[Villa Rustica] Iuliana Ostiensis

  • Tja, scheinbar, so verzeichnete der Caelier am Ende dieses Gespräches für sich selbst, war er zu spät eingeschritten. An der Zimmertür hatte er sich noch einmal kurz zu Dives umgedreht, um zu sehen, ob man ihn für einen Moment allein lassen könnte, und schwupp, war der Aedil mit einem Sklaven vorneweg gen Ausgang verschwunden. Soetwas nannte man dann wohl verhärtete Fronten, schätzte er.
    Dabei gingen ihm selbst durchaus beide Argumentationen auf. Der Helvetier verstand diesen Angriff grundsätzlich als Angriff gegen eine Amtsperson - ob nun im Dienst oder nicht -, was diesen wohl mehr oder minder automatisch zu einer städtischen Angelegenheit machte. Dass er als Aedil, der für die städtische Sicherheit verantwortlich war, da natürlich aktiv werden wollte, war nur einleuchtend. Dives hingegen argumentierte, dass er nicht mehr im Dienst war, daher im Moment der Attacke gegen ihn eine Zivilperson und es folglich auch einzig und allein seine Privatsache war, ob und gegebenenfalls wie lange und intensiv er ermitteln ließ, wieviele Leute er für die Arbeit an diesem Fall anheuerte et cetera. Als rechtlicher Laie stand der Archivschreiber einer Bibliotheca da so ziemlich auf dem Schlauch, was die Frage nach dem Recht anbelangte... Andererseits: Selbst wenn die Sache eine Angelegenheit der Civitas sein würde, so hätte der Duumvir als Duumvir gegenüber dem Aedil wohl ein wenig mehr Einfluss, was den Fall anbelangen würde, und... Ach, hätte-hätte Blumenkette...
    So begab sich Caldus nach einem kurzen, seufzenden Durchatmen erst einmal in Richtung Küche. Essen konnte bekanntlich durchaus dabei helfen vergangenen Ärger besser herunterzuschlucken und anschließend zu verdauen. Danach würde es dem Iulier dann hoffentlich auch wieder besser gehen, so dachte er sich.


    Unterdessen hatte sich Dives einen Sklaven in sein Cubiculum gerufen und ihn das Zimmer von innen verriegeln lassen. Anschließend begann er mit zwei längeren Diktaten, die er verständlicherweise aufgrund seines gesundheitlichen Zustands nur stückweise und mit fortlaufend immer wieder kleinen und größeren Pausen zu Tafel bringen ließ. Sollte Ocella nach diesem Gespräch schließlich doch vielleicht gar noch auf eigene Faust privat an den Hintergründen der Sache forschen lassen, dann mochte durchaus damit zu rechnen sein, dass der Herennier sich noch einmal etwas klarer 'auszudrücken' versuchen könnte. Für diesen Fall wollte Dives dann doch besser vorgesorgt haben und es entstanden ein privates Testament, welches die Verteilung seiner Besitztümer im Falle seines Ablebens regelte, wie auch ein letzter politischer Wille, der, wie der Name schon sagte, nicht mehr und nicht weniger als ein rechtlich völlig unverbindlicher Wunsch seinerseits war. Und zumindest jenes letztere Dokument sollte sogar, wennauch in einem Fall, der eigentlich nicht ganz eingeplant war, letztlich tatsächlich einmal seinen Weg in die Curia finden...

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    Einmal editiert, zuletzt von Marcus Iulius Dives ()

  • Der Tiberier hätte wohl auch nicht wirklich annehmen wollen, dass ihm Dives hier seinen Abstammungsmakel vorhalten wolle, doch seine Unsicherheit in diesem Felde, kehrte sich natürlich schnell nach außen, weshalb er zu dieser ungeschickten Frage verleitet wurde. Aber schnell vergessen, zumindest ansatzweise, denn so richtig konnte man ja nichts vergessen, was einen täglich verfolgte. "In jedem Fall sehr freundlich von dir. Vielleicht würde mich ja der ein oder andere Kontakt deinerseits schneller in den entsprechenden Ordo befördern. Was auch immer du da in Zukunft für mich unternehmen könntest, es wäre dir tausendfach gedankt." Wie das der Iulier allerdings anstellen würde, das blieb im Verborgenden. Vom Senator Centho war immer wieder die Rede, doch der arme Mann kränkelte so viel rum, dass dieser wohl kaum eine Hilfe sein konnte.


    Über die besondere Art, wie Dives zu seinem Ordo gekommen war, musste er recht gut schmunzeln, aber der Tiberier musste wohl oder übel zugeben, dass er es im Falle des Falles sicher nicht anders gemacht hätte. Doppelmoral hin oder her, hauptsache man bekam, was man will. "Ich hatte ja keine Ahnung, dass deine Mutter eine Octavia war. Eine sehr edle Gens und von Ocavius Anton, deinem Großvater, hat ja fast jeder schon einmal gehört. Dieser Macer sagt mir allerdings nichts. Ich habe nur mal vom Senator Octavius Maximus gehört, einem ziemlich populistischen Volkstribun, und dann wäre da ja noch der noch unter den lebenden Weilende und ebenfalls Salinator-Günstling, Octavius Victor. Und jetzt kommt der größte Witz: Bei eben jenem Octavius Victor habe ich mein Tirocinium fori absolviert... oder falls man das so nennen kann." Was für lustige Umstände waren das nicht damals, als er zu Victor kam und dieser ihn sogar recht freundlich Aufnahme - trotz seines Namens. Lepidus trat sogar zum Dienst an, doch Victor hatte in der Folge kaum noch Zeit für ihn. "Auf Vermittlung von Purgitius Macer trat ich bei diesem als Tiro an, aber ein getreuer Vescularier-Anhänger und ein Tiberier, sowas verträgt sich einfach nicht gut. Dementsprechend witzlos war diese Zeit dann auch, in der ich Victor kaum zu Gesicht bekam." Im Nachhinein konnte der Tiberier wohl auch darüber froh sein, denn was er selbst als pragmatisch ansah in Anbetracht der ausweglosen Lage, hätte ihm sonst vielleicht noch als Opportunismus ausgelegt werden können, doch diesen Verdacht wollte er sich natürlich gern fernhalten.


    "Einen Patron habe ich indes nicht. Du musst wissen, ich halte sehr viel auf meinen Stand und ein solcher Patron muss optimaler weise Patrizier sein. Bekanntlich gibt es derer ja nur noch sehr wenig in Rom, dank eines gewissen Kuchens. Des Weiteren gäbe es wohl auch nicht viele, die einen Tiberier in ihre Obhut nehmen würden. Für mich bieten sich je nach Ausgang des Krieges zwei Optionen. Wenn der Vescularier siegreich ist, werde ich wohl bei Purgitius Macer eine Anfrage stellen - im Übrigen waren wir mal verwandtschaftlich verbunden - bevor meine Cousine, die gleichsam seine Ehefrau war, verstorben ist. Vielleicht hatte ich das auch schon einmal erwähnt?" Ein wenig Schwermut lag in der Stimme von Lepidus, aber wiederum auch sehr begrenzt, da der Todesfall nun doch schon etwas her war und er sich bereits ausreichend von ihr verabschiedet hatte. "Im Falle eines anderen Kriegsausganges, rechne ich natürlich mit der Rückkehr einflussreicher Patrizier. Halte mich für einen Dramatiker, doch ich würde vor allem irgendjemanden bevorzugen, der auf der Proskriptionsliste steht. Eine bessere Auszeichnung kann es nach dem Kriege doch schließlich überhaupt nicht geben, als auf dieser Liste gestanden zu haben." In der Tat, bei entsprechendem Ausgang, würden doch vor allem diejenigen, die vom Tyrannen geächtet wurden, zu wahren Helden werden. Vielleicht sogar Durus, dessen wahre Tat sich vielleicht aufklären würde?


