Beiträge von Iullus Helvetius Curio

    Curio lehnte sich in seinem Stuhl leicht zurück und hörte seiner Frau zu. Es war dieses lästige, andauernde Thema mit Phryne, dass sie einfach sehr schwer zu berechnen war. Einerseits hatte Curio mit ihr - zwangsweise - für den Vortragsabend zusammgearbeitete, wobei diese erstaunlich gut gelaufen war, andererseits hörte sie einfach nicht auf, gegen Alpina zu stänkern, die ihr ja absolut nichts getan hatte. Jedes Mal fing sie damit an und jedes Mal versuchte sie damit, auch Curio und seine Familie zu beleidigen, was ihn jedes Mal auf Neue ärgerte.


    Es ist nunmal ein Angebot, dass du nur schwer ablehnen kannst. Dennoch solltest du auch mit deinem Onkel darüber reden, wie du über sie denkst. Im Zweifel wird sie halt damit leben müssen, dass sie keine Unterstützung erhält. Nachdem sie dir ja damals in Anwesenheit deines Vaters eine Ausbildung zur Lupa angetragen hat, wäre dies für mich wenig überraschend. Zumal sie ja immer noch kräftig gegen die arme Alpina Stimmung zu machen scheint.


    sagte er mit grüblerischem Unterton. Die Libertina hatte sich damals gegenüber den Ducciern zielsicher in die Nesseln gesetzt und nebenbei natürlich auch wieder Alpina angegriffen.


    Woran das aber liegt, weiß ich auch nicht. Ich traue ihr genausowenig, aber dennoch führt nunmal manchmal kein Weg an ihr vorbei, wobei deine Familie sicherlich auch im Alleingang ein entsprechendes Schulsgebäude finanzieren könnte.


    Curio nahm die Hand seiner Frau und strich ihr über die Handfläche. Er wusste um ihre Cleverness, zumindest hatte sie ihn dahingehend nicht enttäuscht. Nichtsdestotrotz war sie bislang doch eher behütet aufgewachsen, weshalb sie vielleicht jetzt auch mal wieder eine Möglichkeit bekäme, ein eigenes Projekt zu bekommen, dessen Erfolgsaussichten sie schon im Vorhinein auszuloten hatte.


    Ich lasse dir dabei freie Hand, mein Herz, aber bedenke bitte, dass du auch immer irgendwie in meinem Namen handelst, und natürlich auch der Name deiner Familie eine Strahlkraft besitzt, der du gerecht werden musst.

    Das Bild vervollständigte sich. Teil für Teil fand an seine Stelle und in nur wenigen Minuten des Wachseins, hatte Curio die wichtigsten Säulen seines Lebens einigermaßen eingeordnet. Seine Frau, seine Schwägerin und Freundin, Acanthos, sein Scriba, und zuletzt sein Sohn, der auch irgendwo im Haus sein musste, denn Silvana sah grade nach dem kleinen würde aber dafür aber nicht weit weg gehen. Dann waren da aber noch welche, er dachte an Malleus, der auch zu seinem weiteren Kreis gehörte und Kaeso, ja, den gabs ja auch noch. Doch jetzt wurde es endgültig zu viel für sein Gehirn. Da kamen die neuerlichen Erklärungen Alpinas grade recht, obwohl er ihre Ausführungen zu den Schmermitteln noch nicht so wirklich verstand, denn dass sie nun ihre Hand über seinen Augen legte und ihm einige Dinge zuflüsterte, die für ihn bis jetzt noch nicht selbstverständlich waren. Und da er sich ohnehin von dieser geistigen Schwerstarbeit erschöpft war, glitt er auch schnell wieder in den Schlaf hinab.

    Alpina tat ihm einen Gefallen, indem sie davon abließ, allzu lange Sätze zu bilden und diese dann auch noch in regelrechten Massen aneinanderzureihen. Mit der kurzen Frage war Curio derweil zufrieden, denn es war weder zu viel, noch mit weiteren Personennamen angfüllt und auf das Wesentliche beschränkt. Da er wieder folgen konnte, antwortete er dieses Mal ein wenig schneller.


    Ja... im... Kopf.


