Beiträge von Duccia Venusia

    Wie so oft hatte Venusia ihren Heimweg dazu genutzt Schrifte für die Stadtverwaltung persönlich abzugeben. Es lag auf ihrem Weg und warum sollte sie andere diesen Weg extra gehen lassen. Doch heute bekam sie einen Brief mit, den sie weiter tragen musste. Es war ein Brief an Sextus gewesen, der in der Stadtcuria angekommen war. Doch dieser war wieder einmal auf Reisen unterwegs. Der Scriba hatte außerdem herausbekommen, dass diese Schrift wohl eher an Loki gerichtet war.


    An der Casa angekommen, begann sie nun ihn zu suchen. Der Brief lag schon eine Weile in Sextus Büro und sollte daher sicher eilig übergeben werden. Doch wie so häufig wenn sie jemanden suchte, fand sie die gesuchte Person nicht. Also hielt sie sich ein wenig im Eingangsbereich auf. Hier musste ja jeder durchkommen auch irgendwann einmal Loki.

    Venusia entdeckte ihn dann scheinbar gedankenverloren zum Himmel emporblickend und ging nun zu ihm. Ohne ein Wort zu sagen, blieb sie neben Magnus stehen und sah auch in den Himmel hinauf an dem hin und wieder durch die Wolkenlücken die Sterne strahlen sah. Nun stand sie einfach hier und wartete darauf, dass er sie bemerken würde.

    Venusia nickte kurz,
    Bis gleich dann,
    sagte sie noch und und begann dann sich umzuziehen. Ein wenig wunderte sie sich schon warum er nun auf einmal vor der Tür warten wollte, aber manchmal sollte man sich ein nicht zu viel wundern. Das hatte sie inzwischen gelernt.
    Nach einem kleineren Moment hatte sie dann schließlich die Tunika angezogen, die Palla darüber und ihre Haare so gut es eben allein ging hochgesteckt. Als sie zufrieden war, trat sie schließlich nach draußen und sah sich um. Irgendwo musste er ja gewartet haben. ;)

    Natürlich, gern. Ich muss mich nur eben umziehen. Ich war nicht so recht auf Besuch vorbereitet und kann doch nicht mit diesem Kleid losgehen. Das sollte schon eine ordentlichere Tunika sein.
    Ein kurzes Lächeln und Venusia midmete sich schon ihrer Truhe mit ihren Sachen um bald eine hellgelbe Tunika zu finden, die sie tragen würde. Zu Hause trug sie gern auch einfache germanische Kleider. Diese machten sie allerdings nicht wirklich salonfähig ;)

    Einen kleinen Augenblick dauerte es bis Venusia das Salve nicht ihrer Familie zu ordnete, die sie für gewöhnlich sehr gern hier störte. Nein, diese Stimme gehörte zu jemanden anderen. Venusia legte die Schriftrolle auf den Tisch, stand auf und sah ihren Mann lächelnd an und empfing ihn mit einer stürmischen Umarmung und einem Begrüßungskuss.
    Salve, du hier. Welch Überraschung. Du hast mir also verheimlicht, dass du herkommst,
    kam nun der letzte Rest ein wenig vorwurfsvoll von ihr. Dennoch stand die Freude darüber ihr ins Gesicht geschrieben.

    Venusia saß an ihrem Tisch und las eine Schriftrolle, die sie aus dem Arbeitszimmer mitgenommen hatte. Als es an der Tür klopfte, konnte man draußen nur ein Herein vernehmen. sie war gerade an einer interessanten Stelle angekommen und da eigentlich nur die Familie es sein konnte, wollte sie diese Stelle erst zu Ende lesen und beschäftigte sich nicht weiter mit der Tür.

    Lanthilta lief rasch zur Tür als es klopfte und öffnete mit einem freundlichen Lächeln.
    "Salve,"
    begrüßte sie den mann, der vor der Tür stand und ach nochmaligem Hingucken, das erste war doch recht flüchtig gewesen, erkannte sie ihn auch.
    "Komm doch bitte herein. Venusia ist in ihrem Zimmer. Soll ich sie holen?"
    Fragend sah sie ihn an und wartete auf seine Antwort. Vielleicht wollte er sie ja überraschen und sie selbst im Zimmer besuchen.

    Da Venusia ja die Rohfassung entworfen hatte, hatte sie nun auch die Überarbeitung übernommen und einige Änderungen im Satzbau vorgenommen sowie das Besprochene als Änderungen übernommen. Sie hofte nun, dass alles unmisverständlich gefasst war und dem Gremium nun recht war. Dann war ihr noch aufgefallen, dass der Punkt zum Ende der Mitgliedschaft irgendwie vergessen worden war. So hatte sie nun eigenmächtig diesen dem Entwurf hinzugefügt und hoffte, dass der Punkt auch den allgemeinen Vorstellungen entsprach.


