Beiträge von Duccia Venusia

    In der Stadt hatte sie noch Loki kurz den Ort gezeigt, wo einst ihre Casa hier in der Stadt stand ehe sie abbrannte. Nun vor der Porta angekommen stieg sie ab und ging auf die Wache zu.
    Ich möchte gern zu meinem Mann. Außerdem bringe ich heute einen Arbeiter der Hros Duccia mit, der gern mit ihm sprachen möchte.
    Da sie den Gast dabei hatte, wollte sie sich heute mal ausnahmsweise richtig anmelden. ;)

    Sein Name ist Harlif Guthandson. Die Namensgebung ist dir unbekannt, da er Germane ist. Er stammt aus dem Gebiet der Amisia. Gehörte damit einst wie auch wir zum Stamm der Ampsivarier. Er war Händler in Germanien und und handelte auch mit Städten hier in unserer Provinz. Nun möchte er nicht mehr nur Händler sein sondern auch in unserer Provinz tätig sein.

    Still beobachtete sie Loki, der nun neben ihr her ritt und scheinbar völlig in Gedanken versunken war. Über irgendetwas schien er nachzudenken und es schien ihr sehr zu berühren. Doch Venusia fragte nicht nach, ließ ihm diesen Raum seiner Gedanken zu harren und für sich zu sein. Sofern dies möglich war, wenn man zu zweit ritt.
    Was ist los,
    fragte sie schließlich auf seinen abgebrochenen Satz nach. Er schien etwas sagen zu wollen und irgendwie auch wieder nicht.

    Heute Abend Habe ich sicher Zeit. Stelle mir deine Fragen und so fern ich es kann, werde ich dir diese beantworten.
    Venusia lächelte den Mann freundlich an und war nun auf seine Fragen gespannt.


    In diesem Augenblick kam Lanthilta in den Raum und stellte die Getränke sowie etwas Brot, einige Stücken Fleisch sowie Obst auf den Tisch. In Venusias Becher tat sie Wasser und in den von Harlif Bier. Sie war der Meinung, dass man keinen Germanen nach Bier fragen musste. Die tranken es immer. ;) Dann ging sie wieder und ließ die beiden allein.

    Dankend nahm sie den Becher entgegen und trank einen Schluck.
    Sein Name ist Harlif Guthandson. Er war einst Händler und ist des Rechnens und Schreibens mächtig. In der Stadt hatte er gehört, dass dieser Posten frei sei. Er wirkt auf mich verlässlich und engagiert.
    Sicher konnte manchmal der Schein trügen. Doch hatte sie hier das Gefühl, dass dem nicht so sein würde und er wirklich engagiert arbeiten würde so begeistert wie er war als sie meinte, dass es klappen könnte.

    Ich habe mit dem Legaten gesprochen,
    sagte Venusia und deutete auf den Sessel ihr gegenüber.
    Nimm doch bitte Platz. Wir werden später darüber reden. Lanthilta wird dir gleich noch ein wenig zu Essen bringen und auch etwas zu trinken. Du kannst heute nichts mehr tun. Deswegen wollen wir nichts überstürzen.
    Ihr Tag war genug durcheinander gewesen. Nun wollte sie ihn ein wenig ruhiger ausklingen lassen.

    Lanthilta führte den Gast zum Kaminzimmer. Hierhin hatte sich Venusia mit einer Schriftrolle zurückgezogen. Kurz klopfte die junge Frau an und trat dann ein.
    "Dagmar, Harlif ist hier. Ich habe ihn hierher geführt."
    Venusia sah lächelnd auf.
    Ja, bringe ihn nur herein und dann bringe doch bitte noch etwas zu trinken und ein wenig zum Essen.
    Nun wartete sie darauf, dass der Besucher eintreten würde. Lanthilta hingegen nickte und machte sich auf den Weg in die Culina.

    Loki, wir sind doch auch normale Menschen. Er hat dir dies angeboten, weil er deine Möglichkeiten hier im Imperium vergrößern möchte. Wenn du kein Peregrinus bist. So heißt dein Stand im Moment, sonder Civis, dann hast du viel mehr Möglichkeiten hier im Imperium. Römischer Staatsbürger sein ist nichts schlechtes wenn man sein Leben hier auf dieser Seite des Limes verbringen möchte. Es öffnet dir neue Wege.
    Obwohl sie nun ein anderes Gesprächsthema hatten, hing sie noch immer in Gedanken seiner Lossagung von den Göttern hinterher.

