Beiträge von Titus Decimus Verus

    [Blockierte Grafik: http://img184.imageshack.us/img184/703/sklavearztzp8.jpgLycomedes
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    Lycomedes trat auf Verus Anweisung in das Zimmer, denn Verus hoffte, dass ein geschulter Arzt besser mit dem Trauma von Aoide umgehen konnte. Er näherte sich vorsichtig dem Mädchen.


    "Salve," sprach er mit seiner sonoren Stimmen."Ich hoffe, dass ich nicht störe?"


    Er stellte seinen Beutel mit den Verbänden und Salben auf dem Bett ab. "Ich wollte mir nur die Verbände ansehen und sie gegebenenfalls wechseln. Darf man fragen, wie es dir geht?"


    Er setzte sich auf das Bett und schaute sie mit seinem geschulten Blick an.

    Die Wache grinste breit. "Dafür schickt man extra einen Gesandten? Hätte es nicht auch ein Brief getan? Gut, ich will mal nicht so sein."


    Er zog eine Tabula hervor. Er kritzelte etwas darauf und gab sie dem Schreiberling.



    Passierschein


    Name des Besuchers: Antonius Hadrianus
    Status: Scriba


    Grund des Besuches: Glückwünsche für den Präfekten zur erfolgreichen Piratenjagd und Sonstiges.




    Wachhabender: Miles Helvius Paetinus


    "Melde dich hiermit im Vorzimmer des Präfekten."

    "Ich denke du brauchst ein wenig Ruhe!"


    Verus entfernte sich. "Du findest mich im Atrium oder lass' mich ausrufen!"


    Er lächelte sie noch einmal dezent an und ging dann schnellen Schrittes durch die Tür. Momentan konnte er nicht mit ihr reden, sie musste erstmal ihre Trauer verarbeiten. Er würde später am Tag noch einmal bei ihr vorbeischauen, schließlich war es sein Zimmer.


    Er setzte sich erschöpft auf eine edle Holzbank im Atrium und ließ sich ein wenig Wein und einige kleine Happen bringen. Auch er musste nun ausspannen.

    Verus streichelte weiterhin ihren Rücken. "Du brauchst keine Angst habe. Ich bin da und werde dich beschützen, das verspreche ich vor den Göttern!"


    Er lächelte sie sanft an. "Ich bin für dich da und glaub' mir alles wird gut."


    Verus hob ihren Kopf leicht an und schaute ihr direkt in die Augen, wie schön sie nicht war. "Glaub' mir, alles wird gut. Du brauchst dich vor nichts zu fürchten!"

    Verus stand in der Tür und beobachtete das Trauerspiel von Aoide. Er ging wieder ins das Zimmer.


    "Ich verzeihe dir," sprach er als er seinen Arm um sie legte. Er spürte ihr Zittern. Er streichelte ihr dezent über den Rücken. Er gab ihr ein wenig Nähe und Schutz.


    "Was hälst du davon, wenn wir gemeinsam die Gens Germanica aufsuchen? Ich denke wirklich, dass sie dir und mir helfen können, hmmm... was sagst du?"

    Verus verzog leicht sein Gesicht. Sie war recht erbost. Er konnte es nicht wirklich nachvollziehen.


    "Es steht dir frei zu gehen. Ich halte dich hier nicht fest und ebenso wenig habe ich dich sterben lassen. Wenn ich diesen Überfall ausgeheckt hätte, wärest du tot, denn du wärest eine Zeugin."


    Er nickte erbost.


    "Wenn du mir nicht vertrauen willst, kannst du gehen. Ich zwinge dich zu nichts..."


    Verus stand auf. "Ich denke, du brauchst noch ein wenig Ruhe."


    Er näherte sich der Tür.

    Verus wich erschreckt zurück. So kannte er sie garnicht.


    "Ja, deine Familie ist tot. Willst du aber deswegen dein Leben in Trauer und Zorn verbringen? Das Leben geht weiter und die Germanica können dir helfen, erneut Fuß zu fassen. Auch, wenn sie nicht deine Familie sind, kannst du ihnen mit Respekt begegnen, so werden sie auch dir begegnen. Ich kenne sie, sogar einige recht gut."


