Da Reatinus zum Glück nicht ganz humorlos war wie andere Centurionen, grinste er zu Valerian zurück. "Nimm´s dir nicht zu Herzen, meine Schwestern waren auch nie dafür zu begeistern.", scherzte Reatinus zurück. "Na gut, hoffen wir, dass du wirklich keine Schande über mich bringst, Legionarius! Wenn es nichts gibt, darfst du abtreten!", befahl Reatinus wieder ernst wirkend.
Beiträge von Servius Artorius Reatinus
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Schon ging es los und das, was Reatinus erblickte war alles andere als gut. Sofort zückte der Centurio sein Vitis und schwang es einigen von den Taktlosen an die Waden. Zu hören war danach nur ein ein schmerzvolles Stöhnen und das Murmeln, dass man sich doch mehr Mühe geben soll.
Reatinus erkannte, dass die Probati Hilfe brauchen würden, weshalb er begann, im Takt "Leavum, leavum, leavum, ..." zu rufen. Nicht dass die Rekruten mit roten Strichen den Exerzierplatz verlassen mussten. -
Reatinus dachte kurz nach, als der Quintilier sein Begehr schilderte. Nun, Reatinus war kein Mensch, der anderen Familien im Wege stehen wollte, weshalb er beschlossen hat, Valerian gehen zu lassen. "Deine Schwester besuchen also...", sprach er, "Gut, komm´ erstmal rein!". Als er den Legionär herein gebeten hat, lief Reatinus zuerst zu seinem Schreibtisch, nahm eine Wachstafel und ein Stilus und begann zu schreiben. Aus seinem Tisch lag eine handvoll Schriftrollen und Wachstafeln, die der Centurio noch bearbeiten musste.
Ausgangsgenehmigung
Hiermit gewähre ich dem Legionarius Quintilius Valerian den heutigen Tag lang Ausgang in Mogontiacum. Der Legionarius hat vor Schlafenszeit zurück zu sein. Widrigkeiten bis unsachgemäßes Verhalten sind umgehend bei mir zu melden.
PRIDIE NON IAN DCCCLVIII A.U.C.
Servius Artorius Reatinus

"Also gut, du bekommst über lange Umwege die Ausgangsgenehmigung. Aber komm mir ja nüchtern zurück!", erklärte Reatinus schnell und reichte dem Legionären die Wachstafel.
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Wieder einmal lief Reatinus zu seiner Türe um zu sehen, wer denn da klopfte. Anstatt es immer eilig zu haben, ließ er sich dieses Mal ruhig Zeit auf seinem Weg zur Türe. Er öffnete diese gemächlich und erblickte einen Soldaten aus seiner Centurie. Quintilius Valerian war es.
"Salve!", grüßte der Centurio, "Was gibt´s?".
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Reatinus tauchte mit einer Schriftrolle und zehn Sesterzen wieder im Postofficium auf. Er legte beides auf den Tisch und verschwand dann wieder, in der Sicherheit, dass da noch ein Bote vorbeikommt und alles mitnimmt.
An:Titus Aurelius Ursus
_____Provincia Italia
Roma
Villa AureliaVon:
Servius Artorius Reatinus
_____Provincia Germania
Mogontiacum
Castellum der Legio II Germanica~~~~~~~~~~~~~~~
Sei gegrüßt, Titus Aurelius Ursus,
natürlich kann ich nicht verleumden, wie tief es sitzt, hier in Germania erfahren zu müssen, dass eine Verwandte von mir verstorben ist. Nichtsdestotrotz möchte ich dich in der Ausübung deiner Pflichten nicht aufhalten und vermeide es, dich mit einem Roman zu beschäftigen. Deshalb sage ich nur kurz und knapp, dass ich gewillt bin, das Erbe meiner Verwandten Artoria Crista anzunehmen.
Mögen die Götter dir wohlgesonnen sein!
Servius Artorius Reatinus

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Sim-Off: Oh, verzeihung. Ich hab dann was Falsches aus den Rollaugensmiley intepretiert.