    Ich zweifel nicht daran, dass unser Kaiser einen fähigen Mann schickt. Es gibt nur irgendwie ein besseres Gefühl wenn man schon ein wenig von seinem gegenüber vorher weiß. Wobei, wenn man ihn nicht kennt, kann man auch sehr unvoreingenommen auf ihn zu gehen. Auf jeden Fall werden wir sicher bald schlauer sein und uns dann unsere eigene Meinung bilden können.
    Wenn sie ehrlich war, dann war sie schon recht gespannt auf den neunen Mann, der sicc nun der Geschicke der Provinz annehmen sollte.

    Zitat

    Original von Maximus Decimus Meridius


    So eben noch in Gedanken versunken, wurde Meridius die Ankunft der Comes gemeldet. Selbstverständlich konnte sie eintreten, er ließ sie daher umgehend hereinbitten.


    Er erhob sich, räumte seinen Tisch auf und steuerte die Weinkaraffe an. Auf die Geschichte von vorhin musste er ersteinmal einen Schluck zu sich nehmen.


    Venusia trat ein als sie die Erlaubnis erhielt und sah sich kurz einen Moment um.
    Salve Meridius. Ich möchte gern die Vergabe eines Postens in der Verwaltung besprechen. Hast du einen Moment Zeit für mich?

    Nein, es würde dich zu keinem Gott machen. Kein Gott ist unfehlbar, kein Gott kann sich da ausnehmen. Was sie von uns unterscheidet, ist ihre Stärke, ihre Kraft Dinge zu vollbringen, die wir nicht können. Doch wenn du den Glauben an sie verloren hast, kann wohl nichts diesen zurück bringen.
    Ihr Blick schweifte über die Wiesen, die sich rechts und links des Weges zeigten und später wieder mit den Wäldern abgewechselt würden.

    Es betrübte sie diese Worte zu hören. Den Glauben an die Götter zu verlieren. Das war für sie noch schlimmer als alles andere.
    Selbst Thor oder ein anderer der großen Götter vermag es die Nornen zu beeinflussen. Sie weben sogar der Götter Schicksalsfäden. Du kannst dir Nornen für dies alles verantwortlich machen. Nicht jedoch die anderen Götter. Ihnen fallen viele Aufgaben zu. Nicht aber die Beeinflussung unseres Schicksals.
    Dann schwieg sie wieder einen Moment....
    Oder meinst du wirklich, dass sie dann das Ragnarök, die große Götterdämmerung zu lassen würden, wenn sie daran etwas ändern vermochten? Sie können es aber nicht...
    Zu den Christen schwieg Venusia. Sie hatte nur davon gehört und bisher nichts genaues gelesen...

    Sie kannte das Gefühl...zu gut...
    Wenn ich ehrlich bin, hängt der Geist an solchen Geschehen ewig fest. Obwohl der erste Überfall viele Jahre zurückliegt, erinnere ich mich noch genau wie ich zum Tor gerannt bin und mit angesehen habe, wie die Wachen dort getötet wurden. Alles andere was weiter geschah baut sich dann immer wieder vor meinen Augen auf. Und dann der Überfall in Britannien. Auch er ist schon ein paar Jahre her und doch ist es noch so nah. Wie sie in das Dorf stürmten, auf alles einhiebten, was sich wehrte und sich nicht irgendwie in Sicherheit bringen konnte. Manche Nacht werde ich wach weil in meinen Träumen einfach alles anfing zu brennen. Ich denke noch immer dran...Betrauer deine Familie in dem du sie in Ehren hälst. Gedenke ihrer, aber trauere nicht in dem du der alten Zeit nachtrauerst. Sie wird nie wieder zurückkommen. Deine Familie ist in Walhalla oder in Hels Reich eingegangen und dort haben sie es nicht schlecht.
    Es war ein langer Weg gewesen bis sie an diesem Punkt angekommen war. Vielleicht würde es Loki helfen wenn sie so sprach. Sie musste ihren Weg damals allein gehen, er muss dies nicht tun, wenn er sich helfen lässt.