Beiträge von Maximus Decimus Meridius

    Meridius hielt es nicht mehr länger auf den Sitzen. Er erhob sich.


    "Deswegen plädiere ich für eine Kopfsteuer, welche unabhängig davon zu erbringen ist, ob jemand nun Betriebe besitzt, oder nicht. Es macht meines Erachtens Sinn, diese beiden Bereiche zu trennen. Und man könnte die Kopfsteuer für die Armen so niedrig halten, dass sie diese mit Hilfe von minimalen Zuwendungen durch ihren Patron in jedem Fall auch dann begleichen können, wenn sie erwerbslos wären.


    Die Betriebe werden wie bisher über die Betriebskosten besteuert. Doch die Vermögenssteuer entfällt. Denn was bringt es, wenn ein und die selbe Sesterze zwei- oder dreimal versteuert wird, nur weil sie auf dem Konto liegt? Es führt dazu, dass jeder Reiche sein Geld vor den Steuerzahlungen zur Staatsbank trägt und folglich gar keine Steuern zahlt. Statt dessen wäre eine Kopfsteuer besser. Man zahlt für seinen Kopf und das war es. Das betrifft jeden Bürger, und ist gerecht, denn ein wertvollerer Kopf muss auch mehr bezahlen! Ich bezahle lieber einmal richtig für meinen Kopf als zwanzig mal für das Vermögen in meiner Kasse, das dadurch immer weniger und weniger wird..."

    Verehrte Julia,


    verzeih, dass ich Dir erneut schreibe, doch seit meinem letzten Brief ist eine lange Zeit vergangen und ich habe von Dir keine Antwort erhalten. Es geht Dir doch gut? Du bist gesund? Wenn ich Dir irgendwie helfen kann, so lass es mich wissen.


    In Hispania indess gehen die Dinge drunter und drüber. Ich weiß gar nicht wie viel ich Dir verraten darf, und ob ich es darf, doch denke ich, dass ich es Dir sagen muss, denn Du hast ein Anrecht darauf es zu erfahren.


    Es mag unglaublich klingen, und Du wirst mir vielleicht vorwerfen, dass ich mit Deinen Gefühlen spielen würde, doch das tue ich nicht. Es liegt nicht in meiner Absicht Dir weh zu tun. Oder Dich zu verwirren. Und es fällt mir selbst am allermeisten schwer, hatten sich doch zwischen uns zarte Bande geknüpft, die mein Herz aufs erfreulichste erfüllten. Doch das darf nicht weiter sein. Deine Ehre ist mir wichtiger als mein persönliches Glück.
    - Dein Mann lebt!


    Ich habe ihn in Tarraco getroffen. Er hatte seinen Tod nur vorgetäuscht und eine neue Identität angenommen um einem geheimen Staatsauftrag besser nachgehen zu können, der Aufdeckung einer Verschwörung. Nicht einmal der Imperator war eingeweiht, und es hat mich selbst ebenfalls überrascht, als er plötzlich vor mir stand...


    Ach Julia, ich weiß nicht was ich schreiben soll. Ich weiß nicht, was ich denken soll. Ich weiß nicht, was ich denken DARF.


    Am besten zu meidest mich. Am besten zu kommst nicht zu Besuch nach Hispania. Deine Gegenwart würde es mir noch schwerer machen als es eh schon ist. Jetzt wo Dein Mann wieder unter den Lebenden weilt, sinkt meine Hoffnung hinab zu den Toten.


    Julia, verzeiht mir meine Ungestümheit und auch meine offenen Worte. Ich bin Soldat. Mein Leben gehört der Legion. Ich könnte Euch kein besserer Gemahl sein, als der, welchen ihr eh schon habt.


    In tiefer Freundschaft und Anbetung verbunden
    Meridius

    Verehrte Julia,


    verzeih, dass ich Dir erneut schreibe, doch seit meinem letzten Brief ist eine lange Zeit vergangen und ich habe von Dir keine Antwort erhalten. Es geht Dir doch gut? Du bist gesund? Wenn ich Dir irgendwie helfen kann, so lass es mich wissen.


