Beiträge von Gaius Flavius Catus

    Ich erhob mich.


    "Ich bin Gaius Flavius Catus. Ich bin der Regonarius dieser Regio. Ich würde mich mit Freuden bereitstellen die Aufgabe des Vicarius auszufüllen. In meiner Vergangenheit hatte ich die Möglichkeit im Verwaltungsbereich als Perfectus Castorum bei den Cohortes in Rom zu sammeln. Diese Erfahrung würde ich gerne der Curia zur Verfügung stellen. Aber ich muss zugeben, das diese Verwaltungserfahrung im zivilen Bereich natürlich einige Lücken aufweist.
    Diese Lücken zu schliesen ist auch eines meiner Ziele mit dieser Kandidatur. Besonders wenn ich mit einem so erfahrenen Priceps wie dem Procuarator zusammenarbeiten kann.


    Ich wäre erfreut wenn ich und auch der Procurator die Zustimmung der Curia erhalten würden."

    Ich lies einmal den Blick rundherum schweifen und setzte mich dann wieder.


    "Ja, das ist in meinem Sinne. Das Risiko, das ich dann nicht aufgenommen werde, muss ich wohl tragen."


    "Sobald ich etwas Neues erfahre werde ich dich informieren."


    Damit erhob ich mich, verabschiedete mich von Furianus und machte mich wieder an die Arbeit.

    Es herrschte erstmal Schweigen. Das gab mir zumindest die Möglichkeit über die Situation kurz nachzudenken.


    Eigentlich reichte der Stellvertreterposten völlig. Und da es scheinbar keine weiteren Kandidaten gab ..


    Leise stand ich auf un ging zu Markus, beugte mich zu ihm herunter und flüsterte ihm zu.


    "Scheinbar sind wir die zwei Einzigen, die bereit sind diese Bürde auf sich zu nehmen. Was Verwaltungsangelegenhieten betrift bist du sicherlich der erfahrenere Mann. Ich mach dir einen Vorschlag. Wir kandidieren zusammen. Du als Princeps und ich als Vicarius."


    Ich schaute mich kurz in dem recht stillen Rund um.


    "Ich vermute mal, das wir einen Gegenkandidaten bekommen. Und damit wäre das Ganze harmonisch und zum Besten Hispanias geklärt."

    "Zum Wohl"


    Weil ich mich umdrehte? ... Ah .. jetzt verstand ich ..


    "Nein, ich befürchte nicht das man uns verfolgt", sagte ich mit einem leichten Lachen.


    "Entschuldigung, ich wollte dich nicht beunruhigen. Ich inspiziere die Gegend. Berufsbedingt. An etlichen Stellen wächst das Unterholz fast bis zur Umfassungsmauer. Der Wald ist teilweise nur 50 Schritt entfernt. Ich versuche mir die übelsten Stellen einzuprägen, um dann möglichst schnell eine Rodung zu veranlassen."


    "Um die Stadt sollten mindestens 100 Schritt freies Gelände sein, besser noch 200."


    Ich nahm einen weiteren Schluck.


    "Weist du an wen ich mich wegen der Rodungsarbeiten am Besten wende? Ich will in niemandens Bereich eingreifen und Verwaltungsrecht ist nicht meine ausgeprägteste Stärlke. Oder kann ich einfach meine Miles packen und hier Raum schaffen?"

    Was der Mann für Fragen stellte. Wieviel Geld eingeplant werden sollte ... Wen interessierte denn so was? Ich vermutete mal ihn, denn sonst hätte er das nicht gefragt.


    Erst den Teil den ich ihm sofort beantworten konnte.


    "Die Miliz ist aufgeteilt. Jede grössere Stadt hat eine eigene kleine Garnison." Ich warf ihm die Mannstärken der grösseren Städte an den Kopf. "Insgesamt sind es .. " wieder eine Zahl.
    "Zusätzlich gibt es Milizen für die Regioaufgaben. Insgesamt sind es ... ".
    "Und diese Gruppe würde ich gerne aufstocken." Schliesslich standen diese direkt unter meinem Kommando.



