[Hortus] Ein Fest den Göttern würdig

  • Während ich mich noch an den Muscheln gelabt hatte – natürlich hatte ich auch das Garum dabei nicht vergessen – frönte ich noch ein wenig dem Wein und schaute mich dabei um. Muckel stand neben mir, bereit den Teller mit den nunmehr Schalen an die zuständigen, vorbeieilenden Sklave weiter zu reichen. Auch er trank immer wieder von dem Massiker, den ich ihm überlassen hatte und trotz seines dunklen Teints konnte man meinen, er hätte recht rosige Wangen bekommen. Der Blick gen Sonne zeigte mir auch, dass es inzwischen Zeit war, dass meine Geliebte eintraf, doch ließ diese noch auf sich warten. Ob es wohl an der Zeit war, sich Sorgen zu machen?
    Um dem ein wenig vorzubeugen, machte ich mich nach dem Mahl wieder auf den Weg, denn sicherlich gab es noch recht viele Eindrücke, welche aufgenommen und niedergeschrieben werden wollten. Muckel, inzwischen wieder ohne Weinbecher, folgte mir auf Schritt und tritt, als ich durch die Menschenmenge flanierte, mit lässig auf den Rücken gelegten Armen. Dabei nickte ich mal dem einen, mal dem anderen zu. Am Brunnen blieb ich wieder stehen, um ihn zu betrachten, dann machte ich mich auf und stieß unverhofft auf eine junge Dame (Iulia Stella), welche wohl soeben noch in ein Gespräch verwickelt schien. Doch eigentlich war es nicht ich, der auf sie traf, sondern mein Sklave, der mit einigen Notizen beschäftigt, einfach gegen die junge Frau gelaufen war und sie somit mit der Schulter touchiert hatte. Muckel schreckte auf, blickte ebenso entschuldigend wie betroffen drein, als ich es aber letzten Endes war, der das Wort ergriff. “Verzeih‘ meinem ungeschickten Sklaven!“, bat ich eilig. “Mitunter kann er ein arges Trampeltier sein!“ Muckel trat einen Schritt beiseite und verneigte sich leicht. Ich lächelte freundlich und auch ein wenig neugierig. “Mein Name ist Decimus Casca,“ erklärte ich, unwissend darüber, dass mich noch ein recht zartes Knoblaucharoma umwölkte, welches von den Muscheln stammte. “Es ist mir eine Freude!“ Ob es für die junge Frau auch eine Freude war, musste sich noch herausstellen.

  • Zitat

    Original von Cnaeus Decimus Casca
    Während ich mich noch an den Muscheln gelabt hatte – natürlich hatte ich auch das Garum dabei nicht vergessen – frönte ich noch ein wenig dem Wein und schaute mich dabei um. Muckel stand neben mir, bereit den Teller mit den nunmehr Schalen an die zuständigen, vorbeieilenden Sklave weiter zu reichen. Auch er trank immer wieder von dem Massiker, den ich ihm überlassen hatte und trotz seines dunklen Teints konnte man meinen, er hätte recht rosige Wangen bekommen. Der Blick gen Sonne zeigte mir auch, dass es inzwischen Zeit war, dass meine Geliebte eintraf, doch ließ diese noch auf sich warten. Ob es wohl an der Zeit war, sich Sorgen zu machen?
    Um dem ein wenig vorzubeugen, machte ich mich nach dem Mahl wieder auf den Weg, denn sicherlich gab es noch recht viele Eindrücke, welche aufgenommen und niedergeschrieben werden wollten. Muckel, inzwischen wieder ohne Weinbecher, folgte mir auf Schritt und tritt, als ich durch die Menschenmenge flanierte, mit lässig auf den Rücken gelegten Armen. Dabei nickte ich mal dem einen, mal dem anderen zu. Am Brunnen blieb ich wieder stehen, um ihn zu betrachten, dann machte ich mich auf und stieß unverhofft auf eine junge Dame (Iulia Stella), welche wohl soeben noch in ein Gespräch verwickelt schien. Doch eigentlich war es nicht ich, der auf sie traf, sondern mein Sklave, der mit einigen Notizen beschäftigt, einfach gegen die junge Frau gelaufen war und sie somit mit der Schulter touchiert hatte. Muckel schreckte auf, blickte ebenso entschuldigend wie betroffen drein, als ich es aber letzten Endes war, der das Wort ergriff. “Verzeih‘ meinem ungeschickten Sklaven!“, bat ich eilig. “Mitunter kann er ein arges Trampeltier sein!“ Muckel trat einen Schritt beiseite und verneigte sich leicht. Ich lächelte freundlich und auch ein wenig neugierig. “Mein Name ist Decimus Casca,“ erklärte ich, unwissend darüber, dass mich noch ein recht zartes Knoblaucharoma umwölkte, welches von den Muscheln stammte. “Es ist mir eine Freude!“ Ob es für die junge Frau auch eine Freude war, musste sich noch herausstellen.


    Ich war noch etwas in Gedanken und in meinen schönen Gefühlen versunken, nachdem Annaeus Florus erst gerade das Fest verlassen hatte, da wurde ich von der Seite leicht angerempelt. Bevor ich aber irgend etwas sagen konnte, entschuldigte sich bereits ein männlicher Gast für das schändliche Verhalten seines Sklaven.
    Der Gast wirkte ganz freundlich, doch umströmte ihn ein leichter Geruch von Knoblauch und da ich Knoblauch nicht besonders mochte, musste ich mich etwas zusammennehmen um mir dies nicht anmerken zu lassen.


