Beiträge von Medicus Germanicus Avarus

    Zitat

    Original von Decius Germanicus Corvus
    O mein Lieblings-Avarus, herzlichen Glückwunsch. Ich wünsche Dir ein prima neues Lebensjahr, mit Wein, Weib, Gesang und natürlich reichlich Sesterzen. =)


    da überkommt mich doch ein....


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    hach nein... du sollst doch nicht so pöse sein Avi!


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    :D;)

    Ein schöner Garten auch im Winter. Sein Kommen war jedoch weniger den Schönheiten zugetan, als einer Aufgabe, die ihre Tücken bereits zu oft gezeigt hatte. Vielleicht fand der Senator heute Antworten, die ihm in diesem 'Fall' weiterhalfen.

    Das war sehr wenig. Wenn diese beiden Namen in den Lisen fehlten, konnte es durchaus sein, das ihr Hab und Gut noch für den Staat zu retten war. Letzterer hatte also keine Erben und somit war wahrscheinlich nur ein ganz kleiner Teil an den Staat zurückgeflossen. Wieviel? Nun diese Antwort hoffte der Aedil noch zu bekommen.


    "Appius Helvetius Sulla hat also an den Staat vererbt. Ist zu erfahren, um welchen Münzbetrag es dabei ging?"


    Ansich konnte sich Avarus auch an die öffentlichen Archive wenden. Würde er hier eine Antwort bekommen, ersparte ihm das nur einen Weg.


    "Wenn Marcus Octavius Vespasianus und Titus Octavius Dio in diesen besagten Listen fehlen, bedeutet das, das ihre Fälle noch nicht bearbeitet wurden, oder das hierfür andere Magistrate² zuständig sind."


    Sim-Off:

    ² - ihre Totesfälle vor die Einführungszeit dieses Aufarbeitungssystems fallen


    Der nachfolgende Redeschwall ließ den Senator aufhorchen. Diese Octavier schienen in eine ganze Reihe von mysteriösen Machenschaften verstrickt zu sein. Schon seine Ermittlung zeigte ihm zwei Namen aus dieser Gens, nun folgte ein weiterer, ihm nicht unbekannter Spross.


    "Hmm...." antwortete Avarus, um zu zeigen, das er die Worte verstanden, aber noch nicht verarbeitet hatte. "Octavius Avitus sagst du? Nun ich kann mich im Archiv umschauen, aber viel Hoffnung habe ich nicht, wenn einer der Aedile diesen Vorgang unwissentlich gemacht haben wollte, dann wird es schwer sein eine Spur zu finden. Jene Listen, die du als die Meinigen bezeichnest, sind in täglichem Gebrauch von einer Vielzahl von Magistraten und Beamten. Missbrauch ist dabei nicht ausgeschlossen, wenngleich bisweil eher selten beobachtet."


    Er dachte nach. Ohne Siegelungen ging auch in diesem öffentlichen Bereich garnichts und nicht selten schmückte ein Pergament viele dieser Wachszeichen, um als et Acta zu gelten. Das ein Betrieb verschwand, war auch hier fast unmöglich und der Senator würde seine Quellen zu nutzen wissen.


    "Ich kümmere mich darum und werde dir Bescheid geben, soweit ich Neues über diesen Fall³ weiß."


    Sim-Off:

    ³ ...sollte er im Zuge der Wisimumstellung gelöscht worden sein, es gibt ja keine Kelter mehr, dann finde ich einen Weg das zu klären.

    "Gemeldet? Nein... es verwunderte mich ja erst vor kurzem wieder. Ansich bin ich nicht zugegen, wenn die Becken geleert und frisch befüllt werden, aber neulich erinnerte mich ein Vorfall falscher Badezusätze an den Beginn des Jahres. Damals war es eine Schnittverletzung eines Sklaven, der den Beckenwasseraustausch während meines Wartens nötig machte. Vor kurzen dann eben Rosendurft, statt dem gewünschten Wachholder. Naja du kennst das ja sicher..." Es schien so als wäre dem Senator dabei gerade eine Idee gekommen. "... möglich, das er auch einfach zu klein ist. Aber ich nehme mal an, ein dickeres Rohr wird neben dem großen Aufwand in Straße und Haus auch noch zu allem Übel mehr kosten, oder?" Vielleicht sollte der Senator mehr in den Thermen das kühle wie warme Nass teilen, aber so eine private Beckenlandschaft hatte eben auch ihren Reiz. Trotz das es Stimmen geben würde, die da mit Dekadenz maßregelten.

