ZitatOriginal von Manius Flavius Gracchus
Als alle theoretisch möglichen Possibilitäten in alternierendem Wechsel zur Diskussion wurden gestellt, verlor Gracchus von einem Moment zum anderen den Faden des Gespräches. Der Fischer war es, in dessen Netz er sich verfing, und ehe er sich versah, wurde bereits ein Erbe gesucht, welcher augenscheinlich nicht in den Kontext wollte passen, obgleich Gracchus sich sicher war, dass es etwas gegeben haben musste, was jene Konnexion ermöglicht hatte. Nachdenklich kaute er auf einem Stück Fleisch herum und suchte den Anschluss an das Gespräch wieder zu finden. Letztlich waren es Tiberius Durus' Worte, welche die Causa ergänzend zusammen zu fassen schienen - eine Eigenschaft, welche Gracchus überaus an dem Gastgeber schätzte, da solcherlei Zusammenfassungen des öfteren seinen Worten inhärent zu sein schienen.
"Dann müsst'n den Aedilen die ... Aufzei'hnungen über die Erbschaf'süber..tragung'n ... zentral zugängli'h sein. Derzeitig sind sie dies ni'ht, ... zumindest waren sie dies ni'ht während der vorl'tzten Amtszeit."
Zu Gracchus' Vigintivirat war es üblich gewesen, dass die Decemviri litibus iudicandis ihre eigenen Dokumente über die jeweilig bearbeiteten Erbschaftsfälle führten, welche jedoch in keinem Archiv wurden gesammelt und so nicht zentral zugänglich waren. Letztlich konnte nach einer Amtszeit nur festgesetellt werden, welche Erbschaftsangelegenheit noch nicht bearbeitet worden war, und soweit er dies wusste, hatte sich an diesem Prozedere bisherig nichts geändert, so dass eine Erbschaft für einen Aedil nur durch die Absenz der Betriebseröffnung oder -überschreibung in den Archiven sich nachvollziehen ließ, was unbezweifelt keine sonderlich ordnungsgemäße Grundlage war.
"Es sei denn, man überträgt diese Aufgabe den Decemviri stlitibus iudicandis. Sie müssten sich ohnehin damit beschäftigen, da sie die Erbschaften ja zentral eintragen und staatlich verwalten."
bemerkte Durus, obwohl er glaubte sich zu erinnern, so etwas ähnliches schon einmal eingeworfen zu haben. Außerdem stellte er fest, dass jeder sich nun an diesem Gang gütlich getan hatte und das offensichtlich auch zu Genüge. Es war wohl Zeit, den nächsten Gang zu ordern. Daher gab er dem Sklaven das Zeichen, die lukanischen Würste aufzutragen.