Beiträge von Numerius Duccius Marsus

    Witjon strafte seinen Bruder mit einem gespielt zornigen Blick, als dieser auf den Sinngehalt seines Ständchens ansprang. Ein Glück, dass Callista ihm zuvorkam und Arbjon eine berechtigte Frage stellte. Während sein Bruder die Bedeutungen ihrer Namen erklärte, schnappte Witjon sich noch einen Krug Bier und schaute ein wenig umher, mit halbem Ohr der Unterhaltung lauschend. Ragin war auf der Bühne angekommen und stimmte seine Gesangseinlage an. In dem Moment kam nun auch Alrik zu ihnen dazu und sprach Witjon an. "N'Abend Alrik, ja das ist...genau." Er unterbrach sich selbst, als der neueste Bewohner der Casa Duccia seine Verlobte bemerkte und sich gleich selbst vorstellte. Kleinsprech entwickelte sich, was Witjon zunächst davon abhielt bei Ragins Gassenhauer mitzugröhlen. Doch irgendwann übermannte ihn doch die Sangeslust und so hob er seinen Becher und brüllte mit zwei jungen Mattiakern um die Wette.


    "Jam Dabdabadei Jam Dabadadei
    Jam Dabdabadei Jam Dabadadei
    Jam Dabdabadei Jam Dabadadei
    Jam Dabdabadei"


    Als das Lied verklungen war, kamen die Zwillinge auf die Bühne. "Woah, is' Ragin voll," lachte Witjon, als Lando und Elfleda herankamen. Der herutische Vetter lobte seine Gesangseinlage was Witjon mit einem breiten Grinsen quittierte. "Danke. Dein Auftritt war allerdings auch nicht von schlechten Eltern." Er stieß trinkfreudig mit an und schenkte seiner Verlobten einmal mehr ein aufmunterndes Lächeln. Er stürzte das Bier herunter und brauchte nicht lange auf einen Becher Honigwein warten, der gebracht wurde.


    "Auf Lando und Elfleda!" stimmte Witjon dann ein, denn Phelan und Sontje sprachen ein Hoch auf das Brautpaar aus und sangen dann aus vollem Halse. Zu Witjons Freude kamen dann später Albin und Marga an die Reihe. Natürlich lieferte der meist so griesgrämige alte Mann eine beachtliche Show ab und erntete begeisterten Jubel und einen Chor polternder Männerstimmen; man könnte meinen sie wollten die Casa umpusten. Albins Finger fuchtelte in Richtung des Brautpaars, wo nun Lando, Elfleda, Witjon, Callista, Arbjon und Alrik standen. Witjon schaute nur erwartungsvoll in die Runde, während sie nebenbei von Ragin überfallen wurden.

    Tock - Tock - Tock - Tock...
    So fuhr der Hammer wieder und wieder auf den Zaunpfahl hinab, den Lars ins weiche Erdreich trieb. Er wechselte einige verfaulte Pfähle aus, die den kleinen Gemüsegarten bei seinem Haus vom matschigen Weg abgrenzten. Es war zwei Tage lang regnerisch gewesen, doch heute war die Sonne endlich wieder aus ihrem Versteck gekrochen und beglückte das Land mit ihrer Wärme. Lars wischte sich den Schweiß von der Stirn und lauschte dem Blöken von der nahen Weide. Dort standen elf Schafe, davon drei Lämmer, die Lars voll Stolz seine Herde nennen konnte. Groß war sein Schafbestand bei weitem nicht, doch ließ sich damit überleben.
    Das Langhaus des Germanen stand auf römischem Boden. Das sagten zumindest die Römer. Lars stellte gegenüber seiner Frau immer wieder fest, dass dieses Land ihm gehöre. Immerhin hatten hier schon sein Vater, dessen Vater und vermutlich auch schon dessen Vater gelebt und ihre Familien großgezogen, so wie Lars nun auch.
    Seine Frau Gudula trat aus dem Haus heraus und brachte etwas Wasser und ein Stück Brot. Sie musste nun auch schon ihre achtundzwanzig Sommer alt sein. Oder mehr? Lars wusste es nicht so genau. Er hatte sie damals geheiratet, als sie beide noch jung waren. Mittlerweile war er bereits fünfunddreißig. Kinderschreie ließen Lars horchen. Er schaute von seinem Brot auf und trat auf den Weg hinaus, der in gerader Linie zu den restlichen Langhäusern seines Dorfes führte. Doch von dort kamen die Schreie nicht, sondern vom Waldrand, der gegenüber des Hauses in hunderten Schritten Entfernung lag. Dort brachen nun Erkmar und Söncke aus dem Unterholz, wild johlend und mit den Armen wedelnd. Die beiden waren Lars' älteste Söhne, der eine vierzehn, der andere ungefähr zwölf.
    "Vater, Vater! Der Römer kommt wieder her!" Der Römer, das war der Petronier, dem Lars seine Wolle verkaufte. Verfluchter Raffzahn, was wollte der schon wieder hier? Der Weg machte eine Biegung und verschwand hinter dem Wald, weshalb die Jungen den Römer gesehen hatten und vor ihm am Haus angekommen waren, da der Römer einen Umweg machen musste. Lars' Stimmung schlug um. Der Tag hatte so gut begonnen und jetzt das! Lars stellte sich breitbeinig vor seinem Haus auf und wartete. Seine verschwitzten dunkelblonden Haare klebten an seinem Kopf und seine Hose war vom Matsch verschmiert, doch seine Haltung und sein Gesichtsausdruck verrieten Stolz und Selbstbewusstsein.



