Beiträge von Ioshua ben David

    Ioshua grübelte. Nachdenklich strich er sich durch seinen fülligen Bart.


    "Meine Vorarbeiter in den Betrieben suchen immer eifrige Arbeitskräfte, aber ich nehme an, das Handwerk ist nicht dein Metier ?"


    Wenn dies der Sohn eines vermögenden Händlers war, so war er gewiss des Lesens und Schreibens mächtig, gerade für Korrespondenz im Griechischen konnte er einen Schreiberling gebrauchen. Und über gewisse Umgangsformen schien er auch zu verfügen.


    "Kannst du Lesen und Schreiben ? Wie sind deine Sprachkenntnisse ?"

    Ioshua hörte den Worten des jungen Alexandriners zu. Er verzichtete zu diesem Zeitpunkt auf einen Schluck Wein. Als dieser geendet hatte, begann er zu antworten.


    "Mein aufrichtiges Beileid, Akhom. Dein Vater war ein redlicher Händler, der durch sein eigen Arbeit zu Ansehen und Wohlstand gelangt ist. Umso mehr wundert es mich, daß deine Familie offenbar vom Schicksal derart gebeutelt, daß deren Vermögen abhanden gekommen."


    Er machte eine kurze Pause, eher zu sprechen fortfuhr.


    "Du suchst also eine Beschäftigung ? Welcher Art soll diese sein ? Was stellst du dir vor ?"

    Der Name ist ihm auf Anhieb nicht geläufig. Er hat mit vielen Menschen Handel getrieben, sowohl hier in Alexandria, als auch in Rom, Ostia. Selbst nach Germanien bestehen geschäftliche Kontakte.


    Er nickt geflissentlich. "Wie kann ich dir helfen, Akhom, Sohn des Sethos ?"

    Der Sklave neigte sein Haupt und öffnete die Tür weit, damit der Gast eintreten könne. Dann ging er selbst voraus, um den Besucher ins Atrium zu führen. Er tippte einem Jungen auf die Schulter und dieser begriff schnell und war sogleich verschwunden.
    Ohne den Fremden weiter zu beachten, begab sich der ianitor zu einem kleinen Tisch und schenkte wie es ihm geheißen war, einen Becher Wein, verdünnt mit etwas Wasser, ein.


    Den gefüllten Becher überreichte er dem Gast, der inzwischen im Atrium wartete, und entfernte sich darauf wieder.


    Sim-Off:

    s. WiSim


    Nach einer Weile kam der Hausherr in orientalischer Pracht aus einer der oberen Räumlichkeiten herunter. Die Treppe knarrte, als der beleibte Tylusier sie hinunterstieg. Mit einem warem Empfang begrüßte er den Fremden.


    "Shalom, hetairos ! Ich heiße Dich in meinem Domus willkommen. Was darf ich Dir bieten ?"

    Zitat

    Original von Marcus Vinicius Hungaricus
    ...


    Fällt dir was auf ? ;)


    Dein Vorschlag basiert auf Selbstverantwortung der Spieler, meiner eine klare Regel. Wenn es aber nach Selbstverantwortung geht, dann bräuchten wir gut 90 % der Spielregeln nicht (mal überspitzt formuliert ;)). Daher finde ich eine verbindliche Regel da sehr hilfreich.


    Zitat

    Original von Quintus Tiberius Vitamalacus
    Vielleicht sollten wir Macers Anregung, die Wisim-Balken auch mal SimOn zu verwenden, aufgreifen.


    Ich denke mal, das Problem ist zum einen, daß man sich deswegen schwer tut, die Balken sim-on zu verwenden, da es als schlechtes RPG ausgelegt werden könnte (wie es schon ankling), daß man eben einer anderen ID Nachteiiiges zufügt. Aber gut, die WiSim-Teilnahme ist zwar freiwillig, dh man muß nicht daran teilnehmen, doch wenn man daran teilnimmt, dann sollte man auch umfänglich teilnehmen und sich die Balken anrechnen lassen müssen. (Eine passive Teilnahme erscheint mir unpassend).


