Beiträge von Quintus Octavius Varus

    Nach einem kurzen Gespräch mit dem Germanen war man sich einige geworden. Varus gab ein Zeichen und eine Scriba kam mit einigen Wachstafeln und einem kleinen Beutel Geld herbei geeilt.


    “He Primus, ja du!
    Lass die Karren hier auffahren und beginnt das Heu und das Stroh aufzuladen.”


    Während die Eques und Knechte begannen die Karren zu beladen, wachten Varus und der Scriba mit wachen Augen über das Treiben im Hof. Peinlichst genau wurde jeder Ballen notiert und kontrolliert.
    Nachdem schließlich die Karren beladen waren, wurden die Germanen unter dem strengen Blick von Varus und dem Scriba ausgezahlt. Der Preis, den man machte war kein sonderlich guter und er würde gerade mal dafür reichen, dass die germanischen Familien über den Winter kommen sollten. Aber schließlich war man auch nicht da, um den germanischen Barabaren die Sesterze in den Rachen zu werfen.


    “Primus, lass prüfen, ob die Ladung überall gut verbracht ist. Sollte nur ein Karren sein Heu oder Stroh verlieren, dann lasse ich den Wagenlenker auspeitschen.”


    Es war mehr als notwendig, dass sie trockenes Stroh und Heu ins Castellum bringen. Wäre es nass, weil es vom Wagen fiel, dann würde es faulen und im schlimmsten Falle alle Vorräte vernichten.


    “Ach Primus! Die Wolken sehen nach Schnee aus. Ich will dass alle Wagen gut abgedeckt werden. Ist das klar?”

    Varus und Corvinus steckten die Köpfe zusammen und Varus hörte sich den Raport seines ersten Reiters an. Nach seinen Angaben musste zwei Gehöfte mit ausreichend Stroh und Heu nur wenige Meilen von hier entfernt sein.
    „Das sind gute Nachrichten, die du bringst Corvinius. Die Götter scheinen und gewogen zu sein. So können wir schon bei unserem ersten Halt sämtliche Karren beladen und den Rückweg antreten.“
    Ein Blick gen Himmel, der sich mit schweren grauen Wolken zuzog, bestätigte Varus Befürchtung, dass Neuschnee nicht fern sein würde. Varus wendete sein Pferd und ritt auf Karren hinzu.
    „Männer, wir werden in wenigen Meilen an zwei Gehöfte kommen. Dort werden wir dann alle unsere Karren beladen und so schnell wie möglich den Heimweg antreten.“
    Um nicht noch mehr Zeit zu verlieren gab Varus daraufhin sofort das Zeichen für den Weitermarsch, obwohl eine Pause jetzt eingeplant gewesen wäre.


    In der Tat dauerte es nicht lange und der Konvoi der Turma erreichte zwei Gehöfte. Von den Gebäuden stieg eine kleine Rauchfahne empor und auf dem Hof herrschte gingen einige Bauern und Knechte ihrem Tagwerk nach. Als die Germanen die Eques kommen sahen, begann sofort ein geschäftiges Treiben. Die beiden Gutsbesitzer wurden sofort in Kenntnis gesetzt und kamen herbei geeilt. Varus begnügte sich mit einer knappen Begrüßung und einigen höflichen germanischen Floskeln, bevor er direkt auf das Geschäft und seine Absicht zu sprechen kam.

    Der Konvoi mit den Karren hatte sich schon den ganzen Vormittag langsam und mühevoll seinen Weg gebahnt.
    Es war kurz vor der Zeit, zu der Varus eine kleine Pause einlegen wollte, da kam die Vorhut, die er ausgesandt hatte im Galopp zurück gesprengt. Varus, der sich gerade etwas weiter hinten aufhielt trat seinem Pferd leicht in die Seite, so dass es seinen Gang beschleunigte und ritt auf Corvinius zu.


    Sim-Off:

    Vermutlich wird es erst nach den Feiertagen weiter gehen.

    Die Feierlichkeiten zu den Sturnalien waren in vollem Gange. Die Eques der Turmae genossen einen extravaganten Ruf und bestätigten diesen in ihrem etwas verspäteten, aber dafür umso auffälligeren Auftritt bei den Feierlichkeiten. Alle Eques trugen ihre besten Uniformstücke, die sie schon seit Tagen polierten und ausbesserten. Schließlich verstehen sie sich als die Elite der Legion und sind bemüht dies allen zu zeigen.


