Beiträge von Titus Duccius Vala

    Wenn der Kuchen sprach, schwiegen die Krümel. So hielt Vala es an diesem Tag, was sollte er auch groß zum Sklaven sagen, wo ein Konsular und ein Ritter vor ihm standen? So hielt er sich schön bedeckt, und folgte mit einem freundlichen Nicken der Einladung einzutreten...


    Sim-Off:

    Ich erlaube mir mal die Frechheit, mich einfach hinzuzuschreiben, da ich vom Vinicier auch mit eingeplant wurde... :)

    Zitat

    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Potitus ließ sich nicht anmerken, wie er über diese Neuigkeit dachte. "Ich wünsche, über jegliche Änderungen informiert zu werden. Bring dann Caecilius Metellus mit." Er schätzte es nicht sehr, über Mittelsmänner oder gar Assistenten mit jemandem zu kommunizieren.



    "Selbstverständlich.", entgegnete Vala, der sich mit einem kurzen Nicken und einem knappen "Vale bene, Praefectus Vescularius." aus dem Zimmer verabschiedete und seiner Wege ging.

    "Iunia wer?", raunte Vala, als Schraubzieris in das Officium von Balbus gestapft kam, um ihm den eingetroffenen Besuch anzukündigen. Er hockte über einer Erntenchronik der prudentischen Güter und konnte sich keinen Reim auf einige Ein- und Ausgänge machen. Balbus hatte vor einiger Zeit milde über ähnliche Ungereimtheiten gelächelt und sie mit lockerer Hand vom Thementisch gefegt, doch Vala wollte sich mit derlei Lösungen nicht zufrieden geben. Ein Räuspern riss ihn zurück in die Wirklichkeit, Schraubzieris stand immernoch da und blickte ihn erwartungsvoll an. Hatte er schon geantwortet? Er wusste es nicht... Vala schob die Tabulae zur Seite, strich seine Tunika glatt und trat hinter dem Schreibtisch hervor.


    "Axilla. Achso...", meinte er mehr zu sich selbst als zu dem Ägypter, dessen Antwort er garnicht mitbekommen hatte, "..hat sie gesagt, was sie will?"
    Natürlich hatte sie das, und Schraubzieris hatte Vala auch davon erzählt. Nur hatte der junge Barbarensohn anscheinend den Kopf so voll mit Zahlen, dass er garnicht mitbekam was man ihm erzählte. Das fiel Vala auch auf, und so entschloss er sich, sich vorher im Balneum noch einen Schlag kaltes Wasser ins Gesicht zu schlagen, bevor er ins Atrium trat. Einer mit einer Schale vorbeieilenden Sklavin entwendete er mit gekonnter Drehung eine Olive, gab der verdattert dreinschauenden Frau einen Klapps auf den Hintern und warf sich die grüne Frucht in den Mund, als er sich den Weg zum Atrium bahnte. Den Kern spuckte er zielsicher in einen der herumstehenden Blumenkübel bevor er ins Atrium trat und sofort in seine öffentliche Rolle verfiel.


    "Werte Iunia.", rief er gekonnt freundlich lächelnd, als er um eine Ecke bog und das Atrium betrat, den Besuch unauffällig, aber gründlich taxierend, "Welch Freude dich hier zu sehen. Du siehst umwerfend aus.. womit habe ich mir deinen Besuch verdient?"


    Erst jetzt fiel Vala auf, dass er nicht die geringste Ahnung hatte, warum sie ihn besuchen wollte. Mit den Iunii hatte er nicht viel zu tun, auch mit dem Procurator ab epistulis hatte er keinen persönlichen Kontakt, nur ein paar Briefe, die er für Balbus schrieb und überbrachte. Mehr nicht.

    Zitat

    Original von Caius Aelius Archias
    »So ganz unter uns gesagt, glaube ich nicht, dass da irgendein Patrizier eine Ausnahme bildet... Außer Piso vielleicht. Also, Flavius Piso. Ansonsten wird geprahlt und geprotzt ohne Ende. Es gibt vielleicht auch welche, die zumindest so tun, als ob sie sich auf eine Stufe mit dem gemeinen Volk begeben wollen, aber das ist ja noch scheinheiliger als so einen Batzen Geld für eine Sklavin zu bieten, die nichts kann. Oder aber die Tiberia da bekommt zu viel Taschengeld.«


