Beiträge von Lucius Artorius Castus

    Hallo zusammen!


    Erst einmal ein großes SORRY dass ich so lange abwesend war und so gar nichts von mir hören lies. Ich hatte privat sehr viel Stress und wenig Zeit.


    Hiermit melde ich mich mit diesem und dem Charakter Artoria Crista wieder aktiv zurück.


    Liebe Grüße an alle die mich kennen und auch die mich nicht kennen ;) *wink*

    "Ohja, ich weis sehr gut wie es damals noch ausgesehen hatte, als ich bei der Legio war. Und jetzt...das Theater macht wirklich etwas her. Das gesamte Bild der Stadt hat sich verändert." stimmte er Avitus Aussage zu.


    Kurz überlegte er, was er auf die Frage von seinem Vetter antworten sollte, dann sah er zu Crista. Eigentlich war es klar. Seine Schwester hatte beschlossen ihr Leben in Hispania und das Leben einer Vestalin hinter sich zu lassen und in Roma ein neues zu beginnen. Er war derjenige, der ihr versprochen hatte sie zu begleiten und jederzeit für sie da zu sein. Ihr Verhältnis in Tarraco hatte sich so gefestig, dass gar schon eine Art Vater-Tochter Verhältnis daraus geworden war.


    "Wir werden beide in Rom bleiben" antwortete er für sich und seine Schwester. "Da sich mein Schwesterchen ein Gestüt wünscht, werde ich erst einmal buckeln gehen müssen, um ihr diesen Wunsch erfüllen zu können. Es sei denn wir finden einen Gönner für sie, der ihr drei davon kauft." lachte er, während sie ihn in die Seite stieß.


    "Nein, im Ernst, ich werde mit Livianus wie ich schon sagte ein Gespräch führen, wie es nun weitergeht, wenn er nicht mehr hier ist. Vielleicht kann er die Klientschaft an einen seiner Familienmitglieder weitergeben, die sich momentan in Rom aufhalten. Die Decima sind ja allgemein eine große und mächtige Familie. Sicher bekomme ich dort auch Arbeit."

    Verschwommenen Blickes sah er Avitus herüberkommen, der ihm sogleich tadelnde Worte entgegen warf. *hicks* war erst einmal seine Antwort. Wieviel hatte er eigentlich schon getrunken? Verdammt, er vertrug doch wirklich gar nichts mehr.


    "Die Feier ruinieren?" fragte er amüsiert in seinem Rausch. "Nein... ich mach s...ie mir nuuur sch...öner Avi..." Das Crista sehr unter seinem Verhalten litt bekam er nicht mit. In diesem Moment war ihm alles egal. Am liebsten wäre er hinüber gegangen und hätte diesem Plautius seine Meinung gesagt...ja seinen "Glückwunsch" hätte er ihm überbracht, dass er die wundervollste Frau auf Erden geheiratet hatte, aber er sie einfach nicht verdient hatte. Dieses ganze Showtheater stank zum Himmel. Der Krieg war ausgebrochen und gute Miene zum schlechten Spiel zu machen, war das allerletzte.
    Gute Lust hatte er zu Medeia zu gehen, sie an sich zu reißen und innigst zu küssen, damit sie wusste, wo sie eigentlich hingehörte und welchen fehler sie erneut mit einer solchen Heirat begangen hatte.


    Das Dumme dabei war nur...er sah den Weg dorthin, sowie viele der umstehenden Menschen bereits doppelt. Ein Glück für Crista und den Rest der Verwandschaft, so konnte er den Ausgang der Feier nicht gefährden.


    Als sich ein ihm unbekannter Mann und dessen Anhang näherte, sowie mit Avitus sprach, mischte er sich ins Gespräch ein.
    "Sch...ön so ne Hochzeit wa...s?" *hicks* "Tschuldigung... ich bin Lusius Artorius Cassus... Castus" versuchte er sich vorzustellen.
    "Meine Schwester Crissa...Crista und mein Bruder Impe..iousus.. und du?"


    Crista schämte sich zutiefst für die Familie und Lucius' Auftritt, hoffentlich bekamen Medeia und ihr Gatte nichts davon mit. Sie hoffte nur, dass es bald vorbei sein würde.

    Nun war es vollbracht.. Medeia war verheiratet...verheiratet mit Camillus Matinius Plautius. Er war zu spät gekommen.. nein, er hatte es einfach geschehen lassen. Warum nur? Warum hatte er jetzt nicht seine Chance genutzt und hatte ihr noch seine Liebe gestanden. Vielleicht hätte sie diesen Plautius dann nicht geheiratet.