    Für den zweiten Teil stand ich auf und durchsuchte ein paar Berichte in der Ablage 'Überflüssig'. Da hatte ich sie ja.
    "Laut den Berichten meines Vorgängers kalkuliert er mit ..."
    "Meiner Erfahrung nach ist dieser Betrag aber zu gering. Ich würde eher .. sagen".


    Er war immer zu gering. 30 Prozenz aufschlag waren gut.

    "Im Prinzip ja, aber ..."


    "Die Küste ansich ist zu lang und zu verklüftet um von See aus jede Bucht zu überwachen. Sie haben die Schiffe draussen im Auge, aber wenn das Schmuggelgut mal auf Fischerboote verladen wurde, haben sie kaum mehr eine Chance.
    Sie haben ein Auge auf Boote, die sich zu ungewöhnlichen Zeiten in ungewöhnlichen Abschnitten bewegen. Aber bei Fischerbooten ist dies schwer. Die meisten fischen nun einmal da. Auch und gerade Nachts oder früh Morgens. Und eine Überwachung mit einem Militärschiff ist nicht gerade unauffällig.
    Eigentlich kann man sie nur dann erwischen wenn sie anlanden und ausladen. Und das machen sie nicht, wenn ein Militärschiff in Sichtweite ist. Da ist es weitaus effektiver von Land aus ein Auge auf die bekannten Schmugglerbuchten zu haben und die Küste abszusuchen."

    Ich brauchte kurz bis ich bemerkte das Markus mich meinte. 'Flavius' als wäre ich der einzige Flavier hier, warum konnte er mich nicht einfach Catus nennen?
    Da Furianus eine Diskussion erstmal kurzerhand unterband, war ich davon befreit schnell zu antworten. Wäre mir auch schwergefallen, so aus dem Stehgreif. Was Erfahrung mit Verwaltung anbelangte war mir der Procurator weit überlegen.
    Hmm .. allerdings war ich mal Quaestor gewesen und Perfectus Castorum .. auf der anderen Seite musste ich abwägen wie weit zu gehen sinnvoll war. Einen Streit oder eine heftige Debatte waren jetzt nicht in meinem Sinn. Eine gütliche Einigung lag im Moment eher in meinem Interesse. Ich veruschte abzuschätzen, wieviel dem Procurator an dem Posten als Princeps lag.

    "Da hast du sicherlich Recht, so eine Veranstalltung ist etwas sehr Gutes."


    Auch wenn ich mir nicht sicher war ob ein Dichterwetbewerb dafür so geeignet war. Also ich hätte eher auf eine allgemein bekannte derbe Kömödie mit ein viel gutbestücktem freizügigem Beiwerk gesetzt. Aber wer weiß schon was der Zeitgeist jetzt wieder macht.


    Ich leerte den rest meines Bechers, schaute kurz auf die Tafel und suchte nach meinem Geld.


    "So ich muss wieder los, die Arbeit ruft. Aber ich werde sicherlich nicht das letzte mal hiergewesen sein. Ich hoffe wir können noch ab und an hier sitzen, die Cercisia geniessen und ein wenig Plaudern."

    Hmm.. Budget. Immer dieser Verwaltungskram. Dunkel erinnerte ich mich an eine Summe in einem der überflüssigeren Berichte.
    Ich nannte sie Marcus.
    "Das reicht allerdings gerade mal aus um die laufenden Kosten zu decken. Ein Problem ist der Schmuggel. Um dem einen Riegel vorzuschieben müssen wir die Küste besser überwachen. Auch sollten man das Gelände um die Stadt mal wieder Roden. Teilweise kommt man ungesehen bis auf wenige Schritt an die Mauern."