    Jedoch waren nicht alle Eques bei den Feierlichkeiten anwesen. Einige Eques der Turma Secunda waren zur Stallwache eingeteilt und bekamen von ihren Kameraden etwas Wein und Essen zu ihrem Dienst gebracht. Obwohl auch alle Eques der Turma Prima anwesend waren, sprachen jene dem Wein nicht so sehr zu, wie man es von ihnen gewohnt war. Die Prima war auch gleichzeitig die persönlich Leibgarde des LAPP und konnte es sich nciht leisten durch Trunkenheit aufzufallen. Zwar hatte der LAPP nicht die Absicht das Lager zu verlassen, aber "Allzeit bereit" war das Motto der Prima.


    Varus auch mit seinen Eques der Prima eingetroffen und hatte sich einen Pokal Wein genommen. Da er die Absicht hatte nicht viel zu trinken, beschloss er sich an diesem so lange wie irgend möglich die Nacht daran festzuhalten. Er genoss die Blicke, die auf die Turmae fielen, als diese unübersehbar für alle zu den Feierlichkeiten hizu stießen. Varus ging durch die Reihen und pflegte ein wenig seine Bekanntschaften im Lager. Hier und da verfiel er in eine kleines Schwätchen mit dem ein oder anderen Optio oder Centurio.

    Die Nacht auf dem Gehöft des Germanen verlief ruhig. Die eingeteilten Wachposten hatten keine Notwendigkeit Alarm zu schlagen. Mit dem ersten Hahnenkrähen kam Leben in die müden Knochen der Eques zurück und jeder kroch unter seiner Decke hervor. Es wurde in den einzelnen Gruppen ein kleines Frühstück bereitet und man hatte noch eine kurze Gelegenheit von dem Germanen sich ein wenig Proviant für den bevorstehenden Weg mitzunehmen.


    Nach dem kurzen Frühstück ging es alsbalds los. Zuerst ritt Eques Corbinius mit seiner Abteilung als Vorhut voraus. Kurze Zeit später waren auch schon die Zugtiere vor die Karren gespannt. Varus überblickte die Marschkolonne von seinem Pferd aus und war zufrieden, dass alles bisher so reibungslos klappte. Als ihm gemeldet wurde, dass der Konvoi fertig zum Abmarsch war, nickte er kurz. Dann hob Varus seine rechte Hand und gab ohne ein Wort zu sagen das Zeichen sich in Bewegung zu setzen. Die Peitschen knallten und langsam setzte sich der Konvoi in Bewegung und rumpelte aus dem Lager hinaus.

    Varus schmunzelte bei der Antwort und kniff sich ein wenig die Augen zusammen, um in dem faden Licht etwas erkennen zu kennen.


    "Ja, der Weg heute war weit und morgen kommt auch noch das Bepacken der Karren hinzu.


    Schlaf Eques, morgen brauchst du deine Kräfte."


    Mit diesen Worten suchte Varus sein Nachtlager, breitete die Decke aus und verkroch sich unter seinen Mantel.

    Varus war vorsichtig durch das Nachtlager der Eques geschlichen, als er es sich neben sich rascheln hörte und er angesprochen wurde.


    "Ah einer unserer neuen Eques."


    Varus musterte ihn kurz.


    "Die Wache verlief ruhig sagst du? Das ist gut. Je weiter wir nach Osten kommen, desto weniger kann man den Germanen trauen. Auch auf einem ihrer Höfe kann es durchaus sein, dass man angegriffen wird."


    Varus schnappte sich sein bündel und rollte eine Decke auf, die er auf einen freien Platz neben dem Eques ausbreitete. Darauf legte sich der Duplicarius und deckte sich mit seinem Mantel zu.


    "Na, junger Eques. Angst oder Neugier, die du spürtst?"

    Varus hatte noch lange mit dem germanischen Gutsbesitzer gesprochen. Draußen waren bereits alle Tiere versorgt und die Eques waren zum Teil schlafen gegangen oder hatten sich zurWache bereit gemacht. Der Duplicarius und der Germane saßen irgendwann alleine am Feuer, in das Varus mit einem kleinen Ast lustlos hinein stocherte. Das Gespräch drehte sich um alles mögliche. Um Rom, die Germanen, den Winter, das Land; eben um alles. Varus war ein sehr geduldiger Zuhörer und ein noch geschickterer Fragensteller. Denn Varus traute dem Germanen nicht. Das mochte nichts heißen, da Varus generell keinem Germanen traute. Und so bekam Varus durch ein fast oberflächliches Gespräch an die Informationen, die er gerne hören wollte. Das waren nicht Berichte über wilde Germanen oder Räuberbanden westlich des Limes. Nein, Varus wollte wissen, welche Bauern ihr Stroh und ihr Getreide zu möglichst niedrigen Preisen verkauften. So erfuhr er, dass einige Bauern in Geldnöten waren und diese auf das sicherer Geld der Legion angewiesen sein würden. Egal wie hoch der Preis war.


