Beiträge von Titus Petronius Marcellus

    Marcellus setzte sich und begann knapp und militärisch seine Beobachtungen dem Tribun vorzutragen.
    “Wie ich im Laufe mehrwöchiger Beobachtungen im Bereiche des Forums feststellen konnte ist die Bettlergilde gut organisiert. Während die Bettler meistens außerhalb der Marktstände lagern und ihre Betteltätigkeit durchführen, sind ihre kleinen Helfer stetig zwischen den Marktständen unterwegs um hier und da durch sehr geschickte Täuschungen Besuchern ihre Börse abzunehmen. Nach Zugriff werden die erbeuteten Dinge sofort an die Bettler weitergereicht und von dort durch einen anderen Personenkreis abtransportiert. An Hand der festgestellten Diebstähle hätte eine kurze Razzia genügt um das Gesindel zu erledigen. Was jedoch für die Bettler mehr als verwunderlich erscheint, ist die durchorgansierte Maschinerie die auf ein hohes Maß an krimineller Aktivität sowie einer durchdachten Organisation beruht. Daher wollte ich vorher mit der Secunda sprechen um eine gemeinsame Aktion abzustimmen.


    Jedoch kam nun ein zweiter Faktor dazu, der wesentlich weitreichender erscheint. Durch einen Zufall wurde ein Erpressungsversuch bekannt der gegenüber einer gewissen Susina Alpina durchgeführt wurde. Hierbei trat ein römischer Bürger, ein gewisser Aulus Helvetius Agrippa, in Erscheinung, der die betreffende Person, diese ist Inhaberin eines kleinen Ladens für Heilmittel, zu erpressen versuchte und ihr dabei andeutete das er Mitglied einer größeren Organisation hier in Mogontiacum sei, die den kompletten Markt für wichtige Kräuter und dergleichen unter ihrer Kontrolle hätte. Dabei war dieser Helvetier nicht gerade zimperlich im Umgang mit dem Opfer und wollte der schwangeren Frau Gewalt antun. Diese ist soweit mir bekannt ist mit einem Decurio der Secunda zusammen. Durch Zufall konnten wir, meine Männer und ich sowie der Decurio und dessen Bruder die Situation entschärfen. Die verdächtige Person wurde von mir in der Curia in einem Verhörraum verbracht. Bei der anschließenden Befragung gab sich die Person verwirrt und aggressiv, jedoch entnahm ich seinem Gerede, dass die betreffende Organisation so ziemlich alle Bereiche des kriminellen Lebens in der Stadt unter ihrer Kontrolle hat. Auch teilte er freudig mit ebenfalls guten Kontakt zu den Germanen jenseits des Limes zu besitzen. Was an dieser Aussage stimmt kann ich in meiner Funktion als Aedil leider nicht bewerten, da mir von der Grenze nur das übliche Geschwätz der Leute vorliegt.


    Weiterhin liegt mir ein Schreiben aus Rom vor in dem vor einem gewissen Dumnorix gewarnt wird. Diese Person ist Akten bekannt, allerdings nur in seinem Beruf als Bäcker. Die Person der Sergia Fausta Procuratrix Annonae dürfte wohl für sich sprechen und dieser Information eine größere Gewichtung beimessen.




    SERGIA FAUSTA



    Ad Aedilem Mogontiacensis
    Officium Aedilis - Curia Mogontiaci
    Mogontiacum - Germania Superior



    Sergia Fausta Procuratrix Annonae Aedili Mogontiacensi s.d.


    Vor kurzem trug es sich zu, dass ich als Ritterin und Procuratrix Annonae über die Märkte Roms schritt. Dabei erkundigte ich mich hier und dort, wie es um die Versorgung unserer Stadt bestellt ist und warf in diesem Zusammenhang natürlich auch den einen oder anderen Blick auf die vielen Waren der hiesigen Händler.