    "Ich selbst habe im Übrigen nur eine beschauliche Zahl an Anhänger, die meisten sehen das bisschen Geld und die große Villa, die mir geblieben ist, als Status an, doch die meisten machen eher einen Bogen um Tiberier in diesen Tagen." Lepidus hatte die ganze Zeit mehr auf ein Regal gestarrt als auf Dives. Er musste sich nun erst einmal vergewissern, dass sein Gesprächspartner bei seinen überlangen Ausführungen nicht eingeschlafen ist. "Aber verzeih, dass ich dich gar nicht zu Wort kommen lasse. Hier in Ostia hast du doch sicher schon eine ganze Schar von Klienten um dich gesammelt." Natürlich, ein paar davon waren ja sicherlich auch heute zu Gast bei der Feierlichkeit. "Doch wem schwörst du selbst die Treue?" Lepidus ging eigentlich davon aus, dass Dives einen Patron haben müsse, denn immerhin hatte dieser kein so großes "Vermittlungsproblem", wie der Tiberier.

  • In der Tat verzichtete Dives großzügig darauf auszuführen, wie er sich vorstellen könnte dem Tiberier in jener Sache zu helfen. Letztlich müsste er auch selbst erst einmal sehen, wie er die Dinge am besten anpackte und welcher seiner Verwandten ihn am ehesten bei diesem Vorhaben unterstützen könnte und wollte. Zudem stand da ja noch immer die Zukunft des Imperiums auf des Schwertes Klinge, was letztlich kein ganz unwesentlicher Faktor war. Sollte der Fettwanst sich beispielsweise an der Macht halten können, so würde sich der Iulier wohl eher weniger an seinen Cousin Centho mit dieser Bitte wenden. Oder anders gesagt: Zu einer Kuchenparty lud man Kuchenliebhaber ein, zu einer Tortenfeier entsprechend eher Freunde von Torten...


    "Ja, Onkel Maximus...", nickte der Duumvir während der Ausführungen des Tiberiers leicht und lächelte. Tatsächlich bot ihm seine Verwandtschaft mütterlicherseits deutlich mehr als nur einen verblichenen Censorier und einen vielleicht noch nicht ganz so namhaften senatorischen Cousin. Dennoch bedauernswert, dass Dives den erwähnten Onkel, den gewesenen Volkstribun, nie wirklich kennengelernt hatte. Andererseits.. vielleicht mochte genau dies aber auch verhindern, dass der Iulier selbst einmal in diese Richtung ging. Immerhin hatte nicht nur sein Onkel Maximus einst das plebeische Tribunat bekleidet, sondern auch sein Onkel Avitus und natürlich sein Großonkel Agrippa, nicht zu vergessen Opa Anton selbst! Dazu noch der auf iulischer Seite angeheiratete Großonkel Florus... Da ließen sich mitunter schnell diverse Vermutungen anstellen, wenn man wollte.
    "Is' nich' wahr.. Bei meinem Onkel Victor..?", konnte sich Dives gleich im Anschluss wieder nicht anders helfen und musste einfach etwas dazu sagen. Manchmal war Roma anscheinend wirklich noch immer das kleine Dorf, als welches seine Geschichte einst vor vielen hundert Jahre begann... Dann musste der Duumvir erst einmal kurz auflachen. Da hatte sein caelischer Freund mit seinem Bild ja etwas angestellt! Einfach köstlich.. dieses Bild - nicht der Kuchen!
    "Mein herzliches Beileid zu deinem Verlust.", äußerte er anschließend, um, nachdem Lepidus geendet hatte, sogleich den dem vorangegangenen, positiveren Gedanken wieder aufzunehmen:


    "Weißt du was? Ich glaube, bei so viel Gerede um Kuchen und Torte und Torte und Kuchen denke ich, dass ich dich einladen sollte! Unzwar sollten wir uns nach dieser grausamen.. Essensschlacht in der Casa Iulia zu Roma treffen, um das Ende ebenjenen Kampfes zu feiern. Für das passende Gebäck werde ich sorgen, auf dass wir ganz persönlich - hoffentlich den Kuchen - Stück für Stück vernichten können. Ja.. genau.. Was hälst du davon?", fragte der Iulier mit breitem Lächeln. Noch ahnte er nicht im Entferntesten, wie, wo und unter welchen Umständen er das Ende des Machtkampfes tatsächlich erleben würde. Aber so war das Leben: Es kam erstens immer anders und zweitens als man dachte. Nach diesem Angebot wurde er dann aber auch wieder ernster.
    "Mit deinen Gedanken zur Proskriptionsliste hast du wohl durchaus Recht. - Und das veranschaulicht wohl auch ganz gut, weshalb das letzte, was ich mir in diesem Bürgerkrieg vorgenommen habe, das Suchen und Finden eines Patrons ist. Besser hätte man es wohl nämlich kaum auf den Punkt bringen können: Der unter dem Dicken.. also unter dem dicken Kuchen, meine ich, Proskribierte ist ein 'Tortenheld', während es sich umgekehrt wohl ähnlich verhält. Geriete ich jetzt also an den falschen Mann, würde mich allein die Verbindung zu ebenjenem mitunter selbst am Ende in den Schlund des politischen Abgrunds ziehen, während ich ohne Patron am Ende des Krieges zumindest noch versuchen kann mich mit einem möglichst geschickten Ankerwurf auf die richtige, die Zukunft habende Seite zu ziehen.", erklärte der Duumvir seine Ansicht und führte das erste dabei beinahe schleichend über in ein zweites Bild.
    "Folglich, um deine Frage zu beantworten, schwöre ich wohl denselben drei Instanzen die Treue wie du: Meinen Ahnen, meinem Gewissen und Iuppiter, dem besten und größten.", antwortete er also letztlich und ignorierte geflissentlich, dass der Patrizier sich offensichtlich nicht nur für einen Pakt mit Dives, sondern nicht weniger auch für die viele Literatur in diesem Raum interessierte. Ob er auf der Suche nach etwas Speziellem war oder etwas Besonderes gesehen hatte, als er das Zimmer betreten hatte..?

