Eine Insula nahe der Porta Raudusculana

  • Sicherheitshalber hatte Drusilla eine Wohnung auf der anderen Seite der Stadt angemietet, auf dem Aventin nahe der Porta Raudusculana. Die Villa der Aurelli war ja auf dem Quirinal, also schön weit weg. Das war aber hier kein Problem, denn Drusilla würde abends nicht zurück in die Villa kommen und sich dumme Fragen anhören. Sie würde behaupten, bei einer sittsamen Freundin zu übernachten. Normalerweise waren die Wohnungen ganz unten die beliebtesten und die teuersten, weil man da nichts hochtragen musste. Aber eine Sache hatte sie von Salonia gelernt. Man konnte eine Orgie nach der anderen feiern, aber Diskretion war die Devise. Gut, eine Orgie plante sie jetzt nicht, nur eine kleine Feier junger Leute, bei der man die Frauen nicht schief ansah, wenn sie mal Wein tranken und etwas Hanf inhalierten. So war hier alles im dritten Stock vorbereitet worden und auch ein paar Musiker einbestellt worden. Und nicht irgendwelche Musiker, nein zwei der berühmten Abubaie und eine Gaditanerin die dafür bekannt waren, so laszive mit den Hüfen kreisen konnten, dass sie alle in den Wahnsinn trieben, hatte sie für den Abend bekommen. Aber natürlich nicht nur die. Es sollte ja nicht ausarten, oder zumindest nur ein bisschen. Auch zwei andere Musiker hatte sie durch einen Mittelsmann bekommen. In der kleinen Wohnung war nur ein Raum hergerichtet worden. Außerdem gab es noch zwei Nebenräume, also Schlafzimmer, die aber winzig waren. Aber eines davon hatte sich Drusilla heute schon für ihr Nachtlager auserkoren. Das andere war für die harten Trinker, die es nicht mehr nach Hause schaffen würden, und im Moment machten es sich da noch die Musiker bequem. In dem Hauptraum, der vielleicht zwei pertica lang und breit war, standen Klinen um einen kleinen Tisch, die aber keine feste Liegeordnung haben würden. Und hier würden auch mal die Damen auf einer Kline liegen dürfen ohne dass sie dafür strafende Blicke ernteten. Denn normalerweise taten das nur Frauen, die auch ihr Gewerbe im liegen oder sagen wir auf dem Rücken liegend ausübten. Anständige Frauen hatten zu sitzen, weswegen es meist Korbstühle oder ähnlich Sitzmöbel gab. Hier aber war es nur für eine kleine Gesellschaft gerichtet, ganz zwanglos. In einer Ecke standen Mischkrüge mit Wein und Wasser. Das Mischungsverhältnis würde wie gewöhnlich Trinkkönig angeben. Sie hatte sich überlegt, sich das selbst vorzubehalten, aber es war nun mal üblich, dass man es auswürfelte. Man konnte Glück haben oder eben nicht.

  • Drusilla war es dieses Mal, die geladen hatte, und nicht Salonia und Aviana hatte ihren Zwillingsbruder mitbringen sollen und den kleinen Caius der das erste Mal auf so einem (Umtrunk) war. Lieber wäre ihr gewesen, sie hätte nur Cauis mitgebracht, der war wenigstens anständig. So aber waren sie mit einem Fackelträger und einem Tragestuhl, auf dem sie saß, hier ans andere Ende der Welt gekommen, denn diese Insula war ziemlich weit weg von der iulischen Villa. Dadurch, dass Manius und Cauis dabei waren, hatte es zuhause auch keine Rückfragen gegeben, als sie es ihrem Vater offenbart hatten, dass sie heute nach der Cena noch zu einer keinen Commissiato geladen waren. Ihr Vater war nicht der Meinung, dass sie einen Aufpasser brauchte, sondern dass sie vielmehr auf ihren Bruder aufpassen sollte.

    Die Sklaven waren unten in der Straße geblieben und einer schaute immer nach dem Rechten, aber so dass sie nicht alle vor der Tür der Insula lümmelten.