    Der Antwort folgte ein Nicken und der Versuch seine Hand zu dem Verband zu bewegen, den er grade noch gespürt hatte, doch sofort packte ihn wieder der Schwindel und er musste die Augen schließen.


    Alles... dreht... sich...


    sagte er entschuldigend, doch merkte er zu seiner eigenen positiven Überraschung, dass es mit jedem Wort einfacher wurde, die Unordnung der Buchstaben in seinem Kopf in klarverständliche Worte zu formen. Doch erlitt er genau in diesem Moment einen kleinen Rückschlag, als Silvana ihm plötzlich ihre Hand entzog und den Raum verließ.


    Wo geht... sie hin...


    fragte er und blickte ängstlich zu Alpina.

    Curio nickte dem Händler zu und dieser ließ die Flasche in den Korb gleiten, den Curio vom Tempel mithergebracht hatte. Dabei hörte er dem Iulier konzentiert zu, denn eigentlich war die Medizin ja nicht grade sein Steckenpferd. war hatte er mittlerweile die eine oder andere Kleinigkeit von Alpina gelernt, aber er kannte sich damit einfach nicht aus.


    Eine Lugenentzündung... nun... da eignet sich eine kleine Statuette in der Form eines weiblichen Oberkörper am besten. Lass uns den zuerst hier drüben einkaufen, bevor wir uns noch um Gemüse, Obst und ein bisschen Opferkuchen kümmern.


    Damit hatte er auch schon aufgezählt, was im einzelnen die Opfergaben waren. Im Sinne der Gesundheit hatte er sich für ein paar Lebensmittel entschieden, die im allgemeinen Sprachgebrauch als gesund galten. Doch zuerst gingen sie nun zu einem Handelsstand an dem Votivgaben verkauft wurden. Vom großen Weihestein, der wohl mehr als Anschauungsobjekt und Beweis für die Kunstfertigkeit des Lieferanten dienen sollte, bis zu kleinen bronzenen Statuetten aller denkbaren Körperteile - Arme, Beine, Köpfe, Oberkörper, natürlich auch mehrere Phalli standen ordentlich aufgereiht auf dem Tisch und waren bereit, ihre Käufer zu finden.


    Der Händler grüßte den Helvetier freundlich, der mit einer kurzen Handbewegung klarmachte, dass er nur Berater und der Iulier der eigentliche Käufer war.

    Und noch ein weiteres Gesicht betrat nun den Raum. Eine kleine, junge Frau mit rotbraunem Haarschopf. Das war Alpina. Das musste sie sein, zumindest verbanden sich Gesicht und Name für den Geist des Helvetiers so gut. Bestätigt wurde dies durch seine Frau, die seine Hand nahm und wieder das Gefühl des Behütetseins seinen Körper beruhigend erfüllte.


    Alpina...


    wiederholte er leise für sich und versuchte dann den Worten dieser Frau zu folgen, doch war es noch zu viel an Informationen, die sein Gehirn noch nicht so recht verarbeiten konnte. Ein weiterer Name fiel dabe, Malleus, und auch wenn er auch diesen Namen kannte, bekam er doch langsam das Gefühl, dass es zu viel für ihn wurde. Daher schloss er kurz die Augen, bevor er seinen eigenen Namen von Alpina hörte, die Augen in einer Mischung aus Schreck und Scham aufriss und erneut versuchte, diesen Worten zu folgen. Er hatte wohl Glück gehabt und ob er wusste, was passiert sei, wer ihn geschlagen hatte. Der Blick des Helvetiers wurde unsicher. Er hatte keine Ahnung, wovon sie da sprach und so schüttelte er leicht den Kopf, was das Wummern auch gleich wieder herbeirief.


    Nein... ich... weiß... nicht...


    antwortete er mit holpernder Stimme, als würde sich jedes Wort erst Buchstabe für Buchstabe in seinem Kopf zusammensetzen und danach einen unendlich langen Weg zwischen Hirn und Zunge zurücklegen müssen, bevor es dann ausgesprochen werden konnte.