Auch dem Centurio entging die Erschöpfung seines Verwandten nicht. Während die Probati sich noch keuchend aufstellten, blickte er ihn besorgt an. Vielleicht hasste er seinen Onkel jetzt schon abgründig, doch Reatinus wusste genau, dass er da nicht ganz so alleine war...
Der Junge musste sich eben ein wenig Ausdauer antrainieren. Doch Reatinus fiel trotzdem ein Stein vom Herzen, dass er nun eine leichtere Übung mit den Rekruten machen konnte. Zumindest erschöpfte der Gleichschritt nicht so. Nachdem er seinen Neffen einen kurzen Blick zugeworfen hat, stellte sich Reatinus neben die Kolonne. Er wollte jetzt spontan herausfinden, wie die Probati mit dem Gleichschritt zurecht kommen würden und ihnen mehr oder weniger lautstark unter die Arme greifen."Aequatis passibus! Pergite!" ( "Im Gleichschritt! Marsch!" )
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Sim-Off: Warum denn gleich so genervt?

Erneut prüfte Reatinus die Reihe der Probati und war der Meinung, dass sie jetzt sehr gut war. Es brachte immer etwas, die Probati laufen zu lassen. Das beschleunigte meistens den Lernprozess, zum Vorteil des ausbildenden Offizieres.
Der Tag neigte sich langsam dem Ende zu, doch es stand noch eine Übung an: Der Gleichschritt."Gut!", lobte der Centurio die Probati, "Es gibt für euch jedoch noch eine Übung zu meistern. Der allseits bekannte Gleichschritt! Ihr werdet ihn sehr oft in der Legion gebrauchen, sei es bei Märschen, bei Übungen oder sonstwo! Die Kunst ist dabei nicht, alle Schritte gleich zu behalten, sondern mit den Kameraden zu harmonieren. Bei einem guten Gleichschritt kann man immer einen gleichmäßigen Takt heraushören! Nun stellt euch in Marschformation am Rande des Exerzierplatzes auf! Zweierreihen! Wären wir jetzt eine volle Centuria, wären das 40x2 Mann hintereinander!"
"Parate vos ad iter!!" ( "Marschbereitschaft herstellen!" )
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Optio Lucius Pontius Fullo
-----------------------------"So is´ gut...", sprach Fullo grinsend und trat schon ein paar Schritte zurück, "Ich muss dann mal los. Vale, Legionär!". Damit verschwand der Pontier auch wieder, um in den Bereich der "Normalen" zu kommen. Hier waren ja nur Muskelmänner unterwegs!
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Auch Reatinus registrierte Suras Kommen und blickte sein un(v)erkennbares Gesicht mit dem Dreitagebart an. Tja, bei dieser Feiertagsstimmung fand man weder Zeit noch Lust, sich zu rasieren. Gut, dass Reatinus dies schon einen Tag vor den Feiern erledigt hat. Mit der Zeit ging einem aber auch dieses ewige Rasieren auf den Wecker! "Bona Saturnalia!", rief Reatinus sichtlich erfreut und bot dem Tribunen einen Platz an. "Ja, ich habe schon eine Amphore bestellt...", antwortete Reatinus auf Suras Frage. Aus dem Hintergrund sah man schon ein Mädchen, welches mit dieser Amphore auf die Soldaten zu lief. Sie ging recht schnell und sah hektisch aus, weshalb sie den Weinbehälter nur ganz flüchtig auf den Tisch stellte, ein "Bona Saturnalia!" nachschob und schon wieder verschwand. Reatinus wusste ganz genau, was für ein Druck zurzeit hinter der Theke herrschte. Aber für den Wirt machte sich das bezahlt.
"Na dann, trinken wir!", raunte Reatinus vorfreudig und schnappte sich die Amphore, um jedem der Anwesenden die Kanne vollzumachen.Sim-Off: WiSim!!

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Alles Gute zum Geburtstag!!!

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Als die Probati keuchend ankamen - manche schneller und manche langsamer - beäugelte Reatinus die Reihe mit strengem Auge. Noch immer war die Reihe nicht perfekt, doch das musste sie sein. Er nahm sein Vitis und zog vor den Augen der Rekruten eine lange, gerade Linie in den Boden. Zumindest hatten sie den Dreh raus, was das Strammstehen betraf.
"Gut, zumindest wisst ihr schon, wie man strammsteht! Aber die Reihe ist trotzdem nicht gerade, und das will ich nicht sehen! Noch einmal, diesmal hilft euch die Linie beim Aufstellen!".
Sim-Off: Hoffentlich ist es okay, dass ich euch nochmal ein wenig umher hetze. Ich wollte einfach nicht zu schnell vom Einen zum Anderen gehen.

