"Aber nein, Du wirst mir nicht zur Last fallen, ich werde mich freuen Dir zu
helfen..., wir werden es schon schaffen"
sagte ich freundlich und dachte, dass eine Beschäftigung würde mir gut tun, um von meiner persönlichen Tragödie Abstand zu nehmen
"Aber nein, Du wirst mir nicht zur Last fallen, ich werde mich freuen Dir zu
helfen..., wir werden es schon schaffen"
sagte ich freundlich und dachte, dass eine Beschäftigung würde mir gut tun, um von meiner persönlichen Tragödie Abstand zu nehmen
"Lingua Latina?
fragte ich ein wenig erstaunt
"Du kannst aber schon ein bisschen sprechen und Du verstehst immerhin, was ich sage, aber ich werde es gerne tun, Loki"
"Ja, Du hast recht, aber es ist nun mal so, die Leute wollen es sehen, es geht ja nur ums Geld... und die Tiere können sich dazu nicht äußern, ob sie gerade rennen wollen oder nicht... Ich lasse aber meine "Nocta" nicht rennen, wir machen nur Spaziergänge mit ihr, nicht wahr, meine Liebe?"
ich streichelte die edle Stute und sie schnaubte leise.
"Ja, ich bin Valentins Cousine und erst gestern angekommen,
Du hast von mir gehört?..."
fragte ich interessiert
"Loki, sehr angenehm, nun, ich habe die Pferde ja heute schon besucht, aber machte mich Sorgen um sie. Hier ist "Helios", der gehört jetzt Valentin Germanicus, dieser hier ist "Zephir" und ist ein Hochzeitsgeschenk für Venusia, und diese Stute heisst "Nocta", auf Lateinisch "Nox" also "die Nacht", weil sie so schön schwarz ist, die ist mein Liebling..., die sind alle Rennpferde"
erzählte ich Loki über meine Pferde, ich sah das er die Tiere liebte und ich
fand ihn sehr sympatisch.
"Mein Name ist Duccia Clara"
habe ich mich auch vorgestellt
Der junge Mann bewegte sich in meine Richtung und schien sehr nervös zu sein:
"Oh, es tut mir leid, ich wollte Dich nicht erschecken, wie heisst Du, guter
Mann?
Etwas später kam ich nochmal hierher um meine Pferde zu sehen.
Es war für sie, genau wie für mich alles neu hier und ich hatte Angst, die werden
nervös, wenn sie fremde Menschen um sich hatten.
Da sah ich einen jungen Mann, der sich liebevoll ein Pferd streichelte und,
in seinen Gedanken versunken, mich nicht bemerkte :
"Salve, ich möchte nicht stören, nur meine Pferde besuchen.."
sagte ich in meiner Sprache und lächelte ihn an
"Es passierte hier, im Mogontiacum, vor einem Jahr, hat mir Venusia erzählt, ein Unfall...
sagte ich leise, dabei habe ich bemerkt, dass je mehr ich darüber sprach,
desto leichter war es zu ertragen. Obwohl ich diesen Mann erst kennengelernt
habe, vertraute ich ihm, ich mochte seine Art zu sprechen und zu lächeln:
"Ich bin Dir dankbar, guter Lando, dass Du mir zugehört hast... ich möchte Dich aber nicht mit meinen traurigen Geschichte belasten..."
sagte ich freundlich, als ich bemerkte, dass er eine Weile nichts sagte und nachdenklich wurde
"Du machst Dich wohl lustig über mich?"
dabei musste ich selbst lachen, freute mich aber, dass er wenigstens sich hingesetzt hat
"Ich brauchte eine Eskorte, ja, zehn Mann als Begleitung, durch das ganze weite Land von Britannia bis nach Germania waren wir mehr als einen Monat unterwegs..."
dann wurde ich wieder traurig:
"Damian war mein Mann, Venusias Bruder, der hier verunglückte, Venusia hat mir die tragische Geschichte erzählt...
ich machte eine Pause, um mich wieder zu fassen:
"Aber Du kennst bestimmt Venusia... sie hat mich sehr herzlich aufgenommen, auch Valentin Germanicus..."
"Lando... klingt gut, willst Du Dich nicht setzen? ",
fragte ich und hoffte er wird es tun, sonst musste ich immer nach oben
zu ihm sehen
Ja, wie ich schon sagte, ich bin gestern nach einer langen und gefährlichen Reise von Britannia gekommen. Hast Du vielleicht Duccius Damian gekannt?"
"Lando... T a s s i lo sohn, ein schöner Name...ich freue mich auch Dich kennenzulernen ",
es war mir nicht leicht den Namen auszusprechen
"Eigentlich war ich auf der Suche nach einem gemütlichen Plätzchen, so wie hier, ich bin erst gestern angekommen und kenne mich hier noch gar nicht aus.."
seufzte ich und fragte dann:
"Wohnst Du auch hier, Lando Tassilohsohn?"