    Ich war schockiert, als ich im Rahmen dieses Prozesses auf einen Händler stieß, der offensichtlich mit Schmugglerware handelte! Denn für viele seiner Produkte hatte er nur schlecht gefälschte Urkunden bei sich, die belegen sollten, dass seine Ware angeblich ganz legal in Mogontiacum produziert und angekauft worden sei.


    Natürlich habe ich diesen zwielichtigen Gallier sofort an einen der Aedilen überstellt. Allerdings ist die Sache damit für mich noch nicht vorbei. Denn heute wurde dieser eine Hehler aus dem Verkehr gezogen; morgen schon nimmt ein anderer seinen Platz ein. Das Problem also bleibt.


    Deshalb bitte ich sehr darum, dass die für die Marktaufsicht in Mogontiacum zuständigen Beamten bald verstärkte Kontrollen durchführen und besonders bei einem Gallier namens Dumnorix sowie all jenen, die mit diesem Mann zu schaffen haben, etwas genauer hinsehen. Denn: "Lass mich doch verhaften; das wird Dumnorix auch nicht mehr aufhalten!", so drückte sich der angezeigte Gallier kurz vor der Schließung seines Standes aus.


    Ich bitte darum, in dieser Angelegenheit auf dem Laufenden gehalten zu werden. Den Göttern zum Gruße.
    Vale!


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    Sergia Fausta
    ANTE DIEM V ID MAI DCCCLXV A.U.C.
    Casa Iulia | Rom | Italia


    Anhand dieser ganzen Faktoren komme ich zu dem Schluss, dass wir es hier mit einer größeren Organisation zu tun haben, die sich still und heimlich ausgebreitet hat und gezielt das Leben, die Wirtschaft und auch jenseits des Limes die Geschicke manipuliert und zu ihrem Vorteil verwendet.“


    Der Petronier hoffte, dass er dem Tribun alles verständlich erklärt hatte damit dieser sich ein vernünftiges Bild machen konnte. Erwartungsvoll beobachtete er das Minenspiel des Mannes um eine Antwort aus dem verschlossenen Gesicht zu erhalten.

    "Salve Tribun ich wende mich an dich und die Secunda in äußerster Not. In unser geliebten Staadt hat sich nach Zeugenerkenntnissen und auch eigenen Nachforschungen ein dreister Ring von Verbrechern eingenistet. Zum einen kontrollieren sie wie es aussieht die Bettlergilde, diese ist so straff organisiert wie eine militärische Einheit, zum anderen beschäftigt sich diese Organisation mit Erpressung, Marktkontrolle und wer weiss noch alles. Mich würde es nicht wundern wenn sie auch noch Kontakte zu den Germanen haben. Nun jedenfalls schaffe ich es mit meiner bescheidenen Anzahl an Männern nicht alles wieder unter Kontrolle zu bekommen. Hierzu benötige ich kampferprobte Männer die gnadenlos zu sachlagen können. Ich bitte dich im Namen der Stadt Mogontaicum um die Bereitstellung einer geeigneten Truppe. Die innere Sicherheit der Stadt und des Standortes sind gefährdet, wenn nicht sogar die äußere Sicherheit."


    Hoffnungsvoll betrachtete der Aedil den Tribun ob dieser seinem Gesuch eine Chance gab. Marcellus war nunmehr mit einem Hass auf diese Organisation gesegnet den er sich so nie hätte vorstellen können. In seiner geliebten Stadt so ein Ungeziefer, nein nie und nimmer würde er das zulassen. Die Entschlossenheit gnadenlos zu zuschlagen konnte man im Gesicht des Petroniers erkennen. Diese Ratten mussten ausgerottet werden.

    "Nun ich bräuchte Unterstützung bei der Aushebung einer verbrecherischen Organisation, die sich um die Bettlergilde gebildet hat. Vermutlich würde ein Tribun langen der mein Ansuchen bearbeiten könnte. Außer wenn dafür der Legatus selber zuständig wäre müsste ich zu diesem. Die Machenschaften sind der Verbrecher sind so gewaltig, dass sie den inneren wie äußeren Frieden gefährden."