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  • Ob man sich Dives wohl als Volkstribunen vorstellen konnte? Der Tiberier wusste es noch nicht. Es gab ja solche und solche Tribune. Als großen Volksaufrührer konnte er sich den Iulier noch nicht vorstellen, vielleicht eher als lockeren Volksfreund? Aber vielleicht war der Iulier auch eher jemand, der das bescheidene Officium eines Aedils bevorzugte. Das würde sich wohl noch herausstellen. Darüber hinaus musste sich das Nicht-Persönlich-Kennen seiner großen Verwandten ja nicht in irgendeiner Weise auswirken. Die Ahnen waren manchmal näher als man dachte und wiesen einen manchmal sogar auf den rechten Weg, wenn man nur genau hinsah und die Zeichen deutete.


    "Liebend gern, lass ich mich zu dir in die Casa Iulier einladen...", griff er den Vorschlag von Dives auf. Die Gastfreundschaft der Iulier durfte er ja schon mehrfach kennenlernen. Zuletzt war der Tiberier ja sogar bei einem interessanten Vortrag dort. Aber Moment? Worum ging es dabei doch gleich? Der Tiberier konnte sich beim besten Wille nicht mehr erinnern. Schien wohl doch kein so spannender Vortrag gewesen zu sein, allerdings hört man derer im Leben aber auch viel zu viele. Da vergisst man leicht mal den ein oder anderen. "...aber lass mich einen kleinen Gegenvorschlag unterbreiten: Sagen wir einfach, wenn der Vescularier am Ende an der Spitze steht, komme ich in deine Casa und wenn Palma es reißen sollte, lade ich dich in die Villa Tiberia ein." Das war doch mal ein nette Bedingung und die Ungewissheit machte das ganze fast zu einem Spiel. Zumindest die Villa Tiberia sollte man im Falle eines patrizischen Sieges auch wieder problemlos aufsuchen können, ohne verdächtigt zu werden, an einer Verschwörung teilzunehmen. "Ich bewundere wie immer deinen scharfen Verstand. Ein sehr weiser Zug sich in einem Bürgerkrieg an niemanden zu binden. In der Tat würde so etwas nur Schwierigkeiten machen, wenn man nicht gerade zufällig schon auf der Siegerseite stand und Iuppiter ist immer noch der beste aller Patrones." Der Tiberier beschloss nun aufzustehen und ein wenig im Gehen weiter zu plaudern. Hier war er ja relativ frei. Er betrachtete interessiert die Schriften und entdeckte etwas sehr nettes. "Ah, sieh an. Ist das nicht Ciceros de oratore? Während meiner Rhetorik-Schulung habe ich es geradezu geliebt. Ich bin immer wieder beeindruckt von dem scharfen Verstand, den uns Cicero in seinen Schriften präsentiert." Er blickte sich ein wenig um. "Bibliotheken unterhält so mancher ja auch nur, um des gebildeten Anscheins willen. Wie viel hast du von all dem schon gelesen, mein Freund?"

  • In der Tat konnte sich auch Dives nicht mehr allzu genau an den Vortrag seines senatorischen Cousins erinnern, sondern wusste einzig noch, dass es an diesem Tag um irgendwelche Erbrechtssachen gegangen war. Allerdings sah er die Schuld dafür, dass er sonst nichts mehr davon wusste, keineswegs bei sich, sondern hauptsächlich bei dem süßen Typ in der modisch-eleganten, weinroten Toga! Der Kerl hatte von Dives aus in Richtung eines Fensters gesessen, weshalb der Iulier des Öfteren 'nach draußen' geschielt hatte und daher natürlich nicht mehr so ganz dem Vortrag Centhos hatte konzentriert folgen können. Letztlich konnte er also eigentlich gar nichts dafür, sondern sah sich selbst hier ganz eindeutig und völlig glasklar in der Opferrolle! Offiziell war er dereinst natürlich einfach nur überarbeitet gewesen und hatte sich deshalb nicht so gut auf dieses juristische Thema konzentrieren können...
    "Gerne. Warum nicht? Es würde mich freuen einmal Gast in der Villa Tiberia zu sein.", antwortete der Duumvir anschließend ehrlich lächelnd auf die Gegeneinladung des Patriziers. Einmal im Anwesen eines einflussreichen Consulars - auch wenn der schon tot war - zu stehen und zu sehen, wie der so gelebt hatte, wäre sicherlich nicht uninteressant. Vielleicht ließe sich dort ja sogar dieser oder jener Raumschmuck finden, den sich Dives anschließend auch selbst zulegen würde. Das war schließlich das Gesetz der Trends: Die meisten kamen von oben und nicht aus der Unterschicht... Wenngleich letztlich auch galt - und wohl stets gelten würde: Mode kann man kaufen - Stil muss man haben!


    Dann musste sich der Duumvir ein leichtes Grinsen unterdrücken. Seit wann bewunderte Lepidus seinen scharfen Verstand, dass er jetzt gar von 'wie immer' sprach? Zu dem Schluss kommend, dass dies wohl lediglich ein übertriebenes Kompliment gewesen sein musste, ging er jedoch nicht weiter darauf ein. Darüber hinaus schien bereits wenige Worte später klar, dass der Tiberier sicher einzig zum großen Cicero überleiten wollte, was jenes Kompliment unterm Strich zwar ganz angenehm, aber dennoch nicht mehr als zu einem Mittel zum Zweck machte. Aber egal.
    "Mein Freund, ...", begann Dives anschließend, während auch er sich nun erhob. "... du scheinst mir etwas skeptisch, was? Lass mich doch zunächst fragen: Wieviel traust du mir denn zu von all dem - oder begrenzen wir es mal auf den guten Cicero - schon gelesen zu haben?", gab er die Frage zunächst ab und wartete mit gespanntem Blick leicht lächelnd ab, wie sich der Patrizier da nun herauswinden würde. Letztlich war dies ja darüber hinaus noch nicht einmal seine eigene Bibliothek, sondern gehörte zusammen mit dem restlichen Anwesen seinem Cousin Centho - was aber selbstredend nicht ausschloss, dass sich der Duumvir durchaus des Öfteren am vorhandenen Buchbestand bediente...

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  • "Skepsis? Der Ausdruck ist mir völlig fremd. Ich glaube doch so gut wie alles, was man mir auftischt", entgegnete der Tiberier nicht gerade ernsthaft und mit einem verschmitzten Grinsen. "Wie viel ich dir zutraue? Ich nehme an du bist ein richtiger... wie sagt man doch gern zu derlei Leuten?... Bücherwurm? Ja, ich belass es einfach mal dabei." Der Tiberier war sich gerade nicht bewusst einen neuen Audruck geschaffen zu haben oder ob der selbige nicht schon ach so trivial war. "Zumindest glaube ich, dass du schon einige Stunden vor den Schriften verbracht hast. Der gute Cicero ist ja eigentlich fast schon langweilig, weil ihn irgendwie jeder mal anführt, aber für einen Ciceronianus halte ich dich nicht unbedingt, also hält sich deine Begeisterung für diesen Mann womöglich auch in Grenzen." Alles reine Spekulation, aber immerhin der ein oder andere Aufschlag. Der Tiberier bildete sich ja ohnehin offensichtlich ein, sein Gegenüber schon vortrefflich einschätzen zu können.