    Ja, ganz einfach ist es nicht, wenn du aber erstmal drin bist, wird es leichter. :)


    Aus der IR-Innenperspektive schauen die SimOff-Verwalter folgender Gentes regelmäßig rein:
    Gens Atia
    Gens Iulia
    Gens Germanica
    Gens Helvetia
    Gens Octavia
    Gens Petronia (im Moment im Urlaub)
    Gens Quintilia


    Hier könntest du es also mal probieren. Leider ist es so, dass die SimOff-Verwalter ihre Gesuche nur selber aus der Gesuchsliste nehmen können. Und natürlich gibt es auch immer wieder SImOff-Verwalter, die grade im Urlaub sind.


    Bei dem Namensgenerator kann ich mir nur vorstellen, dass du da einen Adoptionsnamen eingestellt hast? In diesem Fall kam bei mir grade folgendes raus:


    Quintus Aurunculeius Sosianus


    Dieser Quintus gehört durch Adoption zur nicht bespielten Gens Aurunculeia und trägt als Cognomen den Namen der Gens Sosia, in die er hineingeboren wurde.


    Allerdings scheitert es hier ja auch nicht am Namen. :)

    Acanthos...


    wiederholte Curio wieder mit einem leisen Krächzen, so als würde er ein neues Wort lernen. Für ihn war es eine Art Festigung des Wissens, das ja zwar da, aber irgendwie nicht mehr so sortiert war, wie es sein musste, um es problemlos abzurufen. Silvana hatte gesagt, dass er sich ausruhen soll, damit es vielleicht alles wieder von selbst an seinen Platz fand und sich seine jetzigen Probleme in Wohlgefallen auflösen konnten. Die folgenden Worte Silvanas verfolgte er mit offenen Augen. Ein dritter Name fiel: Alpina. Und wieder war es das Gefühl von grade, nämlich dass er diese Person kannte. Wenn sie gleich dazukam, hatte er auch ein Bild davon. Danach nickte er. Ja, die Schmerzen vertreiben, das war eine großartige Idee, gab es da nicht irgendeinen Trank, den er immer getrunken hatte?


    Acanthos nickte dem Helvetier derweil aufmunternd zu, bestätigt die Anweisung Silvanas und verließ gleich den Raum, um Alpina zu informieren.

    Curio hörte das Schluchzen Silvanas und biss sich auf die Lippen. Eigentlich wäre es jetzt seine Aufgabe, sie zu trösten, denn er erkannte sie doch. Auch die Geschichten, die sie erzählte kannte er, auch wenn er vn Geschichte zu Geschichte ein paar Augenblicke brauchte, um sie ordentlich in sein Gedächtnis einordnen zu können. Doch auch wenn er alle Kraft aufgebracht hätte, die in ihm war, sein Kopf stellte ihm noch ein Bein. Er funktioniert offenbar nicht richtig, warum auch immer. Er hätte gerne gefragt, aber dafür hätte er sprechen müssen und das war zumindest im Moment nur bröckchenweise möglich. Dennoch drückte er ihre Hand nach jeder Geschichte, um ihr ohne Worte mitzuteilen, dass er verstanden hatte. Und ein erneutes Puzzleteil folgte nun, denn Silvana nannte einen Namen, den er kannte und nun schlug er erneut die Augen auf, um zu sehen, wer zu diesem Namen gehörte.


    Wenige Augenblicke nach dem leisen Ruf Silvanas trat Acanthos in den Raum. Ebenso wie Silvana wirkte auch er übernächtigt. Denn ebenso wie Silvana hatte er nur kurz geschlafen und hatte stattdessem regelmäßige Runden durchs Haus gemacht, um Roderiq und Liam mit Essen und Getränken zu versorgen und auch bei Malleus vorbeizusehen, wie es ihm ging. Jetzt hatte man ihn wieder gebraucht und schon war er da. Als er die offenen Augen Curios sah, huschte ein erleichtertes Lächeln über seine Lippen, bevor er sich zu Silvana wandte und sie fragte, was es zu tun galt.


    Curio indes erkannte auch dieses Gesicht und ordnete es gleich wieder dem Namen Acanthos zu. Allerdings wusste er noch nicht, wie viele dieser kleinen Erfolge heute noch schaffen konnte, ohne dass sein Kopf ihm den Dienst versagte.

