Es überraschte sie ein wenig, aber es war doch ein schöner Anlass gewesen jemanden zu besuchen.
Das ist doch toll und es freutmich, dass Val dir diese Adoption möglich machen möchte. Hast du Bedenken deswegen?
Die Via führte sie immer weiter von Mogontiacum fort und näher nach Confluentes. Ihr Pferd kannte den Weg fast schon auswendig und so musste sie sich nicht wirklich auf den weg konzentrieren und heute konnte sie auch ein wenig unachtsamer sein. War sie ja diesmal nicht allein unterwegs.
Beiträge von Duccia Venusia
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Nun ja...so eine germanische Wohnung muss ja auch gut eingerichtet werden. Es freut mich, dass Val dir diese Dinge gebracht hat. Aber da ist noch mehr, oder?
Irgendwie hatte sie das Gefühl, dass da noch einiges mehr war was es zu sagen gab. -
Am Abend war Sarolf noch bei dir? Was wollte er denn?
Da er ihr davon erzählte, dass ihr Cousin in seiner Wohnung war, durfte sie auch sicher nach dem Anliegen fragen. Wenn Loki diese Frage nicht hören wollte, hätte er sicher auch nichts gesagt. Also achtete sie darauf neben ihm zu reiten und wartete auf eine Erklärung. -
Irgendwie wirkt es so als sei dieser Tag gekommen.
Gerade wollte sie fragen ob sie ihre Reise ein wenig verschieben sollten als er auch schon aufsaß. Also stieg auch sie auf.
"Dann lass und losreiten. Ich mache auf etwa halben Weg eine Pause und bin dann am Nachmittag in Confluentes. Bisher war ich allerdings allein unterwegs und bin recht zügig geritten. Solltest du vorher eine Pause wünsche, so sage es einfach. Ansonsten wäre ich dafür, dass wir dann losreiten. Ich hoffe, dass der frische Wind, der uns gleich um die Nasen wehen wird, dich ein wenig wacher aussehen lässt."
Mit einem breiten Grinsen ritt sie dann auf das Tor zu, verließ die Casa und schlug sich dann durch die Stadt in Richtung der Via, die nach Confluentes führte. -
Die Sonne hatte sich ihren Weg durch die aufziehenden Wolken weiter gebahnt und kratzte nun an den Wipfeln der Bäume. Diese warfen lange Schatten auf den Weg, die nur von vereinzelten Wolken versteckt wurden. Es war noch immer Winter und frisch. Doch man merkte schon den schwachen Hauch der Frühlings in der Luft liegen. Es wurde auch langsam Zeit. Die Provinz wirkte immer so schrecklich ausgestorben wenn der Winter sie gepackt hielt und das Leben stellenweise zum Erliegen brachte.
Für den Moment ritt Venusia schweigend dahin. Sie wusste nicht ob Loki sich unterhalten wollte oder auch nicht und wenn sie ehrlich war...im Moment fiel ihr kein rechtes Thema ein. Doch irgendwann war sie des Schweigens müde und sprach. Vielmehr fragte sie.
Ist dir eigentlich noch etwas zu unserem Gespräch gestern Abend eingefallen. Fragen?
Das war nun eine gute Zeit diese zu klären. -
Nach einem Moment wurde sie von Hufgeklapper aus ihren Gedanken geholt und sah in die Richtung aus der das Pferd kam. Die Erscheinung, die sie dort sah, lockte ihr ihr ein breites Grinsen ins Gesicht. Das war wirklich einfach zum Lachen wie die beiden dahergetrottet kamen.
Heilsa Loki und guten Morgen. Du siehst irgendwie mitgenommen aus. Nicht dass du mir vom Pferd fällst.
Den Eindruck erweckte er irgendwie. -
Komme heute Abend zur Casa Duccia. Ich werde Bescheid geben, dass wir noch Besuch erwarten. So wird dann keiner überrascht sein.Erkunde ruhig erst die Stadt und vielleicht kann ich dir ja dann schon sagen ob es mit deiner Anstellung in Ordnung geht. Dann würde ich sagen bis heute Abend.