  • Der Iulier konnte sich ein leichtes Grinsen nicht verkneifen, als Lepidus davon sprach beinahe alles zu glauben, was man ihm erzählte. 'Janee, schon klar.' Bei der nachfolgenden Bezeichnung hingegen wusste Dives tatsächlich für einen Augenblick lang nicht, ob er weiter und noch breiter grinsen sollte oder sich beleidigt fühlen müsste.
    "Ein was? Ein Bücherwurm?", hakte er ungläubig nach, nachdem der Patrizier geendet hatte. Diesen Ausdruck hatte der Duumvir bislang weder gehört noch gelesen und noch weniger wusste er damit anzufangen. In der Tat sollte es wohl noch etwa 1637 Jahre dauern bis ein 18-jähriger Dichter aus dem dann wohl weniger wilden Germanien diesen Begriff im Skript eines Lustspiels erstmals niederschreiben würde. Dort würde die Dienerin L.ysandra den Herrn ihrer Liebschaft A.ntoninus, den jungen Gelehrten D.amio, als 'Bücherwürmchen' bezeichnen und sich damit über den weltfremden Wichtigtuer lustig machen. Ob dies auch der Intention des Tiberiers im Hier und Jetzt entspräche? - Der Iulier, der die ungeschriebenen Werke der Zukunft natürlich noch nicht gelesen hatte und wohl kaum lange genug leben würde, um 'De[n] junge[n] Gelehrte[n]' lesen zu können, versuchte sich statt mit Vergleichen mittels Wortanalyse an das Problem heranzuwagen. Und dabei war und blieb ein Wurm ganz klar ein Wurm, egal ob er Regen-, Sonnen- oder Bücherwurm genannt wurde.
    "Nein, ich glaube der Vergleich mit einem Wurm hinkt doch ein wenig.", versuchte sich Dives einigermaßen galant aus der Situation zu retten und hoffte, dass Lepidus jetzt nicht gleich mit dem nächsten Getier um die Ecke käme - mit irgendwelchen Nagern beispielsweise, wie fetten Ratten oder so. Auch die wären wohl kein wirklich angemessener Vergleich für den Enkel eines Censoriers. Um dieses tierische Thema nun nicht weiter vertiefen zu müssen, lächelte der Duumvir noch einmal entschuldigend zum Tiberier, bevor er sich sogleich thematisch zu Cicero flüchtete:


    "Aber kommen wir zurück zu den Menschen und vor allem den Rhetorikern. In der Tat habe ich mich während meines Studiums in Asia und Achaia bereits intensiver mit Ciceros 'De Oratore' und seinem 'Orator' beschäftigt. Beides sehr interessante Schriften, wie ich finde, wobei Cicero zu lesen für mich auch allgemein stets ein Genuss ist.", bekundete er seine Sympathie für den Tullier. Dass zum Studium der Theorie sinnigerweise auch dieses oder jenes praktische Werk gehörten, hielt Dives für selbstverständlich, sodass er darauf verzichtete noch auf einige der ciceronischen Reden zu verweisen.
    "Aber auch dieser Fabius Quintilianus, dessen zwölf Bücher si..i..ich in dem Regel dort drüben befinden müssten, wenn mich nicht alles täuscht, auch den habe ich gelesen. Nicht jedes seiner Bücher versteht sich, denn ich habe ja auch noch die Civitas, der ich hier meine Aufmerksamkeit widmen darf...", schmunzelte der Duumvir, "... aber zum Beispiel das zehnte Buch, das Lehrbuch der Redekunst.", führte er aus. Dass er die vergleichsweise junge Literatur des Fabiers, der die 'Institutio oratoria' überhaupt erst zu schreiben begann, als der Iulier bereits geboren war (so brandneu war das!), noch nicht komplett gelesen hatte, betrachtete Dives dabei nicht unbedingt als Manko. Letztlich lernte man doch eh sein ganzes Leben lang und lernte doch nie aus.
    "Und ein Ciceronianus? Ich weiß nicht. Ich würde mich doch eher als Divitianus bezeichnen, ohne dabei jedoch irgendeinen Anspruch auf eine bessere Qualität stellen zu wollen. Nein, ich bin mir sogar ziemlich sicher, dass der große Cicero viel an mir auszusetzen hätte. Nichtsdestotrotz meine ich, dass eine einhundertprozentig gefühlte divitianische Rede von mir besser ist als eine weniger authentische ciceronianische, wenn ich sie vortrage. - Aber das heißt ja nicht, dass eine divitianische Rede nicht versucht zumindest partiell Aspekte ciceronianischer Reden aufzunehmen.", erklärte der Iulier, bevor er die Gegenfrage stellte: "Was ist mit dir? Bist du ein Ciceronianus?"

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  • Auf die Nachricht des Iuliers folgte sogar ungewöhnlich schnell eine Antwort. Der Tiberier schien tatsächlich wieder etwas Zeit gefunden zu haben und so überbrachte ein Sklave pflichtbewusst die Tabula an der Villa Rustica ab.


    Roma, A.D. III NON IUN DCCCLXIII A.U.C.

    Ad
    Marcus Iulius Dives
    Villa Iuliana Ostiensis
    Ostia, Italia



    Salve, geschätzter Freund.


    Es war mir eine wahre Freude deine Nachricht zu lesen. Ich kann dir zum Glück gute und beruhigende Mitteilungen machen: Ich bin wohlauf und habe es tatsächlich geschafft, die Unruhen in Folge des Einmarsches der Palma-Truppen zu überstehen. Es war ein riesiges Durcheinander und die Stadt hat ihren Betrieb auch immer noch nicht wirklich aufgenommen. Wie ich zwischen den Zeilen lese, scheinst du wohl ebenfalls deine speziellen Erfahrungen gemacht zu haben. Ich hoffe, es geht die den Umständen entsprechend gut. Mich würde natürlich brennend interessieren, was dir wiederfuhr.


    Meine Villa sollte in jedem Fall dein erster Anlaufpunkt sein, wenn du nach Rom zurückkehrst. Du wirst hier freudig empfangen. Selten herrschte hier eine so gehobene Stimmung, denn ich kann dir versichern: Das "Scheusal", der Tyrann, der Mörder ist nun endlich gerichtet worden. Die Götter persönlich haben ihn verdammt und ihm das Leben ausgetrieben, so heißt es zumindest, doch ich halte es für eine sehr schöne Erzählung. Ich sah ihn mit eigenen Augen. Man hat ihn in der Stadt ausgestellt und der Plebs bewarf ihn mit Unrat. Ein großartiges Schauspiel und ein wahrhaft verdientes Ende für diesen Mann! Mir steigen jetzt noch Freudentränen ins Gesicht, wenn ich nur daran denke. Meine Erleichterung über diesen Umstand ist kaum in Worte zu fassen und ich bedauere dich sehr, dass du den Anblick dieser lächerlichen Gestalt wohl nicht mehr erleben wirst. Doch tröste dich mit dem Gedanken, dass uns nun eine neue Friedenszeit bevorsteht.