    Die Zeremonie war größtenteils vorüber. Beide Parteien hatten ihre Schwüre dargebracht und waren nur Mann und Frau. Alles graturlierte ihnen, sogar die Soldaten außerhalb des Castellums waren mit einem lauten Salut zu hören. Nein, er konnte ihr nicht gratulieren und vor allem nicht in diesem Zustand.


    Mittlerweile hatte er soviel getrunken, dass er kaum noch Herr seiner Sinne war. Zwischen Imperiosus und Crista musste er sich festhalten um nicht umzufallen, so schwankte der Boden unter seinen Füßen. Er fühlte sich elend.. ein elendes Wrack...


    Crista hatte es gut gemeint und wollte ihn von der Dummheit abbringen, doch sie hatte es nicht geschafft. Traurig sah er dem weiteren geschehen zu und kleine Tränen verliesen seine Augen um sich einen Weg über seine Wangen zu bahnen. Wie erbärmlich du bist Lucius, dachte er bei sich. Was hast du bisher geschafft? Nichts...nicht mal einen Bastard hast du bisher gezeugt... grummelte er lallend in seinen Bart.


    Er bemerkte in seinem Zustand kaum noch wie peinlich berührt seine Schwester über sein Verhalten war. Sie war blutrot im Gesicht und sah sich zwischen diesen ganzen wildfremden Menschen um. Keinen einzigen kannte sie, bei dem sie wusste, dass sie ihn beruhigt fragen und um Hilfe bitten könnte. Außer ihren Bruder Imperiosus und Avitus, der gelegentlich zu ihnen sah.

    Lucius machte sich natürlich Gedanken über diese Hochzeit, aber dennoch war er der Meinung er müsse dort hingehen. Crista war da anderer Meinung, warum auch sollte er sich unnötig quälen? Aber sie konnte ihn einfach nicht davon abbringen.


    Dass Avitus das Thema wechselte kam ihm dabei ganz recht. "Ja" antwortete er und sah sein Gegenüber an. "Wir haben uns in einer Tabernae in Mantua nieder gelassen. Eine wirklich sehr schöne muss ich sagen. Es hat sich viel verändert die Zeit über." musste er zugeben.


    "Aber dennoch hast du recht, ich sollte mit Livianus einmal reden, vor allem wie es mit der Klientschaft weiter gehen soll, wenn er jetzt in den Krieg fort zieht."

    Wie ihnen angeboten, setzten sich die Beiden. "Vielen Dank" antwortete Lucius, dann nickte er.


    "Ja, wir haben natürlich davon gehört. Es gibt kaum noch einen Ort im römischen Reich, in dem man nicht davon spricht. Ein Grund mehr, warum ich bereue damals die Legio verlassen zu haben um der Cohortes zu dienen, die mir nichts außer Ärger brachte und lediglich Dienst an unseren Imperator war, aber nicht dem Land diente, das ich so liebe." entgegnete er seinem Vetter und unterbrach seine Rede, da Crista ihn in den Arm kneifte. Sie mochte es nicht, wenn er so über den Krieg sprach. Das war kein Spiel, es war tödlicher Ernst und sie fürchtete um jeden ihrer Verwandten.


    Er legte seine Hand auf die ihre um sie zu beruhigen und beschloss nicht mehr in dieser Wunde zu bohren. "Natürlich werden wir sie angemessen am Familiengrab beisetzten lassen, auch wenn du wahrscheinlich leider nicht anwesend sein kannst." auch Crista nickte bei diesen Worten zustimmend.

    Eine gewisse Weile hatten er und Crista sich mit Imperiosus unterhalten, doch hatte er diesem den Grund ihres Kommens - den Tod Sabinas - noch nicht genannt.
    Gerade als er wieder zu sprechen ansetzen wollte, bat der Priester um Ruhe und alle Augen richteten sich zu der Tür aus dem die Braut schritt.


    Lucius versuchte sich zu fassen, doch es gelang ihm sichtlich schwer sich nicht loszulösen und auf die Frau seines Lebens zuzulaufen. Diese war soeben dabei zum Altar zu gehen an dem ein anderer Mann stand, dem sie am heutigen Tage das Ja-Wort geben würde.
    Es war zu spät...er war zu spät... dies wurde ihm bewusst. Erneut hatte er etwas in seinem Leben verloren, dass ihm mehr als alles andere bedeutet hatte, mehr als sein Leben.