    Dann kamen sie in dem kleinen Raum an, der nicht wirklich eine üppige Größe hatte, aber wenigstens gab es Klinen und einen kleinen Tisch. Sie begrüßte Drusilla mit einem Kuss auf die Wange ihren Bruder und Caius musste sie ja nicht vorstellen. Da nicht viel Platz zum Stehen war, begab sie sich willkürlich auf eine der Klinen.

  • Caius war mit seinen Verwandten nach der Cena durch die halbe Stadt gelaufen? Warum ? Ja, warum? Die Aurelii wohnten nur einen Berg weiter und sie liefen zum anderen Ende der Stadt. Aber gut, was hätte er seiner wunderschönen Verwandten schon abschlagen können. Noch dazu als ihm Aviana mitteilte, dass sie dieses andere wunderbare Geschöpf besuchen wollten. Ihren Namen hatte er nicht mehr im Kopf, nur dass sie eine Freundin von Aviana war und dass er neulich beim Training wegen ihr ganz schön ins Schlingern gekommen war. Nun aber standen die beiden Damen da wie junge Nymphen. Caius hatte den Namen vergessen und das war ihm peinlich. Er stand da wie bestellt und nicht abgeholt. Was sollt er jetzt sagen. Ah Ja ! Genau sie hatte ja auch noch einen Nachnamen. Es war eh viel höflicher, Damen beim Familiennamen zu nennen. „Salve Aurelia.“ Platze es aus ihm heraus – aber auch das kam ihm nicht viel besser vor als sein betretenes Schweigen von vor 10 Sekunden.

  • Manius, der für diese Art Event vermutlich die meiste Erfahrung mitbrachte, war ehrlich gesagt einigermaßen überrascht, als Avaina ihn mitnehmen wollte. Aber so ein kleiner Absacker, das war schon etwas, und wenn es zu langweilig wurde, konnte er Caius ja noch mal in eine Taverna schleppen. Ob diese Commissiato hier der große Wurf wurde, das würde man sehen. Das er seinen Wein nicht bezahlen musste, war schon mal ein großer Pluspunkt. Aber natürlich auch das Drusilla hier war die je nicht grade hässlich war. Dass Salonia mittlerweile an diese steinalten Consula verheiratet worden war, war ein schwerer Schlag für die Partyscene der jungen Leute in Rom gewesen. Und Drusilla würde diese Lücke niemals ausfüllen können, dafür ähnelte sie seiner Schwester in einigen Dingen zu sehr. „Salve Drusilla.“ Verwendete er die deutlich vertrautere Anrede der Aurelie gegenüber. Er kannte sie ja schon von diversen Gelegenheiten. Und auch er nahm sich die Freiheit heraus, sie zur Begrüßung zu herzen, indem er sie auf die Wange küsste. Er zog Caius mit auf eine der Klinen und war gespannt, wer heute noch so eintrudeln würde. Hoffentlich noch ein paar Damen. Worauf er keine Lust hatte, war eine Würstchenparade. Doch selbst wenn dann blieb ja noch der Wein.

  • Der gute Secundus hatte sich in einer Säfte zwei kräftigen Mohren durch die halbe Stadt tragen lassen, die Isula der Aurelia Drusila war sein Ziel.

    Dort angekommen verliess er die Sänfte unf gab den Mohren die Order zu warten, er begab sich in das Gemäuer.

    Er sah zwei junge Dame und einer Mann. Sturstracks schritt er auf die Damen zu und stellte sich mit Handkuss vor. Zwar war das nicht gerade die übliche Vorstellung , jedoch war es Secundus gerade in den Kopf geschossen, woher er es kannte und der Gedanke kam, konnte er selbst nicht so recht einordnen.

    "Salve, ehrenwerte Damen , Nero Aemilius Secundus, es erfreut mich ein Mitglied des Hauses Aureli und Mitglieder des Hauses Iuli kennen zu lernen."

    Erst dann veugte er sein Hauptknapp vor dem Iulier.

    "Auch Dir gilt mein Gruss Caius Ilulius Spurinus."