    Zum anderen, und das sehe ich als eigentliches Problem, sind die Balken imgrunde ziemlich nichtssagend. Sie geben zwar in gewisser Form "Erfolg" an, wobei man sich hier schon streiten kann, da es doch viele Spieler gibt, denen die Balken nicht so wichtig sind und die es eher als "Erfolg" ansehen, wenn sie sich ein Grundstück kaufen können oder einen Sklaven teuer ersteigern.
    Daher sollte man vllt die Balkenstati etwas konkretisieren.


    zB könnte man einen Text anzeigen lassen, abhängig vom Nahrungsbalken, der dann ausgibt, daß die ID "ziemlich abgemagert" ist, wenn sie unter bspw 10 % kommt, "gesättigt" ist, wenn sie 50% erreicht und "beleibt", wenn sie über 90% hat. Sowas dürfte ja mit einer if-Abfrage recht einfach zu machen sein.


    Genauso könnte man bei den anderen Balken verfahren, oder etwas spezieller, in dem zB eine ID, die beim Barbier war als Zustand "rasiert" eingetragen hat und dieser Zustand ändert sich dann je länger die ID nicht mehr beim Barbier war, bis sie einen Vollbart trägt. Etc...pp...

    Zitat

    Original von Secundus Flavius Felix


    Auch das würde das Problem mit Sicherheit nicht lösen.


    Indirekt vielleicht schon.
    1. Es würde keine Wettbewerbsverzerrung mehr entstehen durch indirekte Subventionierung durch Löhne
    2. Übersättigung des Marktes würde zurückgehen
    3. Man würde mehr Geld in Waren investieren, statt in Betriebe


    => Schlußendlich führt es zu einem ausgeglicheneren Wettbewerb und beseitigt damit die oben genannten Mißstände, indem es Nachteile aufhebt.

    Zitat

    Original von Spurius Purgitius Macer
    Nein, genau das ist ja das was ich eben schon sagte - es löst das Problem nicht. Klar kann man hingehen und jedem Händler durch ein virtuelles Volk soundsoviel Sesterze garantieren. Letztlich kann man jedem Spieler einfach Geld überweisen. Aber warum sollte man das tun? Es geht doch um eine Wirtschaftssimulation und das heißt, man simuliert Geldtransfer zwischen verschiedenen IDs und nicht zwischen jeweils einer ID und einer virtuellen Kasse. Und solange keiner sein Geld ausgeben will, kann auch keiner etwas einnehmen.


    Noch eine Ergänzung:


    Imgrunde müßte man sich imho zwischen zwei Alternativen entscheiden: Entweder führt man einen haushaltsmäßigen Etat ein, der durch Steuern gedeckt wird, und finanziert damit die Löhne. (Dazu müßte man aber über ein zusätzliches Konzept nachdenken wie man das realisiert, denn die Staatsquote im IR ist einfach zu hoch).
    Zweite Alternative wäre zu sagen, daß alldiejenigen, die einen Lohn vom Staat kassieren, keine Betriebe mehr führen dürfen. So würde sich die WiSim in zwei Gruppen teilen. Einmal die freien Geschäftsleute, die ihr Vermögen aus der Wirtschaft erwirtschaften, und einmal die, die ihr Geld "vom Staat" bekommen.
    Man könnte es auch sehen, daß bspw die 750 Sz., die ein Comes "verdient" weniger als Lohn anzusehen sind wie sie ein Beamter oder Soldat bekommt, sondern als tatsächliche Vermögensstufe.

    Zitat

    Original von Lucius Flavius Furianus
    Du hast natürlich Recht, es ist viel schöner Geld zu horten, denn es ist besser welches zu haben, um es in "Notfällen" ausgeben zu können,


    Klingt für mich irgendwie nach Deflation. ;)
    Erklär mir mal Furianus, als Wirtschaftsexperte, zu was führt eine Volkswirtschaft, in der sich Inflation und Deflation die Klinke in die Hand geben ?




    Was WiSim II angeht, so hab ich da was läuten hören, daß darauf nicht mehr warten braucht. ;) Vielleicht wäre es daher trotzdem gut, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln nach einer Lösung zu suchen.

