Beiträge von Claudia Sassia


    „Oh.“ Sagte Sassia und lächelte den Händler dann an. „Titus, dass ich bei dir mal ein Schnäppchen machen kann, hätte ich nicht erwartete.“ Sagte sie zwinkernd und schickte Nija mit dem Geld zu dem Händler. „Komm zu mir.“ Sagte sie an die Sklavin gewandt. Sie drehte sich zu Ewen um. „Nun ich hoffe Scato freut sich über dieses Geschenk, denn das hier...“ Sie hielt den Reif hoch. „...wird ihn wohl nicht so freuen.“

    Sassia sah die herausschreitenden evocati als Verteidiger dieser Stadt und fiel in den Applaus ein um sie entsprechend zu begrüßen.
    Ja das war schon ein ganz spezielles Opfer, was man hier miterleben durfte. Viele der Bürger Roms waren heute hier versammelt und applaudierten und ganz laut.

    Sassia nickte. „Danke.“ Sagte sie nur knapp. „Ewen, lass den Kerl gehen.“ Nachdenklich drehte sie den Reif in ihren Händen. Sollte diese rothaarige Sklavin wirklich so dumm sein? Sassia war ganz in Gedanken, so dass sie fast gar nicht mitbekam, wie sie den Arm hob und „500“ in Richtung des Händlers sprach.

    Sassia war zwar nicht gerade begeistert doch dann ließ sie den Kerl reden und was der zu sagen hatte war ungeheuerlich. Für Geld anbieten dass hatte doch keien flavische Sklavin nötig, also zumindest nicht das Geld? Sie aus dem Weg räumen um ihren Dominus für sich zu haben?
    Sassia hatte natürlich eine Verdacht den Reif nahm sie an sich. Im Haus Flavier gab es viel Sklaven und so wollte sie sicher geht deshalb fragte Sassia nach. „Welche Haarfarbe hat diese Sklavin? Weißt du wie sie heißt? “

    Einkaufstour! Ja das mochte die Claudia. Sie hatte schon ein dutzend neuer Kleider und Schuhe erworben. Die natürlich geliefert wurden. Die Sänfte hatte sie am Rande des Marktes stehen lassen. Sie mochte es einfach sich mitunter in das Gewimmel der Menschen zu begeben und nicht immer von oben herab auf diese zu blicken. So hier mitten auf dem Markt konnte man immer mal wieder nette Bekanntschaften machen so wie neulich hier auf dem Sklavenmarkt, wo sie den Consular Decimus kennenlernen durfte. So stand sie nun also hier und begutachtete die Ware. Sie winkte Ewen und Nija heran, damit sie näher traten und deutete mit einem Kopfnicken in Richtung der Sklavin auf dem Podest. „Was meint ihr wäre das nicht ein schönes Geschenk für meinen Mann?“ Schließlich musste sie Scato ja auch irgendwas vom Markt mitbringen, wenn sie hier schon mit vollen Händen sein Geld ausgab.

    „Oh das Rot steht dir wirklich außergewöhnlich gut.“ rief Sassia freudig aus, als die Tiberia in den roten Traum gehüllt nun den Garten betrat. Lächelnd wandte sie sich dann an Axilla. „Nun wir haben auch schöne grüne Kleider. Komm mit, ich zeige dir ein paar.“ Vor einen grünen Traum aus Seide aufwendig mit Gold bestickt blieb sie stehen. „Oh Axilla, das würde dir bestimmt gut stehen. Probiere es doch mal an.“ Sagte sie und winkte Iduna heran und sagte tatsächlich freundlich. „Sei ihr bei der Anprobe behilflich.“ Ja für Sassia war das Thema Iduna abgeschlossen, denn solange sie sich entsprechend demütig und dankbar ihren Herrschaften gegenüber zeigte, war Sassia zufrieden. Sie wollte einen harmonierenden Haushalt haben und auch die Sklaven sollten harmonieren. Und so lang dies klappe gab es seitens der Claudia sogar Belohnungen für diese. So wie auch heute den Sklavinnen versprochen worden war, dass wenn alles so klappte wie vorgesehen, das sie dann natürlich auch etwas dafür bekommen würden.

