Porta praetoria – Haupttor (Vor dem Betreten des Lagers bitte hier anmelden!)

  • Die Porta Praetoria hat ein jeder zu passieren, der das Castellum der Ala Secunda Numidia zu betreten wünscht. Dabei hat man sich bei der Wachmannschaft anzumelden und gegebenenfalls auf verdächtige Gegenstände untersuchen zu lassen. Über jeden, der das Tor passiert, wird präzise Liste geführt.


    Von den Equites der Ala Secunda Numidia wird darüber hinaus erwartet, dass sie sich beim Verlassen des Lagers ordnungsgemäß bei der Wachmannschaft abmelden.

  • Vom Stadtkern kommend bewegte sich der Heerwurm aus vollbeladenen Wägen und waffenstarrenden Reitern auf das Castellum zu. Am Tor wurden die Soldaten bereits von einer Abordnung erwartet.


    "Salvete, Milites", grüßte der Praefectus Alae die Männer, allen voran Decurio Tubero, der alles für die Ankunft der Einheit hatte vorbereiten lassen. "Wir wären dann so weit bereit, es uns hier gemütlich zu machen..."
    Grinsend sah er den alten Haudegen an. Die Kolonne hatte erneut angehalten und das würde auch noch einen Augenblick lang so bleiben, während der Quintilier mit Tubero plauderte.

  • "Ave Praefectus Quintilius!", erwiderte Decurio Tubero die Begrüßung und salutierte stramm. Er hatte ein Dutzend Wachleute am Tor aufstellen lassen, die ihren Kameraden einen vertrauten Anblick bieten sollten, während sie in die neue Umgebung einzogen.


    Das Grinsen des Quintiliers beantwortete Tubero mit einem ebenso breiten Grinsen seinerseits. "Na dann hereinspaziert", sagte er gut gelaunt und machte eine einladende Geste. "Ich begleite euch hinein." Und damit machte er auf dem Absatz kehrt und stapfte durch das Tor hinein ins Lager.


    Im Torbogen saß ein Soldat an einem Schreibpult und erwartete bereits sehnsüchtig die Offiziere der einzelnen Turmae. Schon in Confluentes war die Order ausgegeben worden, dass die Turmae der Reihe nach das Lager betreten würden, wobei jeder Decurio am Tor eine Baracke zugewiesen bekam. Diese Vorgehensweise sorgte zwar dafür, dass die Ala ziemlich langsam im Ziehharmonikaverfahren das Castellum bezog, aber so hatte Sermo es am praktischsten gefunden. Jede Turma wurde sogleich in ihre Unterkünfte geführt und die Männer hatten erstmal einige Stunden Zeit, sich einzugewöhnen. Den Wachdienst absolvierte in dieser Zeit die bereits vorausgeeilte Turma Secunda, die Decurio Tubero befehligte.


    http://www.imperium-romanum.in…c/ava_galerie/Soldat6.jpgAls letzte Turma vor dem Wagentross kam die Ausbildungsturma an die Reihe. Decurio Gaos wusste schon, was die Männer erwartete und nahm deshalb die Anweisungen des Schreiberlings entspannt entgegen. Dann verkündete er die Neuerung seinen Rekruten:


    "Tirones, die Ausbildungsturma als solche wird vom heutigen Tage an aufgelöst. Der Praefectus Alae hat entschieden, dass ihr jeweils in Gruppen zu dritt den anderen Turmae zugeordnet werdet. Die Ausbildung findet noch immer geschlossen statt, aber ihr sollt von Beginn an in eine feste Truppe integriert werden. Alles klar soweit?"
    Er sah kurz in die Runde und befand, dass die Jungs gewiss alles gerafft hatten. Also fing er an, die Rekruten in Grüppchen einzuteilen und ihnen ihre Turmae zu nennen...


    "...und Flavus Amisius, Turma IV. Da Decurio Tubero momentan beschäftigt ist, meldet ihr euch beim zuständigen Duplicarius. Abmarsch."


    Flavus Amisius und seine beiden Kameraden* wurde von den nachrückenden Tirones weitergeschoben und Decurio Gaos verkündete bereits die nächsten Zuteilungen.


    Sim-Off:

    *In Ermangelung anderer IDs sind das erstmal NSCs. Kannst dir einfach zwei Jungs ausdenken, da bist du frei.