    Ordo Decurionum -
    Provinciae Germania


    Der Ordo Decurionum bildet den Zusammenschluß von engagierten Bürgern einer Stadt, die sich dort verdient gemacht haben.


    §1 Mitgliedschaft - Vorraussetzung


    (1) Anwärter für die Aufnahme in den Ordo müssen Bewohner der Stadt sein, aus ihr stammen oder eine Villa oder Casa in dieser unterhalten. Der Anwärter muss frei geboren und mindestens Peregrini sein. Es besteht auch die Möglichkeit Freigelassene in den Ordo aufzunehmen.


    (2) Duumviri sind automatisch Mitglieder des Ordo Decurionum.


    (3) In den Ordo Decurionum können auch Mitglieder des Ordo Senatorus oder des Ordo Equester aufgenommen werden.


    (4) Die Ersternennung der Ordo-Mitglieder finden durch die Duumviri der Städte statt, müssen aber von der Curia Provincialis bestätigt werden.


    (5) Ein Mindestbetrag für die Mitgliedschaft in den Ordo ist städteabhängig von diesen zu bestimmen. Die Mitgliedschaft ist nicht nur von der Zahlung des Beitrages abhängig sondern auch vom Engagement, dass der Decurione in die Gestaltung und Verschönerung der Stadt mit einbringt. Der Beitrag kann und sollte dem Bedürfnis der Stadt immer wieder angepaßt werden.



    §2 Der Stadtrat


    (1) Die Mitglieder des Ordo Decurionum sind auch Mitglieder des Stadtrates und entscheiden bei der Verwendung von finanziellen Mitteln und Bauvorhaben mit.

    (2) Die Mitglieder werden auch bei der Besetzung der Stadtverwaltung berücksichtigt.



    §3 Beendigung der Mitgliedschaft


    (1) Die Mitgliedschaft im Ordo Decurionum endet mit dem Wegzug des Mitgliedes aus der Stadt.


    (2) Ist der Decurione nicht mehr in der Lage seinen Beitrag zu leisten, erlischt seine Mitgliedschaft.



    §3 Sonstiges

    (1) Die Mitglieder des Ordo Decurionum erhalten freien Eintritt in die Thermen, das Theater oder weiteren städtischen Einrichtungen, die die Entrichtung eines Entgeltes vorsehen.

    Venusia war ebenfalls stehen geblieben und sah ihren Cousin an. Einen Moment überlegte sie ob sie wegen der Bezeichnung schmollen sollte...Doch der Augenblick schien ihr dafür nicht geeignet.
    Woher willst du wissen, dass ich es nicht verstehe. Du hast es mir doch noch gar nicht gesagt und ich habe es noch nicht versuchen können.
    Sie war doch kein kleines Kind mehr...auch wenn das einige in der Familie noch gern so sahen und sie verstand mehr als mancher glauben mochte...

    Wieder schwieg er. Aulus war in letzter Zeit wirklich sehr ruhig gewesen. So lang hatte sie es auf die Aufregung geschoben...Doch nun sollte dies eigentlich vorbei sein. So lief nun auch sie einfach ein Stück schwiegend neben ihm, achtete auf die Äste, die auf dem Weg lagen damit sie darüber nicht stolpern würden und überließ ihn vorerst seinen Gedanken.
    Über was denkst du gerade nach,
    kam es nach einer weile schließlicjh doch ihr über die Lippen. Kurz sah sie ihn an und dann wieder auf den Weg.

    Ein wenig fragend, aber auch neugierig, legte sie ihren Kopf schief und sah ihm fragend in die Augen. Schwieg einfach und ließ ihn seine Gedanken denken. Die Antwort kam schneller als gedacht.
    Gut, dann werden wir dort hin gehen und weißt du auch schon, was wir dann dort weiter machen?
    Venusia stand auf und wartete darauf nun mit ihrem Mann den Raum zu wechseln....

    Sie haben das Opfer angenommen, ganz sicher,
    sprach Venusia und lächelte ihren Großcousin an.
    Warum bist du dir da nicht sicher? Sicher, die Götter haben uns vieler Prüfungen unterzogen, werden es auch weierhin tun, aber sie haben uns immer zur Seite gestanden und sie tun es auch weiterhin. Selbst wenn du sie schon lange nicht mehr bedaht hast. Sie wissen was geschehen ist und warum du so lange gebraucht hast. Sie haben dich nicht vergessen und freuen sich darüber, dass du dich ihrer wieder erinnerst.
    Ein sanftes Lächeln umspielte die Lippen der jungen Frau, die sicher so manchen Grund dafür hätte den Göttern zu zürnen. Doch sie tat es nicht, ergab sich dem Schicksal und nahm es an...

