Nun denn, noch eine Verwandte. Diesmal eine, deren Namen ich nicht kannte. Das konnte interessant sein, wenngleich ich mich eigentlich lieber dem Verfassen weiterer Werke widmen wollte. Dem Namen nach musste sie zu angeheirateter Verwandtschaft gehören. Mein Interesse war im Moment eher gedämpfter Natur. Der Anlass war zwar familiär, doch war eine solche Cena für mich stets mit dem Charakter des Offiziellen behaftet. Insbesondere dann, wenn ich die Gastgeberin - noch - nicht kannte.
So hatte ich mich in eine gute Tunika und meine Toga gekleidet, schon allein weil es meinem Stand als Advokat und prinzipiell immer noch Philosoph angemessen war. Als mir Malachi den Blumenschmuck anlegen wollte, winkte ich entschieden ab, sprach aber mit ruhiger Stimme.
"Ein Philosoph soll sich durch nichts schmücken, außer durch seinen Verstand."
Als er dennoch einen zweiten Versuch startete, blickte ich ihn streng an, woraufhin er inne hielt und schließlich keine Anstalten mehr machte, mich zu schmücken. So betrat ich das Triclinium ungeschmückt. Da die beiden Stilos im Gespräch waren, störte ich nicht durch Grußworte. Lieber wollte ich beobachten, wie sich das Gespräch meines jungen Vetters entwickelte.