    Caius wandte sich auch wieder der Bühne zu, als das nächste Exemplar auf die Bretter geführt wurde.
    »Oh, ein Duccier? Ich bin während meiner Zeit in Brigantium ein paar Leuten mit deinem Namen begegnet. Vespa? Ach du je, frag mich nicht, wie viele Ecken das sind, über die wir miteinander verwandt sind. Kennst du Quarto? Der ist mein Vetter zweiten Grades, und Vespa ist seine Nichte. Dann ist sie vermutlich meine...äh, Cousine dritten Grades? Ich habe wirklich keine Ahnung. Aber diese Stammbäume sind mir eh ein Buch mit sieben Siegeln.« Caius zuckte mit den Schultern.
    »Dann wohnst du momentan bei Prudentius Balbus«, schlussfolgerte er, als er seinen Namen hörte. Er wandte sich zu Vera und ihrer reichen (oder nun armen?) Bekanntschaft zu und nickte grüßend.
    »Salve, freut mich!« So weit standen sie ja schließlich nicht voneinander entfernt.


    "In Brigantium, sagst du?", überlegte Vala laut vor sich hin, brauchte allerdings keine Sekunde, um festzustellen, dass dieser Mann wohl keinem der seinen über den Weg gelaufen war. Immerhin war der Stamm seiner Familie, die den Namen der Duccii trugen nicht so groß, als wüsste man nicht zwangsläufig wo die einzelnen Familienmitglieder sich herumtrieben, "Interessant... wird aber wohl eine andere Gens gewesen sein, zumindest kommt mir niemand von uns in den Sinn, die sich für längere Zeit in Brigantium aufgehalten haben. Und so viele sind wir nicht."


    Bevor Vala auf die aelischen Verwandtschaftverhältnisse antworten konnte, oder auf die Frage ob er bei Prudentius Balbus wohnte, wurde der Aelier von der Seite angesprochen und nach irgendeinem Weg gefragt. So schnell wie der Kerl aufgetaucht war, war er dann auch wieder verschwunden, und Archias wandte sich den sich nahe bei befindenden Damen erkennbar edler Herkunft zu, vergaß dann aber, Vala vorzustellen, so dass dieser sich gezwungen sah das selbst zu erledigen, um die peinliche Lücke zu füllen: "Den edlen Damen meinen Gruß. Mein Name ist Titus Duccius Vala, ein Niemand aus der Menge in Sicht zur der euren Erscheinung."

    Zitat

    Original von Potitus Vescularius Salinator
    Potitus legte die Schriftrolle ab. "Gut, dann erwarte ich bald eine überarbeitete Fassung. Mit wem wirst Du daran arbeiten? Die von Dir genannten Erdenker sind meines Wissens in Germanien. Oder weilen sie etwa in Rom?"


    "Tiberius Caecilius Metellus wird in den nächsten Wochen nach Rom zurückkehren, um das Projekt hier zum Abschluss zu bringen. Ich werde ihm dabei assistieren.", beantwortete Vala die Frage wahrheitsgemäß, "Am Ende bleibt die Frage zu klären, wieviel von dem Entwurf am Ende wieder dabei herauskommt."

    Bei derlei wichtiger Konversation hatte Vala es als angebracht erachtet, die Klappe zu halten nachdem der Senator den Caecilier und ihn begrüßt hatte. Zu recht, wie er schnell erkannte, das kurzweilige Gespräch kam zwischen den beiden Männern schnell auf den Punkt, und so hatte Vala den von einer Sklavin gereichten Becher kaum in der Hand, als es schon darum ging den Konsul aufzusuchen.


    Er beließ es bei einem knappen Nicken, was sollte er auch schon groß dazu sagen? Wenn sie direkt am nächsten Morgen zum Konsul gingen, wäre die Abmachung mit dem Claudius schon hinfällig, aber da offenbahrte sich wieder, dass weniger Probleme hatte, wer auf den höheren Ebenen wandelte.

    "Der Konsul steht bereits auf meiner Liste der zu besuchenden Persönlichkeiten, um das Projekt voranzutreiben. Der Aelius allerdings nicht, glaubst du, es wäre eine gute Idee, ihn aufzusuchen?", antwortete Vala, während sein Blick über die angerichtete Tafel strich um auszuloten, was er sich als nächstes einverleiben wollte, "Und ich glaube, die Mehrheit für dieses Projekt sicher zu stellen wird eine meiner Hauptaufgaben in den nächsten Monden sein."