    In der Tat bin ich auch noch auf dem Capitol als Aedituus tätig. Soweit hat sich kaum etwas verändert. Wie sieht es denn derzeit in Ostia aus? Wie ist die Stimmung im Volke gegenüber Palma? Es ist auch sehr interessant, dass du meine Verwandten erwähnst. Vor kurzem holte ich meine Schwester aus dem freiwillig gewählten Exil. Ihr scheint etwas langweilig seit sie hier ist, aber aus ihr ist eine wirklich edle Römerin geworden. Ich hoffe, du ergreifst die Chance sie einmal kennenzulernen, wenn du bei mir zum Essen einkehrst. Was die Terminfindung angeht: Wahrscheinlich würde es mir ANTE DIEM V ID IUN DCCCLXIII A.U.C.? In jedem Fall solltest du dich nicht mehr allzu lange aus Rom fernhalten - trotz schlechter Erfahrungen. Hier wird bald eine neue Ära beginnen. Wer weiß, welche Möglichkeiten sie bietet. Ich werde dich in jedem Fall erwarten und verbleibe mit aufrichtiger Freude auf ein Wiedersehen.


    Vale bene!


    Lucius Tiberius Lepidus

  • In der Tat war Dives mehr als überrascht so schnell eine Antwort von dem Tiberier erhalten zu haben. Auf der Wachstafel stand sogar, dass die Nachricht am selben Tag geschrieben worden war wie die, die der Iulier selbst verschickt hatte. Oder hatte man das nur vergessen beim Löschen der Tafel? Vielleicht. Jedenfalls fackelte der Duumvir nicht lange und begann sich voll Neugier gleich auf den Inhalt des Schreibens zu stürzen. Mit Erleichterung stellte er bereits in der Anrede als 'geschätzter Freund' fest, dass trotz des Kriegsausganges der Patrizier zu seinem Wort zu stehen schien und dennoch an ihrem Bündnis festzuhalten gedachte. Die zweite gute Nachricht, die mit dem Empfang dieses Antwortschreibens beinahe schon auf der Hand lag, folgte sogleich: Dem Tiberier ging es soweit gut. Das war natürlich vor allem deshalb wichtig, weil lebende Verbündete in aller Regel eine größere Hilfe darstellten als tote, freie eine größere als gefangene und unversehrte letztlich eine größere als irgendwie verletzte.
    Dann verfinsterte sich die Miene des Iuliers allerdings ein wenig. 'Brennend' würde es Lepidus also interessieren, was dem Duumvir passiert war. Dives hatte damit gerechnet, dass der Patrizier verständig genug wäre die nette Umschreibung des wesentlich unfreudigeren Castra-Aufenthaltes als solche zu erkennen. Aber dass dem diese Umschreibung nicht reichte, sondern er wohl ganz direkt hören wollte, was geschehen war, das stieß dem Iulier etwas sauer auf. Er hatte bestimmt weder ein Interesse daran seinen Zellenaufenthalt noch einmal zu durchleben, noch hielt er es für besonders klug und angemessen nun damit groß hausieren zu gehen, dass er gefangen war. Das hieß: Vermutlich würde er schlussendlich nicht darum herum kommen Lepidus reinen Wein einzuschenken, da wohl davon auszugehen war, dass dieser aurelische Wolf spätestens beim ersten Schritt, den Dives in die Curia Iulia setzte, diese Geschichte zum Besten geben könnte und würde, doch zumindest schriftlich würde der Iulier das ganz bestimmt nicht für die Nachwelt festhalten. Und mündlich auf der anderen Seite müsste sich erst einmal eine entsprechende Gelegenheit ergeben, eine vertrauliche Situation.


    Dives las weiter und erfuhr, dass Vescularius Usurpator (dieses Cognomen passte nun wohl deutlich besser als Salinator und hatte sogar die gleiche Zahl an Silben und reimte sich ein bisschen) angeblich durch die Götter selbst gerichtet worden sei. Gerade jetzt, nach einer so langen Zeit, die der Fettwanst bereits auf dem römischen Thron das Polster durchgesessen hatte, erschien ihm eine so grundlegende Einmischung der Götter jedoch etwas unwahrscheinlich. In einer solchen Angelegenheit waren die Unsterblichen bestimmt nicht so langsam, vermutete er ziemlich sicher. Es folgte ein beinahe nicht enden wollender Schwall freudiger Worte, die allesamt lediglich die vorangegangene Nachricht feierten. Ja, der Tiberier hatte gut lachen. Weder saßen zahlreiche seiner Verwandten in den Castra Praetoria ein, noch hatte er einen Geliebten dort, dem wohl nur noch die Götter ein zu frühes Ende ersparen könnten! Über beides tröstete Dives ganz bestimmt eine neue Friedenszeit nicht hinweg...
    Anschließend erwähnte Lepidus seine Schwester und schrieb gar von einer 'Chance' diese jetzt kennenzulernen. Der Duumvir, der schon in früherer Zeit kein großes Interesse in Frauen gehabt hatte, runzelte nachdenklich die Stirn. Solange er diese Tiberia nicht heiraten müsste - gute Verbindung hin oder her, aber dafür hatte er auch Cousins und Onkel - sollte es ihm recht sein. Er glich den vorgeschlagenen Termin mit seinem Kalender ab: Da hatte Lepidus wirklich Glück, dass der von der Iunia empfohlene Architectus noch nicht in Ostia eingetroffen war. Sonst wäre ein Treffen vor dem Ende der Vestalia wohl kaum möglich gewesen... So jedoch rief Dives einen Schreiber und diktierte anschließend eine positive Antwort.

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  • Es dauerte einige Tage, bis endlich ein Bote aus Roma vor der Porta der Villa Rustica Iuliana Ostiensis stand und die versiegelte Wachstafel in den Briefkasten warf, wobei es einen blechernen Klang zu Tage brachte.



    Ad
    Duumvir Ostiensis
    Marcus Iulius Dives
    Villa Iuliana Ostiensis
    Ostia, Italia



    Salve Marcus,


    sowohl gute als auch schlechte Nachrichten habe ich dir zu berichten.
    Wir leben noch und sind beinahe alle wohlauf. Lediglich Centho hat einen gesundheitlichen Rückfall* erlebt. Dafür geht es Manius, Tiberius und Aviana um so besser.


    Es ist schön zuhören, dass es dir in Ostia gut ergangen ist. Wir hatten weniger Glück. Die Casa Iulia wird sehr wahrscheinlich für Wochen nicht bewohnbar sein, denn ein plündernder Mob ist dort durchgezogen. Wir konnten uns allerdings noch rechtzeitig zum Nachbarn, Petilius Sophus absetzen. Er hat uns großzügigerweise Obhut bieten können.


    Was den Lagebericht zu Roma angeht: Da kann ich dir leider nicht viel mitteilen, ich war seit Tagen nicht mehr vor der Tür.
    Appius Cornelius Palma scheint noch nicht in Roma angekommen zu sein, zumindest wurde mir nichts dergleichen berichtet. Aber ich werde dir unverzüglich Nachricht zukommen lassen, sobald sich hier wieder was tut.