    Guten Abend, Decimus Casca. Das Verhalten deines Sklaven sei dir und ihm in diesem Fall verziehen! Ich bin Iulia Stella eine Cousine des Gastgebers.
    Das iulische Verhalten was die genauen Verwandtschaftsverhältnisse anging hatte ich mir schnell angewöhnt, da es das Leben viel einfacher machte.

  • Sie war eine Cousine des Gastgebers? Ich lauschte auf. “Oh. Von Iulius Ceasoninus!?“, gab ich mir. “Ich war ganz angetan von seiner Einladung. Wir haben uns in der Societas Claudiana et Iuliana kennen gelernt und wir haben einige Pläne!“, erklärte ich dann. “Ein wundervolles Fest!“, entkam es mir dann lobend und ich deutete ein wenig herum. “Es wurden wirklich weder Kosten noch Mühen gescheut und der Wein und das Essen sind wirklich fantastisch.“ Ich lächelte wieder. “Besonders die Knoblauchmuscheln. Unsere Coqua macht sie mit weniger Knoblauch, weshalb ich hoffe, dass dieser nun nicht allzu sehr… nun… ins Gewicht fällt.“ In Wirklichkeit war bestimmt davon auszugehen, dass auch noch am morgigen Tag meine Umgebung ihre helle Freude an meiner reichlichen Speise hätte.

  • Zitat

    Original von Cnaeus Decimus Casca
    Sie war eine Cousine des Gastgebers? Ich lauschte auf. “Oh. Von Iulius Ceasoninus!?“, gab ich mir. “Ich war ganz angetan von seiner Einladung. Wir haben uns in der Societas Claudiana et Iuliana kennen gelernt und wir haben einige Pläne!“, erklärte ich dann. “Ein wundervolles Fest!“, entkam es mir dann lobend und ich deutete ein wenig herum. “Es wurden wirklich weder Kosten noch Mühen gescheut und der Wein und das Essen sind wirklich fantastisch.“ Ich lächelte wieder. “Besonders die Knoblauchmuscheln. Unsere Coqua macht sie mit weniger Knoblauch, weshalb ich hoffe, dass dieser nun nicht allzu sehr… nun… ins Gewicht fällt.“ In Wirklichkeit war bestimmt davon auszugehen, dass auch noch am morgigen Tag meine Umgebung ihre helle Freude an meiner reichlichen Speise hätte.


    Die fast schon schmeichlerischen Komplimente an Caesoninus und das Fest, sowie die Bemerkung über den Knoblauch, welche durchaus auf Humor hindeutete, entlockten mir ein leises Kichern.


    Ja, sowohl Caesoninus als auch unsere Coqua mögen Knoblauch wirklich sehr. Zumindest erweckt es diesen Anschein. Ich selbst kann damit nicht wirklich etwas anfangen.


    Noch immer war ein Teil meines Kopfes bei Annaeus Florus, doch dieser Mann hier schien auch nicht ganz uninteressant zu sein.


    In welchem Bereich des öffentlichen Lebens bist du denn tätig, Decimus Casca?

  • Ich nickte beflissen, als mir mein Gegenüber noch einmal bestätigte, dass die hiesige Coqua gerne mit Knoblauch hantierte, was gewiss keine Schande war. Viel eher würde ich mir wünschen, dass unsere Köchin auch einmal so reichlich nutzte. Dennoch konnte ich einer derartige Speise meiner Umgebung nicht ständig antun und auch Valentina würde es wohl nicht zu schätzen wissen. “Knoblauch ist für mich schon fast so etwas wie das fünfte Element!“, scherzte ich fröhlich. “Nur sollte man ihm im Dienst nicht allzu überreichlich genießen. Ich bin Aedituus im Minervatempel am Forum Nervae und möchte nicht Gefahr laufen, dass all die Opferwilligen flüchten.“ Ich grinste unter meinen Worten. “Außerdem bin ich der Stellvertreter des Magisters in unserer Societas Claudiana et Iuliana und ich kann nur hoffen, dass diese wieder genauso erfolgreich wird, wie mein Sägewerk in Mantua und meine Tonstrina hier in Rom, in der Nähe des Forums!“ Meine Stimme klang noch immer beschwingt, denn wenn es etwas gab, worüber ich gerne redete, so war ich das. Dennoch fiel mir nun ein etwas größerer Faut Pas auf. “Mein Name ist übrigens Decimus Casca!“

  • " Ich bin Römer. Hier geboren und aufgewachsen." Cerretanus nippte nun von dem Becher und blickte Phoebe über dessen Rand an.
    Der maskenhafte Ausdruck in ihrem Gesicht ließ den jungen Germanicer schon etwas stutzig werden aber er war sich keiner Schuld bewusst etwas fasches gesagt zu haben. Und getan hatte er ja schon gar nichts.