    Um Asgards Willen, nicht singen! Witjon war Politiker, ja. Und er konnte Reden halten vor großen wie kleinen Menschenmengen. Er hatte seine helle Freude daran gehabt, Lando dort oben zu sehen und in den fröhlichen Chor mit einzustimmen. Callista musste reichlich geschockt gewesen sein, doch er hatte ihr nebenbei den ungefähren Sinn des Textes erläutert und sie dann zumindest zum Mitsummen animiert, während er selbst lauthals mitsang. Es wurde gejubelt und gegrölt, als das Lied verklungen war und dann wurde es etwas stiller und Spannung legte sich über die Festgesellschaft, während Lando sich sein Opfer aussuchte. Witjon zitterte beinahe vor Aufregung. Er mochte es, anderen Leuten zuzuhören und irgendwo MITzusingen, aber wenn er nun SELBST dort hinaufsollte?!?!? Und da zeigte der Waldschrat auf dem Podest ausgerechnet auf ihn! Argh!


    Witjon erschrak und schluckte schwer. Er seufzte tief und ließ dann wiederwillig Callistas Hand los, um zur Bühne hinzustapfen. Er ließ sich unter dem Jubel der Gäste von Lando auf den Tisch hinaufziehen, der daraufhin zurück in die Menge sprang. Oben angekommen holte er tief Luft und versuchte sich zu beruhigen. Sein Herz wollte ihm aus der Brust springen und seine Knie wurden weicher als weich. Dann räusperte er sich und richtete seinerseits ein kurzes Wort an die Gemeinde.


    "Werte ähm...werte Damen und Herren, nachdem Lando bereits so wundervoll für uns gesungen hat, ist es wohl nun an mir etwas zum Besten zu geben. Ich habe mir eine Weise ausgesucht, die gewiß ein jeder von euch kennt und...mitsingen kann...und so. Ich möchte meine Gesangseinlage meiner Verlobten Prudentia Callista widmen!" Er deutete auf die hübsche junge Frau dort unten und wechselte kurz ins Lateinische. "Callista, dieses Lied singe ich für dich!"


    Ein schelmisches Grinsen bemächtigte sich seiner Gesichtszüge. Gut, dass sie den Text nicht verstand, denn das was er nun von sich geben würde, war sicherlich nicht das, was sie unter einer angebrachten Ode an die Verlobte verstehen würde. Langsam wich Witjons Aufregung und in einem Anfall von Übermut grabschte er sich ganz dreist den Becher eines Spielmanns und leerte das Bier mit ein paar kräftigen Zügen.
    Jetzt konnte es losgehen. Er gab den Männern an den Instrumenten eine kurze Anweisung, die Spielleute nickten und schon ging es los.




    "Dort wo gar nichts wachsen sollte
    und nur Stein vom Berge rollte
    hab drei Blumen ich gepflanzt
    und mit Wünschen nachts umtanzt
    hab bei Vollmond sie gegossen
    drei mal in die Luft geschossen
    sie mit meinem Blut genährt
    daß die Liebe ewig währt"


    Und beim (recht kurzen) Refrain grölte Witjon lauthals das
    "Abra"
    während die Gäste im Chor das
    kadabra entgegenbrüllten.
    "Bald schon, bald schon bist du mein!"


    Witjon war ein besserer Sänger als Lando, das stand fest. Er traf mehr Töne, sang mit seiner recht tiefen Stimme in beinaher perfekter Lage und hatte keine Probleme, Lange Töne ohne Luftmangel zu halten. Dafür war sein schauspielerisches Talent nicht annährend so ausgeprägt wie das seines Vetters. Witjon stampfte und schunkelte zwar im Takt auf der Bühne herum und animierte die Leute auch zum Klatschen, und auch sein Mienenspiel passte zur Musik, doch war er noch lange nicht albern und lokisch genug, um Loki das Wasser reichen zu können. (:D)



    "Als die Sterne günstig standen
    und die Kräfte sich verbanden
    sprach mit Tieren ich und Pflanzen
    mußte mit dem Einhorn tanzen
    hab gefastet sieben Tage
    schlief in unbequemer Lage
    gab dem Wind ein Haar von dir
    bald schon, bald gehörst du mir


    Abra
    kadabra
    Bald schon, bald schon bist du mein!


