möglich ist."


    Seine Hand ruhte noch immer auf ihrer Schulter. Zu viel Nähe wollte er nicht rikieren, denn seit ihrer Begegnung schienen sie sich einander nicht genähert, sondern eher entfernt zu haben. Mit Bedacht sollte er vorgehen, zu stürmisch präsentierte er sich schon allzu oft.

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Das war natürlich klasse, dass sogar Furianus ihm sagte, dass er ihre Freilassung unter den Tisch fallen lassen könnte. Insgesamt hatte Crassus das Gefühl, dass Nadia ihren Herrn völlig falsch eingeschätzt hatte. Er war kühl, ja beinahe schon kalt. Und Nadia hatte doch immer das Gegenteil behauptet gehabt... pah, Sklaven.


    In Ordnung, dann weiß ich bescheid. Ich werde das mit ihrer Freilassung ganz nach ihrem Verhalten richten. Gibt es sonst noch etwas, das ich wissen sollte? Wann wirst du vorraussichtlich wieder nach Roma kommen?


    Furianus nickte, sein Gesichtsausdruck blieb aufrecht neutral.


    "Nein, es gibt nichts. Ich werde bis zu den übernächsten Wahlen wieder in Rom sein. Bis dahin wünsche ich dir viel Glück und der Götter Segen."


    Sagte er und erhob sich.

    Zitat

    Original von Apollonius von Samothrake
    Apollonius winkte die Sklavin heran, die mit einem Weinkrug herantrat und Furianus davon etwas in einen Pokal einschüttete. Man sah sogar in dem Weinkrug etwas Schnee schwimmen. Aber von dieser Dekadenz im Süden hatte man ja schon gehört. Apollonius Augenbraue zuckte als er Furianus zuhörte. "Experiment?" echote er kurz und er mußte ein gewisses Entrüsten auch verbergen. Das machte ihn tatsächlich etwas baff. Apollonius und Phokas gehörten wohl kaum zu solchen Männern, die ungestüm wie die Jugend irgendwelche Wagnisse eingingen. Sollte er jenem Manne, wie auch immer noch dessen Name gewesen war, erläutern, daß solche Planungen schon lange Zeit gebaut wurden? Ob von Herkulaneum bis zum Norden Italias, von Athen bis Hispania! Nun, es schien Apollonius jedoch zu müßig mit einem Römer darüber zu reden.


    "Aber ganz selbstverständlich bauen wir so, wie Ihr es wünscht!" Apollonius zwirbelte etwas hektischer an seinem Bart. Die Odyssee? Das machte so ziemlich alles kaputt, was sich Phokas ausgedacht hatte. Und schließlich würde Apollonius unter den Launen seines Sklaven leiden müssen. Was machte er da nur? Natürlich lag Apollonius als Grieche Homer auch viel näher als jener römischer Autor, der die Geschichten der Griechen ja nur geklaut und umgewandelt hatte. Aber was sollte man machen? Schließlich waren die Kunden Römer. Und dann kam ausgerechnet ein Römer und wollte griechische Mythen haben? Das machte Apollonius für einen Moment etwas sprachlos. "Aha!" brachte er erst mal nur heraus. Wenig eloquent und geistreich, was er gleich selber merkte. "Nun, sicherlich. Doch wünscht Ihr wirklich griechische Helden und Göttergestalten in Eurer Villa?" fragte Apollonius sich versichernd.


    Furianus nickte.


    "Ja, ich will griechische Heroen, Fresken und Mosaike. Du musst wissen, dass ich auf dieser villa wünsche den negotia zu entfliehen, die ja untrennbar mit Rom verbunden sind, wo ich derzeit lebe. In der dortigen Villa finden sich griechische Szenen oder Statuetten nur sehr selten. Daher will ich mich von allen römischen Künsten trennen und darum soll nur griechische Kunst meine Villa schmücken. Es wird ein Ort der Zuflucht sein, eine andere Welt sozusagen, auf keinen Fall ein zweites Rom."


    Es klang zwar recht belustigend und eigenartig, was er gerade von sich gab, doch es war sein vollster Ernst. Römische Kunst hatte er schon zu lange betrachtet, sie umgab ihn jeden Tag in Rom, nein, er wollte sie verbannen und etwas Neues schaffen, etwas, was auf keinen Fall römisch sein sollte. Vielleicht würde er auch ein Trcilinium im ägyptischen Baustil einrichten wollen, wie es heutzutage Mode war, doch dies alles mit der Zeit.

    Zitat

    Original von Gaius Caecilius Crassus
    Crassus beobachtete seinen Gegenüber genau. Furianus schien zwar nicht im Zwiespalt mit sich selber, oder unschlüssig, aber doch irgendwie ausgebrannt. Allerdings dachte Crassus, dass das nur eher zweitrangig mit Nadia zu tun hätte. Es gab offenbar noch andere Faktoren, die ihm zu schaffen machten. Aber, wie auch immer, insgesamt war seine Reaktion sogar noch mehr als Crassus zu hoffen gewagt hatte. Er sprach keine Widerworte, zeigte Verständnis und bekräftigte Crassus sogar. Er gelobte sogar sie zu bestrafen.
    Nadia, in meinen Haushalt einziehen? Erst war Crassus darüber fast empört, doch mit jeder Sekundie, die er darüber nachdachte, gefiel ihm dieses Angebot immer besser. So könnte er es in erster Linie Nadia heimzahlen und dabei gleichzeitig sie formen. Selbst Furianus würde nach seiner Hispania Rückkehr über seine eigene Sklavin positiv überrascht sein, da war sich Crassus sicher.


    Gerne nehme ich dir die Last dieser deiner Sklavin ab, damit du dich in Hispania voll auf deine Arbeit konzentrieren kannst und dir keine ablenkenden Gedanken um Nadia machen musst.
    Möchtest du die Sklavin vor deiner Abreise noch ein mal sehen, beziehungsweise mit in eure Villa nehmen? Oder soll ich mich gleich`, quasi ab jetzt, um sie kümmern?


    Furianus winkte ab.


    "Nein, ich will sie nicht sehen."


    Doch dann fiel ihm etwas ein.


    "Du solltest jedoch wissen, dass ein Antrag auf ihre Freilassung seine Gänge nimmt, sie also binnen einer Woche oder länger frei sein könnte. Rückgängig machen kann ich es leider nicht, doch es beliebt dir sie auch wirklich gehen zu lassen, denn der Antrag wird wohl in der Villa Flavia einzug finden, sie jedoch womöglich nicht erreichen."


    Diese Kälte brachte er nicht allzu oft zum Vorschein, doch wenn sie ihn so maßlos enttäuschte, so hatte er das Recht ihr gleich zu tun.