Beiträge von Duccia Venusia

    Publius Pertonius Geta


    "Warte nur einen Moment. Ich werde sie gleich holen."
    Kurz verschwand er um dann einen Moment später mit den gewünschten Magistraten zurückzukehren.
    "Sie werden dir bis zur Beendigung deiner Arbeiten zur Verfügung stehen."

    So wirkt er zumindest. Ich mag nicht nach den wenigen Tagen voreilig urteilen, aber es scheint ganz so zu sein.
    Dann ging diese Militärdiskussion wieder los. Für diese hatte sie wie man sicherlich verstehen konnte, nicht ganz so viel Verständnis. War sie es doch gewöhnt, dass man ihr gerne und oft in ihren Bereich reinredete.
    Nun, der Kaiser hätte ihn vermutlich nicht geschickt, wenn er ihm diesen Bereich nicht auch vertrauen würde, oder?
    Nebenbei deutete sie dann Nefertari dafür zu sorgen, dass nun die Speisen aufgetragen würden. Bei der Unterhaltung hätte sie ja fast den großen Hunger vergessen, den sie schon geraume Zeit verspürte.

    In Mogontiacum arbeite ich irgendwie nur oder habe ständig Aufregung mit der Familie. Schon irgendwie seltsam,
    bestätigte sie seine Äußerung. Dann drängte sich ihr so langsam eine Frage immer mehr auf. Doch vorerst versuchte sie diese noch zu verscheuchen.
    Wie der neue Legatus so ist,
    echote sie seine Frage nach und grübelte nun wie sie das am günstigsten beschreiben sollte.
    Nun, er scheint...
    nett zu sein, wollte sie sagen. Doch das war nicht die richtige Beschreibung. Welche war es denn eigentlich ansonsten. Diese Frage hatte sie irgendwie gänzlich unvorbereitet getroffen, was man sicher an der kurzen Denkpause in ihrer Ausführung merken konnte.
    ...freundlich und offen zu sein.
    Ah jeh...das wars ja nun irgendwie auch nicht so wirklich gewesen. Wieso wollte ihr denn nun gerade nichts ordentliches und vor allem Gescheites einfallen.
    In dem geführten Gespräch schien er für die Probleme der Provinz und der Regio Interesse zu haben udn wirkte auch ganz so als würde er diese noch irgendwie angehen wollen. Außerdem denke ich, dass es auch ein ganz anderer Führungsstil werden wird als wir das bisher kannten.
    Das klang doch schon besser.
    Außerdem bin ich überzeugt, dass du ihn sicher auch bald kennen lernen wirst und dir dann dein eigenes Bild machen kannst.
    Auf dieses Gestammel nun erst einmal ein Schluck aus dem Becher.

    Hmm...Das war nun komisch. Aber wenn er denn meinte....
    Wie gesagt, wenn du schon einmal hier bist, so findest du ihn dann im Tablinum. Aber wenn es nun nicht mehr so wichtig ist, dann weißt du ja wo du ihn morgen finden kannst.
    Ein kleines Lächeln konnte man nun sehen.

    Hmm...was hatte sie den ganzen Tag sonst noch gemacht? Sie hielt für einen Moment im Trinken ein und musterte ihn über den Becherrand.
    Bis auf die Führung habe ich mich dem Nichtstun hingegeben. Sonst komme ich ja so selten dazu. Ein wneig gelesen und dann neben dem Besuch in der Culina auch einwenig Zeit in meinem Cubiculum genutzt um mich auf das Essen vorzubereiten.
    Fiel es ihm wirklich nicht auf, dass sie sich heute in einer ihrer besten Tuniken gestopft hatte und auch die Haare anders als sonst. dies kostete ja schließlich auch ein ganz wenig Zeit. ;)

