Beiträge von Tilla Romania

    AU! Tilla zog die Augenbrauen zusammen und sah Aurelia verdutzt an. Von wegen etwas angestellt... Leider reagierte sie zu spät, um zu verhindern, dass sie quasi mit dem Hals in Aurelias Händen hing. Jetzt trat doch noch diese Situation ein, die sie im Zimmer der Älteren vermieden hatte. Es fühlte sich nicht gut an. Langsam hob sie die Hand an, um ihr Amulett aus Aurelias Händen zu entziehen und zuckte zeitgleich unter Helenas Wortschwall, der auf sie niederprasselte zusammen. Jetzt tat es richtig weh, am Ohr festgehalten zu werden. AU!


    Sie schüttelte vorsichtig den Kopf, schüttelte zur Unterstützung das vergoldete Glöckchen zweimal um ihr Nein! zu verdeutlichen. Niemand hatte ihr gesagt, das sie nichts eigenständiges machne durfte.. aber da war so vieles was sie lockte und anzog, um entdeckt und erforscht zu werden. AU! Tilla seufzte, sah zu Boden auf ihre Zehenspitzen hinunter. Sie wollte nicht zurück zur villa Aurelia. Ihre dunklen Augen erhaschten die vollbeschriebene Tafel. Auf ihre 'Tafel-Fragen' hatte sie keine Antwort bekommen. Sie entzog sich Aurelias Griff und stellte sich hinter einer Sklavin auf. So, das hatten die Herinnen davon. Jetzt würde sie nie wieder dahinter hervorkommen. Tilla kramte die Kupfermünze hervor. Das wäre doch gelacht wenn sie diesem Klong. Kling. Klickerklackerklong. und seinem Besitzer nie wieder begegnen würde. Auf jeden Fall merkte sie sich diese Ecke! Vor gespannter Aufregung zitternd wartete sie das Vorbeiziehen der Sänfte ab.


    Nun hinter den übrigen Personal hinterhertrabend warf sie anstatt den Stein nun die Münze in den Blumentopf. Die Münze schoß haarscharf an dem Soldaten Dragonum vorbei, der ihre Schulter angefasst hatte. Tilla hielt den Atem an. Auweia, dachte sie und schon ertönte das Geräusch. Klingklong. Klongkling. Klackerkleckerklingklongklung. Sie klatschte amüsiert in die Hände und genehmigte sich einen Hüpfer, um dann Sekunden später, mit verschränkten Händen unbeteiligt dreinzuschauen. Der Besitzer des Blumentopfs seinerseits starrte in den Himmel und fragte sich, wo dieses Kupferstück denn jetzt herkam. Fiel gleich der Himmel auf sie herunter? Tilla hielt nach dem verhassten Uniformträger Ausschau und bemerkte, dass dieser ihrer Gruppe hinterherfolgte, sie allesamt sogar überholte. Hatte er Tilla etwa als fingerflinke Diebin erkannt? Nun, das wäre nicht gut... wirklich nicht gut. Der Umstand, dass er irgendwie für ein schnelleres Vorankommen zu sorgen schien, beruhigte sie nur ein kleines bisschen. Schon bald kam der gewaltige Bau des Kolosseums in Sicht. Tilla reckte den Hals, um ja nichts von diesem Anblick zu verpassen.

    Verdutzt sah sie auf, als es plötzlich so warm um sie wurde und erkannte durch Erfühlen und Ertasten einen Umhang. Wer hatte ihn denn jetzt umgelegt? War es Ursus? Der sich in den letzten Minuten nicht als geweihtragender Gott entpuppt hatte. Die unerwartet aufgetauchte Wärme tat gut. Tilla lächelte schwach, kuschelte sich einmal mehr in Minnas Arme hinein und linste Aintzane an, die sie mit lallend gesprochenen Wörtern zu trösten versuchte. Abermals verzogen sich Tillas Mundwinkel nach oben zu einem Lächeln. Nun blickte sie die Ältere amüsiert an, dankbar für die Aufmunterung und die Erklärung. Ein Fruchtbarkeitsgott klang eindeutig viel besser als ein Totengott. Laut Aintzane war das sogar ein guter Gott. Danke dir. Tilla schniefte, nickte, zeigte den erhobenen Daumen vor, dass sie sie verstanden hatte und lehnte den schmerzhaft pochenden Kopf wieder an Minnas Schulter an. Das angebotene süße Brot verweigerte Tilla. Gerade jetzt hatte sie keinen Hunger... Fest presste sie die Lippen aufeinander, liess einen schwächer gewordenen Gänsehautschauer über sich ergehen.