    " Mein Vater hat sich aus Rom zurück gezogen. Er ist nun auf unserem Gut und auch viel auf Reisen."
    " Meine Mutter ist bereits verstorben. Die Gründe dafür sind nicht wirklich bekannt. Sie hielt sich jedenfalls auch nicht in Rom auf und....und...." Cerretanus zog die Mundwinkel nach unten..." ich hatte auch nicht mehr die Gelegenheit...." Jetzt bedauerte er dass er dieses Thema begonnen hatte. Er nippte erneut vom dem Becher.


    " Ja...das wars dann wohl über mich. Vermute du wirst nun nicht sonderlich beeindruckt sein. Ich hege eher den Wunsch die Laufbahn meines Vaters einzuschlagen. Senatoren haben wir genug in der Familie."


    " Und seit wann lebst du nun in Rom? Misenum muss ja recht interessant sein. Eine Stadt am Meer und dazu noch einer der großen Stützpunkte für unsere Flotte. Das wäre ein kurzer Ausflug wert."

  • Zitat

    Original von Cnaeus Decimus Casca
    Ich nickte beflissen, als mir mein Gegenüber noch einmal bestätigte, dass die hiesige Coqua gerne mit Knoblauch hantierte, was gewiss keine Schande war. Viel eher würde ich mir wünschen, dass unsere Köchin auch einmal so reichlich nutzte. Dennoch konnte ich einer derartige Speise meiner Umgebung nicht ständig antun und auch Valentina würde es wohl nicht zu schätzen wissen. “Knoblauch ist für mich schon fast so etwas wie das fünfte Element!“, scherzte ich fröhlich. “Nur sollte man ihm im Dienst nicht allzu überreichlich genießen. Ich bin Aedituus im Minervatempel am Forum Nervae und möchte nicht Gefahr laufen, dass all die Opferwilligen flüchten.“ Ich grinste unter meinen Worten. “Außerdem bin ich der Stellvertreter des Magisters in unserer Societas Claudiana et Iuliana und ich kann nur hoffen, dass diese wieder genauso erfolgreich wird, wie mein Sägewerk in Mantua und meine Tonstrina hier in Rom, in der Nähe des Forums!“ Meine Stimme klang noch immer beschwingt, denn wenn es etwas gab, worüber ich gerne redete, so war ich das. Dennoch fiel mir nun ein etwas größerer Faut Pas auf. “Mein Name ist übrigens Decimus Casca!“


    Nun musste ich doch unerwartet lachen.
    Ja, das sagtest du bereits, als dein Sklave hier mich beinahe überrannte. Scheinbar hat der Knoblauch bereits dein Erinnerungsvermögen in eine duftende Wolke verpackt.
    Mein Lachen zeigte deutlich, dass diese Worte nicht böse gemeint waren und seine Ehre in keiner Weise angriffen.


    Die anderen Ausführungen, welchen Dienst er in welchem Tempel verrichtete, hatte ich zwar zuvor erfragt, aber das ging nun im Lachen unter.

  • [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/nepomukavatarr9jvs.gif| Nepomuk


    Ich stutze kurz, als die Worte der Dame mich erreichten und diese nun zu lachen begann. In der Tat hatte ich wohl vollkommen vergessen, dass ich mich bereits vorgestellt hatte. Dann lachte auch ich fröhlich. “Viel weniger der Knoblauch als vielmehr der wunderbare Wein ist es, der wohl mein Gedächtnis umwölkt!“, erklärte ich auch weiterhin sehr heiter. “Dein Cousin und überhaupt die Iulier haben einen wunderbaren Weinkeller. Ich hatte bereits das Vergnügen mit einem schönen Massiker und einem wundervollen Falerner.“ Ich grinste fröhlich vor mich hin. “Und du kannst froh sein, dass es nur Nepomuk war, der dich auf deinem Weg touchierte. Ich besitze noch einen Sklaven, der groß ist wie ein Berg und ebenso schwer. Man könnte meinen, ein Gladiator sei an ihm verlorgen gegangen, doch hat er das Gemüt eines Holzfällers und einen ebensolchen Verstand.“ Ich blickte zu Muckel hinüber, der nun ein wenig schuldbewusst dreinschaute. “Verzeih‘ mein Ungeschick!“, wagte er dann aber in Stellas Richtung zu sagen und er deutete eine kleine Verbeugung an. “Caesoninus erwähnte gar nicht, dass er eine so wunderbare Cousine hat!“, sagte ich schwungvoll. “Das hat er glatt unterschlagen.“ Charme quoll aus meinen Worten hervor, die aber durchaus ernst gesprochen waren.

  • Zitat

    Original von Cnaeus Decimus Casca
    [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/nepomukavatarr9jvs.gif| Nepomuk