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Venusia war wie immer sehr früh wach gewesen und hatte im Angesicht der ersten Sonnenstrahlen schon ihr Pferd geholt und die Sachen darauf verstaut. Nun musste nur noch Loki fertig sein und sie konnten los. Ein paar Stunden Ritt und sie würden in Confluentes sein. Ein wenig gedankenverloren streichelte sie ihre Stute und wartete....
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Ich hoffe es wird genug sein wenn man mit jemanden reitet, der im Grunde sein ganzes Leben geritten ist. Wenn du dann nichts dagegen hast, würde ich mich dann gern zurückziehen. Ich habe ein paar Sachen zusammen zu suchen und dann wollte ich noch ein wenig schlafen.
Sicher würde es wieder nicht viel Schlaf werden, sie freute sich immer zu sehr darauf ihren Mann zu sehen wenn sie einmal dazu kam. -
Von mir aus können wir morgen aufbrechen. Es ist noch ruhig in der Regia und die Arbeit dort kann ein wenig warten. Also wenn du keine lange Vorbereitung brauchst, würde ich sagen morgen gleich nach Sonnenaufgang. Ich hoffe du kannst gut reiten.
Schon war wieder ein breites Grinsen in Venusias Gesicht. Gegen kleine Wettstreite hatte sie ja nie etwas. -
Ich war nicht dabei als all diese Regeln geschaffen wurden. Es sollte sicher einst das Zusammenleben regeln, dass vielleicht einmal Ausmaße hatte wie bei uns zu Hause. Seitdem wurden sie immer wieder angepasst, kamen neue hinzu und wurden veraltete außer Kraft gesetzt.
Doch eine Antwort auf die eigentliche Frage bekam Loki nicht. Denn Venusia konnte nicht beantworten ob sie nur des Friedens willen geschaffen wurden. -
Gut, wenn ich etwas weiß, dann werde ich dich benachrichtigen lassen. Wegen der Unterkunft. Du kannst dir, wenn du Geld hast eine Insula mieten. Ansonsten wird es kein Problem sein, wenn du einige Tage in unserer Casa übernachten würdest. Ganz wie du möchtest.
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Einen Moment musste sie überlegen. Die Köpfe schlugen sie sich nicht wirklich ein. Zumindest nicht so wie Loki das meinte. Man konnte die Römer hier sicher auch zivilisiert nennen oder war der Unterschied hier auch einfach nur wieder in der Mentalität zu begründen. Nein, sicher nicht nur. Aber auch....
Wenn ich ehrlich bin. Ja, sie tun es. Es gibt auch unter den Römern Zwietracht, Neid und Missgunst. Sicher, es kämpft ein Dorf nicht gegen ein anderes. Dinge wie Neiding in unserem Sinne kennen sie nicht. Dennoch werden im Auftrag Morde verübt, versucht man sich durch Intrigen den anderen vom Hals zu schaffen und ganz schlimm, wird eben auch ein Mord mal selbst verübt. Es gibt aber auch Aufstände. Es passiert durchaus, dass mal jemand nicht mit der Politik Roms einverstanden ist, er es schafft viele andere auf seine Seite zu ziehen und gegen Rom zu gehen. Auch hier schlägt man sich dann den Kopf ein.
Venusia sah Loki an, schwieg einen Moment und suchte erneut nach Worten. Um die Pause nicht allzu auffällig zu gestalten, nahm sie einen Schluck von ihrem Becher.
Ansonsten hast du recht. Durch die Regeln, die auferlegt wurden und auf deren Einhaltung geachtet wird, sind solch Streitereien wie wir sie kennen ausgeschlossen. Für alles gibt es ein Gesetz und gibt es dieses nicht, so wird eines beim Auffallen des Fehlens gemacht. Es scheint zu klappen. Es ist ruhiger als wir es kennen. Aber auch wir haben Gesetze. Nur sehen wir es nicht so. Nimm das Gastrecht. Es steht die strafe der Götter auf die Missachtung dieser Regel. Wenn jemand aus deiner Familie ermordet wurde, so darfst du Genugtuung verlangen. Sicher, es sind bei Weitem nicht so viele wie hier, aber auch wir kennen sie und es macht einiges einfacher, aber nicht wirklich leichter. -
Dann sollten wir wirklich einmal schauen, dass wir Abschriften von Werken erhalten und hier in der Bibliothek zur Verfügung stellen können. Könntest du dich darum vielleicht kümmern? Ich werde mich natürlich auch umhören ob ich eventuell aus Privatbesitzen etwas für uns bekommen kann.