    Sie wurde von Brix in den Schlafräumen der Sklaven aufgestöbert. Tilla hatte sich nach dem Küchendienst dorthin zurückgezogen, um einmal in Ruhe zu begutchten, was sich denn alles in ihrer Hälfte der Aufbewahrungskiste befand. Ihre Hände brachten allerlei zum Vorschein. Eine helle Vogelfeder, ein paar runde Kieselsteine sowie einige Büschel Kaninchenhaar und unter anderem auch ihre diversen Lederbeutel, von denen einer Rutger Severus gehörte. Tilla krauste die Nase. Die Woche war bald um und noch immer hatte sie nichts von ihm gehört, wie, wo, wann sie erneut aufeinanderstoßen würden. Vergessen hatte er sie bestimmt nicht und seine Warnung nahm Tilla auf jeden Fall sehr ernst. Mit Cadhla hatte sie über seinen Zorn noch nicht sprechen können. Ständig gab es was zu tun. Mit einem stummen Seufzer räumte sie alles wieder ein und folgte Brix hinterher.


    Heute trug sie eine lange knöchellange, safrangelbe tunica, die ihre blaue Flecken, Schrammen und Abschürfungen vom Samhain-Fest an den Beinen verdeckten und an der Taille, sowie unter den knospenden Brüsten gerafft war. Wie immer trug sie ihre langen schwarzen Haare offen. Leise pustete Tilla die Stirnsträhnen weg, die ihr immer wieder ins Gesicht fielen. Tilla klopfte an die Tür, wartete auf der 'Herein' und trat ein. Diesmal klappte das Eintreten richtig gut, da sie kein Mehl an den Händen, gar an der Nase hatte. Salve, dominus Marcus. Sie freute sich ehrlich Marcus zu sehen und lächelte ihm stumm zu, bevor sie den fremden Besucher in Augenschein nahm. Hmm... den hatte sie doch schon gesehen, oder? War das nicht vorhin gewesen, als sie Leone beim Türe öffnen gesehen hatte, während sie der Köchin Niki in den nächsten Gang hintendrein folgte? In der einen Hand hielt Tilla wie gewohnt die mitgebrachte Wachstafel fest und blieb in Reichweite der Tür stehen. Geduldig wartete sie auf die Stimme ihres Herrn, bestimmt bekam sie gleich wieder etwas zu tun.

    Tilla nimmt den geheimnisvollen Kasten entgegen und zieht den Deckel drei Fingerbreit nach oben. Es ist ein kleiner Vogel, den er mit sich herumträgt und was für ein außerordentlich hübscher Vogel. Nur leider lebt er nicht mehr. Beinahe einer Statue gleich liegt er in dem Kasten, die Augen fest geschlossen und die Flügel starr an den schmalen Vogelkörper gepresst. Sie erhascht Neros flehenden Blick, nickt und lächelt dem kleinen Mann zu. Der Junge ist für Überraschungen gut, merkt Tilla sich und schliesst den Kasten mit einem leisen Klick.


    Die Stimme des Zauberers ertönt, fordert sie auf Platz zu nehmen. Mit ruhiger Hand schiebt sie dem Zauberer den Kasten zu und nickt Nero aufmunternd zu. Alles ist und wird gut.. Sicher ist sie dem nicht, denn so lange ist sie noch nicht in dem Zelt. Für einen Augenblick horcht das Mädchen in sich hinein und stellt fest wie ruhig ihr Inneres ist. Nicht mal ihr Nacken kribbelt. Tilla kreuzt die Füße und sinkt in den Schneidersitz, zieht Nero zugleich auf ihren Schoß, damit er dort Platz nimmt und umhüllt ihn sorgsam mit ihrem Umhang. Vielleicht schenkt sie ihm diesen nach diesem abenteuerlichen Ausflug. Doch so weit will sie noch nicht denken.


    Schnell konzentriert sie sich auf das Hier und Jetzt. Und schaut auf den Zauberer, der wieder spricht. Tilla nickt, verschliesst mit einer Hand den Mund und schüttelt den Kopf. Der Fremde hat sogleich eine Lösung für sie. Die Lippen bewegen? Ohne Laut? Dieser Idee ist sie noch gar nicht nachgegangen! Zögernd entfernt sie die eigene Hand vom Mund, öffnet die Lippen, atmet tief ein und aus. Wie soll sie DAS bewerkstelligen? Nero ist es, der ihr hilft und zugleich um Hilfe bittet. Der Junge hat sich im Umhang verkrochen, lugt daraus hervor. Mit sanften Bewegungen befreit sie Neros Kopf und Schultern aus dem Stoff, streicht ihm die braunen Haare aus dem kindlichen Gesicht.


    Ja. haucht Tilla dem Magier die Antwort entgegen. DAS ist doch gar nicht so schwer, stellt Tilla fest und lächelt überrascht. Nach weiteren Atemzügen wiederholt sie, stimmlos flüsternd, was sie vorhin versucht hat zu erklären. Wie sie hierher gelangt sind. Ich schnitze Rosen und traf auf Nero, dem ich half und helfen konnte. Die Seifenblasen führten uns her. Dieses Mal ist es an Tilla zu husten. Liegt es am Opium, an den Kräutern oder waren es für den Anfang zu viele Wörter? Beruhigend drückt sie Neros Hand und Schultern, schluckt hart, um es noch einmal zu versuchen. Er will wissen, wer den Vogel wieder erwecken kann. Das Rätsel über Leben und Tod. Für Tilla ist es merkwürdig nach so langer Zeit der Sprachlosigkeit die Hände still ruhen zu lassen, während sie 'mit den Lippen spricht'. Eine Träne stiehlt sich aus dem Augenwinkel heraus, rollt ihre Wange herunter, während ihre dunklen Augen im Öllampenschein auffunkeln.