    Vale bene


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png



    Tiberius Iulius Crassus


    Sim-Off:

    *lediglich als Erklärung dafür, dass er im Exil weilt und nicht festgenommen wurde etc...

  • Viele Dinge waren zusammen gekommen, aufgrund derer sich der Duumvir erst am heutigen Tag der Nachricht seines Cousins aus Roma annahm. Erst die Cena in der Casa Helvetia an den Kalenden des Iunius und kaum eine Woche später am dritten Tage der Vestalia die Einladung bei Tiberius Lepidus und dessen Schwester. Da mussten diverse Vorbereitungen auch von Seiten des Iuliers getroffen und Aufgaben für den Kurztrip nach Roma delegiert werden. Und überhaupt war dieser Tage ja recht viel zu tun, nachdem Aculeo so publikumswirksam kurz vor einer Sitzung des Ordo Decurionum verhaftet worden war und nicht sehr viel später auf einmal der Senator Sedulus im Officium Duumvirorum aufschlug...
    Doch HEUTE, heute endlich nahm der Duumvir das Schreiben mit in das Balneum der Villa und ließ es sich bei einer schönen Massage in mäßigem Tempo vorlesen:


    Definitiv war das eine sehr gute Idee gewesen, nachdem dem Iulier bereits der Beginn der Nachricht einen riesigen Schrecken einjagte. 'Wir leben noch.' So ganz selbstverständlich mochte das nach der öffentlichen Meinung über Centho und Proximus und die Iulier allgemein vielleicht derzeit nicht sein, doch zeigte ja allein der an Crassus gerichtete Brief, dass Dives irgendwo dennoch davon ausgegangen war, dass seine Verwandten noch lebten. Dies jetzt als besonders gute Nachricht verkauft zu bekommen, ließ die Schulterpartien des Duumvir verspannen, sodass der Masseur so seine Probleme hatte.
    Doch der nächste Schlag in Dives' Gesicht ließ nicht lange auf sich warten. Centho sollte es nun also tatsächlich schon wieder gesundheitlich erwischt haben? Was bei allen Göttern hatte der nur getan, dass er scheinbar derart heimgesucht wurde? "AU!", löste sich mit einem kleinen Knacken nach einigem Kneten die Verspannung im Schulterbereich. Nein, über Centho konnte und wollte er jetzt nicht nachdenken, denn er konnte einfach nichts tun. Er hatte Sedulus um ein gutes Wort gebeten und auch sonst versucht Möglichkeiten zu Gunsten seiner Verwandten zu nutzen. Aber viele Verbündete - gerade in Roma - waren den Iuliern wohl nicht mehr geblieben. Da warf der Satz, dass es den Kindern des Senators dafür umso besser ginge, schon fast die Frage auf, was die nur einmal erben sollten? Nicht finanziell, doch aber gesellschaftlich würden Centho, Proximus und wohl auch Dives kämpfen müssen, damit die nächste Generation es in diesem Punkt nicht gar schlechter hätte als sie selbst...


    Dann las der Sklave von der Casa Iulia und dem plündernden Mob, sodass der Iulier beinahe hochgefahren wäre, hätte der Masseur ihn nicht im selben Moment mit seinen starken Händen auf der Liege gehalten. Obwohl er selbst hauptsächlich in Ostia wohnte, ging Dives sofort die egoistische Frage durch den Kopf, wie es im Cubiculum seines Vaters, das er ja, seit er in Italia angekommen war, bewohnte, nun aussah. Die schönen Wände, die Decke, die Möbel, die Erinnerungen..! Wie lange es wohl dauern würde, bis alles wieder in dem Zustand wäre, wie er es zuletzt gesehen hatte? Und vor allem: Was würde das wohl kosten? Und darüber hinaus: Was würde die Renovierung der gesamten Casa wohl für Gelder verschlingen? - Da war die Frage nach dem senatorischen Notgroschen, der kleinen Schatzkammer seines Cousins, wie Dives in der Vergangenheit gerne mal gesagt hatte, nicht mehr fern. Was war mit dem Vermögen Centhos? War es weg? Darüber schwieg sich die Wachstafel aus und ließ den Duumvir in einer beklemmenden Ungewissheit zurück.
    Später am Abend, entschloss er sich, würde er noch einen Antwortbrief nach Roma diktieren...

    ir-senator.png Iulia2.png

    CIVIS
    DECURIO - OSTIA
    INSTITOR - MARCUS IULIUS LICINUS
    IUS LIBERORUM
    VICARIUS DOMINI FACTIONIS - FACTIO VENETA

    Klient - Marcus Vinicius Hungaricus

  • Kaum hatte die zweite Tabulae von Iulius Dives ihr Ziel im derzeitigen Wohnsitz der Iulier erreicht, machte sich Crassus auch bereits daran eine Antwort zu schreiben. Diesmal gab es sogar bereits Neues zu berichten.
    Danach machte sich wieder ein loyaler Bote der Iulier auf um die versiegelte Tabulae nach Ostia zu bringen.



    Ad
    Duumvir Ostiensis
    Marcus Iulius Dives
    Villa Iuliana Ostiensis
    Ostia, Italia



    Salve Marcus,


    keine Sorge der Arca des Senators ist gänzlich unbeschadet. Die Plünderer hatten diesen Raum garnicht gefunden. Was die genauen Schäden der Casa anbelangt, es liegt eine erste grobe Aufstellung des Maiordomus diesem Schreiben bei.


    Ich werde Petilius deinen Dank persönlich ausrichten lassen. Er hat sich wahrlich großzügig uns gegenüber gezeigt.


    Eine weitere Nachricht hat mich erreicht: Der Senator Appius Cornelius Palma hat Roma erreicht. Er wurde von einer Abordnung seiner Truppen vor der Stadt empfangen und hatte eine Ansprache auf dem Forum gehalten. Angeblich ist er testamentarisch der legale Nachfolger von Valerianus. Der Vescularier hatte doch ebenso ein Testament oder?


    Mögen die Götter über deinen Onkel wachen!
    Vale bene


    http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png



    Tiberius Iulius Crassus



    Vorläufiger Schadensbericht: Casa Iulia


    [wrapIMG=right]http://imperiumromanum.net/ima…gel_gens_Iulia_Tabula.png[/wrapIMG]

    Sim-Off:

    * Link auf zugrunde gelegten Preis; Büste = 0,5 * Statue


  • Roma, P. ID IUL DCCCLXIII A.U.C.

    Ad
    Marcus Iulius Dives
    Villa Iuliana Ostiensis
    Ostia, Italia



    Matinia Musa Iulio Diviti s.d.


    Es freu mich ebenso dich lesen zu können, es ist doch recht einsam in Rom, alle Familienmitglieder befinden sich mehr oder weniger außerhalb der Stadttore.