    "Nun meine Ermittlungen beziehen sich auf drei römische Bürger, Marcus Octavius Vespasianus, Titus Octavius Dio und Appius Helvetius Sulla dabei würde mich intressieren, wieviel sie vererbten und vorallem an wen."


    Alle drei waren bereits etwas länger verstorben. Einer davon wohl als Aufständischer gehangen worden. Doch dies war nicht der Grund, warum der Aedil den Geldfluss jener Männer nachging...

    "Das ist genau mein Anliegen..." ließ der Aedil nicht lange mit einer Antwort warten. Immerhin war es hier nicht so schwierig den Herren festzustellen, der besucht werden wollte, wie in anderen Casae.

    Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    Nun kam auch noch Senator Avarus hinzu und bevor Macer ihn ebenfalls für die Wetten begeistern konnte, kam er mit einem beruflichen Problem auf ihn zu. "Salve Senator", grüßte Macer erst einmal zurück und hörte sich dann das Anliegen an. "Bereits seit Julius? Nun, du übertreibst ein wenig, nicht wahr? Das Wassergeld wird jährlich erhoben und das Jahr ist noch nicht um." Das war genau genommen schon alles, was er konkret dazu sagen konnte, denn weder kannte er die Reihenfolge, in der die Häuser abgearbeitet wurden, noch wusste er um den derzeitigen genauen Stand, welches Haus im einzelnen schon besucht worden war und welches nicht. "Die Kontrollen sind noch nicht vollständig abgeschlossen, es kann also schon sein, dass in eurer Gegend noch niemand war. Senatoren sind jedenfalls nicht ausgenommen."


    "Oh wie schade." merkte man Avarus auch gleich seine Trübsinnigkeit an. Schon der Umstand [SIZE=6]unhistorisch[/SIZE] Steuern zu zahlen wog schwer auf der Seele. "Ich hatte schon gehofft, es wäre mit dem Umstand zu erklären, das das Wasser nur zaghaft meine Badebecken füllt."

    Avarus war in Gedanken, als er die Flure der Villa durchschritt, um zu diesem Officium zu gelangen. Leicht abwesend setzte er sich noch, fand aber keinen überschwenglich entzückenden Punkt in seinen Augen, der ihm zum Träumen animierte und war schnell wieder in der Realität zurück. Eine Villa eben, nichts auffällig Modernes und etwas schlicht für seinen Geschmack gehalten.


    "Äh nein danke, ich komme gerade vom Mittag." Er überlegte kurz, was er überhaupt hier wollte. "Du wurdest mit den aktuellen Erbfällen betraut? ... wie steht es mit den deiner Vorgänger. Kannst du mir dazu Auskünfte geben oder muß ich mich dabei an die öffentliche Verwaltung wenden?"


    Er wollte zur Sache kommen und dabei so wenig wie möglich den jungen Mann in seinen ermittelnden Fall hineinziehen.

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    Original von Leone


    Wenn man ganz genau hinhörte, konnte man selbst draußen noch das gleichmäßige Schnarchen hören, das Leone bei seinem Verdauungsschläfchen von sich gab. Doch das brach natürlich sofort ab, als es klopfte. Erschrocken rieb sich der Schwarze die Augen, so daß sie leicht gerötet aussahen, als er die Tür schließlich öffnete. Das gab ihm ein leicht dämonisches Aussehen. "Salve. Was kann ich für Dich tun?", fragte Leone den Sklaven, da er im ersten Moment den eigentlichen Besucher gar nicht wahrnahm. Doch als er sah, wer da eigentlich vor der Tür stand, straffte er sich doch ein wenig und zupfte nochmal an seiner Tunika.


    "Salve, mein Herr, der Aediles Germanicus Avarus, wünscht den decemvir litibus iudicandis Titus Aurelius Ursus in amtlichen Belangen zu konsultieren."

    Für seine Untersuchungen mußte sich Avarus sogar zu den Aureliern bemühen. Das lag vorallem daran, das er annahm die Vigintivirii hätten kein öffentliches Officium. Etwas geprägt von Neugier begab er sich dann zur Villa Aurelia um den decemvir litibus iudicandis Titus Aurelius Ursus aufzusuchen.


    Der voran schreitende Sklave klopfte an.

    "Hat sich einer der angeschriebenen Händler zu seinem Edikt bekannt oder darauf hingewiesen es anfechten zu wollen?" Er blickte in die Runde. Erwartungsgemäß schüttelten jene, die diese Arbeit betraf mit den Köpfen.