    Sassia drückte die Kleine an sich und grinste, als sie dann ihre Tante wieder ansah schaute sie mit wichtiger Mine. „Das werde ich.“ Dann stellte sie ihre Tante auf die Füße, erhob sich selbst auch und baute sich mit Sisenna an der Hand vor dem Großvater auf. „Großvater...“ begann sie mit ernster Stimme. „Sisenna hat beschlossen, dass dir die Ehre zufällt die Betriebe welche sich in ihrem Besitz befinden zu führen.“ Sagte sie und schaute dann verschwörerisch zu Sisenna. „Sie werden in ihrem Sinnen von dir weitergeführt, das musst du versprechen, sonst... sonst... sonst rede ich kein Wort mehr mit dir.“ Sagte Sassia und schaute ihre Tante an und nickte ihr zu. „Und Großvater? Bist du mit den Bedingungen einverstanden?“ Ein kleines Lächeln erschien auf ihrem Gesicht, ihr Großvater würde wohl eh nie gegen Sisenna Willen etwas mit den Betrieben machen.

    Oh wie aufregend und die Augusta war der erste Gast. Welche eine Ehre, nachdem Prisca nun die Augusta begrüßt hatte, tat Sassia es ihr Gleich. „Ich freue mich, dass wir dich hier heute begrüßen zu dürfen. Fühle dich ganz wie zu Hause.“ sagte die Claudia und begrüßte nun nach und nach auch alle anderen Gäste. Da sie ja schon ein paarmal das Vergnüge hatte, die Augusta im privatem Rahmen zu treffen, wusste sie, das die Kaiserin es schätze, wenn man sie nicht anders als andere behandelte. „Octavia Flora.“ Lächelnd ging Sassia auf die Frau zu und begrüßte sie herzlich. „Ich freue mich, dass wir uns endlich mal wieder sehen, Wie geht es dir?“ Ein wenig Konversation und schon rauschte die nächste Dame heran. „Salve, willkommen in der Villa Flavia zu unserem fest. Ich freue mich dich begrüßen zu dürfen. Ich bin Claudia Sassia und das dort ist Aurelia Prisca.“ Wurde auch diese Dame begrüßt. „Meine Damen?“ Nun wandte sie die Claudia an alle anwesenden Frauen. „Die Sklavinnen halten neben Wein und kleinen Häppchen auch kleine Täfelchen für euch vor. Wenn ihr Interesse an einem der Kleider habt, dann legt die Tafel darunter. Sollten unter einem Kleid mehrere Tafeln liegen wird das anschließend unter den Interessentinnen versteigert.“ Verkündete die Claudia und erklärte damit gleich, wie der Verkauf ablaufen würde. Dann ging sie zu ihrer Schwester umarmte diese und küsste sie auf die Wange. „Ich freue mich so, dass du es geschafft hast." Das war bei Silana ja nie sicher. Sie war mitunter doch sehr anders. Um so mehr freute es Sassia, dass sie nun auch ihre Schwester hier wusste.

    Sassia nickte freudig. „Oh ja wir können beginnen.“ Sagte sie freudig „Ich bin so gespannt, wie unser Fest ankommen wird.“ Sagte sie noch bevor sie eine Drehung vollführte uns sich nochmal einen Überblick verschaffte. Es war alles perfekt. Und die Kaiserin würde wohl auch erscheine, was dem fest die Krone aufsetzte. Es war einfach nur toll. So hielt sie in der Drehung an und sah die Aurelia an. „Ja die Perserin ist hier und zieht gerade das Kleid an.“ Sagte Sassia und blickt esich um. Morrigan müsste wohl auch jeden Augenblick hier erscheinen. Selbstverständlich würde man sie nicht mal erkennen, denn Sassia hatte angewiesen, dass auch ihr Gesicht mit einem Schleier bedeckt wurde, damit wirklich das Kleid im Mittelpunkt stand. Die Musik erklang und Sassia war gespannt auf die Gäste.

    Und Sassia strahlte zurück. Ja das hatte Ewen wirklich gut hinbekommen. Sie wusste ja, das ihm mitunter langweilig war, was aber nicht an ihr lag. Aber zur Zeit unternahm sie nun mal kaum mehr als Einkaufen und dieses Sehen und Gesehen werden. Wenn sie um die Gedanken ihres Leibwächter wüsste, dann würde sie ihm sicherlich anbieten, dass er ab und an in den Ludi gehen könnte um dort zu trainieren oder zu kämpfen. Aber so lange der Sklave ihr nicht so vertraute, dass er seine Wünsche verbalisierte, musste sie ja annehmen, dass er zufrieden war. Sassia studiert kurz die neuen Gesetzt. „Oh schau, Großvaters Wagenrenngesetz.“ Freute sie sich.