  • Im Tross der Ala ein gutes Stück weiter hinten, spähte Tiro Flavus Amisius bereits früh neugierig nach vorn, um erste Eindrücke von ihrem neuen 'Heim' aufzusaugen. Zeit genug hatte er aufgrund des etwas langwierigeren Prozederes dabei, während die einzelnen Turmae sich bei den Schreibern meldeten. Stück für Stück rückten sie immer näher an die Porta Praetoria heran und sahen den erfahreneren Equites dabei zu, wie sie sich auf den Weg in ihre neuen Unterkünfte machen.


    Als die Tirones schließlich selbst an die Reihe kamen, gab es die große Überraschung für ihn: Sie wurden als separate Einheit aufgelöst und in die übrigen Turmae integriert. Zunächst befiel ihn Verwirrung und Irritation, wie der Mensch im Allgemeinen wohl häufig auf unerwartete Veränderung seiner Lebensumstände reagiert. Die gewohnten Kameraden würden teilweise ein Stück weit auseinandergerissen und man sah sich viel direkter mit dem harten Ernst des Soldatenlebens konfrontiert. Doch lange trauerte Flavus Amisius den alten Strukturen nicht nach. Sicherlich stand er den Equites hinsichtlich seiner Fähigkeiten und Erfahrung noch um einiges nach, jedoch reizte es den Jüngling auch sehr, endlich richtig dazu zu gehören und als ganzer Mann gefordert zu sein. Irgendwie fühlte es sich fast wie eine Beförderung an.


    Entsprechend gut gelaunt wandte er sich im Weiterreiten seinen beiden Kameraden, welche ebenso der Turma IV zugeordnet wurden. Vilmar und Swidger hatte es getroffen, zwei umgängliche Burschen mit denen gut auszukommen war - so lange man es sich nicht mutwillig mit ihnen verscherzte und keine Schwierigkeiten mit ihrem bisweilen rauhen Umgangston hatte. Der etwas ruhigere Flavus Amisius hatte zu ihnen bislang zwar keinen wirklich engen Kontakt aufgebaut, aber künftig würde sich das wohl ändern.
    "Junge, Junge... 'Turma IV', das klingt doch schonmal ganz anders als 'Ausbildungsturma!" triumphierte Swidger schon, als sie erst wenige Meter vom Tor fortgekommen waren.
    "Astrein, das kannste wohl laut sagen", stimmte Tiro Vilmar ihm zufrieden zu. "Endlich dürfen wir bei den 'Großen' mitspielen!"
    Flavus bedachte diese Worte mit einem Schmunzeln und nickte ebenfalls eifrig, während sie den beschriebenen Weg zu ihren neuen Unterkünften einschlugen. "...ist Eques Neco nicht auch bei der Turma IV? Ich erinnere mich an ihn, vom Waffentraining her..." verzieht er kurz das Gesicht. Beim Waffentraining aushelfende Equites zeigten sich in dem Kontext aus Sicht der zu trainierenden Tirones häufig nicht von ihrer besten Seite.


    So plauderten sie auf dem Weg in ihre Baracke bereits angeregt über sie sich auftuenden Perspektiven und näherten sich dabei zunehmend und nicht allzu sehr trödelnd ihrem Ziel.


    EDIT: Namen korrigiert.

  • Ein paar Tage nach seinem Gespräch mit Petronius und der Unterbringung seines Bruders bei Alpina stand Varus in vollem Centurioornamat am Haupttor des Castellum der Ala. Er hatte ja noch ein Versprechen einzulösen.


    Als die Wachen in Sprechreichweite waren sagte er:
    "Salve Milites. Ich bin Centurio Lucius Helvetius Corvinus von der Secunda! Ich müsste mit einem der Offiziere der Ala sprechen um einen eurer Männer ausfindig zu machen!"

  • Ein Eques


    Als die Wachmannschaft am Lagertor einen Centurio in voller Montur angestapft kommen sahen, nahmen sie zügig Haltung an. Vor einem Offizier wollte man sich keine Blöße geben, erst recht nicht vor einem von der Legion.


    "Salve Centurio Helvetius", erwiderte der Wortführer der Wachsoldaten die Begrüßung, nur um dann fragend drei zu schauen. "Äh...wen willst du denn ausfindig machen? Weißt du zu welcher Turma der Soldat gehört?"


    Wenn der Centurio Namen und Turma des Gesuchten nannte, wäre es für den Wachmann jedenfalls ein Leichtes, den entsprechenden Offizier zu nennen, der dem Helvetius weiterhelfen könnte.