    Tilla nickte Siv zu und überquerte einmal mehr die Tür zu den Schlafräumen. Auf ihrem Bett angekommen setzte sie sich bequemn hin und wischte die Tafel sauber. da sie nun warten musste hatte sie nichts tun, dennoch wusste sie womit sie sich beschäftigen wollte. Erst zeichnete sie den Umriss, dann die Konturen und das übrige hinzu. Schade, das sie bisher nur weiße Kreide bekommen hatte. Bunte Farben würden dem Bild, welches sie zeichnete, toll stehen. So aber blieb ihr nur übrig mit dem Schatten und dem hellen Weiss zu variieren. Tilla war noch nicht ganz mit Zeichnen fertig, da kehrte Siv zurück.


    Sie sah auf und nickte ihr zu. Langsam zeigte sie auf ihre eigenen Haare, dann auf die von Siv, hob den Daumen. Offene Haare stehen dir gut, finde ich. meinte sie damit und widmete sich den letzten Strichen ihrer Zeichnung. Schliesslich rutschte sie vom Bett. Da. Für dich. Ich pflücke die später. Dann hast du Myrtle in echt. Sogar zum trocknen aufhängen kannst du die. fügte sie lächelnd hinzu und zeigte auf einen Haken in der Decke unter welchem Tilla in dem Augenblick stand. Ach, weisst du was? Ich zeige dir gleich den Garten. Kommst du mit? Dann können wir sie gleich zusammen pflücken. Spontan erfasste sie Sivs Hand und zog die Ältere mit sich zum Garten hinaus.

    Er war kein Gott... und er trug kein Geweih. Er war nicht böse auf sie. Das war alles erleichternd zu hören. Tilla liess widerstandslos zu, dass Ursus sie zum Feuer trug. Das aber nur wegen der Kopfschmerzen und der schmerzenden Abschürfungen. Sie fand sich in den Armen von Minna wieder und bemühte sich trotz der zitternden Hände die Tränen aus dem arg verweinten Gesicht wegzustreichen. Hier war das Opferfeuer noch heller als da hinten beim Baum. Tilla wandte das Gesicht ab, suchte mit dunken Augen die angenehme Schattenseiten auf. Dass Rutger und Bridhe nun gingen bekam sie nicht mit. Und wenn, dann würde sie es schade finden. Mit Rutger hatte sie noch kein Treffen ausgemacht wegen dem erbeuteten Geld. Sicher würden sie wieder aufeinanderstoßen und er würde sie wieder als 'kleinen Irrwisch' bezeichnen.


    Eine andere Stimme sprach sie an. Tilla sah auf und erkannte Cadhla vor sich. Ich hab so Kopfweh. Mir ist schlecht. Alles ist so hell. Impulsiv reckte sie ihr ihre Arme entgegen, versuchte die Keltin zu umarmen, um sich auch von ihr trösten zu lassen. Gleichzeitig wollte sie Minna nicht verlassen. Ganz vorsichtig kuschelte sie sich wieder an die Blonde und atmete tief durch, beobachtete aus halbgeschlossenen Augen Fionas Tun. Tilla bemühte sich das starke Zittern niederzuringen. Der Schock über den Sturz saß tief.

    Vor der Truhe verharrend sah sie zu, wie die Ältere sich das Fußwerk aussuchte und anzog. Tilla klappte die Truhe zu und grinste bei dem zu vernemenden Geräusch? Hast du Hunger? Dann sag dass doch. Köchin Niki wird sich freuen einen Magen mehr füllen zu können. Außerdem kann ich dann auch wieder in die Küche zurück. Sie wollte mir das neueste aus ihrer Backkunst zeigen. Doch da wurde ich zu Ursus geholt. Tilla rappelte sich auf und deutete den Gang hinunter. Von hier aus gehst du da lang und landest bei der Küche. Der andere Gang hier führt direkt zu den Herren und Herrinnen. Und zu den Kaninchen im Garten, fügte Tilla gedanklich hinzu. Kommst du?

    Tilla blinzelte Caelyn irritiert an. Hatte sie wirklich Fummel gesagt? Das war ein Wort aus der Straßenkinderbande, ein anderes Wort für Kleidung, eher abschätzig gemeint. Zum Vergleich zur Zeit auf der Straße waren diese Tuniken aus dem aurelianischen Haushalt wirklich was besonderes. Ihre Wangen röteten sich, als die Ältere meinte, sie würde sich auf sie verlassen.