    Marcellus hoffte das der Optio ihm den rechten Weg zu einer geeigneten Person weisen würde. Je früher er mit seinen Aktionen gegen die Verbrecher starten konnte desto besser für Mogontiacum. Mit dem Überfall auf Susina Alpina war ein Hass auf die Drahtzieher in ihm entbrannt den es zu löschen galt. In seiner Stadt würde er es nicht zulassen, dass Geschmeiß das sagen hatte.

    Nachdem der Aedil Titus Petronius Marcellus die Bettlergilde mehrere Tage mit seinen Leuten überwacht hatte und auch durch den Vorfall mit Susina Alpina den Eindruck gewonnen hatte, dass er hinter einer größeren Geschichte her war und vermutlich in ein Wespennest stechen würde war er sich bewusst, dass er ohne die Hilfe von Soldaten dem Ganzen sicherlich nicht Herr werden würde. So ging er an diesem Tag Richtung des Lagers der ecunda und meldete sich an der Porta an:


    "Salve mein Name lautet Titus Petroinus Marcellus und ich bin der Aedil der Stadt Mogontaicum. Ich müsste einen der führenden Offiziere der Legion in einer äußert dringenden Angelegenheit sprechen."


    Freundlich betrachtete der junge Petronier den grimmig dreinblickenden Legionär. Tief in seinem Innersten hegte Marcellus eine tiefe Zuneigung zur Secunda und war stolz darauf diese Elitetruppe hier stationiert zu wissen.

    Nun war Marcellus mit Calvina alleine und legte seine Fracht liebevoll auf das Bett. Er küsste ihre Haare und sog den Geruch ihres Parfüms in sich auf. Ihre langen Haare fielen ihr über ihre Schultern und Marcellus öffnete geschickt ihr Kleid. Dieses löste sich von ihrem wundervollen Körper und der Petronier betrachtete mit Begeisterung die herrliche Gestalt in ihrer nackten Schönheit. Auch er entledigte sich seiner Bekleidung und gab Calvina Gelegenheit seinen Körper zu besichtigen. Langsam ließ er sich zu ihr niedergleiten und küsste ihre Lieder, die Augen wie auch ihren sinnlichen Mund. Er sah wie Calvina ebenso erregt war wie er selber und so machte er sich auf den Weg ihren reizenden Körper zu erkunden. Als sie dann vereint in ihrem Glück waren fühlte der junge Mann sich wie auf einer Wolke schweben. Dieser eine Augenblick der Liebe und des Verlangens war ein Geschenk der Götter und dieses Geschenk wollte der Petronier in seiner ganzen Begeisterung annehmen. Marcellus vermeinte einen göttlichen Chor im Äther zu vernehmen.


    "Calvina ich liebe dich über alles, du bist meine Göttin. Ich kann und will ohne dich nicht mehr sein.

    Marcellus nahm Clavina in seine Arme und hob sie hoch. Sie war leicht wie eine Feder und ein betörender Geruch ging von ihr aus. Marcellus küsste seine Geliebte mit einer Leidenschaft die Calvina erheblich verwirrte. So trug der Petronier die Liebe seines Herzens die Stufen aus dem Hortus herauf um dann mit ihr in Richtung der Privatgemächer Calvinas zu verschwinden.

    Marcellus war sich nun ganz sicher das Corvinus derjenige gewesen war der ihn überfallen hatte. Es passte einfach alles zu gut zusammen. Vor allem das Verhalten des Decurios und auch diese Schutzmaßnahmen der beiden anderen ließen eigentlich nur diesen Schluss zu. Als Corvinus mit Alpina den Laden verlassen wollten konnte sich der Petronier nicht verkneifen hinter den beiden noch eine Bemerkung nachzuschicken die sie sicherlich hören würden:
    "Es ist wirklich gut das du Alpina wegbringst. Schließlich ist es hier im Laden schon dunkel und wir wollen nicht dass sich zweifelhafte Subjekte im Dunklen herumtreiben und gute römische Bürger überfallen um sie ggf. zusammenzuschlagen oder gar auszurauben. Ich werde mich dann mal aufmachen um Kontakt zum Tribun aufzunehmen." Jetzt war es heraus, dass was den Petronier die ganze Zeit beschäftigt hatte. Und wer halbwegs zwischen den Worten lesen konnte, der erkannte dass sich der Aedil bewusst war wer ihn überfallen hatte. Doch alles war so formuliert dass man es auch anders auffassen konnte. Nicht nur Marcellus hatte einen Todfeind bekommen, sondern auch der Decurio Corvinus war mit einem gesegnet worden. Oh ihr Götter und schon wieder hattet ihr eure Finger im Spiel.