  • "Nein die Turma ist mit nicht bekannt. Sein Name ist Atius Scarpus und ich glaube er müsste Decurio sein oder gewesen sein! Er besitzt ein Haus hier in Mogo."


    Da er ja weiterkommen wollte und es keinen Grund gab der dagegen sprach nannte Corvinus bereitwillig alle ihm bekannten Fakten.

  • Corvinus hob eine Augenbraue und sah die grübelnden Soldaten der Ala an.


    "Ihr müsst das Problem nicht selber lösen bringt mich nur zu einem Offizier oder lasst mich einfach passieren und ich such mir selber einen!"


    Das Praetorium des Castellums zu finden würde ja kein Hexenwerk sein.

  • Ein Eques


    "Atius Scarpus", wiederholte der Soldat und wechselte einen Blick mit seinen Kollegen. Sie zuckten mit den Schultern. Offenbar hatten sie zu dem Namen gerade kein passendes Gesicht vor Augen.


    "Decurio, sagst du? Na, dann müssten wir den Mann eigentlich kennen. Atius..." Der Eques kratzte sich grübelnd am Kopf, als der Centurio ihm zu verstehen gab, dass ein Verweis an einen Offizier ihn auch weiterbringen würde.


    "Ah, selbstverständlich. Also du kannst einfach mal in der Principia nachfragen. Im Officium des Praefectus Alae wird dir der zuständige Adjutant gewiss Auskunft erteilen können. Einfach gerade aus, kannst es nicht verfehlen."


    Er zeigte dem Centurio, wo es lang ging. Die anderen Equites nickten beipflichtend. Bevor der Centurio sich im Lager dumm und dämlich fragte, wäre es am einfachsten, in der zentralen Principia Auskunft über den Verbleib des Gesuchten einzuholen.


    Sim-Off:

    'Tschuldigung.


  • “Hallo ist da wer? Verflucht noch mal was für ein beschissener Laden. Jetzt habe ich mich endlich entschlossen hier an zu fangen und kein Mensch beachtet mich” Torkelnd und fluchend taumelte Marbod am Eingang zum Castelum hin und her. Schon über eine Woche war er täglich hier erschienen, mal nüchtern mal sturtzbetrunken. Jeden Tag hatte er aufs Neue mit sich gekämpft. Immer wieder hatte er einen Anlauf genommen um sich in der Ala anzumelden. Im Grunde war dies sein Traum von Jahren, seit damals als ein Trupp Römer durch ihr Dorf geritten war. Nur eines hatte ihn in den letzten Tagen davon abgehalten, den letzten entscheidenden Schritt zu machen. Die Angst davor gehorchen zu müssen. Gehorchen konnte Marbod seit frühester Kindheit nicht, dass hatte ihm auch die ganzen Probleme eingebracht. Doch seit gestern Abend gab es keinen Weg mehr daran vorbei zu kommen. Man hatte ihn entdeckt, nun musste er verschwinden und wo wäre er sicherer als hier.
    Marbod riss sich zusammen und versuchte es mit einer einigermaßen grade Haltung noch mal. “Marbod meldet sich zur Stelle, möchte eintreten, mitmachen oder so”. Fragend, leicht schwankend, schaute er seinen Gegenüber an. Na los, so sag schon dass ich rein kann, dachte er dabei.

  • Zitat

    Original von Marbod
    “Hallo ist da wer? Verflucht noch mal was für ein beschissener Laden. Jetzt habe ich mich endlich entschlossen hier an zu fangen und kein Mensch beachtet mich” Torkelnd und fluchend taumelte Marbod am Eingang zum Castelum hin und her.
    [...]
    Marbod riss sich zusammen und versuchte es mit einer einigermaßen grade Haltung noch mal. “Marbod meldet sich zur Stelle, möchte eintreten, mitmachen oder so”. Fragend, leicht schwankend, schaute er seinen Gegenüber an. Na los, so sag schon dass ich rein kann, dachte er dabei.


    http://www.imperium-romanum.in…va_galerie/Legionaer9.jpgAllerdings war da jemand. Die Torwache beobachtete nun schon seit Tagen diesen Trunkenbold, der regelmäßig vor dem Tor aufkreuzte, ein bisschen herumgrölte und dann endlich wieder verschwand. Langsam waren sie mit ihrer Geduld am Ende angelangt.