    Ich stutze kurz, als die Worte der Dame mich erreichten und diese nun zu lachen begann. In der Tat hatte ich wohl vollkommen vergessen, dass ich mich bereits vorgestellt hatte. Dann lachte auch ich fröhlich. “Viel weniger der Knoblauch als vielmehr der wunderbare Wein ist es, der wohl mein Gedächtnis umwölkt!“, erklärte ich auch weiterhin sehr heiter. “Dein Cousin und überhaupt die Iulier haben einen wunderbaren Weinkeller. Ich hatte bereits das Vergnügen mit einem schönen Massiker und einem wundervollen Falerner.“ Ich grinste fröhlich vor mich hin. “Und du kannst froh sein, dass es nur Nepomuk war, der dich auf deinem Weg touchierte. Ich besitze noch einen Sklaven, der groß ist wie ein Berg und ebenso schwer. Man könnte meinen, ein Gladiator sei an ihm verlorgen gegangen, doch hat er das Gemüt eines Holzfällers und einen ebensolchen Verstand.“ Ich blickte zu Muckel hinüber, der nun ein wenig schuldbewusst dreinschaute. “Verzeih‘ mein Ungeschick!“, wagte er dann aber in Stellas Richtung zu sagen und er deutete eine kleine Verbeugung an. “Caesoninus erwähnte gar nicht, dass er eine so wunderbare Cousine hat!“, sagte ich schwungvoll. “Das hat er glatt unterschlagen.“ Charme quoll aus meinen Worten hervor, die aber durchaus ernst gesprochen waren.


    Den Sklaven ignorierte ich gekonnt und lachte mit dem Decimer zusammen.


    Ja, in der Tat, der Wein bei uns hat eine gute Qualität, darauf achtet der Hausherr peinlich genau. Allerdings werde ich ihn niemals so geniessen wie er serviert wird. Für eine Dame muss da mindestens noch ein weiterer Teil Wasser dazu, sonst besteht die Gefahr, dass man sich an so einem Fest blamiert.


    Der Charme des Decimers war fast schon zu viel für mich. Ganz anders als der Annaeer machte er keinen Hehl daraus, dass er sich für Frauen interessierte. Der Annaeer war zurückhaltend aber aufmerksam, der Decimer äusserst direkt, zumindest kam er mir so hinüber.


    Sei vorsichtig mit deinem Urteil über die Frauen der Iulii. Wir haben viele Seiten, auch schattige und stachlige. Da nutzen dann auch Sklaven mit Muskelbergen nichts, denn bekanntlich wachsen Dornenbüsche mit schönen Blüten auch auf Bergen.


  • Cerretanus erzählte ihr ein wenig etwas über seine Familie. Iulia hörte aufmerksam zu. Der Vater entweder zurückgezogen, oder auf Reisen und die Mutter bereits tot...das waren nicht gerade die besten Familienangelegenheiten die man haben konnte. Andererseits war Cerretanus ja schon erwachsen, da war das wieder eine andere Sache, als wenn von Kindern die Rede gewesen wäre. Die brauchten ja durchaus möglichst beide Elternteile für eine gesunde Entwicklung. Doch obwohl ihr Gegenüber bereits erwachsen war, schien ihn seine Verlassenheit immer noch ziemlich zu bedrücken. Würde sie ihn kennen, Iulia hätte, begleitend zu ihren folgenden Worten, ihre Hand zum Trost auf die seine gelegt. So jedoch beließ sie sie in ihrem Schoß gefaltet und sprach nur ein höfliches: „Mein Beileid“, aus. Eigentlich sollte sich ein Römer nicht eine solche Blöße in der Öffentlichkeit leisten, doch sah Iulia in diesem Fall darüber hinweg. Sie war zu gutherzig dafür, trotz all ihren Dornenkönigin-Gebahrens in letzter Zeit. Gerade in diesem Moment wurde sie ein wenig mutlos. Sollte sie überhaupt nie den richtigen kennenlernen? Oder noch schlimmer, eines unschönen Tages als alte Jungfer sterben?


    Süß und ehrenvoll ist‘s in die Fußstapfen seiner Väter zu treten“ wandelte Iulia prompt gekonnt ein bekanntes Zitat um, bzw. lieh sich deren Anfang, als Antwort auf Cerretanus‘ Antwort, er wolle seinem Vater nachfolgen. „Es sollten schon bald zwei Jahre sein, die ich in Rom zubringe. Und ja es stimmt, Misenum ist wirklich herrlich. Manchmal gibt es Zeiten, da vermisse ich es ungemein.

  • Dass die Dame nun die Worte meines Sklaven ignorierte, fiel mir überhaupt nicht auf, denn in meinem Überschwang hatte ich nun einmal selbst zu reden begonnen. Überhaupt tat ich nichts lieber, als über meine Leidenschaften zu reden. Gerade Wein kam mir da sehr recht, doch wäre es bestimmt auch interessant die weibliche Einstellungen über Pferdefigurinen und Münzen zu hören. Frauen waren dabei allerdings zumeist sehr zurückhaltend, weshalb ich mich entschloss, diese Themen dann doch zu umgehen, zumal die Iulia nun meinte, dass der Hausherr sehr auf die Qualität des Weines achtete. “Ein guter Wein ist doch wie eine Visitenkarte des Hauses,“ stellte daraufhin fest. “Ist der Wein schlecht, so kommen manche Gäste niemals wieder!“ Besonders dann, wenn der Wein überlagert oder gekippt war. Das war scheußlich und eine richtige Verschwendung von edlen Trauben. Als Stella meinte, eine Dame könne sich beim Weingenuss blamieren, nickte ich beflissen. Davon konnte ich nämlich mehrere Liedchen singen und doch war mir das Vergnügen noch nicht vergangen. “Du hast recht und ich denke, auch ich sollte das auf diesem Fest fortan tun. Es gefällt mir viel zu sehr, als dass ich hier trunken einherschreiten möchte. Mit zu viel des alkoholischen Geistes in den Adern ist auch alles recht schlecht zu genießen.“ Meine Worte waren von Bescheidenheit durchdrungen, auch wenn ich nur zu genau wusste, dass ein Zuviel von Wassers in meinem Getränk nicht passte.