    Dann zog ich mit dem Dolch drei Kreise,
    und sang auf ganz besondre Weise,
    schnitt dann die Blumen ab,
    trug sie in das Tal hinab.


    Abra
    kadabra
    Bald schon, bald schon bist du mein!



    Abra
    kadabra
    Bald schon, bald schon bist du mein!



    Abra
    kadabra
    Bald schon, bald schon bist du mein!


    Zum Ende hin wurden die Worte nur noch gebrüllt und Witjon begann langsam heiser zu werden. Endlich war die Musik verklungen und lautes Gejohle brach aus, während er nur bescheiden die Hände hob und sich bereits den nächsten Sänger aus der Menge pickte. Er fragte sich insgeheim, ob Callista die ganze Schose womöglich sogar gefallen hatte und würde ihr wohl später einmal den Text erläutern müssen. Er grinste breit und fand ein Gesicht unter den Gästen, das ganz gewiss Bühnentauglich war. "RAGIN!!! Komm 'rauf hier!" Er lachte rauh und half seinem jüngeren Vetter bereitwillig und breit grinsend auf den Tisch herauf, um dann selbst herunterzuspringen und zu seiner Verlobten zurückzukehren. Das schelmische Grinsen war noch nicht gewichen, als er Callista erreichte und ihre Reaktion erwartete. "Na, wie war ich?"

    Zitat

    Original von Sveija
    Isch lass üsch zwei jetz in Roh. Et es alt risch nett un wann do em wih däs, mach isch disch platt.


    Huch. Das war deutlich. Gut, dass Callista die Ubierin noch nicht verstehen konnte - und in naher Zukunft auch trotz bald erlernter Germanischkenntnisse immer noch nicht verstehen würde, dessen war Witjon sich sicher. Daher lächelte er seine Verlobte einfach nur an, als Sveija auf und davon war und zögerte, ob er das gerade leidlich gelernte direkt ausprobieren sollte und sich mit Callista ins Getümmel werfen sollte...


    "Das ist sie wirklich," erwiderte Witjon. "Ich kenne sie seit wir klein sind. Wir sind zusammen in Brogilus aufgewachsen und sind gute Freunde geworden. Leider trafen ihre Familie einige Schicksalsschläge, weshalb sie vor ein paar Jahren hier Anstellung gesucht hat. Natürlich haben wir sie mit Freuden aufgenommen und seitdem lebt und arbeitet sie in der Casa." Irgendwie kam er sich blöd vor, wie er so mit Callista herumstand, weshalb er zu ihr herantrat und ihre Hände in die seinen nahm. Er hielt gern ihre Hand, denn Callistas Haut war weich und ihre Berührungen ganz sanft und Witjon fühlte sich unbeschreiblich wohl, wenn er mit ihr zusammen sein konnte. "...so wie du bald in der Casa leben wirst," schloß er seine kleine Ausführung.

    Witjon war gerade im Wetttrinken mit diesem verweichlichten Nachbarssohn begriffen, den er mit knappem Vorsprung abschluckte. Er klopfte dem jungen Mann, der noch eine Spur schmächtiger war als Witjon - für germanische Verhältnisse war Witjon nämlich eindeutig nicht muskulös genug - kräftig auf die Schulter, als er Landos Blick gewahr wurde. Er entschuldigte sich und kam dann zu seinem Vetter hinzu, der mit Maecenas im Gespräch war. "Hm? Was gibt's?" Nebenbei bemerkte Witjon, dass Lando das neue Trinkhorn bereits eingeweiht hatte. Er quittierte das mit einem anerkennenden Blick, während er einem Schankmädchen einen Becher Met abknöpfte und seine Aufmerksamkeit dann vollends auf Lando und Maecenas richtete.

    "Mogontiacum...unsere neue Heimat," betonte Witjon lächelnd. Sein Becher war mittlerweile leer und Callistas Hand wollte sicherlich nicht bis zum Schweißausbruch gehalten werden und so gab er sich einen Ruck und ließ sowohl die Hand, als auch den Becher los. Statt dessen stand er zaghaft auf und forderte seine Verlobte auf: "Komm, wir gehen ein Stückchen weiter. Ich möchte dir die Thermen zeigen und das Handelskonsortium, das mein Vetter gegründet hat. Oder möchtest du noch etwas zu dir nehmen?" Erst jetzt bemerkte Witjon, dass er sie gar nicht nach etwas zu essen gefragt hatte und wurde mit einem Mal wieder ungeschickterweise nervös. Sein Blick lag auf der Frau, die er heiraten würde und er hielt einen Moment inne, um seinen Gedanken nachzuhängen. Einmal mehr rief er sich ins Gedächtnis, dass er diese wunderschöne, rothaarige, junge Frau mit ihren Sommersprossen und den braunen Augen und dem zierlichen Körperbau, die junge Fraue, die beinahe einen Kopf kleiner als er war, ja genau diese wunderschöne Prudentia, heiraten würde! Er, Witjon Evaxsohn, würde Callista, die wundervolle Frau aus der Gens der Prudentier, zur Ehefrau nehmen dürfen!