    "Na großartig, da ist er wieder", bemerkte einer der Equites am Tor deshalb genervt, als Marbod herangetorkelt kam und sogleich anfing das Castellum zu beleidigen.
    "Wer denn?", fragte sein Kamerad, entdeckte jedoch sogleich ebenfalls den altbekannten Säufer. "Och nee", stöhnte er und fuhr sich über die Augen. "Der schon wieder..."
    "Pass auf, jetzt kommt er her", bemerkte der Eques alarmiert und stupste seinen Kameraden hastig an. "Mal sehen, was er jetzt schon wieder vom Stapel lässt...", grinste er voller Vorfreude.


    "Ich hau' dem Kerl auf's Maul, wenn er sich daneben benimmt", grummelte ein dritter Soldat, der hinzugetreten war. Er stützte sich auf seinen Speer und beobachtete Marbod aufmerksam.


    Und dann meldete Marbod sich 'zur Stelle' um 'eintreten' und 'mitmachen' zu wollen. Die Milites sahen sich überrascht an. Einen Moment herrschte Schweigen. Dann begannen sie lauthals zu lachen.
    "HAHAHA, guter Scherz, Mann!" Der Eques schlug sich auf den Oberschenkel. "Komm, mach dich vom Acker! Du bist ja total besoffen. Trunkenbolde brauchen wir bei der Ala nicht, also verschwinde. Zack, Zack!" Er machte eine wedelnde Handbewegung, als wolle er eine Fliege verscheuchen.
    "Ja, Zack, Zack! Abflug, Vögelchen!", grunzte der nicht ganz so erheiterte dritte Eques.
    "Komm wieder, wenn du nüchtern bist, du Pfeife!"
    Zwei weitere Milites waren aus der Wachstube herausgetreten, um mit amüsiertem Grinsen aus der Entfernung das Geschehen zu betrachten.



  • Witjon kam beschwingten Schrittes auf das Tor des Auxiliarlagers zu. Entgegen dem Wetter, das knapp zweitausend Jahre später in den germanischen Provinzen herrschen würde, strahlte an diesem antiken Tag die Sonne und brannte volle Pulle auf die Köpfe der Bewohner Mogontiacums herab. Witjon war unter seinen dünnen Tunika schon warm. Er wollte gar nicht wissen, wie sehr die Equites der Ala unter ihren Rüstungen schwitzen mussten.


    "Salvete Equites", grüßte er die Soldaten am Tor. "Ich komme auf Einladung des Praefectus Alae Quintilius. Darf ich eintreten?"


    Lächelnd zückte er das Schreiben des Quintiliers und hielt es dem nächststehenden Soldaten vor die Nase.

    provgers-procuratorrationis.png duccia4.png

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Zitat

    Original Numerius Duccius Marsus
    "Salvete Equites", grüßte er die Soldaten am Tor. "Ich komme auf Einladung des Praefectus Alae Quintilius. Darf ich eintreten?"


    Lächelnd zückte er das Schreiben des Quintiliers und hielt es dem nächststehenden Soldaten vor die Nase.



    "Salve", erwiderte der Angesprochene den Gruß müde. Tatsächlich schwitzte er unter der Tunika und dem Polster, Subarmalium genannt, das er unter der Lorica Hamata, dem Kettenhemd, trug. Die Soldaten hielten sich deshalb immer fein im Schatten des Torhauses auf.


    Der Eques überflog das hingehaltene Schreiben und nickte. "Ist gut, du darfst passieren, Procurator Duccius. Zum Praetorium geht's einfach geradeaus." Er zeigte die Lagerstraße hinauf. "Ist nicht zu verfehlen."



  • Zitat

    "HAHAHA, guter Scherz, Mann!" Der Eques schlug sich auf den Oberschenkel. "Komm, mach dich vom Acker! Du bist ja total besoffen. Trunkenbolde brauchen wir bei der Ala nicht, also verschwinde. Zack, Zack!" Er machte eine wedelnde Handbewegung, als wolle er eine Fliege verscheuchen.
    "Ja, Zack, Zack! Abflug, Vögelchen!", grunzte der nicht ganz so erheiterte dritte Eques.
    "Komm wieder, wenn du nüchtern bist, du Pfeife!"
    Zwei weitere Milites waren aus der Wachstube herausgetreten, um mit amüsiertem Grinsen aus der Entfernung das Geschehen zu betrachten.