    Es musste wohl die erste Wache bereits gewechselt haben, als Varus zu seinen Mänern ging und den schlafenden Haufen betrachtete. Möglichst leise versuchte er an seinen Kameraden vorbei zu schleichen und sein Nachtlager aufzusuchen.


    Sim-Off:

    Wäre eine Gelegenheit für eine kleine Interaktion

    Varus ritt an der Spitze der Turma, welche die hohen Offiziere zu ihrem Ritt an den Limes begleitete. Er kam daher nicht umhin das Gespräch des Decurios mit Sedulus mitzuhören. Varus, der auf die einfachen Legionäre doch recht abfallend blickte, dachte sich seinen Teil und genoss es zur Elite der römischen Armee zu gehören. Es war doch mehr als offensichtlich, dass jede Legion ohne ihre Turmae absolut hilflos ist. Und den Alae, die meist aus Nicht-Römern bestenden, konnte man doch nicht über den Weg trauen.


    So ging der entspannte Ritt weiter, bis man schließlich die ersten Grenzbefestigungen am Limes erreichte. Die mächtigen Mauern schirrmten hier das Reich gegen die wilden Horden aus dem Osten ab und bedurfte daher ständiger Kontrolle. Obwohl Varus vom Festungsbau nicht viel verstand, so verfolgte er aufmerksam die Gespräche seiner Vorgesetzter und versuchte ihre Beurteilungen zu diesem oder jenen Abschnitt des Limes nachzuvollziehen.

    Nach einger Zeit trat Varus wieder aus dem Haus des Germanen und blickte über den Hof. Die Karren waren bereits in die Ställe gebracht und die Eques begannen sich ebenfalls um ihre Pferde zu kümmern. Varus schaute sich kurz suchen um und fand schlielich Corvinius, mit dem kurz ein paar Worte wechselte. Dannach erklang auch schon dessen Stimmer über den Hof.


    "Eques! Angetreten, marsch - marsch"


    Varus wartete einen Augenblick, bis alle Eques vor dem Haus angetreten waren.


    "Männer, wir sind heute Nacht zu Gast bei einem germanischen Freund Roms. Ich erwarte, dass wir sein Gastrecht, welches wir schon oftmals in Anspruch nehmen durften, achten und uns entsprechend verhalten.


    Wir werden morgen früh weiter ziehen und beginnen die Vorräte für den Winter einzukaufen. Ich will möglichst vor dem ersten Hahnenschrei bereits abmarsch bereit sein."


    Varus erläuterte noch einige Dinge zur Unterkunft und teilte schließlich die Wachen für die Nacht ein. Dann machten sich die Männer auf sich auf die Nacht vorzubereiten.


    Sim-Off:

    Du kannst dir aussuchen welche Wache du übernimmst. Vorkommnisse soll es keine geben,

    Die Rast am Mittag hatte allen beteiligten gut getan und in den Knochen der Eques lag noch kein langer Ritt. Die Stimmung war unbetrübt und man genoss soger den kommenden germanischen Winter.


    Langsam senkte sich die Nacht über den kleinen Konvoi der unbeirrt in Richtung Limes unterwegs war. Die voraus reitenden Eques kehrten mit der erhofften Nachricht zurück, dass sich das Gehöft, welches das Nachtlager sein sollte, nur noch eine halbe Meile entfernt war.


    "Männer, heute Nacht werden wir auf dem Hof eines germanischen Landbesitzers unser Nachtlager aufschlagen. Er gilt als sehr freundlich und ich will, dass wir uns dementsprechend auch verhalten."


    Mit freudigen Blick und winkenden Knechten und Kindern wurde der Konvoi am Gehöft empfangen. Varus stieg von seinem Pferd und ging auf den Besitzer zu. Beide Mäner umarmten sich kurz und Varus wurde auch gleich in das Haus geführt.


    So war es an Eques Corvinius weitere Befehle zu geben.
    "Los, die neuen Eques kümmern sich um die Karren und stelle diese mit den Zugtieren in den Stall. Dann macht ihr euch fertig für die Wache heute Nacht."