    Mit Callistas Einverständnis standen sie auf. Witjon hinterließ ein angemessenes Trinkgeld für den Wirt und sie stromerten eine Weile durch die Markthalle, während sie hier und da Waren bewunderten. Dort lagen weiche Pelze aus, hier wurden kunstvolle Schmuckstücke angepriesen, anderswo priesen Kaufleute ihre geschnitzten Spielzeuge feil. Sie kamen an Geldwechslern vorbei und passierten etliche andere Marktstände von Töpfern, Korbmachern, Schneidern, Zimmerleuten, Großbauern oder Wollhändlern. Witjon führte Callista, ohne sie sonderlich zu berühren, denn dazu war er nun doch zu schüchtern und es erschien ihm irgendwie anmaßend. Immerhin waren sie nach germanischem Brauchtum dennoch nur halb verlobt und kannten sich ja eigentlich kaum und überhaupt war die Situation völlig ungewohnt für ihn und verwirrte ihn zusehends. Ein Glück, dass die beiden und die Sklavin bald wieder am Ausgang der Basilika angekommen waren.


    Von dort hatte man einen guten Ausblick auf das Forum. Die Basilika lag etwas erhöht und Witjon und Callista standen am oberen Ende einer niedrigen Treppe, die hinauf zur Markthalle führte. So besaßen sie eine angenehme Sicht auf den Platz, der einige Stände und umherwuselnde Kauflustige vorzuweisen hatte. Hier und dort wurden Waren lauthals angepriesen, dort bettelten arme Schlucker um Almosen und anderswo schufteten Tagelöhner oder Sklaven in einer Ecke beim Stapeln oder Sortieren von Kisten voller Waren. Witjon warf Callista einen aufmunternden und zugleich irgendwie dankbaren Blick zu und ließ seinen Arm wie seinen Blick über das Panorama der Stadt gleiten, das sich ihnen bot. "Nun...was möchtest du als nächstes sehen? Die Thermen, die Tempel, womöglich sogar den verschluderten Hafen?"

    Was hatte er denn jetzt schon wieder getan? Der Schleier fiel und Witjon wurde plötzlich ganz anders. Hatte er etwas falsches gesagt? War das was er gesagt hatte etwa zu direkt gewesen? Hoffentlich würde Balbus ihn nicht einen Kopf kürzer machen, wenn er recht hatte mit der Annahme, dass Römer offenbar ziemlich sensibel waren, was solche Dinge anging. Witjon hatte ohnehin bemerkt, dass er mit Callista wohl etwas behutsamer umgehen musste. Auf ihrer Verlobung hatte er den Eindruck gehabt, dass seine Nähe sie beinahe zum Zerspringen gebracht hatte, woraufhin er in den letzten Tagen sich etwas zurückgehalten hatte. Doch seine Worte hatten sie jetzt offfensichtlich wieder sehr erschrocken und der arme Bräutigam kam sich reichlich blöd vor. Er versuchte die Peinlichkeit zu übergehen und wandte sich an Crista, deren Augenbinde ihn erst leicht verwirrte, bis er verstand weshalb sie diese ganz offensichtlich trug. "Tiberiana, es ist mir eine Freude dich kennen zu lernen." Er wusste gar nicht, wie oft er diese Floskel schon auf Landos Hochzeit sowie auf seiner Verlobung von sich gegeben hatte und war des Redens langsam aber sicher müde, doch das würde ihm nicht helfen. Bald gab es noch eine ganze Menge zu sagen. Cristas nicht-gratulieren brachte Witjon zum Schmunzeln, was diese freilich nicht sehen konnte. Ihre Entschuldigung jedoch tat er leichthin ab. "Sollten die beiden später zur Feier hinzustoßen, so soll es mir recht sein, tun sie es nicht, so ist das auch kein Ding." Er lächelte aufmunternd, erinnerte sich dann jedoch, dass Crista das ja immer noch nicht sehen konnte und war froh, als plötzlich der Augur zu ihnen herantrat. Die Zeremonie konnte beginnen. Gespannt beobachtete Witjon, was der Mann dort tat. Er zeichnete Dinge in die Luft und schaute gen Himmel, während er vor sich hin betete...oder so etwas.

    Witjon hatte ein Problem. Nein, er hatte zwei Probleme. Er hatte schon wieder seine Verlobte aus den Augen verloren. Und er hatte im Getümmel immer noch nicht Lando und Elfleda gratuliert, geschweige denn Geschenke überreicht. So ein Stress aber auch! Er lief gehetzt durch den Garten und streckte immer wieder den Kopf über die Gesellschaft hinweg, um das Brautpaar zu finden. Mit sich führte er zwei Dinge. Beziehungsweise: Er führte einen länglichen, gekrümmten Beutel mit sich, während er Pepino einen kleinen Karren drüben auf der 'Terrasse' - ein ebenes Stückchen plattgetretener Erde direkt hinter der Casa - hatte abstellen lassen. Dort, endlich entdeckte er das Brautpaar. Und da waren ja auch die Prudentier! Ein Glück, so konnte Witjon zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen.