    Unbewusst hielt er einen Sklaven an und griff nach der Weinkaraffe, während er dabei die Augen nicht von Medeia lies. Er schenkte sich komplett voll und behielt das Gefäß auch gleich noch in seiner Hand. Der Bedienstete sah ihn überrascht an, nachdem er einen missbilligenden Blick erntete verschwand er jedoch.


    Da...sah Medeia nicht in seine Richtung? Starr richtete sein Blick sich nach ihren Augen. Wie schön sie war...seine Medeia!
    "Tzzz..." lachte er kurz als der Priester seine Prophezeiung kund tat, dass sie ein glückliches Leben führen würden. Von wegen...dieser Mann würde in den Krieg gehen und wohl als Leiche zurückkehren...was war das für ein Leben für einen anderen Menschen der liebte, einsam zu Hause zurück blieb und Tag für Tag nicht wusste, ob sein Partner noch am leben war?


    Ein kräftiger Schluck Wein beantwortete ihm diese Frage von selbst und er merkte, wie dieser ihm schon sehr in den Kopf stieg, doch es war ihm egal. Registrierte er doch nicht einmal, dass Crista einige Male versuchte, seinen übermäßigen Genuss an Wein zu zügeln. Doch es gelang ihr nicht. Wie anders hätte er die Zeremonie überstehen sollen?

    "Es ist so" antwortete Lucius auf die letzte Frage seines Vetters und warf noch einmal einen Blick auf das ungewöhnliche Schreiben. Tatsächlich war darauf kein Absender versehen, noch eine Anschrift die ihm irgendwie hätte weiterhelfen können. Nichts.. kein Anhaltspunkt.


    Er seufzte "sicher hatte sie noch vor Germania zu besuchen, bevor sie... ich denke sie wusste, dass ihr etwas fehlte, aber sie lies es sich nicht erscheinen. Uns beide traf es wie ein tiefer Schlag ins Gesicht."


    Beide nickten sie. "Glaube mir, uns wäre es auch lieber gewesen mit ihr lebend zu dir zu reisen, als mit ihrer Asche. Sie wollte immer, dass ich mich wieder der ganzen Familie anschließe, nachdem ich so abrupt aus Italia verschwunden war und in Britannia nicht das gefunden hatte, nachdem ich gesucht hatte."

    Dieser trat ebenso vor und legte seine Hand auf Avitus' Schulter. "Auf der Überfahrt nach Hispania ging es ihr noch sehr gut, doch muss sie sich dort etwas eingefangen haben. Lange bemerkte niemand, nicht einmal sie, wie schwer Krank sie war. Ein Infekt...vielleicht Korruption und jemand wollte sie vergiften...ein langsames Gift, wir wissen es nicht. Eines Morgens war sie nicht aufzufinden und ich machte mir sorgen, als einer ihrer Leibeigenen zu mir kam und die Nachricht überbrachte, dass sie aus ihrem Schlaf nicht mehr erwache. Wir holten sofort einen Arzt, aber es war zu spät! Es...es tut mir leid." erklärte er mit trauriger Stimme.

    Sicherlich lag die Wiedersehensfreude bei beiden Geschwisterteilen, doch wurde sie mit der schlechten Kunde jäh überschattet. Gemäsigten Schrittes betrat Lucius das Zimmer, während sich seine Schwester eher scheu im Hintergrund hielt. Dies alles ging ihr noch viel zu nahe.


    Auch rechnete Lucius damit, dass Avitus nicht begeistert über sein plötzliches Verschwinden damals gewesen sei und rechnete mit vielen Fragen. Er brauchte einfach Abstand und Ruhe von allem um ein neues Leben beginnen zu können.


    "Salve Cousin, ich denke es überrascht dich sehr, dass du uns heute und hier siehst. Mein Kommen...unser Kommen hat einen gewissen Grund und es ist nicht die Heirat Medeias." erklärte er stockend.

    Lange hatte Lucius überlegt hierher zu kommen, doch seine Schwester hatte ihm keine Ruhe gelassen. Sie wollte nicht auf die Hochzeit verzichten, schließlich ging es um ihre Tante und die Verwandschaft musste man pflegen, ihrer Meinung nach.


    Nachdem sie mit der Wache am Tor gesprochen hatten und von den Feierlichkeiten erfuhren, hatten sie sich auf den Heimweg zur Tabernae gemacht, wo er es sich reiflich überlegt hatte auf das Fest zu gehen. Aber da Crista darauf bestand dort hin zu gehen und er keine andere Wahl hatte als sie zu begleiten, tat er ihrer Bitte gleich.