    Curio ließ die Hand seiner Frau auch dann nicht los, als er sich aufs Kissen niederließ und die Augen schloss. Er blieb auch bei Bewusstsein, doch das Sehen war für ihn grade eine Herausforderung, die ihn schon nach wenigen Augenblicken überforderte. Sein Atem ging regelmäßig, während Silvana ihn streichelte und ihm taten diese Berührungen gut. Sie befreiten ist zwar weder vom Schwindel, der Übelkeit, die ihn im aufstieg und den Schmerzen, marodierend durch seinen Kopf zogen, aber es tat gut, dass sie da war. Auch ihre Worte beruhigten ihn, sie wollte dableiben, bei ihm bleiben.


    Danke... Runa...


    sagte er leise und er schaffte es sogar, seinen Daumen sanft über ihren Handrücken streicheln zu lassen. Es war zwar alles irgendwie bekannt, aber dennoch neu für ihn. Aber er wusste, dass es gut war, so wie es grade war, er nichts zu befürchten hatte und seine Frau hier neben ihm saß und dafür sorgen wollte, dass es ihm gutging.

    Ja, da war sie diese angenehme Stimme, die ihm nun eine leichte Gänsehaut versetzte. Ein leichtes Lächeln erschien auf seinen Lippen und er streckte seiner Frau - ja, es war seine Frau, daran zweifelt er nicht, allerdings vor allem, weil er nicht daran zweifeln wollte - eine Hand entgegen.


    Unordnung... im... Kopf...


    sagte er mit stockender Stimme und einem entschuldigenden Unterton, ließ sich dann das Wasser reichen und trank einen Schluck. Es tat gut und er hatte das Gefähl, dass nun seit Tagen nichts mehr getrunken hatte. Doch in diesem Moment ergriff ihn ein Schwindel, die Kopfschmerzen traten wieder in den Vordergrund und erneut entfuhr ihm ein Stöhnen. Diese Schmerzen waren ungewöhnlich. Zwar hatte er in den letzten Wochen und Monaten zunehmend Kopfschmerzen gehabt, aber das hier waren nicht die gewöhnlichen Kopfschmerzen. Es war anders, unangenehmer, intensiver. angsam wanderte seine andere Hand hinauf zu seinem Kopf und spürte dort den Wundverband. Schon zogen sich seine Augenbrauen zusammen und er ließ sich zurück in sein Kissen fallen. Schon fühlte er den Drang, die Augen zu schließen, denn dadurch konnte er vielleicht den Schwindel überwinden. Es überforderte ihn grade, aber er war froh, dass seine Frau bei ihm war.

    Es war keine leichte Nacht für Curio. Immer wieder dämmerte er weg, immer wieder holte ihn das Wummern seines Kopfs, das mittlerweile in ein Hämmern übergegangen war, zurück in ein halbes Bewusstsein, doch blieb die Angst, die Augen zu öffnen und wieder von diesem stechenden Schmerz heimgesucht zu werden, der seinen gesamten Körper malträtierte. Die Wiese jedoch verschwamm immer mehr in seiner Vorstellung und stattdessen drang diese Stimme an ihn heran, die ihn aufforderte zurückzukommen, bei ihr zu bleiben, sie nicht alleine zu lassen und irgendwie hatte er gewusst, dass er auf die Stimme hören wollten, ja hören musste, weil sie nur das beste von ihm wollte. Und so kam er Schritt für Schritt zurück in die Realität, erkannte die Stimme langsam, wusste, dass sie zu einer Person gehörte, die ihm so nahe stand, dass sie ihn tief im Innern berühren konnte, erkannte seine Frau und kam sogar schließlich auf den Namen. Runa. Seine geliebte Frau, mit der er bisher noch jede Herausforderung gemeistert hatte.


    Dennoch war sein Körper erschöpft. Die Schmerzen machten ihm zu schaffen und dennoch verfiel er in der späten Nacht in einen kurzen, aber traumlosen Schlaf, aus der er aber bereits am nächsten Morgen endete. In einer reflexartigen Bewegung öffnete die Augen und dachte erst danach daran, dass damit ja bislang immer ein unglaublicher Schmerz verbunden gewesen war. Doch blieb dieser nun aus - was aber wohl vor allem daran lag, dass er einen ständigen, wenn auch etwas schwächerem Schmerz Platz gemacht hatte. Ein leises Stöhnen entfuhr ihm, bevor er den Kopf zur Seite wenden konnte und den wunderschönen blonden Schopf seiner Frau erblickte - war sie das überhaupt? Er war sich einen Moment lang unsicher, denn er musste ihre Stimme hören. Warum er sie nicht auf Anhieb erkannte, wusste er auch nicht, denn eigentlich sollte man das doch erwarten können. Aber er würde sie an der Stimme erkennen, an jener Stimme, die ihn zurückgerufen hatte und der er mit erstaunlicher Bereitwilligkeit gefolgt war.