    "Dann werden wir Teil Zwei in Betracht ziehen und darauf pochen jene Gewerke zu veräußern."


    Avarus legte eine Tabula zurecht und begann einige Werte aufzuritzen.


    "Was haben wir..., wen haben wir... Rediviva Helena. Gewerke außerhalb der Gesetzmäßigkeit zwei, Wert zusammen..." er blickte auf und in ratlose Gesichter, die mit einem Mal angesprochen waren. "zwölfhundert Aediles!" ... tat sich ein Scriba jüngeren Alters vor und stach damit den Schreibervorsteher um wenige Sekunden aus. Dieser blickte darüber nicht gerade erfreut drein. "Ahja also notieren wir uns eine angestrebte Strafe von X Prozent davon." Erneut folgte ein Name, diesmal der Octavier, der vom Schein des Goldes fasziniert war. "Marcus Octavius Maximus?" Wieder schaltete der Junge schneller und kam mit einer richtigen Antwort zu Wort: "Dreitausendsechshundert." Leicht erheitert blickte Avarus über seinen Tisch. "Gut das wären dann 360 Sesterzen Strafe." Fürs Erste zumindest, denn das große Schweigen ließ darauf schließen, das man es nicht so genau mit der Autorität des Aedilen nahm. "So und wie schaut es mit Iunia Attica aus?" Der älterliche Knabe warf diesmal seine Erfahrung in den Ring und antwortete im gleichen Atemzug, wie der Senator geendet hatte. Sein gestraffter Blick zeigte dem jungen Schreiberling dabei, das er noch viel zu lernen hatte. "Wir können bei einem Betriebswert von eintausendachthundert Sesterzen theoretisch von einer Strafe von einhundertachzig Sesterzen ausgehen, wenn wir den Wert von zehn Prozent favorisieren. Jedoch gebe ich zu bedenken, das diese Dame als verschollen gilt und damit jene Tabula wohl einzustauben droht." Der Aedil rümpfte die Nase. "Ahja..." Jener Fall drohte auch mit der letzten zu bedenkenen Person, doch wollte er dort eine insgeheim getroffene Abmachung trotzdem nicht brechen. Manchmal konnte diese Entscheidung von Vorteil sein. Zum Ruhm erlangen hatte er noch den hispanischen Skandal...


    "Gut dann bringt diese beiden ersten Aufforderungen in die richtige Form und legt sie mir zum Stempeln wieder vor. Ich bin solange auf dem Markt."


    Es gab noch genügend für Rom wichtige Dinge zu erledigen und der Senator schien einige Kollegen zu vertreten. Zumindest in der Basilica hatte er kaum einen Aediles bisweil getroffen.

    Es blieb eine ganze Weile ruhig. Zu ruhig für den Geschmack vom Aedilen Avarus. Das jene Pforte geschlossen blieb, weil niemand im Hause war, hielt er zudem für sehr unwahrscheinlich. Sicherlich hatte der Senator Agrippa nicht nur eine Sklavin oder Skalven, die ihm das Leben lebenswert gestalteten.


    "Klopf nochmal, aber bischen kräftiger!" ...befahl er und wartete langsam etwas ungeduldig weiter.

    Er hofft das natürlich auch. Ein Seelenfrieden daheim ist nämlich viel wert und die Unterstützung der Frau ganz wichtig. Auch wenn kein Mann das je offen zugeben würde.


    Er nimmt sich ebenfalls von den Trauben. Jene die bald durch getrocknetes und eingelegtes Obst ersetzt würden. Das kann einen Menschen auch schonmal depressiv machen. Wenn es den Winter nicht gäbe... laut einiger Reisender soll es diesen weiter im Süden nichmal geben, aber vielleicht war da auch eine Menge Geschwätz dabei.


    Lucilla schien sich dieser Farben entledigen zu wollen. So wollte auch Medicus diesem Thema nicht zuviel Tatendrang beimessen und beließ es bei einem:


    "Nimm dir doch einfach ein paar kräftige Männer aus der Casa mit, wenn du das nächste Mal zu diesem Lager gehst und lass sie die Amphoren tragen. Einer der Klienten wird damit was anfangen können und bereit sein einen angemessenen Preis zu zahlen."


    Avarus blickte zu ihr. Nicht oft hatten sie sich in den letzten Tagen gesehen. Daran war natürlich auch sein Amt im CH schuld. Trotzdem wollte er sich versichern, ob es ihren Gefallen fand, was Lucilla hier geboten bekam.


    "Dir geht es gut in diesen Mauern? Oder fehlt es Dir an etwas Lucilla?"