    Er räusperte sich.


    "Du musst von deinem Zorn ablassen, denn Zorn vernebelt den Geist. Glaub' mir, du wirst wieder glücklich werden, wenn du dich deinem neuen Weg öffnest. Ich weiß, du bist traurig aber diese Trauer hilft dir nicht, nutze sie lieber, um neue Kräfte zusammeln und dein Leben zu gestalten. Willst du jeden Menschen hassen? Willst du jeden verurteilen? - Verurteile lieber die Mörder deiner Familie und das geht nur, wenn du die Germanica als Teil von dir akzeptierst. Nur sie können dir helfen!"

    Da sich Piso und seine Tochter in Schweigen hüllten, schwieg Verus nun auch und folgte den anderen Gästen. Natürlich packte er seine Tochter diskret an der Schulter und zog sie mit. Natürlich alles recht sanft und dezent. Piso wies er mit einem diskreten Handwink an, ihnen ebenso zu folgen.


    Zumal es nun ein Festmahl gab und das wollte sich Verus nicht entgehen lassen. Die Decima waren ja bekannt dafür, keine Kostverächter zu sein.


    Er lächelte voller Vorfreude breit. Verus war in guter Stimmung.

    Ein Sklave brachte des Nachts einen Brief und einen kleinen Beutel für die Herrin Serrana.


    Meine Tochter,


    Es tut mir Leid, dass du mit in diese peinliche Situation geraten bist. Es war wirklich nicht das, wo nach es aussah. Ich habe sie gerettet und fand keinen besseren Ort für sie. Du kennst mich, ich bin kein schlechter Mensch und hoffe, dass du nicht böse bist.


    Du bist meine Tochter und bedeutest mir alles. Mach' dir mit meinem Geschenk einen schönen Tag!


    Titus


    Sim-Off:

    Wi-Sim ;)

    Verus strich ihr sanft über die Hand.


    "Du bist eine Römerin. Du kannst einen Neuanfang machen. Auch, wenn der Verlust schwer wiegt, kannst du ein neues Leben als Bürgerin Roms beginnen. Dein Leben hat eine Wendung genommen. Es ist traurig, dass deine Freunde tot sind, doch du bist von den Göttern zu etwas anderem auserkoren worden. Du bist eine Germanica, das sollte dir Hoffnung geben."


    Er griff sie leicht am Kinn und hob ihren Kopf leicht an, so dass er ihr in die Augen schauen konnte. Es war eine Geste der Hoffnung: Kopf hoch, Mädchen!
    "Alles wird gut. Zumal deine Freunde nicht gestorben sind, sie leben in deinem Herzen weiter. Lebe für sie ein glückliches Leben!"


    Verus nickte.


    "Du solltest sie aber kennenlernen, sie sind nun mehr deine Familie."


    Verus warf noch einen traurigen Blick zu seiner Tochter. Er seufzte.


    EDIT - Ergänzung

    Verus schaute hektisch zur Tür als seine Tochter hereinspazierte. Er schluckte nervös. Ihm war die gesamte Situation etwas peinlich. "Es ist nicht das, wo nach es aussieht, Serrana!"


    Er stand auf und sah seine Tochter gehen. Solle er sie nun ziehen lassen? - Erstmal ja, denn sie konnte es nun nicht verstehen. Er würde später mit ihr reden, zu einem passenden Zeitpunkt.


    Er nahm den Wein und füllte für Calvena einen Becher. Verus brachten diesen zu ihr, um ihn ihr dazubieten. "Hier, trink etwas."


    Verus war in eine sehr merkwürdige Situation aus dubiosen Zufällen geraten.

    Verus zog eine Augenbraue hoch. Er verstand sie nicht vollens, sie war recht verschlossen und momentan auch recht verwirrend.


    Er umarmte sie erneut. Vorsichtig wischte Verus ihre Tränen mit der Decke ab. Wie sollte er die gebrochenen Dämme flicken? Er überlegte und ließ Calvena sich erstmal an seiner Schulter ausweinen. "Alles wird gut..."