    "Ich hatte nicht vor nur eine Fluchtroute zu planen. Du hast Recht, die nach Nordwesten ist die schwierigste. Aber das ist auch der Grund warum ich mich am meisten mit ihr beschäftige. Die direkt nach Norden ist die einfachste. Wegen den Meldereitern werde ich in Barcio eine kleine Station aufbauen. Dort werden dann frische Pferde stehen. In Emporiae kann man ohne grosses Aufsehen ein Schiff bereithalten oder so vermute ich auch kurzfristig eines bekommen. Ich werde mir in den nächsten Tagen die Strecke und die Städte im Zuge einer Inspektion genauer anschauen. In Richtung Süden wäre das Sagantum oder Valentia. Beide gut zu erreichen, beide mit Hafen. In werde mich auch dort umschauen.
    Ich werde versuchen mich mit der gesamten Umgebeung so vertraut wie möglich zu machen, damit wir im Ernstfall immer mehrere Möglichkeiten haben. Allerdings müssen wir auch aufpassen, das wir nicht zu viele Vorbereitungen treffen. Das könnte sonst zu auffällig werden."


    "Darüber wie es, nachdem wir Hispania hinter uns gelassen haben, weitergeht hab ich mir noch keine Gedanken gemacht. Aber Richtung Osten ist sicherlich das Beste. Dann können wir Achaea als Zwischenstop benutzen. Ich bin in Achaea aufgewachsen, kenne mich dort ganz gut aus und habe noch einige lose Kontakte."


    "Sobald ich mich umgeschaut habe, werde ich dich informieren."


    "Ansonsten, wenn du nichts mehr hast, werde ich mich an die Arbeit machen."

    KAL MAR DCCCLVIII A.U.C. (1.3.2008/105 n.Chr.)
    Tiberius Flavius Quirinalis wird zum Magister Scriniorum - Regio Hispania Tarraconensis ernannt und in die Curia Provincialis Hispania berufen
    KAL MAR DCCCLVIII A.U.C.(1.3.2008/105 n.Chr.)
    Zeichnet die Curia Provincialis Hispaniae und der Proconsul Lucius Flavius Furianus für seine Verdienste als Statthalter der Provinz Hispania mit einer großen Inscriptio und Marcus Octavius Augustinus Maior für seine Verdienste als Procurator Viarum um die Infrastruktur der Provinz Hispania mit einer kleinen Incriptio aus.
    ANTE DIEM VII ID MAR DCCCLVIII A.U.C. (9.3.2008/105 n.Chr.)
    Marcus Octavius Augustinus Maior wird aus dem Amt des Procurator Viarum entlassen
    ANTE DIEM V ID MAR DCCCLVIII A.U.C.(11.3.2008/105 n.Chr.)
    Caius Furius Helios wird zum Praefectus Portuensis - Regiae Hispania Tarraconensis ernannt
    ANTE DIEM V ID MAR DCCCLVIII A.U.C.(11.3.2008/105 n.Chr.)
    Gaius Flavius Catus wird zum Regionarius - Regiae Hispania Tarraconensis ernannt und in die Curia Provincialis Hispania berufen
    ANTE DIEM XIII KAL APR DCCCLVIII A.U.C.(20.3.2008/105 n.Chr.)
    Gaius Didius Sevycius wird zum Procurator Aquarum - Regio Hispania Tarraconensis ernannt und in die Curia Provincialis Hispania
    berufen
    ANTE DIEM VII KAL APR DCCCLVIII A.U.C.(26.3.2008/105 n.Chr.)
    Marcus Artorius Didianus Nero wird zum Magistratus - Urbis Tarraco ernannt und in die Curia Provincialis Hispania berufen

    "Klingt gut. Ich werde sicherlich kommen. Auch wenn ich gestehen muß das ich von Poesie nicht allzuviel verstehe. Aber ich weiß zumindest was mir gefällt und was nicht."


    Ich nahm einen Schluck.


    "Großveranstalltungen machen mich berufsbedingt immer etwas nervös", sagte ich mit einem leichten grinsen.
    "Ich kann mir zwar nicht vorstellen, das es Probleme gibt, aber es wäre gut, wenn du mir, sobald der Termin steht, Bescheid geben könntest. Dann könnte ich ein paar Vorbereitungen treffen und mir die Örtlichkeiten einmal genauer ansehen."

    Tja, eigentlich hatte ich keine besondere Lust auf diese Aufgabe. War mit etwas zu verwaltungstlastig. Aber in Anbetracht der Situation wäre es gut, wenn der Curia ein Flavier vorstehen würde. Dann wäre alles leichter in Griff zu halten und zu kontrollieren.