    Er trat also unauffällig neben seine Verlobte, warf Balbus und Vespa dabei einen kurzen, freundlichen Blick zu und schenkte Callista ein Lächeln. Er wartete einen gebührlichen Moment, während das Brautpaar sich mit den Prudentiern unterhielt und schaltete sich dann ein. Den Beutel hatte er sich über die Schulter gehängt, sodass er seinen Vetter herzlich umarmen konnte....was er dann auch tat. "Lando, alles Gute! Ich freue mich ja so!" Er löste sich wieder von dem kerligen Kerl, den er doch so gern hatte und grinste breit, während seine Hände noch auf den Schultern seines Gegenübers ruhten. Nach Landos Dankesworten wandte Witjon sich ebenso fröhlich der Braut zu und umarmte diese ebenso herzlich, während er Elfleda zwei flüchtige Küsse auf die Wangen gab (Was hoffentlich angebracht war...).


    Dann überreichte er die Geschenke, die er zusammen mit seiner Verlobten darbringen wollte. Er öffnete den Beutel, den er dabei hatte - ja, er hasste es Geschenke irgendwie schmuckvoll zu verpacken, Schlichtheit lag ihm in dem Fall eher - und zog zunächst eine kleine Schüssel heraus. Die Keramik war fein bemalt und zeigte einen Ausschnitt aus der Saga, die von Loki handelte. Ein Grinsen huschte über Witjons Gesicht, während er erklärte: "Dies soll unser beider Geschenk an dich sein, Elfleda." Er grinste noch breiter, als er ihren Blick sah und ergänzte fröhlich: "Dort drüben, abseits der Menge, steht ein ganzer Karren voll wunderschöner Schüsseln und Töpfe, die allesamt Sagen erzählen. Nicht nur die von Loki. Sie sollen dein Sein, so dass du bald eine große Familie daraus ernähren kannst." Er zwinkerte und wandte sich an seinen herutischen Vetter. "Und für dich, mein lieber Lando, haben wir das hier gefunden..." Er griff wieder in seinen Beutel und zog etwas heraus, das Lando bestimmt sehr zusagen würde.
    Es war ein Trinkhorn, dessen spitzes Ende mit einem Wolfskopf verziert war. Witjon war sich sicher, dass es dem kerligen Duccier gefallen würde. (;):D)


    Sim-Off:

    Das Bild für die Keramik spiegelt leider keineswegs das wieder, was ich mir darunter vorstelle. Nutzt einfach eure Fantasie, um euch Loki und andere Sagengestalten auf den Schüsseln und Töpfen vorzustellen.
    Das Trinkhorn sieht statt dessen genau so aus, wie Lando es sim-on auch sieht. :)
    Achja: WiSim. :D
    Edit: Klitzekleine Änderung in der wörtlichen Rede.

    Zitat

    Original von Tiberius Prudentius Balbus
    ~Begrüßung~


    Der Hausherr kam auf Witjon zu und begrüßte diesen. Der junge Duccier neigte den Kopf leicht und lächelte so selbstsicher er konnte. "Salve Balbus. So bereit wie ein Mann nur sein kann." Er sah sich anerkennend um und versuchte sich ein wenig abzulenken. "Wie ich sehe ist alles bestens vorbereitet. Fehlt nur noch die Braut..."


    Zitat

    Original von Prudentia Callista
    ~Callista und Crista kommen hinzu~


    Dann erblickte er seine Versprochene. Und war sprachlos. Ihr Anblick verzauberte Witjon so sehr, dass er einen Moment lang nur dümmlich starren konnte. Ihr Lächeln war umwerfend und in ihrer tunica recta sah sie so wunderschön aus wie er sie noch nie zuvor wahrgenommen hatte. Er liebte die Sommersprossen auf ihrer Haut, die Haare, die heute vom roten Schleier verdeckt wurden, und er konnte seinen Blick nur schwerlich von diesen braunen Augen abwenden, die ihn so sehr faszinierten. Und diese Frau würde er heiraten! Was er doch für ein Glückspilz war. Im Stillen dankte er den Nornen, sandte ein Stoßgebet zu Freya und Frigg und hoffte inständig, dass sie ähnlich über ihn dachte. Seine Knie wurden noch ein bisschen weicher und sein Herz begann zu rasen, während sein Mund einmal mehr trocken wurde und der Kloß sich wieder in seinem Hals einnistete. Witjon war so nervös wie noch nie in seinem Leben, nicht einmal damals vor dem Zweikampf hatte er solch einen Bammel.
    "Wie bildhübsch du aussiehst, Callista..." hauchte er, als sie vor ihm stand. Dann registrierte er die Frau neben seiner Verlobten. Verlegen räusperte Witjon sich und blickte fragend von Callista zu der Unbekannten und zurück. Balbus war mit einem Mal etwas in den Hintergrund gerückt, was er Witjon hoffentlich nicht übel nahm. Der junge Mann war einfach zu sehr abgelenkt.