    Arm in Arm betrat das Geschwisterpaar also festlich gekleidet das Praetorium. Sogleich erkannte Lucius ihren Bruder Imperiosus, den er seit Jahren nicht mehr gesehen hatte und trat auf ihn zu.
    Nebenbei nahm er sich einen Becher Wein, um damit die Gedanken an Medeia zu vertreiben.


    Vorsichtig begann er "Salve Bruder, erkennst du mich noch?" wisperte er dem Mann zu. Ebenso war er gespannt auf die Reaktion seines Bruders, dass Crista auch hier war.

    "Mein Name ist Lucius Artorius Castus" anwortete er sogleich und warf kurz einen Blick über seine Schulter um sich zu vergewissern, ob seine Schwester noch hinter im stand.


    Dann fügte er weiter hinzu: "Es geht hauptsächlich um Lucius Artorius Avitus. Ich habe ihm Kunde über seine Schwester mitzuteilen"



    Während er mit der Wache sprach, kamen immer mehr Menschen, die kurz mit einer der Wachen sprachen und mit einem zustimmenden Nicken Einlass gewährt bekamen. Er warf wieder einen Blick auf seine Schwester, die näher kam und ihm etwas ins Ohr flüsterte.
    Medeia's Hochzeit würde am nächsten Tag im Castellum gefeiert werden und dies waren die ersten Gäste, die eintrafen. Konnte das wirklich sein? Medeia, seine geliebte Medeia heiratete wieder? Und nicht ihn sondern irgendeinen...Soldaten.


    Er musste erst einmal tief Luft holen und meinte dann zu der Wache: "Könnt ihr mir sagen, ob Avitus auch auf der Hochzeit vertreten sein wird?" fragte er.

    Erst wollte er hellauf lachen, doch dann griff er nach der zarten, schmalen Hand an seiner Brust und hauchte ihr einen Kuss auf. Sie wusste genau, was er eigentlich sagen wollte, das liebte er an ihr. Ja, er wollte sie tadeln, dass sie ohne ihn gegangen war. Die Straßen Italias waren doch nicht die Sichersten für eine junge Vestalin, die sich ihr bisheriges Leben lang, von Männern fern gehalten hatte, bis sie beschloss, sich doch der Familiengründung zu widmen und die Vestalinen vor wenigen Wochen verlies.


    "Besser ist es, wenn ich dich begleite. Nicht dass mir das Liebste auf Erden abhanden kommt." lächelte er. In der Zeit, in der er bei ihr in Hispania gelebt hatte, waren sie sehr vertraut geworden und er hatte seine Schwester tief in sein Herz geschlossen. Undenkbar für ihn, wenn ihr etwas zustoßen würde.


    Ihr Weg führte sie also weiter zu Castellum der CU, wofür er einst gedient hatte und es ihr stolz präsentierte. Viele Leute gingen dort ein und aus.

    Crista war jedoch nicht die einzige Artoria, die zurück gekehrt war. Nachdem sich Lucius' Weg in das ferne Britannien verlaufen hatte, erkannte er jedoch, dass dies nie das Zuhause für ihn werden würde, wie es Roma geworden war. Doch sollte er zurück? Nein, dem war er damals noch nicht gewachsen. Auch er hatte den Weg in das zauberhafte Tarraco gefunden, wo er bei seiner geliebten Schwester untergekommen war. Keiner der Familie wusste jedoch, dass er sich dort befand und Crista hatte ihm versprochen, nichts zu sagen.


    Nachdem sich auch Sabina ihnen angeschlossen hatte, schien das Leben in Hispania seine Formen anzunehmen und sich dort ein weiterer Artorierzweig zu entwickeln, was sich jedoch wieder jäh mit dem Tod der Arotrierin zerstörte.


    Da seine Schwester beschlossen hatte nach Mantua aufzubrechen um den dort stationierten Brüdern und Cousins die traurige Nachricht zu überteilen, sowie Sabinas Sarg zu überführen, entschied auch er sich dafür in die alte Heimat zurück zu kehren.


    Er wusste es würde schwer für ihn werden. Ohne viele Worte hatte er die Familie und vor allem Medeia damals verlassen. Wie sehr er sie geliebt hatte, er liebte sie auch jetzt noch, doch aus ihnen war nie ein Paar geworden. Wie würde wohl das erste Treffen zwischen ihnen beiden werden? Hatte sie vielleicht schon einen Mann, Familie..Kinder? Er wusste noch genau, wie er in der eisigen Kälte Britanniens umher lief, wie seine Gedanken immer wieder zu ihr glitten.. die Gedanken, wie es gewesen wäre eine Familie mit ihr zu haben. Doch zu jener Zeit hatten sie beider ihre Karriere im Auge und keine Zeit an so etwas zu denken.