    Mein Großvater ist zur unsere Ursprungsheimat gereist, um in Hispania irgendwelche Familiengeschäfte zu erledigen. Bloß bitte, Dives, frag mich nicht, um welche es sich handeln soll. ...schulterzuck... Tut mir wirklich leid, dir weiterhin keine zufriedenstellende Auskunft mitteilen zu können. Es kullern Tränen...


    Die Casa Matinia ist bei der Eroberungszeit vom Mob verschont geblieben, so wie mir das Avianus erklärte, hatte dein Großonkel nichts mit dem bösen Augustus was zu tun gehabt, vielmehr war er als Freund des Bruders des verstorbenen Vorgänger bekannt. Ein Freund, welche meine Mutter dessen Gens angehört. Daher sollte ich auch weiterhin in Hispania verweilen, weil mein Großvater befürchtete, dass wer mich als Druckmittel verwenden könnte, um an Senator Aelius Quarto zu kommen. Doch sei den Götter dank, dass diese schlimme Zeit nun endlich vorbei ist...


    Hmmm... als ich gerade von meiner geliebten Mutter sschrieb, die seit vielen Jahren bereits unsere Welt verlassen hat, muss ich dir mitteilen, dass mein Vater ihr gefolgt ist. Er litt an einer unheilbaren Krankheit. Doch konnte er im Schlaf seine Ruhe finden. ... bitte komm... .


    Dives es wäre wundervoll, wenn du mich zu Hause aufsuchen könntest, ich habe reichlich Platz zur Verfügung. Du musst also nicht befürchten, dass ich die Casa Iulia im zerstörten Zustand zu Gesicht bekomme, auch wenn es mir sowas von egal wäre. Ich möchte dich sehen, nicht irgendein Gebäude. Bei dem Gedanken an einem Treffen in einer Taverne, hast du mich zum Lachen gebracht, positiv. Doch solch einen Ort muss ich verneinen, dass ist nicht die Umgebung in den ich mich besonders wohlfühle. Und da du sowieso nach Rom ziehst, freu, können wir beide gemeinsam viel schönere Orte aufsuchen.


    Ach so, im August irgendwann, gedenke ich nach Mantua zu reisen, um Avianus zu besuchen, anschließend werde ich wohl nach Mogontiacum weiter reisen, um einen weiteren zu besuchen, doch dass steht bisher auf wackligen Füßen.


    Mögen alle deine Träume wahr werden.


    Vale bene!


    http://s14.directupload.net/images/130706/im8t6dr5.png




  • Um dem Chaos und einer eventuellen Verhaftung durch die Truppen des siegreichen Senators Palma zu entgehen, war ich im Sommer dieses Jahres in den Süden an den Golf von Neapolis geflohen.
    In Misenum bewarb ich mich als Faber Navalis und arbeitete dort einige Zeit lang auf der Werft, ohne das es irgendwelche besonderen Ereignisse gegeben hätte. Misenum war ein verschlafenes Nest und nach der Verlegung des Flottenoberkommandos nach Alexandria wurde es dort noch einsamer. Obwohl es keinen Mangel an Arbeit gab, plagte mich doch die Langeweile und so quittierte ich schon bald meinen Dienst und wanderte nordwärts zurück nach Ostia. Inzwischen war der Senator Palma zum Kaiser avanciert und so nach und nach kehrte wieder Ruhe und Ordnung ein im Reich.


    Nach einigen Tagesmärschen erreichte ich die Villa Rustica meines Vetters Dives. So stand ich vor dem Tor, gekleidet in eine blaue Tunika und einen ebensolchen Mantel. Das Haar nach traditioneller römischer Art frisiert, so wie es die Soldaten trugen. Ich hatte mich etwas verändert, war ein klein wenig älter geworden, aber was sind schon 19 Jahre? Das Leben lag doch noch vor mir und ich zerbrach mir schon andauernd den Kopf darüber, wie ich es wohl am sinnvollsten gestalten sollte.
    Mittlerweile war es Dezember geworden. Ein kalter Wind wehte aus Nordost. Ich hatte Glück gehabt. Bisher blieb die Westküste von Schneestürmen und ähnlichem verschont, so das man ungehindert Reisen konnte. "Salve!" "Ich bin Gaius Iulius Sabinus, Vetter des Marcus Iulius Dives!" Mit diesen Worten kündigte ich mich beim Torwächter an.

  • Der Ianitor, seit geraumer Zeit schon beinahe gelangweilt von seinem Job, war folglich fast schon froh, als es eines Tages recht unverhofft an der Porta klopfte. Wer könnte das sein? Der Lieferant aus Alexandria, der sich für seine Verspätung entschuldigen wollte und hoffte seine Ware dennoch hier absetzen zu können? (Natürlich wäre er noch immer sehr willkommen!) Oder vielleicht ein Lokalpolitiker, der hier einen Dank für den divitischen Einsatz die Lex Coloniae Ostiensis betreffend loswerden wollte? - Der Türöffner wusste es nicht und öffnete daher neugierig die Türe, schaute hinaus und erblickte ein trotz des kleinen Altersunterschiedes gut vertrautes Gesicht.


    "Salve Iulius, Herr! Tritt ein in die Villa deines Verwandten, Senator Iulius Centho.", grüßte der Sklave mit einem freudigen Lächeln auf den Lippen und machte eine einladende Geste ins Innere.
    "Dein Cousin Iulius Dives ist zur Zeit leider nicht hier. Er ist nach dem Ende seines zweiten Duumvirats wieder zurück nach Roma gezogen, wo er wohl zur Zeit als Vigintivir amtiert, wie man hört.", erklärte der Ianitor bereitwillig, da Sabinus sogleich die Rede auf Dives kommen ließ. "Aber du bist natürlich dennoch überaus willkommen hier, Herr! Wie wäre es mit einem wärmenden Würzwein?", erkundigte er sich darüber hinaus noch zuvorkommend.




    IANITOR - VILLA RUSTICA IULIANA OSTIENSIS

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  • HA! Das nannte ich doch mal eine günstige Gelegenheit! Eine ganze Villa nur für mich alleine und niemand da der hier auf das Personal aufpasste! "Hmmm...während der Abwesenheit von Senator Centho und meines Cousins übernehme ich hier die Haushaltsführung." "Sei bitte so gut und sage dem Aufseher das die Sklaven gleich ein passendes Zimmer für mich herrichten." Die Frage nach dem Würzwein beantwortete ich nur mit einem freundlichen Nicken. In der Tat hatte ich erstmal das Verlangen mich von der langen Reise zu erholen. In meiner Börse befanden sich 250 Sesterzen, Geld welches ich mir im Schweiße meines Angesichts auch redlich verdient hatte. Der Leiter der Arsenalswerft war sehr zufrieden mit meiner Arbeit gewesen und hätte mich am liebsten noch den ganzen Winter über in Misenum gehalten aber mein Verlangen nach der Heimat war stärker. Immerhin ließ sich während der Saison gutes Geld verdienen. Zehn Triremen und sechs Liburnen hatte ich geholfen zu reparieren, dazu noch drei Neubauten. Die Monate in Misenum steckten mir tief in den Knochen. "Wenn du mir den Würzwein gebracht hast schicke nach einem Masseur und einem Bader...und lass das Bad anheizen...ich brauche dringend etwas Entspannung!"

