Ein weiteres Fest zu Jul und den Saturnalien in der Villa Duccia

  • ...

    Octavena bedachte ihren Cousin mit einem ruhigen Blick und hob ganz leicht die Brauen. Sie hatte nichts gegen den erwähnten Matinius, aber der war sicher nicht die Art Kontakt, von der sie gehofft hatte, dass Varus sie heute Abend knüpfen würde - jedenfalls, solange er sich nicht am Ende doch noch umentschied und doch über eine militärische Karriere nachdachte. "Fast wie zu Hause ist gut", meinte sie aber trotzdem entspannt und lächelte. Der Abend heute war immer noch zum Feiern da und alle Gelegenheiten hin oder her, sie würde Varus heute auch nicht drängen. Wenigstens noch nicht oder zu sehr. "Aber ich empfehle dir, die Gelegenheit zu nutzen, um ein wenig die Runden zu drehen. Man weiß nie, wozu das mal gut ist." Das war ja im Grunde auch der Hauptgrund, warum Octvena ihrerseits heute schon viel Zeit darauf verwandt hatte, alle möglichen Leute zu begrüßen und ein paar Höflichkeitsfloskeln auszutauschen. Man blieb schließlich nicht in der Erinnerung anderer, wenn man Kontakte nicht pflegte. Das hatte sie ja schließlich selbst in dem Jahr nach dem Tod ihres Mannes sehr deutlich am eigenen Leib bemerkt, als sie sich merklich zurückgezogen hatte, weil ihr alles zu viel geworden war.

  • Ich sah wie meine Cousine ihre Brauen hob,..sagte ihr “ja“

    Ich erwiderte ihr “ja ich werde eine Runde drehen, sehen wir mal wer alles hier ist, aber die zwei jungen Damen werde ich auslassen“ sagte ich lächelnd

    “Die hat der Decurio schon in Beschlag genommen“ und sehe mich um wer alles da ist

  • "Und da du noch hier bist, bedeutet das... Was für mich? Oder über mich?"

    "Dass du für mich interessant genug bist, dass ich meine Zeit mit dir verbringen möchte." Dass Süßholzraspeln eher nicht zur Stärke des Decurio gehörte, wurde spätestens bie diesem trockenen Kompliment offenkundig. Jedoch: Er meinte es aufrichtig. Sein Interesse zu wecken, war schon etwas Besonderes. Er gehörte nicht zu den Männern, die wahllos jeder Frau nachstierten, da er gedanklich meist bei der Ala war.


    "Wein ist eine gute Idee." Er sah sich nach einem Sklaven um, um diesen zu ihnen heranzuwinken. "Süß oder herb?" Ihm selbst war beides Recht, so lange die Mischung nicht zu wässrig schmeckte oder gar sauer. Er bedauerte er, dass sie das warme Tuch um den Körper trug, doch er wusste, was sich in Gegenwart einer römischen Dame gehörte. Wahrscheinlich würde er heute Nacht zur Abwechslung einmal gute Träume haben. Seine Kiefermuskulatur arbeitete. Noch immer wusste er nicht, ob sie verlobt war. Der verpackten Frage war Iunia Matidia leichtfüßig wie eine Tänzerin ausgewichen.


    "Gefällt es dir in Mogontiacum? Auch wenn es ein bisschen kalt ist?" Die Antwort würde viel über das Wesen von Iunia Matidia verraten, ohne dass er allzu deutlich danach fragte.

  • Ehrlichkeit war viel wert, und so zauberte es ihr tatsächlich ein Lächeln auf die Lippen. Dass er das so direkt sagte, war tatsächlich interessant, denn es viele Männer hielten sich da doch eher zurück. Sei es, weil sie sich nicht angreifbar machen wollten oder weil sie sich davor fürchteten, dass die Frau ablehnend reagierte. Wer wollte schon gerne einen Korb bekommen? Seine Worte von eben, dass man bei ihm wisse, woran man sei, waren offensichtlich keine leeren, und allein das gebot ein wenig Anerkennung.

    "Ich verstehe. Dann darf ich mich geehrt fühlen?" Sie neckte ihn nur ein wenig, es gab keinen Grund, ihn jetzt wirklich zu verärgern. "Ich danke dir auf jeden Fall, dass du mir hier die Zeit vertreibst." Und das meinte sie ehrlich. Die junge Duccierin neben ihr war da zwar auch noch, aber je mehr Leute sie hier traf, desto besser!


    "Gerne Süßen.", entschied sie und ihr erhobener Becher hatte bereits jemanden angelockt, der Getränke bringen würde. Mit dem Tuch und etwas Wein konnte man sich nun endlich über andere Dinge unterhalten, die sie zuvor nicht beantwortet hatte. "Die Stadt ist ganz nett. Natürlich ist es nicht Roma, aber ich hatte... weniger erwartet." Sie rückte ein kleines bisschen näher an ihn heran. "Natürlich ist es auch kalt, aber die Barbaren machen mir mehr Angst.", flüsterte sie ihm zu, sodass Camelia es nicht unbedingt hörte.

    "Wir wurden kurz vor der Stadt überfallen, von Colonia kommend. Ich vermute, es waren Germanen." Was ihren Respekt erklärte.

  • Ildrun hatte die Szene zwischen Matidia und Sabaco zuerst mit einer gewissen Neugier und dann Langeweile beobachtet. Es war recht offensichtlich, dass er gerade versuchte, die hübsche Iunia zu beeindrucken, was Ildrun wiederum in die Situation brachte, dass sie herzlich wenig Lust hatte, sich in das Gespräch einzumischen, es aber gleichzeitig unpassend gewesen wäre, jetzt einfach zu gehen. Allem Anschein nach kannten die beiden sich bis gerade eben nicht und irgendwie fühlte es sich nicht richtig an, die andere mit einem Fremden allein zu lassen. Bei der Sache mit dem Tuch musste Ildrun dann zwar doch ziemlich deutlich grinsen, weil das bedeutete, dass der Matinius in seinem Beeindruckungsversuch nun doch Bekanntschaft mit dem Kontrollzwang von Petronia Octavena gemacht hatte, aber schon im nächsten Moment verschwand dieses Grinsen und sie konnte rollte stattdessen mit den Augen. Sie wusste, wie dieses Gespräch weitergehen würde, auch wenn sie nicht ganz genau verstand, was es war, das Matidia dem Matinius zuraunte. Aber zumindest das Wort "Barbaren" konnte Ildrun heraushören und damit war sie nicht nur gelangweilt, sondern genervt. Bis eben hatte sie die Iunia ja noch ganz nett gefunden, aber wenn sie jetzt irgendwelche Schreckgespenster und Ängste vor den Germanen breittreten musste, nur weil ein Decurio vor ihr stand, der sie aus für Ildrun unklaren Gründen beeindruckte, dann war auch Ildruns Interesse komplett weg.

    "Entschuldigt mich, ich glaube, da drüben ist ein Vetter von mir", verkündete sie also einfach und log damit nicht einmal, auch wenn das auf diesem Fest nichts Besonderes war, schließlich war ein Haufen von ihren Verwandten hier. Sie sah noch einmal zu Matidia hinüber. "Es war schön, dich kennenzulernen, Iunia." Sie wandte sich schon halb zum Gehen, grinste dann aber doch noch und sah ein letztes Mal über die Schulter. "Ich hoffe, du genießt unser Julfest noch." Sehr zufrieden mit dieser letzten Bemerkung grinste Ildrun weiter, inzwischen mehr zu sich selbst, und schritt damit auch schon davon ohne noch eine weitere Antwort abzuwarten.

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