    In Hispania indess gehen die Dinge drunter und drüber. Ich weiß gar nicht wie viel ich Dir verraten darf, und ob ich es darf, doch denke ich, dass ich es Dir sagen muss, denn Du hast ein Anrecht darauf es zu erfahren.


    Es mag unglaublich klingen, und Du wirst mir vielleicht vorwerfen, dass ich mit Deinen Gefühlen spielen würde, doch das tue ich nicht. Es liegt nicht in meiner Absicht Dir weh zu tun. Oder Dich zu verwirren. Und es fällt mir selbst am allermeisten schwer, hatten sich doch zwischen uns zarte Bande geknüpft, die mein Herz aufs erfreulichste erfüllten. Doch das darf nicht weiter sein. Deine Ehre ist mir wichtiger als mein persönliches Glück.


    - Dein Mann lebt!


    Ich habe ihn in Tarraco getroffen. Er hatte seinen Tod nur vorgetäuscht und eine neue Identität angenommen um einem geheimen Staatsauftrag besser nachgehen zu können, der Aufdeckung einer Verschwörung. Nicht einmal der Imperator war eingeweiht, und es hat mich selbst ebenfalls überrascht, als er plötzlich vor mir stand...


    Ach Julia, ich weiß nicht was ich schreiben soll. Ich weiß nicht, was ich denken soll. Ich weiß nicht, was ich denken DARF.


    Am besten zu meidest mich. Am besten zu kommst nicht zu Besuch nach Hispania. Deine Gegenwart würde es mir noch schwerer machen als es eh schon ist. Jetzt wo Dein Mann wieder unter den Lebenden weilt, sinkt meine Hoffnung hinab zu den Toten.


    Julia, verzeiht mir meine Ungestümheit und auch meine offenen Worte. Ich bin Soldat. Mein Leben gehört der Legion. Ich könnte Euch kein besserer Gemahl sein, als der, welchen ihr eh schon habt.


    In tiefer Freundschaft und Anbetung verbunden
    Meridius

    Meridius neigte sich zu Lucidus und flüsterte ihm zu.


    "Ich plädiere ja schon lange für eine Kopfsteuere, die sich anhand des Vermögens berechnet. Grundlage für die Berechnung des Vermögen wäre dann sowohl das feste Einkommen, als auch Besitztümer in Form von Betrieben. Denn so bringt die Debatte nicht viel..."

    Ich bin immer noch gegen eine Heirat der Sklaven. Meine Pferde heiraten ja ebenfalls nicht. Und aus einer Heirat im Sinne des Staates entstehen ja im Normalfall Pflichten und Rechte, die bei Sklaven nicht gegeben sind, womit die Heirat überflüssig ist.

    Nunja, ich misch mich ja ungern ein, aber wenn mich jemand durch Sklaven von der Stelle tragen lassen wollte, und jene würde wirklich Hand an meinen römischen Bürgerkörper legen, mich packen und später zu Boden fallen lassen, dann könnte er sich auf was gefasst machen. Erstens hat ein Sklave einen römischen Bürger nicht anzufassen, zweitens ist das Nötigung und Körperverletzung und drittens erfolgte das ganze mit Wissen und Billigung - ja sogar im Auftrag des Vibullius. (Man kann sein Kopfnicken durchaus so auslegen, man muss es sogar.) Wenn er von nichts weiß, die Wiederholung der Tat und sein Nichteingreifen müssen den Schluss zulassen, dass er die Tat seiner Sklaven zumindest billigte. Die Sklaven sind jedoch sein Eigentum, wenn sein Eigentum Schaden anrichtet, dann haftet er dafür. Man kann es sehen wie man es will, aber er kann den Göttern 1000 Dankopfer bringen, wenn das keine Anzeige nach sich zieht. Selbst wenn Curio auf eine solche verzichten sollte, wäre der Staat gefragt, denn wie im Straftatbestand eines Mordversuchs, steht hier der Straftatbestand der Körperverletzung und gewaltsamen Aufzwingung des Willens gegen die Einwilligung des Curio vor. Dabei wurde man handgreiflich. Mich wundert nur, warum wieder weit und breit kein CU vorhanden war, und warum niemand einschreitet. Sollte man selbiges bei mir versuchen, ich würde es als Angriff auf die Person eines Senators und Legaten auslegen und mein Gladius zücken. Die beiden Sklaven wären auf der Stelle tot.