    War er gegebüber de Damen noch der Galante , so wurde er gegenüber dem Iulier wieder der Spröde. Immerhin, ein Lichtblick, er lächelte wenigstens.

    " Für alle die mich nicht kennen und ich schätze das sind wohl alle, ich bin Vingintivir, zuständig für das Münzwesen."

    Denn letzten Satz sagte Secundus mehr aus Verlegenheit denn aus Geltung.

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  • Drusilla war schon so aufgeregt als dann endlich die ersten Freunde kamen. Dann hatte es sich doch wenigstens der Aufwand gelohnt, diese Wohnung für eine Woche anzumieten.
    Mit Aviana hatte sie sich erst vor ein paar Tagen einen hässlichen Ausrutscher geleistet. Die Begrüßungen liefen wie erwartet. Dass Caius etwas formaler war, das war nicht verwunderlich, denn sie kannten sich nur oberflächlich. Das aber Manius sie ebenso wie seine Schwester auf die Wange küsste, war ihr fast etwas unangenehm. So persönlich waren sie nun auch wieder nicht. Gut, dass er sie beim Vornamen nannte, das hatte sich so eingeschlichen. Aber diese Vertrautheit das war ihr ein bisschen peinlich. Unbewusst griff sie sich an die Wange, die er geküsst hatte.


    Ah der Aemilius war auch schon da. Sehr gut. Es füllte sich doch langsam. Der war zwar schon etwas älter als der Rest der Tischgesellschaft, aber jetzt auch kein Klotz. Immer noch im richtigen Alter für diese kleine Gesellschaft. Der Aemilius küsste ihre Hand! Oh .. 8o Drusilla, die hier nicht die Prüde geben wollte, war aber doch etwas irritiert. Fing sich aber wieder, auch wenn das hier schon sehr persönlich war. Wer konnte schon sagen, aus welcher Ecke der Welt er das mitgebracht hatte. Salonia hatte iher den Aemilius (wer auch sonst) vorgestellt und sie hatten sich schon ein paar Mal gesehen, aber nicht in so einer kleinen intimen Runde.

    "Salve Aemilius Secundus." Blieb sie erst mal bei der formalen Anrede. Man würde sicher gleich zu einem ungezwungeneren Umgang kommen. Nacheinander wies sie auf die Anderen. "Das sind Iulia Aviana und ihr Zwillingsbruder Iulius Avianus. Ihr Vater ist der Senator Iulius Centho." Das war der erste Streich. Dann wies sie auf den etwas unsicher wirkenden Caius. "Und das ist Iulius Spurinus der Sohn des Präfekten Iulius Antoninus." Sie Fand diesen Wortwitz mit dem Cognomen Spurinus nicht sonderlich angebracht jetzt wo sein Vater Präfekt war. Mochte ja sein, dass die einfach Soldaten ihre Söhne so nannten, aber der Sohn eines Präfekten? Denn Spurinus bedeutete einfach nur Verstreute oder so etwas wie aus dem Lager. Aber scheinbar störte man sich bei den Iulii nicht daran, weil sie so eine lange Militärtradition hatten. Später, wenn sich alle bekannt gemacht hatten, würde man vermutlich die Nomengentile weglassen und sich nur noch mit dem Cognomen anreden. Und bei den Frauen war es eh einfach, da würde vermutlich spätestens um Mitternacht das Praenomen angeboten. Obwohl sie konnte ja den Anfang machen und etwas persönlicher mit dem Aemilius werden, vielleicht zog Aviana dann nach? "Aemilius du kannst mich, wenn es dir gefällt, Drusilla nennen." Bot sie ihm also erst mal das (später würde man sagen: das DU an.)

  • Lächelt freundlich, auch woher er den Handkuss kannte war ihm wieder eingefallen.

    "Nennt mich einfach Secundus das tun alle in der Familie und so zusagen sinf wir ja unter uns. ergo können wir und alle duzen.