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Original von Harlif Guthandson
Welch Überraschung.
Damit hät ich nicht gerechnet, weder das sie Amsivarierin ist, noch das die mir beigebrachten Höflichkeitsformeln gegenüber Römern überzogen sind.
Scheinbar hat mir da jemand einen Bären aufgebunden und bei dem Gedanken wie dies alles gewirkt haben muss, musste ich ein wenig lachen."Da bin ich wohl jemanden aufgesessen, mit diesen Höflichkeitsformeln.
Aus welcher Gegend der Amisia stammt ihr denn und wieso musstet ihr das Gebiet verlassen wenn ich fragen darf.Darf ich aus euren Worten schliessen das ich die Stelle als Agrimensor bekomme?"
Nun entspannte ich mich ein wenig, denn das Gespräch bewegte sich in vertrautere Ebenen.
Auch Venusia lächelte weiterhin freundlich.
Scheinbar gibt es solch Menschen, die andere gern hereinlegen. Ich komme aus dem Dorf Landogars. Es gab einen Angriff. Viele flohen danach in alle Richtungen. Wegen des Postens. Von mir aus hast du ihn, doch ich muss vorher noch mit dem Legatus sprechen. Ich sehe jedoch keinen Punkt an dem es scheitern sollte.
Den Punkt des Angriffes fasste sie nur sehr kurz. Sicher hatte man davon in der Umgebung gehört, dass das Dorf des Richs angegriffen wurde. -
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Original von Marcus Octavius Augustinus
Ich nickte. Vielleicht hat sie recht. "Nun Comes ich möchte dich nicht weiter aufhalten, jedoch habe ich noch eine Frage: Ich habe einen Scriba in Comfluentes, Caius Julius Octavianus, er ist sehr pflichtbewusst und strebsam. Bekomme ich deine Erlaubnis ihn in eins, zwei Monaten zum Magistratus zu befördern?" Ich drang meinen Becher aus und stellt ihn wieder ab.Ich habe dann nichts Weiteres. Wenn dein Scriba so gut und pflichtbewusst ist, werde ich gern dann zu gegebener Zeit die Ernennung zum Magistratus vornehmen. Wenn er so gut ist, sollen seine Leistungen auch honoriert werden. Ich danke dir für deinen Besuchen Augustinus und deine Informationen.
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Original von Harlif Guthandson
Ich war nun doch ein wenig verblüfft über das scheinbare Interesse an meiner Geschichte, so überlegte ich erst ein wenig aber fing dann an zu erzählen."Ich lebte einst nahe der Amisia und gehöre zu dem Stamm der Amsivarier des südlicheren Gebiets.
Ich war dort ein Händler in meinem in meinem Dorf und galt als einer der Gelehrten in der Gegend da ich des Schreibens, Rechnens und Lesens mächtig bin.
Leider reicht das nicht aus um durch einen harten Winter zu kommen und da ich kein Farmer bin war es oft sehr schwer satt zu werden.
Nun ich erhoffe mir hier eine bessere Zukunft als die die ich in meinem Dorf hätte.Genügen euch diese Informationen Herrin ?"
Das war ja noch jemand aus ihrer Heimat...Mann konnte ja fast meinen, dass sich die alten Bewohner der Amisia sich hier langsam diesseits des Rhenus wieder einfanden und zueinander fanden.
Manchmal ist es doch sehr interessant welch Begegnungen die Nornen für uns bereithalten. Ich bin auch eine Tochter der Amsivarier. Doch habe ich das Gebiet vor 12 Jahren verlassen müssen. Doch ehe ich dir den Posten des Agrimensors gebe, möchte ich dir noch eines sagen.
Ihr Blick wurde ein wenig ernster.