    Oftmals dachte er daran, ob er denn je eine Familie haben würde. Würde er Kinderlos und einsam sterben...sich in einem erbarmungslosen Kampf heldenhaft opfern...wer würde seinen Heldentum rühmen, wenn niemand davon wusste?


    Egal, es war ein guter Entschluss gewesen, seine kleine Schwester zu begleiten. Somit konnte er ein neues Leben in Roma beginnen und ihr beistehen bei der schweren Aufgabe, den Tod eines Familienmitgliedes zu überbringen.



    Um etwas Ruhe zu finden, hatte er sich am Fenstersims seines Tabernenzimmers niedergelassen. Da bemerkte er, wie sich Crista allein die Straße entlang bewegte. Kurzerhand entschloss er sie nicht alleine gehen zu lassen. Sicher, er war lange fort gewesen, dennoch kannte er diese Straßen um einiges besser als die junge, in seinen Augen bildhübsche Frau.


    "Wo willst du hin?" fragte er sie tadelnd, jedoch lächelten seine Augen sie schützend an.

    So es ist soweit. Lucius verläßt Roma und somit auch das IR. Ich möchte darum bitten, diese ID auf In Exil zu stellen. Ich werde in nächster Zeit auch meine anderen IDs rausholen, doch fange ich erst mal mit Lucius an.


    Ich möchte meinen Posten des Pater Gentis, oder SimOff Verwalters wie er jetzt heißt, damit auch an ein anderes Familienmitglied abgeben und zwar an Artoria Medeia.



    Machts gut und viel Spaß allen :)

    Mit Sack und Pack kam Lucius den Weg zum Tor gelaufen. Vor kurzem hatte er gekündigt und die Cohortes verlassen. Nun wollte er sich aufmachen, ehe er noch jemanden von der Gens traf, der ihn aufgehalten hätte. Aber er konnte so nicht weitermachen. Das war nicht seine Vorstellung gewesen. Oft hatte er das Gefühl gehabt, etwas durch seinen Dienst zu bewegen, aber in letzter Zeit wurde es einfach nur noch schwierig. Aber tief in ihm drin spürte er den Ruf in die Fremde. Den Ruf in ein Land, was doch seine zukünftige Heimat sein könnte. Vielleicht würde er dort eine Frau und eine Familie finden, dort einen weiteren Stammbaum der Artoria begründen. Britannia war sein Ziel. Zwar wußte Lucius noch nichts davon, aber er würde sein Ziel erreichen. Auch eine Familie würde er dort gründen, die noch Jahrhunderte später dort für die Menschen kämpfte und lebte bis zu jenem Tag als sein Nachkomme den Namens Lucius Artorius Castus wieder tragen würde.


    Seufzend wandte Castus seinen Blick um, sah noch ein letztes Mal auf die große Stadt Roma. Seine Familie zu verlassen war schwer für ihn. Doch auch sie waren ihm fremd geworden. Es war Zeit dieses Land zu verlassen und zu neuen Ufern aufzubrechen. Lucius wandte sich mit einem Ruck ab und schritt aus dem Tor hinaus. Sein Blick war auf den Weg nach Ostia gerichtet. Ein neues Leben würde ihn erwarten. Und so verließ Lucius Artorius Castus für immer Roma!

    Liebe Familia,


    es fällt mir schwer, diese Zeilen zu verfassen. Aber ich kann es euch nicht persönlich sagen, da es mich zu sehr schmerzen würde. Ich verlasse Rom und das entgültig. Ich habe mich entschlossen ein neues Leben in der Fremde zu beginnen. Weit weg von den Intrigen Romas und den Schlechtigkeiten der Urbs. Denn das ist nicht meine Bestimmung. Ich spüre das tief in meinem Herzen. Ich hoffe, dass ihr meinen Entschluss versteht, respektiert und eines Tages verzeihen könnt. Wenn mir möglich ist, werde ich euch Nachricht zu kommen lassen, wo ich verbleiben werde.


    Medeia, ich möchte Dich darum bitten, daß Du Dich weiter um die Familie kümmerst. Sorge dafür, dass der Zusammenhalt bestehen bleibt und die Artorier in Rom bestehen können.


    Mögen die Götter stets über euch alle wachen und Fortuna euch mit einem reichen und glücklichen Leben bescheren.


    Euer
    Lucius!