    Die Claudia nickte. „Nun ich vertraue auf dein Fähigkeiten.“ Sagte und wartet, dass er ihr einen Weg bahnte. Auch wenn sie sich derweil umsah, nahm sie natürlich keine Notiz von der Sklavin. Ihr Fokus lag eindeutig auf den wichtigen Menschen hier auf dem Forum. Sklaven waren einfach nur da, nicht was man wirklich beachten musste. Es gab nur einen Sklaven dem sie gerade Beachtung schenkte und das war Ewen.

    Sassia setzte sich nun ungeachtet ihres Kleides auf den Boden und zog die Kleien auf ihren Schoss. Sie wiegte sie vorsichtig in ihren Armen und versuchte ihr den nötigen Trost zu spende. „Nun du siehst das falsch. Du bestimmst wirklich nur auf dem Papier für alle Außenstehenden bestimmt ein anderer. Du bist es die auf die Ponys und die Pferde aufpasst. Du und niemand anderes. Aber wenn eine Kontrolle kommt, dann steht dort en anderer Namen.“ Sagte sie und versuchte der Kleine zu erklären, dass sie nur für andere die Gewalt über ihre Betreibe verliert. Hier aber jeder wusste, das diese Tiere und Betriebe ihr und nur ihr allein gehörten. „Du...“ Sagte Sassia und ein Lächeln huschte über ihr Gesicht. „Ich glaub ich habs. Was hältst du davon, wenn Großvater das macht? Also wenn er der ist, der auf dem Papier deine Betriebe führt?“ Ein fast schon spitzbübisches Lächeln umspielte jetzt Sassias Mund als sie sich zur kleinen Tante beugte und ihr zuflüstertete. „Glaube mir, er traut sich nicht irgendetwas zu machen, was du nicht willst.“ Ein Zwinkern folgte und Sassia sah die Kleine fragend an. „Was meinst du wollen wir Großvater fragen, ob er diese Aufgabe übernimmt?“

    Sassia nickte zufrieden. "Keine Sorge Ewen, ich plane keinen Einkauf. Es ist nur mal wieder Zeit, das ich mich in Rom sehen lasse." Sagte sie, denn sie wusste, dass ihr Leibwächter Einkäufe hasste und da obwohl immer was für ihn abfiel. Apropos abfiel. Sassia griff nach einem kleinen Lederbeutel mit etwa 20 Sesterzen. „Für deine Mühen mit der Rothaarigen.“ Sagt sie und reichte ihm den Beutel.

    Wie angekündigt war Sassia nun heute mit ihrem Leibwächter zusammen aufgebrochen. Sie hatte kein konkretes Ziel. So schlenderte sie einfach nur durch die Straßen und hielt mal hier und mal dort an. Nun stand sie also hier auf dem Forum und sah sich um. Es war eigentlich genau so viel los wie immer. War da ein neuer Aushang? Ja da schien was neues zu sein. „Ewen dort hin.“ Sagte sie zeigte zu den Aushängen. Mal schauen was der Senat so Neues beschlossen hatte.

    Sassia nickte und deutete auf einen der Stühle. „Ja das habe ich in der Tat.“ Sagte sie und nahm selber auch Platz. „Ist dir dein neues Spielzeug schon langweilig geworden?“ Fragte Sassia, hob aber gleichzeitig die Hand um anzudeuten, dass sie noch keine Antwort wollte. „Wie ich höre ist diese Rothaarige wieder in die Sklavenunterkunft umgezogen und nächtigt dort. Es sieht wohl so aus, als das sie meinen Schutz nicht möchte, dann soll sie ihn auch nicht bekommen.“ Sagte die Claudia. „Ich entbinde dich von der Pflicht auf sie zu achten. Wenn also jemand über sie herfällt oder ähnliches soll dies nicht mehr deine Sorge sein. Sie hat es selbst gewählt.“ Sagte die Claudia und zuckte mit den Schultern. „Ich möchte morgen in die Stadt gehen und möchte, dass du mich begleitest.“ Sagte sie und war damit schon bei der Planung für den nächsten tag angekommen.