    Verlegen über diese unerwartete Anerkennung sah sie zu Boden, fuhr mit dem Zeh eine Fliese nach. Warum musste sie immer nur rot werden? Auf den Lippen kauend linste sie ein bisschen eingeschüchtert zu Caelyn auf. Öhm... dann lasse die Haare offen. So trocknen sie schneller. Tilla merkte, dass sie etwas unruhig wurde. Caelyn hatte so manchen Zug an sich, der ihr ähnelte, das war seltsam. Darum lief sie vor die Tür des balneum, um dort eine weitere Truhe zu öffnen. Da, du brauchst noch Sandalen. Such dir ein Paar aus. Nun saß sie knieend auf dem Boden.

    Tilla sieht bei seinem Dankesruf zum 'Kleiderberg' zurück, nickt ihm zu. Nein, sie hat ihn nicht dafür 'bezahlt', dass sie passieren können, sie möchte ihm einfach eine kleine Freude machen. Denn so sauber und friedlich dieser Weg aussieht. Vorsicht war dennoch geboten, gepaart mit einer Prise Misstrauen. Und dann war es gut jemanden zu wissen, der sie wahrgenommen hat. Tilla ist nicht minder erstaunt über Neros phantasievollen Erzählungen, die Bilder vor ihrem inneren Auge malen. Oder er ist ein Händler, der ein prächtiges Schiff besaß, welches in einem heftigen Kampf mit einem gegnerischen Schiff untergegangen ist. Eines der römischen Schiffe hat ihn aufgenommen und ihn hierhergebracht. Irgendwie findet er keinen netten Menschen, der ihm sein Schiff überlässt, damit er wieder über die Meere segeln kann. trägt sie mit einer kurzen Erzählung bei.


    Geschickt fängt sie Nero auf, als dieser stolpert, hilft ihm, wieder auf die Füße zu kommen. Woher sie das Wissen hat wie sie mit sie diesem kleinen Mann umgehen muss, weiss sie nicht. Es ist einfach da. Aufmunternd nickt sie ihm zu und geht einen Tick langsamer gehend mit ihm weiter, hält nach dem Verursacher der Seifenblasen Ausschau. Schon bald taucht ein Zelt auf. Es ist mit freundlichen Farben bedeckt. Aus dunklen Augen betrachtet sie die Frau, dessen Hals so merkwürdig länger ist als der ihrige. Tut das nicht weh? fragt sie sich selbst. Nero antwortet schon auf die Fragen der Frau. Tillas Augen hängen an dem Stück Elfenbein. Tut das nicht noch mehr weh? fragt sie sich nochmal. Was hat sie gesagt? Sie kommt aus Ägypten? Nein, der Zauberer kommt aus Ägypten. Aus einem fernen Land. Der Junge lächelt sie an, ist sich sicher. Ein Scharlatan? Nein.


    Ruhig geworden lässt Tilla sich von Nero mit ins Zelt ziehen, bleibt stehen. Der neue Geruch so vertraut. Sie kennt ihn aus den Slums, wo die Menschen leben, die dem Opium verfallen sind und alles dafür tun, um ihn zu bekommen. Besorgt schauend kniet sie sich zu Nero nieder, der plötzlich hustet, streichelt ihm über den Rücken, bis es wieder gut ist. Aufmerksam sieht Tilla sich um, kann den Blick von den Öllampen nicht abwenden, die seltsame Schatten werfen. Der Junge ist es, der sie erneut anspricht. Er kommt bestimmt gleich. Wenn wir gehen, verpassen wir vielleicht die Antwort. versucht sie ihn aufzumuntern und erhebt sich.


    Der Rauch entlässt einen dunkelhäutigen Mann aus seinen Schwaden. Tilla mustert ihn, seine Ketten, seine Amulette und das Fell. Ein Zauberer ohne Hut und Bart. Nicht so, wie sie es kennt vom Geschichtenerzähler vor dem Kolesseum. Es zerstört ein Bild in ihr. Wahrlich einschüchternd. Besonders für den kleinen Mann neben ihn. Sie kniet sich abermals zu Nero runter, achtet darauf, ihm den eigenen Umhang nicht zu entziehen. Tiere zum Leben erwecken? Welche Tiere meinst du? Zeig mir deine Tasche. Bitte. Vertrauensvoll sucht sie Neros Blick, zeigt ihm ihre leeren Hände. Keine Angst. Ich bin hier. Bei dir. Den dunklen Mann behält sie ihm Auge, sieht knieend zu ihm auf. Ob er ihre Gesten versteht? Er ist ein Zauberer. Noch nie hat sie andere getroffen. Die wie sie stumm sind und Gebärden nutzen, um verstanden zu werden. Ich schnitze Rosen und traf auf Nero, dem ich half und helfen konnte. Die Seifenblasen führten uns her. Nun sieht sie Nero an, wartet geduldig auf seine Entscheidung aber auch auf die Stimme des Zauberers.