    Marcellus war überrascht hinsichtlich der Reaktion des Helvetiers. Der Decurio verhielt sich eher so als ob er Marcellus als den Feind ansah und nicht dieses Geschmeiß. Und wieder kam ihm etwas am Decurio bekannt vor. Er konnte es nur nicht zuordnen. Als dann auch noch Curio und Alpina sich zu Corvinus begaben und ihn beruhigten kam dem Petronier ein ungeheuerlicher Verdacht in den Sinn. Konnte es tatsächlich sein das der Soldat der ihn angegriffen hatte vielleicht nicht nur ein Soldat gewesen war sondern vielmehr ein Centurio. Ein Centurio der jetzt Decurio war?????


    Der Gesichtsausdruck des Petroniers veränderte sich, zum einen öffneten sich seine Augen überrascht und vergrößerten sich und zum anderen wurde sein Gesicht sehr hart. Eine Eiseskälte ging auf einmal von Marcellus aus als er Corvinus und Curio sowie Alpina betrachtete. Waren denn alle verrückt geworden? Warum verhielten sich alle so komisch? Welcher Hintergrund spielte beim Verhalten der drei eine Rolle? Es konnte doch nicht daran liegen, dass er sich von Alpina getrennt hatte. Die Trennung hatte auch ihn zutiefst geschmerzt und es war nicht leicht zu akzeptieren gewesen. Was für Dinge lagen da noch im Dunklen?????? Für ihn war fast spürbar das der Decurio am liebsten auf ihn losgegangen wäre, vor sich hatte Marcellus einen Todfeind. Unbewusst ging seine Hand Richtung Dolch. Marcellus war jetzt klar, dass er sollte das stimmen was er vermutete und zu spüren glaubte, Corvinus töten musste falls dieser ihn Angriff. Diesmal würde Corvinus an ihm scheitern, denn Marcellus hatte massiv an sich gearbeitet und war in der Lage einen Menschen zu beruhigen. Und zwar für immer.


    Den Göttern sei Dank brachte Alpina die Situation wieder in die Richtung die für alle Anwesenden entscheidender war. So wandte sich Marcellus Alpina zu ohne aber seine Sicherung gegenüber Corvinus aufzugeben.
    " Ja richtig Alpina du hattest bereits bei mir vorgesprochen und jetzt haben wir den Beweis durch diese Bestie, dass tatsächlich eine verbrecherische Vereinigung sich hier in Mogontaicum festgesetzt hat. Hmm!" An Curio gewandt fragte Marcellus nach:
    "Sind dir in deiner Tätigkeit im Tempel auch außergewöhnliche Dinge aufgefallen?"
    Hinter der Stirn des Aedil ratterte es massiv. Gedanken schossen ihm durch den Kopf. Zum einen hatte er die Betttlerbande im Visiser und nun kam dieser Verbrecherring dazu. Wundern würde es ihn nicht wenn alles miteinander verflochten war.
    "Hmm da sind wir auf etwas gestoßen was ohne die Mithilfe der Legion nicht in den Griff zu bekommen ist. Ich wollte sowieso in einer anderen Angelegenheit mit dem Legatus sprechen somit kann ich den heutigen Vorfall gleich mit ansprechen."