    Der Kuss auf Hand stammt übrigens aus Vindobonas . "

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  • Kurz nach ihnen traf auch noch ein weiterer Gast ein, ein Aemilius, den sie noch nicht kannte. Und sie kannte ja bis jetzt nur den Saufgefährten von Manius Titus den Sohn eines Auguren. Vielleicht war dieser Mann ja mit ihm verwandt? Ach, du meine Güte, war der Mann groß. Instinktive fand Aviana das sehr anziehende. Doch als er ihre Hand ergriff und diese küsste, war auch Aviana erst mal erschrocken und instinktiv zog sie sie zurück.


    Drusilla stellte sie erst mal richtig vor. Das war ja schon mal ein Anfang. Drusilla schien die Vertrautheit mit dem Aemilius ausweiten zu wollen. Aber wenn der Mann nicht Empfehlung einer Freundin hätte, dann hätte Drusilla ihn sicher nicht eingeladen. Nun aber war sie etwas in Zugzwang, denn wie stand sie denn da, wenn sie nicht die selbe Vertrautheit herstellte wie Drusilla? „Auch mich kannst du Aviana nennen wenn du magst.“ Zug sie nach, um nicht am Ende dumm da zustehen.

  • Manius sah, dass die Damen hier von der Größe des neu hinzugestoßenen beeindruckt waren, und ja, wer war wirklich sehr groß. Das machte schon Eindruck auf die Frauen, das stimmt, aber er tröstet sich damit, dass er einfach die dickeren Oberarme und die breitere Brust hatte. Und sicher konnte er mehr trinken als die meisten Anwesenden. Das lag einfach daran, dass er mehr in der Übung war. Aber da sie nun durch Drusilla in die Vertraulichkeit wechselten, wollte er auch nicht nachstehen. „Nun wenn wir dabei sind, kann auch ich in die Vertraulichkeit einwilligen und du kannst mich Avianus nennen.“ Über diese Handkusgeschichte machte er sich keine Gedanken. Klar war das in Rom nicht üblich, aber wer konnte schon sagen, wo das üblich war. Was die Beiden sich auch wieder wegen soaws ins Höschen machen mussten. Aber diese Einstellung lag vermutlich auch daran, dass er sich eben Abends meist in Spilunken herumtrieb, wo das keinen Interessierte.


    Sim-Off:

    Alles schon verlinkt. Da habe ich ja nichts mehr zu tun. Es wäre schon lustig, wenn Nero mit meinem NSC Titus verwand wäre. Das gibt dann doch mehr Tiefe im Spiel

  • Cauis war von dieser ganzen Situation etwas überfahren. Seine Verwandte und die Aurelia schienen schwer beeindruckt von dem großen Mann zu sein. Verdammt war der groß, Manius und er waren nun wirklich keine Knilche, auch wenn Manius natürlich von der Statur aussah, als sei er ein leibhaftiger Gladiator. Wie machte der das nur, dass seine Muskeln so wuchsen? Sie trainierten doch zusammen. Die Damen schienen mit dem Aemilius gleich vertraut werden zu wollen, und da er nicht so recht wusste, wie das hier laufen würde und auch Manius den Cognomen anbot, blieb ihm wohl nichts anderes als sich anzuschließen. „Nun dann will ich nicht hinten anstehen. Ich bin wie gesagt Spurinus.“ Damit schienen erst mal die Anredeformen geklärt zu sein. Bis auf die Frage, ob die Aurelia das Angebot auch auf ihn ausgeweitet hatte?

  • Gut alle hatten nachgezogen und sich in die zwanglosere Form des Umgangs begeben, auch Aviana, die das normalerweise sicher nicht so einfach getan hätte. Gute bei Drusilla war das was anderes sie kannte den Aemilius schon, auch wenn das sicher nicht eine Anrede mit dem Vornamen rechtfertigen würde. Und so wie sie die meist ernste und nüchterne Iulia kannte, gehörte bei ihr sicher einiges dazu, bis sie normalerweise so vertraut werden würde. Bei Verwandten und so war das ja was anderes, aber für sie war der Aemilius ja ein fremder. Aber gut, genug trübe Gedanken, denn es sollte ja ein lustiger Abend werden.