    Zwanzig Lenze schon... das war noch gar nicht so alt. Ja, siehst gut aus. Prüfend sah Tilla Caelyn an, betrachtete ihre Haare und kramte gedanklich etwas von dem hervor, was sie dank Saba schon gelernt hatte.


    Langsam kam sie auf sie zu, ging einmal um sie herum, wagte es jedoch nicht Caelyns nasse Haare zu berühren. Vielleicht einen geflochtenen Zopf? Tilla nahm ein Büschel ihrer eigenen Haare und flechtete diese ein Stückchen zusammen. Schweigend zeigte sie ihr diesen vor. Oder so... Sie löste das geflochtene Stück wieder auf und band es ganz simpel mit einer Haarsträhne zusammen, da sie keine Lederschnur zur Hand hatte. Kannst die Haare aber auch offen lassen, bis sie trocken sind. Mit flinken Fingern löste sie den letzten Vorschlag an ihren eigenen Haaren auf. Manchmal ziehe ich auch eine fingerbreite Lederschnur über den Kopf. Das soll dann ein Haarband sein.

    Über Tillas Gesicht huschte ein kleines Strahlen. Na, das ging doch prima. Lächelnd nickte sie zu Sivs Worten und spitzte die Ohren, wenn wieder die fremden Laute über den Lippen der Frau rutschten. Das klang doch gar nicht so schlecht.. mhm. Ja. Dein Bett. bestätigte Tilla ihr und fragte sich, wie es war, des Nachts jemanden über sich zu wissen. Bisher hatte noch keiner der anderen Sklaven 'über ihr' geschlafen. Die Bildchen schienen ihr auch klar zu machen, was Tilla ihr vorschlug. Kopfschüttelnd korrigierte sie Siv. Nein.. nicht putzen. Waschen. Sich selber waschen. Baden. Sie rieb sich die Arme ein, als ob sie sich selbst badete.


    Kleidung. Tunika. Sandalen. Mit den Fingern deutete sie auf die Sachen, die sie trug, zeigte sie Siv vor. Klar helfe ich dir. Zum Badezimmer würden sie demnach auch gleich gehen. Tilla rutschte vom Bett und ging vor zur Tür. Hm... wie lange sie nun hier war, mhm, das hatte sie sich nicht mehr gefragt. Die Tage waren arbeitsreich und vergingen so schnell vorüber, dass sie oft genug einfach nur ins Bett fallen und schlafen wollte. Kurz drehte sie sich um, zeigte vier mal sechs Finger vor. 24 Tage, lautete ihre grobe Schätzung über den Daumen gepeilt.


    Dann öffnete sie die Tür, deutete auf die nächste. Das Badezimmer ist nebenan. Du kannst alleine reingehen. Seife, Laken und Tunika findest du in den Truhen. Ich warte hier auf dich. Behutsam deutete sie auf das Strichmännchen im Badezuber, fügte die Truhen mit dem Zubehör hinzu. Und malte auf einem weiteren Bild Tilla selbst auf, die durch die Tür vom Bad getrennt war. Fragend sah sie Siv an. Die Frau war bestimmt alt genug, um alleine baden zu können.

    Tilla zwirbelte eine Haarsträhne auf und ab. Nunja.. von Ursus kennen war nicht so ganz die Rede. Sie sah ihn nur wenn er sie brauchte, gar zu sich rufen liess. Wie er sich verheilt wenn sie nicht in seiner Nähe war, wusste sie nicht. Wie denn auch? Ursus verhielt sich ihr gegenüber ganz anders also so mancher Mann, den sie bisher kennengelernt hatte. Das stand fest.


    Ja, ich kenne ihn. Nicht so gut, wie du vielleicht denkst. Vielleicht verhält er sich dir gegenüber anders als wenn wer von uns Sklaven dabei ist. fügte sie nach einer Weile hinzu und rutschte von der Truhe hinunter. Es sah ganz so aus, als ob Caelyn mit Baden fertig war. Sie räumte die kleinen Kisten mit dem Badezubehör weg, hängte das gebrauchte Handtuch auf und wandte sich der Frau zu, die nach ihrem Alter fragte. Tilla hob sogleich die Hände, um zu gebärden. Wenn ich richtig gerechnet habe... 15 Lenze. Ich habe hier soviel zu tun. Ich weiss nicht mehr, ob ich nicht doch schon 16 Sommer bin. gestand sie ihr mit einem traurigen Gesichtsausdruck. Bäume haben es viel einfacher, da braucht man nur die Rindenringe abzuzählen. fügte sie hinzu. Tilla mochte körperlich so alt sein. Ihr Wesen aber war noch dem eines Kindes, dem man mit dem Verlust der Stimme die Kindheit geraubt hatte. Zugleich hatte sie schnell erwachsen werden müssen.