    Der Konvoi, der den Auftrag hatte die Vorräte für den kommenden Winter einzuholen, hatte die Stadttore von Mogontiacum seit einiger Zeit passiert und war auf dem Weg in Richtung Osten. Die vier Reiter geführt von EquesCorvinius waren dem Konvoi voraus geritten und sollten die Straßenverhältnisse erkunden und zudem einen sicheren Weg finden, da sich in der letzten Zeit die Berichte über Wegelagerer gehäuft hatten.


    Der Konvoi bewegte sich langsam durch das ansteigende Hügelland. Varus kannte auf seinem Weg ein Gehöft, welches in jüngster Vergangenheit oftmals als Nachtlager genutzt wurde. So wollte er es auch diesmal halten. Knarrend schoben sich die Karren auf dem jenseitigen Ufer des Rhenus empor. Die Knechte saßen gelangweilt auf ihren Böcken und trieben ihre Zugtiere an. So mancher Eques hingegen, besonders von den neuen, saß schon deutlich angespannter in seinem Sattel.


    Varus musste über die jungen Kameraden ein wenig schmunzeln. Wusste er doch genau, dass die erste Etappe als recht sicher galt und sie nicht damit rechnen mussten von Wegelagerern überfallen zu werden.

    Alle Eques bezogen ihren Platz in der Formation und die Knechte schwangen sich, nachdem sie die Tragtiere an die Karren gebunden hatten, auf ihren Kutschbock. Alles wartete auf den Abmarschbefehl.


    Varus ritt zu Corvinius und beide tauschten ein paar Worte aus. Dann grüßte der Eques militärisch knapp und die Vorhut trabte durch die geöffneten Tore davon.
    Der Rest des Trupps stand noch auf dem Hof und wartete auf ein Zeichen von Varus. Nach einer Weile hob er seinen rechten Arm und deutete somit den Abmarsch an. Die Pferde der Eques begannen langsam in Richtung Tor zu trotten und die Karrenlenker trieben ebenfalls ihre Zugtiere an.


    Sim-Off:

    Nächstes Posting wird außerhalb Mogontiacum erstellt.

    Auch Varus war selbstredend mit seiner Turma Prima angetreten und hatte das Schauspiel mitfverfolgt.
    Die Turma Prima war von jeher eine etwas anderer Haufen gewesen und es war im Castellum kein Geheimniss, dass diese Turma zu alles und jeden eine Meinung hatte. Meistens war diese Meinung nicht immer gesellschaftsfähig und die Eques pflegten es Spott und Kritik an ihren Kameraden zu üben. Aber das war nunmal eine Eigenart, die sich die Turma als erste Turma der Reiterei herausnahm.


    So war das Gemurmel seiner Eques Varus nicht verborgen geblieben und mit einem knappen Blick mahnte er sie zur Ruhe. Man könne ja noch am Abend beim Wein über alle Vorzüge und Nachteile des neuen Primus Pilus diskutieren.


    Varus gönnte auf jeden Fall sowohl dem scheidenden als auch dem neuen seinen Posten bzw. Ruhestand.

    Der erste Hahn hatte gerade er st geschrien, da waren die Eques der Turma I bereits von ihrem kargen Frühstück wiedergekehrt und hatten die letzten Vorbereitungen an ihrer Ausrüstung getätigt.


    Varus führte seinen Schimmel aus den Ställen zu dem Platz, wo sich die Turma versammelt hatte.


    "Salve Eques!
    Der Auftrag ist klar. Wir werden nach Osten gen Limes ziehen und dort an einigen Gehöften Vorräte für den Winter kaufen.


    Zur Einteilung:
    Eques Corvinius, du wirst mit deinen Männern die Vorhut bilden. Es wird reichen, wenn ihr uns eine gute Meile voraus seid.
    Ich werde mich hier bei den Karren aufhalten, die von den Stallknechten geführt werden.
    Unsere neuen Eques werden unter Führung von Eques Marcellus die Karren sichern.
    Mercellus, du teilst deine Leute nach deinen Maßgaben ein.


    Die Esel mit unserer Verpflegung werden jeweils von einem der Karren mitgeführt.


    Gibt es Fragen?"


    Varus schaute in die Runde. Die alten Eques nickten verstehend und sie wussten genau was nun zu tun war. Die Neuen hingegen schauten ein wenig aufgeregt. War es für einige doch das erstemal, dass sie als Eques das Lager verlassen sollten.

