Doku zum Alltag in Roms Kaiserzeit

  • https://www.zdf.de/dokumentati…tag-im-alten-rom-102.html


    Ein Vigil in Rom wird begleitet - obwohl ich im RL mal Geschichte studiert hab und jetzt ja schon länger hier aktiv bin und gerne recherchiere hab ich Neues gelernt und Inspirationen für das IR rausgezogen :)


    Hab ich am Wochenende entdeckt und fand es ganz nett... und vielleicht auch ein Hinweis zu der Debatte, ob CUler politisch aktiv werden können (hier sagt der Vigil als Sachverständiger vor Gericht zugunsten seines Patrons aus)...

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    Klient - Herius Claudius Menecrates

    DECURIO - MOGONTIACUM

    MUNICEPS - MOGONTIACUM

  • Werner Dahlheim als Wissenschaftlicher Berater, dann können wir davon ausgehen, dass das alles soweit passt. Und offenbar auch weiterhin ohne den Einfluss von Guido Knopp, das ZDF hat ja auch lange genug gebraucht, um auf den zu verzichten...

    Und als Bonus: Klaus-Dieter Klebsch als Sprecher (steht am Ende, hört man aber auch), der Synchronsprecher von Alec Baldwin, Ian McShane und Josh Brolin (Thanos) :D


    Und mit Stefan Pfeiffer hab ich auch schon getrunken... man, diese Doku ist voller bekannter Namen und Gesichter.

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    KLIENT - HERIUS CLAUDIUS MENECRATES

    TIRO FORI - HERIUS CLAUDIUS MENECRATES

    SODALIS - FACTIO ALBATA



  • Magst du da vielleicht konkreter werden, was korrekt wäre? :) Das finde ich immer ganz wichtig, damit man sich keinen Unfug einprägt, wenn es verhindert werden kann.


    Ich werde mir die Doku bei Gelegenheit mal reinziehen, weil ich die Vigiles schon immer mag, aber wie bei den CU ist es nicht ganz einfach, Informationen in einem für das Rollenspiel verwertbaren Detailgrad aufzutreiben.


    Danke, Crispus!

  • Oh ja, der Beitrag ist super, da widerspreche ich überhaupt nicht.


    Zum Bild und der Ausrüstung:

    - Die Tunika sieht eher nach Bettler aus, als nach organisierter Einheit. Hier darf man durchaus eine bessere Textilqualität erwarten.

    - Das Lederwams darüber ist mit Nieten verziert, welche keinen Sinn haben. Das hätte man damals einfach nicht gemacht. Arbeit ohne Sinn dahinter entsprach nicht dem römischen Denken.

    - Ausserdem schützt es einen grossen Teil des Körpers gar nicht, hat also insgesamt keinen Sinn.

    - Die Löwenkopffibel habe ich nirgends ähnlich gefunden bis weit ins 5. Jahrhundert n.Chr. hinein. Für 1. Jahrhundert ist sie meiner Meinung nach viel zu gross.

    - Ein Tuch über die rechte Schulter, welches keinen Sinn hat ausser dass es im Einsatz vielleicht Feuer fangen könnte, das ist weder ein Mantel, noch ein Ausrüstungsgegenstand der Vigiles.

    - Der Bart kam erst etwas später in Mode. So kurz nach dem Tode des Vespasian waren rasierte Gesichter noch in Mode. Erst mit Hadrian, also zu Beginn des 2. Jahrhunderts n.Chr. kommen Bärte in den Funden von Statuen und Büsten plötzlich vor.


    Sehr gut hingegen sind:

    - Das Halstuch

    - Die Armschützer, welche auch bei anderen Einheiten, insbesondere Bogenschützen, ganz ähnlich überliefert sind.

    - Die Keramiken im Hintergrund und der Becher in der Hand.

    - Die Frisur und das Casting der Person

  • Es gibt keinerlei Statuen, Malereien oder Funde, welche in römischer Zeit auf Nietenbeschläge als reine Zierde hinweisen.


    Vermutlich soll das Wams eher ein ledernes Unterkleid unter einer Lorica simulieren. Solche wurden auch von Zivilisten auf die Jagd getragen, da sie die Falten einer Tunika etwas in Schach hielten und somit verhinderten, dass man sich im Unterholz verheddert.

    Bei einem Vigil kann ich mir gut vorstellen, dass dies auch als ein wenig Brandschutz diente, da glattes und gut gepflegtes Leder weniger schnell brennt als Stoff.

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