    Wieder sah sie zu Boden, als die Frau aus dem Badezuber stieg, um den Blick auf ihren nackten Körper zu vermeiden. Tilla wusste nicht wieso, aber sie mochte keine nackten Menschen ansehen. Denn dann würde sie sie insgeheim mit ihrem eigenen Körper vergleichen. Ein arg heikles Thema für Tilla, die sich ihren knospenden Brüsten unsicher ist, nicht versteht, warum ihr Haare unter den Achseln und im Intimbereich wachsen. Und warum sie Vollmond um Vollmond Blut verliert, obwohl sie sich gar nicht wehgetan hat.


    Stumm seufzend hebt sie den Blick und sieht zu Caelyn rüber, die nun von einem Handtuch bedeckt ist. jetzt spricht diese über Ursus. Und wieder einmal muss Tilla nachdenken. Ob es richtig ist etwas über diesen netten Mann zu sagen. Ihr fällt ganz viel zu Ursus ein. ganz besonders seine gewölbte Augenbraue. Aber das soll ein kleines Geheimnis bleiben, das er diesen 'Tick' hat. So wie Tilla ihren 'Tick' hat, mit den Zehen am Knöchel zu kratzen, wenn sie sich unsicher ist. Auch jetzt kratzt sie sich. Ursus ist nett. Er ist streng... aber er sagt vieles richtig. Ursus kann gut erklären. Ich höre ihm gerne zu. Manchmal beantwortet er auch meine vielen Fragen. beantwortet Tilla dann Caelyns Frage, sah sie forschend an. Warum lernst du ihn nicht selbst kennen? Ist doch doof, sich auf meine Meinung zu verlassen.

    Sie nimmt die Farben auf, die Gerüche, die vielen Interessanten Dinge. Tilla weiss gar nicht, wohin sie zuerst schauen soll, sovieles gibt es zu sehen. Abermals schenkt sie Nero ein Lächeln, atmet auf, als er meint, dass sie hier richtig sind und streichelt seine Schulter. Zustimmend bewegt sie den Kopf zu einem Nicken. Ja, ein richtiger Zauberer.. mit weissen Haaren, einem langen Bart und einer Mütze.. spitz muss die sein. erwidert sie, zugleich wissend, dass er sie nicht versteht. Jetzt erst entdeckt sie seine Tasche. Hat er die schon immer dabei? Sie ist ihm noch gar nicht aufgefallen, es ist etwas eckiges drin. Eine Kiste vielleicht? Da eilt Nero los. Sie ihm sogleich folgend hinterher. Der Junge führt sie zu einem Zelt. Der Geruch macht ihr Kopfschmerzen. Es errinnert sie an den Vorfall im Tempel. Nein, sie will nicht an den um viele Köpfe größeren Gegner denken. Ein unbehagliches Gefühl bleibt, während sie sich hinter Nero hockt und dem Wortaustausch folgt. Tilla schüttelt den Kopf. Die Frau will Tiere opfern für das Lesen der Zukunft. Nein, das gefällt ihr nicht. Sie nimmt Neros Hand auf, deutet an, dass es besser ist zu gehen und zieht ihn mit sich wieder aus dem Zelt hinaus. Das Laken schlägt zu.


    Tilla ist froh wieder draußen zu sein und zuckt zusammen als sie von dem Berg Kleider angesprochen wird. Tasächlich ist dies ein Mensch. Kurz errötet sie über ihren Gedanken, einen Mensch für einen Berg Kleider gehalten zu haben. Umgreift Neros Hand fester, je mehr Details ihr sichtbar werden. Dieses eine Auge, welches er noch besitzt. Es führt ihr vor, wie gut es ist sehend zu sein. Einen Zauberer. erwidert sie, malt einen Stab in die Luft. Leben und Tod. Es ist wichtig. Das Auge wird ihr unheimlich. Tilla zieht es vor sich um einen Schritt zu entfernen, drückt Nero an sich.


    Etwas schillerndes nähert sich ihr. Sie wagt den Blick vom Kleider-Mensch zu heben und staunt. Eine schwebende Blase. Diese fliegt noch ein wenig höher, zerplatzt. Schade! Suchend sieht sich sie um und entdeckt noch mehr Blasen-Geschwister. Sie kommen von dem Weg hinter dem Kleider-Mensch. Vom Tempel des sagenhaften Romulus Divus. Der Weg ist gepflastert und sauber. Das ist es! Komm. fordert sie Nero auf, schreitet den kleinen Mann mit ihrem Körper beschützend am Kleider-Mensch vorbei und lässt etwas in seine hölzerne Schale fallen. Ein kleiner hölzerner Rosenkopf aus hellem Holz. Er mag vielleicht nicht viel damit anfangen können, oder? Tilla dreht sich nicht nach ihm um, lächelt verschmitzt.