    Mit einem Ruck schreckte Avarus hoch. Hatte er ein Döschen gemacht? Abschätzend blickte er zu seiner Frau. Natürlich war sie dabei ihren Horizont zu erweitern und das konnte bei der Anzahl anwesender römischer Größen schonmal dauern. Die Augen schwenkten weiter im Kreis. Doch ansonsten hatte sich nicht viel getan. Kein Zuschauer überregionaler Bedeutung dazu gekommen. Er seufzte, als er sah, das die Viehcher im Sand immernoch nicht mit ihrem 'großen Fressen' fertig waren. Da war klar, das der Senator wohl nur einen 'Minutenschlaf' eingelegt hatte. Es war aber auch zu langweilig heute...


    Wieder blickte er sich um und fand mit den Augen einen anderen Senator plebejischer Abstammung, den er sowieso noch konsultieren wollte. Er erhob sich leicht und glitt um einige Plätze hinüber. Zum Glück waren jene Reihen der Senatoren nicht überfüllt. Manche wußten wohl schon um die Trägheit.


    Den Umhang gerafft, ließ er sich nieder und horchte, ob ein Gespräch im Gange war. Doch es war wohl nicht so und Avarus grüßte ersteinmal die umliegenden Anwesenden, wobei er durch Einflechtungen in Bezug auf die angenehme Hochdrucklage fast zum Wetterfrosch mutiert wäre.


    Zeit also jenen Mann konkret anzusprechen:


    "Senator Macer, wie erfreulich euch zu sehen. Verzeih mir, wenn ich dich mit etwas in Deinem Sinne Beruflichen bedränge, aber als ehrlicher Bewohner dieser Stadt wunderte ich mich bereits im Julius, das der vorjährige Aquarius nicht an die Casa Germanica klopfte. Bis heute hat man sich nicht sehen lassen. Mir ist das Edict wohl entgangen, das wir Senatoren von den Wasserzahlungen ausgenommen sind."


    Ein kleines Grinsen folgte. Möglich war aber auch, das die Behörden wußten, was in der Gasse vor der Casa Germanica für ein Problem anlag. Denn seit einigen Monaten nach dem letzten Winter floss die frische Nass recht schleppend in die Badebecken unter dem Wohnbereich der Casa. 8)

    "Werde ich tun..." wenn er es nicht bis zum Abend, denn solange konnte seine Arbeit dieser Tage noch dauern, nicht wieder verdrängt hatte. "Vale denn Decimus Mattiacus"


    Avarus verschwand im Gewühl der Straße. Sein Weg sollte ihn weiter führen dahin wo Unklarheit herrschte und wo er seine Aufzeichnungen ständig aktualisieren konnte oder mußte.

    "Hm gut dann werde ich es vorerst so belassen und in meinen Unterlagen, die nach der Amtszeit im Officium bleiben, einen Vermerk machen."


    Ihm gefiel es sowieso nicht, das dieser Passus LM III-II unbegrenzte Laufzeit hatte, immerhin erschwerte es die Arbeit. Vorallem dann, wenn es bereits sehr lang zurück lag.


    "Das war es dann schon erstmal... ich danke dir für deine genommene Zeit und möchte mich verabschieden."


    Er erhob sich und wartete darauf, das man ihn hinaus begleitete.

    EDICTUM AEDILIS PLEBIS
    ANTE DIEM X KAL IAN DCCCLVIII A.U.C. (23.12.2007/104 n.Chr.)


    Gegen Decimus Albius Nero wird eine Strafe wegen Verstoßes gegen den Codex Universalis - Lex Mercatus verhängt. In Zuwiderhandlung des Paragraphen § 3 Betriebe, Absatz 1 ist eine Summe von 229.25 Sesterzen an die Staatskasse II zu überbringen. Zudem wird die Menge eines der beiden Angebote: Trauben ROMANVM - 500 Stück zu einem Preis unter den Herstellungskosten verkauft, dies wird als Verstoß gegen den Codex Universalis - Lex Mercatus § 4, Abs. III gewertet. Gegen den Beschuldigten wird eine Strafe von 229.25 Sesterzen verhängt. Zahlbar an die Staatskasse II. Beide Beträge sind innerhalb von 14 Tagen überzustellen.


    Beschwerde oder Einspruch ist an den amtierenden Consul zu richten.


    Ist Decimus Albius Nero nicht in der Lage, die Geldstrafe zu bezahlen, werden alternativ für jeden Verstoß eine Woche Haft vollzogen.



    Medicus Germanicus Avarus