    Kur öffnete er den Mund, doch schien ihm auch seine Zunge noch nicht so gan folgen zu wollen. So musste er zwei-, dreimal ansetzen, bevor er schließlich leicht krächzend sagen konnte:


    Runa?

    | Acanthos


    Acanthos blickte sich um, als er Kaeso aus dem Cubiculum kommen sah. Kurz zögerte er, bevor er fragte:


    Wie geht es ihm?


    Auch um Malleus machte er sich Sorgen aber natürlich konnte er sich dadurch jetzt nicht von seinen Pflichten abhalten lassen.


    Silvana bittet darum, dass du diese Nachrichten zur Villa Duccia bringst. Liam wird dich rauslassen und dir nachher noch die Tür öffnen. Wenn du Bolanus draußen triff, sag ihm, dass er mitgehen soll. Pass aber bitte in jedem Fall auf dich auf.

    | Acanthos


    Kaeso? Kaeso!!


    Da er nicht genau wusste, wo sich der Junge befand, rief der Macedone einfach im Atrium nach ihm. Die beiden Tabulae unterm Arm wartete er nun, ob der Junge kommen würde.


    Ad
    Albin
    Villa Duccia
    Mogontiacum


    Hej Albin, bitte sorge dafür, dass Vater oder Onkle Witjon das Schreiben umgehend erhält. Wir brauchen Hilfe. Curio wurde angegriffen. Und Albin, schicke bitte ein paar zuverlässige Männer.


    Mögen die Götter dich immer beschützen.


    Runa



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    Duccia Silvana | Casa Helvetia | Mogontiacum



    Ad
    Procurator Numerius Duccius Marsus
    et
    Pontifex Decimus Duccius Verus
    Villa Duccia
    Mogontiacum


    Vater, Onkel


    ich weiß nicht wer von euch das Schreiben zuerst erhält. Curio wurde kurz nach dem Verlassen der Curia gezielt angegriffen. Alle sind nun in der Casa Helvetia und ärztlich versorgt. Ich habe Albin um zuverlässige Männer gebeten, da ich nicht weiß ob die Angreifer ihr Werk zu vollenden suchen. Zur Zeit kann ich nicht mehr sagen. Ihr wisst sicher besser was nun zu tun ist.


    Mögen die Götter ihre schützenden Hände über euch halten.


    Runa



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    Duccia Silvana | Casa Helvetia | Mogontiacum


    | Acanthos


    Acanthos blickte die Duccia dankbar an. Ja, man konnte sich auf ihn verlassen und er erinnerte sich noch daran, wie er die beiden an den Vinalia bis zur kleinen Kammer begleitet und dort dafür gesorgt hatte, dass sie nicht gestört worden waren.


    Ich danke dir, Duccia. Ja, er wird sich erholen. Ich werde Kaeso sofort losschicken.


    antwortete er, erhob sich und ging zur Tür. Kurz bevor er jedoch den Raum verließ, drehte er sich nochmal um.


    Falls du heute Nacht irgendwas brauchst, komm einfach in meine Kammer. Ich werde ebenfalls die ganze Nacht wach sein.


    Und mit diesen Worten verließ er das Zimmer, um Kaeso zu finden.

    | Acanthos


    Acanthos nahm die beiden Tabulae entgegen und warf einen besorgten Blick auf den immer noch bewusstlosen Helvetier. Ein leiser Seufzer entfuhr ihm, dem sofort ein entschuldigender Blick in Richtung Silvanas folgte. Natürlich machte sich der Makedone auch sorgen um seinen Herrn, der für ihn aber mittlerweile eher ein Freund geworden war.


    Verzeih, Duccia... Bliebe nur noch die Frage, wer die Schreiben zur Villa Duccia bringen soll...