    Da sie keinem Sklaven hier vertrauen würden und die Musiker eben Musiker waren, mussten sie sich heute alles selbst nehmen. Darum wartet Drusilla, bis sich alle mindestens auf die Klinen gesetzt hatten. Dann zog sie einen kleinen Weidenkorb unter einer der Klinen hervor und griff sich erst mal fünf der Kränze aus dem Korb. Es lagen noch einige in dem Korb für Nachzügler für die, die sie eingeladen hatte, die aber vielleicht noch auf einer Cena oder einer anderen Commissiato waren.

    So ging sie und bekränzte ihre Geste mit je einem der Kränze, als Zeichen, dass nun der entspannte Teil des Abends beginnen konnte. Auch wenn das natürlich hier nicht notwendig war, denn sie waren ja nicht von der Cena zur Commissiato übergegangen, sondern waren extra hierhergekommen. Aber Drusilla fand, dass Kränze irgendwie dazu gehörten. Als alle ihre Gäste einen Kranz auf dem Kopf hatten, wand sie sich an die Anwesenden. „Ich denke, wir könnten schon mal beginnen, wenn noch Nachtschwärmer kommen, dann ist es natürlich gut, aber ich würde euch ungern weiter auf dem Trocken sitzen lassen.“ Sie legte zwei Würfel auf den Tisch. Sie hätte den Trinkkönig auch per Akklamation bekannt geben können, aber sollte doch das Schicksal entscheiden.

  • Viel zu schnell verstrichen die Tage der freien Zeit, die traditionell zwischen zwei Amtsperioden lag. Ravilla hatte das Gefühl, während seiner Zeit in der Legio viel verpasst zu haben, was sich in Rom zutrug, und beschloss, sich nun wieder in die Hände einer zivilen Gesellschaft zu begeben. Über einen Mann aus der Gens Horatia, den er noch aus seiner Zeit als Tresvir capitales kannte, kam Ravilla in ein kurzes Gespräch mit Horatioa Salonia. Er beschloss, deren Einladung anzunehmen und sich bei der kleinen Feierlichkeit blicken zu lassen.


    Angetan in ein farbenfrohes Gewandt der kappadokischen Tempelaristokratie und mit tiefschwarz umrahmten Augen, ein Gastgeschenk in Gestalt einer Flasche voll alkoholfreiem, mit Honig gesüßtem Rosenwasser in der Hand, stieg Ravilla aus der Sänfte. Sein persischer Leibsklave Anaxis, kaum geringer geschmückt als sein Herr und genau so geschminkt, begleitete ihn, wobei er sich jedoch dezent im Hintergrund hielt. Er trug einen abgedeckten Korb, welcher ein paar leichte Naschereien enthielt.


    «Ach nein», stöhnte Ravilla kaum hörbar, als er die Insula hinaufblickte. Er hatte damit gerechnet, dass die Feierlichkeit im Anwesen der noblen Gastgeberin stattfinden würde, und war war wohl zu teuer gekleidet für dieses Viertel. Und wo würde die Sänfte samt deren Trägern unterkommen können?

  • Aviana griff als Erste nach den Würfeln. Sie spielte nie, aber vielleicht konnte sie Schlimmeres verhindern, wenn sie Trinkkönigin wurde. Ihr Alptraum war, wenn Manius es wurde. Ihr Bruder beim Trinken mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet, grauenhaft. Sie ließ also die bei den Würfel auf den Tisch fallen. VERDAMMT!!! Zwei Zweien war ja klar. Sie hatte einfach kein Händchen dafür. Hoffentlich hatte sie aber doch noch Glück und Caius wurde es.


    Enttäuscht ließ sie sich auf die Kline zurückfallen. Aber dabei streifte sie den großen Aemilius mit den Augen. Er war schon sehr stattlich.

  • Nachdem Ravilla feststellen durfte, dass ihn wohl kein Sklave empfangen würde, schickte er Anaxis voran, um den Weg auszukundschaften. Anhand des Geräuschpegels war die korrekte Tür bald gefunden. Nicht ohne Nervosität trat Ravilla ein, Anaxis anbei, und blickte sich suchend um, bei wem er sein Erscheinen wohl anmelden sollte, denn auch jetzt entdeckte er keinen Mann, den er als Ianitor identifiziert hätte.