    Zitat

    Original von Publius Tiberius Lucidus


    "Ich zweifle immer noch, vor allem zweifle ich, daß es Bürger gibt die mehr als 20 (entsprechend deinem Vorschlag) Laib Brot pro Woche kaufen. Dazu muß man beachten, daß aktuell nicht jeder Bürger Brot kauft, die oberen Schichten ernähren sich eher von exotischeren Speisen als von ordinärem Brot. Zusätzlich dazu wird kommen, daß Brot teurer verkauft wird als bisher So wie ich das sehe, ist dieses Gesetz ein Vorteil für die Bäckereien, vom Gegenteil überzeugen können mich nur Zahlen.


    Red ich in Fragmenten?


    Also: Machen wir es konkret:


    Der Staat nimmt von Bäcker A 200 Brote zu insgesammt 200 Sesterzen ab. Diese 200 Brote werden ausgeteilt, und landen wunderwas wieder auf dem Markt und werden dort für 180 angeboten. Ergo: Der Markt ist für den Bäcker kaputt. Er hat zwar 200 Sesterzen eingenommen, hat aber auch Ausgaben. Die anderen dagegen haben einen Reingewinn von z.B. 0,9 Sesterzen pro Laib.


    Und nur weil ein Bürger z.B. 20 Laib geschenkt bekommt und verspeist, heißt da ja nicht, dass er vielleicht nicht noch Hunger auf 20 weitere hat, die er allerdings kaufen muss. Ergo kauft er doch für 0,9 statt 1,0 und damit schädigen wir, trotz der staatlichen Zahlungen den Markt.

    "Das schon. Doch wenn die Bürger, welche das Brot gratis bekamen, dieses unmittelbat danach ebenfalls auf dem Markt anbieten, zu einem günstigeren Preis versteht sich, dann bedeutet die Garantie des Staates gleichzeitig auch eine Begrenzung der Betriebe, denn diese werden nicht einen Laib mehr auf dem freien Markt loswerden."

    Sich für zehn Brote in eine Liste einzutragen? Man müsste schon 20 Brote oder mehr daraus machen, damit sich jemand überwindet, sich öffentlich als "bedürftig" zu zeigen. Die andere Frage ist: Was machen wir mit denen, die das Brot horten und dann selbst günstig auf den Markt schmeißen? Die Bäckereien werden alle Mühe haben, über das staatlich verschenkte Brot hinaus, auch nur einen Laib an den Mann zu bringen...

    "Ich freue mich, dass ihr meinen Entschluss mittragen wollt. Ich weiß, dass ich das ohne eure Unterstützung nicht könnte. Und ich bin euch allen sehr danlbar dafür. Ich bin stolz der Pater einer so wunderbaren Gens sein zu dürfen. Jeder einzelne von Euch trägt sein Teil dazu bei."

    Meridius erwachte. Er hatte nicht gut geschlafen. Irgendwie schlecht geträumt. Und dann auch wieder nicht. Wenn er nur wüsste, was er geträumt hatte? Er dachte nach, konnte sich aber nicht erinnern. Oder doch?


    IHR Gesicht stand noch vor seinen Augen, ihr Lachen, das Funkeln ihrer Augen...


    Meridius erhob sich. Er ging zu einer kleinen Schale mit Wasser und erfrischte sich.


    Was Julia wohl machte? Ob es ihr gut ging? Ob er sie je wiedersehen würde?
    Was gab es heute zu tun? Die II. Cohorte war auf dem Weg nach Uttarae. Der Nachschub musste sichergestellt werden.
    Er würde Arius damit beauftragen.


    Meridius nahm ein paar Trauben.


    Irgendwie war die ganze Situation zum kotzen. Er fühlte sich ausgelaugt. Einsam.


    Er verließ den Raum.