    Das wird es sicher gewesen sein.
    Venusia bestätigte einfach die Aussage. Es war nicht an ihr in das Strafmaß einzugreifen oder es anzuzweifeln.


    Gibt es sonst noch etwas zu berichten? Wenn du nichts wieter zu sagen hast, würde ich mich dann nun wieder zum Castellum begeben woillen.

    Venusia klopfte an das Officium und und trat ein. Mit einem breiten Lächeln erklärte sie Verina ihren Wunsch.
    Einen Eilbrief nach Rom bitte.
    Schon lag das Geld und die Schriftrolle auf dem Tisch.


    Von
    Duccia Venusia
    Mogontiacum
    Provincia Germania


    An
    Senator Prudentius Commodus
    Roma
    Regio Italia



    Salve Commodus,


    Ich weiß doch wie gern du Berichte aus deiner Lieblingsprovinz im Norden des Reiches liest. Heute möchte ich dir diese zukommen lassen.


    Es ist alles in Allem sehr ruhig in der Provinz. Der Winter hat uns nun schon seit einiger Zeit eisern erwischt. Viel Schnee, kalter Wind und insgesamt sehr kühle Witterung lässt uns hier nicht los. In Rom ist es sicher auch jetzt noch angenehm. Aber man merkt wie das Wetter das Leben in der Provinz scheinbar lähmt. Ein jeder geht nur vor die Tür wenn man es unbedingt muss,


    Sicher ist es auch für doch von Interesse, dass eine neue Abordnung in den germanischen Landen unterwegs ist um die Kontakte zu den Germanen zu verbessern und vielleicht auch neue zu knüpfen. Ich bewundere Decimus Mattiacus wirklich sehr für sein Engagement bei diesem Wetter durch die Lande zu reisen. Selbst einem gestanden Germanen fällt dieses nicht leicht und er könnte sich etwas Besseres vorstellen.


    Wir haben wieder einen neuen Princeps der Curia gewählt. Ich werde dieses Amt wieder inne haben. Nur leider, kann es noch nicht amtlich gemacht werden. Unser Legatus Augusti war der Sitzung fern geblieben. Womit ich bei einem Punkt angekommen bin, der mir Sorgen bereitet. Ich habe ihn schon eine Weile nicht mehr gesehen und Fragen an die anderen Verwaltungsbeamten der Stadt über seinen Verbleib konnten nicht beantwortet werden. Mir ist sein derzeitiger Aufenthaltsort unbekannt.


    Doch nun genug vom kalten Norden. Wie geht es dir und was macht das Leben in Rom?


    Vale und alles Gute für dich


    Duccia Venusia


    Nachdem das nun geregelt war, konnte sie Verina von der Arbeit ablenken.
    Wie geht es dir?


    Sim-Off:

    Überwiesen :]

    Ein wenig erschrocken sah sie den Duumvir an.
    Du hast ihn entlassen und eingesperrt?
    Das Entlassen verstand sie ja noch und sah darin auch eine vernünftige Strafe. Aber die Geldstrafe und die Haft, war ihr doch ein wenig übertrieben. Aber es war seine Entscheidung und sie würde dazu nichts sagen.
    Ich werde es Valentin ausrichten, dass du dies veranlast hast und was er erwarten kann.

    Das versuche ich herauszufinden. Deine antwort sagt mir zumindest, dass du es wohl nicht warst.
    Dann nahm sie einen Schluck von ihrem Wein und sah Sextus einen kurzen Moment stumm an.
    Wo ich einmal hier bin. Hast du irgendwelche Anliegen an mich, die du mit mir besprechen willst?
    Man konnte solche Dinge gut miteinander verbinden. Zumindest für gewöhnlich.

    Mit einem Nicken bedankte sich Venusia für den Becher mit dem Wein und machte sich daraufhin gleich dran seine Frage zu beantworten.
    Es geht um unseren LAPP. Ich habe ihn schon eine ganze Weile nicht mehr gesehen und mache mir meine Gedanken, was mit ihm geschehen ist. Ich habe die Duumviri der Provinz angeschrieben oder ihnen soweit es mir möglich war persönlich einen BEsuch abgestattet um zu hören oder zu erfahren ob sie etwas von ihm gehört haben. Sollte ich viele negative Nachrichten bekommen, wird nichts anderes übrig bleiben als den Kaiser über das Verschwinden zu informieren. Nun möchte ich deine Meinung dazu hören und gern erfahren ob du etwas zum Verbleib weißt.