  • Manius war erst mal ziemlich überrascht, als er seine Schwester nach den Würfeln greifen sah. War das Ihr Ernst? „Aviana, ich wusste nicht, dass du jetzt die Würfel gegen die Schriftwolle mit den Gedichten getauscht hast.“ Das letzte Mal, dass er sie einen Würfel in die Hand hatte nehmen sehen, da waren sie noch Kinder gewesen. Puuu….. nur vier es kam eben auf das Handgeleck an. Das war das Geheimnis. Mit einem wölfischen Grinsen griff er als nächstes nach den Würfeln. Mit breitem Grinsen im Gesicht ließ er die Würfel fallen Fünf und Sechs. Er musste sich schwer zusammenreißen, nicht triumphieren, aufzuheulen. Entspannt glitt er zurück auf die Kline, er strahlte über das ganze Gesicht, sicher, dass ihm das Glück heute hold war.

  • Auch Secundus würfelte, eine Sechs und eine Sechs, nicht gerade was er erwartete. Sie Blick ging zu Aviana, und er lächelte spitzbübisch.

    Hatte er doch schon wieder kezterische Gedanken , bei ihren Anblick. Frei nach dem Motto Pech im Spiel, Glück in der Liebe?

    Allerdings hatte er diesmal ja kein Pech, was ihn überraschte. Es könnte auch ein andres Motto zutreffen "Ein blindes Huhn findet auch ein Korn."

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  • Dass Aviana die erste war, die würfelte, war nun mehr als ungewöhnlich, und so richtig verstand sie die Intention nicht, aber offensichtlich wollte sie das Ruder an sich reißen. Aber offensichtlich hatte sie kein Glück beim Würfeln. Manius grinste wie ein Honigkuchenpferd, so wie damals, als er ins Hafenbecken gesprungen war, um ihren Onkel zu retten. So hatten sie sich kennengelernt, ihr Onkel war ins Hafenbecken gefallen und er war einfach hinterhergesprungen. Ohh Elf das war schwer zu schlagen.

    Doch dann überraschte der Aemilius ein Venuswurf! Nun offensichtlich hatten sie einen Gewinner. Drusilla klatsche in die Hände und rief laut: "Rex bibendi!!!" Das war wohl auch der Lärm, den der Seius draußen gehört hatte. Nun trat dieser auch ein und Drusilla erkannte ihn trotz des Dämmerlichts, das die Öllampen verbreiteten. Wie die meisten Leute in Rom kannte sie den Seius durch Salonia, die in der Stadt wirklich so ziemlich jeden kannte. Den Seius hatte ihr Salonia vor einigen Wochen mal vorgestellt. Sie stand noch mal auf und trat zur Tür. "Werter Seius. Ich freue mich, dass du dich entschieden hast, uns zu beehren." Dann wies sie auf die Anwesenden. "Das sind Iulia Aviana und ihr Bruder Iulius Avianus, Iulius Spurinus und Aemilius Secundus." Sich selbst musste ja nicht vorstellen. "Das ist Seius Ravilla ein Freund von Salonia." Gut Freund von Salonia, das konnte alles und nichts heißen. Sie alle waren mehr oder weniger Freunde oder doch zumindest Bekannte von ihr. "Rex bibendi ist Aemilius Secundus geworden." Drusilla führte den neuen Gast herein und griff noch mal nach unten in den Korb und holte einen Kranz aus dem Korb und bekränzte den Neuankömmling. Dann würde dieser sicher gleich die Gelegenheit wahrnehmen, noch mal etwas zu sich zu sagen.

    Dann aber griff sie noch mal nach unten und griff nach einem Diadem, das aus verdrehtem und verklebtem Papyrus gebastelt war. Es sollte ein perlenbesetztes Diadem darstellen. Im Orient das Zeichen der absoluten Königsherrschaft . Das machte klar, dass der Aemilius nun für diese Commissiato mit diktatorischen Vollmachten ausgestattet war. Sie tauschte seinen Kranz mit der gebastelten Krone. Nicht dass sich die Aurelii sich eine aus Gold und mit Perlen hätten leisten können, aber wenn man betrunken war, ging sowas leicht kaputt.