    Wen auch immer diese Aufgabe traf, aufgrund der Ereignisse konnte nicht ausgeschlossen werden, dass er sich in höchste Gefahr begab, ebenfalls Opfer zu werden oder - noch schlimmer - missbraucht zu werden, um sich Zugang zum Haus zu verschaffen.

    | Acanthos


    Erneut nickte der Sklave und bevor Silvana das Diktat anfangen konnte, holte er sich eine zweite Tabula. Danach nahm er zuerst die diktierten Texte auf und schüttelte den Kopf auf die Frage der Duccia. Es waren ihre Briefe und deswegen würde auch sie unterschreiben. Daher reichte er ihr nun die beiden Tabulae, damit sie diese noch unterschreiben konnte, bevor er nun noch die üblichen Formalia aufnahm.


    Ad
    Albin
    Villa Duccia
    Mogontiacum


    Hej Albin, bitte sorge dafür, dass Vater oder Onkle Witjon das Schreiben umgehend erhält. Wir brauchen Hilfe. Curio wurde angegriffen. Und Albin, schicke bitte ein paar zuverlässige Männer.


    Mögen die Götter dich immer beschützen.




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    Duccia Silvana | Casa Helvetia | Mogontiacum



    Ad
    Procurator Numerius Duccius Marsus
    et
    Pontifex Decimus Duccius Verus
    Villa Duccia
    Mogontiacum


    Vater, Onkel


    ich weiß nicht wer von euch das Schreiben zuerst erhält. Curio wurde kurz nach dem Verlassen der Curia gezielt angegriffen. Alle sind nun in der Casa Helvetia und ärztlich versorgt. Ich habe Albin um zuverlässige Männer gebeten, da ich nicht weiß ob die Angreifer ihr Werk zu vollenden suchen. Zur Zeit kann ich nicht mehr sagen. Ihr wisst sicher besser was nun zu tun ist.


    Mögen die Götter ihre schützenden Hände über euch halten.




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    Duccia Silvana | Casa Helvetia | Mogontiacum


    | Acanthos


    Acanthos blickte die Duccia nachdenklich an. Es war natürlich verständlich, dass sie die Ermittlungen so schnell wie möglich starten wollte, aber eine Nachricht zur Villa Duccia zu bringen, hieß ja auch, erneut ein Mitglied des Hauses hinauszuschicken und damit der Gefahr eines weiteren Angriffes auszusetzen. Dennoch nickte er. Er kannte Silvana nun lange genug, um zu wissen, dass sie ein ebensolcher Dickkopf sein konnte, wie die Helvetier, man konnte also sagen, dass sie in genau die richtige Familie eingeheiratet hatte.


    Nun gut. Möchtest du mir den Brief sofort diktieren?


    fragte er mit ernstem Gesichtsausdruck. Tabula und Stilus hatte er ja bereits in der Hand, eigentlich konnte es also sofort losgehen.

    | Acanthos


    Acanthos trat in das Schlafzimmer ein, setzte sich, wie von Silvana vorgesehen in einen der Korbstühle und hörte sich dann die Fragen und Anordnungen der Duccia an. Teilweise nickte er, teilweise unterließ er eine Reaktion, sondern zückte die mitgebrachte Tabula und machte sich Notien.


    Ich möchte dir dringend raten, dass am heutigen Tag noch keine Nachrichten über den Zustand deines Mannes das Haus verlassen. Ich hab bereits den Arzt zum Schweigen verpflichtet und werden ihm, mit deiner Zustimmung, morgen etwas mehr Geld ausbezahlen, um sein Schweigen sicherzustellen. Wir wissen einfach noch zu wenig und ich hielte es für das beste, wenn wir ihn vorerst bis morgen früh komplett abschirmen, damit wir uns dann morgen ein belastbares Bild von seinem Zustand machen können.


    antwortete der Macedone auf die erste Aufforderung Silvanas. Er hatte freilich schon Schreiben vorbereitet, die das Haus gleich morgen früh verlassen konnte, doch brachte es seiner Meinung nach nichts, Nachrichten rauzuschicken, da sie einfach nicht wussten, wie es morgen um den Helvetier stehen würde. Womöglich überlebte er die Nacht nicht oder wachte am nächsten Morgen in tiefster Verwirrung auf, in der ihn niemand sehen sollte, als sein engster Vertrautenkreis.