    Die Männer der Turma I waren auf Geheiß von Varus vor ihren Unterkünften angetreten.


    "Männer, wie jeder weiß steht der germanische Winter uns bevor. Und ich kann euch sagen, dass dieser immer sehr hart ist. Und diesesmal scheint es so, dass der Winter besonders hart wird. Es ist daher dringend notwendig, dass wir die Vorräte für die Pferde auffrischen und möglichst viel einlagern können.
    Daher werden wir in Kürze aufbrechen und einige Gehöfte zwischen hier und dem Limes ansteuern und dort Heu und Stroh einkaufen.


    Auch wenn es unter euch noch ein paar Grünschnäbel gibt, so werden wir darauf keine Rücksicht nehmen müssen. Wir wollen uns ja nicht mit den Germanen anlengen sondern nur Vorräte einkaufen. Außerdem wärmen die ihren fetten Barbarenarsch auch lieber am Herdfeuer.


    Also Männer, wir werden morgen in aller Frühe aufbrechen.
    Die neuen Eques werden sich um die Karren kümmern. Das hißt ihr seid mir dafür verantwortlich, dass diesen nichts passiert. Führt sie sicher durch die germanischen Wälder. Jede Fuhre die verloren geht, wird uns schwer zu schaffen machen."


    Natürlich klang das nach einer einfachen Mission und Varus war sich auch sehr sicher, dass ihnen die Germanen keine Schwierigkeiten bereiten würden. Aber es gab noch einige Räuberbanden jenseits der Straße, die im Winter stets ausgehungert waren und auch mal so verückte Sachen machten und Soldaten angriffen.

    Varus ließ einen seiner Eques zu den Ställen und zum Reitplatz eilen und wies ihn alle alle neuen Eques bei den Unterkünften anzutreten.
    Nach kurzer Zeit hatten sich alle versammelt. Varus ließ seinen Blick abschätzend über die Männer gleiten.


    "Männer, ihr habt es geschafft. Ihr seid nun Auserwählte. Auserwählte hier in der Reiterei zu dienen.
    Wir sind in erster Linie keine Kämpfer. Das sterben überlassen wir gerne den Legionären.
    Wir sind wichter, viel wichtiger. Unsere Aufgabe ist die Übermittlung wichtiger Nachrichten für den Stab und das spähen entlang unserer Marschwege und das Durchführen von Patrouillen.
    Das ist unsere Aufgabe, die nur wir erledigen können.


    Viele sind mit Sicherheit schon neugierig zu welcher Turma sie eingeteilt werden. Ihr habt eure Ausbildung bereits begonanen und ich bin bisher zufrieden.


    Ich werde nun eure Namen vorlesen und euch einer Turma zuteilen."


    Varus nahm eine Wachstafel und begann die Namen der neuen Eques vorzulesen.


    "....
    Terentius Primus: Turma I
    ...."


    Nachdem alle Namen vorgelesen waren, kam von jeder Turma ein erfahrener Eques, der die Neuen zu ihren jeweiligen Quartieren führte.

    Varus hatte mit seinem Trupp an ausgewählten Eques, welche die Eskorte für die Offiziere stellen sollte, in der Nähe von Sedulus auf das Eintreffen aller gewartet. Da die Tage kühler zu werden schienen, hatten alle ihre festen Decken und Mäntel ins Marschgepäck eingepackt.


    Als schließlich alle Offiziere zugegen waren, wartete Varus nur noch auf das Zeichen von Sedulus und der Trek würde sich in Richtung Haupttor bewegen und schließlich gen Limes.

    Während der Centurio die Ernennung bekannt gab, stand Varus leicht versetzt hinter ihm und hielt die Urkunden für die zukünftigen Eques in Händen. Viele waren es ja leider nicht, aber das mag auch daran liegen, dass Varus sich nur einige wenige ausgesucht hatte. Für Varus galt in erster Linie die Qualität, auch wenn die Sollstärke darunter zu leiden hatte.


    Als Varus endlich dem frisch gebackenen Eques Primus gegenüber stand, war desses Stolz nicht zu übersehen.


    "Nun, Eques ich freue mich, dich in meiner Turma bekommen zu haben. Hier ist deine Urkunde. Ich weiß du bist stolz. Das kannst du auch sein. Du gehörst nun zur Elite der Legio II. Auch wenn das deine Legionärskameraden nicht so gerne hören mögen.
    Aber alles Weitere später. Ich werde euch Neulinge schon entsprechend einweisen."