Beiträge von Kaeso Annaeus Modestus

    Da es um das Genas Annaea geht, melde ich mich einfach mal zu Wort.


    Willkommen im IR. Von meiner Seite aus spricht nichts dagegen. :)


    Allerdings würde ich die Verwandtschaftsverhältnisse in naher Zukunft nachreichen. Ich habe momentan keinen Überblick, wo man einen Charakter noch sinnvoll einbauen kann und ich werde erst Ende nächster Woche Zeit dafür finden.

    Ich hatte ja schon angekündigt, dass es derzeit bei mir aufgrund meiner Masterarbeit zeitlich schwierig ist. Zusammen mit Bewerbungen und Umzungsvorbereitungen hat das etwas überhand genommen. In anderthalb Wochen werde ich dann aber wieder mehr Zeit haben und mich offiziel zurückmelden. :)

    Modestus nickte nur als der erste Zeuge aufgerufen wurde und wartete, bis dieser dann auch vortrat. Der beteiligte Centurio der Urbaner war eine selbstverständliche Wahl. Immerhin würde dieser wohl einiges über den Tathergang sagen können. Oder zumindest spekulieren können. Immerhin würde er einige Erfahrung damit haben. Als der Iunier vorgetreten war und sich präsentiert hatte, wandte sich Modestus an die Anwesenden. "Das Gericht hört nun den Centurio Iunius Avianus von den Urbanern. Fahre fort, Flavius." leitete er die Befragung des Centurios ein. Selbstverständlich würde der Verteidiger danach auch noch Fragen stellen können.





    PRINCEPS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    Modestus lauschte auch dem Atier aufmerksam und nickte. Beweise waren immer gut, wenn man sie den hatte. Oft genug artete ein Prozess in eine Schlammschlacht aus bei dem die beiden Parteien ein möglichst schlechtes Licht von einander präsentierten, um die Richter zu von ihrer Sache zu überzeugen. Fakten waren ihm da ganz recht, auch wenn dies vielleicht nicht ganz so spektakulär sein würde. Mit dem Caesar als Iudex, wollte er natürlich am liebsten einen Fall an den man sich noch in vielen Jahren erinnerte. Große Fragen gab es offenbar nicht. "Nachdem die Eröffnungsreden nun beendet sind, kommen wir zur Probatio. Der Ankläger hat nun die Möglichkeit Zeugen und Beweise einzubringen, die die Schuld des Angeklagten untermauern." verkündete Modestus und sah zu dem Flavier. Er wusste nicht, wie dessen Strategie aussah. Ob er die Urbaner gleich einbringen würde?






    PRINCEPS FACTIONIS - FACTIO ALBATA

    Modestus lauschte den Ausführungen des Anklägers mit stoischer Miene. Als Praetor Urbanus hatte er die Fakten abzuwägen und sich nicht von reiserischen Reden mitreisen zu lassen. Zumindest sagte er sich das immer bei den langweiligen Gerichtsrednern. Dies war hier aber nicht der Fall. Aber große Überraschungen hatte es auch nicht gegen. Aber das konnte ja noch kommen. Anschließend sah Modestus in Richtung des Anklagten. "Dann erteile ich nun Marcus Atius Nerva, Advocatus des Angeklagten Lucius Papirius Salonius, das Wort." Was der Atier wohl entgegnen würde? Und ob er wohl ein Verwandter seines Klienten war?