    Er entschied sich letztendlich für ein Stück Geflügel, das er mit einem Schluck Wein zu sich nahm. Wobei ihm auffiel, dass Wein eine viel bessere Gabe zu salzigem Essen war als Bier oder gar Met. Vala begriff, dass sein Wissen über die römische Küche mehr als nur dürftig war, und es da eindeutigen Nachholbedarf gab.


    "Annaeus Florus... der Name sagt mir genausoviel, wie er mir nichts sagt. Er war Praefekt der Flotte in Misenum, richtig? Was war denn so besonders an diesem Mann? Dass er peregrine Wurzeln hat, dürfte wohl nicht alles sein, oder?"


    Ein weiterer Schluck Wein, und in Vala reifte die Erkenntnis, dass die Wahl des Weins durchaus über Gedeih und Verderb eines gesellschaftlichen Essens entscheiden konnte.


    "Was? Selbstverständlich habe ich mich mit Balbus darüber unterhalten..."

    Der Römer verstand es, die richtigen Worte zu wählen. Valas Blut, soeben noch rapide auf den Siedepunkt zueilend, fand sich alsbald wieder auf moderate Temperaturen zuschwebend. Die stets unverfängliche Art seines Vetters Arbjon tat das übrige hinzu, die Lage zu entschärfen, und so öffnete Vala die Fäuste, und warf Sermo einen abschätzigen Blick zu, als würde er ihn gerade zum ersten Mal sehen.


    "Nun denn..", sprach Vala, um das Gespräch auf weniger explosives zu lenken, "..dann sei dem so. Zu schade, dass die Dame des Hauses nicht anwesend ist, es wäre mir eine Freude gewesen, sie kennen zu lernen." Er machte eine enttäuschte Miene, als hätte ihm jemand sein Lieblingsspielzeug entwendet, schmunzelte dann aber wieder gewinnend in die Runde.


    "Ich bin gespannt, was die Köchin eurer Familie kredenzt, um die Erzählungen meines abenteuerlustigen Vetters kulinarisch zu würzen."

    Richtig. Die Ausbildung und Unterhaltung von Gladiatoren war ein extrem teures Unternehmen (und deshalb Sache von Gladiatorenschulen mit finanzkräftigen Förderern im Hintergrund), der Tod eines Gladiatoren schon fast ein Fiasko. Natürlich werden Gladiatorenspiele heutzutage gerne als blutiges Gemetzel dargestellt, allerdings gab es da schon grobe Unterschiede.
    Einer war zum Beispiel der, ob man einen Anfänger gegeneinander antreten lässt oder Profis... das war in etwa der gleiche Unterschied, den heute ein Stunt machen würde.


    Von daher sollte man, wie Charis schon angemerkt hat, nicht davon sprechen die Gladiatorenspiele als Todesspektakel zu inszenieren wo muskelbepackte IDs und NPC-Supermänner ihre Gegner kleinhacken. Sondern als ein Spektakel das nicht unbedingt auf den Tod eines der Kontrahenten ausgerichtet war.



    Ein weiterer Vorteil der Gladiatorenspiele wäre übrigens auch nicht zu verachten: die kann man überall abhalten. Für Pferderennen werden große Arenen gebraucht, für Gladiatorenspiele hielt im Notfall auch ein kleines Amphitheater her.

    "Nun..", begann Vala, "..dem Legaten würde selbstverständlich ein umfassender Stab an niederen und höheren Beamten zur Seite gestellt, um die Aufgaben der Verwaltung deligieren zu können. Aber im Grunde genommen wird sich sein Aufgabenpensum kaum erhöhen, da die Pflichten und Rechte vornehmlich auf die Civitates verteilt würden, die dem Legaten und letztendlich dem Kaiser Rechenschaft für ihr Tun ablegen müssten. Die Reform stellt keine einseitige Begünstigung der ländlichen Bevölkerung dar, man sollte sie eher als Moderation von Selbstverantwortung betrachten. Natürlich werden die Peregrinen dadurch bestärkt, aber gerade Beamte in den Provinzen kennen die Wirklichkeit: nur in Städten mit Legion- und provinzialem Verwaltungsapparat haben sich genug Bürger niedergelassen, um eine restriktive Kompetenzzuteilung zugunsten der Civites zu ermöglichen. In vielen Civitates, und ich spreche da durchaus von meiner Heimatprovinz, sind Familien mit Bürgerrecht, alteingesessene wie auch neuernannte, in der absoluten Unterzahl, und diese können daher garnicht eine zuverlässige Verwaltung ihrer Civitates gewährleisten. Deshalb wollen wir den Civitates selbst überlassen, wer in welches lokale Amt aufsteigen darf und wer nicht."