    Nein also das ging wirklich nicht er konnte nicht Noch eine Nacht draußen bleiben, sie würden ihn umbringen. Erst gar nicht zuhören und gleich weg ab damit. Was hatte der Typ gerade gesagt, Vögelchen zu ihm? Dann auch noch Zack Zack. Das konnte er überhaupt nicht vertragen wenn ihm einer so dämlich kam. Und dann wurde noch eins draufgesetzt mit Pfeife. Nicht mit mir, mit mir nicht. Marbod war mit einem Schlag fast nüchtern. Aufrecht stehend starrte er die die Torwache an. Wer hatte das gesagt, wer von denen? Egal ich pack sie alle und ebenso die Gaffer. Im Hintergrund. Wütend starrte er die Bande an, holte tief Luft und raste los. Rannte zwischen den Wachen durch, ins innere des Gelände. Jetzt sollten sie versuchen ihn hier raus zu bringen er wollte hier rein egal wie. Er musste rein und wollte bleiben

  • Zitat

    Original von Marbod
    [...] Marbod war mit einem Schlag fast nüchtern. Aufrecht stehend starrte er die die Torwache an. Wer hatte das gesagt, wer von denen? Egal ich pack sie alle und ebenso die Gaffer. Im Hintergrund. Wütend starrte er die Bande an, holte tief Luft und raste los. Rannte zwischen den Wachen durch, ins innere des Gelände. Jetzt sollten sie versuchen ihn hier raus zu bringen er wollte hier rein egal wie. Er musste rein und wollte bleiben


    http://www.imperium-romanum.in…va_galerie/Legionaer9.jpg
    "HEE!", rief Eques Nummer überrascht, als Marbod plötzlich losstürmte.


    "Öh?", machte Eques Nummer zwei, der in diesem Moment so ungünstig stand, dass er von Marbod ohne Widerstand zur Seite gerempelt werden konnte und ein paar Schritte nach hinten torkelte.


    Eques Nummer drei dagegen war aufmerksamer als seine Kameraden. Marbods schnelle Reaktion überrumpelte ihn nicht, denn die Versteifung und die plötzliche Wachsamkeit des Fremden waren für ihn Warnsignale genug gewesen, um eine stabile Haltung anzunehmen und sich auf alles gefasst zu machen.
    Kurzerhand ließ der Eques seinen Speer mit dem Schaft voran vorschnellen, so dass er zwischen Marbods Beine geraten musste. Marbod würde unweigerlich über das Hindernis stolpern. "So nicht, Bursche", knirschte der Soldat missgelaunt in der Erwartung, dass sein Manöver glückte.


    Die beiden hinzugetretenen Wachsoldaten waren angesichts der Reaktion des Ausgelachten nun auch aktiv geworden und kamen auf Marbod zugesprintet. Sollte Marbod stürzen, wären sie sogleich über ihm. Sollte Marbod es - wie auch immer - schaffen, nicht zu stürzen, wären sie jedenfalls in der Lage, ihn vor Durchquerung des Tores zu packen zu bekommen.



  • Zitat

    Original von Decurio ALA II
    "Ist gut, du darfst passieren, Procurator Duccius. Zum Praetorium geht's einfach geradeaus." Er zeigte die Lagerstraße hinauf. "Ist nicht zu verfehlen."


    "Danke", sagte Witjon einfach und nahm das Schreiben wieder an sich. "Schönen Tag noch", wünschte er und durchquerte dann das Tor, um seine Einladung entgegen zu gehen. Nächste Station war die Porta des Praetoriums.

    provgers-procuratorrationis.png duccia4.png

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Zitat

    Eques Nummer drei dagegen war aufmerksamer als seine Kameraden. Marbods schnelle Reaktion überrumpelte ihn nicht, denn die Versteifung und die plötzliche Wachsamkeit des Fremden waren für ihn Warnsignale genug gewesen, um eine stabile Haltung anzunehmen und sich auf alles gefasst zu machen.
    Kurzerhand ließ der Eques seinen Speer mit dem Schaft voran vorschnellen, so dass er zwischen Marbods Beine geraten musste. Marbod würde unweigerlich über das Hindernis stolpern. "So nicht, Bursche", knirschte der Soldat missgelaunt in der Erwartung, dass sein Manöver glückte.


    Die beiden hinzugetretenen Wachsoldaten waren angesichts der Reaktion des Ausgelachten nun auch aktiv geworden und kamen auf Marbod zugesprintet. Sollte Marbod stürzen, wären sie sogleich über ihm. Sollte Marbod es - wie auch immer - schaffen, nicht zu stürzen, wären sie jedenfalls in der Lage, ihn vor Durchquerung des Tores zu packen zu bekommen.



