Da Strabo keine Anstalten machte, das Plädoyer an sich zu reißen, erhob sich Durus erneut. Nachdem er seine Ruhe wieder gefunden hatte, hatte er ein wenig nachgedacht, was wohl tatsächlich hinter diesem Aufstand steckte und dass der Proconsul offensichtlich doch eine wichtige Rolle spielte. Ein paar Notizen und...fertig war die Abschlussrede.
"Verehrte Iudices, verehrte Accusatio, verehrte Zuhörer,
zum Ende dieser Verhandlung möchte ich noch einmal der Anklage wiedersprechen und darauf hinweisen, dass Pompeius Strabo um eine Audienz gebeten hat, um den Augustus selbst von seiner Reue zu überzeugen.
Im Laufe der Verhandlung wurde wohl klar, dass dieser Fall - so eindeutig er wirken mag - in keinster Weise seperat zu betrachten ist, sondern vielmehr aus den verschiedenen Umständen heraus, die in Hispania herrschen, ergeben hat.
Selbstverständlich steht zweifelsfrei fest, dass der hier Angeklagte diese furchtbaren Taten, die das ganze Imperium Romanum in Schrecken versetzt haben, begangen hat. Auch steht fest, dass dies auch nicht durch die mögliche Unfähigkeit der Provinzführung zu rechtfertigen ist.
Dennoch endet dieser Prozess mit einer neuen großen Unsicherheit, die den Senat und das Volk von Rom möglicherweise noch längere Zeit beschäftigen werden. Als Advocatus von Pompeius ist es wohl meine Pflicht, seinem letzten Wunsch um die Klärung der Zustände in Hispania nachzukommen und bei der Aufdeckung der Unregelmäßigkeiten mitzuhelfen.
Daher bleibt mir nur noch zu sagen: Das Urteil darf gefällt, jedoch nicht beiseite gelegt werden."
Zuletzt sah er zu Strabo, wie dieser wohl sein Plädoyer aufnehmen würde, dann ging sein Blick über die Menge hinauf zur Richterbank. Der Praefectus war nun an der Reihe.