    Witjon nickte und freute sich innerlich über Landos Lob. Gewöhnlich machte er davon nämlich recht selten Gebrauch. Dass sein Vetter Callista dann jedoch in der Sprache ihrer Ahnen willkommen hieß, wollte ihm nicht so recht gefallen. Natürlich musste sie Germanisch lernen, doch war es der richtige Weg, sie so ins kalte Wasser zu werfen? Na, darüber konnte er sich wohl auch noch zu späterem Zeitpunkt Gedanken machen. Er wandte sich an Callista, sah ihren fragenden Blick und übersetzte kurz: "Er begrüßt dich in der Sippe." Wieder dieses Wort. Sippe. Vermutlich konnte sie sich darunter auch nur wenig vorstellen. "Also...in der Gens. Wie auch immer. Ich werde dir zügig die Sprache der Stämme beibringen müssen, ich kann ja nicht immer den Übersetzer spielen." Er legte seinen Arm auf ihre Hüfte und drückte sie sanft an sich. Die Worte klangen ernster, als sie gemeint waren, doch sollte Lando wissen, dass er das Leben in der Casa unverändert lassen würde. Callista würde sich wohl oder übel an die Gepflogenheiten des germanischen Lebens anpassen müssen. Er fühlte sich zwar etwas unwohl bei dem Gedanken, doch er würde sie nach Kräften bei der Eingewöhnung unterstützen und war sich sicher, dass sie die sprachlichen wie kulturellen Hürden mit Bravour meistern konnte und würde. Auf Germanisch erwiderte er dann seinem Vetter und dessen Braut: "Wir danken euch. Mit unserer Unterstützung wird Callista sich ebenso schnell in der Sippe zurechtfinden wie Elfleda es in der römischen Umgebung tun wird. Davon bin ich überzeugt." Er lächelte und versuchte seine Überzeugung auch äußerlich rüberzubringen, doch war er sich nicht ganz sicher, ob es nicht doch gewisse Probleme geben würde. Aber das sollte ihn momentan nicht weiter stören. Heute sollte ein fröhlicher Tag sein und so wandte er sich dann an die gesamte Gesellschaft. "Meine lieben Gäste, ich denke wir alle können eine Stärkung vertragen! Eine Stärkung findet ihr in der Casa Duccia, doch denkt daran es nicht zu sehr zu übertreiben. Es steht bald schon unser beider Hochzeit an und da sollt ihr alle ja wieder bei Kräften sein!" Er grinste und hoffte, dass die Gäste den Ausklang im Garten der Casa noch genießen konnten nach der ganzen Feierei bei Landos und Elfledas Hochzeit. Und so machte die fröhlich plappernde Gesellschaft sich wieder auf den Rückweg nach Mogontiacum, wo der Rest des Tages mit Ausruhen genutzt wurde. Nur die beiden Verlobten besprachen die Vorbereitungen für die folgenden Tage und organisierten bereits die nächsten Festivitäten.


    Sim-Off:

    Der Ausklang im Garten der Casa Duccia wird aus Zeitgründen nicht ausgespielt. Ich denke das ist allen so ganze recht. >Weiter geht's einfach auf der Hochzeit selbst.<

    Bei Wodan! Bei Donar! Bei Teiwaz! Bei allen vermaledeiten, hochwohlgeborenen, grausamen, göttlichen Göttern zusammen! So hatte Witjon sich das bei weitem nicht gedacht. Er wollte es erst vorgeführt bekommen, doch plötzlich hatte Sveija ihn schon fest im Griff und trieb ihn vor sich her. Zwei Schritte nach links, zwei nach rechts, einen nach vorn, einen weg, links herum, rechts herum...
    Zuerst stolperte er völlig unbeholfen über seine eigenen Füße, auch wenn sie nur langsam hin und her tapsten. Ein hilfesuchender Blick zu Callista zeigte ihm, dass er von ihr gerade keine Hilfe erwarten konnte, denn sie war offenbar selbst einmal mehr viel zu eingeschüchtert. Die Drehung wäre beinahe in einem unangenehmen Kneuel geendet, doch er konnte sich gerade noch so entwirren. Dann wiederholten sie das ganze noch einmal langsamen Schrittes, was schon etwas besser funktionierte. Diesmal trat er zumindest niemandem mehr auf die Füße. Beim dritten Mal ging es schon fast fehlerfrei und Witjon lächelte unbeholfen. Doch dann wurde Sveija plötzlich schneller. Die Reihenfolge der Schritte war bei langsamem Tempo noch einzuhalten, doch nun wurde es knifflig. Witjon tat sein Bestes und schaffte es auch noch zwei Mal hintereinander, die Schrittfolge unbeschadet zu überstehen. Dann stoppte er und verneigte sich kurz vor der ubischen Haushältern. "Uff. Ich denke das sollte genügen, dankesehr." Er atmete tief durch, er meinte seinen Herzschlag zu hören und brauchte unbedingt noch einen Schluck Bier. "Ich finde, du solltest Callista auch eine Tanzstunde geben..." lenkte er von sich ab und deutete mit einem schiefen Lächeln auf seine Verlobte.