    Modestus nickte zufrieden, als er die Verlautbarung des Sergiers hörte. Die Götter waren wohlgestimmt und der Prozess konnte beginnen. Das hatte er mit dem Auguren Quintus Traulius Volusus auch so vereinbart, denn der schuldete ihm noch einen Gefallen. An dem Tag wo der Caesar zur Gericht saß, sollte es keine unnötigen Störungen geben. Bei dem Gedanken wandte sich Modestus auch zu den beiden anderen Iudices, die auf dem Subsellium bei ihm saßen. Die Bank war nach der Sella Curulis eine der prestigeträchtigsten Sitzgelegenheiten Roms. Eigentlich sonst plebejischen Aedilen und Volkstribunen vorbehalten. Und genauso unbequem wie seine Sella Curulis. Weder Armstützen noch Rückenlehnen hatten die Väter der römsichen Republik ihren Würdenträgern gegönnt. Wer so unbequem saß, würde einen Prozess nicht unnötig in die Länge ziehen und schnelle Urteile fällen. Das war zumindest die einzige Theorie zur Gestaltung der Sitzmöbel, die Modestus am Ende seines zweiten Jahres als Praetor Urbanus für glaubwürdig hielt. "Ich denke dann können wir direkt mit dem Kläger beginnen." meinte Modestus leise zu dem Scribonius und dem Caesar. Dann wandte er sich lauter an die versammelte Menge und an seinen Klienten. "Ich danke dir, Sergius. Dann ist die Verhandlung hiermit eröffnet. Caius Flavius Scato, als Advocatus des Lucius Papirius Ocella hast du das Wort."

    Mittlerweile hatten sich auch einige Zuschauer und Schaulustige eingefunden, sodass die Liktoren einen Weg durch die Menge bahnen musste. Das Tribunal, das Podest auf dem die Richter Platz nehmen würden, befand sich am hinteren Ende der großen Halle der Basilica. Wie immer wurde Modestus von einem Gefolge aus engen Mitarbeitern, Klienten und Sklaven begleitet. Eine solche Verhandlung erforderte schließlich einige Vorbereitung. Zunächst wurde die Sella Curulis, der mit Elfenbein und Gold verzierte Klappstuhl ranghoher Magistrate, aufgestellt. Dann folgte eine vergleichsweise schmucklose Bank für die beiden beigeordneten Iudices. Als Scribonius Classicus eintraf, begrüßte Modestus den alten Senator freundlich. Dann wandte er sich an Sergius Plautus. "Halte dich in meiner Nähe und zu meiner Verfügung. Und achte auf die beiden Advocati. Irgendwann wirst du vielleicht auch vor Gericht auftreten müssen. Als erstes wirst du gleich vor die Basilica gehen und den Auguren fragen, wie die Zeichen stehen." sagte Modestus und nickte ihm aufmunternd zu. Der Sergier würde ein paar Schritte hinter ihm seinen Platz finden, sodass er jederzeit herbeigewinkt werden konnte.


    Als dann alle wichtigen Personen anwesend waren, gab Modestus seinem Liktor Primus ein Zeichen. Die Liktoren stampften mit ihren Fasces auf den Boden und sorgten mit dem lauten Klappern für Ruhe. Alls es still geworden war, wandte sich Modestus in lautem Tonfall an die Anwesenden. "Wir haben uns heute eingefunden um den Fall Lucius Papirius Ocealla gegen Marcus Papirius Salonius zu verhandeln. Die Anklage lautet auf Vatermord. Ich erinnere die Anwesenden daran, dass Mord mit dem Tod bestraft wird. In diesem besonderen Fall ist es Tradition, dass der Verurteilte mit wilden Tieren in einen Sack genäht und in den Tiber geworfen wird. Es handelt sich um ein schwerwiegendes Vergehen, weshalb ich von allen Anwesenden erwarte, dass sich entsprechende Gravitas zeigen." verkündete Modestus und lies seine Worte einige momente im Raum stehen, bevor er fortfuhr. "Doch bevor wir beginnen, müssen wir feststellen, ob es überhaupt dem Willen der Götter entspricht, dass wir an diesem Tag zu Gericht sitzen." Wieder machte Modestus eine kurze Pause und winkte seinen Klienten zu sich, um sich dann etwas theatralisch an ihn zu wenden. Galeo Sergius Plautus, geh zu dem Auguren vor der Basilica und Frage ihn, wie die Omen für den heutigen Tag sind."