    Zitat

    Original von Quintus Terentius Alienus
    Grundsätzlich ist es doch eher so, dass man im Staatsdienst weniger verdient, weil die Sicherheit die man genießt, größer ist. Ein Soldat verdient weniger als ein Kaufmann, weil ein Soldat sich darauf verlassen kann, dass er auch im nächsten Monat noch Geld verdient, was ein Kaufmann nicht behaupten kann.


    Stimmt auch. Eigentlich müßte man in der freien Wirtschaft richtig absahnen. Ist ja heute nicht anders. Die Top-Manager verdienen viel mehr als Bundeskanzler oder Minister. :D

    Zitat

    Original von Lucius Flavius Furianus
    ...


    Ich finde einfach die Diskrepanz zwischen dem, was man bereits mit einem relativ leicht erreichbaren Posten verdienen kann, zu dem, was man in der freien Wirtschaft sich mühsam erst erwirtschaften muß, zu groß. Gut, sicher, in der freien Wirtschaft ist es immer schwieriger, statt als Staatsbediensteter. Aber gerade diese letzte Versteigerung zeigt doch, daß man mit Ämtern, die zur unteren Gehaltsklasse gehören, bereits ein schöne Summe ansparen kann, die es einem erlaubt, da munter mitzubieten.

    Zitat

    Original von Theodoros Alexandreus
    Mich wundert ja eher warum es nur bei den Sklaven eine Inflation gibt und die Lebenserhaltungskosten bleiben.


    Keine Frage, der Erfinder der WiSim ist ein ökonomisches Genie :D


    Kommt drauf an, aus welcher Perspektive. ;)

    Zitat

    Original von Lucius Flavius Furianus
    Wozu?


    Weil, so wie ich das sehe, das System etwas kollabiert. Auf der einen Seite hat man starke inflationäre Strömungen, was man an den Preisen für die Sklaven sieht, aber auch daran, wer diese Preise zahlt, nämlich nicht nur die echte Oberschicht, sondern auch einfache Beamte wie ein Magister Scriniorum oder ein Stationarius.

    Nachdem der Besucher verschwunden war, lag es an Ioshua einige Informationen einzuholen. Vorallem in der Sache mit diesem Optio und Zoroaster wollte er sich erkundigen. Er schrieb einen Brief an Menelaos, einen grammateas in der Stadtverwaltung. Er würde an die nötigen Informationen rankommen.


    Sicherheit wollte er sich verschaffen, um zu wissen, mit was er zu rechnen hatte. Anschließend begab er sich zum Essen...

    Irgendwie ist es erschreckend, was für Preise da wieder für Sklaven geboten werden und vorallem, wer sich alles imstande sieht, zu bieten.


    Da müht man sich in der WiSim ein kleines Vermögen aufzubauen und dann merkt man, daß jeder kleine Staatsbediensteter dasselbe Vermögen oder mehr zur Verfügung hat. Sowas ruiniert doch die Preise.


    Bin kein Wirtschaftler, aber könnte man da nicht mal sowas wie ne "Marktreform" durchführen ?

    "Ich würde sagen, daß wir uns im Ganzen einig geworden sind."


    Gespannt war er wie das ausging.


    "Du fragst mich nach Geld wie ein niedriger Bettler ?" Ioshua war empört. Wie konnte man sich nur so erniedrigen. "Aber gut, ich werde eine Zahlung veranlassen. Gibt es noch etwas ?"



    Sim-Off:

    Du könntest das jetzt noch im Control Panel formal bestätigen. ;)

    "Ob ich ein Freund des Kaisers sei oder auch nicht, es spielt für dich keine Rolle. Der römische Kaiser wird sicher nicht mit Immobilien um sich schmeißen, damit die Beschenkten es an ihre "Clienten" weiterreichen können.
    Aber ich sagte ja bereits, daß ich schauen werde, was machbar ist."


    Daß der zukünftige Client schon ein wenig angetrunken war, hatte Ioshua registriert. Doch störte es ihn nicht weiter, solange jener sich noch auf den Beinen halten konnte. Denn auch der beleibte Tylusier drang abundzu einen über den Durst.


    "Was deine Garderobe angeht, so werde ich dir aus meiner hauseigenen Schneiderei einige Gewänder zukommen lassen, so daß du deines künftigen Standes würdig aussiehst."