  • Der Ianitor nickte nun seinerseits stumm und ließ auf ein Handzeichen hin einen jungen Sklavenburschen, denn diese flinken Jungs waren einfach prädestiniert für derlei Aufgaben, die diversen Nachrichten verbreiten. So wurden dann zwei Kammersklavinnen beauftragt ein Zimmer herzurichten, der Administrator - der im Übrigen durchaus das Hauspersonal auch ohne Hilfe im Griff hatte und gewissenhaft überwachte - bekam Bescheid und nicht zuletzt wurde auch in der Küche der iulische Wunsch nach Würzwein an eine blutjunge Ibererin weitergegeben, die sich auch sogleich entsprechend kümmerte. Kurz darauf dann wurde auch das Bad begonnen anzuheizen, sowie entsprechendes Badepersonal per Ankündigung auf den Besucher vorbereitet.
    Unterdessen betätigte sich der Türöffner für den Moment als Türschließer, da die Kälte, die im Atrium mit wärmenden Kohlebecken bekämpft wurde, schließlich nicht auch noch durch die Haustür in die Villa gelassen werden musste. Anschließend blieb der Ianitor an seinem Platz an der Türe, während...


    ... im Atrium die Ibererin mit dem warmen und wärmenden Würzwein erschien. Dazu brachte sie eine kleine Schale mit etwas süßem Gebäck und reichte sowohl diese als auch den Becher Wein mit einem stummen Lächeln dar.
    Und im Anschluss daran, wirklich nicht sonderlich viel später, waren die ersten Schritte des Mannes zu hören, der hier in Abwesenheit der Iulier die diversen Abläufe auf dem Anwesen organisierte, koordinierte und gegenüber dem Senator für alles verantwortlich war:


    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/httpi662photobucketcomalbumsuu347Ka.jpg] | Faustus Mindius Serapio
    ADMINISTRATOR - VILLA RUSTICA IULIANA OSTIENSIS


    Kurz darauf stand er auch schon im Atrium.
    "Salve, Iulius. Ich hoffe, du kennst mich noch? - Faustus Mindius Serapio, der Anwesensverwalter des Senators.", stellte er sich sicherheitshalber nochmal vor. "Welch unerwartete Freude, dass du dieses Haus besuchst. Doch sag, womit verdanken wir dir diese Ehre?", erkundigte er sich und ließ seinen Gegenüber zwischen den Zeilen hier durchaus wissen, dass auch ihm - wie wohl den meisten Hausverwaltern - ein angekündigter Besuch lieber gewesen wäre, obgleich er andererseits natürlich nichts zu verbergen hatte... wenigstens nicht in Bezug auf seine Tätigkeit als Administrator des Hauses.

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  • Manius saß gelangweilt im Atrium der Villa sein Fuß klappte immer wieder gelangweilt auf den Boden. „Vater wann kann ich endlich gehen. Du hast gesagt, das ich darf wenn die Lage wieder sicher ist. Onkel Markus ist Tribun bei den Urbanii wie sicher soll es noch werden?“ Es war seit Monaten die selbe Leider. Manius hatte die Nase voll vom Landleben. Sicher das Landleben hatte was und als er und seine Schwester noch klein gewesen waren kam ihn die Stadt immer voll und stickig vor. Aber anders als seinen Vater und Schwester ödete ihn das Leben auf dem Land langsam an. Aviana hegt kein Interesse an der Stadt das Manius glaubte das sein Vater sie irgendwann irgend einem Landeques geben würde. Und Tiberius war noch so klein das er froh war wenn er nicht über seine Füße stolperte.

  • Lucius seufzte das ging jetzt schon seit Monaten so. Er saß auf einer Kline und hatte eine Schriftrolle über das Auswerten von Auspizien in den Händen und ließ sie genervt sinken. „Ich hatte gesagt wenn es sicher und du alt genug bist. Du bist doch noch grün hinter den Ohren. Außerdem habe ich gesagt du sollst deine Studien fortführen. Aber du sitzt nur auf einem Hintern und obendrein würfelst du und trinkst mit diesem Vettius rum.

    Oh ja ich weiß von deinen nächtlichen Ausflügen nach Ostia mit Servius Vettius Firminus und diesem Potitus Maelius Catus.“
    Den letzten Teil hatte er versucht mit so viel gespielter Entrüstung wie möglich rüber zu bringen. Genaugenomen fand er es nicht sonderlich schlimm denn er hatte es in seiner Jugend genauso in Alexandria getan. Aber sein Sohn war der Sohn eines Senators und musste und sollte sich nicht öffentliche so betrinken wie Lucius es schon gehört hatte.


    „Faustus jetzt sagt doch auch mal was.“ Wand Lucius sich Hilfe suchend an seinen Administrator.


    [Blockierte Grafik: http://i662.photobucket.com/albums/uu347/Kaysepunkt/httpi662photobucketcomalbumsuu347Ka.jpg] | Faustus Mindius Serapio
    ADMINISTRATOR - VILLA RUSTICA IULIANA OSTIENSIS


    Von Faustus hatte Lucius aber heute keine Hilfe zu erwarten.
    “Ich finde du übertreibst. Lass ihn doch gehen er ist kein Kind mehr. Rom würd ihm gut tun." Sage er gelassen und warf dem Jungen einen verschwörerischen Blick zu. Der Junge sollte ruhig mal ein bissen Erfahrung sammel. Dann konnte er immer noch nach Alexandria gehen.

  • Ja ja die Studienleier kannte Manius schon. Er verspürte aber wenig Lust nun da er endlich nicht mehr von seinem Hauslehrer gestrizt wurde, sich das Leben mit Studien zu versauen. Warum auch dafür war doch später nun wirklich noch genug Zeit. „Wenn ich mich recht entsinne hast du deine auch erst mit 20 begonnen. Dann hab ich ja noch 5 Jahre Zeit .“ Natürlich erinnerte er sich nicht daran den da war er noch nicht geboren geschweige denn seine Eltern verheiratet. Aber die Geschichten von seinem alten Herren hatte er ja schon oft genug gehört.
    Dann aber als sein Vater das Würfeln und trinken vorwarf war er mit einem Mal ganz still. Wie hatte Sein alter Herr davon erfahren? Er hatte nicht viel Geld verspielt nur Betrunken war er wirklich einige Male ziemlich gewesen. Woher aber wusste sein Vater das?
    Manius sah seine Felle wieder mal davon schwimmen. So ein Misst wie sollte er seinen Vater dazu bringen ihn gehen zu lassen wenn ihm immer solche Geschichten ein Bein stellten? Zugeben er hatte sich selbst dahinein manövriert aber ein bisschen Trinken und würfeln wer tat das nicht?


    Dann aber sprang ihm Faustus bei und Mainus Gesicht hellte sich auf während sein alter Herr bei der Rede von Faustus aussah als sei er in einen Bach gefallen.

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