    Sim-Off:

    Entschuldigung für das Überspringen der anderen, aber ich musste erst mal den neuen Gast einführen.

  • Avaina griff nach den Würfeln? Caius sah die Verwandte argwöhnisch an. Aber ihr Wurf war aber nicht gefährlich. Anders sah das schon bei dem Wurf von Manius aus, der wirklich einen hohen Wurf hatte. Da war schon schwer heranzukommen. Caius war schon der Meinung, dass Manius nicht mehr einzuholen war, und wenn Caius so drüber nachdachte, war das nicht mal schlecht. Wenn nicht Manius, wer dann? Wenn hier jemand geeignet war, Trinkkönig zu werden, dann war es wohl Manius. Caius war auch schon mal mit ihm abends in der Stadt, aber vielleicht ein zwei Mal. Manius war mit seinen Freunden ständig in der Stadt. Caius, dessen Mutter und Großeltern aus der Subura stammten und der auch zum Teil da aufgewachsen war, konnte sich aber nicht daran gewöhnen, abends in einer Spillunke zu setzten. Manius und seine Freunde aber schien das Schmuddeambiente und die Gesellschaft von Bar,- und Animierdamen sowie betrunkener Männer wie Frauen gerade zu magisch anzuziehen.

    Doch noch bevor Caius zu den Würfeln greifen konnte, griff der Aemilius nach den Würfeln und gewann quasi ad hoc das war wirklich überraschend. Drusilla von der er noch nicht wusste, ob auch er sie Drusilla oder weiter höflich Aurelia nennen sollte, schien damit zufrieden zu sein. Laut machte sie mit einem Klatschen und lauten Ausrufen klar, wer heute Abend der Chef (zumindest was das Trinken anging) sein würde. Caius war im Grunde froh darüber, denn er hätte nicht gewusst, ob er diesen Abend hätte leiten wollen. Aber noch bevor der Trinkkönig, (merkwürdig, dass die Römer, die ja sonst eine wirkliche Abneigung gegen den Begriff König hatten, dieser merkwürdigen Sitte folgten,) gekrönt war, trat ein weiterer Gast hinzu, und das, so wusste auch Caius, war nicht ungewöhnlich. Dass Gäste mit unter kamen und gingen, war nicht ungewöhnlich. Wer keine Lust mehr hatte, weil ihm die Stimmung zu weit im Keller war oder weil er zu betrunken war, ging andere kamen von einer anderen Commissiato hinzu. Im Licht der Öllampen trat der Seius zu ihnen hinzu. Caius kannte ihn noch nicht, aber er nickte dem jungen Mann zu, als Drusilla bei der Vorstellung auf ihn wieß und ihn vorstellte. Denn er war froh, hier mal ein paar Kontakte knüpfen zu können. Caius hoffte, dass der nun auch gekrönte Trinkkönig eine gute Wage fand. Denn er war bei weitem nicht so im Training, was den Weinkonsum anging, und er wollte nicht ausfallen. Aber bevor er sich übergeben müsste, würde er gehen. Die Vorstellung, sich hier in der feinen Gesellschaft übergeben zu müssen, stieß ihn ab. Obwohl sein Vater wohl eher zu den kernigen Typen gehörte. Aber da schien er wohl nach seiner Mutter zu schlagen auch wenn er sie nicht gekannt hatte.

  • "Werter Seius. Ich freue mich, dass du dich entschieden hast, uns zu beehren." Dann wies sie auf die Anwesenden. "Das sind Iulia Aviana und ihr Bruder Iulius Avianus, Iulius Spurinus und Aemilius Secundus." Sich selbst musste ja nicht vorstellen. "Das ist Seius Ravilla ein Freund von Salonia."

    Ravilla reichte der Dame die Hand zum Gruß. Sein Händedruck war warm und freundlich, doch verriet er eine beherrschte Muskelkraft, die er während des Tribunats in der Legio entwickelt hatte. «Salve, geschätzte Aurelia Drusilla. Es freut mich, dass sich die Gelegenheit zu einem persönlichen Treffen ergeben hat. Ich habe auch etwas mitgebracht.»