    Ein breites und durchaus zufriedenes Lächeln erschien in ihrem Gesicht als mann der Einladung folgend zustimmte und sich dann auch setzte.
    Ich denke schon, dass wir zurecht kommen,
    antwortete sie wahrheitsgemäß. Nach so kurzer Zeit konnte man dies ja nicht so einfach sagen. Dennoch würde sie sich zumindest alle Mühe geben und sie hatte sich auch vorgenommen dies so zu tun wie man dies in ihrer alten Heimat tat.
    Ich habe Nefertari die Räumlichkeiten des Praetoriums gezeigt und sie auch kurz in die Vorgehensweisen in der Culina eingewiesen.
    Sie nannte bewusst den Namen der Frau, die von so weit her schien. Sie wollte sie nicht so behandeln wie sie es von so vielen Erzählungen kannte. Damals nannte man Unfreie auch beim Namen und sie gehörten zur Familie wie Mann, Frau und Kinder.

    Das waren ja schlimme Nachrichten gewesen.
    Was war denn passiert und vor Allem wann und wo?
    Es war sicher nicht nur ihre ureigene Neugierde, die sie zu diesen Fragen drängte. Zu Teil natürlich auch die Sorge um die Entwicklungen auf der anderen seite des Limes.

    Als sich dann endlich die Tür öffnete und der so sehnlichst Erwartete dann auch eintrat, setzte sie sich ein wenig auf damit er sich nicht zu tief hinunterbeugen musste um sie zu begrüßen.
    Ich habe dich rufen lassen, da ich hoffte, dass wir gemeinsam essen könnten. Und ich muss dir sagen, dass sich die Essenzusammenstellung für heute durchaus sehen lassen kann.
    Damit wollte sie gleich von vornherein eine eventuelle Ausrede nicht aufkommen lassen.

    Ein wenig verwundert zog sie Augenbraue nach oben. Es war ihr irgendwie neu, dass man hier Magnus auch aufsuchte. Ich dachte das wäre nur so in drigenden Fällen oder dann eben in der Principia.
    Ich denke du wirst ihn im Tablinum finden. Dort ist er meist noch eine Weile nach seiner Zeit in der Principia. Soll ich dir den Weg zeigen?
    Inständig hoffte sie, dass es nichts so Wichtiges war, dass sie am Abend nicht gemeinsam essen können würden.

    Das Lächeln lag weiter in ihrem Gesicht. Es war schwach und wirkte ein wenig hölzern, doch sie versuchte sich damit anzufreunden, mit dieser Situation am bestmöglichsten umzugehen. Als sie ihren verdünnten Wein eingeschenkt bekommen hatte, nickte sie noch einmal kurz.
    Icjh habe bereits nach ihm schicken lassen. Er sollte bald dazu kommen. Ich möchte mit ihm gemeinsam essen und warte daher so lang.
    Nach einem kleinen Schluck, stellte sie ihren Becher wieder ab und wartete nun eben. ;)

    Es war zwar nicht so ganz ihre Art sich für ein Essen besonders herauszuputzen und im Gegensatz zu anderen Römerinnen war sie das auch mit Sicherheit nicht, dennoch hatte sie ihre beste Tunika angezogen, die sie hier hatte. Es war die zartgelbe, die sie so gern mochte. Ihre Haare trug sie wie immer offen. Heute Abend hatte sie versucht sie mit einigen Klammern ein wenig mehr zusammen zu halten. Als kleinen Kontrast hatte sie ein orangefarbenes Tuch herausgesucht, dass sie sich um die Schultern legte. Auf dem Weg zum Triclinum hatte sie nach ihrem Mann schicken lassen und betrat es nun wieder. Sie war wirklich angenehm überrascht als sie eintrat. Doch dauerte es einen Moment bis sie Nefertari fand. Ein vorsichtiges Lächeln erschien in ihrem Gesicht.
    Das hast du schön gemacht,
    lobte sie die Frau und ließ sich schon einmal auf der Kline nieder. Es war ein sonderbares Gefühl und sie wurde es nicht los. Egal wie stark sie sich einredete, dass es nun einmal normal war.