    Er drehte sich zu ihr, da passierte es. Seine Lippen berühten ihre Lippen, mehr aus einem Versehen, als beabsichtigt. Sofort ließ Verus vom Kuss ab. Er schaute sie traurig an. "Es tut mir Leid..."


    Er konnte sie einfach nicht weinen sehen.

    Verus schaute ihr direkt in die Augen. Ihre strahlenden aber nun traurigen Augen verzauberten ihn mal wieder. Seine Seele wurde durch sie erleuchtet.


    Er streichelte ihr sanft durch das Haar. Er drückte sie noch einige Momente fest an seinen warmen Körper und dann sprach er:


    "Es ist gut..."


    Er lächelte immer noch verspielt.


    "Du bist eine Germanica. Ich werde dich zur Casa Germanica bringen, sobald du genesen bist. Sie werden dich aufnehmen. Dort bist du bestens aufgehoben."


    Verus wollte sichergehen, dass sie auch weiterhin versorgt blieb und die Germanica waren das Beste, in dieser Hinsicht, für sie.

    Verus strich ihr sanft über die Hand. Er lächelte immer noch.


    "Auf dem Amulett befindet sich das Wappen der Gens Germanica, somit bist du eine Germanica, nach deiner Aussage. Du bist eine Römerin!" - Stellte Verus freudig fest und umarmte sie, denn nun konnte er ihr den gesamten Schutz einer Bürgerin bieten. Sie stand nun vor dem Recht besser da. Er nickte erleichtert.


    "Dein Vater war ein Germanicus und somit bist du eine Germanica, welch' eine Überraschung uns die Götter hier bescheren!"

    Verus nahm ihr vorsichtig das Amulett aus ihren Händen. Das Wappen kam ihm seltsam bekannt vor.


    "Es ist viel mehr als du denkst...", stellte Verus fest und betrachtete das Amulett. Ihm fiel es, wie Schuppen von den Augen: Gens Germanica.


    Er nickte mit einem breiten Lächeln. Er wusste, zu wem das Amulett gehörte.


    "Sag', woher hast du dieses Amulett?" - Fragte er als er ihr das Amulett zurückreichte.

    Verus atmete aus. Er nickte. Was sollte er groß sagen? Ja, sie waren alle tot. - Nein das konnte er nicht sagen, er wollte sie nicht noch einmal damit konfrontieren.


    "Du brauchst dich nicht zu bedanken. Ich diene als Soldat dem Schutz aller Bürger, zumindest ist das meine Auffassung. - Auch, wenn du kein Bürger bist."


    Verus wischte ihre Träne mit der Decke ab. "Weine nicht, dein Gesicht ist viel zu schön als das es von einer Träne entstellt werden sollte."


    Er lächelte beschlagen.


    "Wollen wir mal nachsehen, was übrig geblieben ist?"


    Verus schaute sie neugierig verspielt an. Er wollte sie ablenken von ihrer Trauer und die Erinnerungen an schöne Tage konnten dabei helfen, zumindest glaubte Verus dies.

    Verus drehte sich zu Labeo. "Gut, Optio Iulius. Auf den Rest können wir nicht mehr warten. Der Rest wird eine saftige Strafe erhalten. Ich werde ihre Rationen durch Gerste ersetzen."


    Er ging vor die angetretenen Reihen, weg von Labeo.


    "Marschbereit machen! Achtung! Abrücken!"


    Verus richtete seinen Beutel, den er auf einer Tragestange bei sich führte, aus und marschierte dann vor.


    Verus deutete schlicht auf den Stuhl etwas abseits. Er nickte. "Dort. Ich habe nichts entwendet," stellte er gelassen mit einem schmeichelhaften Lächeln fest.


    Er ließ ihre Hand los, um die Sache zu holen. Er ging zu dem Stuhl und brachte Calvena die Sachen. "Hier. Ich hoffe, dass alles da ist, was du suchst..."


    Verus legte die Sachen auf dem Bett ab. Danach setzte er sich wieder auf seinen Sedes, um ihr beizustehen.