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Auch Reatinus nahm Platz an den großen Tisch, der extra für eine so stattliche Gruppe gedacht war. Er rutschte danach zur Seite, um noch anderen den Platz frei zu machen. Reatinus dachte zum Glück an seinen gut gefüllten Geldbeutel, wo sich sogar nur ein Teil seines neuen Centurionenlohnes befand. Es war tatsächlich eine große Summe, die Centurionen verdienten. Zumindest für Reatinus, der früher als Optio viel weniger verdiente.
"Wirt! Schnell, eine Amphore Vinum!", rief Reatinus nach vorne, während der überbeschäftigte Wirt nur ausgelaugt nickte. Dann wandte er sich wieder an die Gesellschaft: "Leute, ich spendier´ euch was. Deshalb habe ich gleich eine Amphore bestellt.".
Reatinus erinnerte sich, als Drusus die anderen beiden Tribuni ansprach. Er stutzte leicht und dachte nochmal zurück. Ja, er wusste ganz genau, dass sie zugesagt haben. Aber eine andere Frage war, wo sie jetzt wirklich steckten. "Ja, sie haben zugesagt. Aber wo die jetzt stecken mögen... keine Ahnung! Aber die kommen sicher noch.", meinte Reatinus zuversichtlich nickend. -

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Optio Lucius Pontius Fullo
-----------------------------"Na gut.", meinte Fullo mit einem verdrängten Grinsen, "Dann kannst du den Bericht ja gleich dorthin bringen.". Der Optio hatte wirklich keine Lust, jetzt noch das Castellum abzuklappern und in der Principia anzurennen. Schließlich war Quintus ja bei dem Petronier angestellt. Er reichte dem Mann erneut den Bericht. Er würde es garantiert nicht wagen, zu verweigern.
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Reatinus folgte Crispus stumm durch die Taberna und schrie ab und wann mal ein "Bona Saturnalia!" zu einigen Legionären zu, die erschreckt aufzuckten. Normalerweise kam Reatinus Schreistimme nur auf dem Exerzierplatz zum Einsatz, weshalb sie erst recht Grund zum Aufschrecken hatten. Das legte sich jedoch schnell wieder, als doch nichts passierte.
Die Stimmung in der Taberna war sehr ausgelassen, überall schwatzten Legionäre, trunken und scherzten. An jeder Ecke hörte man Gelächter und fröhliche Stimmen. Wie es sich dazu auch gehörte, herrschte auch ein wenig Chaos und der Wirt hatte alle Hände voll mit dem überraschenden Besuch zu tun.
Dann kam Sedulus an und sprach das mit dem Erfolg an. "Naja, hier herrscht auf jeden Fall...", wollte Reatinus sprechen, doch ein Weinglas verfehlte nur sehr knapp seinen Kopf. Erstaunt schaute Reatinus weg, doch der Übeltäter ließ sich nicht blicken. "... fröhliche Stimmung.". Reatinus lachte.
Dann merkte Reatinus auch Drusus´ Kommen, aber seine Aufmerksamkeit forcierte sich auf die Suche nach einem freien Tisch. Bald sah Reatinus einen, und der war sogar noch in einem guten Zustand! "Hey Leute, da ist ein freier Tisch! Setzen wir uns!" -
Happy Birthday, feier schön und alles Gute!!