    Salve liebe Mitspieler des IR,


    ich bin auf der Suche nach einem Hochzeitsablauf. Er sollte in einem gehobenen Gesellschaftstandard stattfinden.


    Wie genau lief so was ab, was musste dabei beachtet werden usw.? Ich hatte irgendwo etwas gelesen von einer Vorfeier, der Trauung selber und einer Nachfeier.


    Welche Bekleidung wurde dabei getragen? Wie verhielten sich die Brautgäste? Welche Scherze wurden dabei getrieben oder die Braut und der Bräutigam veräppelt?


    Wo sind welche Eintragungen zu machen? Wie sah die Opfergabe aus? Welche Priester kamen dabei zum Einsatz?


    Ist es sinnvoll eine Hochzeit in den Außenprovinzen zu feiern oder sollte sich das Ganze besser in Rom abspielen, da von Brautseite auch Senatorisches Blut beigegeben ist. Überlegung hierzu es könnten wesentlich mehr Spieler dran teilnehmen und nicht nur ein begrenzter Rahmen.


    Wenn ihr noch Ideen dazu hättet was ausgespielt werden könnte bitte beigeben. Ich bin über jede Hilfe und Info froh die ich erhalte.


    Vale bene
    Marc

    Der Aedil musterte Corvinius überrascht als er seine aggressiven Worte an ihn richtete. Nun dies lag wahrscheinlich daran, dass der Helvetier noch aufgebracht war über die Geschichte mit Alpina. Marcellus konnte ihn dahingehend gut verstehen, denn auch er war stinkesauer und hätte der Kreatur am liebsten den Garaus gemacht. Doch trotzdem spürte der Petronier instinktiv, dass da mehr war als es den Anschein hatte. Marcellus hatte Corviunius schon früher als Centurio einer Ausbildungsabteilung entfernt kennengelernt. Da war er aber noch der harte und engagierte Soldat gewesen. Der Petronier hatte da mit ihm kurz über einen Beitritt zur Secunda gesprochen. Doch nun war er irgendwie ganz anders geworden. Zum einen war jetzt Decurio, eigentlich eine Degradierung, sowie war sein Verhalten anders geworden. Irgend wie erinnerte sich Marcellus aber auch an die Bewegungen Corvinius, sie kamen ihm irgendwie bekannt vor. Er hatte sie schon einmal gesehen wusste aber nicht in welchem Zusammenhang.


    "Du hast sicherlich recht, ich würde dem Kerl am liebsten den Kragen selber umdrehen. Susina Apina ist eine der wenigen Personen die ein goldenes Herz besitzen, ein liebvoller Mensch und immer hilfsbereit ist und so was nicht verdient hat." Der Petronier hatte dies Ernst gemeint und dies konnte man auch seiner Miene entnehmen. Ich hoffe das meine Braut sich beruhigen kann bei dem was sie mitbekommen hat. Lucius, Africanus bringt die Ratte in unser Officium V. Wir werden uns dann weiter mit ihm beschäftigen."


    So nahmen die beiden Helfer des Aedils Agrippa auf und führten ihn aus dem Gebäude.


    Marcellus wandte sich nun an Alpina und fragte genauer nach: "Alpina du hast gesagt der Typ wollte dich erpressen? Inwiefern und vor allem wo mit? Ich bin sehr froh das der Decurio noch rechtzeitig da war um einzuschreiten. Ich hoffe dem kleinen Wesen unter deinem Herzen ist nichts passiert?" Marcellus machte sich große Sorgen um Alpina und vor allem in diesem Zustand war jede Aufregung Gift für sie. Die Augen des Petroniers nahmen einen liebvollen Ausdruck an. Man konnte sehen das er sich für Alpina freute.

    Marcellus stand schweigend dabei als Alpina sich um ihren guten alten Leonidas kümmerte. Calvina hatte sich wieder an ihn gekuschelt und man konnte ihr ansehen das sie zutiefst erschrocken war. So wandte sich Marcellus an seine Liebste und meinte zu ihr:
    Calvina gehe bitte wieder in die Casa Germanica zurück und bleibe dort. Ich werde so bald es geht nach dir sehen. Ich liebe dich mein Herz, versuche dich bitte zu beruhigen.


