Lange schlief siie und noch immer waren ihre Augen geschlossen, als bereits das Sonnenlicht durch die Fenster fiel. War die Nacht zu Beginn auch anstrengend für sie gewesen, umso ruhsamer wurde sie mit zunehmender Ruhe. Es wurden ihr Träume aus Hispania gesandt, Abwandlungen ihres schweren Abschieds von Metellus und Romanus. Und besonders von Pentesilea. Ach was war sie froh, wenn sie diese drei wiedersehen würde.
Doch als das Licht den Raum erhellte, verfinsterte Dunkelheit ihre Träume und sie sah Blut, viel Blut. Und ein schmerzverzerrtes Gesicht, welches sie über alles liebte - Maximus. Mit einem leisen Schreckenslaut riss sie die Augen auf. Sie bemerkte, dass sie sich an der Bettdecke festkrallte. Und nun, da sie des warmen Sonnenlichts gewahr wurde, wurde sie auch der Umgebung und des Mannes an ihrer Seite gewahr. Sie wusste erst nicht, wo sie war und nur langsam kehrten die Erinnerungen zurück. Und ebenso schwand auch die Angst, einen Fehler begangen zu haben. Leise schwang sie ihre Beine über die Bettkante. Sie hatte Kopfschmerzen, einen verdammt flauen Magen und ihr war noch immer schwindlig, auch wenn es besser war als noch den Abend zuvor.