    Der Aurelier vertrat eine durchaus realitätsnahe Sicht auf die Möglichkeiten für Vala, gewisse Schwierigkeiten zu bekommen wenn er seine Ziele weiter verfolgen wollte: "Ich bin mir dessen bewusst. Allerdings war schon mein Vater Quaestor Principis und damit persönlicher Sekretär des Kaisers. Es ist nicht so, als würde ich direkt aus dem germanischen Wald in die Curia Iulia eintreten wollen.", ein Schluck Wein verschuf Valas fusseligem Mund Abhilfe, "Ich habe unserem Patron gegenüber nicht verheimlicht, welches Ziel ich anstrebe. Er nahm mich trotzdem als sein Klient an, von daher gehe ich davon aus, dass er meine Pläne unterstützen wird."

    "Meinen Dank hierfür.", bedankte Vala sich artig, "Ich muss noch erwähnen, dass dies nur eine Version ist. Das Projekt ist noch nicht ganz ausgereift, und wird wahrscheinlich noch durch einige Hände gehen, bis die verschiedenen Interessensgruppen zufrieden damit sind. Selbstverständlich wirst du über etwaige Änderungen informiert, Praefectus."


    Vala spürte, dass das Gespräch seinem Ende zuging, überließ es allerdings dem Vescularier ihn zu entlassen.

    Ich wäre eher für Ansatz 2, also den neben die Factiones gestellten und organisierten Gladiatorenschulen. Wenn jeder frei spielt wie er will könnte das sehr schnell in Supermännerei ausarten, wie es anscheinend schon oft vorgekommen ist.


    Wenn man das ganze einigermaßen zentral nach Art der Pferderennen organisieren könnte (mit einem Fundus an Gladiatoren die Rollenspielartig über gewisse Werte verfügen und diese mit der Zeit ausbauen), hätte das auch etwas für sich UND es wäre Spieler-ID unabhängig wenn die Ergebnisse eh ausgewürfelt würde.

    Das Problem ist: wenn sich dem einer ganz und allein widmet, ist die Gefahr größer, dass es mit seinem Ausscheiden dann auch gleich wieder komplett einschläft.


    NPCs sind da nicht ganz so anfällig, besonders wenn sich kleinere Gruppen um einen Gladiator kümmern (was historisch durchaus Gang und Gäbe war).

    Es gibt bereits Überlegungen, den Gladiatoren im SimOn-Leben mehr Platz einzuräumen. Allerdings wurde schon festgestellt, dass das Leben als Gladiator meist nicht genug Tiefe hergibt um dem gleich eine ganze ID zu widmen. Die meisten Überlegungen zu dem Thema haben sich auf NPC-Basis gebildet.


    Eine Spielmechanik nach Art der Rennen war auch irgendwo in der Ideenkiste... wer da mitspinnen will, kann sich gerne bei mir melden. :)

    Sim-Off:

    Excuses moi, ma chere... ich hab mich wohl noch nicht wirklich vom heftigen Rutsch erholt. :D


    "Interessant.", log Vala, als er sich ihre bisherige Lebensgeschichte anhörte. Ihre Eltern hatten sie weggeschickt, weil ihre Mutter krank gewesen war? In Valas Ohren klang das stark nach einem verhärmten Mädchendasein. Aber was sollte er auch erwarten? Das war einfach der römische stereotypus: Frauen wurden groß gezogen um irgendwann prestige- und gewinnbringend verheiratet zu werden, und die wenigsten Familien setzten Wert auf eine umfassende Bildung in nicht-häuslichen Beschäftigungen oder gar in Kultur, die man nicht auf der Straße aufschnappte. Und sie gab es ja auch zu.. ihre Ausbildung war klassisch, und wahrscheinlich hatte sie anderen Frauen in Rom sogar vorraus, einmal einen anderen Flecken Erde zu Gesicht bekommen zu haben.


    "Der Süden...", murmelte Vala, um das Gespräch noch ein Weilchen zu erhalten, bevor er sich zurück an die Arbeit begab, "...erzähl mir vom Süden. Warst du in Tarentum? Cosentia?"