    Dann allerdings sagte Stella etwas Interessantes über die Frauen der Iunii und ich musste leise lachen. Ein Lachen, dass schließlich in ein Lächeln mündete. “Das ist doch gerade das Besondere an Frauen!“, gab ich bekannt. “Egal welcher Gens sie entstammen, sind mir jene lieb, welche es den Rosen gleichtun. Jene, welche über die meisten Stacheln verfügen und auch die dunklen Tage überlegen, tragen zumeist die allerschönsten Blüten!“ Ich seufzte schwer und dachte an Valentina. Wo blieb sie nur? “Doch ich bedanke mich für die Warnung!“, stellte ich dann noch immer lächelnd in den Raum, ehe ich etwas wage in den Garten deutete. “Vielleicht können wir ein paar Schritte gehen und du erzählst mir etwas über den Garten?“, wollte ich dann Stella animieren. Muckel deutete mir an, dass er Stylus und Tabula bereits wieder parat hatte, doch ich deutete ihm mit einem leichten Kopfschütteln an, dass es noch etwas zu früh war. Immerhin hatte Stella meine kleine Einladung ja noch gar nicht angenommen.

  • Zitat

    Original von Cnaeus Decimus Casca
    Dass die Dame nun die Worte meines Sklaven ignorierte, fiel mir überhaupt nicht auf, denn in meinem Überschwang hatte ich nun einmal selbst zu reden begonnen. Überhaupt tat ich nichts lieber, als über meine Leidenschaften zu reden. Gerade Wein kam mir da sehr recht, doch wäre es bestimmt auch interessant die weibliche Einstellungen über Pferdefigurinen und Münzen zu hören. Frauen waren dabei allerdings zumeist sehr zurückhaltend, weshalb ich mich entschloss, diese Themen dann doch zu umgehen, zumal die Iulia nun meinte, dass der Hausherr sehr auf die Qualität des Weines achtete. “Ein guter Wein ist doch wie eine Visitenkarte des Hauses,“ stellte daraufhin fest. “Ist der Wein schlecht, so kommen manche Gäste niemals wieder!“ Besonders dann, wenn der Wein überlagert oder gekippt war. Das war scheußlich und eine richtige Verschwendung von edlen Trauben. Als Stella meinte, eine Dame könne sich beim Weingenuss blamieren, nickte ich beflissen. Davon konnte ich nämlich mehrere Liedchen singen und doch war mir das Vergnügen noch nicht vergangen. “Du hast recht und ich denke, auch ich sollte das auf diesem Fest fortan tun. Es gefällt mir viel zu sehr, als dass ich hier trunken einherschreiten möchte. Mit zu viel des alkoholischen Geistes in den Adern ist auch alles recht schlecht zu genießen.“ Meine Worte waren von Bescheidenheit durchdrungen, auch wenn ich nur zu genau wusste, dass ein Zuviel von Wassers in meinem Getränk nicht passte.


    Dann allerdings sagte Stella etwas Interessantes über die Frauen der Iunii und ich musste leise lachen. Ein Lachen, dass schließlich in ein Lächeln mündete. “Das ist doch gerade das Besondere an Frauen!“, gab ich bekannt. “Egal welcher Gens sie entstammen, sind mir jene lieb, welche es den Rosen gleichtun. Jene, welche über die meisten Stacheln verfügen und auch die dunklen Tage überlegen, tragen zumeist die allerschönsten Blüten!“ Ich seufzte schwer und dachte an Valentina. Wo blieb sie nur? “Doch ich bedanke mich für die Warnung!“, stellte ich dann noch immer lächelnd in den Raum, ehe ich etwas wage in den Garten deutete. “Vielleicht können wir ein paar Schritte gehen und du erzählst mir etwas über den Garten?“, wollte ich dann Stella animieren. Muckel deutete mir an, dass er Stylus und Tabula bereits wieder parat hatte, doch ich deutete ihm mit einem leichten Kopfschütteln an, dass es noch etwas zu früh war. Immerhin hatte Stella meine kleine Einladung ja noch gar nicht angenommen.


    Warum ich plötzlich von charmanten Männern beinahe schon umgeben war, konnte ich mir nicht erklären. Seit einiger Zeit schon lebte ich nun in Rom und hatte mich zuerst wirklich schwer getan mit den Feiern und Festen und Verpflichtungen. Nur ungern dachte ich an meine erste Feier zurück, wo ich dem Kaiser …. nein, daran wollte ich nie mehr denken! Nun aber war Decimus Casca bereits der zweite angenehme Mann, mit dem ich mich an diesem Abend unterhalten durfte. Obwohl ich mich zu ihm überhaupt nicht hingezogen fühlte, ganz anders als bei Annaeus Florus, war es doch angenehm ihm zuzuhören. Seine Stimme hatte eine ruhige Tonlage und trotz des üppigen Knoblauchgeruches, oder vielleicht gerade deswegen, wurde er überhaupt nicht zudringlich.