    Sim-Off:

    Ich gehe davon aus, dass der zweite Iudex auch anwesend ist. Sobald der Spieler Zeit hat, kann er ja dazustoßen. :)

    "Ausgezeichnet. Ich habe auch schon einen Prozess bei dem ich deine Hilfe brauchen kann. Es geht um einen angeblichen Vatermord in der Subura." erwiderte Modestus und erzählte seinem Klienten wo und wann die Hauptverhandlung stattfinden würde. "Dabei kann ich deine Hilfe gut gebrauchen. Und der Fall genießt auch die Aufmerksamkeit der Öffentlichkeit. Du kannst also einen guten Eindruck vor den Bürgern machen. Halte dich an dem Tag zu meiner Verfügung und ich werde dir nach Bedarf Aufträge erteilen." Welche Aufgaben, das variierte von Verhandlung zu Verhandlung. Mal galt es einen Zeugen zu holen, oder einen Störenfried zu besänftigen. Manchmal mussten auch wichtige Unterlagen oder Erkundigungen eingeholt werden.

    "Nun wir finanzieren uns durch Spenden von Mitgliedern und Mitbürgern. Die guten Bürger der Stadt unterstützen uns nicht nur mit Geld, sondern auch mit ihrer Zeit und Arbeitsmaterial. Dahingehend haben wir momentan auch keine Sorgen. Wir benötigen nur wieder einige Mitglieder, die mit gutem Beispiel vorangehen und anpacken." entgegnete Modestus auf die Frage des Germanicers hin. Natürlich erwartete er von dem Sergier und dem Germanicer nicht, dass sie sich selbst die Hände schmutzig machten. Dafür waren sie viel zu hochrangig. Aber man brauchte schließlich auch solche Leute, die die Arbeit organisierten und überwachten. "Die Kreuzung an der Via Flaminia ist eine der wichtigeren und so können wir vielleicht wieder auf uns und unsere Aufgabe aufmerksam machen." erklärte Modestus den Grund warum man gerade mit diesem Altar beginnen sollte.

    Wie man schon mitgekriegt hat, habe ich seit einigen Wochen weniger Zeit für das IR, als ich gerne hätte. Das wird sich frühstens in einem Vierteljahr ändern. Bis dahin werde ich mich auf die bereits laufenden Plots konzentrieren und nicht viel neues anfangen. Natürlich kann es auch mal zu Verzögerungen kommen. Schreibt mir bei wichtigen Angelegenheiten einfach eine PN. :)


    Theogenes


    Nachdem Theogenes den Klienten erkannt hatte, winkte er ihn auch gleich hinein. Bei einem amtierenden Magistraten tagtäglich viele Leute ein und aus, sodass er sich die üblichen Fragen nach dem Belang sparte. Im Grunde war es sowieso immer das gleiche. Entweder ein offizielles Anliegen für den Praetor Urbanus, ein Klient oder ein Bittsteller. Dann brachte er ihn zum Triclinium.




    IANITOR - GENS ANNAEA

    Nur in die Tunika mit dem Purpurstreifen gehüllt befand sich Modestus im Triclinium. Während er Mittags zu Hause war, legte er die Toga immer ab. Er diktierte gerade etwas einem seiner Schreiber, als ein Sklave ihn über den Besuch seines Klienten informierte. Er nickte dem Sklaven kurz zu und beendete das Diktat, bevor er sich dem Sergier zuwandte. "Salve, Sergius. Was gibt es neues?"

    Modestus nickte dem Germanicer kurz zu und hörte sich an was dieser zu sagen hatte. Dan wandte auch er sich an die versammelten Mitglieder der Germanitas um seinen Dank für die Wahl auszusprechen."Auch ich danke euch für euer Vertrauen in mich."