    Nachdem Venusia Nefertari nun alles gezeigt hatte, war es auch Zeit für das Abendessen. Kurz klärte sie mit der Küche das Essen und die Reihenfolge der Gänge ab ehe sie sich für einen Moment in ihr Cubiculum zurückzog. Nefertari hatte sie aufgetragen das Triclinum für das Mahl mit ihrem Gatten herzurichten und war auch ein wenig neugierig was sie die Fremde einfallen lassen würde und ob sie überhaupt etwas in dieser Richtung tat.

    Publius Pertonius Geta


    "Nun das Problem ist, dass wir uns nicht einigen konnten. Jeder sah einen anderen grund für besser geeignet. Dein Urteil wird uns sicher helfen dann das unserige zu fällen. Die Magistrati kann ich dir zur Verfügung stellen. Möchtest du gleich mit den Arbeiten beginnen oder dir für heute noch erst einmal etwas Ruhe gönnen?"

    Nicht viel verpasst? Na ja...wenn er meinte...Dies war dochs chon ein besonderes Ereignis gewesen. Wobei sie das ja schon langsam kannte.
    Es wäre zumindest schön gewesen zu hören, dass du überhaupt gehen willst. So einfach fort ist nicht wirklich die beste Art gewesen, aber nun bist du ja wieder da.
    Auch sie versuchte wieder zu lächeln und ihm nimmer allzu böse zu sein.

    Was war denn jetzt zum Himmel das? So langsam wurde sie aber wirklich wütend. Ihr kam es fast so vor als würde er sie testen wollen und dies machte sie fast noch wütender. Dennoch atemete sie tief durch.
    Es göbe da auch noch den Posten des Architectus Provincialis. Wir haben einige Bauvorhaben, die realisiert werden müssen und hier oder in dem Posten über den du bereits mit Meridius gesprochen hast, gäbe es ausreichend zu tun und dennoch kannst du dir deine Zeiten einteilen und auch noch einige zu Huase verbringen.
    Bei ihr war dies hier eben ganz anders. Sie hatte so viel zu tun, dass sie mehr hier denn zu Hause war und eigentlich immer etwas zu arbeiten hatte.

    So waren sie nun beide im Kaminzimmer angekommen und hatten in den bequemen Sitzgelegenheiten am Feuer Platz genommen.
    Hier gibt es nicht so viel Neues. Bis auf den Fakt, dass wir einen neuen Legatus Augusti haben. Dies ist wohl der wesentlichste Punkt was es so Neues hier gibt.

    So lang kannst du noch nciht aus der Verwaltung raus ein um nicht zu wissen welche Posten möglich wären,
    kam es nun ein wenig schnippisch von ihr.
    Kannst du dich noch an deinen Architekturkurz erinnern? Irgendwann hast du diesen mal gemacht und vielleicht weißt du ja auch, dass es da ähnliche Posten in der Verwaltung gibt, die man schon besetzen könnte.
    So langsam ging ihre eigentlich unerschöpflich wirkende Geduld dem ende zu und man hörte dieses auch. Valentin konnte so schrecklich stur und in sich gekehrt und mieselprimelig und einfach so schrecklich wolfssippig sein. Innerlich seufzte sie. Sie war doch auch eine Wölfin, aber so schlimm war sie nicht. Zumindest schätzte sie sich so nicht ein. Dochsie würde nicht nachgeben. Nicht heute und schon gar nicht hier.

    Also wenn das nicht eine Protestreaktion war dann wusste sie auch nicht. Doch sie wollte sich davon nicht beirren lassen.
    Wir haben einige Stellen in der Verwaltung frei und einer davon würde sicher auf dich passen. Was meinst du dazu?
    Sie wirkte gelassen und ruhig nach außen hin. Doch im Inneren brodelte es schon ein wenig dieses Verhalten.