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Original von Narrator Germaniae
| MarcomerAls Marcomer sah, dass der Optio von seinen Worten kaum beeindruckt war, begann er, wild zu gestikulieren und sich auf Germanisch zu beschweren, zu flehen und zu bitten. Doch Mogetissa hielt es nicht für nötig, die germanischen Worte ins Latein zu übersetzen, sondern sah den Legionären hinterher, die sich aufmachten, Vorräte zusammenzutragen.
Als Plinius Sergius zurückkehrte, konnte man das Weinen eines Kindes hören. In den anderen Häusern zeigten sich die Menschen weniger kooperativ und behaupteten, sie hätten nichts.
Als Reatinus sich vor Jahren freiwillig zur Legion meldete, hätte er niemals damit gerechnet, so etwas tun zu müssen. Er erwartete es überhaupt nicht, sich auf so eine Art und Weise Vorräte beschaffen zu müssen. Doch sie hatten keine andere Wahl. Winter war es, und kalt... als der Mann vor dem Optio flehte konnte dieser ihn nur bemitleidend anblicken. Diesen Moment, so dachte Reatinus, würde wohl sein meistverhasster in seiner Karriere sein. Im Inneren fühlte Reatinus Ausweglosigkeit, das Gefühl, einfach keine Ahnung zu haben, was und wie man etwas tun sollte. Er konnte einfach nicht anders handeln, Befehl war Befehl. Es war im Interesse beider Seiten. Er schaute Marcomer an, der mittlerweile die Legionäre anstarrte und flüsterte auf Latein: "Es tut mir leid...". Sein Befehl blieb bestehen. Er nahm ihn nicht zurück.
Es war die Schuld der Räuber, dass es zu so etwas überhaupt kam. Reatinus nahm sich vor, im Kampf gegen sie so viele wie möglich in Elysio zu schicken. Als Sergius kam, ließ er ihn mit einer Handbewegung wieder abtreten.
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Lange mussten die beiden Centurionen auch nicht warten, schon meldete sich Valerian mit dem Rest der Gruppe. Auch Sedulus kam an und meldete sich zu Wort. "Io Saturnalia!", grüßte Reatinus rundum, "Jetzt müssen wir nur noch auf ein paar Leute warten, dann kann die Fete beginnen!". Auch Reatinus fragte sich, ob der Vorrat des Wirts für diese schiere Menge an Soldaten reichen würde. Ganz besonders an Feiertagen hatten Legionäre nicht den Ruf, sparsam mit der Fülle an alkoholischen Getränken zu sein. Dieser Ruf kam natürlich nicht von irgendwo her!
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Zufrieden nickte der Centurio auf die Grüße der Probati. Ihre Stimmen klangen zwar noch ein wenig ungeübt, aber das würde sich mit der Zeit von alleine geben. Jetzt wollte Reatinus etwas für die Formation tun, denn Diziplin und das Formationhalten waren die Grundlagen für eine funktionierende Centurie, nach seiner Ansicht.
"Nun kommen wir dazu, eure Formation auf Vordermann zu bringen, eure Reihe hier ist ja unter aller Sau! In der Legion deckt jeder Soldat auch seinen Nebenmann, weshalb es ausschlaggebend ist, dass niemand zurück weicht und ihr in einer schönen, disziplinierten Formation steht. Ich will den Germanen jenseits des Limes keinen Sauhaufen präsentieren müssen!", rief der Centurio laut und deutlich, "Die komplizierten Formationen lernt ihr noch! Ihr lernt jetzt, eine gute Reihe zu bilden! Und da diese schonmal unordentlich ist, rennt ihr bis zum Ende des Exerzierplatzes und wieder zurück. Wenn ihr wieder da seid, will ich eine ordentliche Aufstellung sehen!". Reatinus war gespannt, wie viele Anläufe die angehenden Legionäre noch brauchen würden.
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Frohes neues Jahr 2008, auf dass ihr eure Kreativität nicht verliert und fit und happy bleibt!!

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Optio Lucius Pontius Fullo
-----------------------------"Ein wenig Höflichkeit, wenn ich bitten darf!", meinte der Optio grimmig und blickte den ihm Fremden mit schroffem Blick an. Noch oder erst war Fullo Optio, weshalb er nicht vor hatte, mit sich umspringen zu lassen wie mit einem Nicht-Offizier. Man musste als Optio schließlich ein gewisses Maß an Autorität wahren. Das hatte Reatinus ihm beigebracht, nachdem er befördert wurde. Nachdem er den fremden Mann weiterhin angeguckt hat, versuchte der Optio, trotzdem schnell zu verschwinden. Er blickte kurz nocheinmal zum Stärkebericht hinunter und ließ ein paar Worte spontan durch den Kopf schießen. "Centurio Artorius schickt einen Stärkebericht von unserer Centuria. Entweder du holst Primus Pilus Petronius her oder gibst ihm den Bericht selber ab.", befahl Fullo, Quintus die Wahl lassend. Er hielt ihm danach den Stärkebericht spontan hin.
Pridianum
CENT IV , COH II , LEG II
ANTE DIEM V KAL IAN DCCCLVIII A.U.C. (28.12.2007/104 n.Chr.)Zugänge - IV
Abgänge - IV
Personal verfügbar - LXX
Personal unverfügbar - VII
Momentane Truppenstärke - LXXVII
Davon verfügbar - LXXServius Artorius Reatinus