    Ich würde gerne mit dir einige Schritte gehen. Das Herumstehen wirkt mit der Zeit doch etwas ermüdend.


    Über den Garten konnte ich dem Gast aber beim besten Willen nicht viel sagen. Er war schon so angelegt gewesen als ich hergekommen war und ich hatte mich nie gross dafür interessiert. Das Haus war mir da wesentlich wichtiger. Doch den Göttern zum Dank hatte er das Thema "Frauen" auch aufgenommen und da interessierte mich nun schon, ob es für ihn denn schon eine bestimmte Frau gab.


    Da du also so gerne die starken Frauen magst, so wirst du mir sicherlich verzeihen, wenn ich dich frage ob du schon eine solche Rose gefunden hast? Meist macht man ja schon mit den Dornen Bekanntschaft, wenn man bloss die Blüten anschaut.

  • Es freute mich sehr, dass die Iulia bereit war, mit mir ein wenig durch den Garten zu wandeln, denn in der Tat war das schiere Herumstehen nach einer Weile nicht nur anstrengend, sondern auch langweilig. Als sie schließlich zustimmte, deutete ich in eine Richtung setzte mich in Bewegung. Schlendernd, was wohl eine Gangart war, die nicht nur meinem Knie, sondern auch der Konversation zuträglich war. Ich lächelte der Iulia entgegen. Sie war wirklich reizend und überaus ansprechend, doch im Vergleich zu meiner Valentina wirkte sie für mich ein wenig blass. Nicht blass im Sinne von farb- oder gar reizlos, sondern im Vergleich zu Valentinas großartiger Wirkung auf mich. Noch einmal konnte ich nicht anders, als mich nach meiner Geliebten umsehen, nicht jedoch ohne mir gewisse Sorgen zu machen. Doch Ulcus war zuverlässig und kaum einer, der bei Verstand war, würde es auf offener Straße wagen ihn anzugreifen. Ihn oder meine Geliebte. Auf diese sprach mich Stella dann auch sogleich an. Ob ich schon so eine Rose gefunden hatte?


    Augenblicklich erstrahlte ein verzücktes Lächeln in meinem Gesicht. “Oh ja, Fortuna war so gnädig und hat mir eine solche Rose geschenkt!“, erklärte ich unsagbar glücklich und ebenso unumwunden. “Und ich kann sagen, dass ich die Dornen nur dann verspüre, wenn sie nicht in meiner Nähe ist!“ Ich seufzte verliebt, bis ich mich daran erinnerte, der jungen Iulia nun vorkommen zu müssen wie ein hoffnungsloser Schwärmer. “Wir werden heiraten!“, fügte ich dennoch an und lächelte ein wenig verlegen. “Doch es ist wohl nicht angebracht, einer schönen Frau von einer anderen vorzuschwärmen.“ Dabei war sie es gewesen, die mich darauf angesprochen hatte, doch wollte ich der herrschenden Etikette auch keine Abfuhr erweisen, indem ich nicht darauf hinwies, dass auch Stella ein durchaus ansprechendes Wesen war. “Und was ist mit dir?“, wollte ich dann wissen. “Gibt es auch da schon einen glücklichen Gärtner?“ Meine Hände legte ich auf den Rücken und betrachtete dabei einen üppigen blauen Hortensienbusch.

  • Als Decimus Casca von seiner zukünftigen Frau sprach, erschien ein helles Scheinen auf seinem Gesicht. Es war ihm deutlich anzusehen, dass er über beide Ohren verliebt war, ganz anders als bei meinem Annaeus Florus, der ganz still und leise wurde, wenn das Thema Liebe angesprochen wurde, ausser er war mit mir zusammen und konnte nicht überhört werden.


    Das freut mich ausserordentlich, dass du jemanden gefunden hast. antwortete ich nicht nur als gute Gastgeberin sondern auch ehrlich erfreut. Es ist in der Tat ein Geschenk der Götter, wenn man jemanden hat, den man nicht bloss aus familiären Interessen heiraten kann, sondern auch noch ehrlich liebt.


    Dann überlegte ich, wie ich seine Frage beantworten sollte. Offiziell gab es für mich ja noch niemanden. Annaeus hatte noch keine offizielle Anfrage an die Gens Iulia gestellt, vermutlich wusste er gar nicht an wen, denn das wusste ja nicht einmal ich selbst. Daher antwortete ich leicht verschlüsselt: Ja, es gäbe da schon jemanden, aber wir sind noch nicht so weit.

  • Ich nickte beflisstlich, als Iulia Stella meinte, sich für mich zu freuen. Dabei klangen ihre Worte auch recht ehrlich, was mich ein wenig unverhohlen den Hortensienbusch anlächeln ließ. Es war wirklich ein Geschenk der Götter, wenn man jemanden gefunden hatte, an den man bereits morgens denken konnte, sobald man nach einem Besuch in Morpheus Reich die Augen aufschlug und wieder an dieser Welt teilnahm. Zudem versüßte es alles. Wein und Speisen und auch mein geliebter Ovid hatte durch den Gedanken an Valentina noch mehr Würze als noch vor einigen Jahren. Ich war ehrlich verliebt und hatte mir bisher auch noch keine Gedanken um die familiären Interessen gemacht. Seit Faustus schon so lange auf einer unbekannten Mission war und Scipio verstorben gab es in meiner unmittelbaren Umgebung niemanden mehr, der mir irgendwelche Vorschriften machen konnte. Selbst mein Onkel war mir ein wenig fern geworden und mitunter fühlte ich mich in der Casa recht allein. Allein bei dem Gedanken daran hätte ich beinahe schwer geseufzt, doch ersparte ich es der reizenden Iulia einen Hauch von Kümmernis an mir zu erblicken.