    Sassia nickt, denn natürlich wusste sie um die Umstände von Morrigan. „Ich werde sie nicht über die Gebühr beanspruchen. Sie wird Ruhephase bekommen. Aber, ähm du kannst sie herbringen lassen und zwei unserer Leibwächter bringen sie dann wieder zu dir. Es ist ein fest nur für Frauen, auch Sklaven sind nicht erwünscht. Und ich möchte weder niemanden deiner Sklaven zumuten, den ganzen Tag hier in der Culina sitzen zu müssen.“ Sagte sie freundlich zu ihrem Großvater. „Ich werde ein Auge auf sie haben.“ Versprach Sassia obendrein. Obwohl sie nicht glaubte, dass die Sklavin das Bedürfnis hatte sich zu entfernen.

    Caudia Sassia hatte gerade eine längere Unterredung mit Nija ihrer Leibsklavin hinter sich. Sie hatte so einiges Interessantes erfahren. So hatte sie nun nach Ewen schicken lassen und warte hier in ihrem Zimmer auf ihren Leibwächter.

    Sassia war schneller als ihre kleine Tante und fing sie wieder ein. Sie schloss sie in die Arme und streichelte ihr über den Kopf. „Ich weiß das es gemein ist.“ Sagte sie verstehend und drückt die Kleine an sich. Inzwischen saß Sassia auf ihren Knien, damit die der Kleinen direkt in die Augen sehen konnte. „Ich weiß das es furchtbar gemein ist.“ Wiederholte sie mit einem tiefen Seufzer. „Wenn es nach mir gehen würde, würde ich dir und nur dir alle Bienen dieser Stand anvertrauen, weil ich weiß, dass du gut zu ihnen bist. Ebenso wie zu deinen Pferden. Aber es gibt ein neues Gesetzt, das es dir verbietet diese Betriebe zu führen.“ Sie drückte die Kleine fest an sich, sie konnte so gut nachfühlen, wie sie sich fühlen musste. „Aber lass uns doch gemeinsam überlegen, wer zumindest offiziell deine Betriebe führt. Sie gehören immer noch dir. Und du kannst auch bestimmen, wer sie führen soll... zumindest auf dem Papier.“ Sassia ließ der Kleinen nun etwas mehr Raum, nahm aber ihre Hände in die ihren. „Meinst du nicht, dass es besser ist wir bestimmen … nein du bestimmst jemanden dem du vertraust, das er sie vor dem Gesetzt für dich führt? Das iat doch alle Mal besser, als das man dir die betriebe ganz wegnimmt oder? Was meinst du? Fällt dir jemand ein, dem du so viel Vertrauen entgegen bringst?“ Sassia konnte nur hoffen, dass sie zu ihrer kleien Tante duchdrang und schaute sie nun fragend an.

    Sassia hatte natürlich schon von dem neuen Gesetzt gehört, aber sie hatte nicht wirklich darüber nachgedacht, dass einer von ihnen davon betroffen war. Innerlich schlug sie sich gerade die Hand vor die Stirn. Natürlich ihre kleine Tante und die war sicherlich alles andere als begeistert davon. Noch ehe sie etwas erwidern konnte tauchte ihre kleine Tante auch schon auf. Sassia setzte ein fröhliches lächeln auf. „Guten Morgen, bekomme ich keine Umarmung?“ Fragte sie mit ausgebreiteten Armen ihre Tante.
    Nach der Begrüßung nahm sie Platz und deutete Sisenna an, dass sie sich neben sie setzen sollte. „Nun Großvater hat mir gesagt, dass du nicht gerade begeistert bist, dass die Gewalt über ihre Bienen, Ponys und Fische abzugeben. Aber Süße.“ Sassia lächelte die Kleine liebevoll an. „Ich denke du siehst das falsch. Die Betriebe gehören dir doch weiterhin. Es führt sie nur jemand für dich, ein Curator.“ Sagte Sassia und beugte sich nun vor um der kleinen Tante etwas zuzuflüstern. „Egal wer das wird, du kannst den dann herum scheuchen, damit der die Betriebe so führt, wie du es dir vorstellst.“ Sagte sie mit einem Zwinkern um dann lauter fortzufahren. „Deine Biene, Ponys und Fische gehören weiterhin dir und du kannst sie jeden Tag besuchen.“ Sassia sag die kleine Tante nun an und schaute was sie zu sagen hatte.

    Eigentlich wollte sie ihre Schwester besuchen. Schon im Atrium hatte man ihr gesagt, dass ihr Großvater alle Frauen des Hause in seinem Arbeitszimmer versammelt hatte. So betrat Sassia das Zimmer. „Großvater, was ist hier los. Ich wollte nur Silana besuchen, da hörte ich du hast alle Frauen zusammengerufen. Kann ich irgendwie helfen?“