    Sim-Off:


    Deinen Vorschlag finde ich gut Curio, dass machen wir dann so. Ich sehe auch das es so langsam unübersiichtlich wird. Also setzen wir dann eben Links um den Überblick zu behalten. Ich setze sie dann im ersten Post ein sobald ein Bereich eröffnet wird. So lernt man wieder dazu, ich bin ganz froh das von euch so gute Informationen und Vorschläge kommen. Vielen Dank an alle.

    Auch Marcellus war glücklich und liebte Calvina über alles. Er würde beschützen und nichts sollte ihre Zweisamkeit stören. Ehrlichkeit war für den Petronier wichtig, auch wenn es weh tun würde aber Calvina hatte das Recht alles über ihn zu erfahren.
    "Meine geliebte Göttin, mein Sonnenschein ich muss dir etwas berichten. Da ich dich wirklich von ganzem Herzen liebe möchte ich das nichts zwischen uns ist. Ich hatte lange vor dir eine Beziehung zu einer Frau. Sie heißt Susina Alpina und lebt hier in Mogontiacum. Doch wir haben uns schon vor langer Zeit getrennt. Da sie nicht standesgemäß war hatte ich keine Erlaubnis erhalten von meinem Oheim weiter mit ihr zu verkehren. Und nach einer langen Zeit kam ich mit einer weiteren nicht standesgemäßen Person zusammen, ihr Name lautete Phrnye. Sie ist eine ehemalige Sklavin die freigelassen worden ist und nun mit einem beachtlichen Vermögen gesegnet in unserer Stadt wohnt. Phryne ist etwas besonderes, denn nicht so sehr die erotische Anziehungskraft ist ausschlaggebend, sondern ihr ungeheurer Verstand und ihr unheimliches Maß an Verschlagenheit wie auch Treue zu Zielen hat eine gute Freundin aus ihr gemacht. Meine wahre und einzige Liebe bist nur du. Daher wollte ich dir alles geschildert haben. Nichts soll zwischen uns stehen."


    Ernst sah Marcellus Calvina an und fürchtete sich davor, dass nun Calvina einen schlechten Eindruck von ihm bekommen könnte.

    Marcellus wandte sich bei der Frage von Curio an diesen und meinte nur:
    Ah Helvetius gut das du da bist. Was genau hier vorgefallen ist weiß ich selber noch nicht. Dieses Vieh da hat Leonidas getötet als dieser dazwischen gegangen ist damit Alpina nicht zu Tode kommt. Anscheinend hat sich der Kerl an Alpina vergehen wollen und den Göttern sei Dank kam der Centurio dazwischen. Aber weiter weiß ich auch nicht, da ich mit meinen Nachforschungen bis jetzt noch begonnen habe. Es wäre aber gut wenn du und der Centurio dableiben würdet damit wir bei den Nachforschungen breit gefächert vorgehen können. Ich werde nicht ruhen bis diese Bestie zur Rechenschaft gezogen wurde."
    Die Wut über das was hier vorgefallen war konnte man dem Petronier am Gesicht ablesen. In seiner geliebten Stadt durfte so was nicht passieren und schon gar nicht im Vicus.
    All derweil hatte sich Calvina wieder in seine schützenden Arme begeben, doch als sie die in den Armen Corvinus liegende Alpina sah kam ihre weibliche Hilfebereitschaft zum tragen und so beugte sie sich zu Alpina hinunter und nahm ihre Arme auseinander um Alpina an einen ruhigen Ort zu führen wo sie sich ausruhen konnte. So geschockt wie Alpina derzeit war konnte sie sicherlich keine vernünftige Auskunft geben über das Geschehene.