    Stattdessen lauschte ich ihren Worten, welche kundtaten, dass auch sie bereits in zart gewobenen Banden steckte. Ich lächelte ihr entgegen. “Sofern die erste Spur schon vorhanden ist, wird bald ein breiter Weg daraus werden!“, äußerte ich mich ein wenig kryptisch. “Ich meine, die Liebe ist ein feines Band, welches gestärkt und genährt werden will.“ Sofern die Dame denn den Mann überhaupt liebte. Doch etwas war an ihr, was diesen Gedanken bestätigte. Ich wollte nicht nachfragen, wer denn der Glückliche war, denn das wäre wohl wenig angemessen gewesen. Immerhin wollte ich Stella ja weder neugierig erscheinen noch brüskieren. “Ich meine… manchmal gehen gewisse Dinge schneller als man denkt,“ sagte ich deshalb ein wenig ausweichend. “Und Gelegenheiten müssen ergriffen werden, wenn man es noch mehr beschleunigen möchte. Mein geliebter Ovid sagte einst, aus einem schlaffen Bogen fliegt kein Pfeil… weshalb ich es für sicherer hielt, immer, nun ja, gespannt zu sein.“ Ich grinste ein wenig Stella entgegen. Natürlich in der Hoffnung mit meiner Bemerkung nun nicht zu weit gegangen zu sein und ebensowenig als eine Art Aushilfsamor dazustehen, der gute Ratschläge erteilen wollte.

  • Nachdem ich mich am heutigen Tage schon mehrfach gefragt hatte, wo denn meine alte Scheu hingekommen war, da ich mich verschiedentlich dabei ertappte, gänzlich un-Stellische Dinge zu tun und von mir aus Schritte zu machen, was ich sonst eigentlich nie tat, so war sie nun wieder mit einem Schlag zurück. Vermutlich lief ich gerade so rot an, dass selbst das schönste und frischeste Blut nicht röter sein könnte.


    Ich stotterte und stammelte: Nun ja ... ich ... weiss ... nein ... Ovid ...


    Reiss dich zusammen Stella, du gibst gerade keine gute Figur ab! Schrie ich mich selbst an, als ich mich gerade dabei erwischte, dass meine rechte Hand sich in Richtung meines Mundes bewegte um an den Fingernägeln zu knabbern. Eine Unart, die mir immer wieder passierte, wenn ich mich wirklich nicht wohl fühlte.

  • Es hätte heut einfach alles perfekt sein sollen. So gerne wäre Valentina zusammen mit Casca auf diesem Fest erschienen. Schließlich war es ihr erster gemeinsamer Auftritt. Und doch war sie jetzt zu spät. Viel zu spät.
    Sie hatte noch bis spät in die Nacht an ihrem Gewand genäht. Sie hatte sich so darüber gefreut als Casca ihr den Stoff hatte überbringen lassen. Genau in den Farben die ihr so sehr gefielen. Es waren die Farben ihrer Rosen, die sie in ihrem Garten so sehr liebte. Es hatte Tage gedauert, bis sie sich entscheiden konnte in welche Form sie den Stoff bringen sollte.
    Und dann wollte sie sich nur kurz in eben diesem Garten ausruhen. Und als der schweigsame Diener sie dann endlich wieder geweckt hatte war der Tag schon vorangeschritten. So weit vorangeschritten, dass sie es nicht mehr rechtzeitig geschafft hatte sich herzurichten und die beiden Diener, die Casca ihr geschickt hatte eine ziemlich lange Zeit hatten auf Valentina warten müssen, bis sie endlich aufbrechen konnten.
    Der hünenhafte Diener, den sie Dank eines Freundes der Familie seit einer Weile ihr Eigen nennen konnte, leistete gute Dienste, als er ihnen drei die Straßen freiräumte. Irgendwann wollte Quix sich dann ihnen vorbeistehlen um zur Feier voraus zu laufen, doch Valentina hielt ihn zurück. Sie war ohnehin schon zu spät, da wollte sie Casca nicht auch noch aus irgendwelchen wichtigen Gesprächen reißen, in die er sicherlich vertieft war. Sonderlich wohl war Quix dabei nicht, doch Valentina versicherte ihm, ein gutes Wort für ihn einzulegen.
    Und so kam sie nun, umringt von der kleinen Gruppe Männer endlich auf den Feierlichkeiten an und folgte Cascas Dienern, nachdem sie eingelassen wurden zu den restlichen Gästen. Jetzt konnte Valentina Quix nicht mehr zurückhalten und er erfüllte noch den kläglichen Rest seines Auftrages um Casca die Ankunft von Valentina mitzuteilen. Diese stand währenddessen etwas abseits und sah sich sichtlich nervös um. Seit ihrer eigenen Verlobung war sie nicht mehr auf so einem großen Fest gewesen.