    Dann kam er auch gleich zu einem anderen Anlass. Den er durchaus als wichtig erachtete. Vor kurzem war ihm unweit des Forums ein mittlerweile recht in die Jahre gekommener Schrein aufgefallen. Das nicht jeder Schrein in ganz Rom immer im perfekten Zustand sein konnte war klar. Aber an wichtigen Plätzen und Straßen sollte man sich doch mehr Mühe geben. Nicht nur wegen des größeren Verkehrsaufkommens, sondern auch um Präsenz zu zeigen und neue Mitglieder zu gewinnen. "Dann möchte ich zum nächsten Punkt kommen. Unweit der Basilica Ulpia auf der Via Flaminia ist mir vor kurzm ein Altar aufgefallen, der dringend renoviert oder neu errichtet werden sollte. In meinen Augen wäre das eine gute Gelegenheit für neue und neu aufgestiegene Mitglieder sich einzubringen. Paullus Germanicus Aculeo und Galeo Sergius Plautus wollt ihr euch um diesen Schrein kümmern?" fragte er ihn die Runde und sah zu seinem Klienten, den er in den Reihen der Zuschauer ausgemacht hatte. Mit einer Geste bedeutete er ihm, doch aufs Podium zu kommen.

    Modestus warf einen Blick auf die Tabula mit der Bestätigung für den Helvetier und winkte ab. Eigentlich sollte es reichen, wenn ein offizieller Scriba in seinem Namen zu den Urbanern ging. Aber er wusste nur zu gut, dass manche Männer sich gerne quer stellten, einfach nur weil sie es konnten. Also würde er dem Helvetier etwas besseres mitgeben als eine Wachstafel mit seinem Siegel. "Nein. Nimm einen meiner Liktoren mit." entgegnete Modestus und nickte seinem Liktor Primus kurz zu. Dieser würde einen der Fasces tragenden Männer für Marcus Helvetius Severus abstellen. Damit war diese Angelegenheit für Modestus beendet und er wandte sich den nächsten Bürgern zu, während an der Seite noch die Informationen zu Kläger und Beklagten aufgenommen wurden.

    "Ich werde die Cohortes Urbanae anweisen, beiden Advocati alle Unterlagen und die zuständigen Soldaten zugänglich zu machen. Sofern der Fall bereits von ihnen untersucht worden ist." entschied Modestus im Hinblick auf den zweiten Antrag des Verteidigers. Eine Entscheidung in diesem Fall zu treffen, war wesentlich einfacher, weshalb er damit begonnen hatte. Er wusste natürlich nicht, inwiefern die Urbaner schon in diesem Fall tätig waren, aber das würde sich einfach herausfinden lassen können. Er würde den Helvetier nach später einfach zur Castra der Urbaner schicken.


    Die Frage der Untersuchungshaft war da schon eine andere Sache. Einerseits war Mord und sogar noch am eigenen Vater sicherlich ein schweres Vergehen. Andererseits hatte auch der Verteidiger gute Argumente. Schließlich schien der Angeklagte freiwillig aufgetaucht zu sein. Auch handelte es sich hier um keinen Banditen, sondern um einen Mann aus einer respektablen, bürgerlichen Familie. Zudem hatte Salonius wohl keine anderen Väter mehr, die er ermorden konnte. "Ich entscheide, dass der Angeklagte vorerst auf freiem Fuß bleibt. Allerdings mit der Auflage, dass er einen Eid auf Iuppiter Optimus Maximus schwört nicht aus der Stadt zu verlassen und sich jeden Morgen und jeden Abend bei dem Tresvir Capitales Marcus Cornelius Lartius meldet. Versäumt dies auch nur ein Mal, dann wird er den Prozess vom Carcer Tullianus aus verfolgen können." Modestus hatte die Kontrolle des Angeklagten mit Bedacht an den Kollegen des Flaviers übertragen. Schließlich konnte man man dies kaum den Ankläger tun lassen, der seine Einkerkerung forderte.


    "Gut, damit schließe ich die Anklageerhebung ab. Der Prozesstermin wird auf dem Forum ausgehängt werden." erklärte Modestus abschließend. Damit war dieser Fall erst einmal durch. Gleich konnten die nächsten Leute vortreten, doch Modestus wandte sich noch einmal dem Helvetier zu. "Nimm wie besprochen ihre Informationen auf. Danach gehst du den Urbanern und erkundigst dich, ob sie in diesem Fall bereits ermittelt haben. Sprich mit dem zuständigen Ermittlern und notiere dir alles was dir wichtig erscheint. Hast du noch Fragen, Helvetius?"