    "Ja, Praefectus, diese Vorstellungen sind schriftlich niederlegt worden. Allerdings nicht von mir, denn ich bin nur Mittelsmann, sondern von den Erdenkern dieser Reform, den Equestres Tiberius Caecilius Metellus und Tiberius Duccius Lando.", sprach Vala und zog eine längliche Schriftrolle hervor.



    Lex Provincialis


    Dieses Gesetz regelt die Verwaltung und das Recht für die Provinzen des Imperium Romanum



    I. Über die Provinzen des Imperium Romanum


    Es gibt kaiserliche Provinzen und senatorische Provinzen, welche gesondert bestimmt werden. Eine Provinz ist unterteilt in Civitates, welche für jede Provinz gesondert bestimmt werden. Über die Etablierung sowie den rechtlichen Status einer Provinz verfügt der Kaiser.



    II. Über die Provinzverwaltung


    Eine kaiserliche Provinz wird von einem Legatus Augusti Pro Praetore, eine senatorische Provinz von einem Proconsul verwaltet. Der Legatus Augusti Pro Praetore wird vom Kaiser, der Proconsul wird vom Senat ernannt.
    Der Statthalter verwaltet die Provinz umfassend, er stellt die Öffentliche Ordnung sicher. Der Legatus Augusti Pro Praetore ist Befehlshaber des in der Provinz stationierten Militärs.


    Zur Vertretung des Römischen Rechts in der Provinz wird ein Iuridicus, zur Verwaltung des Kaiserlichen Privatbesitzes und die Pflege des Kaiserkultes in der Provinz wird ein Procurator Rationis Privatae vom Kaiser ernannt.
    Bei groben Misständen in der Provinz ernennt der Kaiser einen Corrector, welcher als Stellvertreter des Kaisers dessen Rechte in der Provinz zur Beseitigung der Misstände ausübt.



    III. Über provinzielle Magistrate


    Der Statthalter ernennt einen Procurator Civitatium sowie einen Princeps Praetorii. Der Procurator Civitatium übt die Aufsicht über die Civitates aus und kann städtische Beamte bei groben Verfehlungen entlassen sowie ernennen. Der Princeps Praetorii ist der Sekretär des Statthalters.
    Zur Unterstützung der Verwaltung können Scribae, Beneficarii sowie Apparitores ernannt werden.



    IV. Über Civitates


    Eine Civitas besteht aus einem Hauptort (Oppidum) und Vici sowie Villae Rusticae. Das Oppidum kann als Vicus, municipium oder colonia organisiert sein. Über den rechtlichen Status einer Civitas verfügt der Kaiser.



    V. Über die Verwaltung der Civitas


    Die Civitas wird verwaltet von der Curia Civitatis, welche sich zusammensetzt aus dem Ordo Decurionum, drei Aediles, zwei Duumvirn sowieso einem Quaestor. Die Curia Civitatis wird geführt von den Duumvirn, welche wie auch der Questor vom Ordo Decurionum aus diesem gewählt werden und bereits eine Amtszeit als Aedile absolviert haben müssen. Die Aedile werden aus dem Ordo Decurionum von diesem gewählt.
    Näheres regeln die Civitates in einer lex municipalis.



    VI. Über den Ordo Decurionum


    Der Ordo Decurionum als Organ zur Verwaltung der Civitas setzt sich aus den Magistri Vici zusammen, von welchen jeder Vicus zwei für die Dauer eines Jahres wählt. Die Magistri Vici sind Vertreter ihres Vicus im Ordo Decurionum. Zugangsbestimmungen zum Ordo Decurionum trifft die Civitas in einer lex municipalis.



    VII. Über städtische Magistrate


    Die Duumvirn verwalten die Civitas und haben die niedere sowie freiwillige Gerichtsbarkeit inne.
    Der Quaestor verwaltet die Finanzen der Civitas.
    Die Aedile unterstützen die Duumvirn bei der Verwaltung nach Aufgabenbereichen.
    Die Amtszeit der Ämter beträgt ein Jahr.



    VIII. Über Wahlen


    Die Wahlen der Civitates und die Berechtigungen dazu werden in einer lex municipalis geregelt. In der Provinz stationierte angehörige des Exercitus Romanus sind von den Wahlen ausgeschlossen. In Streitfällen übernimmt der Procurator Civitatium die Funktion eines Wahlleiters.