    Marbod wähnte sich schon im Gelände, doch unvermittelt tat sich etwas neues auf. Er sah es kommen doch ausweichen konnte er nicht mehr. Der Speer würde wie von dem Werfer gewollt zwischen seinen Beinen landen. Aufgeben jedoch kam für Marbod nicht in Frage. Er wusste alle rechneten damit, dass er hinfallen würde und selbstverständlich wäre ihr Plan sich auf ihn zu stürzen. Doch Marbod durch zahllose Kämpfe und im Flüchten geübt wusste sofort was zu tun war.
    In dem Augenblick wo der Speer den Boden berührte würde er zum Sprung ansetzen. Ja und dieser Sprung wäre dieses Mal wirklich ins innere des Geländes.
    Dies alles spielte sich in Bruchteilen von Sekunden ab und Marbod schaffte es wirklich über dem Speer, auf dem Boden aufsetzend und noch eine Flugrolle.
    Grinsend drehte er sich um. „So macht man das, ich sollte doch abfliegen oder? Und nun, wo geht es zur Anmeldung? Auf so einen wie mich habt ihr doch nur gewartet.“ Die Arme verschränkt stand er da und betrachtete grinsend seine Widersacher.

  • Zitat

    Original von Marbod
    In dem Augenblick wo der Speer den Boden berührte würde er zum Sprung ansetzen. Ja und dieser Sprung wäre dieses Mal wirklich ins innere des Geländes.
    Dies alles spielte sich in Bruchteilen von Sekunden ab und Marbod schaffte es wirklich über dem Speer, auf dem Boden aufsetzend und noch eine Flugrolle.
    Grinsend drehte er sich um. „So macht man das, ich sollte doch abfliegen oder? Und nun, wo geht es zur Anmeldung? Auf so einen wie mich habt ihr doch nur gewartet.“ Die Arme verschränkt stand er da und betrachtete grinsend seine Widersacher.


    http://www.imperium-romanum.in…sc/ava_galerie/Eques3.jpg "Zur Anmeldung geht's hier drüben lang", erklang in diesem Moment eine dunkle, kräftige Stimme in Marbods Rücken. Eine Hand legte sich schwer auf Marbods linke Schulter. Die Torwachen, die soeben dazu ansetzen wollten, den Eindringling in die Mangel zu nehmen, erstarrten in ihrer Bewegung.


    "Ich bin Decurio Galeo Ostorius Bestia", stellte der Mann sich vor. Aus seiner Stimme ließ sich weder Verärgerung noch Verwunderung heraushören. Vielmehr zeugten seine Worte von langjährig erworbener Autorität und Charakterfestigkeit. Er schien nicht zu fürchten, dass Marbod sich losreißen würde, denn er lockerte sogar seinen Griff um die Schulter des Fremden.


    "Und dein Name ist?", fragte er Marbod, während er nun direkt neben den jungen Mann trat. "Mann, du stinkst wie eine Schankstube", bemerkte der Decurio mit hochgezogenen Augenbrauen.


    Da meldete sich einer der Equites, genau genommen Eques Nummer eins: "Decurio, dieser Mann wollte..." "STILL!", unterbrach Decurio Galeo Ostorius Bestia den Soldaten. Er wandte sich wieder Marbod zu. "Also? Wer bist du?"

  • Obwohl Marbod eigentlich jederzeit mit einem Angriff von hinten hätte rechnen müssen, so hatte er seine ganze Aufmerksamkeit nach vorne gerichtet. So kam es das er unwillkürlich leicht zusammen zuckte, als hinter ihm eine Stimme erklang und sich fast gleichzeitig eine Hand auf seine Schulter legte.
    Er wäre bestimmt auch sofort in eine Angriffshaltung gegangen, wenn er da nicht gehört hätte,“ Zur Anmeldung geht's hier drüben lang“ Dazu noch mit einer Stimme so voller Autorität. Um sich zu beruhigen atmete er tief ein und wieder aus. Beim nächsten Satz grinste er schräg, um gleich zufrieden mit zu bekommen, wie einer seiner Widersacher zurecht gewiesen wurde. Er nickte, um zu verstehen zu geben, dass er antworten wollte, um sich dann langsam um zu drehen, damit er den, der mit ihm sprach, ansehen konnte. „Mein Name ist Marbod und heute habe ich mich endlich dazu durchgerungen, meinen lang gehegten Wunsch ín die Tat um zu setzen. Ich möchte in die Ala II Numidia ein treten.”

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