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus


    Natürlich hatte Witjon seinen Bericht etwas ausgeschmückt, um die Oberschicht der Stadt nicht in einem zu schlechten Licht dastehen zu lassen. Er hätte die Gedanken des Statthalters vermutlich erahnen können, hätte er genug Zeit gehabt um darüber nachzudenken. Statt dessen ging er lieber auf die allgemeine Lage der Provinz ein.
    "Soviel ich weiß, ist die Provinz zur Zeit recht friedlich. Der Winter war im Gegensatz zum vergangenen Jahr recht mild und es wird keine Hungersnot geben. Ein Bauernaufstand wie er zuletzt niedergeschlagen werden musste ist daher nicht zu erwarten." Er schluckte bei diesen Worten einen Kommentar über die Vorgehensweise der Legionen herunter und sprach ohne eine Regung weiter. "Im Gegenteil, die Viehherden finden sattes Grün auf den Weiden und werden reichlich Wolle, Milch und Fleisch abwerfen. Die Felder werden bestellt und die Bauern haben nicht zu klagen. Genauso floriert der Handel innerhalb der Provinz und auch über den Rhenus hinaus. Probleme am Limes scheint es nur wenige zu geben, es gab zumindest keine Berichte über größere Zwischenfälle. Die Reiterei der Ala II und der Legio II haben die Grenzsicherung offensichtlich im Griff."


    Witjon machte eine kurze Pause, um weitere Punkte in seinem Kopf zu sortieren und dem Legaten einen Moment zu geben, um das Gesagte aufzunehmen. Dann fuhr er fort.
    "Der Zustand der Straßen ist passabel. Aufgrund des milden Winters gab es relativ wenige Schäden, die in der Umgebung bereits ausgebessert werden. Ebenso verhält es sich mit der Wasserversorgung, die meines Wissens einwandfrei funktioniert. Genaueres werden die Berichte der Procuratoren der jeweiligen Regiones ergeben, die hoffentlich in den nächsten Wochen eintreffen werden.
    Größere Bauprojekte gibt es derweil wenige. In Mogontiacum selbst ist eine Sanierung der Tempelbauten im Gange, ansonsten liegen mir keine Berichte über anderweitige aufsehenerregende Arbeiten vor.
    Die Kriminalität hält sich aufgrund des milden Winters und den häufigen Patrouillen in einem geringen Rahmen. Mir ist wohl bekannt, dass es Zwischenfälle mit einer Waffenschmugglerbande bei Confluentes gab, doch Genaueres weiß ich nicht. Ich denke zu diesem Thema sollten wir den Praefectus Alae befragen."


    So, hatte er noch etwas außer Acht gelassen? Witjon überflog in Gedanken das Gesagte und suchte noch etwas Wichtiges, das es zu erwähnen galt. "Achja, dich wird sicherlich auch die Curia Provincialis interessieren. Dieser Rat besteht aus den mächtigsten, einflußreichsten und erfahrensten Männern der Provinz. Er setzt sich aus den höchsten Posten der Verwaltung und des Militärs zusammen und hat bisher als Beraterstab des Statthalters fungiert. Ich selbst bin nicht in der Curia, kann daher also nicht viel über ihr Schaffen berichten. Der Comes Caecilius Metellus jedoch ist der Vorsitzende des Collegiums und wird dir spätestens bei der nächsten Sitzung Bericht erstatten, sofern du wünschst."
    Noch einmal eine kurze Pause, dann entschied Witjon, dass er soweit alles vorgetragen hatte, was ihm auf anhieb einfiel. "Soweit eine grobe Übersicht. Habe ich etwas ausgelassen?" Fragend schaute er sein Gegenüber an. Er war sich nicht sicher, ob er seine Arbeit bisher gut machte, zeigte seine Unsicherheit jedoch nicht.

    Zitat

    Original von Prudentia Callista


    "Ubische Tanzschritte?" Bei Donar! Witjon schaute ganz verblüfft. Er selbst bewegte sich auf der Tanzfläche eher wie ein ungehobelter Troll im Keramikladen. Unsicher schaute er von Callista zu Sveija und wieder zurück und kam plötzlich ins Schwitzen. Sie wollte doch nicht etwa mit IHM tanzen??? Unruhig trat er von einem Fuß auf den anderen."Du willst also Tanzen lernen...ja? Also...für gleich da drüben und so?" Er deutete noch einmal auf die tanzenden Gäste. Einmal mehr wurde ihm bewusst wie er sich plötzlich anstellte und versuchte sich am Riemen zu reißen. Er täuschte Gefasstheit vor und sagte dann noch: "Na dann zeig doch mal her, Sveija. Vielleicht kann ich ja auch noch ein paar Schritte lernen, die bei uns zuhause Anwendung finden." Bei allem Gerede hatte Witjon auch noch ganz vergessen, dass Sveija ja eigentlich gar nicht so gut Latein sprach. Er hatte recht schnell geredet und war sich mit einem Mal gar nicht mehr so sicher, ob sie überhaupt alles verstanden hatte.