    Sie würde dieses Ding das aussah wie ein einfacher Blumentopf aber doch nicht wie ein einfacher Blumentopf anhörte gerne haben. Tilla kaute auf den Lippen, betrachtete so gut es ging diesen Blumentopf und merkte sich seine Form. Nun den.. vielleicht gab es noch tausend andere solcher Blumentöpfe? Oder sie besorgte sich etwas Ton, formte die Form nach und bettelte die aurelianische Köchin Niki an, den Topf in den Ofen zu stellen. Mhm.. der einfachste Weg war es zu kaufen oder es eben zu 'ergaunern'. Der Ruf der Herrin liess sie aus den Gedanken auffahren. Aurelia Helena rief nach ihr. Tilla war drauf und dran ihr ein 'Ich komme gleich' zu erwidern.


    Etwas anderes lenkte sie von dem Vorhaben ab, eine schwere Hand legte sich auf ihre Schulter und eine Stimme sprach zu ihr. Sie ärgerte sich nicht mehr auf die Umgebung geachtet zu haben und linste zu dem Sprecher hoch. Was sie sah versetzte ihr einen Schrecken. Genau diese Sorte Uniformträger hasste sie, auch wenn es Menschen waren. Tilla schüttelte seine Hand ab und trat mit drei schnellen Schritten weg. Mit der eigenen Hand säuberte sie ihre Schulter, wobei ihre Augen wütend aufblitzen. Sie stand zudem mit den Rücken zu den Frauen, sodass diese nichts sehen konnten vom wütenden Mimikspiel, welches ihr Gesicht überzog. Dank dieser Leute hatte sie mehr als einmal ganz schnell flüchten müssen. Wie immer, wenn es nach draußen ging nahm sie ihr kleines Messer mit. Tilla hatte sich trotz des Haß soweit unter Kontrolle, dass sie nicht danach griff. Die Schulter führte sich wieder sauber an. Und die Kupfermünze landete wieder im Lederbeutel. Vergessen war dieses Klong. Kling. Klickerklackerklong. Tilla strich ihre Tunika glatt, drehte sich um und trabte zu den Frauen zurück. Oh, wie sie diese Stadtwachen hasste. Unschuldig sah sie drein und doch brodelte es in ihr.

    Ganz still auf ihrem Platz sitzend beäugte sie Caelyns Art sich zu reinigen und nickte auf ihre Meinung. "Ja weißt du, mal ganz unter uns! Ich schau mir das hier einigeTage an und dann sehe ich mal weiter!" Naja, anschauen lohnte sich. Dennoch musste man darauf gefasst sein zu reagieren. Und zwar richtig. Wie es eben von einem erwartet wurde. Anders ging es gar nicht. Tilla sah Caelyn aufmekrsam an, als sie die Stadt erwähnte. Die Stadt? Sofort spitzte sie ihre Ohren, versuchte sich die Neugier nicht anmerken zu lassen und fragte sich, wie Caelyn denn anderen etwas 'abluchste'. Um sich zusammenzureissen, legte sie den Kopf auf die verschränkten Arme, linste zur Älteren rüber. Sollte sie etwas dazu sagen? Wenn, dann lieber das was ihr in den Sinn kam. In die Stadt? Vergiss es. Sie nehmen uns mit nach draußen, wenn sie uns wirklich brauchen. Wenn Tilla ehrlich zu sich war, empfand sie die Mauern der villa beschützend, nicht als einengend. Hier bekam sie zu Essen, hatte ein Dach überm Kopf und trug angenehm zu tragende Kleidung. Immer war jemand anwesend. Dennoch.. hin und wieder spürte sie ihre Finger jucken. Voll mit Gedanken zupfte sie eine Fluse von ihrer Tunika, dachte an den blonden Mann, den sie bestohlen hatte. Noch war die Woche nicht um.

    Eine warme Hand legte sich auf ihre Schulter. Jemand sprach zu ihr. Sie schluchzte stetig weiter. Wie konnte sie auch Antwort geben? Bitte.. lass mich. Da nahm sich jemand anderer ihr an und nahm sie in die Arme. Tilla kuschelte sich immer noch heftig zitternd an die Person, vergrub ihr verheultes Gesicht auf der Schulter von Minna. Es war die Blonde die nach ihr gerufen hatte. Tilla erkannte sie an der Stimme wieder. Wenigstens ihr wollte sie versuchen eine Antwort zu geben... Langsam zog sie die Arme wieder zu sich heran, rieb die prickelnde Haut, versuchte 'bildlich' die Gänsehaut wegzureiben und berührte dabei auch einige schmerzhafte Abschürfungen. Au.


    Prompt biss sie sich auf die Lippen. Neue Tränen bildeten sich in ihre Augen, die sogleich die Wangen runterkullerten.. wenn sie doch nur sprechen könnte. Vorsichtig sah sie zu Ursus auf, den sie allmählich als einen echten Menschen aus Leib und Blut erkannte. Du hattest ein Geweih auf dem Kopf. Wie der Gott. Cerunnos, Gott mit dem Geweih. Ihr Zittern verstärkte sich. Sie hatte immer noch Angst. Tilla nickte zu Aintzane rüber.Sie hat ihn gerufen. Da. Die Hand Cerunnos schwebt über ihr. Totengott. Sie zog die Nase hoch. Der eigene Kopf brummte und das neu erstarkte Feuer war in ihren Augen ein bisschen zu hell geworden. Ihr wurde wegen der ganzen Aufregung um sie herum und dem schnellen Sturz fast schon schlecht. Tilla lehnte sich an Minna, weinte und hielt still.