    Nachdem sich Marcus wieder gesetzt hatte erhob ich mich.


    "Ich sehe die Curia als wichtige Institution für das Wohl Hispanias an. Es ist eine Ehre für mich hier mitzuarbeiten. Und ich sehe es als meine Pflicht an meine Erfahrung und meine Kraft so stark wie irgend möglich hierfür einzubringen."


    Nicht zu dick auftragen, Catus.


    "Es gibt einige Aufgaben, die wir zusammen in nächster Zeit bewältigen müssen, aber mir ist nicht Bang, denn ich sehe hier lauter einsatzbereite und fähige Bürger,die bereit sind für das Wohl Hispanias ihr Bestes zu geben."


    Wir Gefühl erzeugen, schmeicheln, Wirken lassen.


    "Es wäre mir eine grosse Ehre und Freude der Curia als Princeps dienen zu dürfen."


    Ich deutete eine Verbeugung in die Runde an und setzte mich wieder.



    Nichts wirklich Neues aus Rom. Alles andere hätte mich auch überrascht.


    "Ja, das Klima ist ein unbestreitbarer Vorteil hier.
    Warst du eigentlich bei dem grossen Wagenrennen als du in Rom warst? Ich bin neugierig wie die Preasina abgeschnitten hat."


    Ich nahm einen Schluck.

    "Ich vermute du bist noch nicht dazu gekommen dich um die Finanzlage hier zu kümmern. Bei meinen bisherigen Inspektionen bin ich auf ein paar Punkte gestossen an denen wir ein wenig Geld in die Hand nehmen müssten. Bis wann könntest du mir denn sagen was für neue Sicherheitsmaßnahmen so zur Verfügung steht? Bevor ich die Vorschläge in die Curia einbringe, wüsste ich gerne ob wir sie uns überhaupt leisten können."

    "Ein Lupanar noch" ,ich grinste, "nein, ich frage dich jetzt nicht wie es läuft."
    Eine Schenke, ein Lupanar, der Mann hatte Geschmack. Er kannte die Geschäfte die immer gingen. Egal wie die Lage war. Ansolut kriesensicher.


    "Ein Dichterwettbewerb. Kann ich mir vorstellen das das schwierig ist. Aber ich bin sicher das du das hinbekommst. Wenn du irgendwelche Hilfe brauchst, fragen kannst du mich immer. Ich kann dir zwar nicht versprechen, ob ich Zeit habe oder helfen kann, aber meine Tür steht dir offen."


    Ich lies einen kräftigen Schluck durch meine Kehle rinnen.


    "Wo und Wann soll er den stattfinden. Und was für ein Wettbewerb ist es? Geht es um das Rezitieren bekannter Gedichte oder um die Bewertung neuer Poesie?"


    Claudia Aureliana Deandra
    Villa Claudia
    Rom




    Salve Deandra,



    um ehrlich zu sein, ich weiß nicht wie ich diesen Brief beginnen soll. Eigentlich hätte ich ihn dir schon viel früher schicken müssen, aber nachdem ich die Vergangenhiet verlassen hatte, hat mich die Gegenwart mit all ihrne verwirrenden Veränderungen erreicht. Und es fällt mir schwer Worte für diesen Brief zu finden.


    'Salve, schau mal hier bin ich wieder', ist wohl kaum angemessen. Viel Zeit ist seit unserer Begegnung vergangen und doch ist es mir als wäre sie gestern gewesen. Sie ist wie die Brücke zwischen dem Hier und Jetzt und dem was War und Gewesen ist.
    Wie dem auch immer sei, ich bin zurück. Aus irgendeinem Grund durfte ich die Dunkelheit durchschreiten um wieder ans Licht zurückkehren.


    Und weil du in der grossen Dunkelheit für mich da warst und mir die Hand gehlaten hast, hast du das Recht dies von mir selbst zu erfahren. Mir wäre es lieber gewesen, ich hätte dich persönlich aufsuchen können und dir dies von Angesicht zu Angesicht sagen können, aber zur Zeit wäre ein Besuch in Rom für mich nicht ratsam.