  • [Blockierte Grafik: https://abload.de/img/quixvfjao.jpg| Quix


    Tatsächlich schien ich die junge Iulia ein wenig verunsichert zu haben, denn es kamen nur flüchtig hervorgestammelte Worte aus ihr hervor und es wirkte mit einem Schlag, als wäre sie ein wenig brüskiert. Ihre Hand fuhr zu ihrem Mund, als wollte sie sich an den Fingernägeln knabbern. Eine Unart, welcher auch in meiner Jungend verfallen war und welche stets auftrat, wenn ich mir in gewissen Dingen unsicher geworden war. Ob dieses Umstandes lächelte ich nun ein wenig scheel und hob nun meinerseits die Hände. “Ich habe dich nicht… also verunsichern wollen…,“ beeilte ich mich zu sagen, auch wenn es nun schon fast ein wenig zu spät erschien. Vielleicht hatte ich die Liebe im Allgemeinen ein wenig zu sehr gepriesen und mich mit meinen Aussagen einen oder zwei Schritte zu weit vorgewagt? “Ich wollte dich nicht in Verlegenheit bringen, also verzeih‘ bitte meine Worte!“, ließ ich dann noch schnell folgen, als mich ein anderer Umstand ablenkte. Genau genommen war es kein Umstand, sondern mein Sklave Quix, der etwas hastig auf mich zu eilte. Dies konnte nur eines bedeuten: Valentina war auf dem Weg zu mir!


    “Wo ist sie?“, rief ich ihm entgegen, doch der Sklave sprach erst, als er schon beinahe vor mir stand. Er wirkte gehetzt und deutete nun schräg hinter sich. “Sie ist dort drüben, Dominus! Ich wollte schon vorauseilen, doch die Herrin hat gewollt, dass ich...“ Mit einer Handgeste würgte ich die weiteren Worte des Mannes ab und hob meinen Kopf, um in die angedeutete Richtung zu spähen. Tatsächlich. Dort stand sie! In den Traum eines Gewandes gehüllt, welches ihre Anmut nur unterstreichen konnte. Meine Rose! Mein Herz tat einen recht kräftigen Schlag und ich lächelte unter diesem Schlag über das ganze Gesicht. “Dort ist sie!“, stellte ich die soeben getätigte Feststellung in den Raum, um diese sowohl für mich als auch für Iulia Stella zu verbalisieren. Das machte es doch gleich ein ganzes Stück realer. Ich hob meine Hand ein weiteres Mal, um meiner Geliebten zu zu winken, ja, sie gar heranzulocken! “Eil‘ dich Quix und bringe sie zu mir!“, befahl ich schleunigst, denn die Etikette verlangte wohl, dass ich Stella nun nicht einfach stehen ließ. Der Sklave machte auf dem Absatz kehrt und lief zu Valentina zurück, um dieser meinen Wunsch mitzuteilen.

  • Flora lächelteIch lese gerade Herakles,aber das kennst du bestimmt?
    Oh du bist fertig mit Aristoteles,er war ein großer Denker,leider tue ich mir dabei schwer ihn zu lesen
    Sie legte ihre Hand über seine ,,Oh ja du hast mich bisher nie im Stich gelassen,danke dafür" meinte sie aufrichtig.



    Eine leichte Rote überzog ihre Wangen als sie löste
    ,,Verzeih,es freut mich so unsagbar,jetzt stehen Roms Tore dir offen"


    ,,Das wäre ein Erlebniss,was soll ich denn dafür tun mein liebet Caesonius" grinste sie.Als er sie scherzhaft toppte.

  • Seit ihrer eigenen Verlobung war Valentina nicht mehr auf so einen prunkvollen Fest gewesen. Sie war von der Pracht und der Fülle, in welcher der Hortus geschmückt worden war, schlichtweg überwältigt und sie wusste gar nicht wohin sie zuerst sehen wollte. Nun war sie froh, dass sie sich so viel Zeit genommen hatte um sich herzurichten bevor sie das Haus verließ. Sie wollte unter all diesen Gästen nicht unschön auffallen. Von dem Fußmarsch hierher hatte sie einen trockenen Mund bekommen doch das war verflogen als sie sah wie Casca auf sie aufmerksam wurde. Er war ins Gespräch mit einer anderen Frau vertieft gewesen als Quix zu ihm eilte. Nun hatte sie nur noch Augen für ihren Liebsten und als Quix wieder zu ihr kam, ging Valentina ihm bereits ein paar Schritte entgegen. Er überbrachte den Wunsch und sie folgte dem Jungen. "Du musst nichts Befürchten, ich rede mit ihm." Flüsterte sie dem jungen Mann zu, bevor sie Casca und die Frau erreichten. Auch wenn sie nicht glaubte, dass Quix Konsequenzen drohten, wollte Valentina dennoch alles richtig stellen. Sicherlich kein Benehmen wie man es von einer angesehenen Bürgerin erwartete, doch die Quintilia konnte nicht anders.
    Bei Casca und der Frau angekommen sah sie natürlich zuerst ihren Verlobten mit einem Lächeln an, doch dann zwang sie die Höflichkeit ihre Aufmerksamkeit auch der Dame zu zuwenden.

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