In meinen Gedanken vertieft, träumte ich von Britannia, von unserem Haus,
von schönen Zeiten, als ich plötzlich aus meiner Welt der Träume gerissen
wurde. Ich machte die Augen auf und sah einen großen, jungen Mann, der mir
gegenüber stand und etwas fragte; sie waren hier alle so groß, die Germanen...:
"Ich bitte um Entschuldigung, hast Du was gefragt? Ich bin wohl eingeschlafen, die Luft heute ist so mild und macht müde.."
Der sah mich verdutzt an und sagte nichts.
Ich lächelte ihn an:
"Salve, ich bin Clara, Duccia Clara ... und mit wem habe ich die Ehre....?"
Ich wollte Venusia persölich für die Einladung bedanken, aber sie war leider weg.
Dann hinterließ ich für sie diese Nachricht:
Salve, liebe Venusia, mit großer Freude habe ich Deine Einladung bekommen. Dafür bedanke ich mich herzlich. Ich werde zur Hochzeitsfeierlichkeiten selbstverständlich erscheinen. Viele Grüße, Clara
Es war ein anstrengender Tag und ich wollte an die frische Luft um mich zu
entspannen und auf andere Gedanken zu kommen.
Ich fand selbst den Weg nach draußen und befand mich nun im Hof.
Das herbstliche Wetter war herrlich. Ich ging langsam um das große Haus und
sah eine hohe Buche. Der mächtige Baum stand stolz da, die Krone berührte
fast den Himmel...Unter der Buche entdeckte ich eine schmale Bank und
setzte mich hin. Ich schloß die Augen und lauschte dem Gesang der Vögel zu.
"Heilsa" kenne ich schon sehr gut... Damian hat uns immer so begrüßt..."
sagte ich schnell:
"Warte eine Minute, Valentin, ich hole nur mein Wachstäfelchen und mein stilum und dann werde ich sofort die Worte aufschreiben"
Ich nahm mein Schreibzeug und schrieb ganz fleißig diese Begrüßungen
"Ich glaube, es reicht für heute, werde sie zuerst lernen, außerdem Du hast ja so viel zu tun, ich möchte Dich nicht mehr weiter aufhalten, lieber Freund"
sagte ich mit einem Lächeln und gab Valentin zum Abschied meine Hand
"Wir sehen uns beim Essen, Asaheil og Vana!"
sagte ich ohne ins Täfelchen zu sehen mit hoch gehobenem Kopf und einem
zufriedenem Lächeln
"Sarolf ist ein schöner Name... ich möchte doch so gerne ein paar Worte
lernen..."
lächelte ich Valentin an und fühlte mich schon besser
Als Valentin schon an der Tür stand und noch kurz zu mir sprach, wurde
mir schwer ums Herz...
"Oh, das ist schön, es freut mich das zu hören...ich wünsche Dir noch einen schönen Tag, Valentin Germanicus..."
verabschiedete ich mich von ihm.
"Das werde ich tun... "
Ich ging zum Fenster und fragte:
"Könnte man hier eigentlich spazieren gehen, ich meine alleine, nur um das Haus?"
"Danke Dir, Valentin Germanicus für den heutigen Tag..."
ich lächelte zurück
"Ich werde mich jetzt ein wenig ausruhen und gehe dann später um das Haus spazieren..."
"Oh ja, natürlich, es tut mir leid, Du hast mir schon so viel von Deiner kostbaren Zeit geopfert, ich werde jetzt gehen, zeige mir bitte nur den Weg zu meinem Cubiculum..."
sagte ich in einem Atemzug, brachte meine Haare in Ordnung und war bereit
zu gehen
Valentin kam zu mir, nahm mich in seine Arme, als ob er meine Gedanken gelesen hätte,
er sprach leise in einer fremden Sprache zu mir, die, wie eine schöne
Melodie klang. Es waren germanischen Worte, ich wusste es, obwohl ich die
nicht verstand. Damian sprach immer, wenn er zärtlich zu mir war, diese magischen Worte. Leider hatte ich keine Zeit gehabt um sie zu lernen, aber
den Klang war mir sehr vertraut.
Nach einer Weile beruhigte ich mich:
"Du bist ein bemerkenswerter Mann, Valentin Germanicus.....
ich sah zu ihm auf:
"Es war schön, Deiner Sprache zu lauschen, nun bist Du aber wieder nass.. "
Diese Tatsache machte mich wieder heiter:
"Wir können vielleicht später ausreiten, die frische Luft und Bewegung werden mir bestimmt gut tun und mich auf andere Gedanken bringen, ich kenne ja diese Gegend überhaupt nicht, es ist aber sehr schön hier, ich habe unterwegs die reine Natur bewundert.."