    Ich befinde mich in Hispania. Es war Zufall oder Schicksal, die mich hierher geführt haben, vielleicht aber auch der Ruf der Ruhe und Heimat. Denn von allen Orten der Welt ist Hispania wohl derjenige, den ich am ehesten so bezeichnen würde.
    Mein Adoptivbruder Furianus ist der Proconsul von Hispania und hat mich, nach anfänglicher Skepsis, mit offenen Armen willkommen geheißen, ebenso wie mein Adoptivsohn Quirinalis.


    Manch vertrautes Gesicht habe ich hier wiedergesehen, aber die meisten sind neu und unbekannt für mich. Eine Eigenartige Situation. Alles so vertraut und doch fremd. Ich habe das Amt des Regionarius übernommen und um ehrlich zu sein, ich habe mich vor all dem, was mit mir geschehen ist, in die Arbeit geflüchtet. Nicht das es vieles gewichtiges zu tun gebe. Hispania ist ruhig, die Menschen friedlich. Ich gebe auch zu, das ich mich vor diesem Brief etwas gefürchtet habe, ihn immer wieder herausgeschoben habe. Bisher habe ich mich abgeschottet, versucht vor meiner Vergangenheit zu fliehen. Hier fragt niemand danach was einmal war. Die Menschen nehmen mich als das was ich jetzt bin. ( Wenn es auch ein paar Schmuggler und Diebe gibt die deswegen gar nicht glücklich sind ) Und doch gibt es auch Ereignisse, Geschehnisse aus meiner Vergangenheit die ich herüberretten will. Du gehörst dazu.


    Ich hätte dir dieses lieber persönlich gesagt, oder gestammelt. Aber wie schon erwähnt will ich zur Zeit nicht nach Rom. Vielleicht aber gibt es eine Möglichkeit für dich nach Hispania zu kommen. Jetzt wenn alles beginnt zu blühen, ist es hier wunderbar. Aber natürlich ist es vom gesellschaftlichen Leben her nicht mit Rom zu vergleichen. Es ist ruhig und alles geht weitaus geruhsamer und langsamer zu wie in der Metropole Rom.
    Die Villa Flavia in Tarraco bewohnen zur Zeit nur Quirinalis und ich. Furianus wohnt in der Regia. Es gibt allso genug Platz für Gäste. Ich würde mich freuen von dir etwas zu lesen, noch mehr dich zu sehen.


    Tja, und an dieser Stelle wird mir klar, das es genauso schwierig für mich ist diesen Brief zu beenden, als ihn zu beginnen.
    Deswegen werde ich ihn jetzt einfach so beenden.




    Vale
    Gaius Falvius Catus




    Sim-Off:

    Gebühren sind überwiesen

    Zitat

    Original von Aulus Iulius Apollinaris
    Rom...!


    Ich nahm erstmal Platz und folgte seiner Geste mit den Augen was meinen Blick auf Wein und meine Gedanken darauf brachte wann ich mich das letze mal so richtig besoffen hatte. Ach ja, es war zu den Iden des März und ich sah hinterher aus als wären die Dolche in mich verenkt worden, so voll des Rotweins... Doch meine Gedanken schwiffen ab und die nun entestehende Pause nutzte ich zum kratzen meines Unterschenkels mit der anderen Sandale


    Dazu habe ich erstmal keine Meinung, es kommt darauf an ob ich selbst reise, ob es der Küste entlang, über das offene Meer geht oder gar zu Lande geplant ist und insgesamt auf einiges andere das ich mit JA, GUT zusammenfassen kann. Darf ich euch auch etwas einschenken? Ich trinke selten allein.



    "Nun, natürlich müsstest du selbst reisen. Wie ist mir reichlich egal. Ich würde ein Schiff nehmen. Aber das überlasse ich dir.
    In Rom angekommen sollst du die Augen und Ohren offenhalten. Unser zukünftiger Kaiser Valerianus ist auf dem Weg nach Rom. Er reist aber sehr langsam. Vielleicht kannst du ihm entgegenreisen. Vielleicht kannst du herausfinden wie es um seine Gesundheit bestellt ist? Oder wer bei ihm ist? Es werden sicherlich viele Menschen um ihn herum sein, Neugierige, Schaulustige. Was reden sie? Mich interessiert alles über Valerianus.
    Rede mit deiner Familie. Besuche sie. Was wird so in Rom gesprochen? Um was geht es am Forum. Such ein paar Tavernen auf.
    Schau die die Bekanntmachungen und Aushänge an. Was gibt es neues von den Senatoren. Was denkt man über die Legaten. Gibt es Gerüchte? Sind die Läden gut gefüllt oder wird manches knapp?"