So lange du frei bist, einen freien Willen hast und kein Sklave bist, sprich dein Gegenüber nicht mit Herr oder Herrin an. Das tun nur Sklaven und du bist keiner.
Aus dem ernsten Blick wurde ein Lächeln.
Wir haben alle einen Namen und mich spricht man als Duccia Venusia oder nur als Venusia an. halte dies so auch bei anderen Römern. Nur den Kaiser, den redet man anders an. Wir Germanen sind Menschen und wir haben unseren Stolz. Wir dürfen ihn ruhig zeigen. -
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Original von Harlif Guthandson
Ich setzte mich und lauschte dem was die Duccia mir zu sagen hatte."Ja Herrin, ich bin des schreibens mächtig und auch das Rechnen beherrsche ich. Früher war ich in Germanien ein Händler und auch dort ist es sehr nützlich schlauer als die anderen zu sein und besser rechnen zu können.
Welch Fragen wollt ihr mir stellen, ich werde sie versuchen zu beantworten, Herrin."
Ich möchte gern ein wenig mehr über dich wissen. Wo kommst du genau her, zu welchem Stamm gehörst du und vielleicht wenn du es auch schon weißt. Was erhoffst du dir?
Im Allgemeinen war Venusia nicht neugierig. Doch aus irgendeinem Grund heraus, den sie nicht erklären konnte, wollte sie dies wissen und hoffte, dass es nicht falsch ankam. Aber nun waren die Fragen raus und sie konnte sie nicht mehr zurücknehmen.
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Original von Marcus Octavius Augustinus
"Die Reise verlief, gut ja."
Ich nahm einen weiteren Schluck Wasser. "Mich stört vor allem das warme Klima. Ich habe mich an den rauen Norden gewöhnt. Die Politiker die meinen sie müssten große Reden schwinge und das einfache Volk für dumm verkaufen. Kennst du dich mit dem italienischen Verwaltungsapparat auf?" Ich ließ eine kurze Pause. "Die Tugenden von harter ARbeit, Fleiß und Loyalität sind egal. Wenn ein Kandidat das Volk zu unterhalten versteht, so ist er in weniger als einem Jahr Comes der wichtigsten Regio..." Nun nahm ich einen großen Schluck Wasser und drang den Becher leicht erregt aus.Mit manchem hast du sicher recht, aber ich glaube kaum, dass ein schlechter Comes wieder gewählt wird. Das Volk merkt das schon. Es ist schlau und lässt sich sicher nicht mehrmals für dumm verkaufen. Einiges ist sicher anders dort, aber dennoch hat das Volk noch einiges zu sagen und das wird es dann auch.
Auch wenns ie schon eine Menge gehört hatte, konnte sie das alles nicht so ganz glauben, wie sie es gerade dar gestellt bekam. -
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Original von Harlif Guthandson
...."Mir wurde unteranderem gesagt das die Stelle des Landvermessers, oder Agrimensors wie ihr es nennt, nicht belegt ist.
Ob es vermessen ist das ich mich für diese Arbeit bewerbe, Herrin?"Ich hoffte sie würde nicht in Gelächter ausbrechen, das ein Germane, ein barbar in ihren Augen vermutlich, sich um solch eine Stellung bewarb.
Venusia sah einen Germanen den Raum betreten. Doch noch ehe sie ihm einen Platz anbieten konnte, begann er schon seinen Wunsch zu äußern und auch er sprach sie mit Herrin an. Wo war nur der stolz der Germanen hin? Ihr wäre es damals sicher nie in den Sinn gekommen. Aber vielleicht konnte sie ihm ja mal bei Gelegenheit sagen, dass diese Anrede nicht notwendig sei. Weiterhin lächelte sie freundlich und deutete nun mit der Hand auf einen Stuhl und dass er dort doch Platz nehmen sollte.
Du möchtest also dem römischen Reich als Agrimensor dienen. Es freut mich sehr, dass du dir dies zutraust Harlief und wenn du des Rechnens mächtig bist und auch des Schreibens sollte es kein Problem sein dir diesen Posten auch zu geben. Doch du wirst sicher verstehen, dass ich dann noch vorher ein paar Fragen an dich habe.