    Ja. Neu bin ich. erwiderte sie ruhig. Und trotzdem ist hier schon so viel passiert wie draußen auf der Straße. Tilla beobachtete Caelyns Hände, die immer wieder mal unter oder über der Wasseroberfläche zu sehen waren. Da sie nun nichts zu tun hatte als zu warten, bis Caelyn fertig war, zog sie die Beine an und umschlang sie sie mit den Armen. "Was hast du früher so gemacht, ich meine, bevor du hierher gekommen bist?"


    Sie sah die ältere Frau forschend, sich unbehaglich fühlend, an. Noch keiner der Bewohner des Hauses hatte sie bisher zu ihren letzten Wochen befragt. Darüber war sie eigentlich ganz froh.. andererseits.. wünschte sie sich darüber sprechen zu können. Nur... warum sollte sie das jetzt wem erzählen, den sie nicht mal eine Stunde kannte? Es bestand keine Notwendigkeit dazu. Tilla zuckte mit den Schultern, verweigerte die Antwort und widmete sich der nächsten Frage. Ich habe die Sklaven bisher nicht gezählt. Es ist überschaubar. erwiderte sie und behielt Caelyn im Auge. Ob sie sie schon mal gesehen hatte, draußen auf der Straße? Tilla würde sich daran errinnern.

    Tilla wandte sich ab, als Caelyn sich so plötzlich auszog und wartete, bis sie das Wasser im Zuber schwappen hörte. Mit gesenktem Kopf ergriff sie einen kleineren Sack und füllte diesen mit den abgelegten Sachen der Älteren. Diesen stellte sie an die Tür und kehrte mit einer schlichten Tunika zurück. Die Truhe hinter der Tür war schon seltsam... irgendwie fand sich dort immer etwas anziehbares. Ob sie sich mal auf die Lauer legen sollte, um zu sehen, wer sie denn auffüllte. Etwa Niki, die Küchin aus der Küche? Oder Dina? Oder Brix? Gar Leone?


    Mit einem scheuen Lächeln legte sie die Tunika auf einen Schemel nahe dem Zuber ab und nahm auf einem Hocker an der Wand Platz. Tilla zeigte ihre Hände vor, deutete zwei mal zehn Finger sowie vier Finger an. Etwa 24 Tage, nicht mal einen vollen Monat. 'erwiderte' Tilla gehorsam langsam gebärdend. Wie ist es hier so? Tilla zuckte mit den Schultern, deutete eine Waage an. Mal so.. mal so.. nie gleichmässig. Auf und ab. Hoch und runter. Schliesslich deutete sie auf ihre Augen, auf ihre Ohren. Viel hören, viel sehen. und schüttelte den Kopf. mehrere lose Strähnen fanden durch eine Handbewegung den Weg zurück hinters Ohr. Nie sprechen. Alle laufen hin und her. Tilla bewegte die geballte Faust, schloß ihren Mund ab und liess zwei Finger ihrer Hand über den angewinkelten Arm 'spazieren gehen'.

    Dann waren sie endlich da. Mit ihrem Zeigefinger deutete sie in den linken Gang, genau neben dem Eingang zur Sklavenunterkunft. Hier befand sich das Bad der Sklaven. Es war ein kleiner, rechteckiger Raum. In der Mitte stand ein großer Holzbottich, der allerdings noch mit Wasser gefüllt war. Dieser würde mit weiterem Badewasser gefüllt werden müssen und ehrlich gesagt mochte Tilla diese Aufgabe nicht.


    Leise seufzend trotte sie zu dem Zuber und tauchte die Hand ins Wasser. Gerade mal bis zur Hälfte Wasser schwappte in dem halbvoll gefüllten Zuber herum. Noch halbwegs lauwarm. Sie drehte sich zu Caelyn um. Schau mal... ist das gut so? fragte sie sie, plätscherte mit dem Wasser. Die Handtücher und Laken zum Abtrocknen würde Caelyn bestimt von alleine entdecken. Schon wandte sie sich um, holte zwei kleinere Holzkisten herbei. Beide Kisten öffnete Tilla nacheinander und stellte sie auf einen breiten Schemel. In der einen Kiste waren Bürsten und Kämme, in der anderen Kiste Seife und Badekugeln.[/COLOR] Dann deutete sie auf eine weitere Kiste, welche sich beim Näherkommen als eine größere Truhe herausstellen würde. Kleidung. tunica. Tilla zupfte zur Verdeutlichung an ihrer eigenen Kleidung und sah Caelyn dabei an.