    Er überreichte ihr das honigsüße Rosenwasser, alkoholfrei, doch köstlich, da er es nicht schicklich fand, einer Dame Wein mitzubringen. Was diese letzen Endes in ihrer Freizeit tat, war deren eigene Angelegeheit und er bewertete es nicht, doch Ravilla gedachte nicht, es sich mit ihrem Vater oder Vormund zu verscherzen und hielt sich darum an die Etikette. Doch weckte Aurelia Drusilla seine Neugier, denn es war eine interessante Runde, die sich hier am geheimen Platz eingefunden hatte. Sie schien ein hohes Maß an Eigenständigkeit zu besitzen und er freute sich darauf, vielleicht mehr über sie zu erfahren, wenn sich die Gelegenheit ergeben sollte.


    Anaxis trug derweil den Korb zum Tisch und entlud auf Tellerchen und in Schüsselchen aus buntem Glas die mundgerecht geschnittenen Häppchen. Trotz der kalten Jahreszeit handelte es sich um frische exotische Früchte in den sattesten und reifsten Farben.


    Nun wandte sich Ravilla den übrigen Gästen zu, die ihm vorgestellt worden waren, und grüßte jeden Einzelnen mit einem freundlichen Nicken, während er sich dessen Namen einprägte. Anscheinend wurde das Zechen gerade eingeleitet, was sein Lächeln ein wenig breiter und weniger förmlich-steif werden ließ. Da saß die Jugend, wie sie im Sinne der Götter vielleicht sein sollte, und wie er selbst sie sich verwehrte. «Salvete miteinander! Sogar der amtierende Vigintivir beehrt uns. Wir hatten noch nicht persönlich das Vergnügen, doch natürlich spricht man in den Kreisen der Magistrate über solche Dinge. Wo darf ich Platz nehmen?»

  • Avaina sah mit Entsetzen den Wurf von Manius und seine Elf. Während sie die Augen verdrehte, entfuhr ihr eines für sie typische "Bona Dea!" Na toll, dann würden sie wohl alle außer ihm unter dem Tisch liegen. Oder wenn er es befahl, dumme Kunststückchen machen müssen. Aviana stellte sich schon auf eine geistlose Runde ein.

    Als der Aemilius die Würfel nahm und einen Venuswurf auf den Tisch legte. Wie Drusilla klatsche sie laut, als die Würfel gefallen waren.

    Der neue König sah sie Spitzbübisch an. Sie lächelte wohlwollend zurück. Hoffentlich war er nicht wie ihr Bruder, natürlich waren sie für einen Lockeren Abend da. Und natürlich würde sie nicht die Spielverderberin markieren, wenn der Aemilius auch mal zwei oder drei Cyathii auf Ex trinken lassen würde, wenn es nicht überhand nahm. Bei Manius war sie sich da immer nicht so sicher.

    Aber mehr aus Erleichterung als Drusilla es wohl getan hatte. Aber schon einen Augenblick nach der Akklamation, trat ein weiterer Gast ein und würde auch schon von Drusilla der Runde vorgestellt. Auch hier nickte sie dem jetzt nicht mehr ganz so Unbekannten freundlich zu. Aber was war das nur hier heute mit den Händen? Aviana war aber nur kurz irritiert. Während der Seius auch noch ordentliche Mitbringsel in Form von kleinen Leckereien mitbrachte, die ein Sklave auf den Tisch stellte. Wurde der neue König von Drusilla gekrönt. "Wir haben heute keine Klinenordnung. Wir sind hier ganz zwanglos ohne Rang und Namen, wenn du so willst." Bei wichtigen Essen war es ja schon nicht unwichtig, wer wo lag, aber hier und heute waren sie gleich. Das zeigten ja auch schon die Kränze, bis auf den König. Das verstand sich.


    Sim-Off:

    Ein cyathus das sind etwa 45,2 ml also ein ¼ Weinglas.

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