    So langsam waren endlich alle Decuriones eingetrudelt. Witjon erhob sich daher und eröffnete die Sitzung. "Salvete werte Decuriones. Hiermit eröffne ich die neuerlichste Sitzung des Ordo Decurionum Mogontiaci mit der Verlesung der Tagesordnung, welche da lautet wie folgt:


    Tagesordnung


      [*]Verlesung und Genehmigung der Tagesordnung
      [*]Neuaufnahmen
      [*]Tempelsanierungen
      [*]Statue zu Ehren des Kaisers
      [*]Duumviratsangelegenheiten


    Sofern die Herren Decuriones mit der Tagesordnung soweit einverstanden sind, können wir mit dem nächsten Punkt, nämlich Neuaufnahmen im Ordo, fortfahren." Er sah sich um und erwartete die Reaktionen der Versammelten.

    Diese Hochzeit war ganz nach Witjons Geschmack. Er hatte bereits mindestens drei Becher Bier runtergekippt, während er mit den verschiedenen Gästen angestoßen und kurze Pläuschchen gehalten hatte. Irgendwann hatte er dann allerdings mit Entsetzen feststellen müssen, dass er seine Verlobte aus den Augen verloren hatte! Er hatte sich also noch einen Krug Bier geben lassen und stromerte nun durch die Reihen der Feiernden. Die Spielleute gaben derweil eine Melodei von sich, die man viele tausend Jahre später wohl getrost als 'rockig' bezeichnen könnte. Leicht im Takt mitschwankend bahnte der junge Duccier sich seinen Weg über das Fest. Endlich entdeckte er seine Verlobte abseits stehend, wie sie sich mit einer anderen jungen Frau unterhielt. Bei näherem Hinschauen erkannte Witjon die tüchtige Haushälterin Sveija. In Hochstimmung kam er auf die beiden Damen zu und gesellte sich zu ihnen. "Na ihr beiden? Wieso steht ihr hier am Rand herum? Da vorne geht die Feier!" Er deutete mit dem Daumen über seine Schulter auf die Festgesellschaft und grinste dabei breit vor sich hin. Sveijas Worte über germanische Tanzschritte hatte er nicht mehr mitbekommen, weshalb er unbeabsichtigterweise ins Gespräch hereinplatzte.

    Das war also Prudentius Balbus. Witjon begrüßte den Römer mit einem kräftigen Händedruck. "Willkommen in Mogontiacum Prudentius Balbus und Aelia Vespa, es ist mir eine Freude euch hier begrüßen zu dürfen." Die Gemahlin des Prudentiers erntete ein höfliches Nicken und eine Geste, die in die Menge deutete. "Bittesehr, schließt euch der Festgesellschaft an. Die Vermählung wird gleich beginnen und ihr wollt sicherlich noch das Brautpaar begrüßen."

    Während der Zeremonie meinte Witjon vor Aufregung umkippen zu müssen. Er achtete so angestrengt darauf alles richtig zu machen und die Götter nicht durch dumme Fehler zu erzürnen und sah daher äußerst ernst aus. Hätte er die Worte aus den hinteren Reihen der Gäste hören können, er wäre vermutlich vor Entsetzen sprachlos gewesen, doch zum Glück war dies nicht der Fall.
    Konzentriert lauschte Witjon den Versen des jungen Familienpriesters. Dann wurde Brot gereicht, das er hastig herunterschluckte. Die ganze Zeit über hatte er den Blick starr geradeaus auf Phelan gerichtet. Nun aber reichte er seiner Versprochenen die Hände und schaute ihr tief in die Augen. Phelan sprach seine Anrufungen und bat die Götter um ihren Segen für das Paar, was Witjon in Gedanken ebenso tat. Dies war ein ganz besonderer Moment und mit ernstem Blick fixierte er Callista. Dann endlich wurde das Opfer angenommen und Witjon musste einen Seufzer der Erleichterung unterdrücken. Er drückte Callista hände sanft, dann gratulierten bereits allerlei Leute. "Ich danke euch, danke..." erwiderte er auf die Glückwünsche seiner Verwandten. Er druckste leicht herum und war froh, als er in einem ruhigen Moment die Zeit fand einen glücklichen Blick mit Callista auszutauschen. Er nahm erneut ihre Hand und wollte etwas sagen, doch fand er die richtigen Worte nicht. So beschränkte er sich auf ein glückseliges Lächeln und erwartete die nächsten Gratulanten.