    Dies geht auch im Einklang mit dem Notfallplan. Danach ist das Haus in so einem Fall komplett abzuriegeln. Wie ich hörte, gab es dagegen schon Verstöße, die aber wohl lebensnotwendig waren. Nichtsdestotrotz sollten wir bestrebt sein, das Haus mindestens bis morgen früh komplett geschlossen zu halten. Weiterhin sollten Liam und Roderiq die Eingangstüren sicher, Liam die Haustür, Roderiq die Tür der Taberna Medica. Malleus war eigentlich als dritter Mann vorgesehen, der im Notfall die Bewohner des Haus nach draußen begleiten sollte, wenn es nötig wird, doch da er ausfällt, muss diese Option nun entfallen. Dau gehört auch, und ich weiß dass euch das nicht gefallen wird, dass Alpina zumindest bis morgen keine medizinischen Notfälle annehmen sollte. Sobald jemand das Haus verlässt, können wir dessen Sicherheit nicht garantieren. Überhaupt wissen wir nicht, ob der medizinische Vorfall tatsächlich voriegt oder nur vorgespielt wird, um sich Zutritt zum Haus zu verschaffen. Unser einziger Kontakt nach draußen ist Bolanus, der unauffällig Runden um den Wohnblock zieht und auf Unregelmäßigkeiten achtet. Der Plan sieht abschließend vor, dass von Tag zu Tag neu über die Aufhebung der Abriegelung gesprochen wird. Ich möchte also darum bitten, dass Alpina du und ich uns morgen früh darüber verständigen, ob die Abriegelung aufrecht erhalten werden soll.


    Acanthos blickte die Duccia erwartungsvoll an, bevor er fortfuhr. Er würde sich im Zweifel unterordnen, damit sie hier im Haus nicht in ein Kompetenzgerangel verfielen. Allerdings würde er es sich nicht nehmen lassen, in solchen vertraulichen Gesprächen seine Meinung kundzutun, waren doch mit Curio und Malleus die eigentlichen beiden Entscheidungsträger für solche Situationen ausgeschaltet. Er konnte nur hoffen, dass die Duccia jetzt nicht in Kurzschlussreaktionen verfiel, aber bislang hielt sie sich noch ganz gut.


    Dann jedoch schluckte er. Es war keine schöne Geschichte, aber Silvana wollte sie hören und Acanthos sah sich nicht in der Funktion, ihr dabei zu widersprechen.


    Wir hatten grade die Curia verlassen und waren auf dem Forum unterwegs, als der Angriff erfolgte. Es muss ein geplanter Angriff gewesen sein, denn es waren zwei Angreifer. Der erste griff gleich Malleus an, was uns zu denken hätte geben müssen, da ein direkter Angriff wohl sinnvoller gewesen wäre. Dennoch richteten wir unsere ganze Aufmerksamkeit auf diesen Zweikampf, der in unglaublicher Härte geführt wurde. Währenddessen muss sich von hinten jemand durch die Menschenmasse angeschlichen haben und versetzte Curio mit einer Holzlatte einen Schlag von hinten an den Kopf. Niemand von uns hat ihn kommen sehen, Duccia, ich bitte dich, mir zu glauben.

    | Acanthos


    Während in der Taberna Medica immer noch Chaos herrschte, hatte sich Acanthos in das Arbeitszimmer Curios zurückgezogen, um bereits ein paar Briefe vorzubereiten. Die Türen war ja allesamt besetzt, sodass niemand das Haus betreten und verlassen konnte, ohne dass er davon erfuhr. Immer wieder erfülten Rufe und Schreie das Haus und drangen bis ins Officium vor. Irgendwann hatte er schwere Schritte gehört und durch die offene Tür gesehen, wie Curio ins Schlafzimmer gebracht wurde. Wenige Augenblicke später folgte Silvana und schon war auch ihre Stimme zu hören, die eine Klage formulierte, die Acanthos kurz erschaudern ließ. In diesem Moment wurde er gestört. Roderiq trat herein und inforrmierte ihn, dass Silvana ihn zu sehen wünschte, als setzte er nur das helvetische Siegel unter las letzte Schreiben,dass er soeben formuliert hatte, stand auf und klopfte an die Schlafzimmertüre.