    "All sowas würde ich gerne Wissen. Und deine Aufgabe wäre es mir dieses Wissen zu bringen."





    Ich beugte mich über die Karte.


    Und versuchte mich an das Bisschen was ich mal als Kommandeur des hispanischen Ablegers der Flotte mitbekommen hatte zu erinnern.


    "Eine kleine Gruppe kann mit einem kleinen Boot praktisch überall unbemerkt landen. Aber wenn wir davon ausgehen das sie nicht weiter wie einen Tagesmarsch von Tarraco entfernt und mit einer grösseren Gruppe ..."


    Ich deutete auf Da. "Hier ist man ziemlich Wetterabhänig. Bei gutem Wetter kein Problem, aber wenn der vorherrschende Wind weht, dann ist es ziemlich mühselig und kräftzehrend."


    Dann zeigte ich auf Hier. "Dieser Ort ist eigentlich Ideal. Durch die Bucht und das kleine Flüsschen bei fast jedem Wetter ohne Probleme zugänglich und durch die Hügel nur schwer einzusehen. Wäre sicherlich sehr gut geeignet für ein Landungsunternehmen."


    Ich überlegte.


    "Wenn man den Kreis noch etwas weiter zieht, dann gibt es noch zwei ausgezeichnete Landungsorte. Beides Flussmündungen. Einmal die des Iberus und zum zweiten die in der Nähe von Barcino. In beide Flüsse kann man einfahren und dort am Ufer unproblematisch anlanden."


    "Das mit den Meldereitern ist eine gute Idee. Ich kann das ganze gut als Patroulien die Ausschau nach Schmugglern halten verkaufen. Verdächtig ist jedes Schiff oder Boot das ausserhalb der Häfen anlanden will oder jemand absetzt. 2 Mani für den Norden und 2 für den Süden. Immer zwei Reiter unterwegs während 2 sich ausruhen. Auf einer Patroullienstrecke an der Küste entlang mit besonderem Augenmerk auf diese Stellen. Ich würde sagen im Norden bis Barcino, im Süden bis zum Iberus. Und da sie auf der Küstestrasse entlangreiten würden sie eine grössere Gruppe auf dem Weg nach Tarraco immer früh genug bemerken, auch wenn wenn sie ausserhalb des Kreises anlanden."


    "Was etwaige Fluchwege anbetrifft, bin ich noch am schauen. Interessant scheint mir eine Flucht über Falviobriga, einer Hafenstadt im Norden am Oceanus. Der Weg führt erstmal von der Küste weg. Man kann entweder auf dem Iberus sehr schnell, auch mit viel Gepäck nach Calagurris kommen oder zu Pferde auf auf halbwegs guten Strassen. Und von dort aus ist es nur ein Katzensprung nach Flaviobriga. Wenn wie ein paar Vorbereitungen treffen wie bereitstehende Boote auf dem Iberus oder Pferde zum wechseln, wäre es meiner Ansicht nach ein guter Fluchtweg."

    ... ich schaute den beiden hinterher. Irgendwie hatte ich das Gefühl, damit wäre diese gewaltige Aufgabe bewältigt.


    Die Ordnungsmacht Rom hatte wiedereinmal gesiegt. Oder so was.


    Also Abmarsch.


    Wobei ich noch ein bisschen über die eigenartigen ungewaschenen Männer mit den Messern grübelte. Nun es konnte nicht Schaden zurückzugehen und sich dort, wo der Kleine an uns geraten war, nochmal genauer umzuschauen. Ich glaube zwar nicht das da was dabei herauskam, aber ein bisschen Bewegung hat noch niemandem geschadet.