    Durch Zufall war Marcellus mit seinen beiden Helfern heute unterwegs im Vicus und kam zufällig an der Taberna Medica vorbei. Dort sah er zu seiner Verwunderung seine geliebte Calvina um Hilfe rufen. So eilte er auf Calvina zu und trat in die Taberna ein. Er sah eine Verwüstung, einen ihm unbekannten Mann am Boden lieben, die nur leicht bekleidete Alpina in den zärtlichen Armen von Corvinus Trost suchen und selber hatte sich Calvina in seine Arme geflüchtet. Der am Boden liegende Mann kam so langsam zu sich.
    "Was ist hier passiert? Was ist hier los"
    Marcellus Gesicht nahm eine Härte und Unerbittlichkeit an die ihn auf einmal ganz anders dastehen ließen. Man konnte sich vor ihm regelrecht fürchten.


    Gerade als Marcellus die Fragen stellte, drehte sich der junge Mann am Boden um und warf auf Alpina einen Dolch. Nichts und niemand konnte Aplina jetzt noch retten, es war alles zu schnell gegangen. Doch auf einmal stand der alte Leonidas zwischen Alpina und dem sicheren Tod. Er empfing mit einem Lächeln auf den Lippen den tödlichen Wurf der Klinge und bracht unter der Wucht der Waffe zu Boden. Seine Seele löste sich nun endgültig und verschwand im Äther. Calvina hatte laut aufgeschrien und Marcellus löste seine Liebste von sich um sich dem Kerl zu widmen. Er packte das Bürschchen mit aller Gewalt und drückte ihn gegen den Tresen. Derr Aedil ließ bltzschnell seine Fäuste kreisen und diese schlugen gnadenlos im Gesicht des jungen Mannes, dieser Bestie ein. Marcellus war wütend, niemand durfte Calvina oder Alpina etwas zu leide tun. So wandte er sich an seinen beiden Männer und meinte nur:


    "Haltet dieses Vieh fest und sorgt dafür dass er sich nicht mehr bewegen kann."


    So schritt Marcellus langsam auf Alpina zu und kniete sich neben Corvinus nieder.
    "Alpina geht es dir gut. Ist alles in Ordnung. Was ist passiert?" Der Blick des Petronier ließen die Sorgen erkennen die er hatte. Es war schon lange vorbei mit der Liebe zu Alpina, aber tief im Herzen blieb immer ein Platz in seinem Herzen übrig. An Corvinius gewandt meinte er:
    "Gut das du dagewesen bist und hier helfen konntest, ich danke dir dafür. Was genau ist denn eigentlich vorgefallen?"
    Marcellus zeigte tiefe Dankbarkeit Corvinius gegenüber, ein wirklich feiner Kerl dachte er für sich.

    Endlich hatte der Petronier wieder etwas Zeit gefunden um bei seiner geliebten Calvina vorbei zu sehen. Er freute sich wieder riesig diese wunderschöne und liebreizende Person in die arme zu schließen. So eilte er sogleich nach Eintritt in die Casa Germanica in den Hortus um seine Liebe zu umarmen. Marcellus hatte mittlerweile herausgefunden, dass Calvina die meiste Zeit im Hortus oder der Bibliothek verbrachte und nur selten sich in der Stadt umsah.


    "Calvina Liebling es ist so schön dich hier wieder zu sehen!"


    Marcellus wartete nicht länger sondern umarmte Calvina stürmisch und bedeckte ihr Gesicht mit seinen Küssen. Die Sonne spielte in ihrem Haar und ließ dieses wie einen Regenbogen erglänzen.

    Nun war der junge Petronier plötzlich zu Reichtum gekommen und hatte noch mehr Verantwortung erhalten. Es tat Marcellus sehr weh den Oheim gehen zu lassen um seine Geschäfte zu erledigen. Nun war er Titus Petronius Marcellus der einzige männliche Petronier vor Ort. Und hatte die Verantwortung über die Petronischen Güter.
    "Onkel ich werde dich und die Familie nicht enttäuschen."
    Heute war kein guter Tag, was nutze all der Reichtum wenn man seinen Vater im Geiste verlor.